Salondampfer Luitpold, Eigenkonstruktion, 1:250 [FERTIG]

  • Hallo,


    mein nächstes Projekt gehe ich heute an. Es wird der Salondampfer Luitpold vom Starnberger See, damals noch der Würmsee. Die Postkarte, sie ist zwar erst im Jahre 1918 abgestempelt worden, stammt aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg und zeigt die Luitpold in voller Fahrt (Bild 1).


    Das Projekt hat mich schon die letzten Jahre begleitet, doch habe ich von einer Realisierung im Maßstab 1:250 immer Abstand genommen, da die schmiedeiserne und vergoldete Reling auf dem Oberdeck für mich nicht darstellbar war.


    Dieses Jahr hatte ich ein intensives Gespräch mit Herrn Michael Hofmann, LaserCutting & Engraving, Erdmannsdorf, über den Einsatz von Lasertechnik im Kartonbau. Er sagte mir zu, einen Versuch zu unternehmen, die Reling aus Karton zu lasern. Das Ergebnis könnt ihr auf dem zweiten Foto sehen. Damit stand der Realisierung eines Kartonmodellbaubogens nichts mehr im Weg.


    Hiermit drücke ich Herrn Hofmann meinen herzlichen Dank und meine Hochachtung vor seiner Kunst aus.


    Für die bereitwillige Hilfe bei der Beschaffung der Unterlagen über dieses Schiff muss ich mich besonders bei den folgenden Personen und Institutionen bedanken:


    Herrn Anton Happach, München, Erbauer zweier wunderschöner Modelle der Luitpold. Das eine Modell ist im Deutschen Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven, das andere im Museum Starnberger See, Starnberg, zu bewundern.


    Herrn Peter Stummbaum, Herrsching, der mir den Zugang zur Unterlagensammlung über die Luitpold des leider verstorbenen Herrn Alfred Lemberg, Starnberg, ermöglichte.


    Herrn Jobst Broelmann, München, der als ehemaliger Chef der Schifffahrtsabteilung des Deutschen Museums, München, mich in die Geheimnisse des Archivs des Museums einwies und natürlich


    den Damen und Herren der Archivabteilung des Deutschen Museums, die sich freundlich und hilfsbereit meiner Wünsche annahmen.


    Michael

  • Zuerst ein bisschen über die Geschichte:


    Der Würmsee, der erst 1962 offiziell in Starnberger See umbenannt wurde, war seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Schauplatz höfischer Jagden und Bootsfahrten des bayerischen Fürstenhauses der Wittelsbacher. Den Auftakt machte nach einigen kleineren Schiffen der prächtige Bucentaur im Jahre 1663. Es war eine Nachbildung des Prunkschiffes Bucintoro der venezianischen Serenissima. Wer mehr Informationen dazu haben möchte, sei auf das Buch Prunkschiffe auf dem Starnberger See von Gerhard Schober, Oreos Verlag, 2008, ISBN 978-3-923657-88-9 verwiesen.


    Über die Jahrhunderte folgten kleinere Leibschiffe der Wittelsbacher als 1851 mit der Indienststellung der Maximilian die Personenschifffahrt unter Dampf auf dem Würmsee begann. Es folgten 1872 die Ludwig, mit der Bavaria 1877 begann die Zeit der luxuriösen Salondampfer. Als nächstes lief 1888 die Wittelsbach vom Stapel.


    Im Jahre 1890 folgte das ungewöhnlichste und, wie manche meinen, das schönste Schiff, die Luitpold. Namenspatron war Prinzregent Luitpold. Sie war luxuriös im Neo-Rokoko-Stil eingerichtet und vollständig mit elektrischem Licht ausgestattet. Auch ihre Farbgebung stach hervor: der Rumpf in Bordeauxrot, die Kunstschmiedereling vergoldet und am Bug eine große, ebenfalls vergoldete Galionsfigur, Triton mit einem Knaben darstellend.


    Irgendwann nach 1900 wurden neben dem Kamin zwei Lüfter installiert, die Galionsfigur wurde wieder entfernt, da sie bei Anlegemanövern zu häufig in Kontakt mit den Stegen kam. Auch wurde der ehemals offene Ruderstand zu einem geschlossenem Ruderhaus umgebaut. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges brachte das Schiff viele Menschen über den See.


    1918 wurde die Luitpold in München umbenannt. Die Wittelsbacher hatten abgedankt und man war bestrebt alles, was an die Vergangenheit erinnerte, zu eliminieren. Unter dem neuen Namen befuhr das Schiff bis 1954 den See. 1955 kam das Ende - die Verschrottung. Teile der Inneneinrichtung wurden versteigert. Triton nebst Knabe überlebten auf dem Starnberger Bauhof die Zeitenläufte. Sie sind heute, wunderschön restauriert, im Museum Starnberger See in Starnberg zu besichtigen.

  • Folgende Unterlagen standen mir zur Verfügung:


    Kopien der Originalpläne der Luitpold aus dem Archiv des Deutschen Museums und der Sammlung Alfred Lemberg


    Originalfotos der Luitpold und München, verschiedene Quellen


    Datenblatt der Luitpold erschienen in Vom Einbaum zum Dampfschiff, Band 7, Buchendorf Verlag


    Alfred Albert (Herausgeber): Das historische Schiff als Modell, Koehler, Herford, 1988, ISBN 3-7822-0458-1


    Baudokumentation des ersten Modells im Maßstab 1:50 von Herrn Anton Happach, München.
    Dieses Modell hat 1989 beim der NAVIGA Weltmeisterschaft eine Goldmedaille erhalten und ist heute im Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven ausgestellt.
    Das 2. Modell im Maßstab 1:100 von Herrn Anton Happach, München ist im Starnberger Seemuseum, Starnberg ausgestellt.
    Fotos der Modelle in 1:50 und 1:100 von Herrn Anton Happach, München

  • Nun zu den Daten der Luitpold:


    Erbauer: J.A.Maffei, München
    Werft: Maffeischen Werft, Regensburg
    in Starnberg montiert.
    Baunummer: 33
    Betreiber: Würmsee.Actiengesellschaft
    Erbaut: 1889
    Stapellauf: 9. Mai 1890
    Umbenannt: April 1919 in München
    Verschrottung: Januar 1955 in Starnberg.


    Technische Daten:
    Länge zwischen den Loten 54 m
    Länge über alles 55,3 m
    Höhe Mittelschiff an den Seiten 2,27 m
    Breite Hauptspant 6,7 m
    Größte Breite über den Radkästen 12,35m
    Raddurchmesser: 3,8 m
    Tiefgang dienstfertig, leer 1,1 m
    Deplacement circa 190 t
    Passagiere 1200
    Schiffsgeschwindigkeit 24 km/h
    Ruderanlage: mechanisch
    Beleuchtungsanlage: Siemens, angetrieben durch liegende Dampfmaschine


    Kesselanlage
    Anzahl Kessel: 2
    Hersteller: J.A. Maffei, München
    Bauart: Flammrohr-Umkehrkessel
    Heizfläche gesamt: 104 m²
    Rostfläche gesamt: 4 m²
    Dampfspannung 8 kg/cm²
    Brennstoff: Steinkohle


    Dampfmaschine
    Hersteller: J.A. Maffei, München-Hirschau
    System: Zweizylinder-Nassdampf-Verbundmaschine
    Bauart: Schrägliegende Maschine
    Zylinder: 1 Hoch-, 1 Niederdruckzylinder
    Abmessung: 850 mm / 980 mm, Hub 1000mm
    Umsteuerung: System Klug (Lenkersteuerung
    Kondensation: Einspritzkondensator
    Drehzahl: 58 U/min
    Leistung 400 PSi


    Farbgebung:
    Bordeaux-Rot: Schiffsschale, Aufbauten, Kaminmantel
    Weiß: Hoher Wasserpaß
    Gold: Oberdeckreling, Bugfigur


    Sonstige Daten
    Aufbauten und Salons J. Rathgeber, München.
    Ausstattung: Fa. Ratspieler, München
    Reling Oberdeck: Hofschmiedewerkstätte Moradelli, München
    Künstlerische Gestaltung: Prof. Rudolf Seits, München
    Bugfigur (Triton mit Knabe): Prof. Rudolf Maison, München
    Anschaffungskosten 1890: 230000 RM
    Schrottwert 1955: 18000 DM

  • Hallo Jörg,


    ja, da hast Du recht. Ohne Laserreling hätte ich nie angefangen dieses Modell zu konstruieren. Für Herrn Hofmann wird es sicherlich einige Ätzplatinen geben.


    Herzlichen gruß


    Michael

  • Hallo Michael,



    da hast Du Dir ein besonders schönes Schiff für Deine Künste herausgesucht. Die Reling von Herrn Hofmann ist auf jeden fall schon einmal Atem beraubend.



    Zaphod

  • Moin Michael!


    Auch wenn man sonst wohl das Auto nicht passend zu den Schuhen kauft - hier verstehe ich, dass mit der Reeling die Entscheidung über den Rest des Schiffes gefallen ist.


    Bleibt es denn jetzt bei dieser Bauteil-Größe, oder muss ich mir noch was HD-fähiges auf mein Netbook kleben, um den Beitrag richtig weiter ansehen zu können? (Oder ist das doch ein Bierdeckel - Schoko-Cent im Vordergrund...?)


    A pro pos Schoko-Cent: die Reeling sieht so überhaupt nicht nach Karton aus; wenn Du es nicht geschrieben hättest, hätte ich auf ein Ätzteil getippt, auch wegen der Reliefs. Wahnsinn.


    In jedem Fall aber ein Schmuckstück für die Dampfer-Liebhaber unter uns, und endlich mal wieder ein Farbfleck zwischen "weißer" und "grauer" Flotte.


    Ich freue mich schon, wie´s weiter geht.


    Heiner

  • Hallo Michael,
    normalerweise bin ich ja kein Freund von vorgefertigten Teilen seien es Laser oder Ätzteilen. Bei Deinem Model aber geht das gar nicht anders, als mit dem Laser zu arbeiten.
    Mit freundlichen Grüßen


    modellschiff

  • Hallo,


    die Konstruktion ist etwas weiter gediehen. Das Problem ist, dass die Originalzeichnungen von Maffei mir in unterschiedlichen Maßstäben vorliegen und man die Daten aus den verschiedensten Zeichnungen zusammen führen muß. Etwas mühsam das Ganze - aber es geht. Leider gibt es vom Schiff keinen Generalplan.


    Anbei der aktuelle Stand.


    Einen schönen Abend wünscht


    Michael

  • Nachdem die Vorarbeiten soweit gediehen waren, habe ich natürlich die Bordwand aufgezogen. Im ersten Augenschein sah es nicht schlecht aus, aber als ich genauer hinschaute, stellte ich einige Beulen fest, die eindeutig von einer Grundberührung herrühren ;) ;(
    Nun muß ich mich auf die Suche machen, warum Rhino mir hier ein etwas unerwünschtes Ergebnis liefert. Vielleicht hat einer der geschätzten Mitleser ein Rezept.


    Michael

  • Servus Michael,


    lass dir mal die Curvature Analysis anzeigen . Oft rühren solche Dellen von "Wellen" in den Kurven die das Auge nicht mehr wahrnimmt.

    In principio erat glutinis
    Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang
    Den Kartonbauer in seinem Lauf, hält weder Bogen- noch Klebermangel auf!

  • Hallo Wolfgang,


    danke für den Tipp. Ich hatte an dieser Stelle nicht ganz sauber konstruiert. Das Problem ist damit behoben.


    Einen schönen Abend wünscht Dir


    Michael

  • Quote

    Originally posted by bauerm
    ...Dieses Jahr hatte ich ein intensives Gespräch mit Herrn Michael Hofmann, LaserCutting & Engraving, Erdmannsdorf, über den Einsatz von Lasertechnik im Kartonbau. Er sagte mir zu, einen Versuch zu unternehmen, die Reling aus Karton zu lasern. Das Ergebnis könnt ihr auf dem zweiten Foto sehen. ... Michael


    Michael,
    Die Reling auf dem Bild sieht aus, als hätte sie 3-dimensionales Relief oder täusche ich mich da?
    Ist sie 3-dimensional gelasert oder wurde mehrere (traditionell 2-dimensionale) Lagen übereinandergeklebt?
    Sieht umwerfend aus.


    Bernhard

    Ewig währt am längsten.

  • Quote

    Original von bauerm


    ...die Reling besteht aus einem Teil und ist Relief gelasert.


    ...


    Dieses Laserteil ist wirklich die Schau!


    Unglaublich, welchen Entwicklungsstand das Lasern im Modellbau inzwischen erreicht hat.

  • Quote

    Original von Wolfgang Pesek
    Oft rühren solche Dellen von "Wellen" in den Kurven die das Auge nicht mehr wahrnimmt.


    Hallo Michael,
    dazu hab ich auch noch einen Tipp. Kurven, welche Rhino aus Schnitten mit Flächen und Körpern erzeugt, wie das bei Spanten ja der Fall ist, werden von Rhino eigentlich immer mit zuvielen Knotenpunkten und einer zu hohen Ordnung versehen. Das gilt z.B. auch für Randkurven aus beschnittenen Flächen. Genau das führt dann zu den besagten Dellen, die einem das aufziehen einer einfach gekrpmmten Fläche vermiesen.
    Ich verwende die Funktion Rebuild, um solche Kurven wieder einzufangen. Für die meisten Kurven reichen 4-5 Knotenpunkte und die 3. Ordnung. Die Abweichung zeigt Rhino in der Vorschau dann direkt an.


    Gruß
    Jan

    Images

    • Clipboard01.jpg
  • Hallo,


    nachdem das Problem am Heck gelöst ist - nochmals herzlichen Dank für die Tipps - sind die neuen Spanten und der Längsspant eingezogen. Im nächsten Schritt werden die Flächen mit Volumen ausgestattet. Ich werde, um einen stabilen Rumpf zu erhalten, wieder alles verdoppeln.

  • Hallo Wilfried,


    das wäre natürlich fantastisch - aber sooo schlau ist Rhino leider nicht. Ich überlege mir schon vor dem Aufziehen der Bordwand, wo ich die Schnitte machen werde. Bis jetzt bin ich meistens richtig gelegen. Doch einen "Fehler" habe ich beim Weißbau gemacht: Ich habe die beiden hinteren Teile (siehe Abbildung links) zu einem zusammengeführt anstatt sie, wie in der Abbildung rechts geschehen, an die lange Bordwand anzufügen. Dieser Schnitt ist gerade und damit fällt eine zusätzliche Schnittkante weg.


    Antwortet, mit einem herzlichen Gruß aus dem westlich der bayerischen Landeshauptstadt gelegenem Puchheim


    Michael

  • Hallo,


    die Konstruktion geht nach einer Auszeit in der Türkei weiter.


    Bevor ich die Binnenzeichnung der Bordwände angehen kann, muss ich zuerst die Konsolen des Decks konstruieren, da die Pläne die Position der Bullaugen nicht zeigen. Doch besitze ich ein Foto der München auf der Helling, das querab aufgenommen wurde und somit die Lage der Konsolen und Bullaugen zeigt. Dieses Foto wurde vor dem Beginn der Abbrucharbeiten aufgenommen.


    Einen schönen Sonntagabend wünscht


    Michael

  • Hello, Michael;


    Another beautiful model of an interesting and unusual subject! You have chosen very well this time.


    It is always a pleasure to watch your design process. And this little boat will be absolutely stunning when you finish.



    Noch ein schönes Modell ein interessantes und ungewöhnliches Thema! Sie haben sehr gut gewählt dieser Zeit.


    Es ist immer ein Vergnügen, Ihre Design-Prozess zu beobachten. Und dieses kleine Boot wird absolut erstaunlich, wenn Sie fertig sind.


    Thomas

  • Hallo,


    im Moment konstruiere ich die beiden Schaufelräder. Ich hoffe, dass ich sie baubar machen kann. Das letzte Teil, das noch fehlt, ist der Exenterring mit seinen Stangen. Damit werden die Schaufeln im Wasser senkrecht gehalten.

  • Moin Michael,


    es ist wieder (wie immer!) wunderbar, was du da produzierst!,
    Dennoch habe ich bei den Bildern 19 und 20 meine Probleme, diese zu Weihnachten zu veröffentlichen: sehen sie nicht - auch wegen der Farbe - nach Teufelszeug und Teufelsfoltergeräten aus...?


    Ganz liebe Grüße


    Jochen

  • Moin Moin Michael,


    Auf das Ergebniss des Bauens bin ich schon sehr gespannt.
    Das einzige was mir auffällt:
    Es sieht so aus als ob der Exenter in der selben Ebene ist wie die Welle.
    Das würde mit der Kinematik schwierig werden.
    Bei Schaufelradschleppern habe ich schon ähnliche Konstruktionen gesehen, mir den schräger Streben aber dannmit einer kurzen Welle.
    Oder der Exenter läuft auf einer Scheibe durch die die Welle geht.


    Die Schaufelräder begeistern mich immer noch, besondern wenn man sie mal bei der "Arbeit" sehen kann.
    Foto:
    Hamburger Renntretboot "Clementine", 5 Blatt Schaufelrad, mit Exenter auf einer Scheibe, Innenseite.

    Images

    aktueller Bau "XXX"
    -------------------------------------------------
    Wieder auf Reede: "USS INDIANAPOLIS"
    Auch auf Reede "CTS Hamburg Express" B&V 1972 1:250
    Fertig: "BKM 102", "Bruno Illing", "Finkenwerder", "OPDR Lisboa"

  • Hallo Jochen,


    keine Angst - diese Foltergeräte peitschen nur Wasser ;)


    Hallo Grautvornix,


    bitte sehe Dir die letzten Bilder (Render22 und 23) an. Da kannst Du sehen, dass der Exenter nicht in der Ebene der Welle ist oder meinst Du, dass die Welle zu lang ist? Sie ist noch nicht auf Länge gekürzt.


    Schöne Feiertage


    Michael

  • Hallo Michael, endlich einmal Schaufelräder die auch so aussehen wie man sich's wünscht. Das ist ja schon ein Modell im Modell.
    Alles im Maßstab etwa 1:50 und dann noch mit der Dampfmaschine und dem Kassel wäre ein toller Blickfang als Solomodell (Nur mal so gedacht)
    Wird wieder ein Geschichtlich interessantes Schiff.
    Gruß Dieter

    ________________________


    Herzliche Grüße, Dieter


    ______________________________________________________
    Fertig:
    US-Diesellokomotive CFA-16, HS-DESIGN
    Sporadisch: Eigenbau E-Lok ES09 in 1:45

    Edited once, last by didl ().

  • Hallo Dieter,


    nun, für 1:50 ist diese Konstruktion viel zu grob. Ich hänge Dir ein Foto vom Modell im DSM, Bremerhaven, im Maßstab 1:50 erbaut von Herrn Anton Happach, München, an. Das ist alles viel filigraner und vor allem, es sind alle Detail maßstabsgerecht dargestellt - was man von meiner Konstruktion für Karton nun nicht sagen kann.


    Interessant ist das Schiff vor allem, weil damit der Höhepunkt im Bau der Prunkschiffe von Maffei erreicht wurde. Die späteren Schiffe (z.B. Augsburg ex Gisela aus dem Jahre 1894 vom Ammersee) sind schlichter aber von herausragender Schönheit der klaren Linien. Die Augsburg wäre auch ein schönes Projekt (Unterlagen habe ich).


    Ich wünsche Dir schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2010


    Michael

  • Hallo,


    die Teile für das Schaufelrad sind ausgeschnitten und die beiden Speichen in Form gebracht. Die Speichen sind auf die Nabe geklebt. Auf dem letzten Foto habe ich angefangen die Versteifungen anzukleben.
    Leider sind die Fotos nicht überaus berauschend - tut mir leid.:(

  • Alle Versteifungen und der Schaufelträger sind angebracht.


    Der 2. Schaufelträger ist angeklebt.


    Die Speichen sind alle an den Schaufelträgern fixiert und das Ganze mit etwas Farbe (ist zu Braun - sollte mehr in Richtung Bordeauxrot gehen) eingefärbt.


    Die Achse besteht für diesen Testbau aus einer Stecknadel.

  • Den Exzenter noch ankleben und ... ja, das Schaufelrad für die Luitpold ist fertig.


    Ich habe zwar einen Wurm hineingebracht (die beiden Schaufelträger fluchten nicht richtig) aber das Rad ist baubar!!!


    Noch einige Fotos mit dem berühmten 1 Cent-Stück gemacht und damit kehrt für heute Abend Ruhe auf der Werft ein.


    Ich wünsche allen einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag morgen.


    Michael

  • Good day Micahel, I am most impressed with your skill as a craftsman that build from scratch. I am a builder, but I build from kits. I do however enjoy a artist when I see one, and your work at this scale is just wonderful. I look forward to more of the most beautiful vessel. Rick