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Monday, June 25th 2018, 10:03pm

Dann waren die Relingteile aus der Ätzplatine an der Reihe. Nur ist die Zuordnung auf dem „Beipackzettel“ bei einigen Teilen definitiv falsch.

Beispielsweise ist Teil E = Hochdeck vorn.

Mit ein wenig Nachdenken lässt sich die korrekte Zuordnung herausfinden.



Bild 7: Zuordnung der Relingteile auf dem „Beipackzettel“ für die Ätzplatine

Dannhabe ich alle Relingteile angebaut. Leider war das Ätzmaterial sehr weich, sodass sich die Relingteile sehr schnell verbogen haben. Ich kann mich beim Bau der Passat, wo ich die gleiche Ätzplatine verwendet habe, nicht an ein so weiches Material erinnern.




Bild 8: Die Reling auf dem Backdeck
Bild 8 zeigt die Reling auf dem Backdeck. Es ist hierbei zu beachten, dass die Reling hinter den Leuchttürmen herlief (vergleiche Bild 4 im letzten Baubericht).
Bei der achteren Reling auf dem Hochdeck fiel mir sofort auf. Hier kann etwas nicht stimmen. Hier fehlt in der Reling noch die Aussparung für den Laufsteg, der alle Hochdecks miteinander verbindet. Ein Begeher des Laufsteges würde am Ende auf die verschlossene Reling laufen.



Bild 9: Problem an der achteren Reling

Das letzte Bild zeigt dann noch das von einer Reling umgebene Poopdeck.



Bild 10: Reling im Hochdeck

Das ist der aktuelle Stand. Im nächsten Baubericht werde ich mich um den Ankerkran und den Anker kümmern. Auf den Ankerkran freue ich mich schon. Diesen kann dann hemmungslos detaillieren. Den Anker werde ich noch einmal umkonstruieren.

Ob ich das alles bis zum nächsten Wochenende hinbekomme, weiss ich noch nicht.
Ich werde am nächsten Sonntag wieder mit der Cap San Diego auf der Elbe herumschippern.

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Thursday, July 5th 2018, 11:22pm

Auf diesen Baubericht habe ich mich besonders gefreut, weil ich viel Kreativität in die gezeigten Bauschritte hineingelegt habe. Thematisch geht es grob um das Thema Anker.
Ich habe mit dem Ankerkran begonnen. Den Ankerkran gibt es auch als Ätzteil, aber ich habe mich für das Kartonteil entschieden, weil ich es plastischer finde.
An dem Ankerkran hängt ein Flaschenzug, wobei es mir wichtig war mehr als einen Seilzug darzustellen. Den Haken am unteren Ende habe ich noch von einer Ätzteilplatine von Peter Hurler.



Bild 1: Der Ankerkran

Der Ankerkran besitzt eine Besonderheit. Das Seil ist nicht auf eine Trommel aufgewickelt, sondern liegt auf Deck auf einer Taurolle. Diesen Zustand wollte ich nachempfinden.
Für die aufgewickelte Taurolle habe ich einen Bindfaden um einen Messingstab aufgewickelt und mit verdünntem Kittifix beträufelt. Das Ganze hatte ich eine Nacht durchtrocknen lassen. Da der Messingstab glatt ist, konnte man die Taurolle am nächsten Tag einfach am nächsten Tag vom Messingstab herunterziehen.
Das Ergebnis ist hier zu sehen:






Bild 2: Der Ankerkran auf Deck
Kommen wir dann zu den Ankern. Aus dem Bogen gebaut sehen die beiden Anker so aus:



Bild 3: Anker aus dem Bogen gebaut

Die beiden Anker ließen sich jetzt auch prima auf dem Backdeck befestigen. Aber ehrlich gesagt, irgendwie befriedigte mich das Ganze noch nicht. Irgendetwas fehlte.






Bild 4: Anker auf dem Backdeck befestigt
Ich habe zuerst an den Museumsmodellen recherchiert. Das Ergebnis war, dass diese Anker der Museumsschiffe im oberen Bereich des Ankers noch einen Querstab (die genaue Bezeichnung kenne ich nicht) hatte.



Bilder 5 und 6: Anker mit Querstab auf den Museumsmodellen

Zur Kontrolle habe ich noch einmal auf der Passat (Diesmal das Original) nachgeschaut. Auch hier war der Querstab vorhanden.



Bild 7: Anker der Passat
Zur Kontrolle habe ich noch einmal auf der Passat (Diesmal das Original) nachgeschaut. Auch hier war der Querstab vorhanden.
Und selbst alte Bilder der Preußen zeigen diesen Querstab. Das ist für mich ein Zeichen, dass die Preußen zumindest eine Zeit lang mit diesen Ankern gefahren sein muss.
Für mich stand fest, diese Querstäbe müssen nachkonstruiert werden.



Bild 8: Nachkonstruierte Querstäbe

Die Teile habe ich jetzt noch nachträglich an die Anker angebracht. Mit den zusätzlichen Ketten, sehen die Anker jetzt so aus:



Bild 9: Fertige Ankerpartie

So gefällt es mir schon wesentlich besser.

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Thursday, July 5th 2018, 11:29pm

Für alle, die Verwendung für die Ankerstäbe haben, hier sind sie zum Download:
Ankerstab.pdf

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Friday, July 6th 2018, 12:08pm

Moin Axel,

einen Querstab (die genaue Bezeichnung kenne ich nicht)

Dieser Querstab wird als Ankerstock oder enfach "Stock" bezeichnet. Er hatte bei Schiffen zu Anfang des 19. Jahrhunderts idealerweise die gleiche Länge wie der Schaft.


Gruß Gustav
Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

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Monday, July 9th 2018, 12:06am

Hallo Gustav,

vielen Dank für deine Erklärungen zum Thema Ankerstock. Ich hatte das Glück, dass ich ein unverzerrtes Bild von Ankerstock und Schafft hatte. So konnte ich den Stock in eine Größenrelation zum vorgegebenen Schaft setzen.


Ich habe zwar am Wochenende nicht viel Zeit gehabt, aber ein wenig habe ich schon geschafft.
Anbei meine Ausbeute:



Bilder 1 und 2: Meine Ausbeute für dieses Wochenende

Es sind vier Decksbefestigungen für die Stagverankerungen und ein Kompass.


Die Stagverankerungen kommen immer an den Vor-Mast. Beim endgültigen Befestigen des jeweiligen Mastes werde ich aufpassen müssen, dass die beiden Taue immer hinter dem Mast landen. Die Stagverankerungen für den Fockmast befinden sich auf dem Clüverbaum.




Bilder 3 und 4: Befestigungen der Stagverankerungen auf Deck
Die obigen Bilder sollen einen Eindruck vermitteln, wie die Stagverankerungen auf Deck befestigt werden. Die Weiterverarbeitung erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Im nächsten Baubericht werde ich mir um das Thema Nagelbänke Gedanken machen müssen. Ich habe hier meine festen Vorstellungen, aber davon später.



Bild 5: Teile der Nagelbänke

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Thursday, July 19th 2018, 10:41pm

Endlich komme ich wieder zu einem Baubericht. Ich hatte versprochen, mich einmal um die Nagelbänke zu kümmern. Was ist auf den Nagelbänken drauf? Das schauen wir uns einmal bei den Museumsmodellen an.






Bilder 1 bis 3: Bestückung der Nagelbänke bei der Preußen an Museumsmodellen
Die Bilder zeigen, dass zur Bordwand hin die Wanten und Pardunen befestigt sind und auf der inneren zum Deck hin gewandten Seite die Belegnägel mit gegebenenfallsTaurollen.

Übrigens bei der Passat ist die Befestigung anders geregelt. Ein Blick über den „Tellerrand“ lohnt sich hier nicht.
Wie sieht es denn derzeit auf meinem Modell aus?




Bild 4: Zustand Nagelbänke
Hier gibt es eine Lochreihe, die wohl eher für die Befestigung der Pardunen und Wanten ausgelegt ist. Da ich die Wanten aus dem käuflich erhältlichen Ätzsatz verwenden werde, werde ich die hierfür vorgesehenen Löcher nicht benötigen. Aber es gibt ja noch die Pardunen. Ein Blick in die Bauanleitung sagt mir, dass ich beim Fockmast 8 Pardunen berücksichtigen muss. Die Pardunen möchte ich mit meinen Ösenhaltern befestigen. Diese sollen dann in die Nagelbänke eingelassen werden.



Bilder 5 und 6: Ösenhalter

Die Löcher der Ösen haben einen Durchmesser von 0,3 mm. Ich reibe diese ein wenig auf und probiere, ob der Faden für die Pardunen durchpasst. Zu guter Letzt färbe ich die Ösen noch schwarz.
Schließlich haben die Nagelbänke ihren Namen von den Belegnägeln, die man dort hineinstecken kann. Also bohre ich jetzt die innere Lochreihe für die Belegnägel.





Bild 7: Bohren der Löcher für die Belegnägel
Belegnägel gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben.



Bild 8: Belegnägel in unterschiedlichen Formen und Farben

Ich entscheide mich für graue Belegnägel mit einem Durchmesser von 0,3 mm und einer Länge von 3 mm.



Bild 9: Belegnägel für die Preußen

Rechnerisch sind diese zwar immer noch etwas zu groß, aber ich kann einen Teil in der Nagelbank versenken. Dann fällt es nicht so auf.

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Thursday, July 19th 2018, 10:49pm

Und so sehen dann die Belegnägel auf der Nagelbank aus.

Bild 10: Belegnägel auf der Nagelbank
Nur wenn ich schon Belegnägel auf der Nagelbank habe, dann benötige ich auch Taurollen. Sonst sieht es so leer aus.
Ich habe mir dann eine Vorrichtung gebaut, mit der ich die Taurollen gut erzeugen kann.





Bild 11: Vorrichtung zur Erzeugung von Taurollen
Die Taurollen habe ich dann mit verdünntem Kitifix beträufelt und eine Nacht trocknen lassen. Die Taurollen haben dann die Festigkeit, dass man sie leicht über die Belegnägel hängen kann.
Das Ergebnis seht ihr hier:



Bilder 12 und 13: Nagelbänke mit Taurollen beim Fockmast

Die Vorgehensweise beim folgenden Großmast ist identisch. Dafür werde ich keinen Baubericht bringen.
Lediglich beim Mittelmast gibt es kleine Unterschiede.

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Friday, July 20th 2018, 10:01am

Moin Axel, saubere Arbeit!
Gruß
Jochen

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Saturday, July 21st 2018, 7:55pm

Moin Axel, saubere Arbeit!


Dem schließe ich mich vorbehaltlos an; hier ein Beweisfoto:



Viel Spaß beim Weiterbau, Axel - und ein schönes Restwochenende
Wilfried

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Sunday, July 22nd 2018, 6:07pm

@Jochen Haut: Hallo Jochen,
vielen Dank. Freut mich, dass es deine Anerkennung findet.
@Willfried: Hallo Willfried,

dein Foto passt genau. Allerdings um die Taurolle in diesem Maßstab so zu knoten wie auf dem Bild, da wäre das Restwochenende draufgegangen. :D
Es gibt
von kleinen Fortschritten zu berichten. Die Nagelbänke für den Großmast sind nach dem gleichen Verfahren, wie bei dem Fockmast hergestellt. Daher an dieser Stelle nur das Bild des fertiggestellten Bereiches.




Bild 1: Nagelbänke des Großmastes

Beim Mittelmast gibt es einige Unterschiede. Daher schreibe ich hier das Anfertigen der Nagelbänke. Der große Unterschied ist hier, dass die Pardunen nicht auf den Nagelbänken, sondern auf dem Hochdeck befestigt werden. Hier ist also die Nagelbank sprichwörtlich nur für die Belegnägel vorgesehen. Erste Schwierigkeiten bestehen bei dem Ausfindigmachen der Befestigungspositionen der Pardunen. Aufgezeichnet sind nur die Befestigungspositionen für die Nagelbänke.
Da ich aber von den anderen Masten weiß, dass die Pardunen dicht auf die Wanten folgen, brauche ich die Wanten aus dem Ätzsatz nur anzuhalten und kann in kurzer Entfernung das Loch für die erste Pardune bohren. Die Pardunen werden zwischen Bordwand und Nagelbänken befestigt.






Bild 2: Ausmessen der Befestigungslöcher für diePardunen

Die weiteren Befestigungslöcher folgen dann in geringen Abstand. Da hier meine Ösenstifte wieder einsetzen werde, an die ich später die Pardunen befestigen kann, kann ich mir das frühzeitige Einkleben der Pardunen (und natürlich auch anderer Taue ersparen).





Bild 3: Die Ösenstifte für die Pardunen sind gesetzt
Es kommen jetzt die Nagelbänke an die Reihe. Vor Ausschneiden bohre ich noch ein paar Löcher für die Belegnägel. Wie bereits beschrieben, bestehen die Belegnägel aus 3mm langen Drahtstücken mit einem Durchmesser aus 0,3 mm, die ich zuvor mit Aquacolor von Revell in Grau eingefärbt habe.
Diese stecke ich dann durch die Löcher und verklebe sie von unten. Das nachfolgende Bild zeigt einen Blick „unter“ die Kulissen. Ein Blick, den später nicht mehr haben wird.


Bild 4: Ein Blick „unter“ die Kulissen – Die Nagelbänke mit Belegnägeln

Jetzt fehlen nur wieder die Taurollen, die ich mit meiner Lehre angefertigt und eine Nacht durchtrocknen lassen habe.
Anbei die Ergebnisse:




Bild 5: Fertige Nagelbänke auf dem Hochdeck
Kleiner Ausblick: Es folgen die Nagelbänke für den Achtermast, die wie die Nagelbänke bei Fock- und Großmast anzufertigen sind. Die Nagelbänke für den Kreuzmast sind wieder eine Sonderkonstruktion.

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Friday, August 3rd 2018, 9:41pm

Ich habe die Taurollen jetzt an den Nagelbänken aller Masten befestigt.

Als erstes war der Achtermast (Laeiszmast) zu bestücken. Dieser wurde wie Fock- und Großmast bestückt.


Bilder 1 und 2: Taurollen am Achtermast
Zuletzt war der Kreuzmast mit einer Sonderkonstruktion zu bestücken. Hier ist auffällig, dass von den 8 Pardunen 7 Pardunen auf dem Poopdeck direkt und eine Pardune auf einer Nagelbank des Hauptdecks befestigt werden.





Bild 3: Befestigung der Pardunen des Kreuzmastes
Die Nagelbank auf dem Poopdeck wird in der Bauanleitung leider nicht erwähnt. Ich habe es mir so abgeleitet:
Die Baugruppe 83 enthält Nagelbänke, die um die Masten herumgesetzt werden. Um diese Nagelbänke kümmern wir uns explizit im nächsten Baubericht.
Im Baugruppenträger für die Baugruppe 83 finden wir diese Nagelbänke. Sie werden größtenteils wie ein U um den Masten gesetzt.



Bild 4: Baugruppenträger für Baugruppe 83

Nun finden wir 6 Nagelbänke für nur 5 vorhandene Masten. Die überzähligen Nagelbänke habe ich dann für das Poopdeck verwendet.
So sieht das Ganze dann aus:



Bilder 5 und 6: Nagelbänke auf dem Poopdeck

Und an dieser Stelle seien auch zwei Gesamtansichten erlaubt:



Bilder 7 und 8: Gesamtansichten

Im nächsten Baubericht gehe ich u.a. kurz auf die Nagelbänke um die Masten und auf die Toppnants ein.

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Saturday, August 4th 2018, 9:24am

Hallo,
die Seilbuchten machen sich prima und geben etwas von Segelschiffflair wider .Das Herstellen dieser Buchten ist eine Massenproduktion und nimmt seine Zeit in Anspruch. Aber es ist eine Bereicherung für ein Modell.
Ulrich

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Sunday, August 5th 2018, 11:54pm

Als nächster Schritt würde jetzt das Herstellen der Nagelbänke an den Masten an der Reihe sein.


Diese werden U-förmig um den jeweiligen Mast aufgestellt. Zwei dieser Nagelbänke enthalten sogar Pumpen (Teile Nr. 84). Hierbei ist leider die Bauanleitung nicht ganz korrekt. Diese besagt, dass die Handräder stumpf vor die Enden der Achsen geklebt werden müssen. Damit wären die Handräder außerhalb der U-Form. Alte Bilder bestätigen jedoch, dass sich die Handräder innerhalb der U-Form befanden und die Achsen somit zweimal geteilt werden müssen (siehe Bild 1).


Bilder 1 und 2: Nagelbänke um die Masten
Aber schauen wir uns einmal eine Originalumsetzung auf der Passat an.



Bild 3: Originalumsetzung auf der Passat

Dort sieht man auch, dass sich innerhalb des U-Rahmens der Nagelbank auch die Befestigung der Flaschenzüge der Toppnants befindet. Das wird sehr eng.
Würde ich jetzt die Nagelbänke ankleben, dann würde ich an die Umsetzung der Toppnants nicht meher herankommen. Also verschiebe ich die Nagelbänke auf später und klebe anstatt dessen die Befestigung für die Flaschenzüge der Toppnants an.





Bild 4: Befestigung der Flaschenzüge der Toppnants
Als weiteren Schritt habe ich die Bootslagerbügel aufgeklebt.



Bild 5: Bootslagerbügel

Sommerzeit, Urlaubszeit. Auch an mir geht der Urlaub Gottseidank nicht vorüber. Ich werde aber die Preußen nicht mit in den Urlaub nehmen.
Ich werde jedoch meine kleine Werft mit in den Urlaub nehmen.
Statt dessen werde ich an meinem Urlaubsort auf Föhr ein kleines einfach zu bauendes Modell vornehmen.
So wird dieser Baubericht aus diesem Grund etwa 3 bis 4 Wochen hier pausieren.

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Monday, December 10th 2018, 3:07pm

Meine Auszeit für die Preußen ist nun doch viel länger geworden. Dieses liegt auf der einen Seite daran, dass ich beim Bau der Bussard ein paar exzellente „Tipgeber“ hatte und somit auch einen Alternativbogen erstellen konnte, was doch einige Zeit in Anspruch genommen hat.

Auf der anderen Seite bin ich gerade beruflich „landunter“, sodass mir leider kaum Zeit für dieses schöne Hobby blieb. Wenn man einmal ein wenig Zeit hatte, dann war ich derart übermüdet, dass sich dieses auf die Bauqualität niedergeschlagen hat. Ich denke, nach Weihnachten wird es besser werden.

Dennoch habe ich mich jetzt an die nächsten Teile gewagt. Dieses waren die Gangways. Hier waren die Geländer so dünn und das Material so weich, dass Verbiegungen sehr schnell vorprogrammiert waren.

Ich habe den gleichen Ätzsatz schon einmal beim Modell Passat verbaut. An ein derart weiches Material konnte ich mich beim Bau der Passat nicht erinnern.


Anbei die Resultate der hinteren Gangway:

Bilder 1 und 2: Der fertig gebaute hintere Gangway
Diese habe ich dann auch noch eingebaut:



Bild 3: Hintere Gangway auf Deck eingesetzt

Ich hoffe, ich bekomme jetzt einige zeitnahe Termine hin. Die Fertigstellung des Rumpfes ist in greifbarer Nähe.

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Tuesday, December 25th 2018, 8:16pm

Jetzt in der Weihnachtszeit habe ich einmal genügend Zeit, den Bau voranzutreiben.
Es gibt bei manchen Baubögen Teile, wenn man diese einbaut, merkt man, ob man bei den vorherigen Teilen sorgfältig genug gebaut hat.
Die Gangway ist ein solches Bauteil. Den hinteren Teil habe ich ja bereits erfolgreich in das Modell verbaut. Nun war der vordere Teil der Gangway an der Reihe. Ich habe lange Zeit gebraucht (und auch geflucht), bis dieses Bauteil halbwegs akzeptabel an seiner Position befestigt war. Das war ein Tagesprogramm.

Bilder 1 und 2: Die Gangway ist endlich komplett

Hieraufaufbauend konnte ich dann die letzten Teile des Rumpfes (Kompass, Hühnerstallund Beiboote mit Davits) einbauen.



Bilder 3 und 4: Kompass, Hühnerstall und Beiboote mit Davits

Bei den Beibooten habe ich noch gelaserte Ruder ("Riemen") aus niederbayerischer Produktion, die es heute leider nicht mehr gibt, verwendet.

Damit ist ein Meilenstein erreicht und der Bau des Schiffsrumpfes ist abgeschlossen.

Ich werde mit dem Fockmast fortfahren.

Ich wünsche Allen noch ein frohes und gesegnetes restliches Weihnachtsfest.

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Sunday, January 13th 2019, 11:56pm

Bis vor wenigen Tagen, war dieses hier meine Haupttätigkeit inklusive Finger verbrennen.

Bild 1: Erstellen der Mastkerne für den Fockmast

Ich habe hier aus 2 mm Buchenholz Rundmaterial die konisch zulaufenden Kerne für den Fockmast geschliffen. Das Material ist ähnlich flexibel, wie die Evergreen Profile. Der Vorteil beim Holzkern ist, dass ich jetzt nur noch den Kartonmantel drumherum kleben muss. Wenn ich Leim oder Kitti-Fix verwende, dann verbindet sich der Kartonmantel auch direkt mit dem Holz.Das Resultat sind schon einmal diese Mastsegmente.






Bild 2: Die Mastsegmente sind schon einmal fertig
Zusammenbauen kann ich den Mast immer noch nicht, weil der Mast noch Bohrungen erhält. Diese kann ich besser durchführen, wenn der Mast noch nicht zusammengesetzt ist.
Aber warum ist Bohren am Mast überhaupt notwendig?
Das Ganze möchte ich an folgendem Bild erläutern. Es stammt noch aus der Zeit des Baus des Seglers Passat.






Bild 3: Befestigung der Rahen am Mast
Konstruktionsbedingt werden die Rahen nur an zwei Punkten am Mast festgeklebt (siehe rote Kreise). Wenn dort mit der Takelage noch Zugkräfte auftreten, dann können die Rahen später sehr leicht abbrechen. Deshalb möchte ich an diesen Punkten die Klebefläche ein klein wenig vergrößern und setze an dieser Stelle in den Mast ein kleines Stückchen Draht. Auf den Draht und natürlich auch auf den Masten klebe ich dann die Rahbefestigung auf. Um den Draht in den Masten einsetzen zu können (damit es hält) muss ich den Mast ein wenig anbohren.
Zum Fertigstellen des Mastes benötige ich aber auch einen Takelplan. Der Takelplan sagt mir dann noch, wo ich Takelhilfen anbringen muss. Durch die Takelhilfen kann ich dann die Takelage am Mast befestigen. Und den Takelplan habe ich heute fertig gemacht. Hier ist er.





Bild 4: Takelplan Fockmast
Da ich noch keine Takelpläne der Preußen im Internet finden konnte, habe ich hier als Grundlage die mitgelieferte Bauanleitung verwendet.
Jetzt kann ich im nächsten Schritt den Fockmasten fertigstellen.

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Robson (14.01.2019), mlsergey (15.01.2019)

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Monday, January 14th 2019, 12:05am

Heute will ich den Fockmasten aus seinen Einzelteilen zu einem Ganzen zusammenbekommen. Dazu will ich auch die Takelhilfen anbringen.
Wo ich kann, da will ich die Takelhilfen in Löcher einsetzen. Das ist wenn ich die Takelage anbringe und festziehe stabiler, als wenn die Takelhilfen „nur“ auf dem Mast ankleben kann. Wie gesagt, nur dort, wo es geht.

Mit meinem Kreuztisch kann ich sehr genau positionieren und die Bohrungen präzise setzen.

Bild 1: Setzen der Bohrungen für die Takelhilfen
Bevor ich dann die Takelhilfen einsetzen kann, muss ich diese lackieren. Ich habe diese jetzt mit dem Pinsel in mehreren dünnen Lagen lackiert. Das ist recht ungleichmäßig. Für den folgenden Mast möchte ich die Farben versprühen (entweder wenn ich bis dahin eine Airbrush Anlage habe sonst aus der Dose). Das ist gleichmäßiger.




Bild 2: Vorbereiten der Takelhilfen
Mit diesen Vorbereitungen konnte ich dann den Fockmast zusammensetzen und nachfolgend die Takelhilfen anbringen.



Bild 3: Der Fockmast entsteht

Dann war es Zeit für eine erste Stellprobe auf der Preußen.



Bild 4: Erste Stellprobe für den Fockmast

Ein wenig Mühe machte es schon. Aber dann passte es.
Als nächsten Schritt muss ich das Anbringen der restlichen Takelhilfen abschließen.
Dann geht das gleiche Procedere für den Großmast los.

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