[FERTIG] S.M.S. Von der Tann / HMV / 1:250

  • Hallo Modellbaufreunde,


    sodele, heute melde ich mich mit meinem zweiten Baubericht.


    Dieses Mal werde ich die Bauarbeiten des Schlachtkreuzers S.M.S. von der Tann vorstellen, wie ich bereits im Baubericht der Leipzig angekündigt habe.
    Der Modellbaubogen ist vom Hamburger Modellbaubogen Verlag, genauer gesagt von Markus Wiekowski entwickelt worden.
    Der Maßstab ist, wie üblich 1:250.
    In diesem werde ich das Modell unter Zuhilfenahme des dazu erhältichen Ätzsatzes bauen.

  • Als ergänzende, bzw. weiterführende Literatur liegen mir folgende Werke vor:


    Vom Original zum Modell: Die großen Kreuzer Von der Tann, Moltke-Klasse, Seydlitz, Derfflinger Klasse, Gerhard Koop/Klaus-Peter Schmolke, Bernard&Graefe Verlag, 1998


    Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905 1970, Siegfried Breyer, Pawlak Verlagsgesellschaft, 1970


    Die Schiffe der deutschen Flotten 1845 1945, Hans-Jürgen Hansen, Verlag Gerhard Stalling, 1973

  • Zunächst einige Fakten zu diesem Schiff:


    Bauwerft: Blohm und Voß, Hamburg
    Kiellegung: 21.03.1908 als Ergänzungsbau F, BauNr: 198
    Stapellauf: 20.03.1909
    Indienststellung: 01.09.1910


    Einsatzverdrängung: 21300 t
    Länge (KWL): 171,50 m
    Länge über Alles: 171,70 m
    Breite (Außenhaut): 26,60 m
    Breite (Torpedefangnetze): 27,17 m
    Tiefgang (Konstruktion): 8,91 m
    Tiefgang (Einsatz): 9,17 m


    Leistung (Konstruktion): 42000 WPS
    Leistung (max.): 79007 WPS
    Geschwindigkeit: 24,8 27,4 kn


    Besatzung: 41 Offz, 882 Mann
    Besatzung (Flaggschiff): 54 Offz, 944 Mann


    Bewaffnung: SA: 8 x 28cm L45
    MA: 10 x 15cm L45
    LA: 16 x 8,8cm L45
    Torpdeo: 4 x45cm Unterwasser

  • Die S.M.S. von der Tann war der erste Schlachtkreuzer der kaiserlichen Marine, gebaut als Antwort auf die britische Invincible-Klasse. (Die kaiserliche Marine hat die internationale Bezeichnung Schlachtkreuzer nicht übernommen, sondern stattdessen von Großer Kreuzer gesprochen.)
    Diese hatte zwar mit der 30,5cm SA zwar die stärkere Bewaffnung, war aber deutlich schwächer gepanzert. Man versprach sich durch den Kompromiss aus starker Bewaffnung bei leichtem Gewicht eine höhere Geschwindigkeit und dadurch Vorteile bei der Seekriegsführung.
    Die kaiserliche Marine dagegen setzte auf etwas schwächere Bewaffnung aber stärkerer Panzerung bei ebenfalls hoher Geschwindigkeit, was die Standfestigkeit und somit Sinksicherheit nach Treffern deutlich erhöhte. Zeitweilig war die S.M.S. von der Tann der schnellste Kreuzer seiner Klasse.



    Die Geschichte hat der deutschen Marine Recht gegeben, die Invincible sank nach Treffern der SA der S.M.S. Lützow, während die S.M.S. von der Tann die Skagerak-Schlacht trotz schwerer Treffer überstanden hat. Im Rahmen der Schlacht versenkte S.M.S. von der Tann den britischen Schlachtkreuzer Indefatigable. ( Weiterentwicklung der Invincible, aber ähnlich schwach gepanzert.)

  • Montag Abend,


    und nun endlich zum Bau. Ich kann nicht verhehlen, dass ich sehr neugierig auf meinen ersten HMV Bogen war und es gar nicht erwarten konnte mit der S.M.S. von der Tann anzufangen.


    Als erstes folgte nach vorherigen Studium von Oles (nochmal Danke dafür) und OpaSyss Baubericht die Sichtung der Bauanleitung, die lediglich graphisch vorhanden ist.


    Zunächst ist mir aufgefallen, dass das Papier etwas weicher ist, als das von WHV.
    Ist das nur mein Eindruck??

  • Die Bodenplatte (Teile 1, 1b, 1d) besteht aus drei Teilen, die durch Klebelaschen (Teile 1a, 1c) miteinander verbunden werden. Die Bordwand wird an den Seiten später von sehr gut und großzügig dimensionierten Klebelaschen gehalten werden.


    Das saubere Ausfluchten der drei Teile auf eine perfekte Achse ist selbstredend sehr wichtig, wenn der Rumpf nicht später um die Kurve gehen soll. :D :D

  • Den Mittelspant klebt man mit Hilfe von wechselseitig links und rechts umgeknickten Laschen auf die Rumpfplatte. Die drei Teile des Längsspants habe ich erst nach aufsetzen mit Hilfe der Laschen (4x Teile 2a) miteinander verbunden.


    In den Längsspant werden Auflageplatten (Teile 2d und 2e) für die Batteriedecks in entsprechend vorher vorbereitete Schlitze gesetzt. Zur Erhöhung der Stabilität der Auflagen habe ich diese zuvor verdoppelt. Die Schlitze der Aufleger sollte man um je einen Millimeter länger machen als markiert, teilweise sonst sehr stramm, bis nicht passend.


    Man beachte den unmittelbaren Größenvergleich zur Leipzig. Etwas kürzer, aber dafür deutlich breiter und dreimal so schwer. War schon ein sehr beeindruckender Zossen, könnte ich mir denken. :cool:

  • Um ein verziehen der Bodenplatte und des Längsspants über Nacht zu verhindern habe ich alles an 20 Ct und 50 Ct Münzen zusammengekratzt, was ich finden konnte.


    Während des Trocknens habe ich alle Querspanten entsprechend vorbereitet und gefalzt.


    Hier Abschluß der Baumaßnahmen gem Abb. 1 der Anleitung

  • Moin Pitje,
    klasse, dass du mit dem nächsten Baubericht beginnst - ich denke, die vdT ist doch etwas schwerer zu bauen als z.B die LEIPZIG. Insofern wünsche ich ein gutes Gelingen und da ich die vdT selbst noch nicht gebaut aber den Bogen
    "studiert" habe, gucke ich dir gerne beim weiteren Baufortschritt zu.


    Gruß von der Ostsee
    HaJo


    PS: dein Mobiliar sieht irgendwie schwer nach dienstl. Unterkunft aus.... :D

  • Moin Pitje,


    die Laschen an den Spanten lasse ich mittlerweile konsequent weg.
    Man kann sie genauso gut auf Stoß kleben und erspart sich eventuelle Ungenauigkeiten durch die Knicke zwischen Spant und Lasche.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Servus Peter,


    Heureka, jetzt gehts also los mit der vdT.
    Was Du brauchst, ist eine 5 bis 6 mm dicke Glasplatte, auf die man den Rumpf sehr eben aufbauen kann - manchmal lohn sich ein kurzer Blick in den Glascontainer aufm Recyclinghof - ein geeigneter Glasschneider ist bestimmt auch noch auftreibbar.


    Servus Wiesel, ich will Peter ja nicht vorgreifen - aber die Bilder zeigen glasklar, das die Querspanten keine Laschen haben (mein Bausatz der vdT hat auch keine).
    Wenn der Laengsspant mehrteilig ist mit versetzten Klebelaschen, klebe ich erst die Laengsspanten auf die Grundplatte - wenns dann trocken ist, verbinde ich die Laengsspanten - habe deshalb noch nie einen Bananenrumpf gehabt.


    Bis dato
    Klaus

  • Hallo Peter,


    na da bin ich aber auch sehr gespannt auf Deinen Bericht!
    Die HMV-Bögen sind m. E. wirklich nicht mit den WHV-Bögen zu vergleichen. Da liegen oft Welten zwischen (auch wenn natürlich beide ihren eigenen Charme haben, keine Frage).
    Ich schätze mal, dass die VdT inklusive Ätzsatz ein ziemliches "Teile-Monstrum" ist.
    Ich würde auch empfehlen, eine Glasplatte o. ä. zu besorgen, auf der Du die Grundplatte mit Tesa-Krepp befestigst. Das hat den Vorteil, dass Du beim Weiterbau nie den Rumpf in die Hand nehmen musst, sondern nur die Platte in die gewünschte Richtung drehen brauchst.


    Ich wünsch Dir viel Spaß mit der VdT und bin gespannt auf weitere Fortschritte ;)


    Grüße


    Lars

  • Hallo Leute,


    erstmal dankesehr für das freundliche Begrüßen der S.M.S. von der Tann.


    @Hans-Joachim: was die Unterkunft angeht sehr gut erkannt. :) Dank der Tatsache, dass ich immer noch Wochenendpendler bin, habe ich unter der Woche ausreichend Zeit und Muße um dem Bau der Schiffe zu frönen. :D


    @Wiesel: die Spanten an sich haben keine Klebelaschen für die Bordwände, sondern nur für die Befestigung der Wände der Kasematten. Aber dazu mehr. Hatte die Befürchtung, dass wenn ich sie abschneiden würde, diese sich durchdrücken würden.


    @Klaus: yes, geht sehr schnell. Wie gesagt, es gibt erstmal keine Sommerpause. Ich gehe erst Mitte August in den Urlaub. Bis dahin kann ich noch gut was bauen. Glasplatte werde ich mir wohl besorgen, bis jetzt drehe ich immer die Schneidmatte hin und her.


    Lars: Teile Monstrum könnte stimmen. :D :D Aber alles in allem grade mal die Hälfte der Teile bspw der Bismarck von HMV


    weiter gehts mit dem Bau:

  • Dienstag- Abend,


    Der Einbau der Querspanten war problemlos möglich. Die von Ole in seinem Bericht angemerkten Ungenauigkeiten sind anscheinend im Laufe der zwischen uns liegenden Zeit beseitigt worden. Alles liegt exakt an den Markierung auf. Auch die Höhen der Längs- und Querspanten zueinander sind genau gleich, also keine Anpassung erforderlich.
    Die Spanten sind stumpf mit der Bodenplatte zu verkleben.


    Ich habe lediglich die Spanten 7 (Teile 7 und 7a) und 23 (Teile 23 und 23a) gemäß der Anleitung verdoppelt, aufgrund der Architektur mit den Batteriedecks als zusätzlich Stabilisierung denke ich, das die Struktur des Rumpfs so stabil genug sein müsste.


    Das Trocknen des Gerippes geschah ebenfalls unter Zuhilfenahme meiner Kleingeldbestände:


    Hier Abschluss der Baumaßnahmen gem Abb. 2 der Anleitung

  • Währenddessen habe ich die Batteriedecks achtern (Teile 28 28a) und die aus mehreren Teile bestehenden Batteriedecks des Zentralschiffs (Teile 27 27f) vorbereitet. Die Drehteller für die MA sind bereits vor dem Einbau der Decks in den Rumpf einzusetzen, sonst wird das ein heillose Frimelei. Ich habe die Zwischenstücke verdoppelt, damit das Drehen nicht ganz so stramm geht, sowie die oberen Teller verdreifacht. (Die Konstruktion entspricht der, wie bei der SA der Leipzig bereits beschrieben.) Aufgrund der Differenz der Höhen der Geschütze (8mm) und der Bordwand des Decks (9mm) hat Ole dazu geraten und wird von mir so umgesetzt.

  • Der Einbau der achteren Batteriedecks (Teile 28 und 28a) war einfach. Ich habe die Stellen die auf den Spanten aufliegen werden, die Schlitze und die Decksauflieger dünn mit Hilfe eines Zahnstochers mit UHU bestrichen und dann beide Teile kurz nacheinander eingebaut und trocknen lassen.


    Die beiden großen Teile der back- und steuerbordseitigen Batteriedecks habe ich zunächst trocken an ihre Position gelegt, so mit der entsprechenden Lasche miteinander verklebt, nach dem Trocknen wieder entnommen und erst dann die Drehteller der MA eingesetzt. Sinn der Übung ist, dass ich so Spannungen im Rumpf verhindern will. Dies erweist sich als die genau richtige Idee, denn wenn ich die beiden Teile vor dem Einbau auf Stoß gesetzt verklebt hätte, hätte in der Gesamtlänge etwa 2mm gefehlt!


    Beide nun angetrockneten Teile verbleiben bis zur nächsten Baustunde an ihrem letztendlichen Ruheplatz. Der erste Eindruck ist schonmal, das mir der Rumpf soweit gut gelungen ist, das alles mit nur sehr kleinen Toleranzen zusammen passt. Kann also beruhigt weitergehen. :D :D

  • Mittwoch- Abend,


    als Erstes stand nun der Einbau der Batteriedecks (Teile 27 27f) des Zentralschiffs auf dem Programm, sowie die Vorbereitung der Bug Batteriedecks (Teile 51 und 51a). Die Vorbereitung und der Einbau geschah analog zu den der achteren Batteriedecks (Teile 28 und 28a).


    Habe zuerst die Bug Decks eingesetzt und im Anschluss die Decks des Zentralschiffs. Der Einbau war problemlos. Geklebt habe ich mit UHU, aufgetragen mit einer Zahnsocherspitze, so sparsam wie möglich. (Eine der wesentlichen Lehren des Leipzig- Baus).


    Mit Hilfe einer Reihe von 5 Ct Stücken zur Beschwerung hat der Rumpf so erstmal getrocknet.


    Die Drehteller von insgesamt drei MA-Geschützen liegen genau auf den Spanten, insofern fallen diese für die Bewegung nachher aus. :(


    Hier Abschluß der Baumaßnahmen gem Abb. 3 der Anleitung

  • Während des Trocknens der Decks habe ich die inneren Wände (Teile 29 und 29a) des Zentral Decks vorbereitet. Hierzu gibts nichts besonderes anzumerken.


    Kurz bevor ich diese nun einbauen wollte habe ich nochmal einen Blick auf die Bauskizze geworfen und stellte fest, dass die weiter Richtung Heck sitzenden Wände (Teile 44 und 44a) innerhalb anzubringen sind und somit vorher zu montieren sind. (möglicherweise wäre eine Nummerierung der Einbaureihenfolge nach weniger verwirrend, bzw. würde ggf. verhindern eine einmal geklebte Stelle wieder auftrennen zu müssen)


    Aber grad noch gesehen...

  • Diese Wände (Teile 44 und 44a) habe ich mit durchsichtigen Bullaugen gefertigt. Wieder hat meine Zange gute Dienste geleistet. Die Luken und die Tür habe ich plastisch, wie im Bogen vorgesehen gebaut. Die Scheiben sind mit Tesafilm nachempfunden. Die Innenseite der Luken habe ich in einem Ockerton gepönt, um so die Messingbeschläge der Bulleyes darzustellen.


    Die Wände (Teile 44 und 44a) habe ich also zuerst montiert, anschließend die vorderen Wände (Teile 29 und 29a).

  • hier die Wände (Teile 44 und 44a) eingebaut, sowie im weiteren Verlaufe auch die Kasematten-Innenwände (Teile 29 und 29a):

  • Der Tagesabschluss war der Baubeginn der Kasematten der Steuerbordseite.
    Was mich als Erstes etwas gewundert hat, war, dass ich die Einzelteile auf insgesamt vier Bögen zusammensuchen musste. Also die Wände der Kasematten , die Geschütze, die Außenwand.
    Als Zweites ist mir aufgefallen, dass in der Bauskizze die Nummerierung zwischen Back- und Steuerbord-Kasematten vertauscht war. An den Bauteilen Wand (Teile 29 und 29a) war diese auf den Markierungen korrekt und zur Geometrie passend.
    Ebenso sind in der Anleitung die Geschütze als Teile 43 ff benannt, auf dem Bogen 42 ff.


    So bauen, wie es die Bezeichnung der Kasematten-Innenwand vorgibt - nicht die Vorlage!!


    Die Steuerbord Kasematten (Teile 36 41; nicht wie in der Anleitung Teile 30 35) waren zunächst fällig. Der Einbau an sich ist nicht sehr schwierig. Die Rundungen muss man präzise auf die Bodenmarkierung anpassen. Mit so wenig Kleber, wie möglich aufgebracht passt fertig!


    Die sichtbare Höhendifferenz zur Oberkante von Teil 29 und 29a ist absichtlich vorhanden, da der obere Abschluss (Teil 47) mit der Färbung nach unten noch aufgeklebt wird, nachdem die Geschütze (5x Teile 42 42h; nicht Teile 43 43h wie in der Anleitung!) eingesetzt worden sind.

  • Es folgen nun die 15cm Geschütze der mittleren Artillerie. Wie zu jener Zeit international üblich waren diese Kanonen in Kasematten an beiden Rumpfseiten untergebracht.
    Die kaiserliche Marine hat diesen Kanonentyp in die Linienschiffe der Nassau Helgoland Kaiser König und Bayern-Klasse, sowie auf den Schlachtkreuzern S.M.S. von der Tann, der Moltke Seydlitz und Derfflinger Klasse eingebaut.
    Geplant war die Verwendung weiterhin bei der Mackensen-Klasse, sowie der Ersatz -Yorck-Klasse. Letztere wurden nicht fertiggestellt.


    Also kurz gesagt auf allen Großkampfschiffklassen.


    Kurz einige technische Daten:


    Rohrlänge L45: d.h. die Rohrlänge ist 45x Kaliberdurchmesser
    Rohrgewicht: 5,7to
    Geschoßgewicht: 46kg
    Kadenz: 7 Schuß / min
    Reichweite: 13,5km, später 16,8km
    Konstruktionsjahr: 1906/1907

  • Zunächst habe ich einen Prototypen gebaut, vor allem um die, in den anderen Berichten der S.M.S. von der Tann bereits beschriebene schlechte Richtbarkeit der Kanone zu überprüfen. Wie ich es mir schon dachte: der sehr kleine Schwenkbereich lohnt den Aufwand nicht, also habe ich zunächst die vier noch verbliebenen Kanonen der Backbordseite gebaut., ohne den Schwenkmechanismus.


    Das linke Bild noch ohne die Färbung der Kanten, rechts der erste Waffeneinbau in die S.M.S. von der Tann , mit natürlich gefärbten Kanten. :D

  • Der Bau dieser Kanone ist relativ einfach:


    Mit Schwenkmechanismus:


    Die Rohraufnahme (Teil 42e ) zu einer Röhre formen und stumpf verkleben.
    Das Rohr besteht aus drei Teilen (Teile 42 f, g, h), diese zu Röhren formen, die Röhre 42h als innerstes Element stumpf verkleben und innen mit einer abgeknipsten Sicherheitsnadel verstärken. Nach gutem Trocknen das teil 42 g und nach weiteren Trocknen 42 h außen aufkleben. (Der Konstrukteur hat hier ein wenig knapp gemessen, etwas mehr Papier mit abscheniden. Die äußerste Lage klafft bei korrekten Ausschneiden gute 1,5 2mm auseinander.


    Das Teil 42d nimmt die Rohraufnahme auf, dieses zu einem nach vorne offenen Kasten stumpf verklebven, zuvor die Rohraufnahme frei einsetzen.


    Das Geschützgehäuse (Teile 42 b und 42c) zu einer Röhre verkleben.


    Teil 42 d auf den Geschützboden kleben, anschließend Teil 42b aufsetzen und mit dem Deckel (Teil 42a) verschließen. Erst anschließend das Rohr einsetzen. Mit Kleber hier sehr sparsam umgehen, da sonst der Schwenkmechanismus verklebt.


    Ohne Schwenkmechanismus:


    Innenleben weglassen und die Öffnung im Geschüzugehäuse nicht ovalförmig, sondern kreisförmig ausschneiden.


    Anschließend die weißen Kanten nachfärben und an die vorgesehenen Plätze setzen. Die Kasemamtten geben die Ausrichtung der Geschütze Richtung Bug oder Heck schon durch ihre Formgebung vor.

  • Ich bin mit dem Baufortschritt dieser Woche sehr zufrieden. Bin weiter gekommen als erwartet. Trotz einiger noch übrig gebliebener Kinken im Bogen, die auch schon meinen Vorgängern hier im Forum aufgefallen sind, macht der Bau meines ersten kaiserlichen Schiffs großen Spaß und das bisherige Ergebnis lässt mich ganz zufrieden sein. :D :] :)


    Insgesamt habe ich bis hierher etwa 18 Stunden an meiner S.M.S. von der Tann, gearbeitet.
    Zum Abschluss der ersten Woche die S.M.S. von der Tann in der Totale:



    Lieben Gruß, schönes WE und bastelreiche Woche.



    Peter

  • Hallo Peter,


    Du legst ja ein Tempo vor. Und ich komme nicht weiter. Ich habe zwar meine Halter auf Tonpapier gezeichnet, aber ich gebe mich dem Ausspannen hin.


    Deinen Bericht werde ich mit großem Interesse verfolgen.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende


    Hans-Jürgen

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Hi Hans-Jürgen,


    danke für die Unterstützung. So, ein superheißes WE ist leider rum und es geht wieder los.
    Ich werde versuchen diese Woche zunächst die Steuerbord-Batterie, das Oberdeck und ggf. die Bordwände zu bauen.


    Ich wünsche schöne Bastelstunden und eine schöne Woche.


    Bis die Tage


    LG


    Peter

  • Hallo verehrte Modellbaugemeinde


    diese Woche war zwar sehr warm, aber für mich auch recht ergiebig, was den Baufortschritt der S.M.S. Von der Tann angeht. Wie ich auf meinem Handy mitverfolgen konnte ging es den meisten ähnlich...


    Montag-Abend,


    die Steuerbordbatterie, also die fünf noch verbliebenen 15cm Geschütze waren zunächst fällig. Der Bau war genau so ausgeführt wie bei den Geschützen der Backbord-Seite. Beim Einbau habe ich die Rohre so ausgerichtet, das sie quasi-parallel zur anderen Seite stehen.


    Sie sind alle fest, also nicht drehbar.


    Sodele, jetzt ist die vdT schon schwerer bewaffnet, als die Leipzig - jedenfalls was die SA anbelangt:

  • Dienstag-Abend,


    die Außenwände der Kasematten (Teile 45 und 45a), die Abdeckplatten für die Einbuchtungen (Teile 45 e-45i und 46-46d), sowie der obere Abschluß (Teile 47) folgten.


    Die Abdeckplatten habe ich verdoppelt und die Kanten gefärbt.


    Die Außenwände sind leicht vorzurunden und dann entsprechend der Form der Kasematten auf die einzelnen Bauteile zu kleben. Die untere Kante bildet später den Abschluss an die Seitenwand des Rumpfs


    Ich habe alle Kanten der Kasemattenabdeckung mit grauem Aquarellstift gepönt, damit der geschlossene dunkelgraue Eindruck nicht von weißen Blinkern getrübt wird.


    Der Einbau der Außenwände (Teile 47) war weniger tricky, als ich befürchtet hatte. Beide Teile sind sehr exakt konstruiert. Eine Seite habe ich vom Bug her, die Andere vom Heck beginnend angebracht. Fazit: Beides gut möglich. Es geht auf den Millimeter auf. Hier habe ein wenig feuchter gearbeitet, um noch durch schieben besser Anpassung vornehmen zu können., was letztendlich nicht notwendig war.


    Das Ganze musste dann gut trocknen, damit der Einbau der Abdeckungen (Teile 45 e-45i und 46-46d) nicht etwas verschiebt.


    Hier zunächst der Rumpf nach Einbau der Außenwände:

  • Die Abdeckungen sind, wie gesagt verdoppelt und kantengefärbt.


    Der Einbau der Abdeckungen hat etwas Fingerstitzengefühl gefordert, da die Platten waagerecht zum Liegen kommen sollen und nicht während des Trocknens nach innen und nach unten sinken dürfen.
    Der Klebstoff wurde mit einer Nadelspitze oben auf den unteren Rand der Kasemattenaußenwand und unter den Rand der oberen Wand gestrichen (hä? :D :D ) und die einzelnen Teile vorsichtig mit einer Pinzette eingebaut. Es hat sich gezeigt, das das vorab kantenfärben hier schonmal einen ersten guten Gesamteindruck macht und man vor Allem nicht nachher um die Kanonen herumpönen muss und so nichts verschmieren kann Kleine Korrekturen sind zwar noch durchzuführen.


    Die Paßform ist gut! Alle Lücken, die man sehen kann bewegen sich im absolut minimalen Bereich.
    Wiederum hat der Konstrukteur ein großes Lob verdient.


    Also hiermit das große Kasematten-Lob erteilt!

  • Die Teile des oberen Abschlusses bedecken die Kasematten vollständig. Auf diesen wird später dann das Oberdeck aufgebracht werden.


    Im Großen und Ganzen haben sie draufgepasst, am schwierigsten war es die leichten Höhenunterschiede der einzelnen Wandoberkanten zu nivellieren. Hat aber leidlich geklappt.


    Ein kleiner Minuspunkt ist, das die Leiter hinter den achteren Geschützen durch das Oberdeck führt. Ist sicher so nicht gewesen. Werde sie retuschieren und dann durch ein Lasercutteil weiter Richtung Heck verschieben.


    Für diese Teile habe ich wieder meinen Kleingeldvorrat herangezogen, damit die Teile schön gerade trocknen können.

  • Der Rumpf der S.M.S. von der Tann, wird, wie ich schon weiter oben beschrieben habe, durch die Batteriedecks enorm verstärkt, so das bereits ohne Oberdecks und Bordwände die Struktur schon sehr steif ist.


    Mit Ausnahme des Bereichs zwischen den Spanten 7 bis 12. Das Hauptdeck hat hier einen sehr viel größeren Abstand zur Bodenplatte, was ich für eine kleine Schwachstelle halte.


    Hier verstärke ich durch zusätzliche diagonal eingesetzte und stumpf verklebte Torsionsdämpfer. Klaus Möller hatte dieses Prinzip kürzlich vorgestellt. Diese Idee scheint mir hier gut Abhilfe der Schwachstelle leisten zu können.


    Als Material verwende ich verdoppelten Abfallkarton.
    Die Dämpfer habe ich 1,5cm hoch gebaut.

  • Mittwoch-Abend,



    die achteren Kasematten der 8,8cm Geschütze (Teile 48 bis 49a) waren fällig.
    Die Haupt-Bauteile habe ich zunächst mit transparenten Bulleyes in der bereits beschriebenen Weise ausgeführt. Entsprechend der Markierung auf den achteren Kasematten-Decks (Teile 28 und 28a) vorrunden, bzw. falzen und knicken und dann mittels der Klebelaschen (wo vorhanden) und stumpf aufkleben.


    Die sichtbaren Flächen auf den Decks sind nicht gefärbt, sondern weiß, hier muß durch den geneigten Schiffsbauer nachbehandelt werden. (siehe Bilder)



    Hier Abschluss der Baumaßnahmen gem Abb. 4 der Anleitung

  • Endlich gehts mit dem Oberdeck (Teile 50 50b) los. Das bildet, so empfinde ich es immer, einen besonderen Bauabschnitt, da das Deck ganz besonders ins Auge fällt und die Basis sämtlicher weiterer Bauarbeiten bildet.


    Das Falzen der Klebelaschen und das Ausschneiden sind obligatorisch.


    Anschließend habe ich eine Liegeprobe gemacht, dass heißt, ich habe geschaut, ob der bisher gebaute Rumpf wohl zum Oberdeck passen könnte. Passt ! Puh! :D :D


    Auf den ersten Blick scheint es ganz gut hinzukommen.
    Was ich zusätzlich noch einbauen werde, ist eine kreuzweise Versteifung als zusätzliche Auflage für das Deck, um zum Einen die Stabilität zu erhöhen und zum Zweiten ein evtl. Einsinken des Decks zwischen die Spanten zu verhindern. Die Abstände zwischen den Spanten 12 bis 17 (Bereich Schiffsmitte) sind etwa doppelt so groß wie im übrigen Schiff.


    Es sind also insgesamt 10 Versteifungen zu erstellen. Die Höhe beträgt durchweg 10mm, die Länge der einzelnen Verstrebungen liegt bei etwa 56mm.


    Mit Uhu eingeklebt und unter Belastung trocknen lassen, um ein einheitliches gerades Niveau zu erreichen.


    Spannend wird, ob mein Plan mit dem Deck nachher aufgeht. ;)

  • Bevor ich das Deck aufsetze pöne ich noch die Klebelaschen der Batteriedecks, um nachher keine weißen Farbtupfer zwischen dem Deck und der Bordwand zu haben.


    Das Hauptdeck füge ich vor dem Einbau zusammen, da die Liegeprobe gut ausgeschaut hat.


    Auffällig ist, das obwohl die Außenkanten perfekt zueinander passen, die Holzmaserung und auch der Ring, der das Geschütz Turm D, also das Backbordgeschütz umgibt, nicht sauber aneinander stoßen. Schade. Mal sehen ob und was man da machen kann. Ggf. einen Teil des Decks scannen, auf dünnem Papier ausdrucken und zumindest die Holzmaserung ausgleichen.


    Das Festkleben geschieht schrittweise von vorne nach hinten, unter Zuhilfenahme gewichtiger Literatur.
    Abschnitt 1: Spant 7 bis Spant 12 (Lücke zwischen Bugversteifung und Kasematten)
    Abschnitt 2: Spant 12 bis Spant 17 (Kasematten)
    Abschnitt 3: Spant 17 bis Heck