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  • "Unterfeuer" is male
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1

Tuesday, September 3rd 2019, 8:41pm

Optischer Telegraf Brake von Walter Ruffler, skaliert auf 1:250

Moin zusammen!

Irgendwie sind mir die Klüsenringe der NORDERGRÜNDE gerade zu fitzelig, ich schaffe in der Woche nur wenige Teile und brauche etwas Abwechslung. Architektur darf es auch mal sein, aber maritimen Bezug muss es haben. Deshalb habe ich mir einen Bogen aus dem Stapel gesucht, der mit wenigen Teilen auskommt, aber durchaus etwas Besonderes wiedergibt: den Telegraphen aus Brake:



Besonders ist daran, dass es sich um das Gebäude einer optischen Telegrafenlinie handelt, die Bremen und Bremerhaven verbinden sollte. Das letzte Überbleibsel steht heute in Brake. Der Bogen wird herausgegeben vom Schiffahrtsmuseum der oldenburgischen Weserhäfen in Brake und wurde von Walter Ruffler in 1:100 entworfen. Grafik und Farben sind sehr ansprechend. Ich habe den Bogen auf 1:250 skaliert, damit er zu meinen Schiffen passt. Das Bild zeigt den Vergleich zwischen Original und skalierten Bögen:



Die optische Telegrafie der Neuzeit wurde seit dem 17. Jahrhundert entwickelt und nutzte Zeichen, hier ein Zeigersystem, die von Station zu Station weitergegeben wurden. Die Linie nach Bremerhaven wurde fast zeitgleich mit dem ersten elektrischen Telegrafen in Betrieb genommen, was ihr keine lange Lebensdauer beschert hat, siehe hier. Ein kurzes Feature produziert von Radio Bremen greift auch den Konkurrenzkampf beider Systeme auf, zum hören und nachlesen hierklicken. Mit etwa 30 Teilen selbst skaliert keine große Sache werde ich jetzt grübeln, wie ich mir das Leben durch Superungen schwer mache. Vielleicht kann ich beim Nachdenken weiter Klüsenringe aussticheln…
Viele Grüße Nils

"Manchmal verspeist man den Bären und manchmal wird man eben vom Bären verspeist..." (The Stranger)

Im Bau: Tonnenleger BRUNO ILLING (HMV 1:250), SRK HERMANN RUDOLF MEYER (Passat 1:250), Tonnenleger NORDERGRÜNDE (Passat 1:250)

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2

Tuesday, September 3rd 2019, 9:50pm

Moin, moin Nils,

mein ursprüngliches Heimatstädtchen Vegesack war auch Teil der Telegrafenlinie Bremen-Bremerhaven........der Telegraf stand auf dem Vegesacker Kirchturm! Der Kirchenvorstand gab dem Altonaer Kaufmann Schmidt 1845 die Genehmigung, auf dem KIrchturm eine Signalstation zu errichten, um die Telegrafenlinie Bremerhaven-Brake bis Bremen zu verlängern, die am 1. Januar 1847 in Betrieb ging. Bereits 1849 meldete Schmidt Insolvenz an und 1850 wurde der Betrieb wieder eingestellt. Das Geländer der Signalplattform auf dem Kirchturm war noch viele Jahre danach zu sehen.


Gruß
HaJo

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3

Saturday, September 7th 2019, 3:14pm

Moin zusammen und danke für das rege Interesse :)

@HaJo: Der Kirchturm in Vegesack war wohl nicht der einzige, den die Linie genutzt hat. Das war damals wohl üblich und sparte Investitionskosten.

Bevor es richtig los ging habe ich mir erst einmal Vorbildfotos aus dem Netz besorgt, um zu sehen, wie ich mit den Absätzen im Mauerwerk umgehe. Das Ganze hat drei Ebenen. Dafür genügen zwei Ausdrucke. Aus dem ersten nehme ich den Rahmen und die Fenster sowie die Fensterbänke; aus dem zweiten die zweite flächige Ebene.



Bei einem Fenster habe ich die Fensterkreuze ausgestichelt. Die horizontalen Stege sind zwar sehr dünn, aber es geht. Gebraucht habe ich eine Viertelstunde, was bei 16 Fenstern vier Stunden allein dafür bedeutet… :S Das muss ich mir noch überlegen.



Der Effekt ist jedenfalls wie erwartet ganz gut. Blöderweise habe ich vergessen, beim Rahmen die Innenkanten zu färben. So geht das jetzt Wand für Wand und ich werde nicht jeden Schritt zeigen, sicher aber den Türbereich mit den Stufen.
Viele Grüße Nils

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Saturday, September 7th 2019, 10:40pm

Heute Abend habe ich die erste Hauswand fertigbekommen...



...und morgen geht es weiter.
Viele Grüße Nils

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Sunday, September 8th 2019, 7:36pm

Zum ausgehenden Wochenende hier der aktuelle Stand: Ich habe zehn von 16 Fenstern geschafft. Und obwohl ich normalerweise weder Teile zähle, noch auf die Uhr schaue, habe ich mal gerechnet und beim letzten Fenster gestoppt. 135 „Scheiben“ sind ausgestichelt und ich habe zuletzt nur noch knapp zehn Minuten für ein Fenster benötigt. Ein wenig stolz bin ich schon, zumal die Sauberkeit nicht gelitten hat.



Entscheidend ist neben Geduld und ruhiger Hand auch, dass die Klinge ausreichend scharf ist. Nach Nord- und Ost- war heute Nachmittag die Südwand dran. Übrigens sind alle Wände unterschiedlich. Bei der Südwand kam noch eine Ebene dazu. Also einmal in Zeitlupe: Zuerst die Fenster hinter die dritte Ebene, dann die Wand auf das Ganze und dann den Rahmen drumherum. Für das Obergeschoss der Südwand hat es heute nicht mehr gereicht.



Und zu guter Letzt noch einmal alles Geschaffte zusammen. Ich wünsche einen schönen Sonntagabend!
Viele Grüße Nils

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Sunday, September 8th 2019, 8:54pm

Moin Niels,
alle Achtung, die Fenster auszusticheln! Sehr sauber geworden. :thumbup: :thumbup:

Viele Grüße
Klaus-Dieter
Meine Homepage: www.kartonundmeer.de

  • "Der Informatiker" is male

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Sunday, September 8th 2019, 9:19pm

Moin,

Die Fenster sehen super aus, das war definitiv die richtige Entscheidung!

mfg
Johannes
Im Bau: CCGS Cove Isle (PSW), Mehrzweckschiff Mellum (HMV) [~65%, pausiert]
Fertig: Peilschiff Zenit (HMV), Wappen von Borkum (HMV), MV Wedel (PSW), Cn2t Las (Modelik)

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Sunday, September 8th 2019, 9:22pm

Vielen Dank Klaus-Dieter und Johannes,

ja, das wirkt bei einem Gebäude wie bei einem Schiff sehr gut und gibt Tiefe.
Viele Grüße Nils

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Helmut B.

Hennings Dino

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Sunday, September 8th 2019, 10:08pm

Dem Lob für die sehr sauber ausgeschnittenen Fenster schließe mich mich vorbehaltlos an, Nils!
Klasse!
Bis die Tage...

Helmut


Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.

Alexander Freiherr von Humboldt



Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

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Yesterday, 8:06pm

Moin!

@Helmut: Vielen Dank! Es sind allerdings nicht alle so sauber geworden, wie das Vorzeigestück, was zum Teil daran liegt, dass ich die Skalpellklinge nicht rechtzeitig gewechselt habe, zum Teil am Hin- und Herrutschen auf der Schneidematte. Die Stege sind ziemlich empfindlich. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden.

Heute war die Westseite des Telegrafengebäudes dran, in der sich auch die Eingangstür befindet. Dafür habe ich nach Vorbildfotos gesucht und bin dabei auf diese tolle Seite gestoßen, auf der man eine Unzahl von Architekturfotografien findet (siehe auch hier), die man sehr stark vergrößern kann. Das hat mir bei der Tür gut geholfen. Das Oberlicht der Tür sitzt demnach nur leicht nach hinten versetzt, die Tür selbst dagegen fast einen halben Meter dahinter.



Also habe ich das auch so umgesetzt. Die Scheiben der Tür habe ich nicht ausgestichelt, da die Stege nur aus einer Linie bestehen und stattdessen einfach Folie auf die Scheiben geklebt. Die Seitenwände des Türbereichs sind aus Kartonresten vom Mauerwerk. Bei den Fenstern verfahre ich wie gehabt. Die drei fertigen Mauerteile habe ich heute bereits mit Hilfe von Klebelaschen zusammengefügt.
Viele Grüße Nils

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