[FERTIG] Kanonenboot OTTER / 1:250 / Kartonwerft

  • Hallo Peter,


    seit einiger Zeit suche ich in meiner Biliothek nach Bildmaterial für das schöne Schiff, was Du baust, aber ich kann leider nichts finden, um Dir eine Freude zu machen. Obwohl ich nun doch schon einige ältere Bücher über die deutschen Flotten habe, dazu einige alte Reprints, aber es lässt sich nichts finden, was ich ordnungsgemäß einstellen könnte. Trotzdem verfolge ich schon lange Deinen Bericht und freue mich über jeden Bauabschnitt. Jetzt klapp mal die Bordwand herunter und lasse einen Salutschuss knallen.


    Liebe Grüße - Liekedeeler

    Was kümmert es die See, welcher Teil gerade Welle ist.

  • Hi Jochen,
    das mit den Bildern war doch zeitgemäß. So hat man die bilder gemacht, als das Schiff gebaut wurde. Hier stimmen Bild und Modell, welch glücklicher Zufall.


    Aber Spaß beiseite: Wie macht man denn mit einer Digikammera solche s/w Bilder?


    Mit freundlichen Grüßen


    modellschiff

  • Hallo Liekedeeler,


    ich weiß, der Otter hat wenig bis gar keine Spuren in der Marinehistorie hinterlassen. Im WWW hab ich nur ein einziges Foto, so um 1900(?) gefunden.
    Da hat er auch nur nackte Masten, aber keinerlei weitere Takelage. Gooooooooooogelt man danach, gibts auch kaum Treffer zu diesem Otter.
    Ein paar Pläne scheinen ja zu existieren (Frau Stowasser hat ja sicher nicht "frei nach Schnauze" entwickelt). Die Beschreibung zum Original im Bogen ist offensichtlich auch mehr oder weniger ein Zitat aus Hildebrand, Röhr & Steinmetz "Die deutschen Kriegsschiffe". Da hat das Schiff eine einzige Seite für sich.
    Die Bücher hab ich übrigens grad sehr günstig als gute Gebrauchte erbeutet :D


    @ Modellschiff


    ... die Bilder sind mit einem normalen Bildbearbeitungsprogramm alt geworden ;)
    IrfanView hat nur einen Sepia-Filter, aber Photoshop oder andere Programme bieten verschiedene Effektfilter. Ich mache solche Sachen mit Photostudio5 (ein Uralt-Programm, gehörte mal irgendwo dazu...)


    Gruß
    Peter

  • Hallo und guten Abend,


    ich habe mich doch noch mal an der verflixten Takelage des Otter versucht, und einen weiteren Mast hingefummelt (... ich sach´ nur Federstahl :D ).
    Das "Ding" trocknet jetzt erstmal, morgen kommt (notgedrungen) ein Schlag Farbe drauf und dann werden diese Teile erstmal wieder beiseite gelegt...


    Vielleicht kann ich morgen auch schon Erfolge von der Relingsfront vermelden. Heute liefen einige "Versuchsreihen" in Sachen Eigenproduktion ...


    Gruß
    Peter

  • Moin moin,


    meine allerallererste selbstgestrippte Bindfaden-Reling ist fertig!
    Hat auch nur fast 3 Tage gebraucht ... für vielleicht 16cm Gesamtlänge :D


    Aber es funktioniert!! Trotzdem werde ich aber bei Längen wieder auf "industriell" gefertigtes Material zurückgreifen.


    Ich habe während der 3 Tage mit den verschiedensten Fadensorten u. Drahtlitze herumprobiert.


    Die Drahtversuche ließen sich zuerst ganz gut an. Das Material stammte aus einem "überzähligen" Netzwerkkabel.
    Die einzelnen Drähte aus der Isolierung zu bekommen, ging noch. Das Problem war hinterher, die einzelnen Litzen von deren Isolierung zu befreien. Bei zuviel Zug sind die immer gleich gerissen. Kurzentschlossen den Kunststoff mit dem Feuerzeug abgefackelt (liebe Kinder, bitten NICHT nachmachen ...) Positiver Nebeneffekt bei der Sache, die Litzen werden dabei ausgeglüht (Kupfer) und sind relativ leicht gerade zu bekommen.
    Den Draht dann auf meine Schablonen aufgezogen. Dabei riß dann schon fast die Hälfte wieder. Die verbliebenen heilen Stücke versucht, mit Sekundenkleber zu fixieren, klappte aber nicht! Sch....!


    Also wieder zurück zum Bindfaden!


    ...

  • ...
    Drei Meterstücken abgeschnitten, an der Küchenlampe angeknotet (die hat unten so einen Drahtbügel) und jeweils eine Klemme als Gewicht untendran.
    Die Fäden dann mit verdünntem Wiccoll behandelt, um sie schön glatt u. fusselfrei zu bekommen.
    Was die Nachbarn wohl gedacht haben mögen? Steht der Kerl da unter seiner Lampe und streichelt die Bindfäden ... :D


    Die über nacht schön getrockneten Fäden hab ich dann zurechtgeschnitten u. auf meine Pappschablonen gewickelt.
    Zuerst nur die Kreuzpunkte mit einem Tropfen verdünntem Weißleims versehen, dann das ganze Geflecht mit einem weichen Pinsel bestrichen.
    Da ich die Fäden schon "vorbehandelt" hatte, gabs keine Fussel u. die Klebepunkte hielten recht schnell fest.


    Nach dem Trocknen wird das "Gewebe" mit weißer Farbe bemalt.
    Zuerst hatte ich es mit meiner lieben Acrylfarbe versucht, die Oberfäche wurde aber mit Revell-Email Farbe glatter.


    So ist denn nun die Back des Otter schon "eingezäunt", kann also keiner der Lords mehr außenbords fallen bzw. kann sich bequem über die nun vorhandene Reling beugen, falls er mal die See "anbrüllen" muß ;)

  • Moin Jochen, HvT,


    die Relings sind als Bauteil schon enthalten, allerdings mit babyblauen Feldern (kann man ausschneiden .......) ist auf dem Foto auf der KW Homepage gut zu erkennen. Sieht aber irgendwie nicht so toll aus. Und da die bestellte Reling aus Bayern immer noch auf sich warten läßt, muß eben Handgestricktes her :D


    Anyhow, das Prozedere wurde getestet und für anwendbar befunden.


    @ XXXXX


    an die Schablonen von David H. hatte ich gar nicht gedacht, da wär´ sogar was passendes bei gewesen.


    Die Reling für die "Kommandobrücke" fehlt auch noch. Fertig ist sie eigentlich schon, ich hab beim Heraustrennen aber einen Zug an der falschen Seite abgeschniten (oben u. unten verwechselt) und muß etwas schnippeln u. wieder einkleben.


    Gruß
    Peter

  • Hallo Peter,


    bleibe am Ball mit deinen Schiff.


    Kann nur das sagen @)


    Grüße
    Ernst

  • Moin Peter,


    die Fadenreling ist ein gelungenes Werk. Und die Herstellung hängend an der Küchenlampe!


    Das erinnert mich an einen Standardspruch von Schwiegervater, wenn die Enkel in die Küche stürmen und fragen, was es zu essen gibt:
    "Heut gibts Hering, der ist teuer! Der wird mit Bohntjeband an die Lampe gehängt und dann darf jeder mal lecken!"


    Nur damit Du weißt, was Nachbarn bei dem Anblick so alles denken KÖNNTEN!


    Munter, Jyrn.

  • Ein schöner Bau, Peter.


    Das Thema "Reling" hast Du ja wirklich professionell gelöst!
    Bei der Gelegenheit habe ich mich köstlich über den Ausdruck "die See anbrüllen" anmüsiert... =)

  • Quote

    Original von Wiesel
    ...
    Bei der Gelegenheit habe ich mich köstlich über den Ausdruck "die See anbrüllen" anmüsiert ...


    ... ich wollte nicht direkt :kotz: schreiben, klingt so ordinär :D


    Gruß
    Peter

  • ... ein Niedergang zur Back ist nun ebenfalls vorhanden.
    Er entspricht nicht so ganz dem "Original" des Bogens. Beim Papierniedergang sind die Relingsteile ebenfalls blau eingefärbt und das hätte jetzt ein bischen dooof ausgesehen. Das eingebaute Teil besteht nun aus einem Stück gelaserter Leiter u. Handläufer.

  • Es geht weiter, die ersten Kleinteile sind an Deck platziert: Schornstein ( :totlach: ), 2 Lüfter für den Maschinchenraum, die Lenzpumpe an Bb, eine "Winde" an Stb sowie 2 kleine Lüfterköpfe auf der Back, wahrscheinlich für das Logis.
    Das Steuerrad ist auf dem Achterdeck aufgestellt, so daß nun auch endlich Kurs gehalten werden kann.


    Die Kommandobrücke (im wahrsten Sinne) ist auch an Bord. Die Reling dafür ist etwas mißglückt, die Korrektur-Schnippelei hat das Ganze etwas verschandelt. Mal sehen, vielleicht wird sie noch durch ein Laserteil ersetzt.

  • Was fehlt jetzt noch und muß an Bord? Eigentlich nicht mehr allzuviel!


    Fangen wir vorne an:
    - die beiden Anker
    - der Niedergang zur Kommandobrücke
    - die Kanönekens auf dem Hauptdeck
    - je 2 Davits an Bb u. Stb achtern
    - die beiden Beiboote


    Bis auf den Bugspriet sind auch alle Teile des Riggs soweit vorgefertigt.
    Ich muß mir aber noch überlegen, ob u. wie ich die Masten an Deck befestige. Es sind keine Führungen vorgesehen und die Mastlänge gibt auch nichts extra her.
    Ich glaube nicht, daß die Spargel samt Segel u. Baum stehenbleiben, wenn ich sie einfach nur stumpf auf das Deck aufklebe. Dazu reicht der Durchmesser am Fuß nicht aus. An Takelage ist dann erst recht nicht zu denken.


    Wir denken nach ....................................


    Gruß
    Peter

  • Quote

    Original von Peter Wulff
    Ich muß mir aber noch überlegen, ob u. wie ich die Masten an Deck befestige. Es sind keine Führungen vorgesehen und die Mastlänge gibt auch nichts extra her.
    Peter


    Moin, moin, Peter!


    Das kannst Du so lösen: Federstahl- oder Blumendraht als Verstärkung des Mastes unten aus demselben (in einer Länge bis zur Bodenplatte) herausragen lassen, durch das Deck bohren, in das Loch ordentlich Kleber (ich bevorzuge dabei UHU, besser wäre UHU hart) träufeln und den Mast dann einkleben. Stage und Wanten stabilisieren ihn dann noch zusätzlich.


    Ansonsten bravo =D> =D> =D> zum Bau!


    Kleben Sie wohl!
    Kartonkapitän

    Ich schnipsel mit Schere, ich klebe und falz';
    das is zwar nur Schimäre, doch mich unterhalt's! :P(frei nach Johann Nestroy)

    Edited once, last by Kartonkapitän ().

  • Quote

    Original von hagen von tronje
    Hallo Peter,


    sieht doch schon sehr gut aus, der Piratenschreck! Wird ein feines kleines Modell...


    Servus
    hvt


    Moin Peter,
    Hagen hat recht! Wenn die heutigen Piraten Deinen Dampfer sehen, dann lachen die sich tot! Was will man mehr :D:D:D !!!
    Gruß
    Jochen

  • Quote

    Original von Jochen Haut
    ...
    Hagen hat recht! Wenn die heutigen Piraten Deinen Dampfer sehen, dann lachen die sich tot! Was will man mehr
    ...


    ... dann wäre der Zweck doch erfüllt, oder :D


    Gruß
    Peter

  • Moin moin,


    die Ausrüstungsarbeiten am Otter gehen weiter:


    die beiden Stockanker sind an Bord und hängen nun auf der Back so rum ...
    Ich habe dem Schiff für die Anker jeweils 2 kleine Davits spendiert. Die sind im Bogen nicht enthalten aber auf der Zeichnung des Decklblatts zu sehen.
    Hergestellt einfach aus Takelgarn, mit Sekundenkleber getränkt und angemalt.

  • Moin Peter,


    Du dengelst da ein so fein ziseliertes Schmuckstück, dass der schlichte Modellständer darunter plump wie ein Ziegelstein wirkt!


    Aber Fadenreling am Ständer wirkt glaub ich albern...


    Munter, Jyrn.

    Edited once, last by Jyrn ().

  • Weiterhin ist jetzt auch der sichere Zugang zur Kommandobrücke gewährt, El Comandante muß nicht mehr an den Stützen hochhangeln :D


    Die Treppe besteht aus Laserteilen, zusammengesetzt aus einem Stück Leiter u. zurechtgeschnittenen Geländern. Da die Abmessungen nicht ganz dem Originalteil entsprechen habe ich die roten Markierungspünktchen an Deck minimal verfehlt.

  • Abschliessend noch ein Übersichtsbild.


    Die dünnen Strichelein innen an der Schanzing sind Markierungen für Schanzkleidstützen.
    Ich habe ein mal paar ausgeschnippelt und probegehalten. Die etwas längeren für das Hauptdeck gehen ja noch, aber die Teile für die Poop sind doch sehr klein u. mir ehrlich gesagt zu fummelig. Jetzt nur das Hauptdeck zu bestücken sieht doof aus. Ausserdem wären dann einige der Stützen im Weg, und zwar bei den Kanönchen u. vorn an den kleinen Häuschen unter der Back.
    Der Symmetrie wegen spare ich mir die restliche Schnippelei und lasse die Stützen komplett weg.

  • Jetzt stellt sich die große Frage, wie soll der Bugspriet an den Vorsteven angebracht werden ??


    Ich glaube nicht, daß dieser einfach so vorne dran gesessen hat. Ich vermute stark, daß der Bugspriet durch die Schanzing durch ein Stück bis auf das Deck geführt war.
    Leider gibt die Bauanleitung dazu keine Hilfestellung. Vermutlich ist er am Original gar nicht montiert worden ...


    Nach dem Titelbild des Baubogens zu urteilen, zeigte der Bugspriet waagerecht vom Vorschiff weg.
    Eine stumpfe Verklebung bietet nicht genug Festigkeit, schließlich sollen ja auch noch Stagen daran befestigt werden, die die Masten stützen sollen.


    Ich werde mich vermutlich dazu entschließen, ....


    nachdenkende Grüße
    Peter

  • Quote

    Ich vermute stark, daß der Bugspriet durch die Schanzing durch ein Stück bis auf das Deck geführt war.


    Das war, sag ich mal, der Normalfall.


    Leider gibt das Bisschen Plan, das man im Netz findet, auch nichts genaueres her (und sehr vertrauenswürdig ist der eh nicht, die Otter war immerhin ein Zweischraubenschiff! 8o ).


    Ich vermute mal stark, daß das Bugspriet etwas außermittig lag, denn den (Guß- ?) eisernen Steven zu durchbrechen wäre doch reichlich sinnlos. Vielleicht hat ja hier jemand mit einer gutgefüllten Bibliothek etwas, wie man in Deutschland um 1880 Bugspriete auf eisernen Schiffen befestigt hat? (Miiii - chaaa - eeel !!!)


    Michi

  • Moin Michi,


    der Link ist super, danke. Kann man bestimmt noch gebrauchen.
    Der dort vorgestellte Otter ist schon der Richtige, also meiner :D. Der hat nur einen Quirl.
    Das Schiff, welches du meinst, ist sicher das Kanonenboot Otter (II), gebaut ca. 1909 bei Tecklenborg.


    Hallo Hagen,


    so ähnlich hatte ich mir das schon gedacht. Jetzt muß ich nur noch irgendwie einen vernünftigen Bugspriet hinbekommen. Das Originalteil krieg ich wieder mal so nicht in Form gerollt X(


    Wenn ich mir auf den Bildern die Aufstellung der Geschütze ansehe, frage ich mich, ob die Konstrukteure irgendwie besoffen waren. Wenn die Relationen da wirklich so stimmen (ist ja anscheinend so) müssen die Kanönekens nach jedem Schuß gegen das Oberlicht gegengedonnert sein. Haben ja gar keinen Platz nach hinten.


    Gruß
    Peter

  • Moin moin,


    bevor ich mir wieder mit einer Mini-Rolle die Finger verbiege, wird für den Bugspriet einfach ein Stück Draht verwendet.
    Das bietet dann auch gleich die entsprechende Festigkeit.


    Was allerdings nicht klappen will, ist die Takelage!!
    :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:
    Es sind zwar nur ein paar Strippen, aber mein 1:1 Test-Rigg sieht einfach nur sch... aus.
    Das Garn ist vielleicht auch etwas zu dick, dadurch bekomm´ ich es auch nicht richtig straff.


    Da mir im Moment kein "Alternativ-Material" zur Verfügung steht und ich die Bootsdavits inkl. der Boote nicht vor der Montage der Masten anbringen kann, wird erstmal ein


    BAUSTOPP


    eingelegt.


    Aber versprochen, der Otter wird noch fertiggestellt.
    Ohne Masten sieht das Ding auch echt bescheuert aus :D


    Gruß
    Peter

  • Tja, zunächst muß ich mich entschuldigen, daß ich die Zweischrauberaussage von einem Dritten übernommen habe, ohne sie zu überprüfen (ist aber so auf dem Kaiserlichen Marine Forum gefallen, die sind da schon ziemlich pingelig mit solchen Dingen).


    Also, heute heimgekommen und gleich das Versäumte nachgeholt. Meine beiden Quellen sind der Groener (Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe. 1815-1945) und der Weyer (Taschenbuch der Deutschen Kriegsflotte, 1. Jahrgang, 1900). In der textuellen Beschreibung der SMS Otter (I) geben beide Quellen zwei Zweizylinder-Dampfmaschinen an (übrigens auch die Kartonwerft-Seite. Daneben sind in beiden Büchern Seitenrisse der Otter abgebildet, und jetzt wird's komisch: Der Weyer zeigt eindeutig ein Zweischraubenschiff, beim Groener ist die Skizze nicht so besonders klar, sieht aber eher nach einem Einschraubenschiff aus.


    Und was ist nun richtig? Keine Ahnung, ehrlich gesagt (Zugriff auf Primärquellen habe ich nicht). Plausibler scheint mir aber die Zweischraubenvariante zu sein. Technisch ist es zwar kein Problem, zwei Maschinen auf eine Welle arbeiten zu lassen, nur Sinn ergibt das keinen. Andererseits war die Otter (I) ja auch vor allem für den Einsatz auf Flüssen gedacht, da wird man kaum den Vorteil der höheren Manövrierfähigkeit aufgegeben haben.


    Nu ja, für ein Wasserlinienmodell ist das eh Jacke wie Hose, also Schwamm drüber!


    Michi

  • Moin Moin Peter,


    erstmal Glückwunsch zu den schön gebauten Modell.


    In Deutschland wird Seemacht von H. Penner, das Nachdrucke aus der Illustrierten Zeitung zeigt ist die Otter zwar in weiß dargestellet, hat aber noch 2 Schrauben, bei Ablieferung.
    Zitat: Der geringe Tiefgang machte, der besseren Ausnutzung der Maschinenkraft und des schnelleren Manöverirens wegen, die Anordnung von 2 Schrauben nothwendig
    ( Illustrierte Zeitung 23.03.1878 )


    Der Artikel ist vor Erprobung des Schiffes Entstanden, ob es später umgebaut wurde weiß ich leider nicht, aber das soll bei den Grauen häufiger vorkommen sein.


    Gruß und frohes kleben
    Till

    aktueller Bau "XXX"
    -------------------------------------------------
    Wieder auf Reede: "USS INDIANAPOLIS"
    Auch auf Reede "CTS Hamburg Express" B&V 1972 1:250
    Fertig: "BKM 102", "Bruno Illing", "Finkenwerder", "OPDR Lisboa"

    Edited once, last by Grautvornix ().

  • Hallo Michi,
    Moin Till,


    erstmal danke für eure Recherchen.
    Da ich keine weiteren Referenzen hatte, stand für mich fest: Dat´ Dingens hat nur eine Schraube :D
    Offensichtlich ist es nicht so gewesen, zumindest bei Ablieferung.
    Michi, du hast recht, selbst in der Beschreibung im Baubogen sind 2 Dampfmaschinen aufgeführt. Leider nix über die Leistung. Kann aber nicht doll gewesen sein, immerhin sind es 1fach Expansionsmaschinen.


    Da die Otter (I) letztendlich eine unterdurchnschnittliche Performance an den Tag legte, hat man vielleicht später die Maschinen- bzw. Antriebsanlage reduziert. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, hat das Schiff später wohl kaum größere Reisen unternommen, sondern war immer nur Beiwerk.


    Anyhow, es bleibt bei der Wasserlinie, da is´s eh wurscht :D


    Fröhlichen Advent,
    Gruß
    Peter
    =)

  • Quote

    Leider nix über die Leistung. Kann aber nicht doll gewesen sein, [...]


    140 indizierte PS und 8 Knoten. Nicht gerade üppig, aber gegen Segeldschunken wohl ausreichend.


    Michi

  • Hallo Peter,


    es ist doch ein schönes Modell geworden.
    =D> =D> =D>
    meint


    Herbert

    Die letzten Arbeiten: Portalkran mit kleinen Diorama, Seebäderschiff "Königin Luise", Saugbagger NETTY, Frachtdampfer Axeldijk, Z- Trawler, Fischdampfer Rostock, MS Lakonia, MS Breitling, SS Normandic, TS KarmoMSy , FVS Willi Bredel, Hochseekettenbagger Warnemünde, Korvette Sigmaklasse, CGS Canada, Fischereihilfsschiff ROBERT KOCH, MS Fritz Heckert, 16.KBW Fokker E III
    In Arbeit: MS Ferdinant Freiligrath

  • Moin moin,
    Hallo Michi, Michael, Volkmar,


    danke für die Blumen, aber zuuuuu dicht darf man auch nicht rangehen ...


    Nach "ausgiebigen Testreihen" zur Art der Befestigung der Stagen u. Wanten hab ich die Fäden letztendlich mit Sekundenkleber verklebt.
    Das führt natürlich wieder zu glänzenden Stellen, die mit Farbe nachgearbeitet werden müssen.


    Alle anderen Versuche sind leider mißglückt.
    Eine Variante, die ich ausprobiert habe: dort wo die Takelage am Mast beginnen soll, ein Stück Faden wie einen Ring um den Mast herumkleben und daran die eigentlichen Wanten, Stagen usw. befestigen.
    Hat aber auch nicht so schön ausgesehen.


    Auf Grund des geringen Durchmessers der Masttops (ca. 1mm) und dem darin befindlichen Draht mußten die Fäden zwangsläufig draußen angeklebt werden. Bei einem größeren Durchmesser hätte ich das obere Ende sicher durch ein kleines Löchlein in den Mast führen u. da fixieren können.
    Hätte dann nicht so "aufgepappt" ausgesehen.


    But nevermind, ich bin zufrieden :D


    Und, wie heißt es doch so schön, lärning bei tuing ;)


    Gruß
    Peter

  • Es ist vollbracht !


    Seiner Majestät Schiff "Otter" ist fertig.
    Die zeremonielle Sektflasche wurde vorsichtigst am Steven zerdeppert, um ja keine Beule in die Seite zu hauen :D


    Auch wurde das Schiff "offiziell" in Dienst gestellt, die kaiserliche Reichskriegsflagge ist gehisst (was dem echten Otter (I) glaube ich nicht vergönnt war)
    Aus naheliegenden Gründen wurde auf das Abfeuern der Kanonen zwecks Salut unterlassen!


    Ein paar Schüsse, also Schnappschüsse, gibts in der Galerie.


    Die Piratenjagd kann beginnen, harr harrr harrr .......

  • Quote

    Original von Peter Wulff


    Die Piratenjagd kann beginnen, harr harrr harrr .......


    ...vörsicht, Peter!


    Wie man sieht und liest, richten einige Piraten ihre Kanonenboote schon häuslich ein. Mit Wäscheleinen, Gartenstühlen und weiteren "Sitzgelegenheiten"...


    Die richten sich offensichtlich auf länger andauernde Gefechte ein...


    Jedenfalls Glückwunsch. Besonders gefallen mir die Rumpfbefestigungen der Wanten.


    Munter, Jyrn.

    Edited once, last by Jyrn ().