Farben, im Kartonmodellbau

  • Hallo Freunde
    Ich mische mir für meine Schiffsmodelle immer einen Vorrat der am meisten benötigten Farben, zB. um Geschützrohre, Reling, oder andere Kleinteile zu färben. Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich einige Erfahrung im Umgang mit Farben und das genaue Anpassen, und die verschiedenen, für unser Hobby verwendeten Farben sind mir grossenteils bekannt.
    Vor ein Paar Tagen hat mich Andy in meinem Baubericht angefragt ob ich nicht mal genauer erklären könnte, wie ich denn meinen Farbvorrat mische, damit er auch wirklich passt. Ich habe dann Antwort gegeben, aber das Tema ist bei mir hängengeblieben.
    Nun möchte ich hier einen kleinen Workshop anfangen, in dem ich in loser Folge Tips und Erläuterungen zu verschiedenen Farbprodukten und zu deren Handhabung abgeben möchte.
    Möglicherweise erzähle ich hier aber Dinge die schon bekannt sind, oder niemanden interessieren, ich hoffe aber dass meine Ausführungen trotzdem den einen oder Anderen Leser finden werden.
    Bitte scheut euch nicht zu fragen, und auch auf die Gefahr hin, dass das Thema abdriftet. Ich kümmere mich dann schon dass wir wieder zurückfinden.
    Liebe Grüsse Niklaus

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind (Albert Einstein)

    N.K.


    Derzeit im Bau: IJN Nagato 1:200 von Dom Bumagi, HMCS Waskesiu Card Fleet 1:200, MiG 21MF Answer-Angraf 1:33
    Fertig: Mellum, Indianapolis,TAKAO Digital Navy 1:250,Korvette Agassiz 1:250, NJL TOGO CFM 1:250 .
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    Hellcat, Halinski

  • Moin Niklaus,



    als eingeschworener Anhänger der Ganzkörperbemalung im Schiffs-Kartonmodellbau werde ich an Deiner Feder hängen! :thumbup:



    lg.


    Klueni

    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

  • Als erstes möchte ich auf das Färben mit Farbstiften eingehen.
    Immer empfehle ich das verwenden von qualtativ hochstehenden Produkten, in Künstlerqualität, was bedeutet, dass die Farben lichtecht sind. In der Schweiz sind vor allem die Farbstifte von Caran d Ache und Faber Castell in praktisch allen Schreibwaren oder Farbwarengeschäften erhältlich. Die Farbstifte kann man aber auch in vielen Internetshops kaufen. Nicht empfehlen würde ich Billigprodukte vom Discounter da diese oftmals nicht halten was sie versprechen.
    Wer sich eine Freude machen will, einfach weil das ein toller Anblick ist kann sich eine Schachtel mit bis zu 120 Farbtönen zulegen. Ich finde jedoch sinnvoller wenn man bem planen für den Bau eines neuen Modells eben auch die voraussichtlich benötigten Farbstifte einzeln kauft. Bitte achtet auch immer darauf, dass ihr die wasservermalbaren Varianten des jeweiligen Herstellers kauft. Sinnvoll ist dazu ein Spitzer, ich nehme den Handspitzer, da die Spitzmaschinen sehr viel mehr Material wegspitzen. Ebenfalls empfehle ich dazu 2 verschieden dicke Pinsel der Stärke 0 und 00. Und ganz wichtig eine packung Tempo, oder Kleenex oder Küchenkrepp.

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    N.K.


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  • Wie ihr ja alle wisst, ist natürlich der grösste Feind des Kartonmodellbauers, Wasser auf dem Basteltisch. Schnell ist irgend ein Glas oder Becher umgekippt, und verursacht womöglich grosse Schäden.
    Ich habe mir für sehr wenig Geld 6 Eierbecher aus dem Grossen Schwedischen Möbelhaus beschafft. Die haben einen derart tiefen Schwerpunkt, dass die auch bei unsorgfältigster Behandlung nicht kippen. Wasser beware ich in einer gut gereinigten Nasentropfen Flasche mit Pipette auf, und verwende das Wasser nur tropfenweise.
    Jetzt kann man je nachgutdünken Die Farbstifte in den Wassertropfen tauchen und die Farbe direkt auftragen. Es ist aber auch möglich, mit einer Klinge ein wenig Farbe abzuschaben und mit Wasser anzurühren. Dann verwende ich den Pinsel, mit welchen man besser in die Ecken des Bauteils kommt, oder man nimmt mit dem feuchten Pinsel die Farbe direkt vom Stift. Immer von der hinteren Seite des Bauteils her arbeiten.
    Sollte trotzdem ein Missgeschick in Form eines Farb oder Wassertröpfchens auf der schönen Seite passieren, nie wegwischen! Mit einem Papiertuch aufsaugen,oder ganz vorsichtig auftupfen. Das Papierteil gut trocknen lassen, auch wenn es noch so juckt, erst trocknen lassen, weil sonst die Papieroberfläche aufreisst, Wenn dann das Papier trocken ist, den Farbklecks ganz vorsichtig mit einem leicht feuchten über ein Ohrenstäbchen gestülpten Kleenex wegwischen.
    Das dann wieder feuchte Papier auf einem sauberen Karton unter einer beschwerten Glasscheibe über nacht pressen.
    Hier seht ihr noch die Eierbecher

  • Die Farbstifte können auch gemischt werden, allerdings nur in kleinen Mengen, weshalb ich dies nicht empfehle. für die Auswahl der Farbstifte gehe ich mit dem Modellbogen ins Geschäft, und suche den passenden Farbton aus. Wenn man in einem Geschäft wiederkehrender Kunde ist, darf man normalerweise auch die Farbstifte ausprobieren wenn man sich nicht sicher ist.

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  • Ein weiterer Tip
    Ihr könnt an Stellen wo ihr die Kanten noch öfters anfassen müsst, die Farbstiftfarbe etwas haltbarer machen indem ihr 1:1 verdünnten Papierfestiger zum anrühren der Farbe verwendet. Diesen festiger verwende ich auch zum festigen von LC Teilen. Den gibt es in Bastelgeschäften zum festigen von Papier oder dünnen Stoffen. Fentens verkauft einen ähnlichen Festiger ebenfalls für das festigen von LC Teilen. Vorsicht wenn hier ein Missgeschick passiert geht das nicht mehr ohne weiteres weg. Je nach Produkt kann die Oberfläche leicht glänzen, also vorher ausprobieren.

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  • Ein weiteres Produkt das ich hier ewähnen möchte, sind die Wasservermalbaren Wachspastellkreiden Neocolor2 aus dem Hause Caran d Ache. Hier sind ebenfalls 120 Farbtöne lieferbar und die Kreiden gibt s auch einzeln zu kaufen. Man kann sich also hier ebenfalls ein eigenes Sortiment zusammenstellen. so wie ich hier die verschiedenen Grautöne. Die Farbkreiden entsprechen auch den Mischungen der Farbstifte aus dem selben Hause, sind jedoch etwas weicher, dafür auch erheblich ergiebiger. Wie gesagt sind die Kreiden von der Konsistenz etwas wachsähnlich aber trotzdem wasservermalbar. Man kann die Kreide auch etwas spachteln und dann wieder vermalen was bei einiger Übung auch zum schliessen von Stosshähten taugt.Von Faber Castell gab es mal was ähnliches, ist aber aus dem Sortiment verschwunden, deshalb kann es sein dass der Eine oder Andere noch solche Stifte besitzt.
    Für diese Kreiden gilt uneingeschränkt auch alles was ich über die Farbstifte gesagt habe. Um offene Wasserbehälter zu vermeiden finde ich auch die Pinsel von Pentel und von Caran dAche mit dem eingebauten Wasserreservoir eine gute Wahl. Hier ist jedoch etwas Vorsicht geboten, dass nicht zu viel Wasser in die Pinselspitze läuft. ein Papiertaschentuch unter der Arbeitshand dient zum absaugen von zu viel Flüssigkeit.

  • Hier noch eine Ansicht von 2 Schachteln mit je 40 Stiften. Da könnt ihr sehen, dass hier viel dabei ist was man in unserem Hobby selten bis nie braucht. Wenn ihr also die Farben nicht auch noch für andere künstlerische Tätigkeiten benutzt, würde ich mir nur eine ausgewählte Palette zulegen.

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  • Hi Nik,
    vielleicht darf ich noch ergänzend hinzufügen, daß ich gerne mit Gouache-Farben arbeite. Diese bieten die Möglichkeit, sich einen Farbton in hinreichender Menge anzumischen. Die Farbe kann dann eingetrocknet wie ein Tuschkasten verwendet werden. Damit entfällt die Notwendigkeit, den passenden Farbton zu bekommen oder diesen jedes Mal anmischen zu müssen.


    Gruß
    Jan

  • Hallo Jan,
    Vielen Dank für deinen Hinweis, ich versuche möglichst alle Farben und Möglichkeiten aufzuzeigen und habe mich als erstes für die Stifte entschieden, werde aber im Laufe meines Beitrags auch noch bei den Aquarell-, Gouache- und Acrylfarben vorbeikommen, :thumbsup:
    Als nächstes möchte ich etwas über die Faber Castell Pitt Artist Pen erzählen. Hier handelt es sich um Faserstifte in verschiedenen Dicken, unter anderem auch mit einer Faserpinsel Spitze. in diesen Stiften wird wasserfeste und lichtbeständige Künstlertusche verwendet. Es gibt ca 80 Farbtöne, die aber nicht miteinander gemischt werden können. Nach meiner Meinung ist hier für dem Kartonmodellbau etwas vorsicht geboten, denn die Farbe wird vom Papier sehr schnell aufgesogen, und verteilt sich auch entlang der Papierfasern was dann zu einem ausbluten oder verlaufen führen kann. Der Farbauftrag ist auch ein wenig schwer kontrollierbar, da der definitive Farbton erst nach vollkommener Trocknung erkennbar wird. wenn man nun während der Trocknungsphase mehrmals über die selbe Stelle fährt, wird der Farbauftrag immer dunkler und intensiver. Es gibt sicherlich Modellbauer die mit diesen Stiften sehr glücklich sind, aber ich verwende diese Stifte nur bei der Arbeit wenn ich das Papier vorher mit Gelatine ausgeleimt habe, was beim Kartonmodellbau eher schwierig ist,

  • Von Firma Schmincke gibt es noch die Aerocolor eigentlich für die Airbrush, aber dazu passend leere Faserstifte die man aus den Pipettenfläschchen befüllen kann. Ich habe dies noch nicht ausprobiert, mir scheint jedoch schon der Anschaffungspreis etwas hoch. Vielleicht hat dies schon jemand von euch ausprobiert und kann uns seine Efahrungen weitergeben. Natürlich gibt es auf diesem Gebiet noch zahlreiche Produkte, die ich jedoch noch nie verwendet habe. Ich möchte euch hier aber nur Tips aufzeigen, die ich schon selbst ausprobiert habe.

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  • Hallo Freunde
    Ich werde jetzt mal das Thema Stifte beenden, mit dem Wissen dass hier noch längst nicht alles gesagt wurde, oder alle Produkte vorgestellt wurden. Ich denke auch, jeder hat so seine eigenen Vorlieben und ich entschuldige mich falls ich da und dort eine andere Meinung habe. Ich mache hier den Beitrag für alle neuen Kartonmodellbauer und für die, die mit dem Thema noch nicht richtig warm geworden sind.

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  • Hallo Niklaus ....
    Das ist hier die Frage ...Wie ich schon seid einiger Zeit beschreiben habe, das ich den Flugzeugträger USS JFK baue .kommt bei Mir dein Vorhaben der Farben gut an Ich selbst frage mich schon länger wie ich es anstellen soll das mit der Außenbeplankung .. Wie also soll ich es machen das die Übergänge der einzelnen planken nicht mehr so zu erkennen sind ..bei einem Schiff von über 3 meter ist da das einen oder andere Stück schon etwas ausgerägter zu sehen ..insbesondere dort wo die Außenanbauten zu erkennen sind .. wie würdest Du es machen ..?ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen auf Deine ( Eure Vorschläge ---
    Lg bernd

  • GOUACHE- und AQUARELLFARBEN
    Gouache oder Guaschfarbe ist eine Deckfarbe aus eher grob gemahlenen Pigmenten und Füllschoff wie Kreide oder Gips und Gummi Arabicum als Bindemittel. Diese Farben werden in der Tube, im Töpfchen oder auch in Farbkästen angeboten. Wie überall gibt es hier sehr grosse Unterschiede in der Qualität der Farbe und auch in der Lichtbeständigkeit. Die Gouachefarbe ist wasserlöslich, und bleibt dies auch nach dem Trocknen. Ein Nachteil im Kartonmodellbau ist, dass die Farbe durch die relativ grosse Korngrösse der Pigmente nicht richtig ins Papier eindringt und deshalb beim zusammenbau gerne absplittert. Von Vorteil ist der relativ tiefe Preis, die grosse verfügbarkeit von Farbtönen und die einfache Handhabung. Praktisch ist hier, dass man die Farbe trocknen lassen kann und bei bedarf mit etwas Wasser wieder aktiviert werden kann. Wie Jan schon weiter oben erklärt hat. Ich arbeite am liebsten mit den Farben von Schminke, oder Talenz.


    Die Aquarellfarben sind eigentlich Lasurfarben, wobei es in der Regel kein weiss gibt. Der weisse Anteil entsteht durch das durchscheinende Papier. Also kann man z.B. Kobaltblau durch starkes Verdünnen, auf dem Papier zu einem Himmelblau werden lassen. In der Kunst braucht dies einige Erfahrung um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. In unserem Hobby gilt dies ebenfalls. Der Druck unserer Modelle funktioniert ähnlich, also weniger Farbpunkte pro Quadratcentimeter ergibt eine hellere Tönung. das kann so weit gehen, dass wie z.B bei Dom Bumagi die einzelnen Farbpunkte auf einer Fotografie sichtbar sind. Also schwarze Punkte auf einem weissen Papier setzt unser Gehirn zu Grau zusammen. Das wird dann beim Kantenfärben zu einem Problem, weil die Kompakte deckende Kantenfärbung zwar den vermeintlich selben Farbton hat, aber je nach Lichtverhältnissen trotzdem anders aussieht. Hier kann eine lasierende Farbe, eben schwarz,oder dunkelgrau auf der weissen Kante besser aussehen. Auch hier muss jeder ausprobieren wie er am besten zu rande Kommt. Ich will hier nicht päbstlicher sein als der Papst, die hervorragenden Modelle vieler Kollegen zeigen auch dass es hier um Kleinigkeiten geht. Auch hier kann man sich einen kleinen Farbkasten zulegen, und dann die gewünschten Farbtöne einzeln anschaffen.
    Um später aber bei den praktischen Erläuterungen nicht ins unermessliche abzudriften gehe ich hier etwas mehr in diwe Tiefe.


    Auch bei den Aquarellfarben gilt, Die qualitativ besseren und deshalb teureren Farben ergeben auch hier die Besseren Ergebnisse. Billigprodukte aus dem Discounter sind meist nicht lichtecht, und nicht alterungsbeständig. es kann also sein dass die gefärbten Kanten mit der Zeit aufhellen oder nachdunkeln. Bei den Aquarellfarben arbeite ich am liebsten mit den Farben von Windsor&Newton.

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  • Hallo Modellbauer
    Ich müsste noch etwas mehr über deine Bauweise sehen. ich denke , du baust dein Modell scratch, also nicht aus einem Bogen oder Bausatz, hast du schon einen Baubericht eingestellt? Bitte entschuldige falls ich diesen noch nicht bemerkt haben sollte.
    Grüsse Nik

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  • ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen auf Deine ( Eure Vorschläge ---

    Hallo Bernd,


    es ist (auch orthografisch) schwierig den Inhalt Deiner Frage zu verstehen. Ich deute aber, dass Du wissen möchtest, welche Farben Du für dein Modell verwenden sollst?! Ich denke da hilft Dir Nik nicht weiter, ich würde Dir aber empfehlen, das Modell mittels Airbrush zu färben. Ich habe schon Großmodelle mit dem Pinsel gepönt gesehen, das sah richtig grottig aus.


    LG
    René

    Der Dieb hat das Herz eines Hasen.

  • Eine Möglichkeit wäre auch, das Modell zu spachteln und zu schleiffen, und dann mit Airbrush oder Spraydose zu spritzen, so wie einige Kartonmodellbauer ihre Unterwasserschiffe.

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  • Hallo Modellbauer
    Ich müsste noch etwas mehr über deine Bauweise sehen. ich denke , du baust dein Modell scratch, also nicht aus einem Bogen oder Bausatz, hast du schon einen Baubericht eingestellt? Bitte entschuldige falls ich diesen noch nicht bemerkt haben sollte.
    Grüsse Nik


    bauberichte sind schon 2 mal eingestellt 2015+2016 aber es dauert bei mir noch.. denn so ein Scratch -Modell ist nicht von Heut auf Morgen gebaut das braucht halt seine Zeit ..


    gruss bernd


  • bauberichte sind schon 2 mal eingestellt 2015+2016 aber es dauert bei mir noch.. denn so ein Scratch -Modell ist nicht von Heut auf Morgen gebaut das braucht halt seine Zeit ..


    gruss bernd



    bauberichte sind schon 2 mal eingestellt 2015+2016 aber es dauert bei mir noch.. denn so ein Scratch -Modell ist nicht von Heut auf Morgen gebaut das braucht halt seine Zeit ..


    gruss bernd


    hi Nick
    wie gehabt bin ich für jeden Tipp / Vorschlag offen ...
    gruss bernd

  • Hallo Freunde
    Nun komme ich zur wohl wichtigsten wie auch schwierigsten Farbengruppe, den Acrylfarben. Ursprünglich erfunden als alternative zu Ölfarben, gibt es diese Farben praktisch in jeder Verpackung zu Kaufen. Acrylfarben sind Wasserlöslich, bis sie eingetrocknet sind. dann lassen sich die Farben nur noch mit Aceton wegreiben, können aber nicht mehr wieder verwendet werden.
    Acrylfarben sind auch in jeder Preisklasse erhältlich, wobei die Billigen praktisch unbrauchbar sind. Acrylfarben sind sehr gut mischbar!
    Im Modellbaufachhandel gibt es eine riesige Fülle von schon gemischten Farbtönen, sogar bis hin zu Themenbezogenen Farbsets, zB US NAVY, oder KAISERLICH MARINE diese Farben von Revell, Valejo, Citadel und wie sie noch alle heissen, zeichnen sich hauptsächlich durch ihre extreme Feinheit aus, und sind deshlb für Airbrush geeignet. Ich verarbeite diese Farben jedoch ausschliesslich mit dem Pinsel. Diese Farben trocknen matt, oder seidenglänzend auf, und man kann anschliessend absolut keine Pinselstriche mehr sehen.
    Mein Absoluter Liebling unter den Acrylfarben ist die Decormatt Acryl von Marabu. Ich bin ein grosser Fan dieser Farbe, sie ist sehr gut mischbar,in einer überschaubaren Farbpalette erhältlich, es gibt sie nicht nur in Spezialgeschäften, sondern auch im Papierwarengeschäft oder im Bstelbedarf. Die Farbe kann sehr gut mit dem Pinsel aufgestrichen werden und sieht nach dem Trocknen fast aus wie Papier.

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  • Hallo
    Diese Geschützrohre aus Messing wurden mit einem Grau aus Weiss, Schwarz, und Blau, von Marabu Decormatt gestrichen. Ich denke, dass diese Farbe auch von Anhängern der Komplettbemahlung von Kartonmodellen sehr gut zu gebrauchen wäre.

  • Hallo, Niklaus,


    etwas möchte ich gerne noch zu den Acrylfarben wissen:
    - Ist eine Grundierung auf Metall (eventuell auch Plastik) notwendig, saubere und fettfreie Oberfläche vorausgesetzt?
    - Sind Farbabweichungen bei Papierschnittkanten wegen der offenen Papierfasern merkbar?
    - Verändert sich die Stabilität von Lasercutteilen nach dem Auftrag?
    - Wie stark ist die Deckkraft von der Dicke des Farbauftrags abhängig (Problemfall Brandspuren bei weißer Lasercutreling)?


    Übrigens finde ich es toll, mal eine solche Zusammenfassung eines Praktikers lesen zu können.


    Viele Grüße
    Friedrich

    Fülle Deine Tage mit Leben und nicht Dein Leben mit Tagen.

  • Hallo Papiertiger
    -Auf allen, nicht saugenden Untergründen kann man einen sogenannten Primer verwenden. Auf Metall also gedrehte Rohre und bei Fotoätzteilen würde ich dies sogar empfehlen.
    -An den Papierschnittkanten sind Farbabweichungen sichtbar, aber nicht wegen der Papierfasern, sondern wegen der fehlenden Rasterung, die Rasterung beim Offsetdruck sieht etwas anders aus als die kompakte Farbe beim Kantenfärben.
    -Die Lasercutteile werden durch das aufstreichen von Acrylfarbe steiffer, und dadurch auch stabiler. Die Teile können wie schon erwähnt mit dem Papierversteiffer oder mit Sekundenkleber verstärkt und dann gestrichen werden.
    -Die Marabufarbe zB. kann 2:1 verdünnt werden und hat immer noch genügend Deckkraft um Schmauchspuren zu decken. aber vorsicht nicht zuviel verdünnen, da sonst das Papier wellig wird. Ein Tip: z.B. Relingteile zum Trocknen in eine Klammer spannen und mit leichter Beschwerung hängen lassen.
    Bei weisser Reling empfiehlt es sich, die Russpartikel mit einem Primer oder mit dem besagten Festiger zu binden und dann weiss zu streichen, dann lösen sich die Partikel nicht mehr.
    Grüsse Nik

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  • Hallo, Niklaus,


    vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort.
    Ich gehe jetzt mal Acrylfarbe kaufen. Gibt es die Marabu-Farben in der Tube oder im Töpfchen?


    Mit herzlichem Gruß
    Friedrich

    Fülle Deine Tage mit Leben und nicht Dein Leben mit Tagen.

  • Nun möchte ich euch noch einige Bilder der besagten Marabu Farbe Zeigen.
    Die Farbe gibt es in 15ml und 50ml Fläschchen. die Fläschchen können wunderbar wiederverwendet werden. Das Angebot an Farbtönen ist überschaubar, und der Preis für ein 15ml Fläschchen erträgliche 1.50 Euro. mit dem Geschenkset sind alle Farben mischbar. auf der Farbmusterskala könnt Ihr die erhältlichen Farbtöne erkennen.

    Images

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  • Vielen Dank Niklaus für die ausführliche Darstellung.
    Auch ich benutze seit Jahren aus den von Dir genannten Gründen die Marabu Decor matt-Farben.

  • Als nächstes möchte ich euch etwas über das Farben Mischen erzählen. Ich werde versuchen die Theorie nicht allzu trocken werden zu lassen. Im Prinzip lassen sich sämtliche Farbtöne aus den Farben Rot Gelb und Blau, und Weiss und schwarz mischen. dies braucht einige Erfahrung. Auf dem Farbkreis seht Ihr, dass Rot und Gelb Orange, Gelb und Blau Grün und Blau und Rot Violett ergeben. Es lassen sich noch beliebig viele Zwischentöne erzielen, durch das verändern des Mischverhältnisses. z.B. 2Teile rot+ 1 Teil Gelb gibt Dunkelorange, 1 Teil rot und 2 Teile Gelb ergibt hellorange. Alle diese Töne lassen sich mit Weiss aufhellen( 2. Farbkreis) oder durch Schwarz abdunkeln.

    Images

    • marabu 4.png
    • Marabu 5.jpg

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  • Also, es geht los.
    Um einen Beliebigen Grauton zu mischen, erst mal die beiden Farben weiss und schwarz gut durchmischen, da die Pigmente sich am Boden des Töpfchens absetzen, und so die Farbe an der Oberfläche weniger konzentriert ist. dazu lege ich in jedes Fläschchen schon nach dem Kauf eine Glasperle. Da wird das Mischen duch schütteln einfacher und man produziert keine Sauerei.
    Nun nehme ich eine Pipette, und ein kleines Konfitürenglas mit Schraubdeckel und beginne mal mit 10 Tropfen weiss. Dann 1 tropfen Schwarz, gut vermischen und dann kontrollieren. Zu Anfang reicht eine Sichtkontrolle. Die Anzahl der Farbtropfen jeder Farbe aufschreiben, so kann nachher das Mischverhältnis reproduziert werden. Wenn ich das Gefühl habe,dass der Grauton dem Originalton entspricht Nehme ich ein Papierstreifchen und streiche die gemischte Farbe bis zum Rand darauf.
    Trocknen lassen! nicht mit dem Föhn trocknen da sich die Acrylfarbe dann etwas verändern kann. Nun kann man mit dem Farbmuster auf den Bogen gehen und mit den Bauteilen zusammen legen. Denkt daran je nach Lichtquelle kann der Grauton etwas anders aussehen. Ist der Ton nun Genau passend, wunderbar! sonst mehr Schwarz oder mehr Weiss zugeben. Nicht vergessen die Tropfen zu zählen und aufzuschreiben. Das solange wiederholen bis ihr das gefühl habt der Helligkeitswert sei erreicht. nun kann es sein dass aber der Grauton noch wärmer oder kälter sein müsste. Mit blau, für kälter, und rot für wärmer korrigieren. sollte mal zu viel blau oder zu viel rot in der Farbe sein, einfach mit der nötigen Mischung von Weiss und Schwarz aufstocken. Für die Kontrolle immer ein neues Papierstreifchen verwenden. Nun gibt es einige Tricks. Der Farbton auf dem gedruckten bogen entsteht durch schwarze punkte auf weissem Papier. Je weiter diese Punkte auseinander liegen, desto heller der Grauton, den übrigens unser Hirn zusammensetzt. Deshalb ist der zu verwendende Grauton ein Tickchen heller als der Ton auf dem Papier.
    Ich poste nochmal die Fotografie von den Geschützrohren, damit ihr ohne zu scrollen vergleichen könnt.
    Der Farbton muss zB Auf der Turmdecke und ganz Oben auf dem Geschützrohr stimmen, weil dort dieselbe Lichtintensität herrscht. Die Seiten des Geschützrohrs werden durch den Schattenwurf dunkler.
    Das Ganze ist etwas kompliziert und braucht ein wenig Erfahrung. Lasst euch deswegen nicht ins Bockshorn jagen, Falls es nicht beim ersten Mal klappt.
    Wir Modellbauer kucken unsere Schätze ja immer wieder an, das führt auch dazu dass Euer Auge und Euer Hirn die Verknüpfungen herstellt, die für das Meistern dieses Problems nötig sind. Ich kann mittlerweile die meisten Farbtöne aus dem Gedächtnis mischen, Ich kenne meine Kunden an der Farbe ihres Wohnzimmerteppichs, aber ich weiss beim besten Willen deren Namen nicht. Den muss ich mir jedes mal aufschreiben. :thumbsup:
    Mischt euch von der Farbe ca 30ml das reicht für ein grösseres Modell völlig aus . Wenn nicht habt ihr ja die Formel aufgeschrieben.

  • Hallo Niklaus,


    erst mal vielen Dank für Deine wertvollen Infos. Ich habe heute einen Versuch gestartet diese Wachspastellkreiden zu bekommen. Bin mit der Suche in zwei Bastelläden gescheitert. Solche Kreiden bekomme ich wohl nur im Künstlerbedarfgeschäften, werde nächste Woche mal so einen Laden aufsuchen.


    LG Michael

  • Hallo,
    und wenn es der Laden nicht hat, so kann man auf den Versandhandel zurückgreifen. Nein nicht bei dem der einem südam. Strom ähnlich klingt oder ein der e Bucht, sondern z. B. bei Gerstäcker, Künstlerbedarf.
    Ulrich