Propellerboot / Papertoys.narod.ru / ohne Maßstab [FERTIG]

  • Hallo klebrige Bande,


    Ich draue mich dieses simple Modell ja garnicht hier in dieser hochgradigen Gesellschaft vorstellen.
    Aber es ist ein kleines feines Boot, das sich aus eigener Kraft (mit Gummimotor) bewegen kann. Das hat mich fasziniert.


    Gefunden habe ich es unter:


    http://papertoys.narod.ru/epaper_main.html


    Das Modell besteht nur aus einem Blatt, das ich auf 250 g Papier gedruckt habe, weil ich mir das aufdoppelt ersparen wollte.

  • Da das Boot wirklich schwimmen soll, habe ich zum Kleben wasserfesten Holzleim verwendet.
    In die mittlere Versteifung habe ich einen Hacken aus 0,8 mm Blumenbinderdraht geklebt. Der soll später einmal den Gummie für den Atrieb halten.
    Vor dem Zusammenbauen habe ich die Löcher im Rumpf, die durch Ungenaugigkeiten zustande gekommen sind, von innen mit in Leim getränkten Zeitungspapier verklebt.
    Jetzt muß vor dem Zusammenkleben alles noch gut trocknen.

  • Hallo Michael,


    Das ganze Modell wird mehrmals lackiert.
    Ich habe nach langem suchen einen geeigneten Lack dazu gefunden, der eine harte, rissfreie Oberfläche macht.
    Hab' ihn bei Streichholzmodellen schon ein paarmal erfolgreich eingesetzt. Wie er auf Papier reagiert muß ich noch testen.


    Grüße Friedulin

  • Den Propeller wollte ich zuerst auf eine 1.2 mm dicke Stricknadel montieren, die ich vorne umgebogen habe, weil die Stricknadel einer seits verchromt ist, und damit nicht so schnell rostet, andererseits hätte sie genau in die Holzperlen gepaßt, die ich als Lager verwenden wollte.
    Wie man im Bild sehen kann, sieht das etwas übertrieben aus Ich habe mir daher was anderes einfallen lassen.

  • Ich verwende für die Propellerwelle jetzt auch den 0.8 mm Blumenbindedraht. Damit er nicht rostet, werde ich versuchen ihn zu lackieren.
    Dann habe ich den Propeller 80 g Papier gedruckt und auf einen dickeren Karton geklebt, in den ich einen Schlitz geschnitten haben.
    Der soll das umgebogene Ende der Welle aufnehmen. Oben drauf kommt nocheinmal eine Lage mit 80 g Papier.
    Dort wo der Propeller auf das Lager drückt werde ich ihn nocheinmal verstärken. Wenn dann alles lackiert ist, hoffe ich, das alles ausreichend hält.

  • Hallo Friedulin,


    Ein einfaches Kartonmodell wie du es baust gehört genauso hier rein.
    Wie du das baust mit den zubehör allen respekt da freuen sich meine Augen.
    Mach nur weiter so und laß dein Propellerboot dann Stromaufwärts bis Ulm rasen.


    Viele herzliche Grüße
    Ernst

  • Apropos lackieren. Einen Lackierversuch habe ich auch gestartet.
    Verwendet habe ich dazu Konsolan Möbelklarlack, mit dem ich schon bei Holz- und Streichholzmodellen gute Erfahrung gemacht habe.
    Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Beim Streichen hat sich das 250 g Hartpostpapier nicht vollgesogen, gewellt oder ist transparent geworden.
    Das Papier ist nur, solange der Lack noch nicht trocken ist, weich und man muß beim Streichen vorsichtig sein, daß man es nicht verbiegt.
    Grifffest war die Lackierung schon nach 2 Stunden. Der Lack macht eine glatte, kratzfeste, seidenmatte Oberfläche.


    Ich bin vom Ergebnis so begeistert, daß ich das Impregnieren mit Lack auch auf 160 g Papier, Tintenstrahlausdruck und Bastelbögen ausprobieren werde.


    Werde dann genauer darüber berichten.

  • Hallo liebe Mitkleber und Mitkleberinnen,


    Jetzt habe ich auch noch den Propeller eingebaut. Als Lager für die Welle habe ich zwei ca. 5 mm lange Stücke von einem Lutscherstiel eingeklebt. Die Welle paßt zufälltig gerade durch das Loch. Um die Reibung weiter zu veringern habe ich noche eine Nylon-Beilagscheibe zwischen Propeller und Lager gelegt.
    Beim ersten Aufziehen des Gummi-Motors zeigte sich, daß die Propelleraufhängung viel zu schwach ist. Die muß ich also verstärken.

  • Hallo alle zusammen,


    Und wieder ist ein Bißchen was weitergegangen.
    Die Halterung für den Propeller habe ich jetzt verstärkt. 2 Lagen 250 g Hartpost scheint jetzt mehr als ausreichend. Der Motor kann aufgezogen werden und ein Lufthauch des Propellers ist auch zu spüren.
    Also ab zum ersten Schwimmversuch.
    Da zeigt sich aber schon wieder ein Mangel. Durch die schwere Halterung ist das Boot etwas Hecklastig und der Propeller taucht ins Wasser ein. Endergebnis ist eine riesen Spritzerei im Badezimmer und das Boot dreht sich nur im Kreis.
    Für längere Experimente konnte ich mir keine Zeit nehmen, da sich am Boden plötzlich dunkle Wasserflecken zeigten.
    Also schnell heraus aus dem Wasser und trocknen lassen.
    Ich melde mich nach einer Überarbeitung des Modells wieder!


    Grüße Friedulin


    PS: so ist das eben mit Funktionsmodelle, die Funktionieren meistens nicht!

  • Hallo ihr alle,


    Am Wochendende bin endlich dazu gekommen alles wirklich fertig zusammenzukleben.
    Dann habe ich das ganze mit ein paar großen Schrauben noch getrimmt, damit das Boot richtig im Wasser liegt.
    Eine Probefahrt habe ich im Waschbecken schon riskiert, aber nicht dokumentiert.
    Obwohl das Modell nicht groß ist, ist dieses Fahrwasser trotzdem dafür zu klein. Ich werde es einmal in der Badewanne probieren.
    Aber vorher habe ich es nocheinmal ein Bißchen angemalt.
    Die Unterseite rotbraun, oben weiß und den Propeller schwarz.
    Ist nicht besonders geworden, da der harte Klarlack beim aufziehen gesprungen ist.
    So, vor der nächsten Probefahrt muß jetzt alles erst mindestens eine Woche gut durchtrocknen.
    Bei den Wasserverdünnbaren Farben steht zwar drauf, daß sie nach 2 Stunden Grifffest und nach 6 Stunden überstreichbar sind,
    wenn man das ganze aber ins Wasser setzen will, weicht der Lack auch nach 24 Stunden Trocknung noch auf.
    Ich hatte da einmal ein Erlebnis, mit einem Segelschiff, das ich auch im Waschbecken schwimmen ließ. Es war nur einige Minuten im Wasser.
    Der Lack hat sich so aufgeweicht, daß die Küchenrollen, die ich es zum Trocknen gestellt habe, drauf geklebt ist.
    Das war ein großer Schaden, weil ich beim fertigen Schiff (so richtig mit Segel und Tarkelage) den Rumpf abschleifen und neu streichen konnte.


    Grüße Friedulin

  • Hallo Wassersportfreunde,


    Eigentlich ist das Probellerboot jetzt endlich fertig.
    Es hat doch länger gebraucht als erwartet.
    Was noch fehlt ist ein Bericht der Probefahrt.


    Die hat letzten Sonntag in der Badewanne stattgefunden.
    Nach dem aufziehen des Gummimotors muß man beim Aufsetzen aus das Wasser noch immer sehr aufpassen, daß der Propeller nicht eintaucht taucht, daß das Boot sich nicht gleich überschlägt usw. Dadurch gestaltet sich der Start nicht ganz einfach.
    Einmal losgelassen schafft das kleine Boot, sehr zum Entzücken meiner Tochter, ganz leicht eine Länge in der Badewanne. Ich mit der Fahrleistung eigentlich ganz zufrieden.
    Bilder oder gar einen Film habe ich noch nicht. Aufziehen, ins Wasser setzen und die DigiCam auslösen geht nicht alles aufeinmal. Ein statisches Modell ist da viel leichter zu photographieren. Vielleicht kann ich ja noch ein anderes Familienmitlied dazu überreden ein Photo zu machen.

    Nachbessern muß ich auch noch ein Bißchen. Beim herumspielen hat sich das Boot ein paarmal überschlagen und der Propeller hat sich aufgeweicht. Glücklicherweise ist der Karton nach dem Auftrocknen wieder fest geworden. Da muß ich noch einmal mit etwas Lack drüber.


    Grüße Friedulin