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woody

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401

Thursday, August 17th 2006, 8:39am

So, und jetzt müssen wir diese Vorlage "nur" noch an die jeweiligen Bauteile anpassen: Wir packen die gesamte Klebelasche, schieben sie an die Stoßkante des Bauteils und drehen sie in die passende Position. Dabei sind die roten Hilfsquadrate dazu da, das korrekte Positionieren zu erleichtern:
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  • bild-600.jpg

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402

Thursday, August 17th 2006, 8:40am

Anschließend heben wir die Gruppierung der Klebelasche auf, da wir jetzt die "Einzelteile" manipulieren müssen:
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  • bild-601.jpg

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403

Thursday, August 17th 2006, 8:40am

Anschließend nehmen wir uns die roten Hilfsquadrate, verschieben und drehen sie in die dargestellten Positionen an Mitte und Ende der Konusoberkante:
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  • bild-602.jpg

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404

Thursday, August 17th 2006, 8:41am

Jetzt muß die Klebelasche an die Biegung der Konusoberseite angepasst werden. Dazu markieren wir die Klebelasche und schalten dann mit der F2-Taste auf die Bearbeitung der Linienknoten um:
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  • bild-603.jpg

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405

Thursday, August 17th 2006, 8:44am

Die beiden Eckpunkte markieren wir durch einen Klick auf die Verbindungslinie, anschließend packen wir einen der Eckpunkte und schieben damit die Linie in Position:
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  • bild-604.jpg

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406

Thursday, August 17th 2006, 8:45am

Nach einer Anpassung der Abschlußkante an dem Hilfsquadrat wiederholen wir die selbe Operation mit der Markierungslinie:
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  • bild-605.jpg

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407

Thursday, August 17th 2006, 8:46am

Und jetzt "verbiegen" wir die Linien! Dazu packen wir die Markierungslinie - die ohnehin schon markiert ist - etwa in der Mitte und ziehen die Maus nach unten. Jetzt werden nicht die Punkte verschoben, sondern die Linie durchgebogen, wobei zwei "Gewichtungs-Hilflinie" mit angezeigt werden, mit denen man den Biegeradius beeinflussen kann:
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  • bild-606.jpg
  • bild-607.jpg

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408

Thursday, August 17th 2006, 8:47am

Das selbe erledigen wir dann noch mit der Randmarkierung der Klebelasche:
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409

Thursday, August 17th 2006, 8:48am

Zuletzt entfernen wir die roten Hilfsquadrate, indem wir sie alle markieren und löschen ...
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410

Thursday, August 17th 2006, 8:48am

... womit das Bauteil bis auf die Texturen fertiggestellt ist:
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  • bild-610.jpg

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411

Thursday, August 17th 2006, 8:50am

Auch an dieser Stelle möchte ich etwas Selbstkritik loswerden: Ich habe Euch zeigen können, wie man das Problem der Klebelaschen lösen kann. Anfangs war ich etwas frustriert, weil mir der Weg deutlich zu kompliziert vorkam. Mit einem Einsatz der Klebelaschen-Kopie und anschließender Anpassung hatte ich zuletzt aber eine solche Routine, daß ich eine Klebelasche innerhalb von 3-5 Minuten positioniert und angepaßt hatte.

Aber auch hier gilt: wenn einem ein besserer Weg einfällt, dann nur zu. Beispielsweise könnte es möglich sein, parallele Linie (so weit man bei einer Krümmung von parallel sprechen kann :) ) zu bilden, auch wenn ich da nichts gefunden habe. Also auch hier: Mitmachen erlaubt! :D

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Thursday, August 17th 2006, 8:52am

Am Ende der Abwicklungen standen dann ca. 15 Bogen im SVG- und Postscript-Format bereit, um texturiert zu werden. Ich habe die 10 wichtigen mal zusammengefasst. Wer genau hinsieht, wird feststellen, daß ein paar Bauteile hinzugekommen sind, die nicht aus der Abwicklung stammen. Aber ich denke, das ist verständlich, denn eine Kreisscheibe, die im Cockpit mal ein Trimmrad darstellen soll, extra abzuwickeln und zu skalieren - nur um dann eine Kreisscheibe zu erhalten (:)), ist mühselig und überflüssig! Solche Bauteile habe ich direkt im Inkscape realisiert.

Und dann noch das leidige Thema "Deutsche Hoheitszeichen von 1933-1945": Da mir KEINES mit ausreichender graphischer Qualität zur Verfügung stand, habe ich ES im Inkscape nachgesetzt und in verschieden Größe skaliert, wie Ihr auf dem letzten Bogen deutlich nicht sehen könnt. :(
Es soll jeder mal selbst entscheiden können ...

Und das ist dann das Ergebnis:
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  • bild-611-contact-sheet-02.jpg

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Friday, August 18th 2006, 8:15pm

Die Endbearbeitung der Bauteile habe ich dann im GIMP vorgenommen, einem pixelorientierten Bildbearbeitungsprogramm.

Auch hier möchte ich eine kurze Erläuterung dazu abgeben: Es gibt im wesentlichen zwei Kategorien von "Mal"programmen: die Vektor-Zeichenprogramm und die pixelorientierten Bild-Programme. Jede Technik hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die ich kurz erläutern möchte:

Vektorprogramme speichern nicht die Bilder selbst, sondern Informationen über die Bilder, also z. B. statt die einzelnen Pixel einer Linie zu speichern wird die Information "Linie geht von P1( x1, y1) zu P2( x2, y2)". Das hat den Vorteil, daß die Informationen bei einfacheren Bildern außerordentlich kompakt gespeichert und daneben beliebig und ohne Qualitätsverlust skaliert werden können.

Bildbearbeitungsprogramme dagegen speichern "blind" jeden Punkt der Reihe nach mit seinen Farbinformationen ab, so daß ich jedes einzelne Pixel bearbeiten kann. So kann ich z. B. die oben genannte Linie problemlos in allen Farben des Regenbogens erstellen, was bei Vektorprogrammen zumindest schwierig ist. Dafür ist ein Skalieren (vor allem Vergrößern) der Bilder praktisch immer mit Qualitätsverlusten verbunden.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich die Texturierung im Inkscape (Vektor) oder im Gimp (Pixel) machen soll, mich aber zuletzt für den Gimp entschieden:
  • Ein Skalieren ist nicht groß notwendig; die Texturen werden konstant mit 300 dpi "durchgezogen". Qualitätsverluste sind daher hier nicht zu befürchten
  • Das Flugzeug soll mit einer Flecktarnung versehen werden, die auch noch unscharfe Ränder aufweisen soll. Das läßt sich zwar auch in Vektor-Programmen realisieren, ist aber aufwendiger und im Ergebnis nicht unbedingt besser
  • Der Gimp ist das stabilere Programm; ich kann mich eigentlich nur an zwei Abstürze des Programms erinnern, die damit zu begründen waren, daß der Gesamtspeicher von 1GB für die Bearbeitung nicht mehr ausgereicht hat. Und da kann man halt nicht mehr viel machen ...
  • Der Gimp hat ein paar Eigenschaften (z. B. Ebenenverwaltung), die ich in dieser Form im Inkscape (noch?) vermisse, die das Arbeiten aber sehr erleichtern
  • Der Gimp hat inzwischen Export-Funktionen, die eine Anbindung an die Druck-Vorstufe einer professionellen Druckerei ermöglichen (Stichwort CMYK-Farbmodell und Datenexport)
  • und last but not least: Ich kenne den Gimp nach knapp vier Jahren einfach besser als den Inkscape nach knapp 4 Monaten ;)

Wenn hier einer von Euch was beisteuern kann zum Thema Inkscape und Texturierung, dann bin ich herzlich dankbar, denn das ist ein Bereich, in dem ich definitiv noch nicht besonders fit bin.

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Friday, August 18th 2006, 8:17pm

Dafür habe ich jetzt aber ein Problem: Nicht nur, daß ich Euch im Rahmen dieses Tutorials noch ein weiteres Programm vorstellen möchte, es ist noch dazu eines, dessen Aussehen extrem konfigurierbar ist. Mit anderen Worten, wenn ich Euch jetzt den Gimp in der Version 2.2.10 von mir zeige, so muß das nicht unbedingt oder auch nur teilweise so aussehen, wie der Gimp nach einem Start bei Euch aussehen würde ...
Und das macht es nicht leichter! ;)

Bei mir schaut es aufgrund manueller Nachkonfiguration halt jetzt so aus:
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  • bild-611.jpg

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Friday, August 18th 2006, 8:24pm

Wie gesagt, Euer Gimp muß nicht so aussehen, und damit wird es auch etwas schwerer, das Programm zu erklären. Ich vesuche es trotzdem einmal: Prinzipiell besteht der Gimp aus zwei bis fünf getrennten Fenstern, die alle einen Teil der Benutzerkommunikation beinhalten. Ein Bild ist häufig nach einem Start das "Tip-Fenster", in dem sozusagen der Tip des Tages verkündet wird. Gleich wegklicken!
Die anderen Fenster können "abgerissene" Untermenüs sein, d. h. Untermenü-Fenster, die in eigenständige und damit permanent verfügbare Fenster umgewandelt wurden. Diese kann man je nach perönlichem Geschmack auf dem Desktop anordnen, schließen, vergrößern, verkleinern etc. pp.

Wie Ihr sehen könnt, habe ich die Zahl der Startfenster auf 2 begrenzt, diese aber so programmiert, daß die für mich relevanten Menüs gut zu erreichen sind. Und diese bestehen aus dem Hauptmenü, das relativ fix vorgegeben ist, ...
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Friday, August 18th 2006, 8:25pm

... und dem Werkzeugmenü, das ich entsprechend konfiguriert habe:
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Friday, August 18th 2006, 8:26pm

Wieder mal eine kleine Anmerkung: Bitte habt Verständnis dafür, daß ich den Gimp hier nicht in allen Einzelheiten erklären werde, denn das gibt ein komplettes, eigenes Tutorial (falls Interesse besteht). Nur soviel: Das Programm ist so mächtig, daß ich keine Probleme habe, auch nach 4 Jahren noch Funktionen zu finden, die ich noch nicht kannte ... ;)

Ich werde es bei der Beschreibung also bei den Punkten belassen, die für ein Verständnis des Projekts "Triebflügel" relevant sind.

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Friday, August 18th 2006, 8:30pm

Bis jetzt haben wir noch keine Zeichenfläche. Wie sich einige von Euch vielleicht denken können, wird diese auch erst dann in einem eigenen Fenster geöffnet, wenn ein Bild geladen oder neu erstellt wird. Hier ist der Hintergedanke, ein zentrales Hauptmenü nebst Werkzeugkasten gilt für alle geöffneten Bilder, egal wie viele offen sind (und bei mir waren während des Projekts schon mal bis zu 7 Zeichenflächen gleichzeitig offen).

So, dann fangen wir doch einfach mal an. Im Inkscape haben wir die einzelnen Seiten so einigermaßen beieinander, und zwar im SVG-Format. Da es im Gimp einen SVG-Importfilter gibt, war es natürlich naheliegend, diesen zu benutzen. Also, im Hauptmenü auf "Datei öffnen" und die erste Seite laden:
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Friday, August 18th 2006, 8:34pm

Es kann sein, daß die Datei-Selektor-Box bei Euch etwas anders aussieht, weil das abhängig vom jeweiligen Betriebssystem sein kann, aber die wesentlichen Elements dürften wohl klar sein. Eine schöne Hilfe ist dabei das Voransichts-Feld, das Euch den Inhalt einer grafischen Datei anzeigt... wie Ihr (wieder mal) deutlich nicht sehen könnt :)

Der Grund ist ganz einfach: SVG ist ein Vektor-Grafikformat, d. h. es werden im wesentlichen - und in unserem Fall auf jeden Fall (!) - nur Linien definiert, aber keine Hintergrundfarbe. Die "Hintergrundfarbe" ist einfach transparent, was beim Gimp mit einem Quadratmuster dargestellt wird. Na, und da eine Linie ein Objekt mit der Breite Null ist, gibt es halt nicht viel zu sehen. Bei einer JPEG-Datei sieht es hier natürlich ganz anders aus!

Na gut, klicken wir einfach mal auf öffnen: Es meldet sich sofort ein Parameter-Dialog, der erst einmal angepasst werden sollte. Dabei gilt als Faustregel: bei 300dpi hat eine DIN-A4 Seite ca. 2500 x 3500 Pixel. Und so habe ich es auch eingestellt, wobei ich die exakte Anpassung der Pixel dem Gimp überlassen habe ...
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Friday, August 18th 2006, 8:35pm

Und mit OK kann man den Import dann starten, und das ist das Ergebnis:
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Friday, August 18th 2006, 8:37pm

Da das Ergebnis nur schemenhaft zu erkennen ist, habe ich erst mal mit Strg-a alles markiert (... ihr erinnert Euch an diesen Trick? ;) ), mit Strg-c in die Zwischenablage kopiert und dann mit "Datei neu" eine neue Zeichenfläche geöffnet. Dabei könnt Ihr die angezeigten Parameter übernehmen, da diese genau die Größe der Zwischenablage repräsentieren. Zuletzt fügen wir mit Strg-v die Zwischenablage wieder ein und ... voila!
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Friday, August 18th 2006, 8:38pm

OK, die vom SVG-Import-Programm gewählte Schriftart war viel zu groß gewählt, aber das kriegen wir hin ... war mein erster Gedanke. Aber dann kamen mir immer mehr Zweifel, wie z. B. die Parameterangabe beim SVG-Import: 679 x 980 Pixel bei 300 dpi, das ergibt nun mal keine DIN-A4 Seite; und auf die waren meine Bauteile für 1:33 berechnet!!! Und ich kann keine Strichstärken beim Import angeben! Und selbst wenn ich die Skalierung wieder richtig hinkriege, wie schaut es dann - abgesehen von der Mehrarbeit - mit der Qualität der Bauteile aus (Stichwort: Skalierung bei Pixel-Programmen!). Schaut Euch einfach die Vergrößerung mal an:
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Friday, August 18th 2006, 8:39pm

Um es kurz zu machen: Ich habe noch mit diversen anderen Parameter-Einstellungen gespielt, bin aber in keinem Fall zu akzeptablen Ergebnissen gekommen!

Mein Fazit: Da ich parallel die SVG-Qualitäten von Inkscape über Quervergleiche mit Sodipodi und anderen Programmen getestet habe und keine Fehler feststellen konnte, schätze ich mal, daß der SVG-Importer vom Gimp, der noch relativ neu ist, gelinde gesagt verbesserungsfähig ist. Mit anderen Worten: Für unseren Zweck derzeit nicht verwendbar!

Tja, und was jetzt?

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Saturday, August 19th 2006, 8:55am

Um Euch die Lösung zu erklären, muß ich jetzt erst ein bißchen ausholen: Auf der Suche nach einer praktikablen Lösung bin ich zunächst die Liste der möglichen Dateiformate bei Inkscape durchgegangen. Für ein relativ junges Programm bietet der schon einiges, so z. B. auch Adobe Illustrator (.ai), PDF und Autocad-DXF. Aber es muß ja ein Datenformat sein, das ich anschließend wieder in den Gimp importieren kann, und da fiel mir dann Postscript ein.

Was ist Postscript eigentlich? Auf jeden Fall kein typisches Datenformat wie z. B. SVG. Postscript entstand so ca. Anfang der 80er Jahre als "Programmiersprache" für Laserdrucker, d. h. mit Postscript ist es möglich, Programme zu schreiben, die auf dem Prozessor eines Laserdruckers laufen und dort den Ausdruck einer Seite berechnen, inden z. B. Linien, Kurven und Kreise "gemalt" oder auch ganze Bitmaps auf's Papier gebracht werden. Diese Technik hatte den Vorteil, daß der Drucker dem Computer eine ganze Menge Rechenarbeit für das Ausdrucken abgenommen hat; das war also das genaue Gegenteil von dem GDI-Sch...., der heutzutage so verkauft wird (:(). Es hatte aber auch den Nachteil, daß im Drucker sehr viel Intelligenz integriert werden mußte, da dieser einen kompletten Steuercomputer hatte. Oder etwas gehässig formuliert: Im Vergleich zu den damals üblichen DOS-Computern war der Drucker etwa doppelt so intelligent ... :D

In der Unix-Welt, wo (damals) die Summen bei Hard- und Software ungleich höher angelegt wurden als in der DOS-Welt, fanden diese Drucker sehr großen Anklang, so daß praktisch jedes Unix-Programm beim Ausdrucken Postscript erzeugt hat. Und das hatte - für uns heute eigentlich nicht vorstellbar - zur Folge, daß man einfach einen Drucker durch einen beliebigen anderen Drucker ersetzen konnte, solange nur alle Postscript "sprechen" konnten. Kein Treiber, keine Download-Aktualisierung usw. ;)
NEIN, das ist kein Science-Fiction, sondern etwa 20 Jahre alte Technik! :)
Als dann immer mehr nicht-postscript-fähige Drucker auf den Markt kamen, wurden langsam Probleme sichtbar: Wie kriegen wir DIE jetzt zum laufen? ?(
Klar, über ein eigenes Treiberprogramm. Gibts das dann nur für DOS/Windows oder auch für Solaris, HP-UX, Xenix ...? Nö!

Also wurde ein anderer Weg begangen: es wurde ein Programm realisiert, das als "Eingabe"-Sprache Postscript verstand und als "Ausgabe"-Sprache z. B. den ESC-P-Code eines Epson Nadeldruckers generierte. Und schon wurde ein dummer 9-Nadel-Drucker Postscript-fähig! :)
Dieses Programm heißt "Ghostscript" und ist unter der GNU-Public-License zum freien Download für alle gängigen Plattformen erhältlich. Und dieses Programm kann auch als "Dolmetscher" für eine ganze Reihe Bitmap-Formate dienen, d. h. ich kann Postscript damit in z. B. PNG-Dateien umwandeln. Und mit denen hat der Gimp keine Probleme. Bei dieser Technik spricht man von einem Software-RIP. Nein, das ist kein Programmfriedhof (Rest-In-Peace ;) ), sondern ein in Software realisierter Raster-Image-Prozessor. Fragt doch einfach mal bei der Druckerei Eueres Vertrauens nach :) oder schaut zu Wikipedia.

Und damit habt Ihr den prinzipiellen Weg verstanden. Aber keine Angst: das klingt jetzt wirklich viel komplizierter, als es tatsächlich ist. Der Grund ist, daß Ghostscript bei Linux-Systemen inzwischen immer mit dabei ist und für Windows sehr elegant installiert werden kann. Und Gimp "weiß" von sich aus, wie Ghostscript anzusteuern ist.

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Saturday, August 19th 2006, 9:01am

Also, was machen wir nun ganz konkret: Im Inkscape speichern wird alle SVG-Dateien zusätzlich als Postscript-Files ab, indem wir bei "Datei" "Speichern unter" als Ausgabetyp Postscript angeben und die Meldung "Text to Path" einfach bestätigen:
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Saturday, August 19th 2006, 9:02am

Eine Probeansicht der Datei in einem Postscript-Previewer wie z. B. dem ghostview oder dem gv ergibt dann die folgende Ansicht, ...
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Saturday, August 19th 2006, 9:03am

... die auch in 10-facher Vergrößerung noch gut ausschaut. OK, das war zu erwarten, da Postscript (in diesem Fall) eine Vektorgrafik darstellt und damit beliebig skalierbar ist.
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  • bild-625.jpg

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Saturday, August 19th 2006, 9:11am

Also gut, ab in den Gimp damit! Das geht wie vorher mit "Datei öffnen", nur daß diesmal die Postscript-Datei mit der Endung .ps ausgewählt wird:
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Saturday, August 19th 2006, 9:15am

Anschließend erhaltet Ihr ein Dialogfenster, in dem Ihr ein paar Parameter angeben könnt / müßt. Die sind wichtig! Denn jetzt beeinflußt Ihr direkt die Qualität der Umsetzung der Postscript-Vector-Daten in ein Bitmap durch das Ghostscript-Software-RIP!
Und da verwende ich bei einer DIN-A4 Seite folgende Werte: 2500x3500 Pixel bei 300 dpi Auflösung.
Daneben könnt Ihr angeben, ob eine Kantenglättung der Texte und Linien stattfinden soll oder nicht. Die bitte im ersten Schritt auf jeden Fall abschalten!
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Saturday, August 19th 2006, 9:17am

Und dann wollen wir doch mal sehen:
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Saturday, August 19th 2006, 9:17am

Und stark vergrößert:
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Saturday, August 19th 2006, 9:19am

Und hier seht Ihr jetzt die bekannten Treppeneffekte, die einfach daher kommen, daß wir mit einer bestimmten Auflösung (300 dpi) in einem pixel-orientierten Bildbearbeitungsprogramm arbeiten. Oder anders gesagt: wir sehen das Raster-Ergebnis unseres Software-RIPs.

Jetzt wollen wir die selbe Postscriptdatei nochmals öffnen, aber diesmal mit Kantenglättung ...
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Saturday, August 19th 2006, 9:20am

... womit wir dann das folgenden Ergebnis (in starker Vergrößerung) erzielen:
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Saturday, August 19th 2006, 9:21am

Hier könnt Ihr sehr schön sehen, wie "Kantenglättung" funktioniert: Die schwarz-weißen Treppenstufen werden mit grauen Pixeln "aufgefüllt", so daß sie weniger deutlich zu sehen sind. Oder anders gesagt: Das menschliche Auge wird wieder mal nach Strich und Faden besch... ;)
Allerdings sehr erfolgreich, wie ein Ausdruck der Bauteile später beweisen wird! :)

Und wir sehen noch etwas: Der Aufbau des Gimp mit getrennten Fenstern ist zwar gewöhnungbedürftig, aber durchaus sinnvoll. Jetzt haben wir schon zwei Zeichenflächen offen.

Wie sieht es jetzt aber mit unseren Bauteil-Importen aus: So von der reinen Größe mit 2500x3500 Pixeln hat das ja geklappt, und optisch sehen die Bauteile wesentlich besser aus als der SVG-Import. Aber stimmt auch die Größe der Bauteile, oder müssen wir wieder skalieren?

Dazu "vermessen" wir das Bauteil im Inkscape, indem wir einfach ein rotes Rechteck um das Bauteil legen und dann die Breite und Höhe im Parameterfenster ablesen: Die Breite beträgt 138,635mm.
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Saturday, August 19th 2006, 9:22am

Im Gimp geht das Vermessen etwas einfacher, denn dort haben wir im Hauptmenü einen "Stechzirkel" zum Vermessen:
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Saturday, August 19th 2006, 9:23am

Und damit vermessen wir jetzt die selbe Verbindungslinie und erhalten einem Meßwert von 138.6mm und damit eine (angesichts der hochpräzisen Meßmethoden gerade noch ;)) akzeptable Abweichung von 0.035mm:
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Saturday, August 19th 2006, 9:23am

Um es kurz zu machen: ich habe verschiedene Tests durchgeführt, und alle bestätigen, daß unser Software-RIP unter Verwendung der korrekten Angaben einwandfreie Ergebnisse liefert. Damit ist eine Übernahme der SVG-Daten mit einer völlig ausreichender Qualität möglich und eine erneute Skalierung mit entsprechenden Qualitätsverlusten ist nicht notwendig.

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Tuesday, August 22nd 2006, 9:14pm

Und jetzt kommt - zumindest aus meiner Sicht - der schwerste Teil: Das Gestalten der Texturen. Mein Problem dabei ist, daß hier viel mehr der Künstler als der Techniker gefordert ist, und meine Stärken liegen eindeutig beim Technischen. :(
Ich werde Euch daher einfach zeigen, wie ich es gemacht habe; und das ohne Anspruch auf absolute Perfektion des Ergebnisses. Urteilen könnt Ihr dann selbst ...

Bevor wir uns jetzt an den letzten Schritt machen, nämlich die Texturen und Oberflächendetails, müssen wir uns überlegen, wie der Triebflügel eingefärbt werden soll. Und da es sich hierbei um ein Flugzeug handelt, das über ein Projektierungsstadium nicht hinausgekommen ist, haben wir als angehende "Künstler" hier auch entsprechende künstlerische Freiheiten. Ich habe mich daher nach erheblichem Googlen im Netz entschlossen, die folgende Me-109 und Me-110 als Grundlage zu nehmen: Das Tarnschema der Me-110 mit den Markierungen von Erich Hartmann's Me-109. Und alle Puristen dürfen jetzt angesichts dieser Kombination auf mich einschlagen! :D
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Tuesday, August 22nd 2006, 9:16pm

Diese Kombination hatte aber zum guten Teil technische Gründe: bei der Me-110 waren die genauen RLM-Farben angegeben, die ich mit Umrechnungstabellen auf entsprechende RGB-Werte umsetzen konnte:
  • RLM-75: RGB-Wert ist #665d5d
  • RLM-76: RGB-Wert ist #c9d1d2

Und für die Maschine von Erich Hartmann gibt es auf der Webseite RC-Network.de sehr gute Vektorgrafiken der Abzeichen, die in den Gimp importiert und skaliert werden können.

Dann blieb als letztes Dekorationsproblem die Frage der Oberflächendetails: Wartungsklappen, Nietenreihen entlang der Stoßkanten der Beplankung; Mündungen der Bordkanonen sowie die Klappen der Heckflossen. Nach langer Suche im Internet fand ich dann diese Skizze, die mir dafür als Vorbild gedient hat:
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Tuesday, August 22nd 2006, 9:18pm

Als letztes habe ich mir dann noch eine Vorlage für einen DIN-A4-Bogen erstellt. Ein Problem beim Ausdruck ist, daß man sich nie sicher sein kann, daß das Aspektenverhältnis von Länge und Breite korrekt ausgedruckt wird. Daneben habe ich mir die druckbare Größe für die gängigen Drucker erarbeitet, die (hoffentlich!) auf so ziemlich jedem Drucker auch ausgedruckt werden kann; hier habe ich mit 19cm x 27cm Zeichenfläche gute Erfahrungen gemacht. Um Verzerrungen im Aspektenverhältnis nach dem Ausdruck per Vermessen feststellen zu können, habe ich eine Milli- und eine Zentimeterskala als Rahmen gesetzt. Und diese Vorlage sieht so aus:
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