Cap Arcona oder der 90. Geburtstag

  • Moin Peter, moin Ulli,


    eure aktuelle "Cap Arcona" ist ein absoluter Leckerbissen, die würde ich gern mal live sehen.
    Da euer Modell so gut recherchiert und gebaut ist (und dann noch mit Beleuchtung :thumbsup: ), hätte ich ehrlich gesagt keine Skrupel, den "Prototyp" zu entsorgen. Nimmt schließlich viel Platz weg (auch wenn viel Arbeit darin steckte). Ansonsten kommt ihr noch auf die Idee, die "Lüfter-Orgien" neben den Schornsteinen bei beiden Modellen zu bauen :D


    Ich bin begeistert über eure Hingabe für das Modell und die innovative Umsetzung und schaue gern weiter zu :thumbup:


    Viel Spaß weiterhin!


    Grüße


    Lars

  • Moin Lars,


    Lüfter-Orgien, eine gute Idee. Endlich mal wieder etwas großes zum Bauen. :thumbsup:


    Ja die Cap Arcona hat reichlich Lüfter, um die Schornsteine herum, auf den Aufbauten und den Decks. Die einzelnen Bereiche des Schiffes mussten ausreichend belüftet werden, damit die Passagiere eine angenehme Fahrt in tropischen Gewässern genießen konnten. Für Auswandererschiffe gab es sogar besondere Vorschriften. Pro Person musste ein Raumgehalt Luft von 2,85 m³ stündlich 6 - 10 mal umgewälzt werden. Hierfür wurden meist Drucklüfter eingesetzt. Nur die Gepäck- Post und einzelne Provianträume wurden noch natürlich belüftet. Alle anderen Räume erhielten künstliche Zu- und Abluft. Besonders aufwendig mussten die Küchen, Toiletten und Waschräume und die großen Salons belüftet werden. Dafür wurden Druck- und Sauglüfter mit elektrisch angetriebenen Gebläsen an geeigneten Positionen an Deck und den Aufbauten installiert.



    Martin Horst 1928 Schiffsfahrt nach Argentinien
    http://www.deutschefotothek.de…252/dd_ses-hm_0000452_007


    Selbst im Windschatten der Schornsteine, an Positionen die aufgrund des starken Soges des Schornsteines eigentlich ungeeignet erscheinen, finden sich Lüfter. Da sich unter den vorderen Schornsteinen die Maschinen- und Kesselräume und die Haupturbiene befanden, mussten 12 Lüfter für ausreichend Luftzufuhr an dieser Stelle sorgen.



    Bauen lassen sich die Lüfter mit der Zeit ganz gut. Aber leider mal wieder :cursing:, passen Einzelne nicht an die vorgegebene Position.


    Schönen Abend zusammen.

  • Hallo Peter, hallo Ulli,


    die "Lüfterorgie" sieht beeindruckend aus. Perfekt gebaut. Ich weiß, wie viel Aufwand dahinter steht. :)


    Alles Gute weiterhin,


    Gruß Wolfgang.

  • Hallo zusammen,


    ja Lüfter und Motoren ohne Ende.
    Die Lüftermotoren wurden von der Schiffs Union Elektr.Gesellschaft für Kriegs- und Handelmarine GmbH Berlin gebaut.


    Die beiden Wassertanks vor den Niedergängen dienten der Wasserversorgung der Kabinen und waren mit der Frischwasseranlage des Schiffes verbunden.



    Auf dem B-Deck um den Fockmast herum standen drei elektrisch betriebene Ladewinden, die zur Verladung des Gepäcks verwendet wurden. Die beiden hinter dem Mast, vor der Ladeluke, wurden im Bericht über die von G.Dittmer über die Cap Arcona von 1927 leider nicht erwähnt.



    Alle wurden über Kontroller geschaltet. Den Strom lieferten vier besonders sparsam arbeitende Dieseldynamos die von der Schinag Schiffs-Installations AG gebaut wurden. Diese Firma wurde 1938 von dem Dynamowerk der Hansa-Lloyd Werke AG übernommen.


    Bei der Montage der Lüfter ist mal wieder Vorsicht geboten: :!: Die Markierungen auf dem Deck sind zu groß oder falsch, ich musste sie vor dem Anbringen übermalen.


    Derweilen hat Peter seine Liebe zum Tischlerhandwerk entdeckt und baut Stühle....


    .... leider hier nicht verwendbar.


    Schönen Mittag


    Ulli

  • Hallo Helmut,


    für diese Stühle ist es leider schon zu spät ;( Peter hat sie alle fest unter dem Promenadendeck seines Schiffes vergraben.


    Aber deine Idee ist gut, alles in Teakholz, dann gibt es meine Liegestühle für das Promenadendeck. ;)



    Franz Grasser Deutsche Fotothek


    Schönen Abend
    Ulli

  • Hallo Andi,


    warten wir mal ab, wann Peter die Liegestühle baut. :sleeping:
    Da die Herren auf dem Foto direkt vor dem Niedergang zum Sportdeck sitzen, haben wir zunächst einmal das Deck befestigt, um weiteres bauen zu können.



    Trotz innerer Beleuchtung haben wir zwei Deckteile beweglich gestaltet, um eventuell doch noch später in die Innenräume einen Blick werfen zu können.



    Über der mittleren Öffnung werden später die Oberlichter des Wintergartens fest angebracht.


    Ulli

  • Peters Stühleorgie tritt jetzt wohl in die Endphase ein :) :



    Da habe ich mir mal einen Prototypen für die Herrengruppe gebaut:



    Oberhalb auf dem Sportdeck sind jetzt die Oberlichter des Warm- und des Kalthauses fertiggestellt. Wie jedes große Passagierschiff der Luxusklasse, hatte auch die Cap Arcona Gewächshäuser für ihre Gärtnerei. Schließlich sollten die Passagiere auf der 15 tägigen Überfahrt nicht auf frischen Blumenschmuck verzichten müssen.



    Schönen Abend
    Ulli

  • Moin Ihr Beiden;


    ich habe am Freitag den 15.12.2017 einen Zeitungsartikel im Hamburger Abendblatt gefunden.
    Es ist nicht die Hauptausgabe, sondern die Ausgabe Norderstedt.


    Ein Herr Schmidt baut gerade so wie Ihr, die „ CAP ARKONA „ aus Karton zusammen.
    Er baut die Kartonmodelle für das Maritime Museum von Peter Tamm.


    In dem Artikel sind 4 Bilder mit dabei.


    Den Artikel kann ich wohl so nicht aus Urheberrechtlichen Gründen veröffentlichen.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Arne,


    vielen Dank für den interessanten Zeitungsartikel. Wir wollten schon lange einmal in dieses Museum in Hamburg. Jetzt um so mehr. :)



    Hallo Helmut,


    das ist warscheinlich der weiblichen Sicht auf die Dinge geschuldet.
    Im A.Kludas " Die Schnelldampfer der Hamburg Süd" ist diese Zeichnung der Inneneinrichtung der Cap Polonio abgebildet.



    Das Gewächshaus war wohl an der gleichen Stelle wie auf der Cap Arcona.


    Im DSM Archiv habe ich einen Artikel gefunden, über den Einsatz weiblichen Personals auf den Dampfschiffen der 30er Jahre. Unter anderem gab es wohl eine Gärtnerin auf der Cap Arcona ab 1938. Gärtner wurden aber schon auf der Imperator eingesetzt, um die Pflanzen für den Wintergarten und die Restaurants zu züchten. Eine Abbildung des Treibhauses ist in "Deutscher Schiffbau 1913" Salzwasserverlag zu finden.


    Schönen Abend.


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    endlich kann ich die Deckshäuser anbringen.


    Zunächst einmal das Kinderzimmer:




    Der Raum war schön mit Oberlichter ausgestattet.


    Schönen Abend


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    hier nun der Wintergarten und das angrenzende Treppenhaus.




    Der Wintergarten war mit bunten Glasfenster von innen unterhalb der Oberlichter verglast. Für Tische und Wände wurde Padukholz (Sandelholz) verwendet, die Sesseln waren mit bunten Seidenstoffen gepolstert. An der Stirnwand befand sich ein Marmorbrunnen, gestaltet von dem Berliner Künstler Hermann Feuerhahn. Angestrahlt wurde er durch farbige Neonröhren (damals noch eine neuartige Sensation). Leider gibt es in meine Unterlagen keine farbigen Abbildungen.


    Schönen Mittag


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    bevor wir die Schiffe für morgen für die Ausstellung im Mannheimer Technoseum verpacken noch einen kleinen Gesamteindruck:




    Die Schornsteine hatte ich im Urlaub bereits soweit fertig gestellt.
    Passt alles, bis auf die Markierungen für die Lüfter auf dem Deck. Die habe ich zur Sicherheit eingefärbt, da es wahrscheinlich einige Probleme geben wird.


    Bis bald
    Ulli

  • Hallo zusammen,


    ich wünsche euch allen ein gutes Neues Jahr und hoffe, dass es auch in diesem Jahr wieder viele schöne erfreuliche Berichte in diesem Forum geben wird.


    Leider musste mein Bericht über das Dinner zum 90sten Geburtstag der Cap in diesem Jahr ausfallen. Die Ausstellung in Mannheim hat böse Spuren bei der Cap Arcona hinterlassen:



    Sowohl die Brückennock mit Schanzkleid, wie auch das Offiziershaus steuerbord, total eingedrückt. Ist wahrscheinlich beim Aufsetzen der Vitrinen Haube passiert. ;(
    Aber doch ein wenig Glück im Unglück, das Deck selbst blieb unbeschädigt.


    Wie schon so oft alles neu bauen und Peter mit dem Cutter bei der Arbeit:




    Jetzt muss ich nur noch vorsichtig die Kanten neu färbe, dann stimmt alles wieder.



    Schönen Abend


    Ulli

  • Moin Uli und Peter,


    bei uns ist noch eine Oberarztstelle frei. Interesse?


    Gruß
    Robi


    saubere Arbeit!

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Moin Ulli!
    Moin Peter!
    Laßt bloß die Finger von Robis Stelle. Der will Euch dann nur seinen Dienst reindrücken, damit er zum Mannheimer Treffen kommen kann.
    Martina hatte mir schon Bilder von der angeditschten Brückennock gezeigt.
    Mein Angebot, Euch eine meiner berüchtigten Transportkisten zu bauen, steht noch.
    Gruß
    Eberhard

    Dreimal hintereinander schafft es der HSV nur knapp die Klasse zu halten. Nächste Saison wird echt gefährlich!


    In der Werft: Kombifrachter Schwan (HMV/Piet/1. Auflage), Kanonenboot Panther (HMV/Wiekowski/1. Auflage), SdKfz 222 (GPM), KNM Thor Heyerdahl (ecardmodels.com), V1102 Lützow (Mannheimer Modellbaubogen) - wieso wird diese Liste nicht endlich kürzer?

  • Hallo Robi,




    bei uns ist noch eine Oberarztstelle frei. Interesse?


    öffentlicher Dienst ???? Nicht wirklich....


    Hallo Eberhard,


    versprich uns, dass du bis Februar/März wieder auf den Beinen bist, dann nehme wir gerne an.


    Viele Grüße
    Ulli und Peter

  • Hallo Ulli, hallo Peter,


    schön, dass mein Daumendrücken geholfen hat ( ;) ) und ihr den beschädigten Bereich wieder so spitzenmäßig reparieren konntet!


    Ick freue mir, echt!

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Glückwünsche.


    Als ich morgens in Mannheim den Schaden am Schiff entdeckt habe, war ich kurz davor alles in die "Rundablage" zu geben, wie Peter es so schön immer formuliert.
    Aber dann fiel mir ein, mit welcher Ausdauer Du, Riklef, an Deinem Schiff gebaut hast. Mal sehen, ob ich das auch schaffe.


    Jetzt habe ich aber mal wieder eine Frage. ?(
    Auf dem Spieldeck sind vier Winden, im Baubogen als Winsch bezeichnet. Sie stehen auf dem Brückendeck, oberhalb des Bootsdecks.
    Es sind aber eben nur vier Einheiten - zu wenig und vermutlich zu weit weg, um zum Hieven der Boote verwendet zu werden.
    Wofür wurden sie verwendet? Auch weit und breit keine Ladekräne.


    Auf diesem Bild von Franz Grasser aus der Digitalen Fotothek ist eine im Hintergrund in weiß zu sehen.



    Auf anderen Bildern sind die Winden schwarz und die Motoren und Controller mit grauen Planen abgedeckt.
    Ich hab mal beide Versionen gebaut - noch ohne die Planen.



    Wenn Peter mit dem Verpacken seiner Hubschrauber fertig ist, kann er ja auch meine Winden einpacken. :D
    Auf jeden Fall werde ich nicht die Originale aus dem Baubogen verwenden.



    Bis dann


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    eine Antwort auf die Funktion der Winden habe ich bis jetzt leider noch immer nicht gefunden, aber es stehen ja noch viele Lüfter zur Arbeit an :)


    Die Cap Arcona hatte eine ausgeklügelte Lüftungsanlage. 78 Lüfter mit elektrisch betriebenen Lüftermotoren. 66 Lüfter wurden zur Belüftung der Decks benötigt, 12 für die Maschinenräume, zwei besonders leistungsstarke belüfteten den Hauptturbienenraum unter dem hinteren Schornstein. Diese Lüfter sind leider, wie viele ándere auch falsch dargestellt.



    Lüfter 168 soll hinter dem Schornstein eingebaut werden. Aber auf dem Detailplan ist ein ganz anderer Lüfter zu sehen. Auf den Fotos der Cap Arcona sind an dieser Stelle zwei fast 4 Meter hohe runde Lüfter zu erkennen. Warum der Baubogen eine andere Form vorgibt ist mit schleierhaft, zumal die Markierung auf Deck sehr viel größer ist. Diese Lüfter 168 und 173 passen auch an keine andere Stelle.


    2007 hat Matthias Keßler bei uns im Forum genau aufgelistet, welche Lüfter falsch nummeriert oder unvollständig sind. Leider wurde der Baubogen bis heute nicht korrigiert. Besonders ärgerlich sind die Fehler bei den teuren Ätzteilen. Hierzu aber später mehr.



    Trotz der Größe meiner selbstgebauten Lüfter ist die Markierung auf Deck immer noch zu groß und mußte abgedeckt werden.


    Bis später


    Ulli

  • Andi:

    Da hoffe ich dann doch, dass die feschen Herren (und einige entsprechende Damen) mit gebaut werden. Das sollte für dich ein Kinderspiel sein!.


    bin ich noch ein paar Menschen schuldig:




    und die etwas komplizierte Lüftungsanlage für das Kalt- und Warmgewächshaus ist jetzt fertig.

  • Hallo Ulli+Peter,


    wenn ich mir die vielen Lüfter anschauen, was ja auch verständlich für ein "Tropen"-Schiff ist, dann vermute ich jedoch, dass es ein sehr lautes Schiff war. Seid ihr da auf irgendwelche Hinweise gestoßen? Nebenbei hat meines Wissens ein paar Jahre später der Schnelldampfer Rex die Klimaanlage eingeführt, wo dann sicherlich diverse Lüfter und Geräuschemacher weniger waren.


    Eine tolle Arbeit macht ihr da.


    Gruß pianisto

  • Hallo Helmut,


    ja es fehlt der Steward mit dem Champus, mal sehen, ob er mir über den Weg läuft.


    hallo Dirk,


    bis jetzt habe ich viel über Windkanalversuche und Versuche im Strömungskanal gelesen, aber nichts über Geräuschdämmung. Da man Konzerte über die Lautsprechanlage im Schiff übertrug, nehme ich an, dass man zumindest unter Deck versucht hat, die Geräuschbelastung zu reduzieren.


    Die Lüftermotoren und die Schornsteine waren sicher sehr laut.
    Zur Ableitung der Rauchabgase aus den beiden Kesselräumen wurden die vorderen Schornsteine genutzt. Da die Ölfeuerung mit künstlich zugedrückter Luft arbeitete, wurde in jedem Kesselraum eine Gebläseanlage eingebaut, deren Gebläsemaschinen im jeweils unteren Bereich der beiden vorderen Schornsteine untergebracht waren. Diese Schornsteine waren oben mit grobmaschigen Sieben abgeschlossen, damit keine größeren Rußteile auf Deck herausgeschleudert werden konnten. Der Hauptmaschinenraum wurden direkt durch den hinteren Schornstein mit zusätzlichen Gebläsen entlüftet. Durch Leitern und Niedergänge konnte man von Deck aus, direkt in den Maschinenraum gelangen, wie auf dieser Zeichnung von:


    Dittmer und Müller „Cap Arcona“ S.484 in Werft, Reederei und Hafen 22.11.1927 zu erkennen ist.



    Ich habe das entsprechend dem Bauplan so umgesetzt:




    Die Herstellung des Gitters hat doch ein wenig Zeit und Mühe gekostet, aber wir haben uns schon vor längerer Zeit entschieden keine Teile aus dem Ätzteilesatz zu verwenden.


    Also auch gleich ran an die anderen Gitter:



    Gitter wurden an den Eingängen zu den Privatwohnungen und Speisezimmer der 1.Klasse eingesetzt.




    Schönen Abend


    Ulli

  • Ulli,


    es ist immer wieder faszinierend, Eure "Ermittlungen" zum Original zu verfolgen und dann die Umsetzung im Modell zu sehen.
    Mich erinnert das auch an meinen Bau der TITANIC...

  • Moin Ulli ,


    das , was du hier zeigst ist aber kein Abgas ( Rauch ) Gitter , es ist eine Laufbrücke .
    Die Abgas Gitter waren wohl in den zwei vorderen Schornsteinen untergebracht . ?(


    Sonst bin ich sehr begeistert von Deiner Bauweise und den Fotos vom Original .
    Bei mir ruht z.Zt. die Arbeit an dem Modell.
    :whistling:

  • Hallo Ewald,


    ich habe gestern nur den hinteren Schornstein gezeigt, weil der Laufsteg und die Leitern so kompliziert in der Herstellung waren. Die anderen Schornsteine hatte ich schon im Oktober nach Bauanleitung fertig gestellt und abgebildet.
    Auf Fotos die um 1936 aus einem Zeppelin gemacht wurden, kann man erkennen, dass alle Schornsteine innen noch einen Ring hatten. Da ich aber nicht sicher weiß, ob dies eine spätere Veränderung war, habe ich sie weggelassen.


    Schönen Sonntag


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    es geht weiter mit den Kleinteilen.


    Die Cap Arcona war auf der Brücke mit den damals neuesten Funkeinrichtungen und Messgeräten ausgestattet. Eine Funkpeilanlage und eine "neuzeitliche" Unterwasserecholotanlage, mehrere Docktelegraphen und Maschinentelegraphen. Im Bericht von Dittmer und Müller wird besonders der Kreiselkompass mit Selbststeueranlage (Vorläufer des Autopiloten) erwähnt, der 1922 nach längerem Rechtstreit von Hermann Anschütz Kämpfe zum Patent angemeldet worden war. Hier ein Blick in die Brücke:



    Dittmer und Müller „ Cap Arcona“ Seite 472 Werft Reederei Hafen 22 November 1927 Heft 22




    Leider sind auch hier wieder die eingezeichneten markierten Kreise auf dem Deck zu groß. Ebenso mußte ich die Höhe der Instrumente verringern und für den zweiten Maschinentelegraphen backbords gab es eine Markierung aber keine Vorlage auf dem Baubogen.


    Schönen Abend
    Ulli

  • Hallo zusammen,


    gut Ding will Weile haben ....Lüfter....ohne Ende ;(



    Ich werde sie nicht zählen, aber wenn sie alle an Ort und Stelle sitzen einen Korken knallen lassen.


    Zwischendrin habe ich mich entschieden, endlich das Bootsdeck zu bearbeiten. Für die Stützen der Rettungsboote sind schwarze Linie eingezeichnet und an den Stellen, an denen die Davits sitzen sollen weiße.



    Ich denke man muss kein Schiffsexperte sein um zu sehen, dass die Davits nicht dort angebracht werden können. Aus statischen Gründen müssen sie direkt über bzw. direkt rechts und links neben den breiten Fensterstützen stehen.


    Auf diesem Foto von Martin Horst aus der digitalen Fotothek ist dies beim Original auch schön zu sehen.



    Daher bleibt nichts anderes übrig, als alle mit einem passenden Streifen zu überdecken.



    Schönen Nachmittag


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    auch wenn Peter meint, mein Schiff wäre noch kahl ;( kann ich jetzt doch einen Korken knallen lassen.



    die Lüfter rund um die Schornsteine sind fertig. Gleichzeitig haben wir begonnen die Stützen an dem Promenadendeck anzubringen.



    Für die Reling müssen wir erst noch schönes Wetter zum Lackieren abwarten.


    Währenddessen arbeite ich weiter an meinen neuen Rettungsbooten. Warum ich die Originale (hier das erste) nicht verwenden wollte, hatte ich schon beschrieben.



    Meine erste eigene Version (das zweite Boot) ist mir einfach zu dunkel geraten.


    Jetzt habe ich an meinen Vorlagen kleine Veränderungen in der Form vorgenommen und Beschriftungen angebracht. Jedes Boot der Cap Arcona hatte hinten den Namen des Schiffes und vorne eine Nummerierung in weiß.





    Tschüß ......bis 16 Rettungsboote später


    Ulli

  • Moin Ulli und Peter,


    ich bin immer wieder verblüfft, mit wieviel Recherche und Ehrgeiz ihr an die "Cap Arcona" heran geht :thumbsup:
    "Kahl" ist das Schiff sicher nicht; es fehlen bisher nur ein paar Bauteile. Und da seid ihr ja eifrig dabei ;)


    Ich bin gespannt, wie sich die neuen Beiboote am Modell machen (liegt es am Foto, oder sind diese dunkler als die Bogenvorlage?).


    Ich drücke die Daumen für schöneres Wetter, damit auch die Relinge an Bord kommen können :thumbup:


    Grüße


    Lars

  • Hallo Lars,


    Ich bin gespannt, wie sich die neuen Beiboote am Modell machen (liegt es am Foto, oder sind diese dunkler als die Bogenvorlage?).


    die Rettungsboote der Cap Arcona wurden damals besonders aufwendig in "Eichenbottdiagonalbauweise" gefertigt, um den luxuriösen Gesamteindruck des Schiffes hervorzuheben. Da die 24 Boote maßgeblich das Aussehen, auch des Modells bestimmen, versuchen wir diese auch besonders sorgfältig zu bauen.

    HaJo hatte uns am 7.10.2017 in diesem Bericht den Hinweis auf die Rettungsboote der Pamir gegeben: https://www.google.de/url?sa=i…&ust=1519053431868410.
    Daraufhin habe ich beschlossen meine Boote noch einmal neu und zwar viel heller zu bauen. Ursprünglich ging ich davon aus, dass die Eiche durch den wasserfesten Anstrich stark gedunkelt war. Da die Rettungsboote der Pamir zur ähnlichen Zeit in gleicher Bauweise gebaut wurden, war meine Annahme wahrscheinlich falsch.


    Jetzt habe ich bei meinen neuen Booten (links) versucht diesen Farbton zu treffen. Sie sind also heller und nicht so rotstichig wie die Boote aus dem Baubogen (rechts).



    Auch die Persenning habe ich leicht abgewandelt.


    Schönen Mittag Ulli

  • Moin, moin Ulli,


    die Rettungsboote in der nun etwas helleren Farbe gefallen mir sehr :thumbup: ! Bei der Anlage der Farbe muss man beim Modellbau ja auch bedenken, dass je kleiner der Maßstab, desto mehr müssen auch sehr dunkle Farben aufgehellt werden. Insofern passt das jetzt gut und ist stimmig....denke ich... :) .


    Gruß vom Neukloster-See
    HaJo

    Exercitatio artem parat!