Hafenanlage Neu-Ulm, 1:250, diverse Verlage; Hebebrücken, HS Design, 1:250

  • Hallo Erik,


    ja, solche Hafebanlagen bieten ein außerordentlich weites Feld an Möglichkeiten, echt schwer zu sagen, wo man eigentlich anfangen soll. Es gibt sehr viele ganz feine Modelle. Wenn Du mit den HMV-Modulen anfängst, so machst Du sicher keinen Fehler. Würde Dir aber auf jeden Fall empfehlen, sehr viel mit Karton zur Stabilisierung der Kaimauern zu arbeiten, sonst führt das Ganze schnell zu Wellen in der Oberfläche, was echt schade wäre.


    Viel Spaß bei Deinem Hafen, vielen Dank für Dein Lob - und wenn es Fragen gibt, immer gerne her damit - womit ich nicht nur mich, sondern wohl für alle hier im Forum spreche. :)


    Referring to your language skills - i bet your German is far better, than my Dutch knowlegde. :thumbup:


    Liebe Grüße
    Peterf

  • Thanks! I used google for the German writing ;-)


    I probably start a forum in my native language when I really start. Only planning now and ordered.


    I intent to combine some Marklin Z (1:220) with the HMV Hafen (1:250), so we can have some action might I ever show the model. Maybe a terrible idea, maybe not? I already ordered some rail and "weichen" and did some sketches of a layout.


    We will see!


    My latest model is on https://www.modelbouwforum.nl/…-35-van-trumpeter.261222/ but that is not paperwork!


    Regards
    Erik

  • One idea, a module of 750 x 250 mm, although not realistic since the track does not end in reality on the right in the Hamburger Hafen! But then, I can use my fantasie!


    Ships shown here are selected military models of the Kaizerliche Marine. Also not realistic (1915 or earlier like the Wespe, versus HMV & Kaispeichern from 1930).

  • Hallo,


    Danke. :)
    Zum Kantenfärben verwende ich in der Regel Faber Castell Aquarellstifte.
    Ich habe ein Set mit 78 Farben, da ist eigentlich alles was man braucht dabei.
    Mit einem feuchten Pinsel die Farbe abnehmen und auftragen.
    Geht relativ einfach mit vernünftigen Ergbnissen.


    Viel Spaß beim Kaispeicher! :)


    Liebe Grüße
    Peter

  • Hallihallo liebe Freunde,


    ich hoffe sehr, dass Euch die COVID-19 Pandemie nicht im Sinne einier Infektion direkt getroffen hat, sondern Ihr weiterhin gesund und munter seid. Die Einschränkungen, die damit einher gehen finde ich absolut nachvollziehbar und der Situation mehr als angemessen.

    Diese gehen auch an meiner Familie und mir nicht spurlos vorüber, so dass ich seit letzter Woche Home-Office mache, was eine neue Erfahrung ist. Ich muss/kann/darf aber sagen, dass ich mich echt dran gewöhnen könnte. Man bekommt auch so was weggeschafft und ist direkt bei seinen Liebsten.:thumbup:


    Zumindest am Wochenende habe ich dann überlegt, was ich weiterbauen könnte. Mein Jahresplan 2020 war, bzw. ist es ja erstmal möglichst die begonnen Baustellen fertigzumachen. Nachdem meine Bastelwerft mit allen Utensilien und den angefangen Einzelprojekten, wie bspw. der Iserlohn allerdings in meiner Pendlerbude ist, habe ich erstmal eine Zweit-Ausstattung besorgen müssen - gottseidank war das noch möglich, bevor die entsprechenden Läden geschlossen wurden - und habe dann als einzige Option zuhause den begonnen Anteil am Neu-Ulmer Hafen, das Schiffshebewerk herausgekramt.


    Der letzte Bauschritt kam im vergangenen Sommer dazu, wo ich den Oberwasserbereich auf den zum Kai zugewandten Seite gestaltet habe.

    Habe mir also nun die rückwärtige Partie vorgenommen und dort einen Naturhang gebaut, da der Illerkanal, der den oberen Schiffahrtsweg darstellt, aus einer natürlichen Geländeterrasse in die Donau, also den Neu-Ulmer Hafen mündet.


    Habe zunächst aus Graukarton den Rahmen gebaut:


       


    danach mit braunem Tonkarton zunächst eine senkrecht laufende Schicht aufgebracht und danach querverlaufend die Deckstreifen.


       


    Die Rundbögen sind auch auf dieser Seite ebenfalls plastisch dargestellt, damit die Integration des Bauwerks in die Natur schlüssiger wirkt.



    Ein Findling, wie er hier im Schwäbischen überall rumliegt, darf natürlich nicht fehlen:



    Die Spundwand im Becken des Oberwasserbereichs kam auch noch an ihren Platz:



    Soweit der Bauzustand nach dem Wochenende, ich denke, ich werde die Idee von Kurt mit leimdurchtränktem Zellstoff die Oberfläche zu gestalten aufgreifen und noch etwas nachmodellieren. Die eigentliche Idee, nur mit grünem Streurasen zu arbeiten gefällt mir vergleichsweise immer weniger.


    Bis dahin, bleibt gesund und viele liebe Grüße:)

    Peter

  • Hallo und schönen guten Abend,


    zunächst ganz herzlichen Dank für die vielen Daumen, habe mich sehr gefreut über den regen Zuspruch, insbesondere, da in diesem Trööt ja nun schon geraume Zeit Funkstille herrschte.:)


    Habe mir die Version Felsen nachzustellen von der Kurt'schen Burg Tyrov abgeschaut und versucht diese Technik auf den Neu-Ulmer Hafen zu übertragen. Gestern erfolgte das Auftragen der mit einer Mischung aus Ponal und Wasser durchtränkten Taschentücher und am Ende des gestrigen Bauabends habe ich noch den Bodenbelag der Staumauer zurechtgeschnitten und aufgebracht.


       


    Nach recht genau 24h Durchtrocknen habe ich dann mittels Tuschekasten meines großen Juniors einen grauen Farbauftrag vorgenommen und die Rillen etc. mit kündtlichen Schatten optisch vertieft. Etwas Gras drauf - fertig.


       


    Ich finde, so sieht das Ganze doch deutlich natürlicher aus, als schlicht mit den drunterliegenden Tonkartonstreifen.


    Als Nächstes werde ich mir dann über die Wassergestaltung Gedanken machen.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Der Fels sieht sehr gut aus :thumbup:

    Das Taschentuch mit Leimgemisch ist doch "extrem nass" - passiert da nichts am eigentlichen Modell (aufweichen)?

    Gruß aus Ostfriesland, Ralf

  • Hallo Ralf,


    herzlichen Dank für Dein Lob! :)

    War selber recht gespannt, wie sich die Feuchtigkeit auf den umliegenden Bereich auswirken würden, da ich in dieser Weise bisher noch kein Gelände modelliert habe, aber da ich auf der anderen Seite auch nichts von Problemen gelesen hatte, war ich ganz optimistisch, da die Unterkonstruktion ziemlich massiv gebaut ist.


    Es hat sich auch tatsächlich weder strukturell, noch in der Druckfarben der benachbarten Teile irgendeine Beschädigung oder Veränderung gezeigt.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Schönen guten Tag liebe Freunde,


    ich hoffe sehr, dass Ihr die erste Woche unter den erschwerten Bedingungen gut überstanden habt und Euch vor allen Dingen diesen "tollen" Virus nicht aufgepickt habt - oder jemand aus Eurem Kreis um Euch herum.


    Gleichwohl ist das Hebewerk etwas weiter gekommen, nachdem ich erstmal keine zündende Idee bzgl. der Umsetzung des Wassers im oberen Bereich hatte und zudem eine der Farbkartuschen meines Druckers leer war und ich auf die Ersatzlieferung gewartet habe, die zudem falsch war, so dass ich sie zurückschicken musste, habe ich stattdessen begonnen, das Herzstück zu bauen - die Wanne.


    Die Wanne des Neu-Ulmer Hafens besitzt eine Länge von 68m, eine Hebelast von 3100to und eine Hubhöhe von 14m.


    Der Bogen ist in diesem Punkt relativ schlicht gehalten.



    Da weder die Dicke der "Bordwand", noch der Tiefgang, bzw. die Wassertiefe im Trog mit berücksichtigt wurde, habe ich im Grunde lediglich die vorhandenen Texturen verwendet, das Gerüst aber freihand neu konstruiert und mit der textur innen und außen belegt. Dazu habe ich grauen Tonkarton verwendet und zuvor die Textur entfärbt, damit nur die Linien auf dem Karton landen.



    Die Wasseroberfläche habe ich in einem olivgrünen Ton gehalten, da so da leichte schmutziggrüne Wasser, welches wir in den Flüssen Iller und Donau, sowie im Illerkanal vorfinden, am Besten wiedergegeben wird.



    Die Tore sind quasi Einzelstücke und wurden separat angesetzt.


     

  • Die Wanne wird von einem Stahlgerüst umgeben, welches ich in selber Weise gefertigt habe, wie das Hubgestellt, welches ich schon vorgestellt habe. 300gr grüner Tonkarton, entfärbte Konturen und los gings. Etwa 7 Skalpellklingen später hatte ich dann vier Seitenteile und das Deckelteil. Letzteres ist im Originalbogen interessanterweise Teil der Bodenplatte.



    Die beiden Seitenteile habe ich doppelt ausgeführt, indem ich jeweils zwei mit 3mm starken Querstreben miteinander verleimt habe. Das Ganze wird bemerkenswert stabil.


       



    Beiderseitig an die Wanne angesetzt, etwa auf Höhe der Kreuzungspunkte der Gitterstruktur, so, wie es auch in der Realität zu sehen ist.



    Die obere Deckenstruktur dienst wohl dem Entgegenwirken der Druckkräfte des Wassers und des Schiffs nach außen - und macht die Konstruktion auch optisch viel interessanter. Damit ich die zu transportierenden Schiff auch mal austauschen kann, ist der Deckel abnehmbar. Die lichte Höhe im Trog zwischen Wasseroberfläche und dem Gitter beträgt umgerechnet 8m.


    Längs, Quer- und Diagonalstreben bringen auch hier eine gute Steifigkeit.


       



    Abschließend zu diesem Abschnitt habe ich sowohl Wanne, als auch das Hubgestell an den vorgesehenen Platz gestellt.


     



    Viel Spaß damit, lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund!:thumbsup::thumbup::)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter,

    das ist die Wucht in Tüten, oder besser in Gittern. Ganz tolle Sache.


    Gruß Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Servus Peter,


    ich fürchte ich bekomme gleich das Prädikat "Spaßbremse"!

    Ist das seitliche Fachwerk für die Wanne nicht zu lange?

    So wie es jetzt ist gehen die Einfahrtstüren der Wanne doch nicht mehr auf.

    Wenn ich mir Bild SHW_150.jpg ansehe ist der Scharnierpunkt nach dem jeweils letzten X des Fachwerks.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    hoffe, Ihr seid alle wohlauf und lasst Euch nicht von den COVID-19 verursachten Einschränkungen unterkriegen.


    Ich habe mich sehr über die vielen Zuschriften und Likes gefreut!:thumbsup:

    tomnrw : vielen Dank für Dein Lob!

    Sachse : auch Dir recht herzlichen Dank!

    Andi Rüegg : Dankeschön Andi!

    wiwo1961 : nein, keineswegs. Konstruktive Kritik ist immer willkommen, besonders, wenn sie dazu dient, sich und/oder seine Arbeit mal zu hinterfragen. :) Gesagt - getan: Die Art der Funktion der Tore, bzw. der Funktionsweise des Mechanismus ist aus den aktuellen Bildern, die im Netz zu finden sind, kaum ersichtlich. Habe Deinen Einwurf zum Anlass genommen, um mir die Konstruktion des original Hebenwerks in Henrichenburg näher anzuschauen und bin tatsächlich auf ein zeitgenössisches Bild (geschätzt um die Jahrhundertwende) gestoßen, das meinen Verdacht, dass diese Tore nach oben gezogen und nicht seitlich ausgeschwenkt werden, bestätigt.

    Die Art der Anordnung der ganzen Streben, insbesondere unter den Türmen an den Enden der Wanne und vor allen Dingen, dass innerhalb der Fahrrinne gar kein Platz für ein seitliches Ausschwenken vorgesehen ist, haben zu dieser Vermutung geführt.


    HIer das Bild:


     

    Quelle: https://www.lwl.org/industriem…-henrichenburg/geschichte


    Unterfeuer : Moin Nils, dankeschön! Ja, habe vor, die gesamte Strebenkonstruktion beweglich zu halten, also den Tausch der schiffe weiterhin vornehmen, aber auch die Wanne leer zeigen zu können.


    Da ich, wie ich weiter oben schrieb, die Wanne während der Fahrt (ob hoch oder runter ist eigentlich wurscht) darstellen will, sind die Stützpfeiler, die zwischen den Schwimmkörpern und der Wanne sitzen zumindest anteilig zu bauen. Tatsächlich ist der Boden der Wanne ja unterhalb des angenommen Wasserniveaus, welches im Falle meiner Hafenanlagen der Tisch ist, daher ist ein ebenes Abstellen der Wanne nicht sinnvoll möglich, insofern verblieb eigentlich nur eine gehobene Position.


    Habe den Prototyp einer Stütze gebaut und mich dann dazu entschieden nicht die volle Höhe zu verwenden, da die Wanne dann quasi im oberen Anschlag stehen würde und es auch seltsam wirkt, dass genau die Ebene der Querstreben mit der imaginären Wasseroberfläche der Tauchschächte abschließt.


        




    Nun die Serienfertigung und das Einbringen in die Schächte:

       



     

  • Da ich mir zum Ziel gesetzt habe, den Mechanismus dieses Werks halbwegs authentisch zu zeigen, kommen nun etliche Freihand-Konstruktionen dazu, die im Originalbogen nicht enthalten sind, wie im Folgenden die Querstreben, die der Auf- und Abwärtsbewegung der Wanne dienen.


    Kurze Erläuterung:

    Das Gesamtgewicht der Wanne (Inhalt + Konstruktion) ist recht genau mit dem Auftrieb der fünf Schwimmkörper, die in den Tauchschächten stecken im Gleichgewicht. Dies ist unabhängig von der Schiffsgröße/Gewicht der Fall, da die Verdrängung des Schiffs automatisch die entsprechende Menge Wasser aus der Wanne drückt, bleibt das Gesamtgewicht (Inhalt) in der Wanne immer dasselbe.

    Somit ist der Kraftaufwand, der erforderlich ist, um die Wanne zu bewegen immer derselbe und auch recht gering. Seinerseits wurde dazu ein E-Motor mit 150 PS Leistung eingesetzt, was einem Verhältnis von 0,05 PS/to entspricht. Ermöglicht wird dies recht simpel durch die Verwendung von vier Schraubewendeln, die durch die Drehung den Trog/ die Wanne rauf - oder runterbewegt haben.

    Da die Kraft an insgesamt vier Punkten angebracht wird, damit sich die Wanne nicht verkantet, sind die Querstreben erforderlich, die diese Kraft von Stahlgerüst auf die Wanne übertragen.


    Nun zum Bau dieser Streben: nachdem ich anhand der Originalbilder rückgerechnet hatte, wie groß die Querstreben etwa waren, habe ich am Computer eine entsprechende Gitterkonstruktion erstellt. Seitenlänge der Quadratelement beträgt 6mm, die Breite der Streben einen 3/4mm.


    Hier die erste Querstrebe:


     


    und an ihrem Platz:


     


    Soviel nun bis auf weiteres, ich werde heute Abend erstmal wieder vom Homeoffice in den Dienst verlegen, mal schauen was das so bringt. Werde mein Zeug mitnehmen, kann aber noch nicht abschätzen, ob ich abends dazu komme.


    Bis die Tage, bleibt gesund, liebe Grüße

    Peter

  • Servus Peter,


    Danke, daß du dir die Mühe gemacht hast und nachgeforscht hast!

    Jetzt ist die Anordnung verständlich.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Servus Peter,


    nochmal ich.

    Wenn die Verschlüsse der Wanne nach oben ausgezogen werden, dann ragt das Fachwerk der Oberseite trotzdem zuweit über den Verschluss.

    Er kann dadurch nicht hoch genug angehoben werden.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Moin nochmal,


    Der obere Teil der Gitter ist mit dem Tor verbunden. Das Ganze sieht zwar noch nicht so aus, wird aber mit den noch folgenden Zusatzteilen, die ich noch anbringen will, deutlich. Das Originalmodell ist zwar sehr ansehnlich, aber auch sehr schlicht, so dass solche Feinheiten da offenbar keine Berücksichtigung gefunden haben. Ich glaube, ich werde es ohne jede Superung auch bauen und zum Vergleich daneben stellen.:)


    Hoffe, ich kann meine Vorstellung dahingehend umsetzen, bin recht optimistisch.


    Vielen Dank jedenfalls für deine rege Beteiligung!


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin Peter,


    das ist wirklich große Klasse, was Du da baust, sicher eine der komplexesten und bestgebauten Kartonmodellanlagen, die es gibt!


    Dass das Tor nach oben gezogen wird kann man auf den Originalbildern gut erkennen. Ich dachte Wolfgang meint die Barrieren an der Wanne - Ich habe mir erlaubt, mal ein Bild von Dir zu kopieren:



    Klappen die zur Seite? Dann wäre tatsächlich das Gitter im Weg.


    Wie auch immer: :thumbup::thumbup::thumbup:

  • Hallihallo nochmal an dieser Stelle,


    habe die Stahlkonstruktion mit in meine Kemenate genommen und während der Woche das ein oder andere hinzugefügt, nachfolgend kommt sozusagen die Zusammenfassung des Outputs.

    Zunächst habe ich genau über diese Fragen hinsichtlich der Funktion der Schleusentore nachgesonnen und recherchiert. Es ist tatsächlich trotz einer Unmenge an Bildern im Netz, die dieses Hebenwerk zeigen, echt schwierig irgendwo ersehen zu können, wie die Konstruktion der Tore genau aussieht, da ganz offensichtlich die Ästhetik der Bilder vor der Dokumentation der Funktion steht.;) Macht aber nix, nach und nach haben sich die Schleier etwas gehoben, so dass ich nun weiß, wei ich die Hebemechanik darstellen werden, ohne, dass es so aissieht, als wäre ein Bauteil im Weg.


    wiwo1961 , Unterfeuer : Insofern danke ich Euch beiden sehr für Eure Einlassungen - so genau wäre ich wahrscheinlich gar nicht eingestiegen, aber die Neugier hat dann natürlich irgendwann den Ehrgeiz geweckt, mehr herauszufinden und auch umzusetzen.:thumbsup:


    Bis ich allerdings den Durchstieg hatte, habe ich mich erstmal um Dinge gekümmert, die aus den Bildern recht klar hervorgehen und im Originalbogen zumindest rudimentär angelegt sind. Gemeint sind die mittig verlaufenden Brücken hin zum Motorhaus. Auf diesen Brücken sind die Antriebswellen gelagert, die die Motorleistung auf die vier bereits beschriebenen Schraubwendeln bringen, die das Heben und Senken des Trogs bewirken. Pro Brücke habe ich übrigens gut drei Stunden gestichelt. Einerseits echt stumpf, aber andererseits verfliegt die Zeit erstaunlich schnell. Und zack - schon wieder ein james Bond rum ...:D


    Nummer 1:


       


    Nummer 2:


       


    und einmal aus Sicht des Käptn's, der in den Trog reinfährt:



    Die Traversen, die Quer verlaufen, sind frei erstellt, auf Bildern des Originals aber eindeutig erkennbar.

  • Die Recherche bezüglich der Hebevorrichtung der beiderseitigen Tore ergab, dass zunächst senkrecht verlaufende Gitterstrukturen beiderseits anzubringen sind, die das Hebegestell stützen, habe mit dem ersten der vier begonnen und montiert.


    Eine zeitgenössische Zeichnung ist da tatsächlich noch am besten geeignet:


    Quelle:

    https://de.m.wikipedia.org/wik…erk_Henrichenburg_002.jpg

    Darauf ist eine kranartige Gitterkonstruktion zu erkennen, die die Torinnenseite, die mit der Wanne verbunden ist, bewegt, während die Toraußenseite durch eine entsprechende Vorrichtung zwischen den Türmen geführt wird. Das Ganze kann man sich im Prinzip wie die Funktion von Fahrstuhltüren vorstellen, die inneren fahren rauf und runter, die äußeren Türen bleiben auf ihrem Stockwerk.


    Hier nun der erste der entsprechenden Stützstreben:


     


    und die Totale zum Wochenabschluss:


     



    Alles Gute für Euch, bleibt gesund und schönen Sonntag!:cool::D


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter...

    Mit das bewundernnswerteste, an diesem eh schon phantastischen Projekt, ist für mich Deine Geduld beim aussticheln. :thumbup:Viele greifen da auf Lasercut zurück, was ja so gar nicht mein Ding ist. Von daher viel Erfolg bei der weiteren Bastelei. :thumbsup:

    Gruß und bleib gesund, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Moin Peter,


    habe gerade nochmal deinen Bau mit den Bildern aus Google Streetview verglichen.

    Dort sieht man auch gut wie die Mechanik funktioniert hat.


    Du machst das Möglichste hier in 1:250 :thumbup:


    Ich bleibe am Ball.


    Gruß aus Bremen

    Stephan

  • Schönen guten Abend zusammen,


    es ist mal wieder an der Zeit die Bauwoche zusammenzufassen. Doch zunächst erstmal ganz herzlichen Dank für die freundlichen Likes und Eure Kommentare!:)

    Reinhard Fabisch : vielen Dank! Die Stichelei ist, man mag es kaum glauben, sogar recht entspannend, wenn auch langwierig. Das Ergebnis allerdings ist dann immer recht befriedigend anzusehen. Bei diesem Modell wäre in der Tat die Verwendung eines Lasecutters nicht verkehrt, hatte vor einigen Monaten, also um Weihnachten herum mir überlegt einen zu kaufen, letztendlich kam irgendwas dazwischen und ich habe davon abgesehen.

    BlackBOx : auf die Idee bei Google zu schauen, bin ich bis zu Deinem Tipp noch gar nicht gekommen. Tolle Ein/Ansichten. Vielen Dank dafür!!:thumbsup:


    Im Laufe der letzten Abende habe ich die beiden Portale, also die Trägerkonstruktion der beiden Tore nachzuempfinden. Da der Bogen da keinerlei Hilfe darstellt, war etwas Recherche gefragt. Hier nun nach und nach die Einzelkomponenten, die bis eben hinzu gekommen sind.


    Zunächst die beiden Stützstreben, die noch fehlten:


     



    Danach folgten die diagonal im 45° Winkel auf die Wannen-Enden zulaufeden Träger, die die Zugvorrichtung der inneren Tore der Wanne bilden.

    Hier war eine Freihand-Konstruktion erforderlich, da die Größenverhältnisse diese Träger in Bezug auf die Gesamtkonstruktion kaum aus den vorhandenen Bildern abgeleitet werden können. Ich bin also davon ausgegangen, das die untere Höhe dieser Konstruktion gleich der der Brücken sein muss, die die Türme miteiander verbindet.


     


     


       

  • Auch diese Konstruktion muss natürlich beidseitig installiert werden.


    Heute folgten dann schließlich die auf dem bereits vorgestellten Aquarell erkennbaren senkrechten Streben, die diese Zugstreben fixieren und die Last der Schleusentore nach unten Ableiten.


     



    So sieht das Schiffshebewerk nun aus, habe die Platte mit in die Kemenate genommen, da ich ja die Türme brauchte, um die koreekte Höhe der Zugkonstruktion ermitteln zu können. Macht sich außerdem ganz gut, um eine Idee des gesamten Modells geben zu können.


     


    Viel Spaß damit und bis die Tage.:thumbup::)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin Peter


    schon faszinierend, diese Filigranität. Ich bewundere deine Ausdauer und Geduld bei dieser repetitiven Aufgabe.

    Ich bleibe dran,


    Liebe Grüße

    Robi


    und bleib gesund ( hier fängt es an, sich gaaaanz gering zu normalisieren)

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Ich bin ebenfalls beeindruckt. Ich habe es vor Jahren mal besucht und leider zu wenige Bilder gemacht. Damals (2003) waren die Speicherchips noch recht klein


    Man erkennt die Gewindespindeln auf dem ersten Bild. Diese werden von oben über Wellen angetrieben, die oben umlaufend angeordnet sind. Die Pilze decken die Winkelgetriebe ab und in den Glashäuschen sind weitere Getriebe. in dem großen Mittleren wird dann die Dampfmaschine zum Antrieb gesessen haben. Da kam man aber zum Fotografieren nicht hin.



    Wer klebt, der lebt!


    Viele Grüße

    Hans

  • Hallo Peter,

    Wahnsinn diese Gitterorgie. Das schaut spektakulär aus. Obwohl, sich mir der Tormechanismus nicht, vielleicht noch nicht, erschließt. Für mich schaut es so aus als ob die Tore nach oben anstoßen. Oder wird der Trog seperat weiter abgesenkt und dann die Tore hochgezogen?


    Gruß Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Schönen guten Abend Freunde,


    ganz herzlichen Dank für Eure Beiträge und Eure Likes, es freut mich sehr und motiviert ungemein.:):)


    @Robi: schön, dass Dir dieses Gitterwerk gefällt, auch ganz herzlichen Dank für die Gesundheitswünsche - die gebe ich mit besten Wünschen zurück - bleib ebenfalls gesund!

    Hans21 : schön, dass Du reinschaust und vielen Dank für die Bilder. Solche Aufnahmen sind super hilfreich, insbesondere, wenn man immer weiter in die Details einsteigen will.

    Sachse: Die Torfunktion kommt noch nicht ganz zur geltung, die folgenden Schritte machen es hoffentlich etwas deutlicher. Leider gibt es kein Video, wie genau das Ganze funktioniert, so dass ich von dem Bildmaterial Rückschglüsse ziehen muss und versuche, es ins Modell zu übertragen.

    modellschiff: Danke Ulrich. Ganz fertig ist das Modell noch nicht, aber es wird... :) die Anzahl der Klingen habe ich nicht gezählt, aber gute 20 werden es schon sein, denke ich.


    So, wie eben schon angedeutet, habe ich daran gearbeitet, die Torfunktion deutlicher herauszustellen. Da ich aufgrund der Konstruktion des Grundmodells erst davon ausging, dass die Tore seitlich geschwenkt werden, was sich aber bei näherem Bilderstudium als abwegig herausstellte, habe ich nun zunächst das Tor als ein Stück umgewandelt und diesem entsprechend Tiefe gegeben.



    Zusätzlich wurde der Rahmen des Deckgitters verkürzt und durch ein Hochkantgitter ersetzt, wie es teilweise auf den Bildern erkennbar ist.

    Zuletzt habe ich die Enden der Seitenstreben egenfalls mit Gittern abgeschlossen.


     


    So der jetzige Stand.



    Danach habe ich begonnen, die Lager und die ersten Wellen der Hebe/Senk -Mechanik nachzuempfinden. There we go.


     


    Sodele, morgen werde ich erstmal wieder ins Homeoffice verlegen und das Schiffshebewerk mitnehmen, doch zunächst wird erstmal der Leuchtturm fertiggestellt und dann geht es hier weiter.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Intermezzo Strommast



    Hallo Freunde,


    heute schiebe ich an dieser Stelle mal ein kurzes Intermezzo ein. Nachdem die Haupt-Stichelei des Schiffshebewerks rum ist, der Leuchtturm gerade noch püntlich abgeliefert wurde, habe ich mich an einen Spaziergang vor etwa einem jahr erinnert, wo ich mir beim Anblick einer Strom-Überlandleitung überlegt habe, ob es nicht ewas wäre, mal zu probieren einen solchen Masten in Karton zu bauen. Habe erstmal gesucht, ob es so etwas schon mal irgendwo zu sehen gibt - Fehlanzeige - zumindest bei der reinen Schlagwort-Suche.


    Dieser Idee folgend habe ich ein wenig geforscht, welche Arten von Strommasten für welche Zwecke es gibt und welche Größenordnung jeweils mit ihnen einher geht.

    Habe mich also dazu entschieden, mal einen 380kV Überland-Leistungsmast nachzubauen. Da solche Masten in der wahren Welt bis zu 50m hoch sind, habe ich diese Höhe als Maßstabs-Anhalt genommen und auf Basis einiger Fotos, die ich seinerzeit machte, das Ganze hochgezeichnet und versucht, gedruckt auf meinem 300gr Karton in die Tat umzusetzen. Diese Größenordnung führt auch dazu, dass das Gitter nicht allzu grob aussieht, bei etwa halb so hohen Zubringerleitungsmasten dürfte es deutlich schwieriger sein, die Streben halbwegs angemessen schmal zu schneiden.


    Hier zunächst die vorbereitete Baugrundlage:



    Die Hauptteile auszusticheln hat etwa 9 Stunden gebraucht, je drei Stunden für die beiden Teile mit den Traversen, etwa 1,5 Stunden für die beiden anderen Teile.

    Diese Teile habe ich mit verdünntem Weißleim behandelt, damit die steifer wurden, nach zwei Behandlungen war die gewünschte Festigkeit erreicht.


     


    Während des Trocknens habe ich einen Sockel gebaut, der , beschwert durch ein paar Muttern, den Mast ab der Fertigstellung tragen soll. Die Muttern dienen sozusagen als Gegengewicht, damit nicht jeder Windstoß den Mast umwirft.


       

  • Anschließend habe ich die Horizontalstreben der unteren Traversen und die ersten vier Stabilisierungsstreben für das Mastinnere vorbereitet und begonnen den Mast zusammenzubauen.

    Verwendet habe ich unverdünnten Weißleim.


    Bereitgelegt:


     


    und zunächst die Teile für den ersten Winkel zusammengefügt:



    Probeaufstellung nach Montage der unteren Traversen:



    danach schließen des Masts:



    und als Abendabschluß mal schauen, wie sich der Mast im Hafen macht:



    Morgen kommen die beiden andern Traversen an die Reihe.

    Wünsche einen schönen Abend, bis die Tage.:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Pitje

    Changed the title of the thread from “Hafenanlage Neu-Ulm, 1:250, diverse Verlage; faltplatte.de, Schiffshebewerk, skaliert, modifiziert” to “Hafenanlage Neu-Ulm, 1:250, diverse Verlage; Strommast, Eigenbau”.
  • Hallo Peter,

    der Mast ist ein wahres Prachtstück. Haben Dir nach der Ausschneiderei nicht der Arm und die Schulter geschmwerzt? So dicken Karton auszuschneiden ist doch sehr anstrengend.

    Ulrich

  • Moin Peter,


    Gib es doch endlich zu: Du hast dir einen Lasercutter gekauft und baust jetzt nur noch solche Sachen, um zu sehen wie lange du uns damit aufs Glatteis führen kannst. Aber nicht mit mir, Ich habe dich durchschaut! :D


    Mal im Ernst: Echt Klasse und Ich bewundere deine Geduld. Ich war schon froh, als ich mit den Brückenfenstern der Thyssen II fertig war. Und das waren nur 26 rechteckige Felder...

    Hast du dir eigentlich schon Gedanken gemacht ob und wie du die Isolatoren & Kabeln darstellen willst?


    mfg

    Johannes