Welche Scheren benutzt Ihr?

  • Hallo,
    wir habe hier im Forum schon viel über Messer, Garne etc. pp und andere Arbeitsmitel diskutiert. Aber mir kommt immer wioder mal in den Sinn, welche Erfahrungen Ihr mit welchen Scheren habt. Auf dem Foto sieht man die zur Zeit bei mir benutzten Scheren.
    Links unten die ganz spitze benutze ich nur zum Abschneiden von Garn, weil bekanntlicherweise eine Schere, die Papier geschnitten hat auf die Dauer für Garne nicht mehr so gut ist. Durch das Papier wird sie schneller stumpf.
    Darüber ist eine für das Ausschneiden von kleinen Teilen.
    In der Mitte ist meinenHauptschere zum Ausscheidnen von großen Teilen. Mit der ganz großen Schere scheide ich dickeres Material wie Karton.
    Oben rechts liegt eine gekrümmte Nagelschere fürs Rundscheiden mitllerer Kreise und Bögen. Für ganz kleinen Rundteile nehme ich noch eine kleine Nagelschere.
    Vielleicht hat jemand auch Erfahrung mit Scheren für den Scherenschnitt. Diese dürften fürs Papierschneiden prädestiniert sein.



    PS Bild ist unten in Post 4 angehängt.

  • Hallo,
    die Verwendung verschieden großer Scheren ist wohl sinnvoll, allerdings kaufe ich lieber ab und an ein billiges Set verschiedener Größe, weil die ein Zeit lang auch scharf genug sind. Schleifen lohnt nicht, dann neu kaufen. Für sehr kleine Rundteile (bis 3 mm Durchmesser) benutze ich eine Leder-Lochzange aus dem Textilbereich. Lange gerade Schnitte mache ich sowieso lieber am Stahllineal mit dem Schneidemesser mit abbrechbaren Klingen, da jede nach"wachsende" Klinge erst einmal sehr scharf ist.

  • Da hast Du schon wohl „alles“ zu diesem Thema gezeigt und geschrieben, ich benutze auch keine anderen. Im Rahmen der „Extravaganz“ würde ich mir noch eine Schere kaufen, die beim Loslassen in die geöffnete Ausgangsposition so zu sagen von alleine zurückgehen – sehr praktisch z.B. beim Ausschneiden von Zacken (Zähnen) einer Verbindungslasche.

  • Hallo, Ulrich,


    meine "Lieblingsschere" ist die Silhouettenschere, auch Scherenschnittschere genannt. Sie bietet für mich ein sehr gutes Verhältnis zwischen Klingenlänge und Schenkellänge (Hebelwirkung). Ich nutze sie für Klein(st)teile, aber auch für lange gerade Schnitte in Standardkarton (160 g/m²). Ideal ist sie für Kurvenschniite wie bei Tiermodellen. Leider hat sie recht kleine Augen (die Griffe), so das nach intensiven Sitzungen mein Daumen schmerzt.


    Ganz wichtig ist: Niemals ungeprüft kaufen (dazu ist gute Qualität zu teuer)! Die Schneiden müssen punktgenau bis in die Spitzen sauber schneiden! Am besten mit einem Probeblatt Papier prüfen oder den Schließspalt gegen Licht visuell überprüfen.


    Ich hänge mal ein Foto an.


    Gruß Friedrich

  • Hallo Kartonisten,
    ich benutze eine Hardanger-Schere. Nicht-Handarbeitsfans werden sich fragen, was ist das?! Bei der Hardanger-Technik schneidet man dekorative Löcher in den Stoff, die man dann kunstvoll innen umsäumt. Deshalb ist die Schere auch spitz und teuer: €25. Aber ich schneide mit dieser Schere nicht nur, ich rille auch damit. Dazu öffne ich die Schere etwas, stecke den Ringfinger in den unteren Scherenring, den Mittelfinger zwischen die beiden Scherenhälften und umfasse mit Daumen und Zeigefinger das Scharnier. So kann ich prima mit der unteren Scherenhälfte rillen und spare ein Werkzeug bzw. Werkzeugwechsel.
    Hajo

  • Viele Feinscheren habe das Problem, zu breit oder auf Grund ihrer kleinen Größe unhandlich zu sein.
    Die Klappschere eines Schweizer Taschenmessers ist mir für den Feinschnitt am liebsten. Sie ist stabil und handlich, hat eine Rückholfeder und ermöglicht einen genauen Schnitt kleiner Details oder auch einmal an einem Karton - eben schweizer Präzisionsarbeit ;)

    Viele Grüße
    Dieter aus Ulm


    Leben und kleben lassen