MS Europa, 1:250, Jade-Verlag [FERTIG]

  • Danke, Ulrich, für deine Tipps. Ich habe zwar Scans, aber der Originalbogen ist so alt, dass er trotz Aufbewahrung im Dunkeln ziemlich vergilbt ist. Diesen Farbton werde ich wohl nicht hinkriegen. Daher tendiere ich eher zur zweiten Lösung mit der Malerkolonne.


    Aber zuerst ist mal 2 Woche Pause, da ich meinen Chinesischkurs amortisieren gehe.

  • Hallo Jo


    Danke für den Aufsteller. Ich bin heute auch froh, dass ich das Modell weiter gebaut habe. Der Gesamteindruck ist wirklich sehr schön und wenn man sich nicht gerade in die paar Unzulänglichkeiten vertieft, ist es ein tolles Modell.


    Und meine alemannische Herkunft kann ich halt nicht verleugnen :D (siehe Duden: Kamin = Schornstein, Gebrauch: besonders süddeutsch, westösterreichisch, schweizerisch)

  • Nach den sehr beeindruckenden,aber auch sehr anstrengenden Tagen in China geht es mit der Europa wieder weiter. Das Bootsdeck ist angebracht und wartet auf die Bestückung.


  • Aktuell bin ich am Ausschneiden der Davits. Dabei habe ich festgestellt, dass bei den Nummern 79 zwei verschiedene Formen vorkommen:



    Aus der Lage im Bogen kann ich schliessen, dass jeweils je eine Form bei jedem Boot vorkommen muss, aber ich habe keine Ahnung, welche wo (vorn oder hinten beim Boot) richtig ist.


    Kann mir jemand helfen?

  • Gruezi Andi,
    wenn ich mein Modell anschaue, dann sollten die innen gerundeten Davits paarweise achtern und die eckigen auch paarweise gleich ganz vorne stehen. Wenn die Boote angebracht sind erkrnnt man kaum die Innenform der Davits.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ulrich

  • Grüezi Ulrich.


    Vielen Dank für die rasche Antwort. Es ist doch immer toll, wie schnell und gezielt man hier im Forum Fragen beantwortet kriegt!

  • Im Moment arbeite ich an den Davits und den Booten. Die Davits sind zur Montage bereit, aber ihre exakte Position in der Querrichtung des Schiffes ist mir nicht ganz klar.



    Da ich alle Boote am Schluss möglichst schön aufgereit haben möchte, baue ich diese zuerst alle fertig und hoffe, dass ich dann durch Ausprobieren die exakte Position der einzelnen Davits festlegen kann.


    Dioe Kranhaken der mittleren Davits sind sehr detailliert gezeichnet: ein gutes Übungsstück für mein neues, ganz feines Messer von Olfa. Und tatsächlich kann ich damit relativ leicht Öffnungen schneiden, die vorher unmöglich waren. Dass ich die Konturen trotzdem nicht exakt treffe liegt nicht am Messer, sondern an meinen Augen. Auch mit Sehhilfe ist das etwa das Maximum, was ich schaffe. Teile, wie sie z.B. ein gewisser DP ausschneiden kann, liegen wohl immer ausserhalb meiner Fähigkeiten. Aber ich bin mit dem Erreichten schon sehr zufrieden.



    Die einfachen Boote sind sehr leicht zu bauen und passen sehr gut. Auch den Propeller kann man da noch ausschneiden.



    Wenn da nur nicht die Kabinenboote wären. Eigentlich hatte ich gehofft, dass es Schluss sein mit Fenster ausschneiden. Aber hier werde ich nochmals mit sehr feinen Stegen und Teilen mit wenig "Fleisch" gefordert.



    Das Schneiden geht recht gut, aber das Zusammenkleben und Einfügen der Fensterfolie ist nicht ganz einfach. Bei der Suche nach der richtigen Menge Leim, so dass die Folie dauerhaft gut hält und der Leim trotzdem nicht auf die Fensterfläche raus drückt, lege ich mich eher auf die Seite von mehr Leim. Was man dann auch sieht. Aber wenn es dafür hält, kann ich damit leben.


  • Hallo Andi,


    ja das glaube ich Dir, das die Kabinenboote nicht so easy sind, aber ich finde es lohnt sich allemal die Fenster auch hier auszuschneiden. Das Ergebnis wird sich sehr gut machen auf


    der Europa, da bin ich mir sicher.


    Viele Grüße


    Jens

    ________________________________________________________


    Man darf nicht verlernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen.
    (Henri Matisse )

  • Hallo Jens


    Ja, jetzt wo die Boote fertig sind bin ich auch froh, dass ich mir die Mühe gemacht habe.


    Und hier sind sie:


  • Moin (wie man hier im hohen Norden den ganzen Tag über sagt),
    ob ich d e n Nerv hätte...??? Aber toll gedacht, gemacht und sauber noch dazu! Glückwunsch .
    Gruß von der Ostsee,
    Kurt

  • Danke für das Lob, Kurt. Das hilft, um ein allfälliges nächstes Mal den Nerv wieder zu haben :) .


    Die Davits sind jetzt fertig montiert.



    Bevor aber die Boote eingehängt werden können, muss noch die Reling angebaut werden. Und wenn ich schon dabei bin, will ich das gleich rund um das ganze Schiff erledigen. Ich verwende dazu Standard-LC-Reling von einem Hersteller, den es leider heute nicht mehr gibt. Um die Schmauchspuren des Lasers zu verdecken wird die Reling dünn mit Sprühlack behandelt. Für den mit Holz verkleideten obersten Durchzug verwende ich einen Lackmalstift. Das alles geht sehr schnell und einfach.


  • Hey Andi


    Da kommt doch Ferienstimmung auf, wenn ich mir so Krut's und Deinen Bericht zu Gemüte führe. Macht Ihr das mit Absicht? :P (Ich hab doch erst Ende September Urlaub 8| )


    Ich staune immer wieder, wie eine Reling (LC oder Ätz-) Ein Modell aufpeppt, verfeinert. Die Idee mit dem Sprühlack imponiert mir. Was für welchen verwendest Du? Ich pisle die Dinger immer noch an. Das geht recht gut, aber ich schätze mit dem Sprühlack wird das Ergebnis schneller und besser.


    Viel Spass beim Weiterbau, oder schon bald Endspurt.
    LG
    Peter

  • Hallo Peter


    Die Ferien werden schneller da sein als du denkst! (Und dann hoffentlich eine gefühlte Ewigkeit dauern.)


    Zum Sprühen verwende ich normale Farbe aus dem Baumarkt. Das Problem ist für die neueren Modelle, dass "Reinweiss" gegenüber dem verwendeten Karton immer ziemlich gelblich ist ("Welches Weiss ist wirklich weiss?").
    Damit die meiste Farbe da landet, wo ich sie haben will, habe ich eine Primitiv-Sprühbox angefertigt:



    Da sie keine Absaugung hat :D, sprühe ich immer draussen oder im Keller.

  • Moin Andi,


    ich nehme Titanweiss. Es ist allerdings auch nicht genau der Ton des Modellkartons, sondern etwas weisser. Bei einer Reling dürfte der Unterschied aber nicht auffallen. Bei meinem derzeitigen Modell sehen meine Augen bei kleinen oder dünnen Teilen den Unterschied jedenfalls nur mit Mühe oder Einbildung. Es ist allerdings Acrylfarbe von Schmincke, eine RAL-Nummer kann ich Dir leider nicht nennen. Vielleicht findest Du aber einen Sprühlack mit der Bezeichnung.


    Gruß Gustav

    Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

  • Moin Freunde - lasst mich auch noch meinen Senf dazu geben:
    Da Pinsel und Farbe mir die Freundschaft gekündigt haben, nehme ich Spray mit Acrylfarbe und verwende sie, wie die Igel sich vermehren: gaaaaannnzzz vorsichtig, am besten mehrfach (wenn ich die Geduld dazu aufbringe).
    Und irgendwo habe ich in diesem Forum gelesen, dass z.B. "Hoffmann Lasercut" (meine bevorzugten LC-Standard-Teile) sich neu aufgestellt und auch einen Shop hat... Aber wo bloss???


    @ Peter_H: Nee - großes Indianerehrenwort: wir haben uns nicht abgesprochen, wäre aber für die Zukunft'ne Idee... :thumbsup::thumbsup:
    Gruß
    Kurt

  • ...
    Und irgendwo habe ich in diesem Forum gelesen, dass z.B. "Hoffmann Lasercut" (meine bevorzugten LC-Standard-Teile) sich neu aufgestellt und auch einen Shop hat... Aber wo bloss???


    ...


    Moin Kurt,


    die Firma Hofman hat hier einen Button in der Leiste der Partnerverlage (ganz unten, "LaserCut Hofmann") und auch als unser Partnerverlag eine eigene Rubrik.


    ______________


    Zu weißem Sprühlack:


    Ich verwende bei der TITANIC (zum Beispiel bei den Überlaufrohren, die vom Tankhaus zum dritten Schornstein führen) "Do it Colorspray seidenmatt" der Firma Marabu, Farbnummer 070, Artikelnummer 2106 06.
    Näheres unter http://www.marabu-creative.com .

  • Gustav: Danke für den Tipp. Werde ich mal ausprobieren.


    Kurt: da liegen wir auf der gleichen Linie! Und den Link zu Hoffmann hast du ja jetzt (Danke, Helmut!). Nur haben die leider auch keine 45°-Reling mit mehreren Durchzügen.


    Unterdessen habe ich die Decksumfassungen und die Sülle (oder die Sülls?) angebaut, ebenso einige Relingteile. Dabei habe ich auch ein schon lange bestehendes Ärgernis beseitigt, nämlich die Stützen der hinteren Decks. Diese sind gemäss Bogen aus verdoppelten Kartonstreifen, die aber beim leichtesten Druck auf die Decks knicken. Und da diese Decks so weit auskragen, passiert das andauernd.



    Daher habe ich sie durch selber gefertigte Röhrchen in der entsprechenden Länge ersetzt. Ist viel stabiler und sieht erst noch viel besser aus.



    Die herumliegenden Treppen warten auf die Montage bzw. darauf, dass ich mich entscheide, auf die bestellte Reling zu warten oder hier nochmals etwas aus gerader Reling zusammenzuschnippeln. Als ungeduldiger Mensch werde ich wohl die zweite Lösung wählen.

  • Bevor ihr Seemänner mir zuvorkommt: ich habe noch rasch den Duden konsultiert und weiss nun, dass es "Sülle" heisst :).

  • Wie schon angedeutet konnt ich nicht auf die bestellte Reling warten, auch weil ich einfach gleich viele Durchzüge haben wollte wie bei der geraden Reling. Deshalb habe ich selber etwas gebastelt. Die "senkrechten" Stützen stehen jetzt zwar schief, aber das habe ich auf Schiffen auch schon gesehen und v.a. wird man bei der fertigen Europa sowieso kaum etwas von den Niedergängen sehen. Schaut selbst: die Reling, der fertige Niedergang, montiert und mit der umgebenden Reling versehen. Ich bin ganz zufrieden.


  • Hallo Andi,
    prima Detailarbeit. So was macht ein gutes Modell aus. Ein kleiner Vorschlag noch. Die ausgeschnittenen Klüsen könnte man mit der Unbedruckten Seite nach außen aufkleben, so dass die schwarze Schneidelinie verschwindet. Bei den Decksstützen nehme ich oft einen 0.4mmDraht und umwickele diesen mit Schreibmaschinenpapier. Das kommt dem Original näher und die Stütze knickt nicht so leicht durch.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ulrich

  • Hallo Andi!


    Ich staune einfach nur.
    Als ich dieses Modell vor ca. 25Jahren konstruiert hatte, war von "supern" und Ähnlichem weit und breit nichts zu sehen. Dass heute jemand sich die Mühe macht, ein Modell aus dieser Zeit zu verbessern, hätte ich damals wirklich nicht gedacht.
    Ich war eigentlich der Meinung, dass es sich nicht lohnt, dieses Modell für eine neue Auflage aufzuarbeiten. Nun komme ich langsam ins Grübeln...


    Erfolgreiches Weiterbauen wünscht Dir
    Piet

  • Vielen Dank, Ulrich, für den Tipp mit den Klüsen. Das werde ich in Zukunft so machen. Die Stützen scheinen mir im Moment stabil genug, ohne dass ich sie verstärken muss. Bei Masten mache ich es aber genau wie du.


    Piet: vielleicht bin ich ja nur ein exotischer Nostalgiker ;). Aber m.E. darfst du ruhig grübeln. Ich finde das Schiff wunderschön und das Modell macht Spass, auch wenn man schon erkennt, dass die Konstruktion etwas älter ist. Und ich könnte mir vorstellen, dass in meiner Generation, die im Kartonmodellbau ja stark vertreten ist, noch einige einen Bezug zu diesem Schiff haben. Eine überarbeitete Neuauflage müsste auch nicht wie eine Cap Arcona werden, sondern dürfte ruhig ein eher einfaches Modell bleiben, wie es diese Version ja auch ist. Neben einem stabilen Spantengerüst wäre dabei aus meiner jetztigen Erfahrung sinnvoll, die Passgenauigkeit allgemein zu überprüfen, obwohl sie schon jetzt nicht schlecht ist. Bei den Bootsdavits würde ich mir eine bessere Hilfe für den Zusammenbau und die Montage wünschen, sei es in der Bauanleitung oder durch bessere Markierungen. Die offenen Boote könnte man natürlich auch noch etwas aufmöbeln. Ich bin ja mal gespannt, wie deine Grübelei enden wird :rolleyes:.


    Da ich zusätzliche LC-Reling bemalen und auf das Trocknen warten muss, habe ich in der Zwischenzeit schon mal die Boote auf einer Seite an Bord gebracht. Zudem habe ich auch an einem Boot ausprobiert, wie ich die Aufhängung bauen will.


  • Die Reling im achteren Bereich ist fertig. Sie hat natürlich nicht die Präzision eines spezifischen LC-Satzes, aber aus normaler Betrachtungsdistanz ist sie ganz ok.


  • Moin Andi,
    ich bin schlichtweg begeistert! - Wie Du mit den LC-Relings umgehen kannst - beneidenswert. Bei den Abschrägungen tu' ich mich immer schwer... Aber vielleicht (Daumendrücken !!! :thumbup: ) grübelt Piet ja nicht mehr so lange und m a c h t einfach. Mich (und sicher nicht nur mich) würd's freuen.
    Und mal wieder sieht man, was man mit ein Wenig Liebe, Geduld und Phantasie (kann mich an die neue Schreibweise nicht gewöhnen!!) aus solch "alten" Konstruktionen herausholen kann.
    Gruß
    Kurt

  • Vielen Dank, Kurt, für dein Lob. Ich habe die Reling lange vor mir her geschoben. Jetzt bin ich froh, dass sie steht, gut herausgekommen ist.und dir gefällt.


    Unterdessen sind alle Boote an Bord und die Reling auf der Steuerbordseite ergänzt. Es war gar nicht so leicht, die exakte Position der Boote zu finden, da es keinerlei Markierungen oder Anschläge dafür gibt. Mit den Aufhängungen bin ich nicht so zufrieden, aber mehr Exaktheit hätte eine Geduld erfordert, die ich im Moment nicht aufbringe.



    Jetzt gibt es Sommerpause, bevor ich an den Bau des Mastes gehe, da wir den Sommer im Berner Oberland verbringen werden. Aber da ich dort auch eine Bastelausrüstung habe, gibt es vielleicht einen neuen Baubericht. Wir werden sehen.

  • Ahoi Andi,


    die Reling macht sich wirklich gut !!! Gerade im Heckbereich wirkt sie nicht übertrieben protzig sondern
    genau so, wie sie sein sollte. Durch den Handlauf ergibt sich ein schöner dunkler Abschlußkontrast nach oben.



    Ich wünsche Dir einen schönen bergigen Urlaub, vielleicht mit ein bisschen maritimer Beschäftigung.


    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • Hallo Andi


    Bei Deinem wunderbaren Kreuzfahrtsschiff konntest Du ja tüchtig Ferienstimmung tanken.
    Schöne Ferien "bei uns", vielleicht sieht man sich mal?


    LG
    Peter

  • Jo und Peter: Danke für die guten Wünsche. Nun ist der Urlaub vorbei und ja, er war sehr schön. Das Wetter war viel besser, als man nach den Medienberichten glauben möchte und so lagen einige schöne Wanderungen drin.


    Kaum zu Hause, wurde natürlich auch die Europa aus dem Sommerloch geholt. Sie hat unterdessen den Mast und einige Kästen auf dem obersten Deck erhalten. Den obersten Gitterteil des Mastes habe ich aus dem Original im Bogen ausgeschnitten. Das ging erstaunlich gut. Nur habe ich leider zuerst die Kanten der verbleibenden Gitterstäbe schwarz gefärbt, was dann doch sehr unschön aussah. Und weder konnte ich dieses Schwarz orange übertünchen noch hatte ich Lust, eine Kopie des Mastes zu machen. Daher habe ich den Gittermast beim Aufklebven so gedreht, dass die schwarzen Sprossen hinten sind, was ich dann beim Ausrichten der Neigung büssen musste. Aber wie immer: am fertigen Modell wird es der Fachmann sehen und sich wundern, allen Anderen wird es nicht gross auffallen.


  • Moin Andi,
    was Du vor allem aus dem oberen Mastteil gemacht hast - Wahnsinn! - Du baust da ein wunderschönes Teil aus einem schon recht alten Bogen, um das ich Dich schon jetzt beneide! - Wenn es für solche alten Bögen doch nur Ätz- oder LC-Teile gäbe, dann ließe sich Vieles auch für "Normalmodellbauer" wie mich noch um Nummern steigern oder es gar erst ermöglichen!
    Gruß.
    Kurt

  • Hallo Kollegen


    Das ist nun eindeutig zuviel des Lobes, auch wenn es natürlich sehr wohl tut :).


    Of course, Cris, can I show you more detail, well aware that this image will probably destroy my image (sorry, bad pun, but I just couldn't resist :S).



    Wenn du, Kurt, dich als Normalmodellbauer bezeichnest, dann ist das massiv untertrieben. Und es gibt genug alte Modelle ausser der Europa, die sich so oder so lohnen. Die Otto Hahn hat mir z.B. auch riesigen Spass gemacht, ohne dass ich ausser der Verdoppelung der Schotts und der LC-Reling etwas gesupert hätte. Und im Moment taucht immer wieder die Crostafels vom WMB im Hinterkopf auf. Zudem gibt es ja auch andere Möglichkeiten, Feinheiten darzustellen. Ich arbeite halt einfach lieber mit dem Messer als dass ich z.B. Garn mit Weissleim tränke ;).


    Das ist ja etwa das höchste Lob, Helmut, dass ich mir vorstellen kann! Ich habe mich tatsächlich lange gegen LC- und Ätzteile gewehrt und versuche noch heute bei vielen Modellen, mich auf die Reling zu beschränken. Aber eben: stundelang an einem kleinen Gittermast schnitzen oder noch ein paar Modelle mehr bauen... ein schwieriger Entscheid!

  • Hello Andi,


    Thank you for the picture. That was a great pun! Sometimes I do not translate every entry before I post. Now that I have gone back and looked at the entire thread, I see that we were all talking about what a fantastic job you did on the mast!


    But you know, I have the same problem as you. Attempt to add more details or build more models. Usually the detail wins. I suspect we are all Obsessive Compulsive people :)


    Kind Regards,


    Cris

  • I fully agree, Cris, with your assessment of the typical card modeler (or any serious hobbyist at that)! But it's fun anyway.


    Als Nächstes ist die Überdachung des oberen Schwimmbades an der Reihe. Hier das erste Modul. Ich habe es mal mit doppelseitigem Klebband zur Befestigung der Antistatikfolie versucht. Das Kleben geht zwar sehr gut, aber das saubere Ausschneiden wird durch die beträchtliche Dicke von Klebband und Abdeckfolie doch stark erschwert. Für deutlich kleinere Öffnungen oder dünnere Stege möchte ich es nicht versuchen.


  • Hallo Andi,


    auf das Ergebnis (Kleben mit doppelseitigem Klebeband) bin ich gespannt. Bisher habe ich immer nur mit feinen Punkten Sekundenkleber-Gels gebaut.


    Viel Erfolg!

  • Hallo Helmut


    Auf deinen Wunsch berichte ich hier etwas ausführlicher, auch wenn vieles selbstverständlich sein dürfte. Als doppelseitiges Klebeband habe ich Scotch Poster-Haftband von 3M (34-8507-6168-4 DACH) verwendet. Das Band habe ich auf die Rückseite des Teils geklebt und dann die Fensteröffnungen ausgeschnitten.



    Nach dem vollständigen Ausschneiden liess sich die Schutzfolie leicht abziehen, ohne dass sich das Klebband von den Stegen löste.



    Zu beachten ist dabei, dass das Band selber und erst recht inkl. der Schutzfolie recht dick ist (ca. 0.35 mm inkl. des Modellkartons). Dünneres doppelseitiges Klebeband habe ich nur ohne Schutzfolie gefunden und das könnte nur aufwändig verarbeitet werden (Fenster ausschneiden von der Rückseite auf einem Leuchtpult, das ich aber nicht besitze, und mit einer leicht wieder ablösbaren Abdeckung da, wo das Teil gehalten werden muss). Wegen der Dicke des Bandes ist es mir nicht gelungen, die Ecken von der Vorderseite her vollständig und sauber auszuschneiden. Hier musste ich von hinten den Rest ausstechen, was wir ja vom verdoppelten Karton her kennen. Aber dabei besteht immer die Gefahr, den ersten Schnitt von der Vorderseite nicht genau zu treffen, besonders wenn man wie ich die Tendenz hat, das Messer beim Schneiden leicht zu verkanten. Die dabei entstehenden Fusel entdeckt man dann natürlich erst, wenn die Folie schon drauf ist.


    Weitere Konsequenzen des dicken Bandes sind, dass sich das Bauteil nicht mehr gut runden lässt und dass die Fensterfolie deutlich zurückversetzt wird. Zusammengenommen heisst das, das sich diese Methode nicht auf ganz kleine Teile anwenden lässt. Ich persönlich möchte nicht viel feiner werden als bei diesen Bauteilen. (Im folgenden Bild ist die Kante des Klebebandes beim Pfeil und reichte damit in die Rundung. Ich war da mit der Grösse etwas zu grosszügig, wollte aber keine Operation starten. In den Kreisen mein Problem mit den unsauberen Ecken.)



    Das Band soll auch ablösbar sein. Trotzdem war die Haftung beim Verarbeiten gut, aber wie die Langzeitstabilität ist, werde ich erst später wissen. (Nach Murphy wird es sich bei einer Ausstellung 1 MInute vor dem Auftauchen der ersten Besucher lösen ;(.)


    Nach diesen eher einschränkenden Kommentaren wieder zum Positiven: das Aufkleben der Folien ist ein Klacks und macht richtig Spass. Ich habe die Folie dann noch mit einem planen Metallgewicht gut festgedrückt et voilà. Und ohne irgendwelche Sorgen wegen sichtbaren Klebstoffresten.



    Zum Schluss noch die fertige Abdeckung. Da ich wieder einmal zuerst gehandelt und dann gedacht habe, habe ich anstelle der klaren Folie die getönte verwendet. Da die Folie z.T. bis unter die Seitenteile reicht, würde der Austausch eine diffizile Operation bedeuten. Ich habe mich deshalb entschlossen, den Passagieren meiner Europa eine Schwimmbadabdeckung mit UV-Schutz zu spendieren :rolleyes: (auch wenn diese wohl primär bei Schlechtwetter geschlossen sein dürfte).


  • Vor dem Anbringen der Abdeckung waren 8 Stützen und die Schienen anzubringen. Nachdem ich bei den anderen Decks die Stützen aus Stabilitätsgründen als Röhrchen ausgeführt habe, habe ich das auch hier durchgezogen.



    Und so sieht es nun aus. Die zurückgeschobenen Elemente sind bereits verleimt, die ausgezogenen noch nicht. Hier will ich vielleicht noch ein paar Liegestühle und Sonnenschirme unterbringen. Dann wird aber auch hier geklebt, denn lose Teile am fertigen Modell gehen bei mir früher oder später immer verloren.


  • Grandios, Andi, sieht einfach sensationell aus!
    Da kriegt man gleich Lust, ins Reisebüro nebenan zu gehen und eine Kreuzfahrt zu buchen.


    Ich denken, für Verglasungen von flachen Teilen ist diese Technik unschlagbar.


    Ich freue mich auf weitere Ferienstimmung fördernde Fotos (In 6 Wochen ist es bei uns soweit :D )


    Schönen Abend
    Peter