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  • "Eberhard H." started this thread

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1

Sunday, October 28th 2018, 5:52pm

St.-Pauli-Landungsbrücken, 30er Jahre, 1:250, HMV

Wenn Ihr glaubt, dass mir zwei Baustellen (Thor Heyerdahl und Wachboote) gleichzeitig reichen, habt Ihr Euch aber geschnitten.

Ich mache das jetzt einmal so wie die Stadt Karlsruhe: Für jede abgeschlossene Baustelle fange ich drei Neue an!
Im Gegensatz zur Stadt Karlsruhe habe ich aber wirklich eine Baustelle endgültig abgeschlossen (Celtic Voyager). Bei den Karlsruhern bin ich mir da nicht so sicher. Wer in Karlsruhe mit dem Auto unterwegs ist, weiß was ich meine.

Schon im Baubericht zu den Wachbooten des Mannheimer Modellbaubogen-Verlages war ja angeklungen, dass ich an den ersten internationalen Schiffsmodellbautagen in Hamburg teilgenommen hatte (1. Internationale Schiffsmodellbautage im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg 2018). Als ich im Mai die Zusage vom IMMH erhalten hatte, entschloss ich mich spontan, die Landungsbrücken vom HMV dahin mitzunehmen. Einziges Problem: Ich hatte sie noch gar nicht angefangen. Sah aber alles nicht so kompliziert aus (HAHAHA).

Je mehr ich mich mit dem Bogen beschäftigte, ergaben sich doch einige Probleme:

1. Die Brücken auf den Ponton sind als Röhren vorgesehen.
Zwar scheint der Konstrukteur schon damit gerechnet zu haben, dass irgendwelche Schlaumeier das so nicht wollen und hat den Röhren ein Innenleben spendiert, dabei aber die Zugänge auf der Wasserseite des Gebäudes etwas befremdlich gestaltet: Statt eines schön geschwungenen Portals sind da überall störende graue Flächen drin, da offenbar der Querschnitt der Durchgänge nicht richtig ermittelt wurde. Auf der Wasser- und Landseite sind sie zumindest im Modell unterschiedlich.
Die Abwicklung dieses Durchgangs wäre wohl zu aufwendig gewesen. Deshalb wurde da ein wenig getrickst. Ich hatte Kontakt mit Benjamin Fentens, der sich das auch nicht so richtig erklären konnte. Er meinte, dass man das auf der Wasserseite wegen der Brücken(röhren) ja nicht sehen würde.
Stimmt leider nicht ganz, denn die Röhren kommen nicht direkt rechtwinklig aus dem Gebäude raus; also sieht man diese komischen grauen Flächen doch. Ich habe deshalb angefangen, die Röhren der Gebäudedurchgänge so zu vergrößern, dass sie an der Wasserseite passen. Für die Landseite sind sie jetzt zu groß. Das kann ich aber eher verschmerzen.
Die ganze Problematik kann man auch sehr schön in Lemys Baubericht aus dem Jahre 2008 erkennen: St. Pauli Landungsbrücken/HMV/1:250

2. Thema Landseite
Was mich bei dem Bogen immer schon gestört hat, ist die Tatsache, dass das Diorama auf der Landseite kürzer ist als die Schwimmbrücke/der Ponton davor! Der Grund dürfte darin liegen, dass bei Fortsetzung der Landseite nach Westen das Gebäude des alten Elbtunnels partiell mit auf die Pier hätte kommen müssen. Ein knappes Viertel dieses Gebäudes hatte natürlich vollkommen sinnlos gewirkt!
Ich habe mich deshalb an eine von Wilfrieds zahlreichen Weisheiten ;) gehalten (hier sinngemäß: zur Außenseite des Dioramas parallele oder senkrechte Kanten sind zu vermeiden) und habe den ganzen Platz vor dem Gebäude bis auf den Bürgersteig und einen schmalen Straßenstreifen weggelassen! Dadurch läuft die Straße nämlich ganz knapp vor dem alten Elbtunnel entlang!
Außerdem verläuft die Wasserseite des Gebäudes nicht mehr parallel zur Außenkante des Dioramas. Das Ganze sollte jetzt etwas spannender wirken. Das vor dem Gebäude eingesparte Pflaster habe ich großzügig in die westliche Verlängerung der Pier investiert.
Die Pier endet jetzt relativ knapp vor der nächsten Brücke auf den Nachbar-Ponton. Eigentlich müsste sich an der Ostseite des Pontons schon der Übergang auf den nächsten Ponton anschließen. Mal sehen, ob und was mir da noch einfällt.

Da die ganze Geschichte schließlich knapp 95 cm breit wird, ist natürlich eine vernünftige Unterlage gefragt. Etwas anderes als MDF kommt da eigentlich nicht infrage. Trotzdem biegt sich auch dieses Material im Zweifelsfall durch (oder man nimmt mindestens 16mm; Hilfe, mein Rücken!) und der ganze Papier- bzw. Kartonaufbau kommt doch ziemlich unter Spannung. Deshalb habe ich sowohl den Ponton als auch das landseitige Gebäude ebenfalls auf ein Fundament aus MDF, Architekturbauplatten und Graupappe gestellt. Während des Zusammenbaus sah das ziemlich chaotisch aus. Aber jetzt wirkt es ganz vernünftig.
Außerdem möchte ich die Wasserfläche vor dem Ensemble variabel gestalten können: Entweder kommen nur ein paar Hafenfähren an bzw. in unmittelbare Nähe des Pontons oder ein wenig zusätzlicher Verkehr auf der Elbe soll auch noch untergebracht werden können. Deshalb habe ich zwei unterschiedliche Wasserplatten eingeplant, die unterhalb des Pontons eingeschoben werden können. Die Naht sollte nur rechts und links des Pontons zu sehen sein.
Die Aufnahmen zeigen den aktuellen Bauzustand: Ich konstruiere gerade die Durchgänge um. Die Einzelteile für die offenen Brücken habe ich weitgehend vorbereitet: Ein Seitenteil hatte ich eingescannt, nachgezeichnet, das Ergebnis auf dicken Photokarton einer genehmen Farbe gedruckt und ausgeschnitten. So habe ich mir das elendige Kantenfärben von 14 Gitterkonstruktionen erspart. Die dabei ignorierten, angedeuteten Geländer werden entweder durch Bindfaden oder schmale Streifen Photokarton nachgebildet. Wie ich das später zusammenbaue, muss ich mir noch überlegen. Aktuelle Schwerpunkte sind das Hauptgebäude und eine Lösung für die Geländer auf dem Ponton. Einen LaserCut-Satz hat es zu dem Modell nie gegeben. Erstaunlicherweise taucht der Bogen auch auf der HMV-Seite (https://www.h-m-v.de/) nicht mehr auf. Das gleiche Schicksal hat den Bogen der Deichstraße vom selben Konstrukteur ereilt. Kein gutes Zeichen für diejenigen, die auf eine weitere Auflage hoffen.

Gruß
Eberhard

PS: Sowohl der Ponton als auch das Gebäude sind nur aufgelegt.
Eberhard H. has attached the following images:
  • S1340001.JPG
  • S1340002.JPG
  • S1340003.JPG
  • S1340004.JPG
  • S1340006.JPG
  • S1340007.JPG
Ist das Schalke, oder kann das weg?

In der Werft: Kombifrachter Schwan (HMV/Piet/1. Auflage), Kanonenboot Panther (HMV/Wiekowski/1. Auflage), SdKfz 222 (GPM), KNM Thor Heyerdahl (ecardmodels.com), St. Pauli-Landungsbrücken (HMV), V1102 Lützow (Mannheimer Modellbaubogen)

This post has been edited 2 times, last edit by "Eberhard H." (Jun 3rd 2019, 6:35pm)


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2

Sunday, October 28th 2018, 6:42pm

Moin,

Ein interessantes Modell hast du da ausgegraben. Ich werde den Bau definitv mitverfolgen :)
Die Hoffnung auf eine Neuauflage würde ich aber nicht direkt in den Sand werfen, denn auf der Website vom HMV sind aktuell nur Modelle gelistet, die auch verfügbar sind. Ich denke die anderen werden irgendwann auch noch folgen, aber erst wenn alle Einträge der verfügbaren Modelle fertig sind. Die Nordic und der EGV fehlen zum Beispiel auch, ich hatte für die beiden Modelle aber mal nachgefragt, ob eine Neuauflage geplant sei und folgende Antwort erhalten:

Quoted

Sowohl die Nordic als auch der EGV sind zur Zeit bei uns komplett vergriffen. Beide Modelle sollen neu aufgelegt werden, ein Datum steht jedoch noch nicht fest.
Nur das die Landungsbrücken (noch) nicht auf der Website stehen heißt also noch lange nicht, dass es nie eine Neuauflage geben wird. Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.

mfg
Johannes
Im Bau: CCGS Cove Isle (PSW), Mehrzweckschiff Mellum (HMV) [~65%, pausiert]
Fertig: Peilschiff Zenit (HMV), Wappen von Borkum (HMV), MV Wedel (PSW), Cn2t Las (Modelik)

3

Tuesday, October 30th 2018, 8:21am

Moin Johannes,

ich wäre, was Neuauflagen anbelangt, alles andere als optimistisch. Natürlich sage ich als Verlag auf entsprechende Anfragen nicht klar und deutlich, dass ein bestimmtes Modell nicht (mehr) kommt. Aber beim HMV gibt es regelmäßig nur Ankündigungen, deren Realisierung dann mehr oder weniger lange auf sich warten lassen. Ich würde auf deren Ankündigungen nichts geben und stattdessen abwarten, was tatsächlich kommt. Auch die SMS NASSAU hat es ja nach angemessener Wartezeit in die Regale geschafft...

Und während ich immer noch auf die Neuauflage der NORDSTJERNEN warte, greife ich frohgemut in die gut gefüllte Bogenschublade... ^^

Beste Grüße
Fiete

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4

Tuesday, October 30th 2018, 12:30pm

Moin Fiete,

Was soll ich machen, ich bin halt Optimist was solche Dinge anbelangt. Und natürlich bleibt mir/uns nichts anderes übrig als einfach abzuwarten und zu sehen was kommt. Damit habe ich langsam aber auch Übung: Ich warte quasi seit der Veröffentlichung von Skyrim am 11.11.2011 auf den nächsten Teil der Elder Scrolls Spieleserie. Der nächste Teil wurde dieses Jahr auf der E3 (jährliche Messe für Videospiele) endlich angeteasert - er erscheint aber voraussichtlich erst 2024. Wenn es dann erschienen ist, habe ich fast die Hälfte meines Lebens darauf gewartet ;(


Bis dahin habe ich aber auch noch einen (zu) gut gefüllten Bogenschrank, also alles ist gut ;)


mfg
Johannes
Im Bau: CCGS Cove Isle (PSW), Mehrzweckschiff Mellum (HMV) [~65%, pausiert]
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