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Thursday, December 19th 2019, 2:03pm

FS POSEIDON, KvJ, 1:250

Moin alle!
Das schöne an Automodellen ist ja, dass ich wesentlich eher das Gefühl habe, zu wissen, was ich da eigentlich baue, als bei Schiffen. Da aber der Mensch dann besonders glücklich ist, wenn er sich in Dinge einmischen kann, von denen er nichts versteht (dieser Mensch zumindest...), war es mal wieder Zeit für ein Schiffsmodell,und wie das Leben so spielt: eigentlich hatte ich schon was ganz anderes auf die Grundplatten gestellt und suchte Bilder, dann sah ich, dass Andreas welche vom Original bei sich im Blog eingestellt hatte, und da sah ich, dass seine POSEIDON erschienen ist. Das andere Projekt ist ohnehin ein Kandidat für die Galerie, nicht unbedingt für einen Baubericht, also - ich bin wieder da, und ich baue (hier) die POSEIDON.
Ich könnte jetzt den Bogen vorstellen, habe ihn aber schon angeschnitten und finde es eigentlich auch besser, das gebaute Modell für sich sprechen zu lassen. Nur so viel: Andreas gibt die Teilezahl mit 1470 an, die sich auf 24,3 cm verteilen (drängen wäre auch passend), und die meisten von ihnen sind (dem Maßstab entsprechend) ganz schön klein. Der Schwierigkeitsgrad ist entsprechend mit "schwer" angegeben, was aber hoffentlich eine Frage der Perspektive ist und nicht der versteckten Tücken, dann sollte ich damit klar kommen. Die Ausdrucke sind qualitativ so gut, dass ich erst in extremer Vergrößerung den Unterschied zum Offset-Schmuckfarbdruck erkennen kann, was für meine Verhältnisse allemal gut genug ist, und die Ätzteilplatine soll in absehbarer Zeit hinterher kommen, was sicherlich einen weiteren Beitrag wert sein wird. Die Teile, die sie ersetzen soll, sind noch eine ganze Weile nicht dran (1 Ausnahme bestätigt die Regel), deshalb habe ich schon einmal angefangen.
Das Spantengerüst passt einfach. Da jeder von uns schon eines gesehen hat, gibt es da nicht viel mehr zu zu sagen. Nur so viel: die untere Lage des verdoppelten Arbeitsdecks endet in einem Streifen mit angesetzter Klebelasche - die schneidet weg. Mache ich mit Klebelaschen sowieso, aber speziell hier erfüllt sie weder einen Zweck, noch passt sie in die Aussparung, die Andreas dafür am Heck des Mittelspants vorgesehen hatte. Die dann dort entstehende Lücke zeigt, dass hier immer noch ein Mensch konstruiert hat und wird in wenigen Bauabschnitten ohnehin spurlos vom Heckspiegel überdeckt.
Getreu dem alten Macchiavelli, wonach man alle Grausamkeiten gleich zu Beginn begehen soll, hoffe ich allerdings, dass Andreas jetzt mit solchen Schlampereien auch fertig ist, es kommen schließlich noch 1446 Teile nach !!! ;)
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Thursday, December 19th 2019, 2:14pm

Moin Heiner,

da bauen wir ja gerade Erstmodelle (als erster ein neues Modell).
Bei diesem Teil bekomme ich den Verdacht nicht los, dass das nur eine Rundungshilfe darstellen soll und später abgeschnitten worden wäre.
Muss ich mir ja auch noch bestellen, habe ich völlig verschwitzt am 6.12..

Gruß pianisto

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Thursday, December 19th 2019, 2:25pm

Moin Heiner,

dann mal viel Spaß mit der "Poseidon" :)

Quoted

Da jeder von uns schon eines gesehen hat, gibt es da nicht viel mehr zu zu sagen. Nur so viel: die untere Lage des verdoppelten Arbeitsdecks endet in einem Streifen mit angesetzter Klebelasche - die schneidet weg. Mache ich mit Klebelaschen sowieso, aber speziell hier erfüllt sie weder einen Zweck, noch passt sie in die Aussparung, die Andreas dafür am Heck des Mittelspants vorgesehen hatte. Die dann dort entstehende Lücke zeigt, dass hier immer noch ein Mensch konstruiert hat und wird in wenigen Bauabschnitten ohnehin spurlos vom Heckspiegel überdeckt.
Getreu dem alten Macchiavelli, wonach man alle Grausamkeiten gleich zu Beginn begehen soll, hoffe ich allerdings, dass Andreas jetzt mit solchen Schlampereien auch fertig ist, es kommen schließlich noch 1446 Teile nach !!!


Also da muss ich Dir als Kontrollbauer des Modells widersprechen.
Zunächst einmal: Bitte genau nach der Anleitung vorgehen. Dort steht, dass das Deck 19 zuerst mit 19a gedoppelt wird. Dann Balkenbucht formen und erst dann auf das Spantengerüst kleben. Dann siehst Du auch, wozu die Lasche da ist. Sie dient nämlich einerseits als Formgebung für das mittige, abgerundete Teil des Heckspiegels und andererseits kann man da nahtlos den Heckspiegel an der Kante des Decks montieren. Andreas weiß, was er macht, glaub mir. Wenn Du aber dann Teile nicht so baust, wie es die Anleitung zeigt, dann liegt es nicht an Andreas' Konstruktion, wenn später was nicht passt...

Gutes Gelingen!

Grüße

Lars
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Thursday, December 19th 2019, 2:42pm

Moin Heiner und alle anderen Interessierten,

ich entere hier mal den Baubericht für einen kurzen Hinweis bezüglich Vorstellung des Bogens: Auf der Shopseite von Andreas wird der Bogen eigentlich exzellent mit Vorder- und Rückseite gezeigt, einige Erläuterungen gibt es gratis dazu. Ich habe diesen Bogen seit kurzer Zeit im Fundus und wollte eigentlich ein Frisch ausgepackt machen, ich glaube , dass kann man sich sparen.

Zur Lasche: bitte wirklich der Anleitung folgen, diese Mittellasche ist konstruktiv eine gute Auflage für das folgende Deck. Bei den anderen Laschen kann man dann eher geteilter Meinung sein, bei Verdoppelung des Decks sind die seitlichen Laschen ( zumindest für mich) hinfällig. Sollten Fehler daraus entstehen, sollte man dies dann aber nicht dem Konstrukteur ankreiden ;)

In diesem Sinne, Happy glueing, eine frohe Vorweihnachtszeit
Robi
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Thursday, December 19th 2019, 5:34pm

Moin;

bei mir ist der Bogen letzten Dienstag reingeschneit.

Mal sehen wann ich anschneide.

Für alle Fans der Dame noch ein kleiner Hinweis. Sie soll verkauft werden die Besichtigung für Interessenten ist am 15. und 16. Januar 2020.
Ob ich es schaffe bis dahin noch ein paar Bilder zu machen, das weiß ich nicht.
Denn sie wird ab 01.01.2020 wohl beim Helmholtz Zentrum liegen.

Auf jeden Fall hat die Dame ein wunderschönes Unterwasserschiff mit Balkenkiel und Ruderhacke, das ganze mit Nachlenkflosse.

Viele Grüße
Arne
Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

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Thursday, December 19th 2019, 7:05pm

Moin Jungs!
Danke für die engagierten Antworten, und - ´tschuldigung! Ich wollte hier keine Aufregung verursachen und werde selbstverständlich die Schuld auf mich nehmen für alles, was mir aus meiner Bauerei (das "S-" will ich noch nicht benutzen) noch an Problemen entsteht, aber vielleicht haben wir uns auch missverstanden.
Der graue "Anhang", der Former - da habe ich überhaupt keine Probleme mit, den halte ich für eine gute Idee und empfehle dringend, ihn auf gar keinen Fall abzuschneiden. Die weiße Lasche darunter allerdings - sagen wir: ich verstehe sie nicht. Ich habe sie im Bild nochmal markiert, und mir fällt kein Weg ein, sie mit der Stufe im Mittelspant so in Deckung zu bringen, dass etwas für mich sinnvolles dabei herauskommt. Die rote Linie im zweiten Bild zeigt, auf welcher Höhe die Stufe im Mittelspant sitzt, die gelbe zeigt die Grenze von grau zu weiß am Former - die ist aber gut 1 mm höher, als die Stufe. Lasse ich den weißen Teil dran, muss ich (der Stufe folgend) eigentlich einen Tal- und Bergknick setzen, um der Kontur zu folgen, erreiche dann aber mit dem weißen Teil nicht einmal die Bodenplatte, sondern verhungere irgendwo darüber - sinnlos. Für mich die Konsequenz: weg damit. Wenn daran der weitere Bau scheitern sollte, erklärt mir bitte meinen Fehler und wir kommen zu Andreas nächster, wirklich brillanter Idee: ich kaufe Bogen 1 nochmal nach und mache es dann richtig. Habe zwar aus Gewohnheit alle Bögen gescannt, aber für Ersatzteile kann man sich das sparen - die Qualität seiner Ausdrucke ist mit "Bordmitteln" einfach nicht reproduzierbar, wozu sich also etwas schlechterem herumärgern...
Und die zweite Lage des Arbeitsdecks habe ich auch auf die schon montierte Unterlage passgenau montiert bekommen. Ich habe einfach schlechte Erfahrungen damit gemacht, laminierte Teile nach dem Verkleben noch verformen zu wollen, auch wenn das hier bei dem sehr sanft gerundeten Deckssprung sicherlich ginge - ich forme lieber beide Teile und verklebe sie dann. Hat geklappt, und damit auch vielen Dank für alle guten Wünsche, sie haben geholfen (... glaube ich) (noch? ;) )!
Wer sich übrigens für das Unterwasserschiff interessiert, dem sei bei Briese der Flyer zur POSEIDON empfohlen. Für neuere Forschungsschiffe (etwa die MARIA S. MERIAN) sind dort auch Handbücher für Wissenschaftler veröffentlicht, die über Platz, Hebemöglichkeiten, Bordspannung usw usf Infos brauchen vor ihrer nächsten Expedition - etwas besseres kann man sich für detaillierte Kräne z. B. kaum wünschen. Da die POSEIDON allerdings dort bereits praktisch ausgemustert ist, ist dort nichts in der Richtung mehr abrufbar.
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Thursday, December 19th 2019, 7:40pm

Moin Heiner,

sicherlich ist niemand unfehlbar. Aber die "KvJ-Bauanleitungen" sind bislang die mit Abstand Besten, die mir untergekommen sind. Ich kann nur SEHR dringend empfehlen, sich konsequent an die dort gemachten Vorgaben zu halten.

Beste Grüße und gutes Gelingen

Fiete

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Thursday, December 19th 2019, 8:04pm

Hallo Heiner,

wahrscheinlich wird sich Andreas bei dir auch nochmals melden, aber als Modellbauer mit etwas Geschick gäbe es bei mir 2 Lösungen ( da ja irgendwie die Lasche und der Ausschnitt im Längsspant nicht deckend sind). 1. Die Lasche etwas kürzen oder 2. den Einschnitt im Längsspant nach unten etwas verlängern.

Weiterhin viel Spaß am Bau.

Liebe Grüße
Robi
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Thursday, December 19th 2019, 8:14pm

Moin Heiner,

ja ok, dann habe ich Dein erstes Posting falsch verstanden. Gut dass Du die graue Lasche dran gelassen hast.
Was den "Anhang" angeht, den Du abgeschnitten hast: Das dürfte kein Problem sein; wie gesagt, da liegt der Heckspiegel drüber. Natürlich soll an der Stelle kein Knick fabriziert werden. Sollte die Lasche etwas zu lang gewesen sein, ist es mein Fehler, das nicht "gemeldet" zu haben. Sorry. Jedenfalls brauchst Du den 1. Bogen nicht nochmal kaufen :D :D
Denk aber bitte dran, die Anleitung mit ihren Anmerkungen ist wirklich sehr gut und hilft ungemein, um Probleme beim Bau zu vermeiden.

Viel Spaß weiterhin!

Grüße

Lars
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Friday, December 20th 2019, 7:51am

Moin Heiner,

weil Andreas derzeit nicht hier im Forum angemeldet ist, hat er mich gebeten, Dir folgendes zu übermitteln:

Moin Heiner
Du hast bei der zu langen Lasche am Heck von Teil 19a Recht. Ich habe es in der Konstruktionsdatei nachgemessen und sie ist theoretisch knapp 1mm zu lang. Warum mir das bei den vier Rümpfen, die ich bereits gebaut habe, nicht aufgefallen ist, kann ich mir nicht erklären. Ich vermute es hat trotz der Überlänge „irgendwie“ gepasst. Auch Lars konnte beim Kontrollbau an der Stelle kein Problem feststellen, so dass ich davon ausgehe, dass alles in Ordnung ist.
Warum ist diese Lasche nun überhaupt etwas länger? Da war meine Idee, dass sich der andere Teile der Lasche, der zu einem Viertelkreis geformt werden soll, mit dem Überstand leichter runden lässt. Das Ende ist später nicht zu sehen, also kann man es so machen.
Deine „Fehlermeldung“ habe ich bereits in die Konstruktionsdatei eingearbeitet und der Bogen ist ein Stück näher am perfekten Bogen angekommen.
Liebe Grüße
Andreas

Auftrag ausgeführt... ;)

Beste Grüße
Fiete

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Friday, December 20th 2019, 9:04am

Hallo,
die ganz Diskussion gefällt mir. Sie zeigt, wie intensiv sich die Modellbauer mit einem Modell befassen und wie die Erörterungen dann in die Konstruktion einfließen. Ein Stück Konstruktionbericht in Echtzeit.
Ulrich

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Friday, December 27th 2019, 11:37am

Moin alle!
Ich wünsche Euch erstmal, frohe Weihnachten gehabt zu haben - in der letzten Woche bin ich zu nicht viel gekommen,erst Recht nicht, etwas Zeit ins Forum zu investieren - das sei hier nachgeholt.
@ Fiete und Andreas: freut mich, dass meine Bemerkung zu einem konstruktiven Ergebnis geführt hat und kein "Rufmord" war - ich hatte dem ganzen Ding, offen gestanden, nicht halb so viel Bedeutung beigemessen, wie sie hier erfahren hat!
@ RobI:
als Modellbauer mit etwas Geschick

Hey, das bin ich, ich nehme die 1! "Lasche kürzen" kann ich - sie ist jetzt weg... :D
Inzwischen habe ich alles verarbeitet, was eine "20" in der Teilnummer hat, und Ihr habt natürlich alle Recht, die Ihr auf Einhaltung der Baureihenfolge pocht: wer das Alphabet kennt (oder nachschlägt), kann hier zu einem sehr guten Ergebnis kommen. Allerdings zeigt sich an dieser sehr aufeinander abgestimmten Bauweise auch, wo vielleicht eher der von Andreas vergebene Schwierigkeitsgrad herrührt: nicht die Anzahl oder die Größe der Teile sind bei mir das Problem, sondern das Erfordernis, wirklich durchgängig zu 100 % genau zu arbeiten. Den heckwärtigen Knick im Längsspant 20a habe ich vielleicht eine Strichbreite zu früh gesetzt, das hat sich bis zur Aufbauwand 20i ausgewirkt und konnte ich erst mit der Aufbauwand 20o "übertapezieren" (und musste natürlich den Anschluss an die Bordwand nacharbeiten) - da ist also praktisch kein Raum für Fehler. Nicht überraschend, aber vielleicht trotzdem beachtenswert.
Außerdem habe ich wieder aus den Quellen allen menschlichen Fortschritts genippt: Ungeduld, Faulheit und Hybris. Der Niedergang 20u, -v und -w ist als Ätzteil erhältlich und gehört zu diesem frühen Bauabschnitt schon eingebaut. Ungeduldig wollte ich nicht auf den Ätzteilsatz im nächsten Jahr warten (den Andreas dann doch noch vor Weihnachten ankündigen konnte), war aber zu faul, alles nach den Standart-Ätzteilen zu durchsuchen, die ich zwar schon vor Monaten gekauft habe, aber nicht mehr (besser: noch nicht wieder) finde. Also griff die Hybris: "Das machst Du selber". Es hat dann doch 2 Anläufe und damit das Nachzeichnen der Originalteile gebraucht, bis ich dies Ergebnis an Bord verstecken konnte - aber für die nächsten Niedergänge freue mich, wenn die Ätzteile dann da sind (vorausgesetzt, ich finde sie wieder... :pinch: ). An der Ausrichtung der Handläufe zeigte sich übrigens auch, dass dies kein Standart-Niedergang ist, die Steigung beträgt 56 Grad statt der "Standart"-45 Grad, die Stützen der Handläufe wären also nach hinten gekippt.
Weiter geht es mit dem Fundament der Fischereiwinde.
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Friday, December 27th 2019, 12:23pm

Hallo Heiner,

bei den Niedergängen kannst du bei Andreas davon ausgehen, dass er die Stufen gezählt hat. Da gab es nämlich die Geschichte, dass am LC-Satz eine Modells, welches Andreas für einen Verlag konstruierte, eine Stufe fehlte, trotz anderer Vorgabe und das gerügt wurde....
Also nichts mit Standard. Spätestens jetzt ist natürlich klar, warum Andreas gerne noch existierende Schiffe konstruiert. Da kommt wirklich ein genaues Abbild heraus.
Bin auf die weiteren Fortschritte gespannt!

Gruß pianisto

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Friday, December 27th 2019, 12:35pm

Moin Dirk!
;( ;( ;( verdammt - das hatte ich diskret verschweigen wollen, der Niedergang hat nur 10 statt 11 Stufen - :thumbdown: Ehrlich, ich weiß nicht, wie das passieren konnte! Naja, jetzt ist es heraus... "Hybris" eben. ;)

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Friday, December 27th 2019, 4:46pm

Hallo Heiner,
zum Thema Niedergänge bin ich hier schon manchmal ins grübeln gekommen.
Immer wieder sieht man so auch hier, dass die oberste Stufe mit dem höher gelegenen
Deck plan abschließt.
Wenn ich mir Hauseingänge oder Treppenhäuser ansehe, liegt die oberste Stufe
immer eine Steigungshöhe unterhalb des Podestes bzw. unterhalb der nächsten Etage.
Da ich hier im tiefsten Südwesten der Republik so gut wie keine Möglichkeit
habe mir so etwas im Original anzusehen, kann mich vielleicht mal ein Fachmann/frau
sehend machen ob und wo mein Denkfehler liegt, bzw.ob es einen grundsätzlichen Unterschied
zwischen Schiffsniedergängen und Haustreppen gibt.
Ansonsten weiterhin viel Spaß an dem schönen Modell und werde den Baubericht
weiter mit großem Interesse verfolgen.

Gruß

Jürgen

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Saturday, December 28th 2019, 3:49pm

Moin Jürgen,

in der Regel dürfte die Stufenanordnung bei Niedergängen so sein, wie Du sie für Haustreppen beschrieben hast. Meine Bauanleitungen für Schiffsmodelle geben das auch, wie im folgenden Bild zu sehen ist, so vor.



Wikipedia zeigt für Niedergänge ähnliches, allerdings ist der oberste Tritt auf der Skizze dort nicht zu sehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Niedergang

Bei der Benutzung von Niedergängen habe ich nie bewusst auf die Stufenanordnung geachtet, meine aber, dass auch Niedergänge mit dem letzten Tritt auf Deckshöhe dabei waren.Das könnte dann z. B. von den räumlichen Bedingungen mit abhängen.


Viele Grüße
Guatav
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Saturday, December 28th 2019, 4:22pm

Danke Gustav für den Wikilink wg. Niedergang.
Wieder etwas gelernt.
Ulrich

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Saturday, December 28th 2019, 4:48pm

Moin alle!
@ Jürgen: ich habe offen gestanden keine Ahnung (jetzt wäre der geeignete Moment, um diesen Satz zu beenden), aber :pinch: : beim Modell denke ich, dass es auch eine Frage der Stabilität der Bauteile ist, die oberste Stufe auf Deckshöhe auszubilden. Meine Papierversion ist jedenfalls reichlich labil, und die oberste Stufe wegzulassen hätte das keinesfalls verbessert. Außerdem (denke ich) ist es so leichter, einen passenden Anschluss auszubilden, da man sonst selbst bei kleinen Abweichungen und Ungenauigkeiten sofort eine deutlich größere oder kleinere Steigung auf dem letzten Schritt nach oben hat, und nichts registriert das Auge so gut wie solche Differenzen.
Inzwischen ist das Oberdeck an Bord mit Zubehör, alle Teile mit Hausnummer 22 und die Bögen 1 und 2 sind verbaut. Als nächstes stehen die Bordwände an. Für die Bullaugen werde ich noch etwas brauchen, zumal Photos zeigen, dass sie stärker in die Bordwand eingezogen sind, als es die Materialstärke hergibt - da sind noch ein paar Experimente erforderlich.
Und die Ätzteile sind angekommen, die wollen bis zu ihrem Einsatz auch noch vorbereitet werden - Bilder von den nächste Baufortschritten also möglicherweise erst nächstes Jahr. Falls das so ist; schon einmal einen guten Rutsch an alle!
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Saturday, December 28th 2019, 6:27pm

guten Abend,
@ Gustav: danke für Deinen Beitrag

@ Heiner: ich wollte meinen Beitrag keinesfalls als Kritik verstanden wissen, Dein Argument
mit der Stabilität ist durchaus nahvollziehbar.
So eine Anordnung kommt mir immer nur seltsam vor und aus eigener leidvoller Erfahrung
in meinem Nebenjob als Zeitungszusteller kann ich nur sagen bei dieser Anordnung
kommt man sehr schnell ins stolpern.
Es hat sich wohl so im Gehirn eingebrannt, dass man nach der letzten Treppenstufe bis zum Podest
(Deck) noch eine Schritthöhe einlegen muss.
Jedenfalls hat es bei mir einige Zeit gebraucht bis ich mich bei besagtem Hauseingang an diese
Si­tu­a­ti­on gewöhnt hatte.

Ich wünsche weiterhin frohes schaffen und immer eine ruhige Hand

Gruß

Jürgen

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Sunday, December 29th 2019, 7:58pm

Moin, moin zusammen,
zum Thema Niedergänge/Treppen und oberste Stufe.

Wenn ich mir so eine Treppe im Treppenhaus eines Hauses angucke, geht jede Stufe immer waagerecht, senkrecht, waagerecht senkrecht usw., d.h. von oben geguckt, überlappen sich die waagerechten Ebenen der einzelnen Stufen nicht. Insofern ist es kein Problem, als waagerechte Ebene der letzten (oberen) Stufe die waagerechte Ebene der entspr. Etage zu nehmen.


Bei den normalen Niedergängen an Bord überlappen sich dagegen die waagerechten Ebenen der einzelnen Stufen (von oben geguckt). Wenn jetzt die oberste Stufe entfallen würde, müsste man als letzten Schritt beim Hinaufgehen einen größeren Schritt machen, da die dann folgende Decksebene erst etwas weiter "hinten" beginnt - daraus ergäbe sich eine hohe und latente Unfallgefahr. Also wird - sozusagen - mit der obersten Stufe des Niedergangs die Decksebene etwas "verlängert" und dadurch der "Takt" beim Hinauf- bzw. Hinuntergehen nicht gestört bzw. der etwas größere Schritt ist nicht erforderlich.......man bleibt im "Schritt-Takt" :thumbup: .

Gruß von der Ostsee
HaJo

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Sunday, January 5th 2020, 11:41pm

Moin alle!
@ Jürgen: bei mir darfst Du auch kritisieren, ich bin ja schon groß, da kann man das auch mal ab ;)
@ HaJo: Gute Erklärung, absolut einleuchtend - Danke auch dafür!
Inzwischen sind die Bordwände dran, und wenn sie auch nicht so geworden sind, wie ich es mir gewünscht hätte, denke ich doch, dass ich damit leben kann. Die Bulleyes habe ich mit einem 1,5 mm Bohrer ausgebohrt, dahinter dann 1 mm Karton gesetzt und dann erst die Folie aufgeklebt - der Effekt ist auf den Bildern nicht richtig zu sehen, im richtigen Leben aber die Mühe wert. Beim Zusammenziehen der Schwalbenschwänze am Bug habe ich eine Weißleimnaht gesetzt, das war im Nachhinein nicht die beste Entscheidung - die Bughälften sind etwas ungleichmäßig geworden, was sich beim Schließen des Bugs an dem leichten Versatz der Markierung für den Wappenschild zeigt und auf der Innenseite des Schanzkleids am Versatz der Decksmarkierung. Beide Markierungen werden überklebt, ich hoffe deshalb, dass ich das noch kaschieren kann, aber es ist erstmal nicht so gut, wie es Andreas Entwurf hergeben würde. Die Bordwände passen saugend und schmatzend, aber es ist nirgends auch nur ein Millimeterbruchteil Reserve für Fehler oder Ungenauigkeiten. Am Heck stößt die gerundete Bordwand stumpf auf die Bodenplatte, hier habe ich 2 Laschen hintergesetzt, um den Anschluss sauber hinzubekommen - das hat gut geklappt.
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Bernhard

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22

Monday, January 6th 2020, 8:33pm

Die vertieften Bulleyes wirken wirklich gut! Wirkt viel realistischer als die Messingdrahtsuperung, die man oft sieht.
Gruss
Bernhard
Ewig währt am längsten.

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23

Monday, January 13th 2020, 12:06am

Moin alle miteinander!
@ Bernhard: Danke Dir! Ich mag solche Ringe eigentlich ganz gerne, wo sie hinpassen, aber hier fand ich sie nicht angebracht - die Bilder von der POSEIDON zeigen halt eine glatte Bordwand.
Die letzte Woche war mit Arbeit und Terminen zu, ich bin also weder zum Berliner Stammtisch gekommen, noch sonst zu viel. Als nächster Bauabschnitt standen Heckspiegel und die Innenseiten der Schanzkleider mit Schandeckel auf der Agenda. Viele teils sehr filigrane Teile, also nichts, womit ich mich mal eben so für ein paar Minuten hinsetzen möchte, so ging es dann erst gestern und heute hier weiter. Im Grunde passte alles sehr gut, nur bei der Abstützung des Bootsdecks an Steuerbord hatte ich leichte "Passungsprobleme": unter dem Schandeckel setzt sich der Sockel der Stütze als weiteres Teil fort, und um den Anschluss hinzubekommen, war die Umkleidung 26h des Decksausschnitts darüber gut 1 mm zu lang. Leider hatte ich von vorne nach hinten geklebt und den Versatz erst bemerkt, als der Leim schon angezogen hatte, aber die Reparatur fällt nicht auf und ging leicht von der Hand, lässt sich aber natürlich vermeiden, wenn man 26h von vornherein hinten anfängt. Ich bin etwas ratlos, wie ich das Übermaß hinbekommen habe, zumal Bordwand und Schanzkleid darunter 100 % passen, aber da ich schon den ganzen hinteren Aufbau-Bereich über an einem falsch gesetzten Knick im Spantengerüst laboriert habe, dürfte das hier auch auf meine Kappe gehen.
Als nächstes kommen noch die Schanzkleider um das Backdeck, dann ist der Rumpf im Wesentlichen fertig und es geht mit den Aufbauten weiter.
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24

Monday, January 13th 2020, 10:28pm

Moin Heiner,

hm also ich habe beim Kontrollbau an der Stelle keine Probleme festgestellt. Was meinst Du mit

Zitat

an einem falsch gesetzten Knick im Spantengerüst laboriert habe


Ansonsten schaut doch alles prima aus (Kanten färben bei 26h und alles ist gut :thumbup: ).

Viel Spaß weiterhin :cool:

Grüße

Lars
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25

Tuesday, January 14th 2020, 11:05am

Moin Lars!
Danke für Dein Lob! Ich glaube Dir sofort, dass Du an der Stelle keine Probleme (kann man eigentlich auch gar nicht so nennen) hattest: ich habe interessehalber angefangen, meine Scans nachzumessen und finde im Bogen absolut nichts, was den Überstand hätte verursachen können. Meine eigene Erklärung ist, dass sich meine Ungenauigkeiten beim Bau an der Stelle einfach "addiert" haben: den Decksausschnitt im Bootsdeck nicht genau rechtwinklig gesetzt, dann 26h vorne nicht genau auf Höhe der Bordwandaußenkante angesetzt, die Ecken nicht bis ganz in die Winkel des Decksausschnitts angedrückt, zwischendurch die Katze abgewehrt :cursing: (den ganzen Tag über lässt sie sich nicht blicken, einzig (und nur) wenn ich mich abends an den Schreibtisch setze und endlich anfangen könnte mit Modellbau - dann springt sie auf den Tisch, schiebt sich alles beiseite, krallt auch schon mal in mein Bein (nur so, einfach, um beachtet zu werden) und schiebt mit dem Kopf genau an den delikatesten Stellen die Hand mit der Pinzette immer wieder zur Seite :pinch: ) (habt Ihr gemerkt, wie jetzt plötzlich die Katze Schuld ist? Ich hätte Jurist werden sollen...) - kurz: 0,1 mm hier, 0,1 mm da, da kommt dann was zusammen. Was ich sagen will: richtet Teil 26h einfach an der Stelle aus, an der der Sockel im Schanzkleid sitzt. Und haltet alle Katzen auf Abstand.
Der falsch plazierte Knick im Spantengerüst betraf schon Teil 20a, quasi einen "Hilfslängsspant" und hat sich durch die ganze Baugruppe 20 fortgeschleppt. Gerade an dieser Stelle hätte 20a dadurch das Deck so weit überragt, dass sich der Anschluss in der Bordwand durchgedrückt hätte, ich habe an dieser Stelle nicht das erste Mal freihändig geschnippelt. Jetzt habe ich sie aber erstmal hinter mir...

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Tuesday, January 14th 2020, 11:39am

Ich wusste, warum wir keine Haustiere haben... :D :D :D

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27

Tuesday, January 14th 2020, 1:22pm

Ach, die beiden anderen legen sich einfach neben die Schneidmatte, schnarchen bisweilen ein bisschen und sind dann als Briefbeschwerer nützlich und sehr dekoratriv... :D :love:
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Saturday, January 18th 2020, 8:30pm

Moin alle!
Heute ist quasi "Stapellauf", der Rumpf ist nicht nur geschlossen, sondern fertig: alles, was jetzt noch kommt, sind Aufbauten und Ausrüstung. Ich bin soweit sehr zufrieden; trotz einiger Kinken ist es mein wahrscheinlich bester Rumpf bisher, und das dürfte zum größten Teil der Konstruktion zu verdanken sein - ein ganz großes Lob von mir an Andreas. Was mich besonders freut, ist, dass der mir eigentlich doch etwas schief geratene Bug mit überkleben aller Indikatoren jetzt aussieht, als ob er so gedacht sein könnte. Für heute mache ich Schluss und mir ein Bier auf, und dann blättere auf Seite 4 der Bauanleitung: als nächstes kommen Spanten und Formplatten für weitere Aufbauten (28 und 29), Fensterstechen und - für mich eine Premiere - die ersten Ätzteile. Die muss ich vorher aber noch entfetten und einsprühen.
Euch noch ein schönes Wochenende
Heiner
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29

Monday, January 20th 2020, 11:27am

Der Rumpf ist Dir 1A gelungen Heiner!!! Dann klappt das auch mit dem Rest!! Bin schon sehr gespannt auf die nächsten Bauschritte!!

Grüße und weiterhin viel Erfolg! Torsten

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30

Thursday, January 23rd 2020, 11:50pm

Moin Heiner,

super :thumbup:
Beim Kontrollbau hat mir die Bugsektion mit den Schanzstützen, Rettungsringen und Königspollern sehr gut gefallen. Genau das richtige Maß an Details und baubaren Teilen.
Viel Spaß weiterhin und ich bin gespannt auf Deine Resonanz bzgl. der Ätzteile (ich habe die meisten davon jetzt auch verbaut und war sehr zufrieden).

Grüße

Lars

PS: "Katze abwehren" gab es bei mir nicht :D
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Yesterday, 8:37am

Hallo Heiner,
die Bugschanz macht sich sehr gut. Es ist zwar Kleinstarbeit. Aber es lohnt sich.
Ulrich

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Yesterday, 10:24pm

Moin alle!
Danke erstmal für die Kommentare und die Daumen. Lars trifft es sehr gut, es SIND einige Kleinteile, aber sie bringen einen nicht an die "Grenze des Baubaren" oder so - ein sehr gutes Maß an Detailverliebtheit!
Nach einer verrückten Woche mit fast gar keinem Modellbau habe ich Bauabschnitt 6 in der Mache. Der hintere Aufbau (28) geht im Grunde fast von selbst und ist schon zu. Ich hatte noch was geändert, was man nicht sehen kann und musste darum an den Innereien etwas herumschnitzen - Schwamm drüber, selbst Sculd und der deckel deckt das alles ab. Beim vorderen Aufbau waren noch die Fenster auszuschneiden, und hier kamen die für mich ersten Ätzteile an die Reihe. Es war spannend!
Als erstes hatte ich mir zu Herzen genommen: "entfetten", also im Baumarkt Bremsenreiniger besorgt und gestern abend noch auf der Terasse angewendet. "Der Sprühkopf sieht komisch aus..." dachte ich noch, da hatte ich die Platine schon ins Gebüsch gespritzt. Gut, sie war völlig entfettet und glänzte, ich habe sie also mit einer Taschenlampe schnell wiedergefunden, und da sie aus Metall ist, hat sie auch keinen Schaden genommen, aber mit LC wäre das nicht passiert... Heute (mehr Zeit hatte ich gestern nicht!) dann mit weißem Universal-Haftgrund eingesprüht und festgestellt, dass ich zu langsam mit der Sprühdose bin, auf Metall bilden sich schneller Nasen als auf Karton, aber das kann man dann auch wieder abwischen und zur Not nochmal drangehen - gut, wenn man´s kann, besser, wenn man es nicht braucht. Den ersten Fensterrahmen habe ich dann mit dem Seitenschneider auslösen wollen und ihn prompt zerlegt - das ist der ganz rechts. "In echt" fällt die Reparatur nicht auf, im Makro sieht´s barbarisch aus. Die beiden nächsten Rahmen rechts sind mit dem Cutter ausgelöst, und jetzt geht es wie das Brezelbacken. Ich denke, morgen kann ich verglasen und das Brückendeck aufsetzen, dann kommt die Brücke.
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33

Yesterday, 11:02pm

Moin Heiner,
…erstmal muss ich Lachtränen wegwischen wegen dem „Malheur“ mit der Ätzteil-Platine :D
Das wird schon. Den richtigen Abstand beim Sprühen zu finden, ist Erfahrungssache. Einfach langsam (von weiter weg), herantasten. Gibt dann auch weniger „Nasenbildung“ ;)

Und wo du sagst, dass dies bei LC-Teilen nicht passiert: Stimmt, wenn man sie denn angeschmaucht ohne Pönen verbauen möchte. Auch LC-Teile (weiß!) färbe ich mit Grundierungsspray ein. Und glaub mir, LC-Platinen (wenn nicht richtig fixiert) fliegen beim Einsprühen noch weiter als Metallplatinen...

Die Fensterrahmen habe ich bei meinem Kontrollbau nicht mehr anbringen können. Dazu waren die Fenster stellenweise schon zu sehr „zugebaut“. Umso schöner, dieses Detail bei Deiner „Poseidon“ zu sehen. Super :thumbup:

Viel Spaß weiterhin!

Grüße

Lars

PS: Du hast etwas geändert, das man nicht sehen kann? Da bin ich neugierig :)
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Yesterday, 11:36pm

Moin Lars!
Bilder mache ich morgen, heute nacht nur so viel: Bremsenreiniger kommt mit einem kleinen Rüssel am Sprühkopf, ähnlich wie “Caramba“ daher - aber mit deutlich mehr Druck, er soll bewusst Schmutzteile mitreissen und wegspülen (wie ich jetzt weiss). Meine LC sprühe ich auch immer ein, der Farbnebel hat mich also nicht überrascht, aber ich entfette sie nicht - deswegen wären sie nicht geflogen. ;)

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