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MiZi

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Monday, November 10th 2008, 8:39pm

Es027 zum Mitmachen

Hallo Mit-Bastler,

Woody hatte im diesem Thread unterschwellig nach einem neuen Blender-Tutorial gebettelt :P .
Ich versuche, mal wieder was von mir zu geben. Heute soll es was aus meinem Lieblingsthema werden, der Eisenbahn. Ich habe mir einen "Brot-und-Butter"-Wagen rausgesucht, einen Es-027. Eine kleine Skizze findet man im Güterwagenkatalog der DB (http://www.stinnes-freight-logistics.de/…agen/index.html) nebst einigen Maßen. Der Wagen ist sehr einfach und ein schönes Beispiel zum Nachmachen.

Ich konstruiere im Modellmaßstab (1:160, damit's auch schön masochistisch wird) und da bietet sich an, 1 Blender-Unit (BU) == 1 mm im Modell, mit 160g/m²-Karton. Einige Zahlen, die man im Kopf haben sollte:
0,2 BU = 0,2 mm - Kartonstärke einfach (passt ziemlich gut)
0,4 BU - Karton, verdoppelt
0,7 BU - Karton, auf Verpackungspappe geklebt (die ist normalerweise 0,5 mm)
0,9 BU - Verpackungspappe (0,5er) doppelseitig beklebt

Ich werde nicht jeden winzigen Schritt beschreiben, sondern möchte eher allgemeine Konstruktionsprinzipien des Kartonbaus in Blender herausarbeiten. Mal sehen, wie es mir gelingt. Hier erst mal ein Bild, was es werden soll. Im Hintergrund befindet sich ein maßstabsgetreues Modell des berühmten Maßstabswürfels. Falls jemand eklatante Fehler entdeckt, möge er sie mir mitteilen. Ich habe das Bild schon dreimal gerendert (Zughaken vergessen, Federn vergessen, Bremsen vergessen). Offensichtlichkeiten wie "da fehlen die Bremsschläuche, Bremszylinder und Luftbehälter" oder "der hat ja noch keine Türen" überlasse ich dem geneigten Leser am Ende meiner Ausführungen.

Außerdem habe ich schonmal meine aktuelle .blend-Datei dazugefügt, damit man sich schonmal ein Bild machen kann.

Grüße,
Micha
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Monday, November 10th 2008, 10:14pm

Zuerst stellen wir fest, dass so ein Güterwagen sehr symmetrisch ist, und uns damit einiges
an Modellierarbeit mit Hilfe des Mirror-Modifiers abnimmt (Bild 001).

Wir wechseln also in den Top-View (Num7) und erzeugen ein neues, leeres Mesh (Space, Add->Mesh->Empty Mesh).
Das Empty Mesh gibt es noch nicht so lange als Standardskript, falls es nicht vorhanden ist,
einfach mal Blender updaten oder eine Plane einfügen und im Edit-Mode alles löschen.
Falls das Mesh nicht im Top-View eingefügt wurde, wäre jetzt die Objekt-Transformation verdreht, was
im weiteren Verlauf nur Probleme bereiten würde, also aufpassen. Falls es doch passiert, einfach
im Object Mode Alt-R drücken und bestätigen, das entfernt alle Objekt-Drehungen.

Dieses neue Mesh, was mal unser Wagen werden soll, erhält jetzt die passende Spiegelsymmetrie.
Im Modifier-Panel wird ein Mirror-Modifier hinzugefügt, und Spiegelung an X und Y gewählt (Bild 002). Clipping
habe ich bewusst ausgeschaltet, das bewirkt manchmal unerwartete (aber logische) Effekte beim
Punkteschieben.

Jetzt wird's ernst, die erste Fläche des Modells wird erzeugt. Ich habe mit der Fußbodenfläche
des Wagens begonnen. Ein Blick auf die Maßtabelle sagt uns, der Fußboden befindet sich 1240mm über
der Schienenoberkante und ist 8760mm x 2760mm groß. Auf N umgerechnet sind das 7,75mm und 54,75mm x 17,25mm.
Die Schienenoberkante ist in meinem Modell passenderweise bei z=0. Der erste Eckpunkt wird
eingefügt: Vertex-Mode, Strg+LMT (Linke MausTaste). Mit N öffnen wir das numerische
Eingabefeld, falls es nicht schon offen ist. Die Koordinaten setzen wir auf (0,0,7.75), also genau
in die Mitte der Ladefläche. Dieser Punkt wird jetzt in y-Richtung 27,38 BU extrudiert (also die Hälfte
der Ladelänge) mit E Y -27.38 RETURN. Beide Punkte werden nun in x-Richtung 8,63 BU extrudiert:
E X 8.63 RETURN (Bild 003).
Und ja, ich weiß, dass so genau kein Hund schei..t, kein Mensch schneidet und vermutlich kein Drucker druckt,
aber dass soll uns nicht weiter stören. So lange wir im Detaillierungswahn keine 100µm breiten Kartonstreifen
ausschneiden lassen wollen, geht alles klar (ein sinnvolles Limit ist wohl 0,5mm).

Als letzten Schritt für die Bodenplatte wird die ganze Fläche nach unten (-z) extrudiert, und zwar soweit,
wie eine zweiseitig beklebte Verstärkungspappe von 0,5mm dick ist, 0.9BU: E Region Z -0.9 RETURN
(Bild 004). In diesem kleinen Maßstab ist eine 0,5mm Pappverstärkung mehr als ausreichend für die Bodenplatte.
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  • 002_mirror.png
  • 003_bodenfläche.png
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Tuesday, November 11th 2008, 9:46am

Hallo MiZi,

klasse, so ein Projekt! =D>

Und danke, daß Du auch alles so ausführlich machst!

Schönen Gruss
Bernhard

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Tuesday, November 11th 2008, 12:29pm

Hallo Bernhard,

"Projekt" ist vielleicht etwas hochgestochen, es sind ja nicht viele Teile. Und die Konstruktion dauert auch nicht viel länger als 2-3 Stunden.

Aber weiter im Text:

Als nächstes erstellen wir die Seitenwände des Wagens. Diese sollen als verdoppelte Kartonteile an die Seitenflächen der
Grundplatte geklebt werden. Beginnen wir mit der langen Seite. Die untere Kante der langen Seite wird selektiert und
per Split abgetrennt (Y). Diese neue Kante wird jetzt nach oben extrudiert, die Maßtabelle gibt an, dass die Wagenhöhe
2740mm beträgt, in N sind das also 17,12mm. Die Extrusion erfolgt durch E Z und dann die Fläche soweit aufziehen,
dass im numerischen Eingabefeld bei z 17.12 steht. Oder einfach irgendwohin ziehen und dann im numerischen Feld 17.12 eintippen.
Die neue Fläche wird nun nach außen extrudiert also E X 0.4 RETURN, also verdoppelter Karton (0,4mm). Schon ist die
lange Seitenwand grob fertig (Bild 005).

Die Stirnwand entsteht ganz ähnlich. Zunächst wird die untere Kante der kurzen Seite wird abgetrennt (Y). Wichtig ist jetzt,
dass der Vertex-Snap aktiviert ist (Shift-Tab, das kleine Magnetsymbol). Jetzt wird die neue Kante nach oben
extrudiert: E Z. Mit gedrückter Strg-Taste wird die Fläche so weit nach oben aufgezogen, bis sie an der
Oberkante des langen Seitenteils einrastet. Die neue Fläche wird nun nach außen extrudiert, und zwar wieder 0,4 BU (E Y -0.4 RETURN). Jetzt bleibt nur noch eine kleine Schönheitskorrektur. An der Ecke fehlt noch etwas " Fleisch". Ich habe dazu
die Seitenfläche der Stirnwand selektiert und in x-Richtung bündig zur der langen Seite verschoben (G X Strg halten und
nach außen ziehen) (Bild 006).
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Tuesday, November 11th 2008, 7:33pm

Kommen wir nun zu den Rädern. Für diese erstellen wir zuerst einen Hilfspunkt, und zwar auf der Achse, dort, wo der Spurkranz ansetzt. Die x-Koordinate ist daher die halbe Spurweite, bei N bekannlich 9mm halbiert also 4.5. Die y-Koordinate lesen wir aus der Maßtabelle ab: der Abstand der Radsätze beträgt 6000mm, in N sind das 37,5mm, der Abstand von der Mitte des Wagens also 18,75mm. Die z-Koordinate ist der halbe Raddurchmesser, dazu macht die Tabelle zwar keine Angaben, aber so ein Waggon wird vermutlich 900mm-Räder haben, der halbe Raddurchmesser in N ist also 2,81mm. Im Vertex-Mode erzeugen wir also einen neuen Punkt (Strg-LMT) und geben ihm per numerischem Eingabefeld die Koordinaten (4.5, -18.75, 2.81).

Dieser Punkt wird selektiert und mit Shift-S 4 der Cursor dorthin geschnappt. Mit Num3 schalten wir in die Seitenansicht und fügen an der Cursorposition einen Mesh-Kreis ein (SPACE Add->Circle):
32 Punkte reichen, Radius 2.81 BU und gefüllt. Dieser Kreis wird nun nach außen um 0,6 BU extrudiert (E X 0.6 RETURN). Unsere Radscheibe wird also aus dreifach laminiertem Karton hergestellt (ich habe schon 4-fach Laminat benutzt, geht auch gut).

Zum Schluss wird die Lauffläche des Rades noch zweimal unterteilt, um uns später daran zu erinnern, wieviele Schichten Karton da übereinanderkommen sollen. Nicht wirklich nötig, aber ganz nützlich. Mit Strg-R Loop-Cut einschalten und entweder mit dem Mausrad zwei Schnitte einstellen oder 2 eintippen. Dann den Mauszeiger über eine Quer-Kante setzen und LMT drücken (Bild 007).

Übrigens braucht sich niemand die Mühe zu machen, eine PDF-Version hiervon zu machen, ich schreibe das ganze sowieso in LaTeX und kopiere die Texte daraus hier rein. Angehängt ist noch die aktuelle Version des Tutoriums bis hierhin. Ich werde bei weiteren Teilen die PDF-Datei immer wieder mit dranhängen und die alten Versionen wieder entfernen.

Micha
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Tuesday, November 11th 2008, 10:02pm

Zuletzt bringen wir noch den Spurkranz an. Dazu wird die Innenfläche des Rades ausgewählt, dupliziert und gleich vergrößert (Shift-D S). Wichtig ist dabei, dass das Transformationszentrum (Pivot) auf " Median"\ steht (Shift-,). Den Radius des Spurkranzes habe ich einen Millimeter bzw. 1 BU größer als das Rad gewählt. Ist sicher nicht vorbildgetreu, aber lässt sich gut bauen. Außerdem ist ja jedem freigestellt, eine andere Größe zu wählen. Die neue Fläche wird nun um 0,4 BU nach innen extrudiert (E X -0.4 RETURN) und ist demzufolge als aufgedoppeltes Bauteil vorgesehen. Um uns später daran zu erinnern, habe ich noch eine Reihe Kanten eingefügt, analog zu den Laufflächen oben (Strg-R Strg halten und Mauszeiger auf " 0.0000 percent"-Position bewegen, LMT). Damit sind die Proportionen festgelegt und man erkennt schon, was es werden soll (Bild 008).
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Wednesday, November 12th 2008, 7:30pm

Nachdem die groben Dimensionen des Wagens fertig sind, geht es jetzt an die Modellierung der Details und die Fertigstellung des Modells.

Als nächstes fügen wir die Achslagerbleche hinzu. In dem kleinen Maßstab reicht dazu ein einfaches Trapez aus aufgedoppeltem Karton aus. Eine einfache Kartonlage würde es auch tun, aber dann müsste diese auf dem Bogen rückseitig bedruckt sein, was die Erstellung desselben nur unnötig kompliziert. Vielleicht schreibe ich später mal was dazu.

Wir schnappen den Cursor erst mal auf den Mittelpunkt der Radscheibe, falls er nicht mehr dort sein sollte. Dann wechseln wir in die Seitenansicht (Num3). Wir wählen nun ein Mittelpunktsvertex aus der Radscheibe aus, duplizieren dies und verschieben es gleich in z-Richtung nach unten (Shift-D Z). Ich hatte keine genauen Maße für das Lagerblech, also ist schätzen angesagt (man hat ja eine Vorstellung, wie so ein Wagen aussieht). Dieser Punkt wird nach links extrudiert (E Y), auch wieder nach Augenmaß. Man hätte sich auch die Wagenskizze als maßstäbliches Hintergrundbild in Blender laden können, worauf ich
aber verzichtet habe. Der neue Punkt wird ein weiteres mal extrudiert, diesmal schräg nach links oben. Zuletzt wird der neue Punkt auf der z-Achse bündig auf die Bodenplatte verschoben, und zwar wieder mittels Vertex-Snap (G Z Strg halten und auf ein Vertex des Bodens zielen). Eine Hälfte ist jetzt fertig.

Jetzt ist es wieder wichtig, den Cursor als Pivot zu haben (.). Die Hälfte des Lagerbleches wird selektiert (am einfachsten: Mauszeiger in die Nähe eines Punktes halten und L drücken) und dupliziert (Shift-D Esc). Das Duplikat wird entlang der y-Achse gespiegelt (M Y RETURN). Es sollte jetzt genau mit der anderen Hälfte zusammenpassen. Zuletzt werden die beiden oberen Vertices verbunden (F), das ganze Bauteil selektiert und mit Shift-F gefüllt (Bild 009).
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Wednesday, November 12th 2008, 7:33pm

Nun legen wir die x-Position des Achslagers fest. Das Bauteil wird in x-Richtung verschoben, so, dass es bündig auf der Radscheibe aufliegt (G X Strg halten). Danach wird es zusätzlich um 0,2 BU nach außen verschoben (G X 0.2 RETURN). Das soll dem Radsatz etwas Spiel lassen, könnte sich aber erfahrungsgemäß als zu wenig erweisen. Nun ja, jeder kann es ja ändern. Zuletzt wird das ganze Teil um 0,4 BU extrudiert (E X 0.4 RETURN) (Bild 010).

Jetzt fügen wir das Bauteil ein, was meiner Meinung nach erst den richtigen Eindruck von "Eisenbahnwagen" erweckt: das Achslagergehäuse. Das modellieren wir erstmal als einfachen Zylinder, ob wir es später als winziges Röhrchen bauen wollen, oder als Wickelteil, muss ich noch entscheiden. Am einfachsten ist es, die Außenseite der Radscheibe zu duplizieren und kleiner zu skalieren (Shift-D S, auch hier ist wieder Augenmaß gefragt). Die neue Fläche wird entlang der x-Achse bündig auf die Außenseite des Lagerblechs verschoben (G X Strg). Die Fläche wird noch nach außen extrudiert und fertig ist das Gehäuse. Auf die gleiche Weise wie das Achslagergehäuse erzeugen wir auch die Achse, auch wieder nach Augenmaß. Die Extrusion geht dann bis in die Mitte des Wagens (entweder per Vertex-Snap oder über das numerische Eingabefeld) (Bild 011).
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Marc

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Wednesday, November 12th 2008, 7:39pm

Ich bin ganz Auge! =D>
G&D
Marc

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Wednesday, November 12th 2008, 9:57pm

Tolles Tutorial,

gefällt mir ausgesprochen gut. Hier gibt es auch ein wirklich wunderbares Anwendungsbeispiel für den Mirror Modifier!

Klasse & weiterso, vielleich bau ich den Wagen bald mal nach (aber dann wohl 1:25)

Gruss, Thunderpig. :prost:
LEW El-2: Drehgestelle und Rahmen fertig, Führerhaus im Bau...
Im Bau: Weissmodell El-2
Indienstgestellt: Cn2t, E92-7, T2-71, Modelik Rungenwagen

MiZi

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Wednesday, November 12th 2008, 10:09pm

Schön, dass ich aufmerksame Leser habe, das motiviert wirklich sehr. Danke!

@Donnerschwein:
In 1:25 gibt's den von Angraf :P Aber das ist ja wohl keine Herausforderung mehr ;)

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Thursday, November 13th 2008, 6:55pm

Widmen wir uns jetzt den Längs- und Querträgern nebst den Pufferbohlen. Wir beginnen mit den letzteren. Auf bewährte Weise wird von der Stirnwand die untere vordere Kante abgetrennt (Y). Diese neue Kante extrudieren wir nach innen, und zwar genau 0.9 BU, das heißt, das Bauteil soll beidseitig beklebte Verstärkungspappe sein (E Y 0.9 RETURN). Zuletzt wird die neue Fläche nach unten extrudiert, hier heißt es wieder schätzen oder genaue Maßangaben zu besitzen (E Z). Fertig ist die Pufferbohle (Bild 012).

Jetzt können wir die äußeren Längsträger einfügen. Deren Größe und Lage ist duch die Pufferbohlen und die Achslagerbleche vorgegeben. Wir duplizieren also eine der unteren Längskanten der Grundplatte und verschieben sie gleich in x-Richtung, so dass sie an die äußere Fläche des Achslagerblechs schnappt (Shift-D X Strg halten). Der Eckpunkt, der jetzt in die Pufferbohle ragt, wird in y-Richtung bündig an die Innenseite der Pufferbohle verschoben (G Y Strg halten). Die neue Kante wird jetzt nach außen um 0,4 BU extrudiert, also wieder ein Verdopplungsteil (E X 0.4 RETURN). Die neue Fläche wird zum Abschluss noch nach unten extrudiert (E Z), dabei müsste sie eigentlich mit der Pufferbohle abschließen, ich habe aber etwas weniger extrudiert, weil sonst die Federpakete nicht so richtig reingepasst hätten. Nun ja, wer Maße hat, ist klar im Vorteil... (Bild 013).
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Friday, November 14th 2008, 1:40pm

Bevor wir die Querträger und die Wagenkastenstützen anbringen, ist es besser, erst mal die Verstärkungen an den Seitenwänden fertig zu machen. Beginnen wir mit der oberen Kante des Wagenkastens und zwar an der langen Seite. Die äußere obere Kante der Seitenwand wird abgetrennt (Y) und der vordere Endpunkt per G Y und aktiviertem Vertex-Snap bis an die vordere Ecke der Stirnwand geschnappt. Die ganze Kante wird nach außen um 0,2 BU extrudiert (E X 0.2 RETURN), es handelt sich also zur Abwechslung mal um ein einfaches Kartonteil, was eigentlich nur der plastischen Darstellung dient. Die neue Fläche
wird dann nach unten um 1 BU extrudiert, um das Bauteil fertigzustellen (E Z -1 RETURN). Auf die gleiche Weise erstellen wir die Verstärkung an der Stirnseite (Bild 014).

Um die Positionen der einzelnen Streben festzulegen, greifen wir zu einer List, ähm einem Hilfsmittel. Wir duplizieren eine lange Kante aus der Seitenwand und verschieben diese in z-Richtung bis etwa in die Wagenmitte (Shift-D Z). Im Vertex-Modus wird der in der Wagenmitte liegende Endpunkt in y-Richtung verschoben, und zwar dorthin, wo die Türe aufhört. Ein Blick in die Maßtabelle zeigt uns, dass die Tür 1800mm breit ist, in N sind das 11,25mm, und weil wir ja nur eine Hälfte konstruieren, gehört die Türkante an die y-Koordinate 5.625 BU.
Die Verschiebung machen wir entweder mit G Y -5.625 RETURN oder im numerischen Eingabefeld. Die Restliche Fläche sieht so aus, als ob sie in drei gleiche Flächen aufgeteilt ist. Also lassen wir die Hilfslinie in drei gleiche Teile unterteilen (W Subdivide Multi->Number of Cuts: 2) (Bild 015).

Jetzt legen wir die Kanten für die neuen Bauteile an. Wir duplizieren dafür eine äußere Kante des Seitenwandteils und verschieben es gleich in y-Richtung so, dass es beim ersten Punkt unserer Hilfslinie einschnappt (Shift-D Y Strg halten). Die beiden Endpunkte werden mittels G Z noch etwas "hingezupft", der obere per Vertex-Snap an die Unterkante der Randverstärkung, der untere nicht bis ganz an die Unterkante des Längsträgers, und die ganze Kante wird noch dreimal dupliziert und mit Vertex-Snap in y-Richtung zu den jeweiligen Hilfspunkten geschnappt. Alle Kanten werden nun in y-Richtung extrudiert, die Breite ergibt sich dabei eigentlich aus der Dicke der (noch nicht vorhandenen) Querträger. Da habe ich verdoppelten Karton vorgesehen, das wären 0,4mm. Ich habe trotzdem 0,5mm genommen, mein selbst gesetztes Limit für Kartonteile. Dazu können alle Kanten gleichzeitig selektiert sein und auch gleichzeitig extrudiert werden (E Y -0.5 RETURN). Bei dem Streifen an der Wagenecke ist etwas mehr Breite nötig (genau sollten es 0,9 BU sein), das lässt sich leicht mit "Punkteschubsen" und Vertex-Snap erledigen. Dabei kann auch gleich die Position des Eckstreifens korrigiert werden, er sollte so breit sein, wie die Pufferbohle dick ist. Zum Schluss werden alle neuen Flächen noch um 0,2 BU nach außen extrudiert. Die Hilfslinie können wir wieder löschen (Bild 016).

Zuletzt kommt noch ein Streifen Karton an die Stirnseite. Die Stirnwand scheint dabei in drei gleiche Teile geteilt zu sein, also legen wir uns wieder eine Hilfslinie an. Wir duplizieren dazu die obere Kante des Stirnwandteils und verschieben es etwas nach unten. Jetzt teilen wir diese Kante in 6 gleiche Teile (W Subdivide Multi->Number of Cuts: 5). Die Verstärkung muss dann beim dritten Punkt von der Mitte aus gesehen liegen (2:4, macht bei Spiegelung des Ganzen: 4:4:4). Also schnell eine senkrechte Kante des Stirnwandteils duplizieren, Punkte zupfen, zum 3. Hilfspunkt verschieben, 1 BU nach außen (+x-Richtung) extrudieren und die neue Fläche um 0,2 BU extrudieren (Bild 018). Fertig sind die Versteifungen.
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Thursday, November 20th 2008, 3:53pm

So, erstmal sehen, wo ich stehengeblieben bin... a..ha...

Nun erstellen wir noch die Querträger und Wagenkastenstützen. Dazu spalten wir die untere innere Kante eines Verstärkungsstreifens ab (Y) und extrudieren diese mit Vertex-Snap bis zur Unterseite des Bodens (E Z Strg). Die neue Fläche wird nun wieder mit Vertex-Snap bis zur Außenseite des Längsträgers extrudiert (E X Strg). Die unteren Vertices werden in z-Richtung bis zur Unterkante des Längsträgers verschoben (G Z Strg). Die Fläche wird nun zweimal mit Vertex-Snap extrudiert, einmal bis zur Innenseite des Längsträgers und noch einmal bis zur Mitte des Wagens (Bild 018).

In den Querträger soll nun noch ein Schlitz eingefügt werden, da ich mal was neues ausprobieren wollte: Längs- und Querträger sollen nach Spantenart ineinander verschränkt werden. Deshalb wurde der Querträger auch zweimal extrudiert. Die vier Kanten werden der "Durchdringungszone" werden selektiert und mit W Subdivide in der Mitte geteilt. Die oberen Flächen werden anschließend gelöscht (X 3). Dass innen in der Verschränkung keine Flächen sind, soll uns nicht weiter stören, da sie so wie so nicht abgewickelt werden. Zuletzt wird der ganze Querträger selektiert (L) und mit Vertex-Snap passend zu den Verstärkungen dupliziert. Der äußere Querträger kollidiert dabei leider mit dem Radsatz, was zeigt, dass es mit der Vorbildtreue nicht ganz soweit her sein kann. Macht nichts, der innere Teil wird einfach gelöscht, kein Mensch wird's bemerken ;) (Bild 019).
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Wednesday, December 10th 2008, 12:37pm

Oh weh, lange ist's wieder her... Da wollte ich noch mein KBW-Modell in der Frist fertigbekommen (ich hatte irgendwie Ende Dezember im Sinn :rolleyes:), nicht geschafft (fertig ist es zwar bis auf die Rückspiegel, aber noch Bericht schreiben und Fotos machen... dann ist die Familie auch wichtiger).

Also mal weiter auf dieser Baustelle.

Die Lage und Größe der Puffer entnehmen wir der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO), Anlage 10(http://www.wedebruch.de/gesetze/betrieb/eboanl.htm). Der Puffermittenabstand beim Original beträgt 1750mm, in 1/160 sind das 10,9mm. Die x-Koordinate der Pufferteller-Mitte in unserem Modell beträgt daher rund 5,5mm. Die Höhe des der Puffermitte (z-Koordinate in unserem Modell) beträgt im Original zwischen 940mm und 1065mm, auf unser Modell umgerechnet sind das 5,88mm bis 6,66mm. Ich habe die Pufferbohlenmitte genommen, die liegt bei 5,8mm, also da passt mal wieder alles in unserem Modell. Bleibt die y-Koordinate, das sollte die halbe LüP sein. Ein Blick in unsere Tabelle sagt uns: LuP/2=5000mm, im Modell sind das also 31,25mm. Halten wir den Punkt also mal fest: im Vertex-Mode alles deselektieren (A) und mit Strg+LMT einen neuen Punkt hinzufügen. Im numerischen Eingabefeld können wir jetzt die Koordinaten der Puffermitte eintippen: x: 5.5, y: -31.25, z: 5.9.

Auf diesen neuen Punkt schnappen wir jetzt den 3D-Cursor (Shift-S, 4). In der Vorderansicht (Num-1) fügen wir einen gefüllten Kreis ein (Space, Add->Circle). Ich habe 32 Vertices eingestellt. Der Durchmesser eines Original-Puffertellers ist laut EBO mindestens 370mm angegeben, ich habe mich hier für 450mm entschieden, im Modell entspricht das einem Radius von 1,4mm. Der Kreis wird nun in y-Richtung um 0,4 BU extrudiert (doppelter Karton) und zur besseren Erinnerung nochmal unterteilt. Fertig ist der Pufferteller (Bild 020).
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Thursday, December 11th 2008, 7:39pm

RE: Es027 zum Mitmachen

Für den inneren Zylinder des Puffers duplizieren wir die innere Kreisfläche des Puffertellers und skalieren diese etwas kleiner (Shift-D, S). Das Transformationszentrum soll dabei auf BBox-Center gestellt sein (,). Diesen Kreis extrudieren wir in y-Richtung bis zur Pufferbohle (E Y, Strg halten). Die neue Kreisfläche wird nun dupliziert und um 0,2 BU größer skaliert. Sie wird die äußere Pufferhülse. Mit dem größer skalieren ist das so eine " Schätzen-Sie-mal-Sache", am besten macht man das in der Vorderansicht und orientiert sich an den Gitterlinien (Bild 021) Der Kreis wird nun wieder in y-Richtung extrudiert, und zwar entweder nach Vorlageskizze oder nach Gefühl. Damit ist der Puffer fertig.

Jetzt brauchen wir noch die Montageplatte der Puffer. Dazu duplizieren wir die Außenfläche der Pufferbohle. Diese zupfen wir entlang der x- und z-Richtungen zu einem Rechteck um die Pufferhülse. Anschließend wird das Rechteck um 0,2 BU (eine Kartonstärke, mal wieder zur Erinnerung) nach außen (y-Richtung) extrudiert. Zuletzt werden noch die hinteren Vertices der Pufferröllchen entlang der y-Richtung auf die Montageplatte geschnappt (Bild 022). Fertig.
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Thursday, January 29th 2009, 9:35pm

Prima Tutorial, besonders die pdf, die die Stärken von Latex demonstriert.
Gruß Bastelbasti
in der Werft: Nachtjagdleitschiff Togo
in Konstruktion: Weserhütte Weserwolff Mobilseilbagger, Hochlöffelseilbagger

MiZi

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18

Thursday, July 9th 2009, 3:43pm

Restlicher Kleinkram

Lange habe ich nichts mehr geschrieben, jetzt muss es aber mal weitergehen. Im Vergleich mit dem Titelbild brauchen wir nur noch ein paar Kleinteile (Federpakete, Bremsbacken, Zughaken). Diese werden erstellt, indem vorhandene Vertices dupliziert (Shift-D) und mit Skalieren, verschieben, extrudieren und so weiter in Form gebracht werden. Davon habe ich jetzt keine ausführlichen Schritte dokumentiert, ich lasse das dem geneigten Leser als Übung. Bild 023 zeigt das Ergebnis. Der nächste Schritt geht dann weiter zum Vorbereiten und Abwickeln der Bauteile. Obwohl bei diesen ebenen Teilen eher weniger von "Abwickeln" als von "Flach-auf-die-Papierebene-plätten" die Rede ist.
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woody

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19

Thursday, July 9th 2009, 6:15pm

Hallo MiZi,

schön, dass es weitergeht. Und noch schöner, dass Du wieder da bist.

Servus, Woody

MiZi

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20

Thursday, July 9th 2009, 7:01pm

Och, ich war nie weg! Kartonbau.de gehört zu meiner täglichen Lektüre. Und ich habe noch das ein oder andere Modell als Baubericht vorzustellen. Wenn nur das Bilder-Aufbereiten nicht wäre...

MiZi

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21

Thursday, July 9th 2009, 9:37pm

Abwicklung der Bauteile

Abwicklung der Bauteile
Jetzt sind wir soweit, das Modell ist in 3D fertig. Es geht nun darum, für jedes (3D-)Bauteil ein entsprechendes zweidimensionales Objekt zu machen, bestehend aus einer Fläche, die den Bauteilumriss darstellt und beliebig vielen Hilfslinien. Diese können Markierungen sein, an die andere Teile angeklebt werden sollen oder Knick-Hilfslinien oder eben auch Illustration (aufgedruckte Schilder, Fenster, Strukturen, Stöße usw).

Vorbereitungen
Beginnen wir also mit den Vorbereitungen der Bauteierstellung. Im Object-Mode (Tab) wird unser fertiger Güterwagen zunächst einmal dupliziert (Shift-D, Esc) und in einen leeren Layer verschoben. Layer 2 müsste noch frei sein (M, 2, Return, Bild 024). Nun wechseln wir in den Layer 2 um dort weiterzuarbeiten (2). Der Wagen wird selektiert und der "Mirror"-Modifier auf den Wagen angewandt. Dazu wählen wir zuerst "Do Clipping im Modifier-Feld und klicken dann auf den "Apply"-Button. Durch das Clipping werden die Vertices, die an den Symmetrie-Ebenen liegen, nicht doppelt erzeugt, und wir ersparen uns später eine Menge Arbeit.
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22

Thursday, July 9th 2009, 10:31pm

Das erste Bauteil

Das erste Bauteil, was wir erstellen werden, ist die Unterseite der Bodenplatte. Für gewöhnlich ist das auch in Baubögen Teil Nummer 1 oder 2, womit man gerne beginnt. Unser Ziel ist also ein Objekt, was der Unterseite des Wagenkastens entspricht, zusammen mit Markierungen, an die die Fahrgestellteile angeklebt werden sollen. Also selektieren wir alle die Mesh-Teile, die dafür in Frage kommen (Bild 025 links). Dazu mit der Maus auf die entsprechenden Teile zeigen und L drücken. Es sollten die Bodenplatte, die Längs- und Querträger, Achslagerbleche, Pufferbohlen und die Bremsen ausgewählt sein. Nun werden alle anderen
Teile versteckt (Shift-H).

Jetzt wechseln wir zweckmäßigerweise in den Edge-Mode (Strg-Tab, 2) und in die Front- oder Seitenansicht. Dort selektieren wir mit der Rechteck-Auswahl (B) alle Edges, die an der Unterseite der Bodenplatte liegen - das ist die Unterseite der Bodenplatte selbst plus die Oberseiten der Anbauteile (Bild 025 Mitte).

Alle diese ausgewählten Edges werden nun dupliziert und etwas zur Seite (+x-Richtung) verschoben (Bild 025 rechts). Ausgewählt sind die neuen Teile bereits, und die trennen wir nun vom Mesh ab (P, 1). Damit ist unser erstes Objekt fast fertig, es muss nur noch etwas gesäubert werden.
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23

Friday, July 10th 2009, 9:43pm

Zunächst müssen die Klebemarkierungen auf die Größe der Grundplatte zugeschnitten werden. Dazu wird die Grundplatte ausgewählt (L) und die Auswahl umgekehrt (W, 9, Bild 026a). In der Draufsicht (Num-7) werden jetzt die überstehenden Teile abgeschnitten. Dazu nutzen wir das Knife-Tool (K, 2). Bei gedrückter Strg-Taste wird die Schnittlinie (violett) um entlang des Randes der Bodenfläche gezogen (Bild 026b). Zum Schluss wird mit Return der Schnitt ausgeführt. Im Vertex-Mode sieht das dann wie in Bild 026c aus. Die äußeren Vertices werden ausgewählt (am besten mit dem B-Tool) und entfernt (X, 1). Danach werden wieder alle Klebemarkierungen gewählt und nur die Faces gelöscht (Bild 026d). Zuletzt müssen die überflüssigen Edges in den Symmetrieebenen gelöscht werden (B-Tool, X, 2, Bild 026e). Das fertige Objekt (im Object-Mode) sollte auch einen aussagekräftigen Namen bekommen (z.B. "Boden-u" ).

Zur fertigen Bodenplatte gehört natürlich auch die Oberseite. Dazu selektieren wir die oberen Polygone der Grundplatte, duplizieren diese und verschieben diese wieder etwas in +x-Richtung (Bild 027a, b). Die Flächen der Oberseite werden wieder abgetrennt (P, 1) und das Objekt bekommt wieder einen neuen Namen, zum Beispiel "Boden-o" (Bild 027c). Die Namen werden wir im Übrigen später noch brauchen.
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