Runden von Kleinteilen

  • Hi Eisbär,
    Ich mache das so:
    Schneide ich das Teil aus, und mit bisschen Wasser befeuchte ich das Teil. Das Teil soll nur leicht feucht sein, nicht Nass. Wenn z.b. Durchmesser beträgt ca. 2mm dann nehme ich Draht mit 1,5 mm und vorsichtig rolle ich das Teil auf den Draht auf. Dann lasse ich das aufgerollte Teil auf dem Draht trocknen ca. 1 Minute. Dan ziehe ich Draht weg und in Kontaktstelle füge ich Kleber und mit Finger drücke die zusammen so lange bis Kleber hält. In so geklebte Rohr stecke ich wieder den Draht und rolle das Rohr zusammen mit dem Draht auf eine leicht elastische Unterlage, solange bis die vollkommen rund ist.


    Gruß
    Scorpio


    :usenglish:
    Hi, polar bear,
    I do that in such a way:
    If I cut the part from, and with a little water I moisten the part. The part should be a little bit moist only, not wet. If z.b. Diameter amounts to approx. 2 mms then I take wire with 1.5 mms and carefully I roll up the part on the wire. Then I allow to dry the rolled up part on the wire approx. 1 minute. I pull away Dan wire and in contact place I add adhesive and with finger crushes so long to adhesives holds. In so stuck pipe I put the wire again and roll the pipe together with the wire on a little bit elastic base, as long as to them is completely round.


    Greeting
    Scorpio

  • Hallo, Eisbär,


    hier meine Methode, bei Kleinteilen zu runden Sachen zu kommen (siehe auch Skizze):


    Ich nehme eine Nadel mit einem Griff (siehe Beitrag mit Foto unter Grundausstattung), lege das ausgeschnittene und an den Kanten eingefärbte Kleinteil auf die linke Zeigefingerspitze und führe die Nadel mit Druck über das Kleinteil. Durch die Stärke des Drucks und ggf. Wiederholungen kann ich die Stärke der Rundung kontrollieren. Durch die Nutzung mehr der Spitze oder mehr des Schafts der Nadel kann ich den Durchmesser bestimmen. Selbst konische Kleinteile sind kein Problem: Die Spitze der Nadel ist etwa beim Scheitelpunkt der Konus-Abwicklung, die Nadel wird mit Druck von der Mitte aus kreisförmig erst zur einen, dann zur anderen Seite bewegt.


    Die Skizze links zeigt den Vorgang, wobei der Pfeil von oben den Druck darstellen soll. In der Mitte sind mal ein paar typische Kleinteile skizziert, wobei das untere ein längeres Rohr werden soll. Dann verwende ich diese Technik von beiden Seiten her.


    Die rechten Schnittskizzen verdeutlichen die Verarbeitung: Das Teil wird zunächst etwas überrundet, also mehr als notwendig. Dann wird es leicht aufgebogen und in die Naht wird der Kleber in gerade noch ausreichender Menge hineingegeben. Zum Schluss wird das Teil mit leichtem Druck gerollt (zwischen den SAUBEREN Fingern oder auf einer Unterlage), bis der Kleber abgebunden hat. So mache ich es bei stumpf zu verklebenden Kleinteilen, bei zu rollenden Teilen oder mit einseitiger Lasche muss man etwas variieren.


    Kleiner Wermutstropfen: Manche Kartonarten neigen bei zu scharfen Rundungen zum Spleißen (geht in der Mitte auseinander, ist ein häßlicher, ungewollter Effekt).


    Diese grundsätzliche Rundungstechnik verwende ich auch, wenn beispielsweise Schanzteile von Schiffen gerundet werden müssen.


    Man sollte nie die exzellente Bauweise der menschlichen Hand vergessen: Mit dem Fingerspitzengefühl kriegt man (nach etwas Übung) tolle runde Sachen hin.


    Viel Erfolg beim probieren und sorry für die "grobe" Skizze
    Papier-Tiger
    :usenglish:

    Hello, polar bear,

    Here my method, with small parts to round matters ', to come, sees also sketch,:

    I take a needle with a grip, sees contribution with photo under Grundausstattung ', the plunging puts and at the crust stained small part on the left forefinger-top and leads the needle with pressure over that small part. Through the strength of the pressure and if necessary repetitions, I can control the strength of the curve. Through the utilization more of the top or more of the shaft of the needle can decide the diameter I. Even conic small parts are no problem: The top of the needle is approximately with the vertex of the cone-handling, the needle only becomes circular with pressure to the one from the middle from, moves then to the other side.


    The sketch shows on the left the process and the arrow should show from above the pressure. In the middle, a few typical small parts are outlined sometimes and the lower one should become a longer pipe.
    Then I use this technology from both sides.


    The right cut sketches make clear the processing: the part is outstripped at first something , thus more than inevitably. Then it becomes light aufgebogen and in the seam, the adhesive becomes in just still sufficient amount lead in. In the end the part with light pressure is rolled (between the CLEAN fingers or on a base), until the adhesive has set. Thus, I do it with small parts dully to be covered, with parts to be rolled or with one-sided flap, one must vary something.


    Small vermouth drop: some cardboard kinds incline with too sharp curvatures to the splice (breaks up in the middle, is an ugly, unintentional effect).


    I also use this basic curvature technology if, for instance, Schanzteile must be rounded by ships.
    One should never forget the excellent construction method of the human hand: with the instinct, one gets (after some practise) great round things there.


    A lot of success with try and sorry for the "coarse" sketch
    Paper tiger

  • Hallo!


    Ich mache das ähnlich wie Papier-Tiger.
    Als Rundungshilfe verwende meistens einen Stahldraht oder manchmal auch einen Bohrer mit dem gewünschten Durchmesser. Das Teil wird dann mal vorgerundet - zuerst grob, dann immer feiner werdend. Dazu verwende ich natürlich Schablonen mit verschiedenen Durchmessern. Um die endgültige Rollung dann einzuleiten, falze ich die Anfangskante des Teiles scharf mit dem Fingernagel. Nach einer 3/4 Umdrehung kommt der Kleber dazu - wird gleichmäßig dünn verteilt (meist UHU Alleskleber) und dann wird das Ganze fertig eingerollt und so lange zwischen den Fingern gedreht, bis alles gut zusammenhält. Das dauert so ca. 1-2 Minuten, je nach Widerspännstigkeit des Papiers.


    Die Methode von Scorpio finde ich interessant - dass muß ich mal ausprobieren!


    Fruß
    Malo


    PS: Ich hoffe meine Erklärung ist nicht zu kompliziert!


    :usenglish:


    Hello!

    I do that like like paper-tigers.
    As curve-help uses a steel-wire or sometimes also a drill with the wished diameter mostly. That part becomes vorgerundet then once - first coarse, always more finely nascent. I use patterns for it with different diameters of course. , In order to introduce the final Rollung then, folds I the initially-edge of the part keenly with the fingernail. After a 3/4 rotation, the glue comes to it - is distributed equally thinly, usually EAGLE-OWL finished-glues, and is rolled up the total ready then and is turned so long between the fingers, until all well holds together. That lasts 1-2 minutes, according to Widerspännstigkeit of the paper, so approximately.

    I find the method of Scorpio interestingly - that I must try out once!

    Fruß
    Malo

    HP: I hope my explanation is not too complicated!

  • Gerollte Röhrchen, wie zum Beispiel für Schiffspoller, forme ich, wie bereits von Papiertiger beschrieben, auf der Fingerbeere mit einer Nähnadel. Statt des Fingers kann man auch ein Radiergummi als Unterlage nehmen - Finger ist aber schneller zur Hand ( ;)).


    Bei sehr geringem Durchmesser (2mm) spaltet sich beim Runden das Bauteil in eine äussere und eine innere Lage. Die innere Papierlage steht dann an der Schnittkante, die die Klebenaht werden soll, vor. Das ist unschön: Die Klebenaht wird dadurch hässlich breit, und der Durchmesser des Röhrchens wird grösser als geplant. Das passiert immer, egal wie sorgfältig und allmählich ich vorrunde - der Modellbaukarton ist einfach zu dick. Was kann man dagegen machen?


    Eine Möglichkeit: Die nach dem Runden vorstehende innere Papierlage wird mit einer sehr feinen und scharfen Schere abgeschnitten. (Das Hobbymesser hilft hier nix, da man nicht auf einer Unterlage schneiden kann.)


    Ich bevorzuge eine andere Möglichkeit: Ich übertrage das Bauteil auf Schreibpapier. Da Papier viel dünner als Karton ist, lässt es sich viel einfacher runden - der Finger dankt es mir :]. Ausserdem verhindert die geringere Materialstärke auch das Aufspalten. Man braucht also nach dem Runden nicht nachzuschneiden. Wenn mir das fertige Röhrchen zu labil erscheint, tränke ich es mit dünnflüssigem Cyanoacrylat (Sekundenkleber); es wird dann sehr hart. Nachteil dieser Methode ist, dass man das Bauteil selber einfärben muss (kein Problem bei schwarzen Pollern).


    Am schlimmsten sind dünne, lange Zylinder wie zum Beispiel für Ladebäume oder Geschützrohre. Hier nehme ich ein gerades Stück Draht, das den Innendurchmesser des Rohres hat. Um diesen Draht wickle ich Zigarettenpapier (zum Selberdrehen von Zigaretten). Wenn die Wicklung dick genug ist, tränke ich die Papierröhre wieder mit Cyanoacrylat. Ich habe dann einen sehr stabilen, massiven, drahtverstärkten Zylinder. Für ein Kanonenrohr ziehe ich den Draht ein Stück zurück, bevor ich das Papier verklebe. So bekomme ich ein Rohr, mit offener Mündung. Der am anderen Ende herausragende Draht kann mit dem Seitenschneider abgeknipst werden.


    Frohes Basteln


    Bernhard


    :usenglish:

    Rolled small tubes, like for example for Schiffspoller, I mold, as already described from paper-tiger, on the finger-berry with a Nähnadel. Instead of the finger, one can take also an eraser as base - fingers is however more quickly to the hand (.

    With very low diameter (2mm), that forks with the surroundings prefabricated part into an outer and an inner situation. The inner paper-situation protrudes at the cut-edge, that should become the Klebenaht, then. That is unsightly: The Klebenaht becomes nastily wide through it, and the diameter of the small tube becomes bigger than planned. That always happens, no matter like careful and gradually I preliminary - the Modellbaukarton is simply too fat. What can one do against it?

    A possibility: The inner paper-situation prominent after the surroundings is cut off with a pair of very fine and sharp scissors. , The hobby-knife helps nothing here since one cannot cut on a base.)

    I prefer another possibility: I transfer that prefabricated part on stationery. Since paper is much thinner than carton, it can much more simply be rounded - the finger thanks me it. Furthermore, the more inferior material-strength prevents also splitting. One doesn't therefore need after the surroundings for nachschneiden. If the ready small tube appears to me too delicate, I drench it with thin-liquid Cyanoacrylat (second-glue); it becomes very hard then. Disadvantage this method is that one must stain that prefabricated part itself, no problem with black Pollern.

    Thin, long cylinders are the worst like for example for derricks or gun-tubes. Here, I take a straight piece of wire, that has the inside-diameter of the tube. Around this wire, it wraps cigarette-paper (to the Selberdrehen of cigarettes) I. if the Wicklung is sufficiently fat, I drench the paper-tube with Cyanoacrylat again. I have a very stable, massive, wire-reinforced cylinder then. For a cannon-tube, I withdraw the wire one piece before I stick together the paper. So, I receive a tube, with open estuary. The wire protruding at the other end can become abgeknipst with the side-Schneider.

    Glad doing handicrafts

    Bernhard

    Ewig währt am längsten.