Laeisz-P-Liner "Peking" - Leben oder Tod?

  • Moin zusammen,


    weiss eigentlich jemand von Euch, was aus der armen, verrosteten "Peking" nun wird? Die New Yorker wollen sie ja loswerden, Hamburger Werften wollen sie restaurieren, doch was ist eigentlich der aktuelle Stand der Dinge?


    Gruß
    Hadu

    Vielleicht kommt der Tag, an dem mehr Leute checken, dass Idiotie nicht links oder rechts ist, sondern in erster Linie daher rührt, dass jemand ein Idiot ist! (M. Tegge)




    www.modell-und-geschichte.jimdo.com


    Mitglied der Luft'46-Gang

  • Hallo Hudu,


    mein letzter Stand ist, dass wohl die Finanzierung geregelt ist und der Transport nach HH organisiert wird.
    Soweit ich weiß, liegt es derzeit an Formalitäten in den USA. Mehr weiß ich aber auch nicht.
    Es wäre schön, wenn der P-Liner wieder zurück nach Hause käme.
    Wie sich jetzt der Rücktransport gestaltet weiß ich auch nicht, Es gab da wohl zwei mögliche Varianten.
    Zum einen den Rumpf in USA durch eine dortige Werft wieder Seetüchtig zu machen und die Peking dann
    nach HH schleppen lassen, was wohl auch die günstiger Variante wäre. Zum anderen das Schiff mit einem
    Dockschiff (Huckepack) zu überführen. Wie dem auch sei, ich hoffe nur, das es irgendwann gelingt.


    Gruß
    Christof

  • Moin zusammen,


    ein vollständig erhaltener und als Frachtsegler restaurierter P-Liner wäre schon eine Augenweide. Und dazu die Rickmer Rickmers in der Nähe? Da kommt so richtiges altes Hafengefühl auf, der Wald der Masten...aber ob sich Hamburg das leisten kann...?


    Gruß
    Hadu

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  • Hallo,
    schön wäre es ja, wenn die Peking wieder in einem deutschen Hafen läge. Auf dem Bild von Horst sieht der Segler zumindest äußerlich ganz gut aus. Was aber nichts über die Seetauglichkeit aussagt.


    Viele Grüße
    Ulrich

  • Und das Krönchen der Geschichte sind dann die Einfuhrabgaben, mit denen wieder keiner gerechnet hat.


    Erinnert Euch mal an die Cap San Diego:
    Weil das Ganze als Gemeinnützig eingestuft war, wurde kein Zoll fällig. Dann haben sie ein kleines Bordrestaurant eingerichtet, damit wurden (einige wenige) Einnahmen erzielt und somit der Einfuhrzoll fällig. Das hätte dem Förderverein beinahe das Genick gebrochen und die CSD den Schneidbrennern zugeführt. Das Ganze wurde m.W. mit einer Sondergenehmigung auf höchster Ebene geregelt, aber auf dem sprichwörtlichen RADAR hatte das keiner.


    Solche Schoten haben in Hamburg eine lange Tradition, zum Beispiel auch die nicht berücksichtigte Einfuhrumsatzsteuer für den Cray-Computer für die Geowissenschaften: Da stand eine viele Millionen teure Cray wochenlang auf dem Kai rum, weil man vergessen hatte, das man auch Einfuhrumsatzsteuer zahlen musste und das nicht im Haushalt berücksichtigt hatte.


    Das die Peking nach Hamburg kommt, glaube ich erst, wenn ich sie da liegen sehe.
    Wenn das denn stattfinden würde, wäre das affenstark!!!!


    VG Tom

  • Moin zusammen,



    wenn ich aus den diversen Berichten zusammenfasse, sind bei der Peking die Rumpfplatten und Teile der Spanten bedenklich korrodiert. Im momentanen Zustand würde die Peking bei dem Versuch, sie zu schleppen schlichtweg untergehen.


    Gruß
    Hadu

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  • Aber das heisst doch auch zwischen den Zeilen:


    Wenn man sich nicht allzu doof anstellt, wird die Rückführung gelingen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hamburger dieses Schiff sehenden Auges in die Schmelze wandern lassen werden.

  • Aber gab es vor Jahren nicht das selbe Phänomen?
    Als die PEKING noch in England lag gab es Experten die alles als fr zu teuer bewerteten und der alten Dame nicht mal die Reise über den Kanal zutrauten. Sie kam ja schließlich sogar auf eigenem Kiel übern großen Teich.
    Deswegen kam doch damald die SAGRES nach Hamburg. Ich denk eher die Verantwortlichen warten auf vollendete Tatsachen um dann bedröppelt dazustehen und die böse Welt nicht mehr zu verstehen.
    Immer waren es die anderen!


    Gruß Uwe

    Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

  • Das Ganze wird wohl schwieriger. Hier zitiere ich mal Nachrichten, die unter anderem beim NDR zu lesen waren:


    <Der Windjammer "Peking" wird offenbar nicht nach Hamburg zurückkommen. Zwar will New York das Schiff verschenken, für Überführung und Reparatur des sogenannten Flying P-Liners ist aber bisher nicht genug Geld zusammengekommen. Und: Die Zeit drängt, denn das Seaport Museum in New York, dem das Schiff gehört, ist seit vergangenem Wochenende pleite und geschlossen. Die "Peking" muss dort weg, die Stadt will die Kaianlagen anderweitig nutzen.>


    Das Abendblatt titelte, dass noch rund 1m€ fehlt...



    Tom

  • Moin zusammen,


    ...doch, doch, ich kann mir vorstellen, daß Hamburg bzw. die BRD die PEKING auf den Schrott wandern lassen.


    Denn solange Hamburg die 575 Millionen Euro für diese unerträglich Elbphilharmonie ausgeben können und dürfen, ist für eine Ikone der Seefahrt wie den P-Liner kein Cent übrig!


    Die PEKING ist halt kein Ausgabengrab für eine selbsternannte Bildungselite, sondern ein echtes Stück Geschichte und Symbol für hanseatische Grösse.


    Sowas zählt halt heute nicht, da ist ein hässlicher Betonklotz zur Selbstdarstellung wichtiger....GRUMMEL X( .


    Gruß
    Hadu

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  • Hallo Hadu,


    da hast Du vollkommen recht und nicht einmal Bremen kriegt sowas hin. Den beweis dazu hatten wir damals mit der Braunfels.


    Gruß Axel