Posts by befu

    Hallo liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    nach ein paar Tagen mit anderen Verpflichtungen habe ich mich doch noch einmal aufgerafft und mich an den Dachrinnen, den Fallrohren und dem Lastenaufzug versucht. So ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht, vor allem das Biegen der Messingstangen für die Fallrohre hat mir die Grenzen meiner handwerklichen Fähigkeiten aufgezeigt.


    Deshalb ist es mir nicht gelungen, die Rohre immer senkrecht auszurichten. Auch die aufgeklebten Papierstreifen, die die Muffen darstellen sollen, haben Schwierigkeiten gemacht. Vielleicht sollte ich da beim nächsten mal noch etwas mit verschiedenen Klebstoffen experimentieren, hier muss es erst mal die Farbe richten. Aber seht selbst, ob das Ergebnis noch akzeptabel ist:



    Für die Giebelöffnung habe ich versucht, mit einer zweiten Rolle einen einfachen Flaschenzug nachzubilden. Zur Zeit fehlt noch eine geeignete Last, um die Seile straff zu halten. Im Bild ist zur Demonstration meine Pinzette (ca. 15 g) an den Haken genommen worden. Es muss also noch eine Kiste oder ein Fass mit entsprechendem Gewicht hergestellt werden.



    Damit ist mein Probebau der Staanerhüser endgültig abgeschlossen. Jetzt möchte ich hier eine wahre Flut von weiteren Bauberichten dazu erleben, ich werde jeden einzelnen davon mit viel Interesse verfolgen!;)


    Danke noch mal allen Interessierten und


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    nach zwei weiteren Tagen mit "Doppelschichten" kann ich über die vorläufige Fertigstellung der "Staanerhüser" berichten. Fast zwölf Stunden habe ich gebraucht, um 59 Balkenköpfe herzustellen und zu montieren, nicht wie gefühlt tausend Stück, aber es war trotzdem eine Geduldsprobe. (Etwas braune Farbe fehlt da noch, wie mir gerade auffällt!)



    Heute dann das Anbringen der Giebelblenden und die Anfertigung und Montage der Dachfenster und der Schornsteine. Damit ist der Gebäudekomplex so weit aufgebaut, wie es die Teile des Modellbaubogens ermöglichen. Lediglich die Torten und die Beleuchtung inklusive der lichtdichten Ausführung des Gebäudes gehen über dessen Umfang hinaus.



    Für die vielleicht noch anstehende Kür sind nur ein paar Utensilien nötig (Dachrinnen, Messingdraht und Farbe für die Fallrohre, Lasthaken und Seil für den Flaschenzug am Giebel), aber ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das auch noch gelingen wird.



    Wenn ja, melde ich mich noch mal. Auf jeden Fall aber danke ich schon mal allen, die ihr Interesse gezeigt haben durch ihre Wortmeldung oder ihren Daumen. Ich wünsche allen, die das Modell selbst bauen möchten sobald der Download zur Verfügung steht, viel Freude damit und viel Erfolg. Ich fand dieses Projekt sehr spannend, es war eine Herausforderung und hat mir viel Freude gemacht.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    mittlerweile habe ich alle neuen Teile für das auskragende 2. Obergeschoss bekommen und konnte den Bau von Gebäude 2 der "Staanerhüser" fortsetzen. Es gab keine Besonderheiten und mit der um 3 mm verlängerten Decke über dem 2. Obergeschoss ist der "Rohbau" fertig.



    Der Hoteleingang auf der Rückseite ist ebenfalls vollendet. Ich habe den gekachelten Fußboden von Teil 54 noch einmal kopiert, die aufgedruckten Klebeflächen mit Bodenfliesen versehen und damit die Klebelaschen von Teil 55 überdeckt. Leider gibt es auf der rechten Seite einen kleinen Streifen der auf der Grundplatte aufgezeichneten Klebefläche, der vom Hoteleingang nicht verdeckt wird. Ein bis zwei Reihen Pflaster sollten hier noch ergänzt werden.



    Auch die Beleuchtung ist damit abgeschlossen, sie kann wahlweise mit einer 9V Batterie oder mit einem 12V Netzteil betrieben werden.


    Damit seid ihr wieder auf dem Laufenden. Das Dach, die Dachgaube, 3 Schornsteine und 2 Dachfenster stehen jetzt noch aus. Als Sahnehäubchen könnten noch Dachrinnen und Fallrohre, sowie der Flaschenzug an der Giebelöffnung von Gebäude 1 kommen. Mal sehen, wie weit ich mich noch motivieren kann. (Ach ja, es fehlen noch Tausende von Balkenköpfen!)


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    Nach einer kleinen Pause konnte es mit dem Gebäude 2 der "Staanerhüser" weitergehen. Das Erdgeschoss ist fertig gebaut und montiert. Wie sich gezeigt hat, ist bei meinem Exemplar das Gebäude 1 etwas zu lang und steht vorn um etwa 1,5 mm über, während das Gebäude 2 exakt den Abmessungen auf der Grundplatte entspricht. Rainer hat das noch mal überprüft und bei den aktuellen Zeichnungen und bei seinem Kontrollbau dieses Problem nicht feststellen können. Mein Fehler oder vielleicht auch eine kleine Maßabweichung beim Kopieren.


    Es stört aber eigentlich nicht, die rechte Giebelwand von Gebäude 1 (Teil 7) ist im Bereich des Erdgeschosses durchgehend koloriert, die sichtbare Kante fällt also nicht auf. Damit im Bereich des ersten Stocks kein weißer Streifen zu sehen ist (wo eigentlich die Seite des senkrechten Balkens hingehört, habe ich an dieser Kante ein Winkelprofil angebracht, wie es auch an den linken Kanten vorgesehen ist (Teil 16). Mal sehen, ob dieser Workaround später noch Folgen haben wird.


    Hier seht ihr den aktuellen Bauzustand. Die Öffnung in der Rückwand dient wieder dazu, Licht auch auf den Hoteleingang durchzulassen.



    Im Bereich der Ladentür für das Cafe gab es ein kleines Problem mit der Breite der Türöffnung in der Mauer unter den Schaufenstern. Rainer hat das wohl schon korrigiert, aber ich wollte nicht auf die neuere Version warten und habe selbst mit GIMP die rechte Mauerseite um 3 mm nach links kopiert und die so entstandene Dopplung in der Textur mit Ausschnitten aus anderen Wandstellen kaschiert.


    Auch mit der Treppe bin ich so nicht zurecht gekommen, deshalb eine kleine Änderung auch in diesem Bereich. Eine einzelne Stufe wäre bei mir ca 2,5 mm hoch gewesen, was im richtigen Leben ca. 20 cm wären und damit schon eine ziemlich hohe Stufe.



    (Nebenbei gesagt: Ich muss neidlos zugeben: Rainer hat einfach den besseren Konditor!)


    Jetzt geht es mit dem ersten Obergeschoss weiter. Rainer hat mir heute gesagt, dass er eigentlich auch das zweite Obergeschoss im Bereich der rechten Giebelwand auskragen lassen wollte. Die mir vorliegende Version hat aber eine glatte rechte Giebelwand. Deshalb müssen mehrere Teile korrigiert und neu gezeichnet werden, das wird einige Zeit dauern.


    Aber ich kann schon mit dem ersten Obergeschoss anfangen, von der glatten rechten Giebelwand kann der untere Teil verwendet werden, eine Klebelasche zur Zwischendecke über dem ersten Geschoss ist ja schnell ergänzt. Und 15 Fenster im ersten Stock sind nur der Anfang einer wahren Fensterorgie, das wird wieder jede Menge Klingen und Nerven kosten!


    Für heute freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    Heute ist das Gebäude 1 der "Staanerhüser" weitgehend fertig geworden. Das Tabakwarengeschäft konnte eröffnet werden, damit ist schon mal eine wichtige Versorgungskette geschlossen worden. Ehrlich gesagt, vor diesem Bauteil, insbesondere der Vitrine, hatte ich den größten Respekt, aber Rainer hat die einzelnen Fertigungsschritte so ausführlich beschrieben, das konnte gar nicht schief gehen.



    Dachfirste, Giebeltore und Kranbalken sind angebracht und der Schornstein ist vorgefertigt. Etwas Kopfzerbrechen haben mir die Giebelverblendungen bereitet. Die Dachhaut besteht nur aus dem Dachteil (160 g/m2) und der Bretterverschalung (130 g/m2). Auf diese nur 0,35 mm dicke Dachhaut die Giebelblenden stumpf aufzuleimen, ist mir nicht immer im ersten Anlauf gelungen. Vor allem hat sich gezeigt, dass die Giebelblenden selbst (Tonpapier 130 g/m2) zu dünn sind und sich verziehen. Deshalb habe ich diese Teile noch mal auf Tonpapier verdoppelt. Vielleicht hilft es, zwischen die beiden Lagen der Dachhaut noch eine dünne Pappe einzubauen, dann wird die Klebefläche für die Giebelblenden größer.



    Abschließend für diesen Bauabschnitt noch ein paar Bilder vom beleuchteten Gebäude, alle relevanten Flächen und Kanten sind lichtundurchlässig und bei geringerem Umgebungslicht kann man auch im Giebelraum und in der Dachgaube etwas Licht sehen. Es sind drei Streifen mit je drei LED verbaut, einer im Erdgeschoss an der Zwischendecke über der Haustür und zwei an der vorderen Wand zwischen erstem und zweitem Obergeschoss und zwischen dem zweiten Obergeschoss und dem Dachgeschoss.



    Jetzt gibt es erst mal einen Baustopp: Wie derzeit bei vielen Bauvorhaben im richtigen Leben fehlt es im Moment auch bei diesem Projekt an der Versorgung mit weiterem Baumaterial. Aber Rainer tut, was Mensch und Material hergeben, um diesen Zustand zu ändern.


    Bis dahin freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    inzwischen ist der Bau weiter fortgeschritten: Die drei oberen Wände auf der Grundplatte für die Auskragung zu montieren und mit der hinteren Giebelwand zu verbinden, hat mir etwas Schwierigkeiten gemacht. Die Anordnung der Klebelaschen auf der Grundplatte ist ungewöhnlich, weil damit kein genauer horizontaler Bezug gegeben ist. Dies bringt die Schwierigkeit mit sich, das Obergeschoss genau senkrecht auszurichten. Mir ist das auch nicht ganz gelungen, die hintere Wand neigt sich auf der einen Seite ein wenig zum Nachbargebäude hin.


    Mal sehen, wie ich dieses Problem später beim Bau von Gebäude 2 beheben kann. Notfalls muss ich die anstoßenden Wände vom 1. und 2. Obergeschoss abschrägen und das dazugehörige Fachwerk anpassen. Schließlich ist es nicht ungewöhnlich, dass bei einem alten Fachwerkhaus nicht mehr alle Balken genau im Lot sind. So kann ich meinen kleinen Baufehler evtl. sogar als besonders realistisches Detail verkaufen. „Schaung mar amoi, na sengma’s scho!“



    Die Dachteile und der Giebel bilden dann keine weiteren Probleme. In die Dachhaut habe ich unter dem Giebelvorbau eine Öffnung geschnitten, damit auch an die Giebelfenster etwas Licht kommt. Die restliche Fläche des Daches unter dem Giebelvorbau habe ich mit weißem Karton beklebt, damit man beim Blick in die Fenster nicht auf Dachziegel schaut.



    Beim Giebel (Teil 23) muss man aufpassen: Die eingezeichneten seitlichen Fensterleibungen müssen hier entfernt werden, da diese Bestandteil des anzuklebenden Fachwerks (Teil 24) sind. Das gleich gilt übrigens auch für das kleine Giebelfenster in der hinteren Gebäudewand (Teil 7).



    Die Balkenköpfe sind in der Tat eine etwas knifflige Sache. Rainers Hinweis zum Schneiden eine Rasierklinge zu benutzen ist wirklich ernst zu nehmen, meine ersten Versuche ohne dieses Werkzeug auszukommen, waren nicht überzeugend. Man kann auch mit einem scharfen Skalpell nicht sauber durch Karton und Finnpappe schneiden.


    Also ab in meinen bevorzugten Supermarkt und vergeblich gesucht. Die freundliche Kassiererin gab mir den Hinweis, am Lottostand zu fragen (häh?), aber das führte auch nicht weiter. In einer Drogerie konnte ich dann zwischen all den Hightec-Nassrasur-Geräten und deren Ersatzteilen eine Packung mit ordinären klassischen Rasierklingen finden. Da scheint eine ganze technologische Entwicklung an mir Trockenrasierer vorbeigegangen zu sein!


    Jeder einzelne Balkenkopf muss in der Tiefe individuell an den Einbauort angepasst werden, mit der Rasierklinge ergeben sich dabei ganz exakte Schnittflächen. Mit allem Mut habe ich auch ein paar bereits angeklebte Balkenköpfe wieder abtrennen können (sie standen etwas über) und auch diese Teile in der Tiefe anpassen und neu montieren können. Alles in allem wieder mal zu ungeduldig gewesen!



    Die letzte Baugruppe von Gebäude 1 ist jetzt das Ladengeschäft mit der seitlichen Vitrine. Das wird noch mal eine Herausforderung für mich. Danach sind noch die Firstziegel, die Giebelblenden, die Torflügel und der Kranbalken für die Giebelöffnung sowie der Schornstein anzubringen. Letzteren werde ich aber sicherheitshalber erst nach Fertigstellung von Gebäude 2 aufsetzen.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Renee,

    danke für deine freundlichen Worte. Es macht in der Tat viel Arbeit, ich habe das vielleicht etwas unterschätzt, aber es wird sicher weitergehen. Im Moment steht die Montage des Obergeschosses an.


    Hallo Barni,

    danke auch dir, insbesondere für den Tipp mit der Ofenfarbe (vor deiner Korrektur konnte ich damit natürlich überhaupt nichts anfangen), das hört sich nach einer kolossalen Arbeitserleichterung an. Hättest du vielleicht auch noch eine konkrete Bezeichnung vom Produkt und evtl. von einer Bezugsquelle? Ich würde das gern mal ausprobieren, habe aber bei meiner Suche im Netz zu viele Varianten gefunden.


    Danke auch an alle, die bisher ihr Interesse per Like bekundet haben.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    Eine neue Aufgabe für mich ist es, die Gebäude beleuchtbar zu machen. Dazu müssen alle Wände lichtundurchlässig sein. Die Außenwände des Erdgeschosses sind mit 1 mm Finnpappe verstärkt, die bis an die Fensteröffnungen reichen. Die erforderliche Tiefe der Fensterleibungen wurde mit einem zusätzlichen 1 mm Streifen hergestellt. Es hat sich gezeigt, dass alle Kanten (vertikal und horizontal) trotzdem noch mit dunklen Winkelstreifen abgeklebt werden müssen.


    Leider sind bei den Fenstern und der Haustür auch die Fensterkreuze und die Türflächen durchscheinend (hätte ich mir eigentlich denken können, aber ich hab es erst nach dem Zusammenbau gemerkt). Deshalb habe ich alle drei Fenster und die Haustür noch einmal auf dunkelbraunem Tonpapier ausgedruckt, ausgeschnitten und damit die original beigen Fenster hinterklebt. Im Fenster rechts von der Haustür ist die genaue Platzierung der erst nach der Montage eingebrachten zusätzlichen Maske nicht gelungen, deshalb sieht man, wie ohne diese Maske das Licht durch die einfachen beigen Fensterrahmen durchscheint. Aber ein beleuchtetes Modell wird normalerweise nicht in völliger Dunkelheit präsentiert, bei normaler Raumbeleuchtung würde das wohl kaum auffallen.



    Für die weiteren Hauswände habe ich eine andere Lösung ausprobiert: Die Wandteile werden noch einmal auf dunkelbraunes Tonpapier ausgedruckt und damit die originalen Wände hinterklebt. Die Gebäudekanten müssen nach der Montage wieder mit Winkelstreifen abgedeckt werden. Die Fenster habe ich diesmal mit braunem Tonpapier verstärkt, damit ich die Ausschnitte für die Verglasung nur einmal schneiden muss.



    Der obige Lichttest hat gezeigt, dass die dunklen Innenwände sehr viel Licht schlucken, da werde ich wohl noch einige Flächen mit hellem Papier überkleben. Für das zweite Gebäude werde ich einen Fotokarton mit einer schwarzen und einer weißen Seite in Erwägung ziehen, dessen Dicke kann man aber nicht mehr vernachlässigen und auf schwarz drucken wird problematisch. Eine Möglichkeit, eine PDF-Datei seitenverkehrt auf die weiße Seite zu drucken, habe ich bisher auch nicht gefunden. Ein bisschen Experimentieren ist wohl angesagt, vielleicht hat auch der eine oder andere von euch ein paar Tipps für mich.


    Rainer hat in seinem Probebau das mittlere Fenster im Obergeschoss geöffnet dargestellt, das hat natürlich meinen Ehrgeiz geweckt, aber der erste Versuch ist gründlich daneben gegangen. Für den zweiten Versuch habe ich mir eine Schnitt- und Knick-Reihenfolge überlegt und die einzelnen Fensterflügel erst danach "verglast". Na also, geht doch!



    Als Vorbereitung auf das geöffnete Giebeltor habe ich den dahinterliegenden Raum montiert. Dabei hat mich irritiert, dass die Seitenwände um eine Balkenstärke länger sind als die Tiefe des Bodens. Aber das geht in Ordnung, der Boden wird auf den unteren Balken der Öffnung für das Giebeltor geklebt, während die Seitenwände wegen der größeren Breite des Raumes neben den senkrechten Begrenzungsbalken bis auf die Wand daneben reichen müssen. Also einfach den Linien entsprechend rillen und falten und alles passt. (Alles gut Rainer, du kannst dich wieder entspannen!) Die senkrechten Begrenzungsbalken fehlen zwar in meinem Exemplar, aber zwei U-förmige Streifen zu schneiden ist ja kein Aufstand.


    Bei meinem Exemplar ist der Giebelraum genauso breit, wie der Giebel in Höhe der oberen Kante. Dadurch bleibt nicht genügend Platz für die empfohlene Unterfütterung des Daches mit Finnpappe. Deshalb musste ich die oberen Kanten der Seitenwände noch etwas beschneiden, was in eingebautem Zustand nicht mehr so akurat möglich ist. Rainer wird diese Bauteil noch einmal entsprechend anpassen.



    Jetzt habe ich euch auf den aktuellen Stand meines Probebaus gebracht. In Zukunft werde ich weniger Text und mehr Bilder posten, aber nur wenn es Probleme oder Abweichungen zu der sehr ausführlichen Bauanleitung geben sollte.


    Nun muss ich erst mal einen ganzen Schwung Gardinen "nähen", bevor es an die weitere Montage gehen kann.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    der Titel bezieht sich auf den Thread Versuch einer Eigenkonstruktion eines Fachwerkhauses im Stil von Gilbert Baud" von schreinerrainer1 auf www.kartonbau.de. Ich habe als einer der ersten Modellbauer die aktuelle Version des von ihm konstruierten Kartonmodells bekommen mit dem Angebot, einen Kontrollbau vorzunehmen. Als bekennender Liebhaber der Modelle von Gilbert Baud freue ich mich darüber sehr und will mich dieser Herausforderung stellen (erfolgsoffen, darauf muss ich allerdings bestehen!).


    Wer die Geschichte dieses Projekts verfolgt hat, wird sicher gespannt auf den angekündigten Download warten. Es trägt inzwischen auf Anregung von Barni (Bastler Schweiz, http://www.kartonbau.de) den Titel "Staanerhüser" in Anlehnung an Fachwerkgebäude in Stein am Rhein. Die letzte Überarbeitung des Modells ist in meinen Augen eine echte Verbesserung und hat sich sehr gelohnt, auch wenn dadurch die Veröffentlichung verzögert wird.


    Basis für diesen Kontrollbau ist Rainers Baubericht/Bauanleitung "Staanerhüser, ein Baubericht/Bauanleitung für ein handgezeichnetes Kartonbaumodell im Stil von Gilbert Baud." auf www.die-kartonmodellbauer.de. Entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten hat Rainer bisher in diesem Fall nicht immer alles in beiden "befreundeten Foren" gepostet, deshalb die Verweise auf unterschiedliche Beiträge. Ich hoffe, dass das für euch und die Forumsbetreiber in Ordnung ist, viele Mitglieder sind ja sowieso in verschiedenen Foren unterwegs.


    Und wer sich denkt: Schon wieder Architektur, schon wieder Gilbert Baud, schon wieder schreinerrainer1, schon wieder "Staanerhüser"..., es gibt ja die praktische Funktion "als gelesen markieren" und man ist den ganzen Kram sofort los! Doch nun das passende Goethezitat: "Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!" (Neue deutsche Rechtschreibung war damals noch kein Thema!)


    Ich habe die Originalbögen von Rainer erst einmal eingescannt und als PDF gespeichert. Das hat den Vorteil, dass ich immer beliebig viele Versuche habe und das musste ich schon mehrfach in Anspruch nehmen. Bereits bei der Grundplatte habe ich aus Unaufmerksamkeit die falschen Linien gerillt, peinlich, peinlich!


    Beim zweiten Versuch hat es dann gestimmt (grüne Linien). Zwei zusätzliche Einschnitte habe ich vorgenommen (rote Pfeile) und die Einschnitte keilförmig mit einem sehr spitzen Winkel ausgeführt, sonst ist unten zuviel Material vorhanden, die seitliche Begrenzung der "Zähne" muss eigentlich parallel sein, bei einem simplen Einschnitt ergibt sich aber eine Trapezform.



    Inzwischen sind das Erdgeschoss von Gebäude 1 und die Zwischenwand zum Gebäude 2 hin montiert.



    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Rainer,

    die letzten Änderungen sind wirklich eine bemerkenswerte Verbesserung. Du hast ein gutes Gespür für Dimensionen und architektonische Wirkungen. Das Ensemble gefällt mir jetzt noch besser, auch wenn ich bisher schon sehr beeindruckt war. Ich freue mich jetzt noch mehr auf die Fertigstellung des zweiten Gebäudeteils mit dem Hotel und Cafe.

    Herzliche Grüße

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    nun kann ich mich doch noch einmal melden und berichten, dass das Diorama fertig geworden ist. Die Takelage war zwar eine ziemliche Fummelei, aber letztendlich konnte ich auch diese Schwierigkeit noch einigermaßen bewältigen. Ob das Ergebnis zufriedenstellend ist, müsst ihr jetzt beurteilen.



    Auch der LKW passt sehr gut in's Bild, meine anfänglichen Bedenken, er könne zu groß sein, haben sich inzwischen zerstreut. Er passt zwar nicht durch jedes Stadttor, aber zumindest die Hubbrücke müsste er passieren können.



    Im Hafen ist das erwartete Gedränge entstanden, aber trotz der anfänglichen Diskussionen um eine Vergrößerung des Hafenbeckens, erscheint es mir jetzt doch so in Ordnung. Es passt zu den Dimensionen des Markt- und Hafenbereiches.



    Zum Abschluss noch ein paar Bilder des fertigen Hafen-Dioramas. Alles in allem gefällt es mir inzwischen recht gut. Ich hoffe, ihr mögt es auch, denn dann hätte sich die Mühe doppelt gelohnt.



    Danke an alle, die sich bisher hier geäußert haben und an alle, die ihr Gefallen mit dem Daumen dokumentiert haben.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo wiwoBernd,


    ich wünsche dir viel Freude und Erfog bei diesem Vorhaben. Mit den Erfahrungen, die ich inzwischen mit dem Hafen-Diorama gemacht habe, wird es sehr interessant werden, deinen Baubericht zu verfolgen. Die ersten Bilder sind schon vielversprechend!


    Gruß

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    seit zwei Wochen ist es in der Hafenstadt etwas stiller geworden. Ich musste als diesbezüglich absoluter Analphabet mein neues Smartphone einrichten, weil das 3G-Netz abgeschaltet wird. Mein altes Handy hatte noch Dampfantrieb und war nur zum telefonieren und SMS schreiben geeignet.


    Das hat mich einige Tage gekostet, aber ein paar kleine modellbauliche Fortschritte gibt es immerhin. Das letzte nicht schwimmfähige Objekt war der LKW, dann musste ich mich doch endlich den Booten zuwenden. Die drei kleinen Ruderboote waren für mich eine Premiere, noch nie habe ich in diesem Maßstab so etwas probiert.



    Dann aber kam wirklich die ultimative Herausforderung für mich, das erste Segelboot überhaupt und dann noch dazu in 1:250. Der Rumpf ging ja noch halbwegs,



    aber bei den Masten schien mir das Schicksal dieses Dioramas endgültig besiegelt: Keinen Draht, um den das ca. 4-5 mm breite Bauteil für den Mast hätte gewickelt werden können und auch keine geeigneten Holzstäbchen, die als Ersatzmasten hätten herhalten können und eigentlich überhaupt keinen Plan.


    Nach mehreren Versuchen habe ich dann eine aufgebogene Büroklammer als Basis für die Kartonröhren eingesetzt, und die Röhren zuvor über eine Rouladen-Nadel gerundet. Der erste Versuch mit UHU-Extra war nicht überzeugend, der Kleber braucht Druck um auszuhärten, sonst dauert es ewig, bis stumpfe Nähte halten, wie man im zweiten Bild unten sehen kann. Mit Kittifix Spezialkleber für Kartonmodellbau ging es besser, dieser wasserlösliche Weißleim zieht schneller an.



    Mir fällt dazu nur die Zeile aus einem bekannten Shanty ein: "De Masten so scheev as den Schipper sien Been", aber immerhin ist die "Christine" aus ihrem Heimathafen Papenburg bis hierher in das Hafen-Diorama gekommen! Nun geht es erstmal an das kleinere Schwesterschiff, die "Henriette", bevor ich auch noch versuchen werde, eine einigermaßen ansehnliche Takelung hinzukriegen. Wenn mir das gelingen sollte, melde ich mich wieder, ansonsten...


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    wie erwartet ergeben sich jetzt nur noch kleinere Fortschritte, aber ich habe noch nicht aufgegeben.


    Beim Kran habe ich nur einen Versuch gemacht und beschlossen, diese Version zu verwenden. Der erste Marktstand aber bekam die Fallsucht und hätte auch mit Kleber nicht gerade stehen können. Also habe ich beim nächsten Versuch darauf verzichtet, das jeweils obere Dreieck bei den Aufstellböcken auszuschneiden und zusätzlich die Unterseite des Tisches mit einer kleinen Verstärkung versehen, um die Rechtwinkligkeit zu fixieren.



    Die beiden Fuhrwerke haben ebenfalls einen zweiten Anlauf gebraucht. Ich habe beim Wagenkasten die Klebelaschen entfernt und alles stumpf verleimt, damit rundherum die gleiche Wandstärke entsteht. Mit den kleinen Schlitzen in den Rädern zur Aufnahme der Achsen bin ich immer noch nicht zufrieden, mir fehlt einfach das geeignete Werkzeug dafür. Dieses Problem, fürchte ich, wird mir bei den nächsten Objekten öfter begegnen.


    Noch schwieriger war das "Anschirren" der Pferde: Das gedruckte Zugseil hätte ich so nicht ausschneiden können, ich hätte es deutlich dicker machen und einfärben müssen. Deshalb habe ich mich wieder an meinem Nähkästchen vergriffen und die Seile aus Garn hergestellt. Die Zugtiere lagen jetzt allerdings neben der Deichsel auf der Straße, ein Aufrichten am Einbauort erwies sich dann als fast unmöglich. Deshalb habe ich die Zugseile mit Leim befeuchtet und das ganze mit stehenden Pferden trocknen lassen. So ließ sich der Einbau ins Diorama schließlich bewerkstelligen.



    Vielleicht kann ja der eine oder andere von euch noch Tipps geben, wie man meine Schwierigkeiten anderweitig meistern oder umschiffen kann. Hinweise auf geeignete Werkzeuge oder Techniken sind hochwillkommen, auch Kritik an meinen vorgestellten Lösungen. So sieht das Ganze nun aus:



    Viele Stunden Arbeit für einen so kleinen Baufortschritt, aber wem sage ich das! ;)


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Renee,


    die Zaunpfosten sind von Schreiber, das graue Nähgarn ist von mir. Mein Problem dabei war meine Ungeduld, aber man muss immer warten bis der Kleber am Anfang eines Abschnittes und in den Bögen getrocknet ist, sonst kann man den Faden nicht weiter spannen.



    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    Bevor der nächste Baufortschritt vorgestellt wird, habe ich mich noch mal mit einem Problem auf der Rückseite des Dioramas (bezogen auf die Darstellung im Titelbild des Bogens) beschäftigt, das schon im Beitrag 5 beschrieben wurde. Es handelt sich um den Wasserzulauf für die Mühle. Ich habe versucht, diese Stelle mit dem grauen Karton der Basisteile zu kaschieren. Aber vielleicht ist es doch nur eine "Verschlimmbesserung" geworden, entscheidet einfach selbst. Die Schokoladenseite wird es sicher nicht werden.



    Nun aber zur letzten Region, die noch unbebaut war, dem Kaufmannsviertel. Zuerst wollte ich die Gebäude etwas anders anordnen, musste aber nach verschiedenen Versuchen feststellen, dass die Platzierung des Schreiber-Vorschlags doch optimal ist. Hebe ich mir eben meine kreativen Ideen für später auf.



    Die beiden Fachwerkhäuser in der hinteren Reihe an der Stadtmauer haben jeweils zwei aneinander stoßende Wände, bei denen die oberen Stockwerke etwas auskragen, die anderen beiden Seiten sind ohne diese früher steuersparende Bauweise ausgeführt. Auf dem Titelbild steht das linke Gebäude mit einer der "Schauseiten" zur Mauer hin, während auf der Straßenseite nur eine glatte Wand sichtbar ist. Deshalb habe ich das äußere Fachwerkhaus um 90 ° gegen den Uhrzeigersinn gedreht.



    Im rechten Bild sieht man einen kleinen Montageunfall, der mir auch erst im Foto aufgefallen ist: Die obere Knicklinie der Auskragung des ersten Stockwerks über der Tür ist eingedrückt. Mit einer kleineren Nähnadel habe ich über dem Knick in die Wand eingestochen, den Knick wieder herausgedrückt und den Einstich mit einem Farbstift verschwinden lassen. Dumm und ungeschickt kann man sein, man muss sich nur zu helfen wissen. Mal sehen, vielleicht taucht diese Stelle später noch mal auf einem Bild auf.


    Schnell noch ein Blick auf die hintere Gasse, auf das Kaufmannsviertel von außerhalb der Stadtmauer gesehen und einen Überblick über das Viertel, den Markt und das Hafenbecken:



    Ab jetzt wird es wohl mit dem Fortschritt etwas langsamer gehen. Am Kran und an den Marktständen will ich mich als nächstes versuchen, es bleibt auf jeden Fall spannend, zumindest für mich.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Renee,


    wenn man deine Bauberichte liest, mag man kaum glauben, dass du auch schon was versemmelt hast, wahrscheinlich ist das eine ganze Weile her. Aber du hast natürlich recht, jeder hat mal einen schlechten Tag. Jedenfalls freue ich mich, wenn du mir weiterhin auf die zittrigen Finger schaust!


    Hallo Rainer,


    mach dir wegen der Bauberichte keine Gedanken, im wirklichen Leben gibt es, mal abgesehen von mir (das war jetzt Selbstironie!), jede Menge Leute, die mit geschliffenen Reden und Formulierungen gerade jetzt in Corona-Zeiten zu glänzen versuchen, obwohl sie eigentlich nichts zu sagen haben. Aber es sind die Macher, die unsere Welt voran bringen, da gehörst du glaube ich dazu, zumindest beim Kartonmodellbau!


    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    gerade ist das Kirchenviertel fertig geworden und ich will schnell noch ein paar Bilder davon veröffentlichen, auch wenn sich einige von euch heute (ich sehe gerade, es muss gestern heißen) wohl schon zur Bettruhe begeben haben. Mein Tagesablauf verspätet sich immer etwas, ich habe wohl eine innere Uhr abgekriegt, die ursprünglich für einen Bewohner der Azoren vorgesehen war.


    Neben dem Rathaus und der Kirche gibt es noch eine Kapelle, zwei kleine Häuser, die in die Stadtmauer integriert sind, und ein Gebäude (Nr. 40), dass zwar auf dem Basisteil 1 steht, aber inhaltlich zum Kaufmannsviertel gehört.



    Der Grundriss-Vorschlag von Schreiber sieht hier noch ein weiteres Gebäude vor, eine Art Scheune vermute ich, das ganz in die Ecke der Stadtmauer gequetscht ist. Die Gebäude stehen dadurch sehr dicht zusammen, was für zwei so repräsentative Bauten, wie das Rathaus und die Kirche, keinen überzeugenden Eindruck macht. Außerdem frage ich mich, was hat ein eher ländliches Vorratsgebäude auf einem zentralen Platz der Stadt zu suchen? Deshalb habe ich hier darauf verzichtet und die Kirche weiter zu Stadtmauer gedreht. Dadurch entsteht zwischen Kirche und Rathaus ein etwas größerer Platz und der Brunnen kann auch eine zentralere Position bekommen.



    Die beiden Fachwerkhäuschen direkt in der Stadtmauer haben für mich irgendwie einen besonderen Reiz und sie symbolisieren, dass die Zeiten viel friedlicher geworden sind! Das zweite Bild erlaubt im Hintergrund einen Blick auf die noch verbleibende Baustelle, das Kaufmannsviertel.



    Das überzählige Gebäude habe ich erst einmal vor die Stadtmauer auf eine Wiese verbannt, mal sehen, ob es da bleiben kann oder ganz verschwinden muss.



    Jetzt folgen noch die beiden letzten Mauerelemente und 10 weiter Häuser, dann geht es ans Eingemachte: Kran, Marktstände, Fässer und Kisten, Fuhrwerke, Schiffe und Boote und der LKW, also das ganze Horror-Kabinett!


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    heute ein kurzer Zwischenbericht über den weiteren Baufortschritt. Die Mauerteile und Gebäude für die Basisteile 2 und 4 sind fertig und jetzt geht es um die Platzierung. Die im Schreiber-Bogen enthaltene Grundriss-Empfehlung sieht für die Schule (Gebäude 36) eine Anordnung quer zum Hafenbecken vor.



    Aber wie man es auch dreht und wendet, es kann so nicht funktionieren. Vom Gerberviertel aus kommt man eigentlich kaum noch ins Handwerkerviertel und wenn man die Schule direkt an die Kanalmauer rücken würden, wäre die Treppe zur Wasserfläche abgeschnitten. Deshalb habe ich eine andere Anordnung gewählt, die mir besser zu passen scheint.



    Hier noch mal die beiden neuen Segmente.



    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Dieter,


    auch von mir ganz herzlichen Dank für alle deine bisher veröffentlichten Modelle. Ich bin jedesmal begeistert gewesen, vor allem die Ensembles sind in meinen Augen wirklich eine Klasse für sich. Bis jetzt habe ich mich jedoch noch nie an eines deiner Werke heran getraut. Aber vielleicht ändert sich das ja schon bald, schau'n wir mal!


    Herzliche Grüße

    Bernhard

    Hallo Rainer,


    stimmt, die Klappbrücken gefallen mir auch, besonders wenn ich an die seitlichen Geländer denke, da habe ich erst ein bißchen experimentieren müssen. Verstärkung auf 130 g Tonpapier und viel Geduld beim Ausschneiden haben sich aber doch gelohnt.


    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    Jetzt gibt es schon wieder Ärger mit der Billig-Firma, die auch die kleine Brücke versemmelt hat. Auf den letzten Bildern im Beitrag #10 musste ich erneut einen Fehler entdecken: Die Mauerteile M1 und M2 haben die Schießscharten innen und den Wehrgang außen.

    ..., aber das ist nun ausnahmsweise mal nicht mein Fehler.

    Ich weiß, ich sollte vorsichtig mit solchen Behauptungen sein, aber diesmal stimmt es wirklich, ich schwöre! Bei den Teilen M1 und M2 sind die Innen- und die Außenseiten vertauscht, selbst ich kann sie diesmal gar nicht falsch herum montieren, denn bei Teil M2 gehört die bedruckte Seitenwange auf die Wasserseite und der spitze Winkel von M1 muss an den Turm 11 stoßen, der rechte Winkel an Turm 7.



    Wenn man weiß, wonach man suchen muss, kann man im Deckblatt des Bogens erkennen, dass auch der Erbauer dieses Modells mit dem Problem konfrontiert war und M1/M2 durch Verwendung anderer angepasster Mauerteile ersetzt hat. In der Mauer zwischen den Türmen 7 und 11 sieht man einen senkrechten Spalt, das originale Teil M1 ist hingegen durchgehend. Wahrscheinlich wurden M3 und M5 kopiert und in der Länge angepasst. M3 hat jedenfalls den notwendigen spitzen Winkel.


    M2 wurde durch eines der Teile M8 oder M9 ersetzt, denn man sieht den offenen Wehrgang, während M1 im Original einen überdachten Wehrgang hat.



    Mein erster Gedanke war, die Teile zu spiegeln, aber das hilft nur bei M2, bei M1 würde dadurch auch der spitze Winkel gespiegelt werden und dann in die falsche Richtung zeigen. Man müsste also die Teile mit einem Grafikprogramm bearbeiten.


    Da auf meinem Diorama die Mauerteile M1 und M2 schon "hochgezogen" waren, musste ich einen anderen Weg zur Korrektur suchen: Ich habe den Bogen mit den Mauerteilen noch einmal auf 80 g Normalpapier kopiert und passende Wände zum Überkleben der Innen- und Außenwände von M1 und M2 zurecht geschnitten. Das Ergebnis scheint mir noch einigermaßen passabel zu sein, denn außen angebrachte Wehrgänge könnten allenfalls in Schilda durchgehen und nach innen gerichtete Schießscharten, das geht überhaupt nicht.


    Und wenn wir schon mal beim Erbsen zählen sind, auch bei Turm 7 ist mir noch etwas aufgefallen. Ich habe den Erker nach innen gesetzt, dann aber beim Turm 8 gesehen, dass er wohl nach außen gehört. Das ergibt Sinn, denn er ist wahrscheinlich Teil der Verteidigung des Stadttores. Aus diesem Erker heraus konnte man Angriffe auf das Tor von oben bekämpfen (sog. Pechnasen). Deshalb habe ich auch außen schnell noch einen Erker spendiert, die Verteidiger der Stadt sollen ja an diesem Tor keinen Nachteil haben.



    Mein Fazit: "Vor dem Öffnen der Klebertube das Gehirn einschalten!" Ich bin wohl für einen Kartonmodellbauer immer noch zu ungeduldig. Wenn das so weitergeht, wird mein Hafen-Diorama noch ein weiterer BER! ;)


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    jetzt ist fast eine ganze Woche ins Land gegangen, die ich mit den Klappbrücken, den Geländern an den Kanalrändern und den Pfählen zum Schutz der Kaimauern und für das Festmachen der Boote und Schiffe zugebracht habe. Die Pfähle habe ich letztlich über die Klinge eines kleinen Uhrmacher-Schraubendrehers gerollt.



    Dann habe ich das Mühlenviertel vervollständigt und gestern und heute das Gerberviertel bewohnbar gemacht. Gebäude im Maßstab 1:250 kommen mir nach den Geländer- und Pfahlbauten inzwischen geradezu riesig vor!



    Alle Häuser sind so gezeichnet, dass sie frei stehen können, aber im Gerberviertel ist so wenig Platz, dass die Gebäude direkt an der Stadtmauer stehen und aneinander stoßen. Das ist derzeit der aktuelle Bauzustand:



    Als nächstes werden die schmalen Basisteile 2 und 4 bebaut. Möglicherweise kann auch noch Teil 1 mit der Kirche folgen. Bevor aber die Gebäude für das Basisteil 3 errichtet werden können, muss ich wohl doch erst den Kran, die Marktstände und die Boote und Schiffe angehen, denn sonst komme ich an die Marktfläche und das Hafenbecken nicht mehr so gut heran.


    Mal sehen, ob das gelingt. Wünscht mir Glück, ... na ihr wisst schon!


    Danke an Robert, Rainer und alle Daumenheber und

    freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Robert,


    es ist mir ja furchtbar peinlich, aber du hast natürlich recht, man kann die Brücke entweder neu konstruieren ... oder sie einfach richtig herum einbauen! Das kommt davon, wenn man bei Ausschreibungen immer die billigste Firma nimmt. Jetzt muss die alte Brücke wieder abgerissen und eine andere Firma mit dem Neubau beauftragt werden. So sieht das ganze schon besser aus:



    Nun muss nur noch jemand die Reste der alten Brücke abtransportieren, der Henschel-LKW ist ja noch nicht verfügbar.


    Die Verbreiterung des Kanals ist eine prima Idee. Die Verlängerung der Fahrbahn der Brücken ist sicher kein Problem, bei einer Klappbrücke sind das sowieso zwei Teile. Schwieriger wird schon die Anpassung der Geländer und der seitlichen Abdeckwinkel, sowie die Verlängerung der Tragbalken des Klappmechanismus.


    Mein Problem ist aber hauptsächlich, dass das Basismodul schon fertig ist. Die Veröffentlichung hier war etwas zeitverzögert, weil ich erst mal sicher sein wollte, dass ich auch mit den kleineren Teilen zurecht komme, denn 1:250 ist schon eine Herausforderung für mich. Inzwischen sind die Bogenbrücke, das Mühlrad und das Mühlengebäude entstanden. Auch bei den Klappbrücken bin ich inzwischen einigermaßen vorangekommen, jetzt hoffe ich, dass ich zumindest mit den Architekturkomponenten weiter machen kann. Aber es sind sicher noch andere Modellbauer für diese Modell in den Startlöchern und die können bei ihrem Bau vielleicht deine Idee aufgreifen.


    Noch einmal tausend Dank für deinen Hinweis, was ist da nur in meinem Kopf vorgegangen? Und meine alleraufrichtigste Entschuldigung an Przemyslaw Tabernacki, falls er zufällig hier mitlesen sollte. Meine Bemerkung mit dem rechten Winkel war zwar richtig, aber er hat ihn auf der rechten Seite vorgesehen und da gehört er ja auch hin. (Und ich war so sicher, einen Fehler gefunden zu haben, na gut, muss ich halt weitersuchen.) ;)


    Freundliche Grüße

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    Inzwischen sind alle Teile der Basis fertiggestellt und auf der Grundplatte montiert. Die Wasserflächen werden einseitig an die Teile 1, 3 und 5/6 angeklebt und dann zuerst Teil 1 genau auf die Ecke der Grundplatte gesetzt. Alles andere ergibt sich dann mehr oder weniger zwangsläufig. Meine Anstrengungen, eine Grundplatte mit Grundrissen zu erstellen, war zwar aufschlussreich, aber vollkommen überflüssig. Wie das Sprichwort sagt: Wer keine Arbeit hat, macht sich eben welche! (Das eingekreiste Werkzeug benutze ich übrigens recht häufig!) ;)



    Beim Zusammenbau hat sich gezeigt, dass die steife Verstärkung auch Probleme machen kann. Das schmale dreieckige Teil 6 rechts vom Mühlengraben hat sich wohl bei der Verstärkung etwas verzogen. Dadurch ist die rechte Kanalmauer des Mühlenauslaufs unten nach innen geneigt und rechts zum Teil 5 entstand ein Spalt, der sich nach unten verbreitert hat. Ich musste das mit einem Mauerstreifen kaschieren. Ohne die Versteifungen hätte man das Teil beim Einbau vielleicht etwas verwinden können.



    Auch die Rückseite dieser Zusammenstellung von Teil 5 und 6 zeigt diese Probleme. Allerdings erscheint mir das Wasserteil etwas zu kurz und auch Teil 6a (die im Bild linke Kanalwand) ist wohl zu kurz, weshalb die Rückseite nicht parallel zur Grundplatte verläuft.



    Den Bau des Mühlengebäudes habe ich vorgezogen, um die Plazierung des Mühlrades vornehmen ztu können. Hier wird nochmals deutlich, dass die Gebäude aus der mittelalterlichen Kleinstadt übernommen wurden. Das Mühlrad ist aufgedruckt, beim Hafen-Diorama muss diese Wand mit einer Darstellung ohne Mühlrad überklebt werden, da das Mühlrad hier plastisch dargestellt ist.


    Mit der Bogenbrücke neben dem Mühlengebäude bin ich auch nicht restlos zufrieden, aber das ist nun ausnahmsweise mal nicht mein Fehler. Ich würde erwarten, dass die seitlichen Begrenzungen parallel zur Straße und zur Kaimauer verlaufen. Aber Herr Tabernacki hat auf der linken Seite einen rechten Winkel gezeichnet.



    Als nächstes müssen die Klappbrücken entstehen. Ohne die macht das ganze Ensemble keinen Sinn. Wenn das gelingt, sollten zumindest die Gebäude keine unüberwindbaren Schwierigkeiten mehr bereithalten.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    nach den beiden relativ großen Gebäuden von Gilbert Baud habe ich jetzt ein anderes Objekt im Fokus, das Hafen-Diorama von Schreiber. Dieser Bogen reizt mich seit er erschienen ist, auch wenn der Maßstab 1:250 in mir reichliche Zweifel aufkommen lässt.


    Vor Jahren habe ich die Deichstraße von HMV gebaut und eigentlich gute Erinnerungen an den Bau, aber deren Häuser kommen mir im direkten Vergleich deutlich größer vor. Inzwischen haben ja einige von euch ebenfalls den Eindruck geäußert, dass zumindest die Häuser und die Mauerteile kleiner konstruiert sind. Ich habe mal die Höhe einer Haustür gemessen: 9 mm bei 1:250 ergeben ca. 2,25 m, was allerdings eher dafür spricht, dass der Maßstab in etwa stimmen sollte.



    Zumindest der Henschel-LKW scheint etwas groß zu sein, er hat eine Chassis-Länge von fast 38 mm (ca. 9,5 m) und eine Breite von etwas mehr als 11 mm, das wären ca. 2,80 m , was für normale Straßenfahrzeuge zu breit wäre (max. Breite heute lt. StVZO: 2,55 m). Leider kann ich den Typ nicht ausmachen, sonst könnte ich die Abmessungen des Originals suchen. Der LKW auf der Deichstraße wirkt viel zierlicher, er ist 29 mm lang, was ca. 7,25 m entspricht.



    Was die Schiffe angeht, ist wohl eher das Hafenbecken zu klein angelegt und der Kanal nicht breit genug. Insgesamt bleibt ein leicht unstimmiger Eindruck.


    Das ganze ist für meine Verhältnisse vielleicht ein etwas größenwahnsinniges Projekt, auch wenn es sich ja paradoxerweise um sehr kleine Dinge handelt. Alles in allem eine gute Chance, auch mal was in der Rubrik "Abgebrochene Bauberichte" zu posten.


    Schon die Basis ließ mich rätseln, keine gedruckte Grundplatte, keinerlei Verstärkungen? Bei den Abmessungen kann das doch keine stabile Unterlage ergeben. Also erst mal eine Graupappe auf 47 x 24 cm zuschneiden und alle Basis- und Wasserteile auf Papier kopieren und als Grundriß aufkleben. Dann alle Wände und Spanten der Basisteile mit Finnpappe verstärken und daraus stabile Podeste für die Bebauung erzeugen:



    Schauen wir mal, wie es weitergeht. Wünscht mir Glück, eine ruhige Hand (oder zwei) und immer genug scharfe Klingen.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Fred,


    herzlichen Dank für den Hinweis auf das Vorbild, ich bin ganz begeistert, das jetzt auch erfahren zu haben und wäre da für jeden Hinweis zu jedem weiteren Gebäude dankbar.


    Was Montbéliard angeht, vermute ich eher eine Verwechslung. Ich habe Montbéliard zwar vor vielen Jahren gebaut (es war mein zweites Baud-Modell nach dem Château du Gavoir), allerdings habe ich dazu nie einen Baubericht veröffentlicht. Ich war aber damals lange Zeit (eher passives) Mitglied im Kartonmodell-Forum, das wie ich glaube von Thomas Pleiner betrieben wurde und dort gab es in einem allgemeinen Thread über Baud-Modelle und Ebay von 11/2008 unter anderen auch ein Bild von der Wendeltreppe im Innenhof. Aber ich glaube nicht, dass du das im Sinn hattest.



    Freundliche Grüße

    Bernhard

    Hallo Thomas,


    du hast natürlich recht, Gilbert Baud scheint auch ein großes Interesse an Schiffen gehabt zu haben. Im Katalog von 2001 waren 7 Modelle gelistet, 2009 waren es schon 14, alle im Maßstab 1:150. Die Bismarck, auf die du sicher abzielst, war 168 cm lang, hatte lt. Katalog 2270 Teile und kostete 2009 130 CHF bzw. 86 €. Von diesen Modellen besitze ich aber keins.


    Was die Abmessungen der Maisons de Campagne angeht, das Modell ist 51 cm breit, 15,5 cm hoch und 21,5 cm tief. Einen Maßstabswürfel habe ich leider nicht, aber für zukünftige Vorhaben werde ich mir da etwas überlegen müssen. Es ist wirklich schwer, ohne Vergleichsmöglichkeiten die Dimensionen einzuschätzen.


    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    Hallo Oldenburger,


    danke für deinen Zuspruch! Die meisten, vermutlich sogar alle Modelle von Gilbert Baud haben wohl reale Vorbilder, wobei er unter anderem auch nach Postkarten oder anderen Vorlagen gearbeitet haben soll. Bei diesen Modellen kann man davon ausgehen, dass die Seitenwände und die Rückseiten eher frei gestaltet wurden. Leider ist, zumindest mir, nur bei wenigen Modellen bekannt, wo das Vorbild zu finden ist.


    Was die Machart der Bögen angeht, mich fasziniert die Individualität der Bögen, jeder ist durch die handwerkliche Anfertigung und Kolorierung fast ein Unikat. Wenn man versucht, die Bögen zu kopieren und wieder auszudrucken, bekommt man die Wirkung der Handkolorierung einfach nicht hin, und wie soll man auf Folien handgemalte Gardinen oder Wetterfahnen und Regenfallrohre kopieren? Ich bewundere, dass da ein Mann seinen Traum verwirklicht hat, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine eigenen Modelle zu gestalten und über Jahrzehnte seiner Technologie treu geblieben ist, auch wenn sie uns heute etwas antiquiert erscheinen mag.


    Hallo Rainer,


    danke auch dir, dein Urteil und deine Hinweise sind für mich sehr wertvoll, da du ein ausgewiesener Fachmann für die Baud-Modelle bist und deine Kompetenz durch deine Bauberichte außer Frage steht.


    Was die "wenige Beachtung" angeht, das ist für mich schon in Ordnung. Ich sehe ja auch an den Likes, dass mehr Mitglieder meine Beiträge gelesen und beachtet haben, als die Wortbeiträge vermuten lassen. Dass die Interessen in diesem Forum mehr auf den Themen Schiffe und Flugzeuge liegen, habe ich natürlich schon vorher gewusst, vielleicht sollte ich als nächstes ein Hausboot bauen? Leider ist das in der Schweiz nicht so verbreitet, deshalb gibt es wohl auch keines unter den Baud-Modellen. ;)


    Nun aber wieder zu den Maisons de Campagne, die Gebäude sind inzwischen fertig und es hat kein Teil gefehlt und es ist keins übriggeblieben, das ist ja schon mal was:



    Ein wenig ratlos bin ich noch wegen des runden Teils an der Ecke des Gebäudes, was soll das sein, ein Wasserbecken, ein Hochbeet? Wie gesagt, schade das man nicht beim Vorbild nachschauen kann.



    Danke für euer Interesse und die Likes und

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    diesmal möchte ich ein weiteres Modell von Gilbert Baud bauen, und zwar "Groupe Maisons de Campagne" (Landhäuser), das eines von wenigen Modellen Bauds im Maßstab 1:160 (Spur N) darstellt:



    Wen es interresiert: 26,90 DM war damals der Preis von Frau Waldmann in München, während Herr Baud dafür 16 CHF bzw. 12 € aufgerufen hat, was 2001 immerhin ca. 24 DM entsprach. (So richtig reich geworden sind Kartonmodellbau-Dealer wohl schon damals nicht!)


    Im Katalog von 2001 gab es insgesamt sieben Modelle für die Modelleisenbahn Spur N, darunter drei Häuser und zwei Bahngebäude, die auch im Maßstab 1:87 für Spur H0 bestanden haben (Magasin Confection, Boulangerie, Cafe-Brasserie, Gare de Berthcourt und Halle Style PLM). Zwei der Modelle sind aber direkt für den Maßstab 1:160 konstruiert worden, Groupe Maisons de Campagne (N.40) und Ancienne ferme des Bauges (N.41), für die es kein Pendant in 1:87 gibt. Die Reihe war wohl nicht sehr erfolgreich, denn im Katalog von 2009 und im späteren Angebot von Herrn Akesson gab es die Modelle im Maßstab 1:160 nicht mehr.


    Um einen direkten Vergleich mit den anderen Modellen zu ermöglichen, möchte ich die Landhäuser in den Maßstab 1:87 überführen. Im Originalbogen ist für die meisten Fenster und Türen lediglich ein Ausschnitt im Wandteil vorgesehen, hinter den dann das Fenster oder die Tür geklebt werden soll. Selbst im Maßstab 1:160 wäre das nur ein Maß von ca. 32 mm für Fensterleibungen und Türzargen. Deshalb sind hier Zwischenstücke aus Finnpappe eingefügt. Auch die Fensterläden sind im Original nur aufgedruckt. Hier nun das modifizierte Gebäudeteil A:



    In der gleichen Bauweise folgt jetzt das Hauptgebäude:



    Wer genau hinschaut und mit den Modellen von Gilbert Baud vertraut ist, kann im Hintergrund mein erstes Baud-Modell, das Chateau de Gavoir erkennen:



    Die Übertragung in einen detailierteren Maßstab verstärkt natürlich auch die kleinen Ungenauigkeiten des Originals, und so ist die Giebelwand im folgenden Bild um etwas mehr als 2 mm zu schmal und der kleine Anbau rechts hat eine schräge vordere Wand, weil die beiden Seitewände nicht gleich lang sind. Es wäre gut gewesen, diese Maße vorher zu kontrollieren, aber um einen bekannten Zeitgenossen zu zitieren: "Wäre, wäre, Fahrradkette!"



    Jetzt geht es an die Fertigstellung der Dachlandschaften, mal sehen, ob es da noch Überraschungen gibt.


    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    die letzten Teile sind verbaut und Manoir Breton ist bezugsfertig. Leider ist mir zuletzt doch noch ein Malheur passiert. Die Dachgaube über der Eingangstür gehört eigentlich auf das Dach des Hauptgebäudes darüber, aber ich habe zu spät gemerkt, dass die Dächer des Seitenflügels und des Hauptgebäudes unterschiedliche Steigungen haben. Hoffentlich fällt das bei der Bauabnahme niemandem auf:



    Der Vollständigkeit halber noch mal die anderen Seiten:


         


    Zum Schluss des Berichts noch ein Hinweis: Sollte mal jemand von Euch in das Haus eingeladen werden und auf die Veranda kommen, haltet Euch mehr an der Wand auf, direkt auf die Brüstung würde ich mich nicht unbedingt verlassen!



    Jetzt haben die Besitzer erst mal noch ein anderes Problem, sie würden einen guten Landschaftsgestalter brauchen. Ich bin da völlig talentfrei, aber ich wüsste schon eine Firma, die ziemlich gut geeignet wäre und viele Referenzen hier im Forum hat! ;)


    Mal sehen, ob es bald eine weitere Baustelle gibt und wenn ja welche, Baumaterial habe ich jedenfalls noch mehr als genug und Lust darauf eigentlich auch.


    Freundliche Grüße Euch allen und Tschüß bis neulich


    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    nun haben die Bauherren von Manoir Breton endlich im linken Seitenflügel ein paar Zimmer, in die es nicht mehr hineinregenen kann:




    Die Verstärkung mit Finnpappe führt dazu, dass das Dach für das Hauptgebäude auf der linken Seite um ca. 1 mm verkürzt werden muss. Ein erster Versuch für dieses Dachteil mit der gleichen Methode hat mich nicht überzeugt, die Probleme häufen sich und die Dachhäute, die später noch von außen aufgesetzt werden müssen, wären dann an einigen Stellen zu kurz, weil das Dach durch die zwischengeklebte Pappe um 1 mm höher und um ca. 2 mm breiter würde:



    Deshalb habe ich einen weiteren Versuch gestartet, bei dem die Verstärkung zwischen Unter- und Oberteilen entfällt. Mit einem soliden Unterbau sollte das auch stabil genug werden. Die Stützwand im rechten Seitenflügel (Bild oben) ist im Originalbogen nicht vorgesehen, aber sie wird das Dach wesentlich besser stabilisieren (hoffe ich):



    Die braune Unterkonstruktion wurde nun montiert und passt dank der stützenden Elemente ganz gut. Die noch fehlende Dachfläche des rechten Seitenflügels wird ergänzt und die Dächer der Giebelseiten vervollständigen die Dachkonstruktion:



    Danach werden die Dächer mit Dachziegeln eingedeckt, die Firstziegel verlegt und die Stoßkanten der Dächer mit Winkelblechen versehen:



    Jetzt fehlen nur noch die Dachgauben, die Schornsteine und immer noch die Verandabrüstung natürlich!


    Freundliche Grüße Euch allen

    Bernhard

    Hallo Rainer und alle weiteren Interessenten,


    vielen Dank für die Tipps, so etwas ähnliches hat mir auch vorgeschwebt. Mit Finnpappe habe ich bisher noch nicht gearbeitet, aber inzwischen ist die Online-Bestellung eingetroffen und ich kann das mal versuchen. Lässt sich wahrscheinlich leichter schneiden und kleben als Polystyrol.


    Bei der Vorbereitung der Dachdeckerarbeiten ist mir aufgefallen, dass einige der auf braunem Tonpapier gedruckten Teile, die von unten an die Dachhaut geklebt werden sollen, von oben gesehen gezeichnet sind. Bei dem originalen Tonpapier stellt das ja kein Problem dar, aber bei den von mir benutzten Kopien schon. Also muss ich mal untersuchen, ob mein Drucker auch seitenverkehrt kopieren kann, oder ich muss auch auf Tonpapier drucken. Wenn die farbig gedruckte Seite dann beklebt wird, sollte das nicht stören.


    Bei diesem Dach für das linke Seitengebäude stimmt alles, die bedruckte Seite zeigt nach unten:



    Für das Dach des Hauptgebäudes ist offensichtlich vorgesehen, das braune Unterteil mit der bedruckten Seite nach oben zu montieren:



    Es wird also ab jetzt etwas langsamer vorangehen, weil wieder ein bißchen Experimentieren angesagt ist.


    Freundliche Grüße Euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    herzlichen Dank Johannes, jetzt ist mir auch völlig klar, warum ich bisher nur gerade Überschriften gesehen habe!


    Das letzte Wandelement ist inzwischen fertiggestellt und eingebaut. Ein Detail hat mich besonders viel Zeit gekostet, die große Freitreppe auf der Rückseite des Gebäudes.


    Die linke Treppe entstand zuerst, die einzelnen Stufen wurden mit Rechteck-Profilen aus Polystyrol stabilisiert. Diese Profilstäbe habe ich mal vor Jahren auf Empfehlung des Konstrukteurs von Effekt-Kartonmodellbau Weimar speziell für die Fensterleibungen von Berliner Altbauten bei architekturbedarf.de beschafft, sie sind dort aber nicht mehr im Shop gelistet.


    Zusätzlich mussten noch die hinteren Enden der Stufen abgestützt werden. Die rechte Treppe ging dann in Kenntnis der richtigen Technologie viel schneller. Wenn alle Stufen entsprechend vorbereitet sind, dann ist die Endmontage auch nicht mehr schwieriger als das Stapeln von Bauklötzchen:



    Jetzt ist alles vorbereitet für das nächste Gewerk, die Dachdecker. Ich hoffe, die Jungs haben einen Plan, mir ist nämlich noch nicht so ganz klar, wie es weitergehen soll:



    Bitte gebt mir ruhig Bescheid, wenn ich zu sehr ins Detail gegangen sein sollte, ich möchte nämlich nicht wie Till Eulenspiegel dastehen, der alle Schneider zusammengerufen hat, um den sensationellen Kniff mit dem Knoten am Ende des Fadens zu verraten!


    Freundliche Grüße Euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    zuerst mal vielen Dank an alle, die den Daumen gehoben haben. Inzwischen ist der Bau wieder etwas vorangekommen:



    Dabei war der Einbau der beiden Auskargungen über dem Eckfenster für mich etwas schwierig, da die Teile 37 und 37A nur von innen und nur mit Hilfsmitteln montiert werden konnten und das ist mir glaube ich nur bedingt gelungen:




    Die Veranda rechts ist noch baupolizeilich gesperrt, weil die Brüstung fehlt. Da will ich erst einen Versuch mit etwas stärkerem braunen Tonpapier machen, das ist aber noch auf dem Postweg. Auch die rechte Seitenwand ist inzwischen hochgezogen:



    Nun werde ich die beiden hinteren Wandbaugruppen in Angriff nehmen.


    Mal nebenbei gefragt: Kann mir bitte jemand auf die Sprünge helfen, warum meine Titelzeile kursiv erscheint? Alle anderen Überschriften sind das nicht, ich bin mir aber nicht bewußt, das irgendwie eingestellt zu haben, ich habe einfach den Text eingegeben. Wie gesagt, nur so nebenbei, es ist nicht so wichtig.


    Freundliche Grüße Euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,


    nachdem ich mich endlich hier vorgestellt habe, bin ich doch tatsächlich auch aktiv geworden und habe mich entschlossen, nach langer Zeit wieder mal ein Modell von Gilbert Baud zu bauen. Rainer (schreinerrainer1) hat wirklich meine Leidenschaft für diese Modelle neu entfacht. Aber es soll keinesfalls ein Konkurrenzunternehmen werden, mein Ziel ist nicht, ausstellungsfähige Dioramen zu erzeugen, mich interessiert mehr der Prozess, wie aus 2-dimensionalen Bauteilen ein 3-dimensionales Objekt entsteht. Erwartet also keine Perfektion und vor allem keinen so rasanten Baufortschritt, wie ihn Rainer an den Tag legt. Bisher habe ich im stillen Kämmerlein nur für mich allein gebaut, den Fortschritt in Fotos festzuhalten und im Forum zu posten ist für mich neu.


    Hier also erstmal das bisherige Ergebnis von 3 Tagen Arbeit:



    Die erste Wand steht schon mal



    und die zweite auch



    die dritte Baugruppe muss noch montiert werden, aber nicht mehr heute abend



    Freundliche Grüße Euch allen

    Bernhard