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theo modellbau

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  • "theo modellbau" is male
  • "theo modellbau" started this thread

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1

Monday, July 30th 2018, 9:31pm

Takelgarn aus dem fentens Versand - wie verarbeitet man das?

Hallo an alle!

Lange habe ich zum Takeln meiner Schiffe schwarzes Nähgarn verwendet. Das ließ sich eigentlich ganz gut verarbeiten, zog aber auf Dauer Staubfusseln an und war bei Modellen ab Maßstab 1:250 eigentlich auch etwas zu dick.

Irgendwann bin ich dann auf dünnes Synthetic-Garn umgestiegen, dass ich in einer Schneiderei geschenkt bekam. Das passt zwar gut zu 1:250, ist aber in der Verarbeitung ziemlich widerspenstig.

Nun habe ich mir bei fentens Versand feines Takelgarn bestellt. Und stelle fest, dass die feinen Fasern, aus denen das Garn besteht, schnell aufspleißen. Muss ich das Garn irgendwie vor- oder nachbehandeln, z.B. mit einer Wasser-Weißleim-Mischung? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten, das Takelgarn stabiler zu bekommen?

Theo Modellbau

  • "Reinhard Fabisch" is male

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2

Monday, July 30th 2018, 9:39pm

Hi Theo...
Bei Historischen Schiffen ziehe ich das Garn über recht schnell eine Wachskerze.
Dadurch erhitzt sich das Wachs, dringt in die Fasern und glättet sie.
Ob das bei so dünnem Garn geht weiß ich allerdings nicht.
Gruß, Renee
Schwierigkeiten bringen Talente ans Licht,

die bei günstigeren Bedingungen schlummern würden! ;)

DocHoliday

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3

Tuesday, July 31st 2018, 8:39am

Moin,

wenn man's frisch abgeschnitten hat könnte man einfach ein Tröpfchen (Betonung auf CHEN) dünnflüssigen Sekundenkleber draufmachen. Als ich noch Buddelschiffe gebaut habe, habe ich so immer die Enden vorbereitet, damit ich die ohne Ärger durchfädeln konnte.

Viele Grüße

Mathias
:thumbup: Alles hinterfragen und niemals aufgeben! (James Dyson)

--Thomas--

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4

Tuesday, July 31st 2018, 8:51am

Hallo Theo Modellbau,
" Wer hat´s erfunden?" (nee sorry verkauft)
Die würd ich fragen, muss ja irgendwie ausprobiert worden sein, denk ich mal.
Ansonsten gibt es ja jede Menge Alternativen wenn man in der Suche Takelgarn eingibt (war ein Selbstversuch).
Tschüss
Thomas

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Jan Hascher (31.07.2018)

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5

Tuesday, July 31st 2018, 9:51am

Moin Theo,

das Takelgarn von Fentens kenne ich nicht, aber einige Takelgarne anderer Lieferanten. Das Problem des Aufdrehens besteht bei allen Takelgarnen und besteht auch bei den Originaltauen. Zur Abhilfe wurden/werden bei den Originalen Taklings verwendet. Näheres dazu findest Du u. A. bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Takling

Als Nachbildung der Taklings habe ich auf die Tauenden Weißleim gegeben oder sie in verdünnnten Weißleim getaucht, je nach Größe bzw. Maßstab. Bei 1:250 würde ich tauchen. Sekundenkleber wie von Matthias empfohlen dürfte es auch tun. Probier´s einfach mal aus.


Viele Grüße
Gustav
Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

knizacek otto

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Tuesday, July 31st 2018, 11:14am

Hallo Theo!

Ich verwende Takelgarn von Godensen, gibt es rechts oder links geschlagen von 0,1mm bis 2,5mm. Schwarz, braun, beige und grau. Die Enden leicht mit Sekundenkleber verkleben. Vor dem takeln ziehe ich das Garn durch Bienenwachs.

Grüße,
Otto.
ottok

Jan Hascher

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7

Tuesday, July 31st 2018, 1:45pm

Liebe Leute,
wenn Ihr die Frage des Threadstarters nicht beantworten könnt, hilft das typische „Ich weiss es auch nicht, verwende aber was anderes“ sehr wenig. Wenn Ihr die Verarbeitung von Takelgarn im Allgemeinen diskutieren wollt, macht ein eigenes Thema auf. Dann findet man das auch irgendwann wieder.

Gruß
Jan

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hitchhiker (31.07.2018)

Helmut B.

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8

Tuesday, July 31st 2018, 8:11pm

Vom Wachsen der feinen Garne kann ich nach meinen Erfahrungen nur abraten.

Unweigerlich wird der Zeitpunkt kommen, an dem man die Modelle abstauben (zum Beispiel mit Luftstößen) muss. Bei gewachsten Garnen bleibt der feine Staub aber hängen und das sieht nicht gut aus.

Das ist eigentlich auch neben dem Thema, weil ich das fentens-Garn nicht kenne, aber wenn hier Wachsen empfohlen wird...
Bis die Tage...

Helmut


Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.

Alexander Freiherr von Humboldt



Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

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Gustav (31.07.2018)

theo modellbau

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9

Tuesday, July 31st 2018, 10:11pm

Vielen Dank für die verschiedenen Antworten und Erfahrungen mit Takelgarn (auch wenn es nicht das von fentens ist).
Ich denke, ich werde als erstes mal mit wasserverdünntem Weißleim experimentieren.
Das Problem bei dem von fentens vertriebenen Garn (eines US-Herstellers) ist, dass es nicht nur an den Schnitt-Enden aufspleißt, sondern manchmal auch mittendrin und dann ein Gewölle aus feinsten Synthetikfäden bildet, das sich nicht wieder glattziehen lässt.
Mit herzlichem Gruß, Theo Modellbau (Ulrich)

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Gustav (31.07.2018)

Ulrike F.

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Wednesday, August 1st 2018, 1:57pm

Die Sache mit dem Takelgarn...

Hallo Ulrich,
Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für das Feedback zu dem Takelgarn.
Leider spleißt das Garn manchmal - wobei das je nach Rolle mal mehr und mal weniger vorkommt.


Eine Möglichkeit ist Klebstoff - Kittifix hat sich bei uns bewährt. Man kann auch die ganze Garnstrecke damit bearbeiten. Wenn man das gemacht hat, kann auch das Spleißen mittendrin eigentlich nicht mehr passieren.


Ansonsten kommt man auch ganz gut klar, wenn man großzügig abschneidet und erst nach dem Verknoten bzw. Verkleben am Modell die überstehenden etwas längeren Enden abschneidet. Damit machen wir auch gute Erfahrungen.

Wenn diese Vorschläge noch nicht zum gewünschten Ergebnis führen, dann melde Dich doch bitte noch einmal direkt bei uns und wir gucken wie wir das lösen können.

Ich hoffe, ich konnte Dir damit helfen.

Viele Grüsse
Ulrike

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Zaphod (01.08.2018)

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11

Wednesday, August 1st 2018, 4:30pm

Danke, Ulrike, für Dein Angebot!
ööööö

Ich arbeite mit diesem Garn zur Zeit an meiner Prinz Heinrich und kenne die Ansprüche an das Material. Man sollte es in der Tat grosszügig abschneiden. Ich überprüfe das Stück anschliessend auf Unebenheiten und "Gewölle". Dann bepinsle ich es mit STARK verdünntem Weissleim auf der ganzen Länge und sorge so für eine erste Haftung der Teilfäden aneinander. Während der Bearbeitung kann es nämlich tatsächlich geschehen, dass ein einzelnes Fädchen herausgezogen wird. Die Enden bekommen etwas weniger verdünnten Leim, und nun kann man sehr gut arbeiten. Wenn das Garn dann verarbeitet ist, behandle ich es noch einmal mit meiner Leim-Wasser-Mischung zur endgültigen Fixierung. Nicht zu dick natürlich, damit das Filigrane nicht verloren geht.
öööö

Eine Besonderheit dieses Garns ist, dass die Einzelfäden keinen kreisförmigen Querschnitt bilden, sondern einen länglichen. Dies hat zur Folge, dass vor allem bei den Gröberen die Dicke optisch variiert. Geflochtenes Garn wie das chirurgische hat dieses Problem nicht. Andererseits schätze ich sehr, dass man dieses hier beliebig ausdünnen kann, wenn man will. Ich habe mittlerweile etwas Übung darin, aus einem Stück davon einzelne Fädchen herauszuziehen. Diese sind ihrerseits für feinste Knüpfungen hervorragend geeignet.

ööö
Ich hoffe, ich konnte ebenfalls ein wenig Hilfe bieten.
öööö

Grüsse vom Zürichsee, Gloomy
Dauerbaustelle: Prinz Eugen
Etwas Fertiges: Mikro-Neuschwanstein
Mit guter Chance auf Fertigstellung: Die Prager Burg

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12

Wednesday, August 1st 2018, 5:14pm

Ich habe mittlerweile etwas Übung darin, aus einem Stück davon einzelne Fädchen herauszuziehen.
Fadenspalter!!!!!!
In der Werft: Kombifrachter Schwan (HMV/Piet/1. Auflage), Kanonenboot Panther (HMV/Wiekowski/1. Auflage), SdKfz 222 (GPM), KNM Thor Heyerdahl (ecardmodels.com)

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Glue me! (02.08.2018)

Mainpirat

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13

Thursday, August 2nd 2018, 12:05pm

Hallo Ulrich,
die von Ulrike beschriebene Vorgehensweise würde ich Dir auch empfehlen. Ich plaziere dazu einen großen Tropfen Kittifix an das obere Fadenende und zie dann den Faden durch Daumen und Zeigefinger. Sobald der Tropfen versiegt ist, wir an der letzten Stelle ein neuer Tropfen angefügt und das "Spiel" weitergetrieben.
Dies Methode versiegelt den Faden und glättet ihn zusätzlich.
Bei der Herstellung von Fadenreling aus Nähgarn, ist diese Vorbehandlung der Fäden für den Erfolg unerläßlich.
LG
Mainpirat
Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
Laotse

theo modellbau

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Friday, August 3rd 2018, 5:27pm

Hallo nochmal an alle!

Und vielen Dank noch einmal für die ausführlichen Bearbeitungshinweise zum Takelgarn.
Ich wundere mich mittlerweile, weshalb ich erst jetzt, nach Jahrzehnten Kartonmodellbau auf diese Problem gestoßen bin.

Ich habe mittlerweile den ersten Versuch gemacht - allerdings nicht mit verdünntem Weißleim (den hätte ich ja erst anmischen müssen), sondern mit Klarlack (Acryl wasserlöslich). Und siehe da, der Faden hat gleich eine ganz andere Stabilität.

Was ich wohl als nächstes noch ausprobieren werde, ist die vorgeschlagene Methode, die Flüssigkeit mit zwei Fingern aufzutragen. Das klingt noch einfacher als einen (zwischen zwei Nägeln gespannten) Faden mit einem Pinsel zu bearbeiten.

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Shipbuilder (03.08.2018), Reinhard Fabisch (04.08.2018)

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