[Fertig] General Cargo Ship GDANSK / JSC / 1:400

  • Kennt jemand diesen Bogen noch nicht?



    Ja, ein alter Bekannter, es gibt auch schon ein paar Bauberichte hier im Forum.
    Ich fange trotzdem noch einen Bericht an und hoffe, damit niemanden zu langweilen.


    Wie kam es zur Auswahl dieses Bogens?
    Mir war vorher etwas passiert, was mir noch nie passiert ist - ich haben die Bordwand eines Modells versemmelt ... ;(
    Und zwar bei der GECO SCORPIO von Paper Shipwright. Totaler Frust ... X(


    Um mir zu beweisen, dass ich doch noch Schiffe bauen kann, wandte ich mich den bewährten Konstruktionen von JSC zu.
    Der Stapel ist groß, die Auswahl schwer ... und fiel letztendlich auf die GDANSK, ein "Work Horse" unserer Zeit.
    Schön bunt und in einem Maßstab, der zu meinem Autotransporter ELBE HIGHWAY passt.


    Na dann wollen wir doch mal sehen, wie es klappt ...

  • Man kennt von JSC ja schon, dass sie hinsichtlich des Spantengerüstes eigene Wege gehen.
    In diesem Fall beginnt das Ganze mit einem länglichen Kasten ...


    Darunter kommt dann Stecktechnik zum Einsatz - was tatsächlich zu einer enormen Verwindungssteifigkeit führt.


  • Nanu, Star Wars? ?(



    Aah, mit dem Deck drauf bekommt das Ganze einen Sinn!


    Die Bugsektion von unten:


    Und beides verbunden sieht dann schon nach Schiff aus.



    Passt einwandfrei.

  • Bevor auch das Heck montiert wird, ist erstmal der erste Teil der Bordwand dran.
    Mehrere Streifen werden mit einer Laschenkonstruktion verbunden und ergeben so den kompletten Bug.



    Dieser wird von vorn an das "Spantengerüst" geschoben. Und das soll gehen, so ganz ohne Bodenplatte?


    Ja, geht ...


    Leider hat der Lemm wieder etwas geschlampt und 1.) eine Beule auf Höhe der Wasserlinie fabriziert und 2.) mit Farbe auf dem Schanzkleid rumgeschmiert ...


    Mann Mann Mann ... er lernt es nicht ... X(


    Denn auch oben beim Abschluss des Backdecks zur Bordwand zeigen sich noch kleine Lücken.


    Ok, mit bloßem Auge ... und so ... Ihr kennt die Ausreden.

  • Die Hecksektion wird genauso kurios fabriziert wie der Bug, hier schon mit dem Deck belegt und ans Mittelteil geklebt:



    So sieht das Schiff jetzt von unten aus:


    Und so von oben: - inklusive aller Bordwände.


    Die seitlichen Bordwände waren ein Klacks, da im Grunde schon vorhanden durch das Basis-Mittelteil.
    Hinten mussten wieder mehrere Streifen mit "Hilfslaschenteilen" verbunden werden.


    Insgesamt aber schön passgenau - ich kann also doch noch Bordwände bauen ... ^^


  • Moin Wolfgang,


    ich kann also doch noch Bordwände bauen ..


    hätte ich auch nie bezweifelt, dann man weiter so :thumbup:, auch mit der gut zu folgenden Beschreibung einschließlich der dazugehörigen Bilder.


    Viele Grüße und schöne Ostertage für Dich
    Gustav

    Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

  • Moin Gustav,
    vielen Dank, Dir ebenfalls schöne Ostern!


    Moin Stephan,
    vielen Dank, ich glaube als beruflich dem Container-Business Zugehöriger wird die Wahl nicht schwer fallen ...
    obwohl die "kryogenischen Behälter" auch ihren Reiz haben - ich kann ja beides vorbereiten und dann je nach Lust und Laune variieren.


    Obwohl im Maßstab 1:400, wird im Bogen nicht an Details gespart.
    So lassen sich die Decks mit allerlei Kästen bestücken:


  • Moin Wolfgang,


    du und keine Bordwände??? Nee, das glaub ich dir nicht.


    Ansonsten schöne Auswahl. Ich hatte das Ding mal in 1:250 angefangen, da fehlen leider doch entscheidende Details, welche bei 1:400 nicht so auffallen. Der Autotransporter wurde auch mal in 1:250 angefangen, steht als Relikt immer noch warnend auf dem Basteltisch vor der Nase.


    Weiterhin viel Spaß und frohe Ostern


    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Moin Robi,


    doch, diesmal leider wahr ... :wacko:
    Bei der ELBE HIGHWAY fehlen tatsächlich viele Details, die das Modell in 1:250 wohl weniger attraktiv machen. Bei der GDANSK hingegen empfinde ich die Detaillierung zumindest in diesem kleineren Maßstab (bisher) als richtig gut - siehe unten.


    Hier sieht man die Vorbereitung einer Massenverfertigung ... 60 Süllstützen warten auf ihren Einbau.


    Abgedeckt mit einem Streifen ergibt sich eine schöne seitliche Struktur des großen Laderaums.


  • Ein weiterer kleiner Laderaum schmiegt sich elegant an das Backdeck, wiederum flankiert von diversen Stützen.



    Man erkennt ausserdem weitere Details in Form kleiner Blöcke (evtl. Mannlöcher), Kantenlänge ca. 2 mm ...


    Die Abdeckung des großen Laderaums ist nun ebenfalls montiert, so dass sich diese recht manierlichen Ansichten ergeben.



    Frohe Ostern allerseits!
    Gruß,
    Wolfgang

  • Nanu, Ostern schon vorbei? :huh:


    Na gut, ganz untätig war ich nicht in der Zwischenzeit, außer der Teilnahme an der Lübecker Ausstellung ist es auch auf dieser Baustelle etwas weiter gegangen.


    Man ahnt anhand dieses Bildes, dass das Deck rund um die Luken mit allerlei Stützen bestückt wurde.


    Dabei kamen einige LC-Teile zum Einsatz (rechts im Bild). Allerdings musste ich auch bei diesem LC-Satz wieder feststellen, dass die Teile durchweg etwas kleiner ausfallen als ihre Entsprechungen auf dem Bogen. Ich weiß nicht, ob Sinn und Methode dahinter steckt - falls ja, erschließt es sich mir nicht ...


    Ich werde also im weiteren Verlauf eher sparsam mit LC-Teilen umgehen, schade eigentlich :thumbdown:.

  • Auf dem Backdeck hat sich eine sehr stabile Wand breit gemacht (Wellenbrecher?), ein durchaus prägendes Teil dieses Schiffes, das ich so auf kaum einem anderen Feeder bisher gesehen habe.



    Die seitliche Stütze dient der Aufnahme des vorderen Kranarms. Sie besteht im oberen Teil aus einem LC-Stück (hier sinnvoll einsetzbar) und untenrum aus Polystyrolprofil. Letzteres ließ sich sehr gut mit Aquarellstift färben, was mich etwas (positiv) überraschte.


    Und damit klar wird, dass wir uns im Maßstab 1:400 bewegen, hier mal ein - völlig naturbelassenes - Ein-Cent-Stück mit im Bild ...


  • So, wie war das noch mit dem mehr oder weniger ausgeprägten Detailierungsgrad solcher Modelle?


    Wenn man sich die Ankerwinden so ansieht, gibt's eigentlich nicht viel zu meckern ...


    Nach ein wenig Fummelei hier das Resultat:


  • An Deck sieht das Ganze dann so aus:


    Und ja, auch die Poller werden später noch dreidimensional gestaltet.


    Mit dieser Dreiviertel-Totalen verabschiede ich mich einstweilen und wünsche einen schönen ersten Mai!



    Gruß,
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    Du scheinst ja ein JSC-Abonnent zu sein. ;)


    Überlege ich fast, ob ich die Gdansk parallel anfange zu bauen, allerdings in der aufskalierten Version 1:250 von JSC. Wäre ein netter Vergleich.


    Gruß
    Manfred

  • Es ist Oktober, es ist frisch draußen und es wird früh dunkel - Zeit also, hier mal wieder für ein Update zu sorgen.


    Mal eben überlegen, wo wir stehengeblieben waren ... bei der Bestückung des Backdecks, das war's.
    Neben der zweiten Ankerwinde kamen nun einige Poller dazu, teils aus Moosgummi (klein), teils nicht (groß - oder "größer", das trifft es besser).


  • Wem es auf dem Backdeck zu leer ist, dem empfehle ich das Achterdeck. Trotz des Maßstabs (1:400) hat es sich der Konstrukteur nicht nehmen lassen, allerlei nette kleine Bauteile als Option anzubieten, also Poller, Lüfter usw.



    Das belebt das Deck doch ungemein, ich hätte schwerlich auf die nervenaufreibende Fitzelarbeit verzichten mögen.


    Anstelle des Fuffzigers entsteht übrigens im nächsten Schritt dann der Aufbau, das Brückenhaus, der weiße Kasten - wie auch immer, hier schon mal als Vorgeschmack die aussagekräftige Bauanleitung.



    Ich überlege noch, ob ich das gesamte Teil erstmal komplett ausrüsten soll mit allen Balustraden, Niedergängen usw., bevor ich es aufs Deck setze. Man kommt ja besser ran und muss nicht ständig den Rumpf in die Hand nehmen.


    Das Ergebnis meiner Überlegungen kommt dann im nächsten Posting, irgendwann die Tage ...


    Bis dann,
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    schön, daß es bei Dir wieder weitergeht! Schließlich bin ich sehr gespannt, wie die Gdansk so wirkt. Dann habe ich eine gute Vorstellung, wie es mal in 1:250 aussehen könnte. Da ich die letzte Zeit überhaupt nicht mehr zum Bauen gekommen bin, finde ich es gut, wenigsten so einen Appetitmacher mit zu verfolgen. Immerhin starte ich nächste Woche eine 14-tägige Reise auf NOrd- und Ostsee auf einem Feederschiff. Danach geht es aber wieder ans Messer! :cool:

  • Moin, moin Wolfgang,


    ich denke, dass eine eigenständige Fertigung des gesamten Brückenaufbaus eine gute Idee ist. Und dann kommt der große Kran und hebt das "Gebäude" auf das Achterdeck... :thumbup: !
    Sauberer Bau....naja, wie immer :) .


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Manfred,


    ich bin dann im Gegenzug gespannt auf die Umsetzung im großen Maßstab, insbesondere ob die Details vom Bogen reichen. Ich denke, es besteht noch genug Spielraum für Superungen.
    Viel Spaß auf der Reise!


    Moin HaJo,


    danke für Deinen Zuspruch, so werde ich es machen!


    Schönen Sonntag
    Wolfgang

  • Tach auch,


    jetzt also der Aufbau, das Brückenhaus, der weiße Kasten ...


    Ich baue das Teil so lange wie es geht separat, aus unten schon erwähnten Gründen.
    Durch das unterste Deck wird die Form bzw. werden die Winkel fixiert - praktisch ...



    Die Stufen der Niedergänge kommen auch dran.



    Die Kanten des Decks sind mit Absicht weiß gelassen, so sieht das im Original auch aus.

  • Tja, viel gibt's eigentlich nicht zu sagen ... es wird halt ein Deck nach dem anderen montiert.



    Das sieht doch schon ganz nett aus.
    Weiter ausgerüstet wird dann später, im nächsten Schritt.


    Erfolgreiche Woche!
    Wolfgang

  • Moin HaJo und die (anderen) Liker,


    ein verspätetes Dankeschön!


    Heute ein kleines Intermezzo, ich habe mich mit der Frage "Reling oder nicht" beschäftigt, da der Bogen eine solche überhaupt nicht vorsieht (also auch keine gedruckte Version bereit hält). Da traf es sich, dass ich im Fundus eine Laser-Reling im (angeblich) passenden Maßstab fand, also 1:400.


    Und nun eine Warnung an alle Freunde maßstäblicher Darstellungen:
    bitte schließt die Augen oder lest gnädig über das jetzt Kommende hinweg ...


    Denn der Maßstab passt wirklich nicht so ganz - die Reling ist viel zu wuchtig. Zu hoch, der Handlauf reicht fast an die Oberkante der Türen 8|
    Zu dick, die Durchzüge dürften umgerechnet um die 30 cm stark sein ... :|



    Aber deswegen darauf verzichten? Wie sieht das denn aus? Also Augen zu und durch ... ;)


    Aber was ist denn das für ein komischer Überstand da in der Bildmitte?


    Ok, war Absicht - den habe ich erstmal so stehen lassen, um das linke Relingsteil besser ansetzen zu können.
    Nach Montage und Trocknung des Klebers wurde dann radikal gekürzt.



    Und nun werde ich nicht mehr darum herumkommen, den Aufbau auf das Deck zu setzen. Die Teile des Brückendecks müssen mit der Vorderwand verbunden werden, und diese guckt unten über den bisher solo gebauten Block hinaus ... also frisch ans Werk, bis demnächst auf dieser Baustelle!


    Gruß,
    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,


    ganz so schlimm ist es mit der Reling nun doch nicht, jedoch ist sie etwas "dick" wie du schon angemerkt hast. Bei den 400ern macht sich auch mal Folienreling nicht schlecht, jedoch auch wieder schwierig, wenn sie Weiß sein soll.


    Weiter so, wird schön.


    Eine Anmerkung noch zu den aufgeblasenen Versionen:
    leider sind die Modelle wirklich nur aufgeblasen, lediglich das Layout ist bei einigen Modellen etwas verändert ( hatte die Elbe Highway begonnen, ist schon dem Recycling zugeführt worden).
    Leider sind dann auch keine weiteren Teile zum Supern dazu gekommen, also arbeiten mit Kopien mit all seinen Farbfehlerquellen.


    Genug gelabert,


    Liebe Grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Moin, moin Wolfgang,


    finde ich auch - der Gesamteindruck ist doch durchaus tragfähig :) .Übrigens, bei Saemann gibt`s auch sehr feine Ätzteilreling im Maßstab 1:400.


    Gruß
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Robi,


    ja, Folienreling macht sich ganz gut, die hatte ich ja bei der 400er ELBE HIGHWAY verbaut.



    Aber wie Du schon sagst, kopieren ist schwierig bei weiß ... zumal es auch keine Vorlagen in diesem Bogen gibt.



    Moin HaJo,


    ich sollte mich wirklich mal an Ätzteile rantrauen - aber gerade in diesem Maßstab sehe ich bei mir große Probleme mit dem Einfärben.


    Ich mach mal so weiter ... danke Euch Beiden!


    Gruß,
    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,


    falls gewünscht, können wir ja im Dezember beim Werkstattbasteln in Bremen mal Reling mit Airbrush färben.


    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Hier der Grund, warum ich den Aufbau nun montiert habe: die Frontwand.



    Passt überall ganz leidlich, bis auf "oben Backbord" - da ist doch was zu kurz?



    Ja, das soll bis zur nächsten Ecke gehen ...
    Also, was tun?


    Originalteil kürzen und längeres Ersatzteil anflicken


    Das Makro offenbart wieder mal schluderige Arbeit ... aber gut, ist ja nur das Makro :cool:


    Also, hier nochmal der momentane Zustand.



    Schönen Sonntag & Gruß,
    Wolfgang

  • Moin Robi,


    vielen Dank für die Recherche, aber wenn ich mir das 12. Bild von oben ansehe, kommt es doch eher mit der Schanz hin (so auch in der Bauanleitung gezeigt).


    Und danke für das "sauber", vor das in gern ein "relativ" setzen möchte ;)


    Gruß
    Wolfgang

  • Moin Jo, so ist es - vielen Dank!


    Dear "JSC",
    It's an honor to receive praise from the makers of this very nice model, thanks a lot!
    It's fun to build, just like all the other models offered by you.


    So, seit der letzten Meldung hat sich durchaus etwas getan, nicht zuletzt dank unseres Werkstatt-Treffens am letzten Wochenende in Bremen, wo konzentriertes Dauerbasteln angesagt war.


    Zunächst mal hat der Käpt'n jetzt eine Bleibe, nämlich ganz oben.



    Leider habe ich keine Fotos der einzelnen Brückenteile gemacht, sie setzt sich nämlich ganz interessant aus inneren und äußeren Streifen mit Hilfe vieler Laschen zusammen, während das Signaldeck dann völlig ohne Laschen auskommt (daher auch einige unsaubere Kanten).

  • Auch von den nächsten Bauabschnitten gibt es nur "Sammelfotos" - aber so anspruchsvoll sind sie auch nicht.


    Wie schon auf dem Backdeck kommen auch auf dem Arbeitsdeck ganz achtern zwei Winden zum Tragen.
    Hier im Bild die etwas Umfangreichere von beiden:


    Der Schornstein ist montiert, allerdings ohne die Rauchrohre, die ich noch irgendwie nach Schablone biegen muss.
    Das Gestell für das Freifall-Rettungsboot besteht im Kern aus LC-Teilen, die ich außen mit den Bogenteilen verkleidet habe, damit die gedruckten Details nicht verloren gehen. Auf der Oberseite verläuft ein Kartonstreifen, während der Rest mit weißem Aquarellstift recht ordentlich deckend gefärbt ist.



    Neben einigen Polystyrolverstrebungen sieht man hier nun auch die Winden auf ihren Plätzen an Deck, und außerdem ein gängiges Zahlungsmittel zur Verdeutlichung der Größenverhältnisse ...