Trampeltier – nur aus Papier

  • Tja, wie es manchmal so geht: Eine Kollegin sieht bei mir meine Sammlung veredelten Kartons, fragt neugierig nach, ich präsentiere zielgruppengerecht Schmankerl wie Birdsmobile, chinesische Drachen, American Shorthair (Mietzekatze), Fische ...


    Völlig unvorbereitet trifft mich die Frage: Haste kein Kamel?


    Hintergrund (nach intensiver Befragung geklärt): Die beste Freundin der Kollegin ist Kamel-Fan, sammelt alles, was dem ähnlich sieht, und hat dazu bald Geburtstag ...


    Kurz und gut: Kamel hatte ich keins, aber wozu gibt es Foren und das Internet. Durch Hinweise hier stieß ich im Internet auf das Wunschobjekt: Ein Kamel auf dieser Internetseite, das aber 2 Höcker hatte, also auf gut deutsch ein Trampeltier ist.


    Runtergeladen, analysiert eigentlich ganz einfach, nur 2 Bauteile. Dafür keine Bauanleitung.


    Tja, dann doch hergegangen und mit Rückseitendruck die weißen Blankstellen verschwinden lassen (Beine, Bauch und Ohren rückseitig eingefärbt) und dabei mein Zeichenprogramm etwas besser kennengelernt. Das Foto zeigt das Ergebnis.

  • Der Zusammenbau ... eine lautstarke Prozedur! Glücklicherweise war meine Tochter nicht in der Nähe.


    Der Karton wird unter Spannung und mit Überraschungseffekten (ach, so gehört das zusammen!) geformt und verklebt. Das dabei vorherige Klebungen wieder aufgehen und die Finger eine Klebstoffpatina bekommen ... nun, das geschieht bei anderen Modellen auch, hier habe ich es aber sehr intensiv erleben dürfen.


    Aber endlich, es steht vor mir, schaut naturähnlich aus, und wird der endgültigen Besitzerin wegen der exotischen Materialwahl (wer hat schon Kamele aus Karton!?) hoffentlich viel Spaß machen.


    Verbesserungspotential sehe ich darin, dieses Experiment als Probebau zu deklarieren, mit der gewonnenen Erkenntnis das Viech nochmals zu bauen und dabei die Kanten einzufärben.


    So steht es jetzt bei mir. Sozusagen als Einschub/Erholung von Schiffen in 1:250. Positiver ausgedrückt: Das war natürlich eine während der Tocknungszeiten wesentlich wichtigerer Bauteile eine dazwischengeschobene Fingerübung.

  • Echt Klasse @) @) Mal was total anderes


    Habe bei solchen kleinen Modellen Weissleim benutzt. Verdreh mir aber trotzdem immer die Finger beim kleben. :rolleyes:


    Bin mal gespannt wer hier mal einen Zoo baut. An Modellen fehlt es ja nicht. :D



    Tschau
    virgilia

    Die Auslotung gradientenfreier Gewässer bereitet messtechnisch gesehen Schwierigkeiten.
    (Stille Wasser sind tief)
    oder: Für Kompliziertes gibt es oft eine einfache Erklärung