[Fertig] Carl Kämpf / Jade-Verlag / 1:250

  • Ein weiterer kosmetischer Eingriff Marke Eigenbau betrifft die Stenge/Rah-Kombination in Form eines Kirchenkreuzes, man erinnert sich vielleicht.
    Originalfotos zeigen, dass hier eine Art Flaggenmast montiert war, mit Abstützung an besagter Stenge.


    Also flugs ein solcher "konstruiert" und angebracht - und tatsächlich, die sakrale Anmutung des Ensembles tritt schon weit weniger deutlich zutage.


    Das zweite Foto offenbart übrigens noch einmal schonungslos sämtliche Baufehler dieses Abschnitts (ich zeig's trotzdem ...).

  • Poller ... ein beliebtes Thema, und von mir seit einiger Zeit immer in einschlägiger Weise gelöst, nämlich mittels: Moosgummi.


    So auch diesmal, allerdings sollten die Teile nicht schwarz sein, sondern so grünlich-grau wie das Deck. Also habe ich - zum ersten Mal übrigens - damit experimentiert, Moosgummi zu färben. Es hat funktioniert, das Zeug wird mir immer sympathischer! Allerdings habe ich schlicht-grau anstelle von grünlich gewählt.


    Leider waren die Klebemarkierungen auch hier wieder eine Idee zu groß, zu sehen auf dem Foto vom Bugbereich.


    Viele weiße Flecken gibt es nun nicht mehr auf dem Schiff - wer allerdings annimmt dass ich bald fertig wäre irrt wahrscheinlich ... aber ich bemühe mich mal, den Bau noch in diesem Jahr zu beenden.


    Schönen 2. Advent wünscht
    Wolfgang

  • Ahoi Wolfgang,


    Deine "Kosmetik" sieht gut aus, auch wenn Dir die Höhe der Schanzkleidstützen sowie die Markierung der Poller nicht gefällt.


    Mal ehrlich, mit normalem Augenabstand sieht man hiervon doch gar nichts, also: Klasse gemacht !!!!!





    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • Moin Wolfgang,
    also, da bin ich doch auch Jo`s Meinung! Das ist doch ein sehr sauberer Bau - die Schanzkleidstützen hätte man natürlich nach der 98. Anpassung auf den letzten 0,01 mm zurecht bekommen, aber da wäre man doch päpstlicher als der Papst (und der soll sich jetzt ums Weihnachtsfest kümmern... ;)...). Es reift eine (nicht neue) Erkenntnis, dass auch die "alten" Modelle ihren mehr als nostalgischen Reiz haben und gut gebaut den Vergleich mit neueren Bögen entsprechender Schwierigkeit nicht zu scheuen brauchen.


    Also, ich hab`mir meinen CARL KÄMPF-Bogen schon mal rausgesucht und die beiden Seiten begutachtet... =)


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Wolfgang,
    Selbstkritik ist häufig dabei, wenn man sein Produkt der Öffentlichkeit präsentiert. Dazu dann noch die gnadenlosen Makros, die etwas zeigen, was ein normaler Betrachter des Modells so gar nicht wahrnimmt.
    Fazit: Dein Modell ist echt klasse! Da sieht man, dass es nicht immer die neuen Bögen mit Nanotechnologie sein müssen. Der Charme vieler alter Konstruktionen kann mit solch kleinen Verbesserungen extrem erhöht werden.
    Gruß
    Jochen

  • Moin Jo, HaJo und Jochen,


    ich wollte nicht schon wieder den "normalen Betrachtungsabstand" bemühen - vielen Dank, dass Ihr mir das dann abgenommen habt!



    Ich hatte heute tatsächlich noch etwas Gelegenheit zum Weiterbau, daher nun: der "Übergang"
    (jetzt keine Wortspiele in Richtung erfolgreicher deutscher Filme der jüngeren Vergangenheit ...).


    Das ist wieder so ein Teil, dessen Konstruktion sich auf das Vorhandensein der Kartonreling stützt.
    Daher war ich vorher etwas skeptisch, ob es sich nach Weglassung derselben problemlos bauen lässt.


    Hier die Einzelteile ...

  • Jetzt aber! :D


    Blau: zwei große Blöcke, vermutlich zum Umlenken der Trossen, die das Netz einholen
    Orange: eine Stangenkonstruktion, bei der die obenliegenden Stützen nicht sehr gut integriert sind
    Rot: Leitern an jeder Seite
    Grün: Positionslaternen aus Moosgummi (nicht im Bogen) mit grauen Klecksen als Glasimitat
    Gelb: Flaggenmast aus Polystyrol - auch nicht im Bogen enthalten, obwohl auf dem Seitenriß des Titelbilds klar erkennbar.

  • Als nächstes habe ich mir die Masten vorgenommen (die beiden Wochen seit der letzten Wortmeldung sollen ja nicht umsonst gewesen sein ...).
    Sie sind WHV-traditionell gerillt und gerollt, somit also ohne Verstärkung gebaut. Stabilität erhalten sie unter anderem dadurch, dass sie ins Deck versenkt werden.


    Der Peilrahmen kommt so auch direkt aus dem Bogen.

  • Die Signalleuchten waren mir zu zweidimensional vorgesehen, deshalb habe ich mal wieder zu Moosgummi gegriffen - dreimal vorn, einmal hinten.


    Beim Radar habe ich etwas gezögert, dann aber doch ein Ätzteil (bayerisch) genommen. Die Teile aus dem Bogen ermöglichten nämlich auch wieder nur ein ziemlich "plattes" Radargerät. Da hätte ich ein wenig nachkonstruieren müssen, was aber nicht so meine Stärke ist ...
    Daher nun ein nicht vorbildgerechtes Teil.

  • Daher habe ich eine Anregung von Jochen Halbey aufgenommen und mit einem Kabel experimentiert.


    Ich habe auch ein grünes solches gefunden, das allerdings farblich etwas zu knallig ausgefallen ist. Also erstmal in Form biegen und dann lackieren. Dazu habe ich einfach auf meine Aquarellstifte zurückgegriffen, nachdem ich das Kabel zunächst (mit Brillenputztuch) entfettet hatte.


    Die Stelle wo die Kabelenden wieder zusammengefügt werden ist nicht sehr sauber geraten. Macht aber nichts ...

  • Ahoi Wolfgang,


    die Idee mit dem Kabel finde ich sehr gut. Das Ergebnis sieht viel besser aus als mit dem ovalen Kartonteil. Vielleicht könnte man noch die Seile seitlich anmalen !?




    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • Moin Wolfgang,


    ich hatte das Ergebnis ja schon gesehen ;) ...


    Die Wirkung ist phänomenal gut, Kartonmodellbau, wie er meiner Meinung nach vorbildlich ist.

  • Moin Wolfgang,
    deine Schlauchboote sind überzeugend gelungen - diese Bauart merke ich mir (Jochen Halbey ist da mit seinen wunderbaren Ideen immer wieder Vorbild). Mich wundert, dass die Farbe der Aquarellstifte so gut auf der Kabelisolierung hält, hätte ich so nicht erwartet.


    Gruß nach Syke
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Wolfgang,


    die Boote sind hervorragend geworden, besser geht es nicht!
    Für alle Interessanten: das Elektrokabel sollte einadrig sein, das läßt sich besser formen und behält die Form bei. Mehradrige Kabel haben die Tendenz, sich in die Ursprungsform zurückzubiegen, auch wenn man den Kabelkern entfernt hat. Sehr gute Ergebnisse erzielt man auch mit Blumendraht, den gibt es in verschiedenen Dicken. Aber: je dicker, desto schwieriger zu biegen. Er taugt also nur für etwas dünnere Schlauchboote. Und die Naht kaschiert man genau so, wie Wolfgang gezeigt hat.


    Schöne Grüße


    Jochen

  • Danke Euch allen,


    und dass obwohl mehradrige Kabel benutzt ... ;)
    Das mit der Farbe hat mich auch erstaunt (und entzückt, natürlich).


    Schönen Abend,
    Wolfgang

  • Hi Wolfgang,


    tolles Schlauchboot! Da bin ich glatt am Überlegen, ob die Boote des EGV, der Nordic, Mellum und co. nicht auch am besten so gebaut werden sollten. Diese Methode ist klasse!


    (Ich stapfe dann mal bei Gelegenheit zum Drahthändler, wenn ich mich aus den Schneeverwehungen hier befreien kann) :D


    Wünsch Dir noch einen schönen 4. Advent!


    Grüße


    Lars

  • Moin, moin Wolfgang,
    TOP-Idee, das mit dem Draht. Wird sofort in meine "Trickkiste" aufgenommen, in der sich auch schon Deine "Moosgummitechnik" befindet. Leider habe ich bislang vergeblich nach einem 1mm Locheisen gefahndet (Poller sind mein Schreck und meine Methode mit Styrol-Rundstäben befriedigt nicht wirklich...)
    Ansonsten freue ich mich schon auf Dein fertiges Modell... Mit der "Clement" habe ich auch noch so'n WHV-Klassiker liegen. Man soll sie wi8rklich nicht verachten. Und - so wie Du - mit neuen Techniken zu supern - einfach Spitze!

  • Moin zusammen,


    weiter geht´s ... es fehlen noch zwei Lüfter, die auf dem Bogen zweidimensional ausgeführt sind und nur durch Verdoppelung etwas plastischer erscheinen sollen.
    Das haut natürlich nicht hin, also habe ich in die Materialkiste gegriffen.


    Der Schwanenhals ist aus Lötzinn und mir leider nach dem Farbauftrag etwas zu klobig und narbig geraten. Immerhin hat es geklappt, auf eine Schicht Acrylfarbe eine weitere Schicht Aquarellfarbe aufzutragen und damit dem gewünschten Braunton näher zu kommen.


    Der zweite Lüfter hat einen Sockel aus Polystyrol, den Kopf habe ich in altmodischer Technik aus Karton nachgeformt. Nun ist der Sockel dünner und der Kopf dicker als das Originalteil, aber was soll´s ... :(

  • Ich biege auf die Zielgerade ein ...


    Es beginnt die Takelung. Aus der Anleitung und den Zeichnungen des Bogens lässt sich wie bei WHV (leider) üblich nur sehr wenig Aufschluss ziehen über die korrekte Takelage.


    Auf den Fotos des Originals aus Wilfrieds Beitrag kann man wesentlich mehr erkennen, so dass ich mich daran orientiere. Es ist aber sicherlich angebracht, in angemessenem Rahmen zu abstrahieren und nicht jede kleine Leine anzubringen. Sonst wirkt das Modell leicht "übertakelt".


    Die Abspannungen der Masten sind aus Ätzteilen gefertigt.


    Auf den Fotos kann man dann auch die Reling erkennen, deren Anbringung ich im bisherigen Bericht schuldhaft unterschlagen habe. Auch hier wirken diese Teile bayerischer Provenienz etwas mächtig, etwas Feingliedrigeres hätte dem Modell auch gut gepasst.


    Soweit für heute - bis bald!
    Gruß
    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,
    wünsche schöne Festtage gehabt zu haben - die CARL KÄMPF kann ich nur als sehr gelungen bezeichnen, der Baubericht bereitet mir viel Freude und Vergnügen.


    Über den "weißen Fleck" auf dem Vorschiff kann ich auch nichts berichten, ich gucke mir mal den alten LI-Bogen (DIN A2) der Erstausgabe an, ggf. entdecke ich da ja was oder kann etwas zuordnen.


    Gruß
    HaJo

  • Moin Wolfgang,


    wenn ich mir so Deine Ätzteil-Abstagungen ansehe, graut mir etwas weniger vor der Takelung meiner "Santa Inés". Super gerade und meiner Meinung nach auch dünn genug um als "normale Takelage" verwendet zu werden.
    Oder für das Ladegeschirr...
    Woher genau stammen Deine Ätzteil-Abstagungen, wenn man fragen darf?


    Viel Spaß "auf der Zielgeraden", ich bin schon sehr gespannt auf das fertige Modell :)


    Ich wünsche Dir auch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr!


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    vielen Dank HaJo, falls Du noch etwas über den 'Fleck' herausbekommst wäre das natürlich hilfreich.


    Lars, die Ätzteile stammen von der Platine der - Santa Ines! Mein nochmaliger Dank an Helmut ...
    Die Teile lassen sich sehr gut verbauen und machen meines Erachtens einen stimmigen Eindruck.


    Es sei denn, man guckt so genau wie Wilfried, dann dürfte die Abstagung wohl etwas dicker sein ... ;)
    Bei der weiteren Takelung versuche ich, die Balance zu halten zwischen Bezug zum Original und Wirkung am Modell.
    Danke für's Angebot!


    Gruß
    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,
    bei meiner CARL KÄMPF war auch kein Bauteil für diesen weißen Fleck. Ich hab ihn seinerzeit grau gepönt... :D
    Aber mit dem Moosgummiteil sieht es auch gut aus.
    Viel Spaß auf der Zielgeraden
    Fiete

  • Hallo Freunde,
    der Bericht über den Hecktrawller war sehr informativ und mir noch manchen Hinweis zum Supern gegeben. So macht das Surfen hier im Forum Spaß.


    Mit freundlichen Grüßen


    modellschiff

  • Hallo Wolfgang,


    toll, was Du da aus einem "einfachen" Bogen so zauberst.


    Vor allem die Vorstellung der Schlachboote begiestert mich. Ich habe diese Passagen in meinen Tipp-Ordner kopiert.


    Viele Grüße und alles Gute fürs Neue Bastler-Jahr


    Hans-Jürgen

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Congratulations, Wolfgang, another beautiful ship! Happy New Year! (and now that you've cleared the ship yard for a new hull.....)

    best regards
    mit herzlichen grussen


    Fred


    In Build:
    Panzerkreuzer Infanta Maria Teresa