Welcher Lötkolben?

  • Hallo,


    schon öfters hat es mich genervt, dass ich bei Drahtgestellen mit Superkleber arbeiten muss. Bei unbelasteten Teilen ist es ja mehr oder weniger egal, aber bei Teile wie z.B. dem Fahrwerk eines Flugzeuges, würde ich mir mehr Festigkeit wünschen. Also würde ich diese Sachen gerne in Zukunft löten. Da stellt sich mir nun die Frage, welcher Lötkolben der richtige wäre? Hätte zur Zeit die Möglichkeit günstig an einen Feinlötkolben mit 25 Watt zu kommen - wäre das für mein Vorhaben evtl. eh passend? Verlötet werden sollten Drähte mit einer Dicke rund um die 1mm.

  • Hallo,
    für deine Belange reicht ein 25-W-Lötkolben auf alle Fälle aus. Du solltest jedoch darauf achten, dass der Lötkolben eine Dauerlötspitze bleistiftspitz (ca. 1,1 mm) und eine Lötkolbenablage besitzt.
    Gruß
    Walter

  • Hallo,


    mit welchem Lötzinn soll denn gelötet werden? Noch mit dem alten verbleiten (z.B. SN60PB40) oder dem seit 2006 verbreiteten bleifreien (z.B. SN99CU1)?
    Beim bleifreien Lot wird eine höhere Temperatur an der Spitze benötigt, zudem zeigt meine Erfahrung, dass die Spitzen durch die hohe Temperatur
    und die fehlende Schutzwirkung des Bleis schneller verschleißen. Regelt der in Frage kommende Feinlötkolben auf eine bestimmte Temperatur?
    Um die Spitzen zu reinigen bieten sich heute trockene Metallschwämme an, dadurch ist der Temperaturschock nicht so groß wie bei einem
    mit Wasser getränkten herkömmlichen Schwamm. Nach dem Löten die Spitze mit Lötzinn benetzen erhöht ebenfalls die Lebensdauer, vor allem bei
    dünnen Spitzen.


    Grüße


    Markus Schweizer

  • Hi,
    meine Erfahrungen zeigen, dass eine dünne Spitze von Nachteil ist. Es braucht eine relativ breite Spitze, um genügend Kontaktfläche zum Einbringen der Wärme zu haben. Aus demselben Grund würde ich zu mehr Leistung raten.


    Gruss
    Jan

  • Hallo,


    danke euch beiden :) . Es handelt sich um diesen Feinlötkolben -> http://www.ersa-shop.com/ersa-lötkolben-multitip-230v-p-2787.html
    Die erwähnte Dauerlötspitze bleistiftspitz hätte er also schon mal und eine Ablage ist auch dabei.
    Das Lötzinn, welches bereits vorhanden ist, hat die Legierung S-Sn60Pb39Cu1 - sollte also bleihaltig sein, falls ich das "PB" darin richtig deute.
    Zur Temperatur habe ich nur die Info gefunden, dass die Lötspitzentemperatur 450°C beträgt.

  • Hallo,


    erst mal ist Ersa immer gut :D
    Aber viel wichtiger, die Spitzen kannst Du auswechseln!


    Gruß
    Roland

    -- Roll Yer Own If You Can´t Get Ready Made --

  • Hallo,


    @Jan: Für mehr Leistung hätte ich eine 100W-Lötpistole zu Hause, aber ich fürchte das wäre dann zu viel des Guten ;) . Welches Gerät verwendest du für solche Aufgaben? Beim verlinkten Gerät könnte man ansonsten die Spitze gegen eine breitere auswechseln.


    @Roland: Ja, diese Möglichkeit finde ich hier auch sehr interessant.

  • Beim verlinkten Gerät könnte man ansonsten die Spitze gegen eine breitere auswechseln.

    Ich würde mir auch die breitere Spitze zulegen, zumindest die mit 3,1 mm. Du musst Wärme in das Werkstück bringen. Auch der Einsatz einer Lötpaste ist sinnvoll.

    Ein leerer Kopf nickt leichter.

  • Hallo Michael,


    Den kannst du bedenkenlos nehmen, ich habe denselben und noch einen kleineren mit 8W, die sind beide gut. Der kleine ist halt nur für Elektronikarbeiten...
    Und auch ich würde eher zur breiten Spitze raten, aus den oben genannten Gründen. Vielleicht gleich mitbestellen?


    Herzlichen Gruß
    Robert

  • Hallo,


    alles klar, dann wird's der verlinkte Lötkolben werden. Die dünne Spitze ist bereits dabei, darum werde ich die breite dazu bestellen. Dann habe ich beides und kann in Ruhe probieren wo die Stärken und Schwächen der beiden Breiten liegen.
    Noch einmal danke an alle Wortmeldungen und Erfahrungen :) !