Kaiser Wilhelm der Grosse - HMV - 1:250 [Fertig]

  • Hallo,


    Nachdem ich viel Vergnügen gefunden habe an die Er- und Fertigstellung meines ersten Bauberichtes möchte ich nachfolgend den weiteren Bau meines Kaiser Wilhelm der Grosse von einem Baubericht begleiten lassen.


    Ich habe erfahren dass die Resonanz aus dem Forum wirklich beiträgt am Spass am Bauen.
    Dabei wird der Bericht einen positiven Einfluss nehmen auf meine Produktivität.
    Den Bau, unterbrochen von einigen kleineren Modellen, habe ich vor etwa einem Jahr angefangen. Ich fürchte er könnte ohne Baubericht noch mehrere Jahre andauern.
    Nicht dass das wirklich ein Problem wäre, für mich ist der Weg das Ziel.


    Also, dann erst mal den aktuellen Stand des Baus.


    Gruss,


    Bruno

    Infinite Diversity in Infinite Combinations

    Edited once, last by erasmus ().

  • Der Grund für die Wölbung in den Bordwänden im Bugbereich ist nicht einen Querspant der durchdrückt. Ursache sind Spannungen im Material aufgrund der Bordwandrundung in zwei Dimensionen: konvex in horizontaler Richtung und hohl in vertikaler Richtung.


    Hinterher betrachtet hätte ich die vorderen Bordwandteile horizontal einschneiden können um damit die Materialspannungen zu lösen. Die Bordwände hätten sich dann ohne Wölbung an den Querspanten angelegt. Die Schnitte hätten sich versteckt unter den später aufgeklebten Bordwandstreifen.


    Wie gesagt, hinterher

  • Ich habe vor das Modell mit maximalem Detailaufwand zu bauen, die Deckmöbel sind erstens alle am Platz.


    Bullaugen bearbeite ich lieber nicht weil ich die von den Rundlocheisen eingedellten Lochränder unschön finde.


    Ich habe es nicht geschafft die hinteren Bordwandteile so an zu bringen dass die Stützen für die über einander gelegenen Decks durchlaufend über einander liegen. So was stellt sich erst heraus wenn man das obere Teil anbringt und damit kann man dann nichts mehr korrigieren.
    Zum Glück ist der Versatz links und re eh Steuerbord und Backbord gleich gross, zum Schluss doch nicht so schlimm.
    Im Rückblick: die Zielstellen der oberen Stützenreihe auf die Klebelaschen des Promenadendecks markieren als Ausrichthilfe für die Bordwände.

  • Off to a fine start, Bruno. Looks like a masterpiece in the making. :)

    best regards
    mit herzlichen grussen


    Fred


    In Build:
    Panzerkreuzer Infanta Maria Teresa

  • Hallo Erasmus,


    perfekt gebaut, es sieht alles sehr gut aus. Da bekommt man direkt Lust, auch einmal ein Passagierschiff zu bauen; bisher habe ich nur Modelle der "grauen Flotte" gebaut. Und ausserdem hat die Kaiser Wilhelm eine gute Historie.


    Deinen Baubericht werde ich gerne besuchen,


    Gruß Wolfgang.

  • Hallo erasmus


    Wie ich sehe hasst Du den KWdG im Bau, Ein sehr gelungener
    Anfang wie ich sehe.
    Ich werde den Baufortschritt sehr interessiert beobachten und
    wünsche Dir einen guten Baufortschritt. Wenn Du Fragen zu
    dem Bau hast , so lass es mich wissen, werde Dir sehr gerne
    helfen.
    Morgen geht es für drei Wochen in den sonnigen Süden, so
    kann ich erst wieder ab den 12. 6. im Netz sein.


    Es grüsst aus Bielefeld recht herzlich


    Kartonschneider

    Es grüßt aus BI


    Ewald , Kartonschneider

  • Gents,
    Danke für eure Zustimmung / thanks for your appreciation.


    @ Kartonschneider, danke für dein Angebot. Ich habe deine Bilder in der Galerie schon öfter studiert, die sind sehr hilfreich. Bei Bedarf melde ich mich bestimmt.


    Jetzt ist die Brücke an der Reihe.


    Ätzteil 72 ist zu kurz. Ich habe den hohen Streifen abgetrennt damit ich dieses Teil oben statt an der Seite befestigen kann. Damit passt es dann doch.


    Auch das Ätzteil für das Geländer vor die Brücke passt bei mir nicht recht gut. Mit dem Kartonteil lässt sich dieses Geländer aber auch gut gestalten.

  • Wie die Schornsteine sich verhalten zu dem Schiff habe ich erforscht mittels 4 Bilder, genommen aus gleicher Position, wobei der Schornstein jeweils dem Sockel wechselt. Bilder nachher zusammen gebastelt mit Paintshop.


    Wie erwartet bauen die Schornsteine nicht alle 4 gleich hoch. Ist halt laut Bauplan (Bild2). Der Original-Decksplan im Bogen zeigt die Schornsteine alle 4 gleich hoch vor (Bild3).


    Wichtig ist dass alle 4 Schornsteine die gleiche Neigung bekommen. Nr. 3 steht ein wenig zu viel aufrecht weil dieser Sockel etwas eingedellt ist. Ich werde den noch nacharbeiten weil ich mich lieber nicht darauf verlasse dass ich die Neigung mit der Takelage justieren kann.

  • Hallo Erasmus,
    Das saubere Ausrichten der Schornsteine zahlt sich am Ende aus. Nichts definiert so ein Schiff meiner Ansicht nach mehr als die Schornsteine, und das Auge des Betrachters stellt leider selbst die kleinste Abweichung fest!


    Gutes Gelingen wuenscht : Oliver

  • Hallo erasmus!


    Sehr schön, dein Kaiser! Weiter so! Ich habe ihn 1999 einmal mit Ätzteilen gebaut! Der steht jetzt bei einem Freund sicher und trocken in der Vitrine!


    Beste Grüße


    Felix

    Gruß


    Flex aus Hamburg


    :D :evil: :cool: :P


    Misserfolge sind die besten Wege zum Erfolg!


    Schimpfe nicht über das was andere tun, wenn du es nicht selber machen würdest!

  • Hi Erasmus,


    die Brücke Deiner KWdG gefällt mir ganz besonders gut =)
    Die feinen Ätzrelinge und Niedergänge sind sehr sauber verarbeitet und auch der Farbauftrag ist sehr gut geworden.
    Ich liebe diese kaiserlichen Schiffe, die haben wenigstens noch Form :)


    Freue mich schon auf den Weiterbau!


    Grüße


    Lars

  • Hallo zusammen,
    Ich bin angenehm überrascht mit euer Zustimmung zu meinen Ätzteilen, es freut mich das es euch gefällt!


    Das färben (weiße Geländer) funktioniert für mich folgendermaßen: entfetten, weiße Grundfarbe aus der Dose (ganze Platine), verdünnter Acrylfarbe schnell und satt auf das ganze Teil auftragen mit einem dicken Pinsel, Pinsel "leeren" (Küchenpapier) und die überflüssige Farbe am Teil mit dem Pinsel abtupfen. Funktioniert weil die Farbe dünnflüssig ist /sein darf.


    Ich klebe diese Teile mit Sekundenkleber. Klappt für Kleinteile (z.B. Treppen). Bei (längeren) Geländer hat man aber nur eine Chance (das hintere Geländer auf dem Brückendach steht etwas zu weit nach vorne, da war aber niks mehr zu ändern). Ich suche für diese Teile einen Kleber mit guter Haftung die vor dem endgültigen haften noch kleine Korrekturen zulässt. Womit habt ihr da gute Erfahrungen gemacht?
    Gruß,


    Bruno

    Infinite Diversity in Infinite Combinations

  • Hallo Bruno,
    Ich nehme fuer solche Teile neuerdings Zweikomponentenkleber, den ich mit einem Zahnstocher im Kronenkorken in kleinsten Mengen anmache. Er ist in der Verarbeitung nicht so heikel wie Sekundenkleber, verlauft nicht und wird nach etwa 10 Minuten bombenfest. Der Kleber trocknet allerdings glaenzend, also nur in kleinsten Mengen verwenden.


    Gruss: Oliver

  • Moin Bruno!


    Der "Kaiser" ist wirklich ein traumschönes Modell, dass jede Modellvitrine gnadenlos aufwertet.
    Ich hatte diesen Pott Anno 2002-2004 gebaut und hatte wirklich eine große Freude an diesem Modell.


    Nun hat es mein Onkel und es ziert seine Wohnwand...


    Bis jetzt hast Du das Teil sauber gebaut - besonders die Ätzteile sind Dir gut gelungen. Bin sehr auf weiteres gespannt.


    CU


    Rocky

  • Die 4 Schornsteine sind größtenteils gebaut worden.
    Nummer 3 steht immer noch ein wenig zu viel aufrecht, das ist erstens mal konsistent mit der Probe.
    Ich hatte vor die Schornsteine komplett fertig zu bauen und als nächstes am Platz zu kleben.


    Bei dem Baubericht Admiral Uschakov habe ich mich aber eine bessere Vorgehensweise aufgetan.
    Wie ich das deute: Teile incl. Seilen am Platz kleben und abspannen bevor die Befestigungsstellen am Deck zugebaut worden sind mit anderen Teilen.


    Ich werde also jetzt zuerst den Kleinteilekram wie Oberlichter usw. auf dem Deck bauen (laut Bauplan). Als nächstes sind die Schornsteine incl. Abspannseile dran, gefolgt von den Lüftern. Bevor ich dann die Rettungsboote am Platz klebe werde ich die Schornsteine abspannen.


    Gruß,


    Bruno

  • Zwei Wochen später sind die Oberlichte alle fertiggestellt worden: viel Aufwand, wenig Karton.
    Die Arbeit hat mich wenig Zeit gelassen zum Bauen während den letzten zwei Wochen. Außerdem dauern Baugruppen wie Diese bei mir immer etwas länger weil ich es einfach nicht schaffe stundenlange Serienproduktion zu liefern.


    Ich freue mich schon auf die Lüfter und Rettungsboote=)


    Gruss,


    Bruno

  • Hallo erasmus


    Guten Abend aus Bielefeld.


    Der KWdG macht ja wirklich recht imposante Fortschritte wie ich
    sehe und natürlich alles hervorragend umgestzt und gebaut.
    Zu den Schornsteinen habe ich vorher die Punkte für die Ver-
    spannung aufgezeichnet, da die Punkte nicht markiert sind.
    Diese Punkte habe ich mit einer ganz dünne Spritzenkanüle,
    z.B. Insulinspritzen,vorsichtig durchgebohrt. Wenn man die
    Bauzeichnug, die dem Bausatz beiliegt genau betrachtet, evt.
    mit einer Lupe, kann man die Befestigungspunkte genau ersehen
    und festlegen.
    Die Ätzteile habe ich alle mit Wicoll Leim aufgeklebt, vorrausgesetzt
    man biegt sie vorher genau nach Bauplan, vorher die Baubögen
    kopieren. So kann man sie genau richten. Und nun viel Spass
    beim Weiterbau.


    Es grüsst aus BI


    Kartonschneider

    Es grüßt aus BI


    Ewald , Kartonschneider

  • Vor den Masten hatte ich ein wenig Bammel. Lang, kleiner Durchmesser und dazu noch konisch.


    Bevor ich die Schornsteine festklebe möchte ich sicher stellen das ich später verfügen kann über Masten in der gleichen Farbe. Also zuerst mal diese Teile gebaut.


    Den Tipp "anfeuchten an der Rückseite" habe ich mich zu Herzen genommen. Der Karton wird dadurch aber sehr weich und somit habe ich die erste Probe völlig zerknüllt beim runden.


    Mit Hilfe eines zweiten Ausdrucks habe ich einen Kern für den Masten gefertigt aus einem angespitzten Schaschlikspieß. Das klappt wunderbar, dieses Material bleibt auch bei geringer Stärke stabil.

  • Das Teil lässt sich jetzt bequem um den Kern legen ohne die Gefahr zu zerknüllen beim andrücken.


    Der Kern hat die richtige Länge, die Kartonhaut des Mastes ist mit Absicht etwas länger gelassen.
    Eine Kerbe unten am Mast fängt den Längsspant beim einstechen im Deck womit der Mast zunächst lateral mal grob ausgerichtet ist.

  • Die Mastbäume (ist das der richtige Ausdruck?) lassen sich auch gut um einen, auf der richtigen Diameter geschliffenen Spieß, runden.
    Bei der Montage werden die Bäume mit einem Stück Draht verstärkt.


    Nach Fertigung aller kritischen Teile (die Kleinteile lasse ich lieber im Bogen bis ich sie brauche) zuerst eine Montageprobe.

  • Bild 1 ist eine Zusammensetzung vom Original-Decksplan und dem Modell samt Masten. Man sieht das der hintere Mast sich gut ausrichten lässt. Der vordere Mast hat dagegen eine zu große Neigung.


    Dieser Mast verzieht sich weil offenbar das Backdeck (trotz richtige Einstellung Klebelaschen Querspanten bei der Montage) zu weit nach hinten liegt (Bild2).


    @ Kartonschneider: wie sieht diese Stelle aus bei deinem Wilhelm?


    Dieses Problem ließe sich schnell erledigen mit einem kleinen Einschnitt im Backdeck. An dieser Stelle befindet sich aber auch ein Geländer (Ätzteil) welches dann quasi durch den Mast laufen würde.


    Andere Möglichkeiten sind das Loch im Deck etwas nach hinten versetzen oder den Mast (zum Teil) einkürzen und auf dem Deck stützen lassen.


    Euer guter Rat ist hier sehr willkommen!

  • boh schwere frage!
    zumal das loch jetzt bleibt!
    würde sagen lieber das backdeck kürzen als ein klaffendes loch! ?(

  • Hi Bruno,


    ich würde dazu tendieren, das Deck an der Stelle des Masts einzuschneiden. Also einen kleinen Teil des Decks mit Hilfe einer Lochzange (passend zum Mastumfang) heraus knipsen und den Mast dort "einlegen".
    Aus der Reling kannst Du dann 2 Teile machen, die jeweils stumpf am Mast anschließen. Wer es nicht besser weiß, würde das durchaus als "richtig" ansehen, wie ich meine. Könnte mir vorstellen, dass das sogar sehr gut ausschaut.
    Wegen der Kanten an den Seiten des Decks würde ich mir keine Gedanken machen; so sehr stehen sie nicht hervor und wenn die Reling drauf ist, merkt es bestimmt niemand.


    Aber wie Du Dich auch entscheidest, es wird schon toll aussehen :)


    Grüße


    Lars

  • Hallo Erasmus


    Guten Abend aus Bielefeld


    Also, ich habe den Mastabstand vorher beim Einbau des Vordecks
    mit einem passenden Rundstab überprüft.
    Ich würde in Deinem Fall das Loch im Hauptdeck etwas nach hinten
    versetzen. Man kann dieses Loch mit einem Stück gedruckten Deck
    ersetzen , ein grosses Deckteil ist doch als Ersatz aufgedruckt.


    Zu den Masten , habe ich beide Masten in zwei Hälften geteilt,unten
    und oben. Die Verstärkungen sind eine sehr gute Idee.
    Die Bäume sind " Ladebäume".


    Zum anfeuchten. Karton nur ganz leicht anfeuchten von hinten,
    nicht nass!! und die Feuchtigkeit abtrocknen lassen, sie zieht dabei in
    den Karton. Sofort mit entsprechenden Rund material auf den Hand-
    teller runden. Ich habe mich damals selber gewundert wie das funktioniert.
    Ich mache auch alle Knickstellen von hinten oder von vorne feucht,
    auch alle Rundungen. Die Knicke und Rundungen lassen sich so ein-
    fachen erstellen
    Dieses auch als Tip für alle anderen Kartonbauer. :] 8o


    Es grüsst aus Bielefeld


    Kartonschneider

    Es grüßt aus BI


    Ewald , Kartonschneider

  • Quote

    Original von kartonschneider
    ...
    Ich würde in Deinem Fall das Loch im Hauptdeck etwas nach hinten
    versetzen. Man kann dieses Loch mit einem Stück gedruckten Deck
    ersetzen , ein grosses Deckteil ist doch als Ersatz aufgedruckt.


    ...


    Ja, das ist auch meine Meinung.
    Aber als ersten Versuch würde ich das weisse Unterteil des Mastes abschneiden und durch einen dünneren Rundstab ersetzen. Möglicherweise lässt sich so schon die korrekte Mastneigung ohne Operation am Deck herstellen.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • @Britanis, Lars, Mainpirat, Kartonschneider, Wiesel, recht herzlichen Dank für eure Ratschläge!
    Der "Zwischenstand": Deck einschneiden: 3 Mast/Loch bearbeiten: 2. ;)


    Ich wollte zuerst mal feststellen wie groß der Versatz des Mastes überhaupt sein wird. Dazu habe ich das Unterteil des Mastes (Kopie) abgeschnitten und den Mast mit richtiger Neigung, anliegend am Backdeck, fixiert (Bild1).
    Bild 2 zeigt den Versatz, zurück bleibt tatsächlich ein wahrhaft klaffendes Loch.
    Ich finde es schwierig wahr zu haben das dieses nur einen Fehler meinerseits ist ?(, andererseits hat Kartonschneider diese Stelle mit Weitsicht gemeistert.


    Der Einschnitt im Backdeck müsste also recht tief werden, da gefallen mir die Vorschläge den Mast zu bearbeiten und das Loch ab zu decken dann doch besser (Bild3).


    Bild4 zeigt das die Stellnetze sich, trotz dem Versatz des Mastes um einige mm. weiter nach hinten, noch immer gut anbringen lassen.

  • Moin Erasmus,
    ich habe den großen Kaiser kurz nach dem Erscheinen gebaut und hatte mit dieser Teilegruppe auch keine Probleme. Irgendwo hat sich mal was verschoben - aber egal, das ist das Salz in der Kartonsuppe. Auch Du wirst es meistern und keiner wird später etwas sehen.
    Gruß
    Jochen