Hinterkleben von Fenstern???

  • Seit einiger Zeit hinterklebe ich Fenster/Bullaugen bei meinen Schiffsmodellen.
    Bisher mit nur mäßig befriedigenden Ergebnissen.


    Ich verwende in der Regel die Klarsichtteile von Fensterumschlägen. Läßt sich hervorragend schneiden, da hauchdünn. Das Kleben ist (für mich noch problematisch):


    Klebetechnik 1: Verwendung von Weißleim. Ist gut dosierbar, Schichtdicke ist vernachlässigbar, zieht keine Fäden. GROSSER Nachteil: Folien platzen leicht wieder ab, da der Kleber nicht gut haftet.


    Klebetechnik 2: Doppelseitiges Klebeband. Simpel, klebt zuverlässig. GROSSER NACHTEIL: Große zusätzliche Schicht im Verhältnis zur Papierdicke, kann Konstruktion beeinträchtigen. Schwierig beim Ausschneiden, da Klebeschicht zum Schmieren neigt und winzige Fäden zieht. Ergibt kein richtig sauberes Schnittbild, was gerade bei Fensterstegen problematisch ist.


    Nächste Frage: Wie kann ich Fensterkreuze realisieren, die zu fein sind zum Ausschneiden?


    Ich suche Tips/ Materialerfahrungen für Folien und Klebetechnik.


    Danke!

  • Hallo Manfred,


    ich habe bei der TITANIC Kopierfolien ( Overheadfolien für Tintenstrahldrucker) verwendet und ganz schlicht die Papierfensterstruktur (schwierige Jugendstilfenster) drauf kopiert.


    Verklebt mit Sekundenkleber-Gel.


    Die zusätzliche Materialstärke kann man bei größeren Modellen sicherlich vernachlässigen.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Moin!
    Ich benutze bevorzugt die folgende Kombination:


    1. Overheadfolie, die mit dem Tintenstrahldrucker dunkelgrau bedruckt wurde. Kann mann entweder streifenweise oder für jede Fensteröffnung einzeln verwenden. Druckseite beachten, sonst Sauerei ;-). Geht leider nicht mit Epson-Durabrite-Tinte.
    2. UHU creativ für Styropor und Bastelfolien. siehe http://www.uhu.com/de/produkte…cdef5f57d853ae7d41ffa45de
    Das Zeug zieht zwar Fäden und ist relativ zäh, bleibt aber lange offen. Auch wenn das Zeug schon trocken zu sein scheint, klebt es Folien noch prima. Ein gewisses Tempo bei der Verarbeitung ist aber hilfreich.


    Bisher jedenfalls haben sich noch keine Fenster oder Bullaugen wieder gelöst.


    Alternative zu 1: Antistatik-Folie (Verpackung von Elektronik-Bauteilen, PC-Komponenten)


    Gruß
    Nävchen

    Glückwunsch zum Klassenerhalt an den KSC und den HSV! Beiden blieb die Relegation erspart.


    In der Werft: Kombifrachter Schwan (HMV/Piet/1. Auflage), Kanonenboot Panther (HMV/Wiekowski/1. Auflage), SdKfz 222 (GPM), KNM Thor Heyerdahl (ecardmodels.com), V1102 Lützow (Mannheimer Modellbaubogen), Räumboot R49 (GK-Verlag), Schlepper Bremerhaven (Passat-Verlag) - wieso wird diese Liste nicht endlich kürzer?

  • Schon erst vielen Dank für die schnellen Antworten!


    Bei Overheadfolien habe ich nur das persönliche Problem des sauberen Schneidens mit dem Messer. Recht dick und verrutscht deshalb.
    Gitb es eine Produktempfehlung für möglichst dünne Folien?

  • Moin,


    in Karton habe ich noch nicht hinterklebt aber bei Plastikmodellen habe ich Folie mit einem zähen, klaren Zeugs namens Crystal Clear oder auch mit Klarlack befestigt. Mit Crystal clear kann man kleinere Fenster auch ohne Folie verglasen. Man zieht dazu mit einem Zahnstocher die zähe Masse vorsichtig über die Öffnung (von hinten!) und es bildet sich dann eine klare Haut, ähnlich wie bei Seifenblasen.


    Beste Grüße
    Uwe

  • Moin nochmal,


    dünne Folien sind z.B. Hüllen von Zigarettenschachteln oder - für Nichtraucher - geht auch die Folie von Pralinenschachteln. Letzteres kann aber bei größeren Projekten zu Gewichtszunahme führen (Beim Modellbauer, nicht beim Modell).


    Beste Grüße
    Uwe

  • Ich klebe die Rahmen meiner Flugzeugkanzeln immer mit Doppelseitigem Klebeband von Rayher auf. Das ist so ein rotes Zeug, wo nach dem Abziehen der Schutzfolien nur die Klebeschicht an sich über bleibt. Trägt fast nicht auf und hält wie Sau.


    Gruss
    Jan

  • N' Abend Fensterkleber!
    ich habe mal folgende Variante probiert:
    1. Das entsprechende Bauteil auf 80 Gramm Papier kopiert und ausgedruckt
    2. die entsprechenden Stellen mit normalem, dünnen Tesa-Film beklebt
    3. das so vorbereitete Bauteil hinter das Originalteil geklebt.


    Ist aber nur sinnvoll, wenn die dadurch größere Bauteildicke nicht stört.
    Teilweise habe ich die so vorbereiteten "Hintergrund-Fensterchen" auch einzeln grob ausgeschnitten und hinterklebt.
    Mir gefällt es ganz gut.


    Gruß Jürgen

  • Guten Morgen zusammen!
    Jetzt sind schon mal eine ganze Menge von hilfreichen Tips zusammengekommen!


    zu Deinem Beitrag @Jan: Das Klebeband mit dem roten Trägermaterial habe ich auch schon probiert (ich habe es bei Modulor gefunden). Es hat den großen Nachteil für mich, daß sich die rote Trägerschicht sehr schwierig schneidet weil zäh. Bei sehr schmalen Rahmen ist das teilweise katastrophal. Ich habe noch ein anderes Klebeband gekauft, welches eine Zellulose-Trägerschicht hat und das dünnste im Angebot ist (auch Modulor). Trotzdem hatte ich damit so meine Probleme (s. Bild). Die Windschutzscheibe war mir von der Motorhaube abgerissen, da sie nur aus dünnsten Fensterrahmen besteht. Auch beim Boot sieht man Probleme, u.a. durch die Schichtdicke des Klebers. Die Unsauberkeiten in den Fenstern stammen von den Kleberfäden des Klebebandes. Bei den Scheiben des Führerstandes hatte ich dann wieder Material von Fensterumschlägen mit Weißleim geklebt. Man sieht, daß eine Scheibe schon wieder herausgefallen ist (kann ja mal vorkommen, Glas geht halt mal kaputt X( )


    Zu Dir, jürgen: Die Nummer mit dem Tesaband ist eine interessante Methode. Werde ich mal in irgendeiner Weise probieren.



    Nächste Frage an die Experten: Hat jemand eine Idee/Methode, wie man auch noch zierliche, weiße Fenstergitter hinbekommen kann?

  • ...


    Nächste Frage an die Experten: Hat jemand eine Idee/Methode, wie man auch noch zierliche, weiße Fenstergitter hinbekommen kann?


    Moin Manfred,


    zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu dem sehr schön gebauten BUTT-Gespann! Sieht richtig klasse aus!



    Zu Deiner Frage:


    Wenn mann die Zwischenräume eines Fensters nicht her ausschneiden kann (weil zu klein), nehme ich 80 gr-Papier und schneide es in möglichst schmale Streifen.
    Hieraus lassen sich dann die Gitterkreuze bilden, gegebenenfalls direkt auf die Klebeseite von Tesafilm aufgebracht (man erspart sich so das Geklecker mit dem Leim). Das Gebilde lässt sich dann hinter das Bauteil kleben.


    Wenn es passt, könnte man auch weissen Kunststoff-Fliegen"draht" passend zuschneiden.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Hey Manfred


    Ich habe da so ein Restekistchen Laserteile. Da findet sich fast immer was. Für Fenster-Kreuze verwende ich beispielsweise Teile von Laserrelingen, die ich entsprechend der Vorlage zusammenschnitze.
    Hier am Beispiel der MV Marvina von David hathaway.


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Hey Manfred

    Als "Wasser" hast Du wahrscheinlich eine etwas kräftigere Plastikfolie genommen?

    Das ist ein zerknitterter und wieder glatt gestrichener Müllsack (Innenseite, ungebraucht :D )


    LG
    Peter

  • Danke! Ich probiere das mal.
    Wenn wir schon bei Materialien aus dem Haushalt sind:


    Für Gitterstrukturen empfiehlt sich Benzin-/ Kraftstofffilter aus Messinggeflecht vom laufenden Meter. Gibt es in sehr unterschiedlichen Feinheitsgraden.