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Wednesday, July 24th 2019, 5:06pm

Hallo,

da ich mich dem Gestänge für die Sturzflugbremsen nähere, eine Frage:

Die Schemazeichnungen für Gestänge und Positionierung der Beschläge & Halterungen zeigen zwei Rohre:




Sämtliche Skizzen vom Modell dagegen lassen nur ein Rohr sehen:




Für mich stellen sich einige Fragen:


A) Einige der Beschläge werden anscheinend um beide Rohre geklebt - oder verstehe ich die Schemazeichnungen da falsch?

B) Zeigen die Schemazeichnungen eine Draufsicht? Dann wären die beiden Rohre hintereinander gelagert, was auch die Unsichtbarkeit des hinteren Rohrs in den Skizzen erklären würde.


Was meint ihr?

Zaphod

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82

Wednesday, July 24th 2019, 6:05pm

Hallo Lars,

aus Erfahrung einer gebauten halinskschen Dauntless kann ich behaupten, dass, soweit ich mich korrekt erinnern kann, sich deine Vermutung B) als zutreffend erweist. An dieser Stelle habe ich die dazugehörigen Zeichnungen genauso gedeutet.

Grüße

Alfred

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83

Wednesday, July 24th 2019, 6:13pm

Hallo Alfred,


vielen Dank für Deine Hilfe !

Lars

andreask

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84

Thursday, July 25th 2019, 11:03am

Hallo Zaphod

Ich habe mir das Ganze jetzt noch mal angeschaut.
Im Prinzip ist es einfach.
Wie du schon richtig bemerkt hast ist das Schema eine vereinfachte Sicht von oben.
Und natürlich sind es zwei Stangen.
Die 3D Skizzen von Halinski haben leider oft einen sehr ungünstigen Sichtwinkel,aber das hast du ja auch schon bemerkt.
Jetzt zur Mechanik.

Durch verschieben der Stangen werden die Klappen bewegt.
Die innere Stange bewegt die unteren Klappen und sind dort fest montiert und rollt auf der äußeren Stange.



Die äußere Stange bewegt die oberen Klapen .
Beim Sturzflug waren die Klappen oben und unten ausgefahren um maximale Bremswirkung zu haben.
Bei der Landung nur die unteren.

Hier ein sehr gutes Photo.

Und hier noch mehr.

Hoffe ich war halbwegs verständlich.
Sonst noch mal nachfragen.

Ach ja,zur Frage A:
Die Teile werden nicht um 2 Stangen geklebt.
Es werden zwei Buchsen aneinander geklebt.

Schöne Grüße aus der Südsteiermark

Andi
Im Bau Sherman Vc Firefly 1:25
Teile ~ 3073 von ~ 10.000

z.Z.im Bau:
Helldiver
Me-262
Sherman Firefly

und noch einiges mehr ... :whistling:

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Thursday, July 25th 2019, 8:25pm

Hallo Andi,

vielen, herzlichen Dank für Deine Hilfe! Zusammen mit den Bildern -die ausgezeichnet sind und auch viel über die Farbgebung verraten, tatsächlich beige-weiß- ist mir jetzt klar, wie das funktioniert hat und wie das aussehen muss.

Von der Montage her scheint es zwei Optionen zu geben:

1) Historisch wohl akkurater, aber fragil: Die Klappen werden nur an den Enden der von den Stangen abgehenden zahlreichen Stifte befestigt. Reichlich fragil und von der Ausrichtung her eine hohe Anforderung

2) Historisch nicht so genau: Die Klappen werden unter Zuhilfenahme der Winkel S10 etc. an die Flügel geklebt und dann erst die Stifte zwischen Klappen und Stangen geklebt.


Eine spannende Wahl, zum Glück habe ich noch etwas Zeit. Derzeit plage ich mich mit der Motorabdeckung.


Fertig sind einige kleinere Teile im Cockpitbereich:

Die geschlossenen Klappen des MG-Schachts:




Die Endstücke, an die sich das Kabel anschließt (Teile 64) in Position (das hellgraue, längliche Teil am Rand des Cockpits):



Vorne am Rand des Cockpits kommen übrigens die Teile 71 hin (hier gerade so zu erkennen, die beiden Teile mit dem u-förmigen Profil)


Nach dem Aufsetzen der "Pyramide" (62) wurden dann wie schon erwähnt die Gurte des Piloten befestigt und das Stahlkabel verlegt. Die in der Textanleitung zu findende Längenangabe (4,8cm) ist m.E. ganz erheblich zu kurz, eher 6cm, also lieber ein entsprechend langes Teil vorbereiten. Bei mir ein bemalter faden, wer hat: Ein Abschleppseil eines dt. Panzers von Tamiya dürfte noch besser funktionieren:


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Tuesday, August 6th 2019, 5:49pm

Kanzel (Teile 72-74) (24 + 8 = 32 Teile)

So soll das Ergebnis aussehen:



Es wurde mit dem Kanzelsatz von Halinski gearbeitet.

Das vorderste Kanzelsegment (Teile 72 und 73) hatte es in sich und ist mir misslungen.
Das Problem lag nicht in der Vorbereitung des Teils. Zwar ist das präzise Ausschneiden der Plastik-Kanzelteile m.E. ganz schön kniffelig, aber letztendlich eine Geduldsfrage. Die Kanzelrahmen sind nahezu perfekt konstruiert (ein innerer Steg von 74e war bei mir etwas zu lang) und decken sich ausgezeichnet. Trotzdem muss ihre Rückseite unbedingt in der Farbe der Gegenseite angelegt werden, um Blitzer auszuschließen. In die Kanzel 72 muss nach der Montage der Rahmen noch das Loch für die Zieloptik 73 gestochen werden. Ich habe hier eine Prickelnadel erhitzt und das Loch ausgeschmolzen, das ging sehr gut.




Die Zieloptik 73c muss umgebaut werden, sie ist in zweierlei Hinsicht eine Fehlkonstruktion:
ERSTENS fällt dieses zu wickelnde Teil viel zu dick für das Loch in der Kanzel aus. Um mindestens 6mm kürzen, zu Trockenproben ist zu raten.

ZWEITENS hat die Zieloptik an beiden Enden eine Verdickung. Die bekommt man NIE UND NIMMER durch das Loch in der Kanzel. Man muss die entsprechenden Teile gleich von Teil 73c abtrennen. Außerdem war –wie die von Andi verlinkten Bilder des Cockpitinnenraums einer Originalmaschine zeigen- das innere Ende der Zieloptik mit Leder überzogen, muss also braun statt schwarz sein. Die Enden der Zieloptik wurden mit crystal clear verglast



Und schließlich kommt noch der kleine Kasten 73 mit seiner filigranen Aufhängung 73a/b oben in das vordere Kanzelteil. Hier empfehle ich bei der Aufhängung mit Sekundenkleber (Gel) zu arbeiten.

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Tuesday, August 6th 2019, 5:55pm

Kanzel (Teile 72-74) (1. Fortsetzung)

Nachdem also solchermaßen das vorderste Kanzelteil vorbereitet war, wollte ich es aufkleben. Ich weiß, dass gerade dieses Teil oft Probleme macht, weil es sich der Form des Rumpfes in einer geschwungenen Linie anpassen muss. Hier sahen schon die Trockenversuche nach einem Desaster aus. Nur mit viel Spannung würde sich das einigermaßen hinbiegen lassen.

Die Durchführung misslang schauderlich.

Ich war auf die Idee verfallen, zuerst beide hintere Enden mit Sekundenkleber auf den Rumpf zu kleben und mich dann nach vorne vorzuarbeiten. Das Ergebnis des ersten Bauschritts war sowas von schief, dass man sich nur schaudernd abwenden konnte. Außerdem sackte die Kanzel rechts immer ein:



Erst mit viel List und Tücke gelang ein hinnehmbares Ergebnis. Ein massiver Spalt vorne konnte nur mit einem gespaltenen Ersatzteil von Zweitbogen einigermaßen kaschiert werden und die Zieloptik 73c ragt immer noch etwas zu weit nach oben.



Derzeit wird weiter an der Motorhaube (auch nicht ohne) und an der Kanzel gewerkelt.

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88

Saturday, August 10th 2019, 1:29pm

Die Arbeiten an der Kantel sind fast abgeschlossen, die Motorhaube fertiggestellt, Bilder und Anmerkungen folgen demnächst.


Gerade habe ich den eigentlichen Motor begonnen (und Alfreds Rat folgend die Zylinder um insgesamt 1mm gekürzt, damit der Motor glatt unter die Haube kommt) und gibt es einen Abschnitt, der mir regelmäßig (mehr) graue Haare wachsen lässt: Den Zylinderkopf.

Wie die Bilder zeigen, besteht dieser aus den Teilen 78h (Mitte), 78j (seitlich daran anschließend) und 78i (Deckel)



Schon die Teile 78h bereiten Kummer, ich habe Probleme damit, ihre Enden der Rundung der Scheibe 78g, auf die sie geklebt werden, anzupassen.

Ganz gruselig sind aber die Teile 78j. Folgendes ist mir unklar:

1) Schließen die mit 78h Kante an Kante ab oder verschwindet etwas von 78h in 78j?

2) Wie formt man 78j, zeigt die Klebenaht mittig nach innen?

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89

Saturday, August 10th 2019, 3:04pm

Servus,

Ich glaube du hast da das falsche Bild eingefüg. Per Moje Hobby

Ohne das Modell gebaut zu haben, aber so wie ich's machen würde: 78j an der gelben Kante zusammenkleben - die zeigt dann nach innen, jeweils zwei Teile 78h an der blauen Kante zusammenkleben, und die grüne Kante kommt auf die roten Kanten von 78j


schöne Grüße,
Rene

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90

Saturday, August 10th 2019, 3:58pm

Hallo Rene,

danke für den Hinweis, das sind natürlich die falschen Bilder.

Ich werde Deinem Vorschlag entsprechend vorgehen und zur Sicherheit 78k und vielleicht auch die beiden Teile 78h mit Laschen aus dünnem Papier zusammenholen.

Herzlichen Dank nochmal !

Zaphod

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Yesterday, 4:32pm

Kanzel (1. Fortsetzung)

Die folgenden Teile der Kanzel bereiteten beim passgenauen Ausschneiden doch einige Probleme. Die auf dem Kanzelsatz von Halinski angedeuteten Umrandungen sind durchgehend in jede Richtung zu groß. Am besten man orientiert sich am "Markierungsstrich" im Plastik - diesem muss man aber mit einem Stift leicht verlängern, das er durchgehend im wegzuschneidenden Bereich liegt.

Das zentrale Kanzelsegment mit Markierungsstrich.



Die hintersten drei Segmente fertiggestellt:

Die schmalen weißen Strichmarkierungen wurden später zur Sicherheit übermalt

Bei geöffnetem Cockpit sind die zwei hintersten Abschnitte des Cockpits unter den mittleren zu schieben. Wie dabei der mittlere 74/74a mit den vorletzten 74d/74e verbunden wird, zeigen die Skizzen nicht. LÖSUNG: Unten Rahmen auf Rahmen kleben.


Die kleinen Stifte am hintersten Segment müssen exakt mit dem unteren Rahmen abschließen:



Nachdem so drei Segmente verbunden sind, erfolgte die Trockenprobe. Und ich muss zugeben, dass ich danach ausgesprochen herzhaft geflucht habe. Die Pyramide hinter dem Piloten fiel deutlich zu hoch aus, obwohl sie glatt auf dem Rahmen des Cockpits verklebt ist. In ihrem Bereich erreichte das Kanzelteil nicht den Cockpitrahmen. Es klaffte auf jeder Seite ca. 1mm Luft (exaktes Anhalten war mir nicht möglich). Das half nur eine beherzte Brachialoperation mit der Rasierklinge.

Ergebnis der "Lobotomie":

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Hans-Joachim Möllenberg (18.08.2019)

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Yesterday, 4:43pm

Kanzel (2. Fortsetzung)

Nachdem also mit List und Tücke das Dreierpäckchen seinen Platz gefunden hatte, fehlte nur noch die Kanzel über dem Piloten.

Hier sind vier kleine Einschnitte zu machen, in die vier kleine dreieckige Zapfen, die auf das zentrale Kanzelsegment zu kleben sind, einrasten. Außerdem kommen noch zwei rechteckige Bleche hinzu, die wohl in einem Winkel von der Kanzel abstanden (Windabweiser?).

Das Kanzelsegment mit den Einschnitten:


Die innere Verkleidung der Kanzel wird Schritt für Schritt verklebt, die Einschnitte erfolgen erst am fertigen Teil:



Die fertig montierte Pilotenkanzel: Die Zapfen rasten in die Einschnitte - es ist übrigens dringend anzuraten, erst das Kanzelsegment zu montioren und dann die Zapfen, sonst reißt man diese nur allzuleicht wieder ab. Bei mir verschwand eines auf Nimmerwiedersehen im Cockpit.


Einige Bilder der fertigen Kanzel mit den zuletzt montierten Windabweisern:




Mittlerweile ist der Motor fast fertiggestellt, bei den Zylindern bin ich so vorgegangen, wie von Rene geraten, das hat zu einem für meine Verhältnisse guten Ergebnis geführt.

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