Intermodellbau 2010 Dortmund -Ankündigung und Bildbericht-

  • noch: Präsenz von Kartonmodell-Verlagen


    GPM


    Für GPM war es der erste Messe-Auftritt in Dortmund.


    Der Stand wurde durch zwei Personen betrieben, und umfasste das aktuelle Verlagsprogramm, sowie auch Modelle anderer, polnischer Verlage.
    Auf Frage gab Herr Pomorski am letzten Ausstellungstag zu erkennen, dass er mit dem Verlauf zufrieden war, und nächstes Jahr wieder nach Dortmund kommen wolle.


    Bilder 213 bis 218: Stand GPM und Schaustücke in den Vitrinen

  • Persönliche Schlußbemerkungen


    Besonders spannend war für mich die diesjährige Intermodellbau von der Ankündigung bis zum letzten Messetag, weil vieles neu und anders war.


    Neu war das Hallen-Konzept ohne Halle1(was mich persönlich etwas wehmütig stimmt), die nach Angaben der Messegesellschaft Westfalenhallen mit ihren für den Messebetrieb nicht nutzbaren Zuschauertribünen für Unterhaltungs-Veranstaltungen freigezogen werden soll, dafür aber neu mit der Halle 3B, wodurch sich die nutzbare Ausstellungsfläche sogar auf 52.000 qm vergrößerte.


    Neu war auch die dadurch bedingte Verlagerung der Themenschwerpunkte (nichts war mehr da, wo es sonst immer war), die für unseren Stand zur Folge hatte, zusammen mit dem Schiffsmodell-Bereich in die Halle 5 umzuziehen.


    Damit verbunden war auch deutlich erkennbar der Trend zu mehr Action mit Modellbahn-Anlagen, Modellschiff-Vorführungen im 400 Quadratmeter großen Wasserbecken, RC-Car- und Slotcar-Rennen, Truck-Vorführungen auf mehreren großen Verkehrsflächen, Slow-Flyer- und Hubschrauber-Flügen, Demonstration von professionellen Modellbautechniken für Flugzeugmodelle auf einer Aktionsbühne etc.


    Um den Nachteil des Kartonmodellbaus in diesem Sektor auszugleichen (die Sonderschau Kartonmodellbau wirkte nach meiner Auffassung doch etwas zu statisch) sollten vielleicht einmal Überlegungen angestellt werden, in Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen die Förderung manueller Fertigkeiten bei Kindern, die erklärtermaßen von der Messeleitung unterstützt wird, durch den Kartonmodellbau bei der Messe darzustellen.

    Zitat (siehe hier) : Weiterhin möchten wir Pädagogen dabei unterstützen, ihre Schülerinnen und Schüler zum Erwerb manueller Fertigkeiten anzuleiten als Gegenpol zum Beispiel zu Spielen und Arbeit am Computer, erklärt Stefan Baumann, Geschäftsführer der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH.


    Die Anzahl der Aktiven am Stand war größer, als in den vergangenen Jahren (insgesamt 24 Aktive am Stand, davon 14 über die volle Distanz von 5 Tagen), die Anzahl der ausgestellten Modelle geringer. Dies mag daran gelegen haben, dass einzelne Altgediente Aktive, wie zum Beispiel Siegfried Neumärker, verhindert waren, und der Platzbedarf an Arbeitsfläche größer war.
    Die ausgestellten Modelle erfüllten aber voll ihren Zweck, nämlich Messebesucher aufmerksam zu machen und zum Stand zu ziehen, wo sie sich einen Eindruck von der Vielfalt und der Attraktivität der Kartonmodelle verschaffen, und durch Gespräche mit den Aktiven näher informieren konnten.


    Die Anzahl der Gespräche mit interessierten Besuchern konnte nach meinem sicheren Eindruck gegenüber den letzten Jahren deutlich gesteigert werden, und bei vielen Besuchern konnten doch die anfänglichen Bedenken abgeschwächt werden, dass die eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten für aktiven Kartonmodellbau nicht ausreichen würden.


    Deutlich gesteigert wurde auch der Absatz von Info-Material, das zum Stöbern und Sich-Informieren in Sachen Kartonmodellbau einlädt.


    Die Stimmung im Team war großartig, und die Möglichkeit, sich persönlich kennen zu lernen und sich auszutauschen, und mit interessierten und oft fachkundigen Besuchern in Kontakt zu kommen war mit Sicherheit ein Gewinn für jeden Beteiligten.


    Erfreulich für mich war auch, dass mehrere Verleger präsent waren, wie der neu aufgestellte HMV mit seinen hoch detaillierten Modellen, zum dritten mal in Folge der tschechische Verlag BETEXA mit seinem farbenfrohen Modellangebot, und erstmals der polnische Verlag GPM mit seinem qualitativ hochwertigen und dabei preisgünstigen Modell-Programm.


    Eine Steigerung der Zahl der ausstellenden Verleger / Händler wäre aber für die Zukunft durchaus vorstellbar und wünschenswert. Vielleicht auch in Kooperation mehrerer Verlage nach dem Motto: Geteilte Kosten sind halbe Kosten), wenn der finanzielle Aufwand der Messepräsenz für einzelne, kleinere Verleger sich als unwirtschaftlich hoch erweist.


    Zusammenfassend möchte ich meinen persönlichen Eindruck wiedergeben, dass die Sonderschau Kartonmodellbauein Erfolg war, und möchte mich von hier aus für den vorbildlichen Einsatz der Organisatoren, Axel Huppers und Dieter Matysik, sowie das stets engagierte und freundliche Auftreten der Aktiven bedanken.


    Ich hoffe auf ein Wiedersehen bei der 33. Intermodellbau 2011 vom 13. bis 17.04.2011, wenngleich ich für meinen Teil hier ein Fragezeichen setzen muss.


    Freundliche Grüße


    Helmut

    Edited 3 times, last by Helmut Wiesmann ().

  • Hallo Helmut,


    vielen Dank für die ausführliche Nachschau zur Dortmunder Messe.


    Gut gemacht Helmut, kein Bild doppelt. :D


    Den Organisatoren gilt natürlich höchstes Lob für die perfekte Veranstaltung.


    Servus
    René

    Demokratie ist alternativlos!


    An opinion without 3.14 is an onion. You'll understand.

  • Hallo René, hallo Jo, hallo Jürgen,


    herzlichen Dank für die Rückmeldungen.


    Drei Ziele verfolge ich mit den Berichten, und hoffe jeweils, dass ich sie erreicht habe:


    - Dokumentation des Ereignisses, hier: 32. Intermodellbau Dortmund
    - die Möglichkeit für Kartonmodellbaufreunde, welche die Messe nicht besuchen konnten, sich einen Eindruck davon zu verschaffen
    - den interessierten Gästen den Reiz des Kartonmodellbaus zu vermitteln


    @ Jo: das wäre doch auch einmal eine Gelegenheit, Deine 1:500-Flotte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen


    Freundliche Grüße


    Helmut

  • Hallo Helmut


    Vielen dank für deinen Bericht.


    Zu deiner Schlußbemerkung.


    Der Stand wirkte gegenüber der Halle 1 viel größer und geräumiger. Die Anzahl der Modelle mag geringer gewesen sein, aber ausreichend. Es wahren alle Bereiche des Kartonmodellbau vertreten. Meiner Frau und meine Wenigkeit hat der Stand gut gefallen. Da diese Fläche erstmalig in der Größe vorhanden war,sollte im späteren über die Aufteillung der Fläche nachdenken. Da Axel schon lange im Geschäft ist,wird er für 2011 wider eine gute Lösung finden.


    Eine Actionsfläche währe eine gute Idee, ist aber sehr schwierig in diesem Modellbaubereich. Für ein Jugendbasteln ist doch sehr viel Personal nötig.


    Wir fanden die Intermodellbau durch die neue Hallenbelegung gut. Bei dem Rundgang wurde vieles Neue entdeckt,aber auch einiges vermist.


    Viele Grüße aus Duisburg
    Marion und Werner

  • Hallo Marion, hallo Hans-Werner


    Um die Feststellung, dass die Anzahl der ausgestellten Modelle dieses Jahr geringer war, kam ich nicht herum, weil dies jeder bei einem Vergleich mit den Berichten der letzten Jahre treffen kann.
    Diese Feststellung ist nicht als Kritik oder abwertend gemeint, auch wenn der eine oder andere Leser diesen Eindruck daraus ableiten könnte.
    Ich habe ja auch darauf hingewiesen, dass die Modelle als Blickfang ihren Zweck voll erricht haben.


    Zur Aktionsfläche: Bei dem Konzept, das ich im Hinterkopf habe, wäre der Personalbedarf von der Seite des Ausstellers nicht so groß, wie vordergründig anzunehmen. Natürlich wäre eine "pädagogische Begleitung" durch die Schule Voraussetzung.
    Schwieriger dürfte da schon die Platzfrage und der Materialbedarf sein.


    Aber darüber kann man ja bei nächster Gelegenheit mal diskutieren.


    Freundliche Grüße


    Helmut

  • Hallo Helmut,


    vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht und die hervorragende visuelle Darstellung.


    Viele Grüße


    Hans-Jürgen

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Hallo allerseits,


    es gibt mehrere Punkte, die ich mir auf der Messe aufmerksam notiert habe und wo ich gerne Korrekturen bzw. leichte Änderungen für die zukünftige "Intermodellbau" einarbeiten werde.


    Auch einige der hier erwähnten Kritikpunkte und Anregungen nehme ich gerne auf.


    Offen gestanden habe ich nun aber die Intermodellbau 2010 schlichtweg als "gut über die Bühne gebracht" abgehakt. Meine ersten Vorplanungen für die Intermodellbau 2011 werden nicht vor November 2010 beginnen. Viel Zeit noch, um die Ideen bei einem Treffen zu besprechen und zu konkretisieren.


    Eine persönliche Anmerkung möchte ich aber noch zum Thema "Jugendbasteln" machen: Das hört sich immer nett an, und viele verdrehen sicher verzückt die Augen ob dieser holden Bereitschaft, Erfahrung auf diesem Wege weiterzugeben. Unter anderem 1994 und 1995 haben Marion und Hans-Werner Kimpel und meine Wenigkeit dies schon aktiv auf der Intermodellbau getätigt. Was mir persönlich sehr in Erinnerung blieb: Es ist eine recht anstrengende, fordernde Tätigkeit. Und nach mehreren Tagen hat man schlichtweg "die Nase davon voll", besonders, wenn man kein ausgebildeter Pädagoge mit viel Erfahrung und Geduld auf diesem Feld ist.


    Ich persönlich möchte es mir nicht mehr zumuten, und ich würde es daher auch von keinem anderen verlangen. Wenn er nicht genau weis, worauf er sich einlässt.


    Bitte nicht mißverstehen: Ich möchte dieser Anregung keine Abfuhr erteilen. Aber sie erscheint nach meiner Meinung mit als die am schwersten realisierbare.


    Axel

    Das Unvollendete liegt in der Natur.


    Es ist eine große Kunst, ja Weisheit, im richtigen Moment aufzuhören.


    Wir sollten uns alle vor dem Perfektionismus in acht nehmen.

  • Hallo Axel


    Eine öffentliche Diskussion um das "Kinderbasteln" wollte ich mit meiner Anregung eigentlich nicht lostreten.


    In Deinen Bedenken zu diesem Punkt

    Quote

    ...Es ist eine recht anstrengende, fordernde Tätigkeit. Und nach mehreren Tagen hat man schlichtweg "die Nase davon voll", besonders, wenn man kein ausgebildeter Pädagoge mit viel Erfahrung und Geduld auf diesem Feld ist...


    gebe ich Dir voll recht.
    Aus meinen Aktionen in dieser Richtung habe ich für mich den Schluß gezogen: "Nie (mehr) ohne "pädagogische Begleitung!"
    Das wäre auch aus rechtlicher Sicht geboten.


    Bezogen auf die Intermodellbau würde dies bedeuten (nur Nennung von Eckpunkte, keine abschließende Aufzählung):
    -Kontakt mit einer Schule herstellen
    -Konzept erarbeiten
    -Enweisung von Lehrkräften und/oder Eltern
    -Aufsicht und Durchführung vor Ort durch Lehrkräfte und ggfs Eltern (mit Unterstützung von Kartonmodellbauern)


    Ich schlage vor, das alles in Ruhe mal intern zu besprechen, um die Anregung dann zu verwerfen oder in Angriff zu nehmen.


    Freundliche Grüße


    Helmut

    Edited once, last by Helmut Wiesmann ().

  • Hallo Helmut,


    vielen Dank für die wirklich ausführliche Berichterstattung. Ich habe zwar die Messe am Sonntag besucht, allerdings - leider - ohne Kamera. So konnte ich mit Hilfe deiner Bilder doch noch einmal Revue passieren lassen.


    Viele Grüße


    Thomas