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Helmut B.

Hennings Dino

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Monday, August 26th 2019, 11:32pm

SK HERMANN APELT, Kontrollbau, Passat-Verlag, 1:250

Mit dem Modell der HERMANN APELT, das im Spätherbst dieses Jahres erscheinen wird, schließt unser Verlag die letzte Lücke in der Darstellung der Entwicklungsgeschichte der deutschen Seenotrettungskreuzer.

Über die Konstruktion des Modells hat Henning (Konpass) bereits hier berichtet.

Mit dem Versuchskreuzer BREMEN ( Passat Modell, Baunummer 23) hatte sich für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger die Tauglichkeit und Zweckmäßigkeit einer Rettungseinheit mit einem "huckepack" mitgeführten Tochterboot erwiesen. Allerdings vermochte die Geschwindigkeit des Kreuzers, der trotz eines Zweischraubenantriebs nur mühsam 9 kn erreichte, noch nicht zufriedenzustellen. Immerhin stammte die 1931 gebaute Rumpfform im Prinzip noch von den alten Seenotrettungsbooten ab - sehr füllig, quasi stäbig-wohlgenährt wie in etwa die alten Ruderrettungsboote.

Es ging also bei der im frühen Entwurfsstadium stehenden neuen Seenotkreuzergeneration (der späteren THEODOR HEUSS-Klasse) um eine Erhöhung der Geschwindigkeit bei mindestens gleicher Seetüchtigkeit. Das erreichte man schließlich durch eine ganz andere Rumpfform, die in der Wasserlinie einem länglichen Tropfen ähnelt. Der schnittige Bug und das achtern recht flache Unterwasserschiff machten diesen Rumpf tauglich sowohl für schweres Wetter wie auch für den Einsatz in flacherem Wasser und die erzielbare Geschwindigkeit nahm sprunghaft zu (3 PROPELLER, 1600 PS, 17,5 kn).

Ganz neu war diese Rumpfform im Grunde nicht. Bereits Schnellboote waren solche Halbgleiter, und so konnte die Lürssen-Werft auf einige Erfahrungen aufbauen. Der scharfe Steven sollte ein gutes Durchschneiden der Welle sichern und der ausladende v-förmige Spant für die reichliche Auftriebsreserve sorgen sowie ein Feststampfen in der Welle verhindern.

Mit der HERMANN APELT erfüllten sich die Erwartungen an den Rumpf weitgehend und diese Erkenntnisse flossen dann in die Konstruktion der THEODOR HEUSS, RUHR-STAHL, H. H. MEIER und HAMBURG ein.

Hier mal ein vielleicht interessanter Blick auf die verschiedenen Wasserlinienprofile; links die BREMEN, rechts die HERMANN APELT:



Nun aber los ans Spantengerüst:



Und das imposante Waldeck mit negativem Deckssprung, optimal für raschen Wasserablauf (erinnert irgendwie etwas an ein Uboot, oder? Dieser Eindruck wird sich beim Aufbau noch verstärken):

Bis die Tage...

Helmut


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Alexander Freiherr von Humboldt



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Tuesday, August 27th 2019, 7:36am

Hallo Helmut.
Ein weiterer Seenotkreuzer! Sehr schön. Baust du den zweimal, einmal mit und jetzt ohne Tochterboot? Henning schrieb ja, dass beide Varianten bau bar sind, aus dem Bogen her raus. Kommt dann die Theodor Heuss klasse dann nächste Herbst? Dann wäre die Geschichte der Seenotkreuzer ja gut besetzt. Vielen Dank schonmal für das bisher veröffentlichte. Genau mein Beuteschema!
Lg
Thomas

Nachtrag: Ich dummerchen, habe den Konstruktionsbericht nicht zu Ende gelesen. Es gibt nur die Version ohne Mitgeführten Tochterboot. Wird dann das sogenannte Strandrettungsboot mit im Bogen sein? Das konnte ich nicht zweifelsfrei entnehmen.
Lg
:thumbsup:

This post has been edited 1 times, last edit by "Thomasnicole05" (Aug 29th 2019, 7:44am)


Helmut B.

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Monday, September 2nd 2019, 11:53pm

Hallo Thomas,
das ursprünglich als Tochterboot vorgesehene spätere Strandrettungsboot KURT GRUNDMANN wird im Bogen enthalten sein.

Vielen Dank allen für die Daumen!

_________________


Inzwischen habe ich die Bordwand angebracht; die Heckklappe wird separat eingesetzt:



Man erkennt sehr schön die weit ausladenden Bordwände im Bereich des Vorschiffs, signifikant für alle späteren Seenotkreuzertypen.
Bis die Tage...

Helmut


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Tuesday, September 3rd 2019, 12:10am

Au Backe,

die Bordwände haben es ja mächtig in sich, wie lange hast du für die Vorformung der Bordwände gebraucht?

Sieht richtig gut aus,

Gruß
Robi
Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.

Helmut B.

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Tuesday, September 3rd 2019, 12:18am

Hallo Robi,
das sieht heftiger aus als es ist!
Sorgfältig vorformen, dann passt es fast wie von selbst. Die Heckklappe kann dann problemlos eingepasst werden.

Die Bordwände werden vorn angesetzt (wie immer das Spantengerüst leicht straken) und ich habe sie nur an der Grundplatte und am Deck verklebt.
Auf keinen Fall an die Spanten kleben!
Bis die Tage...

Helmut


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Thursday, September 5th 2019, 8:39pm

Aufbau

Danke für Eure aufmerksame Begleitung! :)

Nach dem Rumpf ist vor dem Aufbau.

Gehalten wird dieser Turm (der an einen UBoot-Turm erinnert) von einem stabilen Spantengerüst, dessen Grundplatte 14 ohne Rundung auf die Balkenbucht aufgeklebt wird. Der dabei zwischen Grundplatte und Deck entstehende Spalt ist beabsichtigt:



Die Fenster des Aufbaus habe ich ausgeschnitten und "verglast" (Antistatikfolie).
Hierzu habe ich nach dem Ausschneiden den Turm zunächst auf die passende Form gerundet, bis er sich nicht mehr von der Stelle gerührt hat. Die Fensterfolie habe ich dann vorsichtig in die Rundung geklebt, so dass sie nun glatt anliegt:

.
Bis die Tage...

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Thursday, September 5th 2019, 8:59pm

Moin Helmut,
sieht schon gut aus.
Zum letzten Bild hab ich noch eine Frage. An der linken Seite des Spants hast du nachträglich einen Einschnitt gemacht. Ich vermute, dass an der Stelle die Fenster vom Aufbau liegen werden?

Viele Grüße
Klaus-Dieter
Meine Homepage: www.kartonundmeer.de

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Thursday, September 5th 2019, 10:07pm

Moin Klaus-Dieter,
Danke!

Ja, das stimmt. Der Spant liegt schlüssig an der Aufbauwand an und hätte sich an der „Scheibe“ abgebildet.
Bis die Tage...

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Sunday, September 8th 2019, 9:40am

Aufbau II

Hallo Freunde,

inzwischen habe ich den Aufbau montiert




und die Blende für die Winddüse angebracht:



Sowohl die Innenschanz als auch die Blende habe leichte Überlängen, so dass sich die Bauteile leichter ein- bzw. anpassen lassen. Die Überstände werden einfach mit einer Rasierklinge abgeschnitten.
Bis die Tage...

Helmut


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Sunday, September 8th 2019, 9:48am

Moin Helmut,

schönes buntes U-Boot :thumbup:
Viele Grüße Nils

"Manchmal verspeist man den Bären und manchmal wird man eben vom Bären verspeist..." (The Stranger)

Im Bau: Tonnenleger BRUNO ILLING (HMV 1:250), SRK HERMANN RUDOLF MEYER (Passat 1:250), Tonnenleger NORDERGRÜNDE (Passat 1:250)

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Hennings Dino

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Sunday, September 8th 2019, 9:00pm

Aufbau III

Moin Helmut,

schönes buntes U-Boot :thumbup:


...aber glücklicherweise weder gelb noch pinkfarben... ;)

__________________


Der obere, offene Fahrstand ist ausgerüstet:



Das Ruder (Steuerrad) habe ich mit Fixogum angeheftet. Es wird später durch ein Ätzteil aus der Platine, die es passend zum Modell geben wird, ersetzt werden.

Die Schutzscheibe besteht aus Acetatfolie, die ich nach dem Bauteil des Bogens passend zugeschnitten habe.

Herzlichen Dank für Euer reges Interesse und die zahlreichen erhobenen Daumen! :)
Bis die Tage...

Helmut


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Sunday, September 8th 2019, 11:18pm

Trotz der Tatsache, dass dieser Seenotrettungskreuzer noch im Versuchsstadium war, wirkt er als Modell, so finde ich, sehr elegant. Freue mich auf den Rest :) :thumbsup: :thumbsup:
Viele Grüße aus Laboe

Dirk

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Wednesday, September 11th 2019, 10:00pm

Wo laufen sie denn?

Ein Charakteristikum der früheren Seenotkreuzer, also bis einschließlich zur EISWETTE-Klasse, waren die Lochbleche beidseits des Aufbaus bis zur Reling und von vorn nach achtern, die es erst ermöglichten, dass die Besatzung sich auf dem stark gewölbten Deck überhaupt sicher bewegen konnte (auch hier eine Anlehnung an die UBoote). Erst mit der neuen 23,1 m-Klasse (HERMANN RUDOLF MEYER u.a., ebenfalls als Passat-Modelle erhältlich unter Baunr. 25) ab Oktober 1996 fielen diese Bleche weg, da das Deck dieser und der zukünftigen Kreuzer längst nicht mehr so stark gewölbt war.

Während bei dem Versuchskreuzer BREMEN dieses Laufdeck noch ungeteilt (lediglich durch den Aufbau unterbrochen) und aus Holz war, hat man bei der HERMANN APELT bereits die über die nächsten Jahrzehnte verwendeten Lochblechpaare eingesetzt.

Beim Modell der HERMANN APELT werden diese "Bleche" durch Stützen getragen, die an ihrer Unterkante den Verlauf der Deckswölbung nachvollziehen.

Tipp: Beim Aufkleben dieser Stützen darauf achten, dass die (gerade) Oberkante genau waagerecht ist:



Und hier laufen (bzw. liefen) sie dann:



Das Dunkelgrün der "Bleche" entspricht übrigens genau dem Decksgrün. Auf dem Foto erscheint es dagegen geringfügig heller.

Herzlichen Dank für Eure rege Aufmerksamkeit und die "Gefällt mir"-Zeichen! :)
Bis die Tage...

Helmut


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Wednesday, September 11th 2019, 11:02pm

:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Viele Grüße aus Laboe

Dirk

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