alf03

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Date of registration: May 17th 2018

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Monday, May 28th 2018, 5:51pm

Gelimodell Nr. 37 Douglas DC3 umgefärbt auf Austrian Airlines, skaliert auf 1:66

Hallo Freunde,
Ich möchte euch eine meiner ersten Umfärbearbeiten vorstellen. Das Dekor entspricht in etwa dem ursprünglichen Gelimodell in der Ausführung als Austrian Airlines-Maschine. Das Dekor wurde irgendwann später auf Martin-Air umgeändert, was mich lange bevor Walter mit der Restaurierung der Gelimodelle betraut wurde, dazu veranlasste, hier die virtuellen Malstifte auszupacken.
Schändlich genug, dass erst ein Bauwettbewerb im Forum http://www.Papiermodelle.at vonnöten war, die Erika endlich auch selbst zu bauen.

Neben der von mir selbst konstruierten Saab B17a (Baubericht hier) wurde also die DC3 als zweites Modell für den Bewerb "Das stumpfe Skalpell" von mir auserkoren.

Na dann mal los:

Begonnen wird nach Bauanleitung mit Teil 5


Die Spanten passen recht gut und müssen nur geringfügig nachbearbeitet werden


Weiter in gelianischem Stil mit Teil 6


schon im Originalmaßstab von 1:33 passen die Rumpfteile sehr gut aneinander. Kleine Fehler werden durch das nach unten skalieren noch unauffälliger


Teile 7 und 8 werden angefügt


Mit den Teilen 9 und 10 ist das Heck erreicht


Jetzt geht es richtung Nase weiter, Teil 4 in der Trockenpresse


Bei den nächsten Schritten folge ich der Bauanleitung nicht und klebe die Inneneinrichtung gleich mal vorab an Spant 4b


Teile 3 und 2 in Vorbereitung


Entgegen der Baubeschreibung setze ich vorab schon den T-förmigen Einschnitt für´s Cockpit.
Dadurch läßt sich das Teil besser anpassen

Jetzt nur mehr die Schwarze Nase (Teil 1) aufgesetzt und der Rumpf ist mal abgesehen von der Cockpitverglasung fertig




Vorbereitung für das Leitwerk


und Montage des selben


Vorbereitung ....


...und Zusammenbau der Kanzelverglasung




...sowie aufsetzen der Kanzel. Damit ist der Rumpf fertig


Jetzt geht es an die Tragflächen.
Die Gier verhinderte Detailbilder vom Tragflächenmittelteil, aber der Zusammenbau ist recht unproblematisch...


...und das ganze liegt auch ohne beschweren recht gut auf ebenen Grund auf


Die Reflektoren der Scheinwerfer habe ich diesmal mit Alufolie ausgekleidet




Um die Scheinwerfer etwas stabiler zu bekommen, habe ich sie noch zusätzlich eingefasst


Die rechte Tragfläche....


..die Linke dazu..


:-? :-? oder umgekehrt? am Ende etwa ganz verkehrt?

Aber jaaaa...natürlich!!!!! :)) =)) kein Problem...was bei Briefmarken möglich ist, könnte doch auch....

ACHTUNG! Einmalige Gelegenheit!

Absuluter Seltenheitswert!!

:P Biete einen äußerst günstigen Fehldruck zweier DC3-Tragflächen zum absoluten Sensationspreis an! :P


Ein Stück nur €50,- als besonderes Zuckerl verkaufe ich das ganze Set um nuuuuuur €99,90 !!!

Greift zu, bevor es ein anderer tut! :lol:

So...jetzt geht es wieder...alles wieder OK! Jaaaaa, wirklich!...ist schon vorüber...

So sieht es bei weitem besser aus


Einbau der Scheinwerfer...




... die Holme werden zum Schutz gegen "Durchdrücken"mit Papierstreifen versehen,...


...dann werden die Tragflächen verleimt.




zum Schluss werden noch die oberen Tragflächenansätze montiert




Es geht ans Eingemachte in Form der Triebwerksgondeln. Obwohl ich die DC3 schon mal gebaut habe (1995 in 1:33) blieb bloß die Erinnerung, dass beim Anschlußteil zu den Tragflächen einige Überlegungen angestellt werden müssen.

So ganz nach " wie nemma man eam denn?" (Mhd: Wie packen wir das denn jetzt an?)


Naja, ich habe es dann doch kapiert


Der Rest ist Bau im "Minirumpf-Stil"






Die fertige Motorgondel


Nun ist eine ausreichende Trockenzeit nötig, da ich die Ansätze von Stumpfen Kanten zum Rumpf oder in diesem Fall zu den Tragflächen immer etwas aufbördle (ca. 1 -1,5mm)
Ich zeige das hier an einem schnell zusammengeschusterten Bauteil


Das Papier wird durch diese Behandlung im Bördelbereich etwas schlabbrig, dadurch lässt es sich noch besser an die Andockstelle anpassen. der Kleber härtet das ganze dann im Endeffekt wieder.

Tags darauf sind die Gondeln montierbar






Hier noch mal der Übergang Triebwerksgondel zu Tragfläche im Detail


Als nächstes kommt das Fahrwerk dran. Das bedeutet, die Teile werden noch kleiner....Und dann? ja dann....

Ein Mann in tiefst´ Verzweiflung schrie:
"oh hätt ich nie oh hätt ich nie!"
dann widerum "oh hätt ich doch oh hätt ich doch"
:-ss

(Vielleicht kennt jemand den Dichter dieses in meinem Gedächtnis verbliebenen Gedichtsfragmentes...ich würde es gerne im Ganzen lesen, das hatten wir mal vor unzähligen Jahren als Schulaufgabe zu lernen :ymblushing:

Es geht mit dem Fahrwerk weiter

Anfertigung der Beine für das Hauptfahrwerk


Ich sehe schon, mit den Originalteilen wird das nix in 1:66


Anstatt der Kartonkerne, kommt wieder einmal Bambus zum Einsatz


Gabelbogen und...



...die obere Spreize werden wiederum aus Papier gefertigt




Die Teile für das Zuggestänge lassen sich kaum biegen, ohne dass sich der Graukarton aufdröselt, die Teile sind einfach zu klein dafür...


..daher ersäufe ich die Teilchen in Superkleber...


Während dia Fahrwerksbeine aushärten, mache ich mich über die Radkerne her






Für eine realistischere Darstellung der Reifenwölbung nehme ich anstatt der vorgesehenen Kartonringe (Dröselt schon beim Ausschneiden auf)
zu Ringen gebogene Büroklammern


Seitenteile für Felge und Reifen


das Spornrad


Auch die Radkerne müssen vor der Weiterverarbeitung aushärten. Also wird an den Beinen weitergearbeitet




Zwischenbemerkung:
Ich bevorzuge normalerweiseden den ganz normalen Alleskleber von UHU für den Zusammenbau meiner Modelle, aber nach und nach kommt bei mir immer häufiger Kaltleim zum Einsatz. Der Kaltleim trocknet fast transperent aus und haftet besser an belasteten Stellen. Der Uhu wird im Lauf der Zeit steinhart und verliert an Haftung, was sich vor allem bei stumpf angeklebten Kleinstteilen negativ bemerkbar macht. Ich weiß, es gibt spezielle Kleber für Kartonmodelle, aber was ich nicht weiß, ob die wirklich um so viel besser sind, als ein schnell bindender Kaltleim.
Beschaffbar ist der Spezialkleber zumindest nicht so einfach wie Kaltleim oder UHU. Die gibt es quasi an jeder Straßenecke und den Spezilakleber muss man irgendwo bestellen. Vom Preisunterschied rede ich lieber gar nicht erst, da ist die Verbrauchsmenge ja nicht so hoch, dass man sich darüber Gedanken machen müsste. Gibt es einen wirklich triftigen Grund, solch einen speziellen Kartonkleber zu verwenden?

Jedenfalls hält der Kaltleim hervorragend an den kleinen Klebestellen des Gebeins und ist fast unsichtbar.

inzwischen sind auch die Radkerne ausreichend zur Weiterbearbeitung ausgetrocknet


Die Schnittstellen an den Felgen sind in dem Kleinen Maßstab sehr gut sichtbar und gefallen mir nicht so recht, daher drucke ich passende Scheiben aus...


...um das optisch etwas ansehlicher hinzubekommen


Als nächstes kommen die Radachsen dran



Durch den Bau dieser Achsen erspare ich mir das Stapeln der dafür vorgesehenen Kartonscheiben und die Räder sind außerdem drehbar


Die Räder werden nun in die Gabeln geleimt...






mit den Fitzelteilen geht es ins Finale.

zuerst die oberen Lufthutzen an den Motorgondeln






die Achsenverkleidungen für die Propeller




Auf der Außenseite der Gondeln wird die Auspuffanlage montiert...


Die Ölkühler...


...mit den Übergängen zu den Fahrwerksschächten


...alles noch im Erträglichen Maß :) ...

Mit den Radardomen werden die Teile noch kleiner


Zum Schutz vor zerquetschen wuztle ich aus Küchenpapier und Leim tropfenförmige Kerne


Stanitzel formen...


...Kern reinstecken...


...Schließen des Radardoms und...


...nachfärben



Jetzt fehlen nur mehr die Propeller und....






...die Antennen


uuuuuunnnnd....FEEERTIG! :happy17:




















Fazit:
mit dem Bau im Maßstab 1:66 wird ein an sich leicht zu bauendes Gelimodell doch ein wenig zur Herausforderung.
Allerdings hat sich dadurch der Spassfaktor auch um einiges erhöht.

Das Original Geli Modell der DC3 ist im Übrigen wieder im Handel. Bei Interesse bitte hier lang


lieben Gruß
Heinz
Der Ausdruck >gute Freunde< sagt alles: dass es auch schlechte gibt.
(Gerhard Uhlenbruck)

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