Posts by befu

    Hallo Renee,

    herzlichen Dank für deine guten Wünsche, ich betrete hier wirklich ziemliches Neuland.

    Hallo Rainer,

    auch dir vielen Dank für den überschwenglichen Kommentar, das macht mich etwas verlegen. Wie du weißt, habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, danke auch hierbei für deine Unterstützung und Beratung, auch außerhalb des Forums.

    Damit auch andere interessierte Mitleser einen besseren Eindruck von der Problematik bekommen können, stelle ich hier noch mal meine Musteraufbauten der beiden Varianten vor:

    Inzwischen sind alle Wandelemente ausgeschnitten, gefalzt und mit Lichtschutz versehen, jetzt sind noch 29 Fenster und die beiden Rosetten im Querschiff anzubringen, bevor die Montage beginnen kann.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Es freut mich, dass euch die Fenster gefallen. Mit GIMP wurden die unvermeidlichen perspektivischen Verzerrungen korrigiert und die Fenster dann für die vorgesehenen Öffnungen zugeschnitten und skaliert.

    Im Moment bin ich mir nicht im Klaren darüber, wie ich fortfahren soll. Das Modell von Gilbert Baud wirkt bei genauerem Hinsehen etwas ungewöhnlich. Die meisten historischen Kirchen haben einen kreuzförmigen Grundriss, hier aber fügt sich der Altarraum (Apsis) direkt an das Querschiff an. Das vermutliche Vorbild hat aber noch zwei Joche des Hauptschiffs zwischen Querschiff und Apsis und auch die Seitenschiffe setzen sich vor dem Querschiff fort.

    Ich habe schon einmal angefangen, die notwendigen Teile für diese "Verlängerung" aus den vorhandenen Bauteilen mit GIMP zu entwickeln, aber ich bin mir nicht sicher, ob mir das durchgängig gelingen wird.

    Noch ist es nicht zu spät, bisher müsste nur eine neue, um 60 mm längere Grundplatte gemacht werden. Am meisten jedoch schrecken mich die 14 zusätzlichen Fenster mit ihren Spitzbögen! Jetzt kämpfe ich mit mir und meinem Ehrgeiz, aber etwas Lust auf Abenteuer hätte ich schon. Schlimmstenfalls muss am Ende die Überschrift für diesen Thread geändert werden:

    "Auferstanden aus der blauen Tonne und wieder darin versenkt"

    Früher oder später werdet ihr erfahren, wie ich mich entschieden habe und ob das Ganze gut gegangen ist, und wenn ja, warum nicht. :S

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    nach knapp einer Woche möchte ich euch einen kurzen Zwischenbericht geben. Ich bin noch immer dabei, alle Wandelemente für den Kirchenbau vorzubereiten: Den Turmschaft, das Hauptschiff, das Querschiff, die beiden Seitenschiffe und die Apsis. Am weitesten ist der Turmschaft gediehen, wobei mir die gotischen bzw. neugotischen Spitzbögen etwas Schwierigkeiten gemacht haben. Allein das Fenster über dem Hauptportal habe ich dreimal angefertigt.

    Als erstes habe ich eine Wand des Hauptschiffes mit Fenstern versehen. Dabei mussten die beiden seitlichen Teile der Fensterwölbung angepasst werden, sowohl die Länge der beiden gebogenen Teile als auch der Schnittwinkel in der Spitze sind nicht korrekt gezeichnet. Beim linken Fenster, das ich zuerst ausgeführt habe, ist das nicht wirklich optimal gelungen.

    Dem originalen Baubogen von Gilbert Baud sind für die Fenster klare Folien beigefügt, denen lediglich waagerechte schwarze Streifen aufgedruckt sind. Damit steht sofort die Frage der Gestaltung des Innenraums auf der Agenda. Außerdem ist eine Kirche nur mit klaren Glasfenstern wohl eher eine Ausnahme und nicht typisch. Deshalb habe ich stattdessen eigene farbige Fenster gestaltet.

    Zum Schluss eine erste Ausschau auf die beleuchteten Fenster. Im Turmschaft ist die Lichtabschirmung bereits vollständig, beim Wandelement muss aber noch für jedes Fenster eine Maske eingebaut werden, die alle Teile der schrägen Fensterwölbungen abdunkelt.

    Es geht sehr viel langsamer vorwärts als erwartet, aber es geht vorwärts. Wenn die Wände aufgestellt sind, melde ich mich wieder bei euch.

    Bis dahin freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Rainer,

    vielen Dank für deine Vorschuss-Lorbeeren, schau'n wir mal und warten ab, was kommt. Schon der Turmschaft hat mich fast zwei Tage beschäftigt, ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass der Bau damals vor über 20 Jahren so schwierig war.

    Nun zu deiner Frage: Die Grundplatte ist 380 mm lang und 185 mm breit. Die Kirche selbst hat eine Länge von 364 mm und eine Breite von 172 mm inklusive aller Anbauten wie Stützmauern und Türportale. Die Höhe kann ich im Moment nur aus den Bauteilen ermitteln, sie wird ca. 360 mm betragen. Ich staune selber über die Ausmaße, ich hatte das Modell kleiner in Erinnerung, wahrscheinlich deshalb, weil es immer hoch oben auf einem Schrank stand. Es dürfte gerade noch in das höchste Fach des Schranks passen, in dem ich die neuen Modelle unterbringen will.

    Danke auch an alle anderen Forumsmitglieder, die ihr Interesse bekundet haben, 12 Daumen nur für die Ankündigung eines Bauberichts, Donnerwetter!

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    wie schon am Ende meines letzten Bauberichts angedeutet, möchte ich diesmal eine Kirche in Angriff nehmen. Oh, ich merke gerade, das könnte man missverstehen, sagen wir also lieber, ich möchte ein Modell davon in Angriff nehmen! Es handelt sich um das Modell "6.02 Èglise de Saint Pavin" von, ihr werdet es sicher sofort erraten, Gilbert und Louise Baud.

    Ich habe in den 1990er Jahren diese Kirche schon einmal gebaut, damals noch vom Originalbogen und erstmalig mit Glühlampenbeleuchtung. Leider habe ich mich in einem Anfall von Aufräumfieber und geistiger Verwirrung 2020 für die Entsorgung entschieden, zwei Jahrzehnte Küchendunst hatten dem Modell alles andere als gut getan. Ich habe aber den Modellbogen (er ist der einzige noch original verschweißte in meiner Sammlung) wieder beschaffen können, als das noch möglich war, und nun würde ich gern sehen, was sich mit den heutigen Mitteln und Erfahrungen daraus machen lässt.

    Diesmal ist, nur nebenbei gesagt, gar keine Bauanleitung dabei, nur einige Hinweise auf einzelnen Bögen. Dabei ist auch interessant, was Gilbert Baud bei seinen Modellbauern als bekannt vorausgesetzt und wo er Hinweise für nötig erachtet hat.

    "Jede große Reise, auch der weite Weg von 1.000 Meilen, beginnt mit dem ersten Schritt" (Laotse). Also fangen wir traditionell mit der Grundplatte an. Wie schon bei anderen Modellen erwähnt, hat Gilbert Baud keine Verstärkung der Grundplatte vorgesehen. Deshalb sind manche Anbauten nicht im Grundriss enthalten. So passt das Ganze auch auf A4.

    Auf der originalen Grundplatte fehlen die Apsis, der Anbau für das Hauptportal am Turm und alle Stützmauern, die rund um die Kirche angeordnet sind. Ich habe meine Grundplatte vergrößert und alle überstehenden Teile wegen meines fehlenden grünen Daumens erst einmal gepflastert. Die benötigten Pflastersteine habe ich hemmungslos bei Rainers (schreinerrainer1) Staanerhüsern geklaut! Ich bin mir ziemlich sicher, dass er da nichts dagegen hat, anderenfalls ist der Baubericht hier schon zu Ende. :D

    Jetzt sind die Wandelemente vorzufertigen, d.h. Lichtabschirmung, Versteifung mit Finnpappe und Einbau der Fenster müssen als nächstes gemacht werden. Und nun kommt mein Lieblingssatz: "Das wird wohl einige Zeit dauern!"

    Bis dahin freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    herzlichen Dank für die vielen Likes und die positiven Kommentare. Mittlerweile gefällt mir das Modell auch immer besser, so viele wohlmeinende Kartonmodellbau-Kollegen können sich einfach nicht irren! ;) Es stimmt schon, dass man selbst seine Arbeit viel kritischer sieht, weil einem jedes Detail in Erinnerung ist. Aber die Gesamtwirkung ist doch recht gelungen und auf das beleuchtete Dachgeschoss bin ich auch etwas stolz.

    Inzwischen habe ich meine Werkzeuge für eine kleine Pause beiseite geräumt. Wenn man keinen festen Arbeitsplatz hat, sondern nur auf dem Küchentisch arbeiten kann, muss man nach vier Modellen in Folge erst mal aufräumen und in der Wohnung "neue Gänge schaufeln"! Jetzt arbeite ich mich durch meine Schatzkiste und durchforste die Foren nach Modellen, für die es noch keine Bauberichte gibt. Das ist gar nicht so einfach, denn Rainer hat (glücklicherweise) schon fast alles gebaut, was aus Mézières gekommen ist und nicht bei ".., drei!" auf den Bäumen war. Und es gibt auch noch andere Modellbauer, die sich der Werke von Gilbert und Louise Baud angenommen haben.

    Dann ist mir heute eine Idee gekommen: In den 1990er Jahren habe ich schon einmal eine Kirche gebaut (6.02 Eglise de St. Pavin), damals noch vom Originalbogen und erstmalig mit Glühlampenbeleuchtung. Leider habe ich mich in einem Anfall von Aufräumfieber 2020 für die Entsorgung entschieden, zwei Jahrzehnte Küchendunst hatten dem Modell alles andere als gut getan. Ich habe aber den Originalbogen (er ist der einzige noch original verschweißte in meiner Sammlung) wieder beschaffen können, als das noch möglich war, und nun würde ich gern sehen, was sich mit den heutigen Mitteln und Erfahrungen daraus machen lässt.

    Meine Entscheidung ist noch nicht endgültig gefallen, aber es geht sicher irgendwie weiter. Denn heute ist neuer Klebstoff aus dem Internet eingetroffen, mit dem ich ansonsten nichts weiter anfangen könnte. Wenn es euch also interessiert, schaut mir gerne weiter über die Schulter!

    Nochmal Danke und herzliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Zum Schluss noch ein paar Bilder des fertigen Modells:

    Mein persönliches Fazit: Das Hôtel Présidént war das bisher anspruchsvollste und schwierigste Modell von Gilbert Baud, das ich gebaut habe. Ich bin alles in allem nicht vollständig zufrieden, aber ich hoffe, es ist trotzdem ein wirklich imposantes Modell geworden.

    Herzlichen Dank an alle, die sich bei diesem Thema beteiligt haben oder mit ihrem gehobenen Daumen ihr Interesse bekundet haben.

    Herzliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    das Hôtel Présidént ist endlich fertig geworden, Fenster- und Balkonbrüstungen sind angebracht, das Namensschild ist an seinem Platz und das Dach mit den vorgesehenen Streifen komplettiert.

    Auch die Probleme mit der Lichtabschirmung konnte ich zumindest teilweise lösen. Auf dem Dach an der Schnittstelle zur Kuppel sind zwei Streifen aufgesetzt, die mit schwarzem Tonpapier verstärkt sind, wobei das Tonpapier übersteht und in der Form von Klebelaschen in den Spalt zur Kuppel hin eingesteckt ist. Das hat zwar nicht vollständig funktioniert, aber den verbleibenden Spalt minimiert. Da auf den Dächern jede Menge senkrechte Streifen vorgesehen sind, sieht das ganze aus, als ob es so sein müsste.

    Die Lücken im Dachgeschoss hin zumUnterbau der Kuppel konnte ich vollständig schließen. Auf der linken Seite reichte es, die Dachteile noch mal mit Kleber zu versehen und fest an die Mauer anzudrücken. Auf der rechten Seite musste ich einen zusätzlichen Streifen im unteren Bereich ansetzen, da die Lücke zu groß war.

    Die Fortsetzung folgt in einem weiteren Post.

    Hallo Rainer,

    ich weiß jetzt auch, warum du dich vor dem Bau gedrückt hast! Das Dach hat mir noch einmal richtig Probleme gemacht.

    Was die Fortsetzung deiner Bauberichte angeht, ich denke, dass du da nicht ersetzbar bist, vor allem auch wegen deiner Fähigkeiten, die Gebäude perfekt in deinen Dioramen zu präsentieren. Nimm dir ruhig die Zeit zum Konstruieren, ich bin schon sehr neugierig auf das neue Ensemble.


    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    die Beleuchtung ist installiert und das Dach aufgesetzt. Wie befürchtet hat sich an der Mittelnaht zwischen den beiden Dachelementen eine Lücke aufgetan. Ob Konstruktions- oder Baufehler wage ich nicht zu entscheiden, wahrscheinlich ist es doch eher mein Fehler. Jedenfalls habe ich die ursprünglich vorgesehenen Abdeckstreifen mit GIMP verbreitert und die Lücke damit geschlossen. Das Ergebnis scheint mir eine akzeptable Reparatur.

    Auch bei den Giebelwänden gibt es Passungenauigkeiten, möglicherweise dadurch verursacht, dass ich zu montierende Teile vorher mit Finnpappe verstärke, was die Montierbarkeit erleichtert, aber auch die Flexibilität einschränkt. Man kann nichts mehr "in Form drücken", dazu müsste sich das Teil noch verwinden können. Mal sehen, ob sich da was "verschlimmbessern" lässt.

    Die Mansardenfenster sind mittlerweile auch an Ort und Stelle und zwei Schornsteine aufgesetzt. Jetzt fehlen noch vier Schornsteine und alle auf Folie gedruckten Balkon- und Fenstergitter, sowie die Schilder über dem Eingang zum Restaurant.

    Die Beleuchtung besteht aus insgesamt 6 Gruppen mit je 3 LED, zwei am Boden, zwei an der Decke, jeweils direkt hinter den Fensterwänden, und zwei Streifen rechts und links im Dachgeschoss. Die ursprünglich unbeleuchteten Fenster in der Mansarde und im Kuppelbau werten so beleuchtet das Gebäude auf, der Mehraufwand hat sich, wie ich finde gelohnt. Auch die Rückseite gewinnt durch die beleuchteten Fenster des Treppenhauses etwas, aber wer interessiert sich bei diesem Modell schon für die Rückseite?

    Leider habe ich mich am Ende nur noch auf die Anpassung und die Montage der Dachkonstruktion konzentriert und nicht mehr auf die notwendige Lichtabschirmung geachtet.

    Aber Aufnahmen von der Schauseite, also von vorn mit dem Schwerpunkt auf der linken, längeren Fensterfront sind möglich. Ich überlege, ob es da noch Abhilfe durch aufgesetzte Bauteile geben kann. Solche Maßnahmen dürfen aber die Ansicht bei Tageslicht ohne Beleuchtung nicht beeinträchtigen. Im Zweifelsfall gilt wieder, wer interessiert sich schon für die Rückseite! Aber der Ehrgeiz plagt mich schon heftig.

    Wenn die Restarbeiten erledigt sind, melde ich mich wieder, vielleicht sind dann auch die Lichtlecks gestopft.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    heute nur ein kurzes Update für euch, die beiden Dachteile und die Mansardenfenster sind vorbereitet. Der Winkel aus Finnpappe jeweils an der Kuppelseite scheint mir sehr hilfreich zu sein. Die transparenten Fenster haben keine Schwierigkeiten bereitet.

    Die Anpassung der Dachhäute an die Kuppel hat sich als ziemlich langwierig erwiesen. Gilbert Baud hat hier einfach auf den Bogen geschrieben: "Ajuster avant collage – vor dem Kleben anpassen", der schwarze Peter liegt damit beim Modellbauer! Es hätte ein klassischer Fall von "dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz" werden können. Das wollte ich natürlich auf jeden Fall vermeiden. Eine erste Stellprobe ohne Kleber zeigen die beiden nächsten Bilder.

    Ein Problem wird wohl die Mittelnaht werden. Ich weiß jetzt, warum es von diesem Modell keine Fotos von hinten und schon gar nicht von oben gibt! Im Automobilbau nennt man sowas Spaltmaß, aber wie groß die Lücke nach der endgültigen Montage letztendlich wird, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich muss ich den vorgesehenen Abdeckstreifen deutlich breiter ausführen. Ich fürchte, das Dach wird mir noch mehr "Spaß" bereiten, als die Kuppel.

    Als nächstes muss unbedingt die Beleuchtung installiert werden, bevor das Dach geschlossen werden kann. Leider sind die Monate Januar und Februar für den Kartonmodellbau eine ganz schlechte Zeit. Am Ende der Saison jagt gerade ein Snookerturnier das nächste, da ist die Zeit zum Falzen und Kleben etwas knapp.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Renee,

    danke für dein Lob. Ich habe jedes Teil in der Hand gehabt und kenne natürlich die Stellen ganz genau, an denen etwas schief gegangen ist. Offensichtlich ist aber der Gesamteindruck davon nicht allzu sehr gestört, dein Urteil freut mich jedenfalls umso mehr.

    Hallo Harald,

    auch dir vielen Dank, zum einen für die Bewertung des Modells und zum anderen für deine Erklärung. Ich hätte natürlich selbst auf die Idee kommen können, dazu mal Herrn Google zu befragen, aber ich bin halt faul und lasse lieber andere googeln! ;)

    Hallo Barni,

    ich hätte nicht gedacht, dass es sowas wirklich gibt, aber wenn es nur um die Innenwirkung geht, kann ich mir das sogar gut vorstellen. Hier geht es ja aber um die Wirkung der Außenansicht, und da habe ich mich nun doch entschlossen, lieber die originale Konstruktion zu bauen. Ich hoffe, das Ergebnis ist der Mühen wert!

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    viel mehr ist seit den letzten Bildern nicht passiert, aber es war doch recht mühsam, die vielen fummeligen Teile zusammenzubringen, jedenfalls für mich. Ich weiß natürlich aus anderen Bauberichten von einigen Freunden hier, wie fummelige Teile wirklich aussehen, doch das ist eine andere Liga. Jedenfalls habe ich noch keine Mühe, meine kleinsten Bauteile auf dem Fußboden wiederzufinden, wenn sie mir aus den Fingern flutschen (und das tun sie sehr gerne)! :cursing:

    Der Unterbau der Kuppel wurde mit zwei Kreisschablonen aus Finnpappe stabilisiert, von denen die untere einen Ausschnitt zur Beleuchtung der transparent ausgeführten Fenster hat. Da ich Sorge hatte, dass die Lichtmenge von unten nicht ausreichend sein könnte, habe ich nachträglich noch zwei weitere Durchbrüche im hinteren, später vom Dach bedeckten Teil eingeschnitten, damit notfalls auch das Dachgeschoss eine eigene Lichtquelle bekommen kann.

    Im Moment bereite ich die Dachelemente vor, dazu gehören neun Dachgauben mit Fenstern, die ich ebenfalls in transparenter Ausführung bauen möchte. Das wird wohl wieder etwas dauern.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    auf die Schnelle ein kurzer Zwischenbericht, damit ihr mir "bei der Stange bleibt". Wo kommt diese Redewendung eigentlich her, aus der Ballettschule, oder hat jemand eine andere Idee?

    In den letzten Tagen konnte ich die beiden Fassadenfronten fertigstellen, lediglich das Hotelschild über dem Restauranteingang und die Balkon- und Fenstergitter fehlen noch. Und der Dachunterbau ist an Ort und Stelle, er hat Öffnungen, die es erlauben sollen, auch das im Originalmodell unbeleuchtete Dachgeschoss beleuchten zu können.

    Das Vordach über dem Erdgeschoss habe ich noch einmal seitenverkehrt gedruckt und von unten als Verstärkung eingesetzt. Leider ist es mir nicht ganz gelungen, das Vordach mit einer gleichmäßigen Neigung zu versehen, damit es überall die gleiche Höhe hat. Meine ausgeprägte Abneigung gegen Rundungen in Kartonmodellbau hat sich dadurch eher noch erhöht.

    Der Dachunterbau mit dem umlaufenden Dachkasten hat wieder einige Zeit gekostet. Für die Versteifung mit Finnpappe habe ich diesmal Streifen für die geraden Abschnitte und ein jeweils gesondertes Teil für die Rundung eingesetzt.

    Jetzt geht es an die Kuppel, schon wieder einTeil, das nur aus Rundungen besteht. Warum ist noch keiner auf die Idee gekommen, einen Kubus als Kuppel zu verwenden?

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    seit dem letzten Post vor mehr als einer Woche sind alle Fenster fertig geworden. Besonders im runden Fassadenteil war das etwas schwierig. Ich habe zuerst mit drei Spanten (abgeleitet aus dem Grundriss) den Radius und die Übergänge zu den ebenen Wänden, sowie den Winkel zwischen diesen beiden Teilen fixiert, was die Fassade für den Einbau der Tür und der Fenster stabilisiert hat.

    Danach habe ich alle Fassadenelemente angebracht, soweit dies möglich war. Es arbeitet sich am liegenden Wandteil sehr viel einfacher, als an den montierten stehenden Wänden. Leider kann man nicht alle Teile vorfertigen, da Herr Baud die umlaufenden Teile 32, 35 und 47 (Fenstersims im ersten Stock, Balkonboden im zweiten Stock und das Vordach über dem Restaurant im Erdgeschoss) jeweils als ein durchgehendes Teil konstruiert hat. Diese Teile können erst nach dem Zusammenbau und der Aufstellung der beiden Wandsegmente montiert werden. Erst dann können auch die Teile 47A, 47B, 33 und 36 (die zugehörigen Stützelemente) angebracht werden.

    So, der linke Fassadenteil steht an seinem Platz. Ich habe zuerst den Gehweg gebaut, auf die Grundplatte geklebt und diesen als Anschlag für die beiden Teile der Fassade genutzt. Insbesondere der runde Teil konnte so exakt angepasst werden.

    Auch die rechte Fensterwand wurde inzwischen angesetzt. Im zweiten und dritten Obergeschoss wird die Naht durch das säulenartige Fassadenelement verdeckt, im Erdgeschgoss und im ersten Obergeschoss muss man damit leben.

    Schließlich noch die Rückseite, bei der alles sehr schlicht gehalten ist. Man muss natürlich davon ausgehen, dass das Gebäude nicht freisteht, sondern sich an die Giebelwände weitere Gebäude im Verlauf des jeweiligen Straßenzuges anschließen. Nur das Treppenhaus mit der Tür zum Hinterhof ist vorhanden.

    Wer genau hinschaut sieht, dass die beiden frontseitigen Fassadenteile zur Rückseite hin leicht überstehen, da der vom Gehweg begrenzte Raum wohl doch etwas zu knapp ausgefallen ist. Vielleicht hätte ich die Wandelemente zuerst aufstellen und danach den Gehweg anpassen sollen, aber hinterher ist man immer schlauer!

    Das letzte Wandelement Teil 54 kann ich noch nicht anbringen, da der ganze Baukörper vorher im Bereich direkt unter dem Dachgeschoss stabilisiert werden muss.

    Jetzt wird es wieder einige Zeit dauern, denn die Fassaden müssen fertig bearbeitet werden und ich muss mir Gedanken über die Dachkonstruktion machen, sowie ein wenig für die Beleuchtung planen. Vielen Dank noch einmal auch an alle, die über die bisherigen Beiträge hinaus auf diesen Baubericht mit ihrem Daumen reagiert haben, ich hoffe, ihr bleibt weiter interessiert.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Frédéric,

    danke für deine Beiträge.

    Ich habe vom Hôtel Présidént auch zwei Exemplare zur Verfügung, aber bei der, wie du vermutest, älteren Ausgabe (die Fenster vom Erdgeschoss Teile 23 und die Türen 21, 24 sind auf weißem Papier gedruckt und braun gefärbt) gibt es die restlichen Fenster auf einem Bogen oranges Tonpapier. Die Farbzuordnung bei den Tonpapieren ist gerade umgedreht. Die wohl neuere Ausgabe hat dagegen alle Fenster auf 1,5 Seiten braunem Tonpapier. Ich habe mich für einheitlich braune Fenster entschieden, orange Fenster mit orangen Vorhängen fand ich nicht so gut.

    Besonders freue ich mich über den Link zur Messe Sinnsheim 2008. Ich hatte diese Bilder tatsächlich noch nicht gesehen. Ein wirklich gelungenes Modell, vor allem die exakte Dachkuppel nötigt mir Respekt ab!

    Und was dein Rätsel angeht, da habe ich noch etwas dran zu knabbern. Meine vier Kreise schneiden sich irgenwo südwestlich von Orléans, aber das Suchgebiet ist immer noch recht groß und wenn ich das alles absuche, werden meine Fenster nie fertig! Außerdem sind gleich noch zwei Hinweise auf das Collège und das Hôtel Henri IV versteckt. Mir scheint, du bist ein Freund der Rätsel von Crux?

    Herzliche Grüße

    Bernhard

    Hallo Helmut,

    dein Vertrauen ehrt mich. Ich hoffe, dein Daumendrücken hilft. Im Moment gibt es noch einige Punkte, die mich ein wenig ratlos machen. Das mit dem konkreten Vorbild wird sich vielleicht aufklären, ich habe da so eine ziemlich konkrete Hoffnung! ;)

    Hallo Frédéric,

    schön, dass du bei diesem Projekt wieder dabei bist. Meine Vermutung "Hôtel de Paris in Monte Carlo" basiert auf diesem Foto (ich hoffe, diesen Link zu posten ist OK):

    Es gibt zwar einen Neubau rechts oben von der Kuppel und einen Anbau links unten vor dem Restaurant und dem ersten Stock, aber der Gesamteindruck, insbesondere die Gestaltung des Dachgeschosses, schienen mir stimmig zu sein. Aber ganz offensichtlich weißt du natürlich wieder einmal mehr. Lass es einfach raus, dann fühlen wir uns alle besser. ;)

    Was deine Frage nach dem Teil 4 angeht, hier ist die Kopie meines Bogens, das Teil 4 ist vollständig, lediglich der rechte hintere Abschluss des Gehwegs wird mit einem extra Streifen realisiert (keine eigene Teilenummer).

    Hallo Barni,

    das Modell reizt mich schon lange, gerade auch wegen der vielen sich wiederholenden Teile. Speziell vor dem runden Teil der Fassade habe ich viel Respekt und grüble über die beste Technologie, während ich die mehr routinemäßigen Arbeiten hinter mich bringe.

    Was die "Tonpapieridee" angeht, sind meine Erfahrungen inzwischen gemischt: Nach dem Aushärten des Klebers ist das Falzen und Rollen viel schwieriger als direkt nach der Verleimung, und die Falzlinien neigen dazu, an der Oberfläche einzureißen, da man viel stärker rillen muss, um einen klaren Falz erzielen zu können. Es wird wohl nicht meine Standardmethode werden.

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    die letzten beiden Tage habe ich damit zugebracht, die 24 Fenster- bzw. Türöffnungen im geraden Abschnitt von Teil 1 vorzubereiten, viel Arbeit und Geduld, aber keine neuen Techniken.

    Dann aber bin ich auf ein (hausgemachtes) Problem mit den Fensterfolien gestoßen: Die ersten Modelle von Gilbert Baud habe ich vor vielen Jahren aus den Originalen, also auch mit den originalen Fensterfolien gebaut. Heute will ich die Originale erhalten und baue nur noch von Kopien.

    Nachdem ich ein paar Fenster angefertigt und eingebaut hatte, fiel mir auf, dass bei Tageslicht ohne Innenbeleuchtung nur dunkle Fensteröffnungen zu sehen waren, während bei Beleuchtung von innen die Gardinen kaum wahrzunehmen waren, da sie völlig transparent erschienen. Bei den originalen Fensterfolien sind dagegen die Gardinen auf der Rückseite von Hand mit Farbe aufgetragen und daher semitransparent.

    Die mögliche Lösung ist entweder, klare Folie zu verwenden und die Gardinen (auf normalem weißen Papier 80 g/qm gedruckt) dahinter zu kleben, oder die kopierten Fensterfolien zu verwenden und die Gardinen mit weißem Normalpapier zu hinterkleben. Beide Verfahren führen zu dem gewünschten Ergebnis.

    Nun muss ich noch mal 20 Fenster vorbereiten, bevor es an die kritische runde Fassade gehen kann.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    ich hoffe, ihr habt alle ein paar frohe und besinnliche Tage verlebt und seid gut in das neue Jahr 2023 hineingerutscht. Ich wünsche uns allen Glück, Gesundheit, Freude und Erfolg, und dass der dringlichste Wunsch nach Frieden in Erfüllung gehen möge, auch wenn ich diesbezüglich im Moment nur wenig Hoffnung habe.

    Als erstes Projekt im neuen Jahr habe ich mir das "Hôtel Présidént" von Gilbert und Louise Baud (Modell 3.16 aus der Serie Batiments de Ville – Städtische Gebäude) ausgesucht. Auch hier war wieder ein wichtiges Kriterium, dass es bisher keinen Baubericht dazu in einem der mir bekannten Foren gibt. Es ist das erste Modell von Gilbert und Louise Baud, von dem mir bisher nur das kopierte Titelbild zur Verfügung steht, und das liefert nicht wirklich detailliertere Informationen. Auch die "Bauanleitung" ist rekordverdächtig kurz und besteht nur aus Allgemeinplätzen:

    Um die Montage dieses Modells zu erleichtern, ist es unbedingt erforderlich, die Türen und Fenster vor der Installation an die entsprechenden Wände zu kleben. Kleinteile wie Treppen, Traufen etc. müssen manchmal vor dem Kleben angepasst werden. Kleben Sie niemals ein Teil, ohne es vorher anzupassen, um die richtige Position sicherzustellen. Die chronologische Reihenfolge der Nummern muss nicht zwingend eingehalten werden.

    Das muss dem geneigten Kartonmodellbauer reichen!

    Ich habe wieder nach einem möglichen Vorbild gesucht: Die Bildersuche von Google für Hôtel Présidént hat weder in der Schweiz noch in Frankreich zu einem Ergebnis geführt. Aber für Monaco wurden Bilder des Grandhotels de Paris angezeigt, die Ähnlichkeiten mit Bauds Gebäude aufwiesen. Es ist vermutlich aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt, das entsprechende Bild hier zu posten, aber eine Google-Bildersuche nach "Hôtel de Paris Monaco" sollte euch auf die richtige Spur bringen. Das Hôtel de Paris ist viel größer als Gilbert Bauds Hôtel Présidént und hat eher einen rechteckigen Grundriss und keinen spitzen Winkel, aber der Blick auf eine Ecke mit der charakteristischen Kuppel könnte die entscheidende Inspiration gewesen sein.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesmal den Bau werde fertigstellen können. Speziell der runde Teil der Fassade ist eine Herausforderung für mich. Meine bisherige Praxis, die Wände lichtdicht zu machen, funktioniert hier nicht. Deshalb habe ich das komplette Wandelement versuchsweise auf schwarzes Tonpapier mit 80g/qm geklebt, um zu sehen, ob man dann noch exakte Falze erzielen kann und ob die Fassade ohne Verwerfungen gerundet werden kann. Es ist nicht optimal, aber es erscheint möglich. Ein anderer Versuch, Sprühkleber einzusetzen, ist dagegen sowas von in die Hose gegangen!

    Jetzt habe ich einfach angefangen und die erste Rundung an der Grunplatte scheint mir akzeptabel. Es werden noch viele Radien folgen, dann aber in Finnpappe, die sich deutlich leichter schneiden lässt. Das erste Wandelement mit dem kritischen runden Teil ist in Arbeit, sechs Fenster bzw. Türen sind vorgefertigt, bleiben nur noch schlappe 46 für das gesamte Gebäude (ein paar weitere für das Dachgeschoss kommen noch dazu). Immerhin hat Gilbert Baud für dieses Modell bereits transparente Fenster auf Folie mitgeliefert, das erleichtert die Umsetzung etwas. Nur das Dachgeschoss bleibt bei ihm dunkel, mal sehen, ob ich da noch was machen kann.

    Es wird diesmal einige Zeit dauern, bis alle Wände vorgefertigt sind und es mit der Montage weitergehen kann. Bitte habt also Geduld und schaut immer wieder mal vorbei!

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Renee,

    der ungewöhnliche Grundriss und infolge dessen die Form des Daches waren einer der Gründe, warum ich mich für dieses Gebäude entschieden habe.

    Hallo Rainer,

    die Anerkennung aus deinem Munde bedeutet mir viel!

    Hallo Barni,

    autsch, da hast du mich Chauvi eiskalt erwischt! Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Louise Baud das Hobby ihres Mannes geteilt haben könnte und zur grafischen Gestaltung erheblich beigetragen oder sogar hauptsächlich dafür verantwortlich gewesen ist. Für mich ein völlig neuer Aspekt, aber durchaus plausibel. Weißt du das definitiv oder vermutest du das nur? Die Vorstellung von einem Ehepaar, dass ein gemeinsames Hobby pflegt, gefällt mir ausnehmend gut. Ich werden nie wieder nur "Herr Baud" schreiben, versprochen!

    Hallo Thomas,

    es ist in der Tat ein wunderschönes Modell, Herz und Engagement sind bei mir wirklich dabei. Aber der Dank gilt vor allem auch Fédéric (Fred.M), der schon mehrfach dazu beigetragen hat, die Vorbilder und Hintergünde einiger Modelle von Gilbert und Louise Baud aufzuklären.

    P.S.

    Nur schade, dass Gilbert Baud seine Modelle jetzt im Himmel baud...

    Immer noch besser, als Hosianna singen und Manna saufen, Engel Aloisius wäre froh, ein solches Hobby zu haben!

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Jetzt ist es endgültig soweit, die Villa Mirbeau ist fertig. Das Geländer der Veranda und die Schutzgitter vor den hohen Fenstern im Obergeschoss sind an ihrem Platz, damit sind alle Teile verbaut.

    Für die Fotografie des beleuchteten Gebäudes könnte ich wohl noch ein paar Tipps gebrauchen, aber fürs erste muss dieser Eindruck reichen.

    Herzlichen Dank an alle, die durch ihre Beiträge und ihre Likes diesen Thread so abwechslungsreich gemacht haben.

    Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahrzehnte

    Bernhard

    Hallo zwieblum,

    dein Tipp hört sich vielversprechend an, ich werde das mal bei Gelegenheit ausprobieren, vielen Dank!

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Die Unterbauten für die beiden Dächer des Hauptgebäudes sind inzwischen fertig geworden. Die Konstruktion ist ein wenig ungewöhnlich und hat mir am Anfang etwas Probleme gemacht. Immerhin hat Gilbert Baud hier neben den Teilen eine kleine Skizze als Erläuterung mitgeliefert. Im ersten Bild habe ich diese Skizze übernommen und um das Wandelement, den Dachkasten und die Versteifungen 1,5 mm Finnpappe bzw. 0,5 mm Karton ergänzt. So wird die Konstruktion besser verständlich.

    Eine Öffnung im Unterbau habe ich nur im schmalen Dach auf der linken Seite angebracht, sonst würden die Giebelfenster dunkel bleiben. Das rechte Gebäude erhält ein Walmdach, deshalb sind keine Öffnungen im Unterbau nötig, da das Dach im Ganzen vorgefertig, versteift und dann aufgesetzt werden kann.

    Die Dachelemente sind nur mit dünnem Karton (300 g/qm) verstärkt, damit das ganze Gebilde etwas flexibel bleibt. Erhebliche Schwierigkeiten bereitete mir die Unterstützung für das schmale Dach des linken Gebäudeteils. Die exakte Firsthöhe und die Neigung der beiden Dachflächen konnte ich nur experimentell bestimmen. Dazu habe ich einen Winkel aus Finnpappe benutzt, der nur mit zwei Klebepunkten provisorisch befestigt wurde. Erst nach zwei Fehlversuchen stimmten die Maße zufriedenstellend.

    Die folgenden Bilder zeigen die fertige Dachkonstruktion: Nicht alles ist perfekt gelungen, vor allem das rechte Walmdach ist in der Grundfläche mit 1,5 mm Finnpappe verstärkt und deshalb sehr steif. Ich hätte besser auch hier Karton mit 300 g/qm verwenden sollen, das hätte es erlaubt, die gesamte Dachkonstruktion bei Bedarf etwas zu verwinden.

    Ich weiß nicht, ob die beiden waagerechten Stützen der Schornsteine im mittleren Bild auch am Vorbild vorhanden sind, vielleicht sind sie am Modell auch nur aus der Not geboren, denn ohne diese Streben neigen sich die beiden Schornsteine nach innen zum First hin. Der Neigungswinkel dieser beiden Schornsteine ist scheinbar nicht korrekt ermittelt.

    Die Neigung des dritten Schornsteins (rechts im Bild unten links) stimmt dagegen genau.

    Hallo Barni, du hast mit deiner Bemerkung:

    .....die werden's wohl allerdings in sich haben bei diesem Grundriss...

    aber so was von Recht gehabt! Im rechten Bild kann man das noch mal von oben sehen.

    Die ganze Arbeit hat viel mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich veranschlagt hatte. Deshalb stehen jetzt die Geländer für die Veranda und die Schutzgitter vor den bodenlangen Fenster noch aus. Es wird also ein weiters kurzes Update geben müssen.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Renee,

    Seit du hier im Forum die Frage "Rot oder Blau" gestellt hast, bin ich fasziniert von deinem Projekt des schwedischen Kriegsschiffs "Wasa". Bisher habe ich mich mit Beiträgen in "fremden Posts" sehr zurückgehalten, aber jetzt fühle ich mich doch angeregt, mich hier zu offenbaren.

    Modellbautechnisch kann ich leider nichts beitragen, denn du bewegst dich in einer ganz anderen Liga und ich kann nur meine uneingeschränkte Bewunderung für das ausdrücken, was du in den letzten fast zwei Jahren auf die Beine, oder besser gesagt auf den Kiel gestellt hast. Es ist fast ein bisschen demotivierend für mich, aber ich baue halt die Sachen, die mir Spaß machen und meinen Fähigkeiten angemessen sind. Und ich habe sehr wohl registriert, dass du mehr als einmal dazu deinen Daumen gehoben hast.

    Mein Interesse für die Wasa begann 1961, als die DDR-Zeitschrift "Die Wochenpost" darüber berichtete, dass die Wasa nach 333 Jahren wieder ans Licht des Tages gehoben wurde. Mitte der 80iger Jahre erwarb ich ein Buch, das mich endgültig gefangen genommen hat (Günter Lanitzki, Die Wasa von 1628, Illustrierte Geschichte des berühmten Kriegsschiffes).

    Die Wasa von 1628 Illustrierte Geschichte des berühmten Kriegsschiffes
    Die Wasa von 1628 Illustrierte Geschichte des berühmten Kriegsschiffes
    www.amazon.de

    Erst 2001, lange nach der Wende, konnte ich nach Stockholm fahren und das Wasa-Museum besuchen. Meine Schwester und ich waren über 6 Stunden dort, es war wirklich ein bewegendes Erlebnis. Das Betreten des Nachbaus des Mastkorbs war schon eine Herausforderung für mich, besonders interessant war auch eine Computersimulation, die das Kentern des Schiffes erklärte, die Zusammenhänge zwischen Lage und Höhe des Schwerpunkts und des Auftriebs, abhängig von der Krängung und der Bauform des Schiffsrumpfes.

    Schon während des Baus hatten mehrere Fachleute Bedenken, sie hielten das Schiff für "toplastig". Ein Admiral der schwedischen Marine veranlasste am Ausrüstungskai vor dem königlichen Schloss einen Krängungstest, dabei mussten 30 Seeleute geschlossen von einer Seite des Schiffes auf die andere Seite und zurück wechseln. Nach drei Versuchen musste abgebrochen werden, da bereits hier das Schiff bei ruhiger See und ohne gesetzte Segel sehr stark krängte und zu kentern drohte. Die beiden Schiffbauer aus den Niederlanden hatten wohl keine Erfahrung mit einem so großen Schiff und haben einfach den Entwurf eines viel kleineren Fahrzeugs vergrößert. Auch haben Forderungen des Königs zu Änderungen geführt, die die Stabilität negativ beeinflusst haben.

    Die Jungfernfahrt hat dann keine Seemeile gedauert, nach ca. 1500 Metern hat der zweite Windstoß das Schiff kentern und in kürzester Zeit versinken lassen. Es war damals erlaubt, dass die Seeleute von ihren Angehörigen auf der Fahrt bis zur Außenreede in den Schären begleitet werden konnten. Außerdem waren reguläre Soldaten an Bord, die nur zum Einsatzort an Land transportiert werden sollten und ebenfalls nicht schwimmen konnten. Es ist bis heute unbekannt, wie viele Opfer diese Katastrophe gefordert hat, aber es könnten wohl mehrere Hundert gewesen sein.

    Vielleicht kennst du all diese Dinge schon, vielleicht sind sie aber auch für einen engagierten Modellbauer nicht so relevant. Bitte entschuldige, wenn ich hier ein wenig vom Thema abgekommen sein sollte, aber mich bewegt diese Geschichte bis heute.

    Ich hoffe sehr, irgendwann mal deine Wasa im Original sehen zu können,

    bis dahin freundliche Grüße

    Bernhard

    Hallo Thomas,

    danke für deine lobenden Worte, ja die Modelle von Gilbert Baud haben wirklich einen ganz besonderen Reiz. Es gibt ein paar Gebäude von ihm, zu denen Folienfenster (mit handcolorierten Vorhängen!) geliefert werden, aber die meisten dieser Modelle sind nicht für eine Beleuchtung vorgesehen, die Fensterscheiben sind einfach nur als schwarze Flächen dargestellt.

    Um ein Modell beleuchtbar zu machen, muss man zuerst sicherstellen, dass die Wände des Gebäudes kein Licht durchlassen. Ich verwende dunkelbraunes Tonpapier, auf das ich die zu schützenden Teile noch einmal drucke und diese dann so beschneide, dass sie innen auf die entsprechenden Wände geklebt werden können. Die Kanten zur Grundplatte, zu den benachbarten Wänden und bei Bedarf zum Dach hin werden nach der Montage mit braunen Winkeln versehen. Barni (Bastler Schweiz) hatte mir mal seine Methode empfohlen, die Wände innen mit schwarzer Ofenfarbe zu besprühen, aber ich habe nur einen mobilen Arbeitsplatz in einer kleinen Wohnung und bin deshalb skeptisch gegenüber Sprühkleber oder Farb-Spraydosen, man weiß nie, was sich innenarchitektonisch nach dem Aufräumen an Wänden oder Möbeln ergibt! :D

    Zum zweiten müssen die Fenster bearbeitet werden. Wenn die zumeist weißen Fensterkreuze breit genug sind, kann man einfach die schwarzen Flächen ausschneiden. Bei dünneren Fensterkreuzen lasse ich zusätzlich einen schmalen schwarzen Streifen stehen. Bei Tageslicht ohne Beleuchtung verschwimmen die Grenzen zwischen dem schwarzen Streifen und den unbeleuchteten Folienflächen, bei Beleuchtung dominieren die hellen Folienflächen. Damit die Fensterkreuze nicht durchscheinen, hinterklebe ich die Fenstermasken vor dem Ausschneiden mit schwarzem Tonpapier (80 g/qm).

    Die Beleuchtung selbst besteht aus handelsüblichen LED-Streifen, die es als Meterware zu kaufen gibt (Nennspannung 12 V DC, Farbtemperatur warm white). Jeweils drei LED und ein Vorwiderstand sind in Reihe geschaltet auf einem Abschnitt angeordnet. Diese Abschnitte können an den gekennzeichneten Stellen getrennt und einzeln oder in Gruppen verdrahtet werden. Für die Verdrahtung habe ich hier zum ersten mal ein spezielles Kabel für die Modellbahn von Märklin verwendet. Die LED-Streifen werden einfach mit einem Klebestreifen befestigt, von dem nur eine Abdeckfolie abgezogen werden muss. Das Bild zeigt die vorgefertigte Beleuchtung für das "Maison du Bailly" (leider etwas unscharf):

    Ich hoffe, du kannst dir jetzt in etwa ein Bild machen.

    Herzliche Grüße

    Bernhard

    Hallo Barni,

    ich denke, du störst überhaupt nicht. Es mag Modellbauer geben, die einen Baubericht lieber pur haben wollen, aber mir zumindest gefällt es, wie sich dieser Thread entwickelt hat. Um genau zu sein, mir gefällt er sogar ausgenommen gut und ich möchte allen danken, die sich hier beteiligt oder zumindest reagiert haben. Und wenn sich das ganze nicht völlig abseits des Themas bewegt, kann eigentlich niemand etwas dagegen haben.

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Die Wartezeit der letzten beiden Tage habe ich genutzt, um die Dachanbauten vorzubereiten. Zwei Dachgauben und drei Schornsteine sind jetzt soweit fertig, dass sie auf das jeweilige Dach aufgesetzt werden können. Nicht viel Ergebnis für zwei Tage Arbeit, aber alle Elemente sind sorgfältig mit Finnpappe stabilisiert, was die Montage stark vereinfacht, hoffe ich jedenfalls. Allein die 12 Röhren auf den Schornsteinen haben ihre Zeit benötigt.

    Gestern kam dann der bestellte dünnere Draht an und so konnte ich heute endlich die Beleuchtung einbringen. Lötarbeiten sind für mich immer etwas heikel, beim Maison du Bailly habe ich ein paar kalte Lötstellen produziert, weil ich eine minderwertige unverzinnte Litze benutzt habe, und musste unter schwierigen Bedingungen neue LED-Leisten nachrüsten. Aber diesmal scheint alles glatt gegangen zu sein. Die LED-Leisten können von zwei Seiten eingespeist werden, zum einen über einen Anschluss für eine 9 Volt Blockbatterie und zum anderen über einen Adapter für ein 12 Volt Netzteil.

    Hier sind erste Eindrücke vom beleuchteten Gebäude, bei dem noch die Hauptdächer fehlen. Dabei ist mir noch eine Gebäudekante aufgefallen, die nicht ausreichend gegen Durchleuchtung der Mauern geschützt ist. Das lässt sich aber dank der Serviceöffnungen in der Grundplatte und in den Dachunterbauten leicht beheben: Ein Winkel aus dunklem Tonpapier eingeklebt, und der Drops ist gelutscht!

    Jetzt fehlen nur noch die beiden Dächer für das Hauptgebäude und das Geländer für die Veranda.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Frédéric,

    ganz herzlichen Dank für deine Informationen. Bei meiner Suche bin ich auch auf Octave Mirbeau gestoßen und habe einen Zusammenhang vermutet, aber meine Recherchen sind wohl nicht weit genug gegangen. Mein Handycap ist außerdem, dass ich des Französischen leider überhaupt nicht mächtig bin, einige der potenziellen Quellen sind mir dadurch nur schwer zugänglich.

    Dein Beitrag hier ist hochwillkommen, er stört den Baubericht nicht im geringsten, ganz im Gegenteil. Du hast geschrieben:

    Für mich gehört die Geschichte und/oder die Umgebung, Entstehung eines Modelles dazu.

    Ich sehe das ganz genauso, für mich ist dein Hintergrundwissen eine erhebliche Bereicherung des Bauberichts. Ich sauge solche Informationen geradezu auf! (Ich will ja nicht unverschämt werden, aber ist dir vielleicht auch das Maison du Bailly mal über den Weg gelaufen? ;) )

    Nochmals vielen Dank und freundliche Grüße aus Bonn

    Bernhard

    Hallo Frédéric,

    ich bin überrascht und sehr froh darüber, dass du dich nach so langer Zeit wieder zu Wort meldest. Ich kann mich noch sehr gut an deine Kontaktaufnahme nach dem Ende des Kartonmodell-Forums von Thomas P. und an deine Beiträge zu den Vorbildern von Manoir Breton, Maison du Barry, Maison de Thiers und Maisons de Campagne erinnern.

    Erst vor ein paar Tage habe ich mit Rainer (schreinerrainer1) telefoniert und mit ihm über dich gesprochen und erwähnt, dass ich gerne wüsste, ob du evtl. Kenntnisse über weitere Vorbilder oder Hintergründe zu anderen Modellen von Gilbert Baud hast. Er meinte, ich solle dir eine PM schicken, aber ich wollte dich nicht bedrängen, zumal du dich im Forum eher zurückhaltend gibst.

    Um so glücklicher bin ich, dass du dich jetzt selbst wieder gemeldet hast. Die Bilder der Villa Mirbeau von Herrn Baud habe ich vor Jahren auf einer Website gefunden, die von Christian Beguelin (vermutlich einem Freund?) betrieben wurde und auf der auch G. Bauds Gebäude eine Zeit lang erhältlich waren (http://www.beguelinc.ch). Auch ein Foto der Umsetzung von Peter Wolfrum steht mir zur Verfügung.

    Das Bild des Vorbilds in deiner Fotomontage und die Ankündigung: "Mehr davon später.." machen mir Hoffnung, dass du bereit bist, mehr von deinem Insiderwissen zu teilen. Um ehrlich zu sein, meine Aussage:

    Leider habe ich auch hier, wie schon beim Maison du Bailly, keine Kenntnis, ob es ein reales Vorbild gibt, und wo dieses eventuell angesiedelt ist. Wenn hier niemand dazu etwas weiß, sind diese Informationen wohl für immer verloren.

    war in der Tat als ein vorsichtiger Vorstoß an deine Adresse gerichtet.

    Hast du nicht Lust, eine Art Dokumentation über Gilbert Baud und seine Modelle zu erstellen und dein Wissen anderen Fans zugänglich zu machen? Ich würde mich darüber sehr freuen, ansonsten muss ich halt über jedes Modell, dass mich intereesiert, einen Baubericht machen und hoffen, dass du dich wieder dazu äußerst!

    Der Fehler in den Bildbeschriftungen ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ich werde es ab sofort ändern, aber ich denke, es rückwirkend zu korrigieren ist nicht notwendig. Ich müsste alle Vorschaubilder löschen und die umbenannten Bilder neu einfügen, eine Heidenarbeit, die auch noch fehleranfällig ist.

    Danke für deinen Beitrag und ich bin schon sehr auf "Mehr davon später.." gespannt.

    Ganz herzliche Grüße

    Bernhard

    Hallo Rainer,

    ich bin schon sehr gespannt, wie weit du in deinem neuen Projekt "Lisieux" vorangekommen bist. Es freut mich, dass du so hartnäckig dran bleibst und ich wünsche dir weiterhin Spaß daran und viel Erfolg.

    Danke für deine lobenden Worte, nach den bisherigen positiven Reaktionen werde ich gerne weitermachen, es gibt ja noch einige Modelle von Gilbert Baud, zu denen kein Baubericht verfügbar ist. Wenn davon der eine oder andere Modellbauer profitieren kann, würde mich das freuen.

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Inzwischen sind zwei der kleineren Dächer (das Flachdach über dem Ziegelanbau vor dem Hauptgebäude) und das Dach rechts davon mit einer siebeneckigen Grundfläche fertig geworden.

    Die Dächer bestehen jeweils aus einem horizontalen Unterbau, auf dem die Dachhaut aufsetzt. Die Klebelaschen dafür habe ich mit Finnpappe unterstützt, der Dachunterbau selbst hat noch eine 0,5 mm starke Kartonverstärkung bekommen. Die Dachkästen darunter haben einen quadratischen Querschnitt von 2,5 x 2,5 mm2, ein entsprechender Streifen Finnpappe wirkt als Stabilisierung.

    Die Passgenauigkeit der Dächer ist dabei nicht vollkommen zufriedenstellend. Das Flachdach musste ich zweimal anpassen und mit den senkrechten Abdeckstreifen rechts bin ich gar nicht zufrieden, die Zusammenführung an der Spitze ist mir nicht wirklich gelungen.

    Jetzt sind nur noch ein paar Vorbereitungen für die beiden großen Dächer möglich, dann muss ich pausieren, denn ich habe mir eine dünnere Litze für die Verdrahtung der Beleuchtung bestellt. Die von mir bisher verwendete ist doch etwas zu steif.

    Bis dahin Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Barni,

    gestern habe ich etwas entnervt aufgegeben und mich gefragt, was hat die Veranda der Villa Mirbeau mit einer Seilbahn zu tun. Aber kaum sind eine Nacht und ein Tag vergangen, ist es mir plötzlich wie Schuppen aus den Haaren gefallen: Du hast die Fassade der Veranda von "Chateau de Gavoir" für deine Seilbahnstation verwendet, stimmt's? Wenn du mal für deine Modellbauarbeiten eine superlange Leitung brauchen solltest, ich denke, ich könnte dir da helfen!

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    schnell noch ein kurzes Update von der Baustelle: Die Veranda für das Obergeschoss ist soweit fertig geworden, nur das Geländer fehlt noch. Das werde ich aber erst gegen Ende anbringen, es ist doch ein sehr fragiles Gebilde. Die gleiche Konstruktion gab es schon beim "Manoir Breton", aber ich hoffe hier, dass die Folienelemente das Geländer etwas stabilisieren werden.

    Jetzt ist es Zeit, die Beleuchtung zu planen, damit endlich die Dächer gedeckt werden können, man weiß ja nicht, wie lange es noch trocken bleibt.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Herzlichen Dank an euch, Harald, Helmut, Joachim, Dieter, Renee und Barni. Ihr habt mich motiviert, weiter zu machen und ich werde, solange es mir Spaß macht, weitere Modelle von Gilbert Baud bauen.

    Meine Liebe zu diesen Modellen begann Mitte der 90iger Jahre und war, wie so manche andere Liebe auch, ein gehöriger Fehlstart: Ich hatte mir von Frau Waldmann (Waldmann GmbH München) das Renaissance-Schloss Château du Gavoir (Nr. 4.01) empfehlen lassen und war geradezu schockiert von der Art, in der die Bögen realisiert waren. Da ich bis dahin nur Offset-Drucke renommierter Hersteller kannte, hatte ich geradezu das Gefühl, betrogen worden zu sein!

    Später machte es für mich sogar den besonderen Reiz dieser Modelle aus, dass der Bau mit einigen zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden war. Es ist spannend, eine Wendeltreppe aus einzelnen Stufen zusammenzubauen (Nr. 4.03: Acropole de Montbéliard - Schloss der Herzöge von Württemberg) und sich am Ende überraschen zu lassen, ob eine Stufe zuviel ist oder eine fehlt. Bei mir war eine zuviel, aber das war eindeutig mein Fehler! Heute fixiere ich jede Stufe mit Finnpappe und so wird nichts mehr dem Zufall überlassen.

    Nach den ersten Modellen, die ich leider aus den Originalen gebaut habe, bin ich für viele Jahre nur noch zum Sammler geworden. Es war dann Rainer (schreinerrainer1), dessen Dioramen mich begeistert haben und der wieder den Modellbauer in mir zum Leben erweckt hat.

    Nun aber zum weiteren Baufortschritt: Nach einer zweitägigen Finnpappen-Orgie ist das Gebäude "untenrum" eigentlich fertig. Die Veranda im Erdgeschoss und zwei weitere Treppenaufgänge sind angebracht. Nun muss noch die Veranda im Obergeschoss aufgebaut werden, dann kann ich mich darum kümmern, welche Abenteuer die Dächer bereithalten.

    Auf den Bilder sind einige Stellen rot markiert, an denen man sehen kann, dass Gilbert Baud bei seinen Konstruktionen nicht von einer verstärkten Grundplatte ausgegangen ist. Deswegen sind auch nicht alle Bauteile auf der Grundplatte eingezeichnet, wie zum Beispiel die Stützmauer in den obigen Bildern. Auch bei den Treppen ergäbe sich dadurch eine sehr hohe erste Stufe, ich habe deshalb die Grundplatte etwas verlängert und als weitere Stufe verkleidet. Abhilfe würde nur eine größere (z.B. rechteckige) Grundplatte schaffen, dann steht aber sofort das Problem der Landschaftsgestaltung an und damit habe ich bisher noch gar nichts am Hut.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    nach den Erfahrungen mit den letzten Modellen von Gilbert Baud, deren Passgenauigkeit doch ziemlich gut war, habe ich die Kontrolle der Abmessungen der Teile, z.B. im Vergleich mit der Grundplatte bzw. den jeweils angrenzenden Bauteilen etwas vernachlässigt. Deshalb habe ich alle Wandelemente wie bisher auch vorbereitet. Fenster- und Türöffnungen ausschneiden, die Fenster verglasen (384 Rechtecke ausschneiden!) , die Wände lichtundurchlässig machen, die Türzargen bzw. Fensterleibungen anbringen und mit Finnpappe fixieren und die Wände mit Finnpappe versteifen.

    Dann der Schreck: Bei zwei Bauteilen gibt es eine Differenz zur Grundplatte von 2 mm!

    Dabei habe ich schon 2008 im damaligen Kartonmodell-Forum von Thomas Pleiner geschrieben:

    "Der Bau erfordert, wie ich inzwischen weiß, bei allen Bögen von G. Baud, etwas mehr Aufmerksamkeit, denn es gibt keine bebilderte Bauanleitung, nur ein dünnes Blättchen mit reinem Text auf Französisch, mit dem mir gar nicht geholfen war. Es gibt manchmal keine durchgehende Teilenummerierung und man muss jede Linie einzeln überprüfen und feststellen, ob es sich um eine Konturlinie oder eine Falzlinie handelt (Falzlinien sind mitunter auch durchgezogen) und ob man nun nach vorn oder nach hinten falzen muss. Auch empfiehlt es sich, die wichtigsten Abmessungen zusammengehöriger Teile vor dem Ausschneiden nachzumessen!"

    Zum Glück habe ich eine akzeptable Korrekturmöglichkeit gefunden: Das linke Gebäude (Teile 1 und 2) konnte ich um 2 mm nach rechts verschieben, auch Teil 42 war ca. 1 mm zu schmal, mit ein bisschen Nacharbeit an der Falzkannte konnte es ebenfalls passend gemacht werden.

    Inzwischen sind alle Wandelemente auf der Grundplatte montiert und die Reparatur scheint mir ganz gut gelungen zu sein. Vorausgesetzt es gibt keine Folgeprobleme bei der Dachkonstruktion, aber auch das Dachteil scheint 2 mm zu kurz zu sein, demnach sollte alles passen. "Schaugn mer amol, dann segn mers scho".

    Ab jetzt geht es dann in "Echtzeit" weiter, also etwas langsamer. Bitte lasst mich wissen, ob ihr noch Bock auf Architektur und Gilbert Baud habt, ich habe schon ein weiteres Modell im Auge, welches wird aber noch nicht verraten.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    wie schon im meinem Post über das Rote Haus angekündigt, steht wieder ein Hausbau an, diesmal die "Villa Mirbeau", natürlich von Gilbert Baud. Ich habe mich erneut für ein Modell entschieden, über dessen Bau meines Wissens noch kein Bericht veröffentlicht wurde. Der abwechslungsreiche Grundriss und die interessante Terrassengestaltung haben mich darüber hinaus gereizt. Leider habe ich auch hier, wie schon beim Maison du Bailly, keine Kenntnis, ob es ein reales Vorbild gibt, und wo dieses eventuell angesiedelt ist. Wenn hier niemand dazu etwas weiß, sind diese Informationen wohl für immer verloren.

    In meiner umfangreichen Sammlung (ich bunkere diese Modelle seit Mitte der 90iger Jahre) finden sich zwei Exemplare dieses Modells und man kann erkennen, dass die Ausgaben sehr verschieden sind. In der einen, vermutlich älteren, Ausgabe sind die Hauswände mit Airbrush gelb/beige eingefärbt, die neuere Ausgabe ist nur in schwarz/weiß gehalten. Die Ziegelmaueranteile sind in der neueren Version in einem warmen Rotbraun ausgeführt, in der älteren Version dagegen in einem kalten Rot mit Blauanteilen. Ich habe mich für einen Mix aus beiden Versionen entschieden.

    Inzwischen ist das Projekt etwas weiter gediehen, aber es hat doch überraschend ein paar Schwierigkeiten gegeben, aber davon werde ich gleich noch berichten.

    Bis dahin freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Harald,

    hallo Rainer,

    herzlichen Dank für eure lobenden Worte, es hat mit wirklich Freude gemacht. Vielen Dank auch allen, die wieder den Daumen gehoben haben! Heute habe ich den Grundstein für ein neues Gebäude gelegt, die Villa Mirbeau. Ihr habt zehn Versuche zu raten von wem, aber ihr werdet es sicher im ersten Anlauf schaffen!

    Herzliche Grüße

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    damit sind wir auch schon am Ende dieses kleinen Berichts angekommen, schließlich ist zum Thema "Maison Rouge" schon fast alles gesagt und über wesentliche neue Technologien konnte ich auch nicht berichten, deshalb also heute diese Kurzfassung. Aber es hat mir Spaß gemacht und ich hoffe jetzt, dass euch auch meine Version etwas gefällt.

    Bis vielleicht in nicht allzu langer Zeit freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    heute würde ich euch gerne noch einmal mit einem kurzen Baubericht über ein weiteres Gebäude von Gilbert Baud "belästigen", diesmal ist es das Modell 3.26 "La Maison Rouge" aus der Serie 3 "Bâtiments de Villes".

    Es gibt zwar schon einen kleinen Baubericht von Rainer (schreinerrainer1) davon, aber der ausgeprägte Fachwerk-Anteil, insbesondere die zweifache Auskragung der beiden Obergeschosse auf der Frontseite und die Tragbalkenkonstruktion für das nochmals vorstehende Dach haben es mir angetan. Es ist außerdem sehr hilfreich, dass das Vorbild leicht zu finden war. Die Bildersuche bei einer bekannten Suchmaschine lieferte das Ergebnis: Restaurant "La Maison Rouge", 38 Rue Voltaire, 37500 Chinon, Frankreich.

    Bauberichte:

    schreinerrainer1
    July 4, 2020 at 3:06 PM
    Maison Rouge, ein Modell von Gilbert et Louise Baud - Die Kartonmodellbauer
    Heute möchte ich euch mein gerade fertig gestelltes Gebäude von Gilbert Baud vorstellen.Es handelt sich um Maison Rouge und ist das dritte fertig gestellte…
    www.die-kartonmodellbauer.de

    Das Modell von Baud ist nur auf der Vorderseite und der linken Seitenwand ausgearbeitet. Die beiden anderen Wände sind am Original nicht einzusehen, deshalb ist die Rückwand vollkommen und die rechte Seitenwand zur Hälfte als Bruchstein-Mauerwerk dargestellt. Mir hat das nicht besonders gut gefallen, deshalb wollte ich das Haus als freistehendes Gebäude bauen. Hier ist der Vergleich der beiden Versionen der Rückwand und der rechten Seitenwand:

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob eine so starke Veränderung eines gekauften Modellbaubogens vertretbar ist, aber ich hoffe, Gilbert Baud hätte nichts dagegen gehabt, sich in dieser Weise intensiv mit seiner Kreation zu beschäftigen.

    Da ich wieder eine Beleuchtung einbringen wollte, mussten die Fenster angepasst werden, da die Glasflächen nur mit schwarzen Rechtecken dargestellt sind. Diese Flächen auszuschneiden, war aber wegen der sehr schmalen Rahmen und der relativ schlechten Qualität der Vorlagen (häufiges kopieren?) keine Option. Glücklicherweise sind anders als im zitierten Baubericht alle Fensterrahmen braun. Ich habe daher alle Fenster auf dunkelbraunem Tonpapier ausgedruckt und wieder als Vorlage für neue Fensterfolien eingescannt. Dann konnte ich mit GIMP jeweils die gesamte Fensterfläche ausschneiden und die fehlenden Fensterkreuze mit gleich dicken Streifen einkopieren.

    Im obigen Baubericht sind die Fenster anders ausgeführt, was wegen der weißen Fensterrahmen im Erdgeschoss auch nicht anders geht. Die Fensterflächen sind komplett ausgeschnitten und dann sind die Fensterkreuze aus einzelnen Streifen geklebt. Rainer hat das für das "Maison Bernoise" bereits detailliert beschrieben:

    Neues Diorama,Altstadt gebaut mit Gebäuden von Gilbert et Louise Baud, hier der Baubericht der Gebäude. (Beitrag #47)

    https://www.die-kartonmodellbauer.de/forum/index.ph…noise#post97111 (Beitrag #16)

    Die restlichen Arbeiten zur Vorbereitung der Wandelemente sind Standard und ich brauche deshalb darauf nicht einzugehen.

    Ein weiteres Detail hat mich noch herausgefordert: Die Tragbalkenkonstruktion für das vorstehende Dach ist im Baubogen durch gedoppeltes Tonpapier dargestellt. Nur die unteren Stützen sind dreidimensional ausgeführt. Das wollte ich ändern und habe deshalb die Tragbalkenkonstruktion auf 1,5 mm Finnpappe geklebt und die Rückseite mit braunem Tonpapier versehen, denn diese Seite des Teils ist nur mit einem Zahnarzt-Spiegel einsehbar. Alle sichtbaren Schnittflächen wurden dann mit passenden Streifen (gewonnen aus übrigen Fachwerkteilen) kaschiert.

    In einem weiteren Beitrag folgen dann noch Bilder des fertigen Gebäudes.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo Rainer,

    herzlichen Dank für deine Einschätzung, du weißt ja, wie sehr ich deine Meinung schätze.

    Hallo Barni,

    ja, du hast absolut recht. Es fasziniert mich immer wieder, was Gilbert Baud mit inzwischen schon fast archaisch anmutenden Technologien erreicht hat. Mir sind einige Stellen aufgefallen, wo die Gestaltung scheinbar Schwächen aufweist, aber der Gesamteindruck ist am Ende einfach sehr beeeindruckend und stimmig.

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Inzwischen ist das Maison du Bailly fertig geworden. Das Dach des Hauptgebäudes musste an der Nahtstelle zum Nebengebäude etwas korrigiert werden, hat sonst aber recht gut gepasst. Etwas schwierig war der hölzerne Dachkasten am frontseitigen Giebel. Die notwendigen Rundungen der unteren Abdeckung zwischen Hauswand und Frontblende sind nur durch die geringere Breite der Klebelaschen angedeutet und stimmen nicht genau. Ich musste die Rundungen anpassen (es hätten auf der linken Seite ca. 5 mm gefehlt) und die schmalen Klebelaschen entsprechend versetzen. Für die Montage zwischen Hauswand und Dach habe ich eine Schablone hergestellt, mit deren Hilfe der Dachkasten exakt positioniert werden konnte.

    Die Dachbalkenstützen auf der hinteren Seite des Hauptgebäudes, zwei Dachgauben, sechs Schornsteine und eine Dachluke, sowie die Fensterläden machen das Ensemble komplett. Die Zaunfolien für den erhöhten Teil auf der linken Seite sind im Original-Baubogen nicht vorgesehen, aber die Steinkanten sind nicht hoch genug, um einen Sturz zu verhindern. Deshalb habe ich das vorhandene Balkongeländer vervielfacht und und an den entsprechenden Stellen angebracht. Ein Baum auf der kleinen Rasenfläche ist ein unbedingtes Muss. Hier das fertige Gebäude:

    Und beleuchtet werden kann das ganze natürlich auch. Im zweiten Bild zeigt sich noch ein durchsichtiges Mauerstück, aber das wird schnell zu beheben sein, denn die Gebäude sind von unten zugänglich.

    Die Bilder sind viel genauer als die Betrachtung des Modells mit bloßem Auge und offenbaren gnadenlos jede Unzulänglichkeit. Ich werde deshalb versuchen, noch ein paar Kanten nachzufärben.

    Damit nochmals herzlichen Dank an alle, die diesem Baubericht gefolgt sind und wir werden sehen, welches Projekt mich als nächstes reizen wird.

    Bis dahin freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Die beiden Dachgauben des Nebengebäudes sind wirklich eine Herausforderung für mich gewesen. Erst durch Ausschneiden und Falten der einzelnen Teile bin ich hinter das Geheimnis der Konstruktion gekommen. Teil 57A muss in der Mitte geteilt und nach der Montage auf Teil 57 wieder mit einem Papierstreifen verbunden werden, Google Translator hat den entscheidenden Hinweis geliefert. Mein Respekt vor dem Konstrukteur Gilbert Baud ist noch einmal ein ganzes Stück gewachsen.

    Das Ergebnis ist nicht ganz perfekt, aber das Nebengebäude wird dadurch doch sehr aufgewertet.

    Blumenkästen und das Schrägdach 54 über dem Eingang zum Nebengebäude sind weitere Details, die heute fertig geworden sind. Für meinen Geschmack eine sehr massive Balkenkonstruktion, um ein so einfaches Blechdach zu tragen. Aber alles in allem sehr dekorativ.

    Jetzt fehlt noch das Dach des Hauptgebäudes, aber ein Briefkasten ist immerhin schon vorhanden, schließlich soll ja kein Werbeprospekt verloren gehen.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    Herzlichen Dank an alle, die bisher auf meinen Baubericht reagiert haben.

    Ich bin wieder aus Erfurt zurück, wo ich leider einem Kollegen und langjährigen Freund aus alten Zeiten die letzte Ehre erweisen musste. Wir kannten uns seit dem Studium in Ilmenau und haben Jahrzehnte gemeinsam gearbeitet, zuerst in Erfurt und ab 1993 in Bonn. Aber die meisten von uns sind ja in einem Alter, in dem man wahrscheinlich selbst schon solche Erfahrungen machen musste.

    Der Bau des Maison du Bailly ist wieder ein Stück vorangeschritten. Diesmal habe ich mich der Frontseite gewidmet und die acht Treppenstufen auf das seitliche Podest angefertigt. Dazu musste ich ein bisschen rechnen:

    • 8 x 1,44 mm (Finnpappe als Füllung in den Stufen)
    • 16 x 0,17 mm (Klebelaschen oben und unten, 130 g/mm2)
    • 8 x 0,17 mm (Ausgleich je Stufe)

    Noch ein bisschen Kleber dazu und die Höhe passt ziemlich genau.

    Das fertige Podest (mit Finnpappe verstärkt und gestützt), die beiden Mauerteile mit dem Gittertor und, nicht zu vergessen, der Brunnen. Bei der Kante zwischen Podest und Mauer muss der Maurer wohl noch mal ran! Und zum Schluss ... noch eine Treppe.

    Zuletzt hat heute auch noch der Schuppen sein Dach bekommen. Ich musste einige Teile aus Finnpappe konstruieren als Verstärkung der Dachflächen und für die Giebelwände zur Festlegung der richtigen Firsthöhe. Die Tür unter der Veranda musste noch eine zweite Treppenstufe bekommen (im Bild die untere), da Gilbert Baud in seiner Konstruktion keine Verstärkung der Grundplatte vorgesehen hat.

    Jetzt nähere ich mich meinen Angstgegnern, den frontseitigen Dachgiebeln des Nebengebäudes. Dazu muss erst das entsprechende Dach montiert werden und das setzt die Installation der Beleuchtung voraus. Jede Menge Arbeit, bevor wieder ein größerer Fortschritt zu verzeichnen sein wird.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    schnell noch zu später Stunde ein Update des derzeitigen Bauzustandes: Die vorgefertigten Wandelemente aufzustellen, war relativ schnell erledigt.

    Dann habe ich mich nicht an die Nummerierung der weiteren Bauteile gehalten, es wäre jetzt die Umgebung der Gebäude auf der linken Seite (Teile 30 bis 38) drangewesen, aber ich habe zuerst die Ecke hinten rechts fertigstellen wollen, da ich mir dieses Detail nur anhand der Bauteile nicht richtig vorstellen konnte.

    Bei dem rechten Anbau, wohl einer Art Scheune, gab es einige Ungereimtheiten. Ich konnte zuerst Teil 85 nicht finden, es hätte eine Art Fenster sein müssen. Als ich dann Teil 85 doch noch gefunden habe (ich hatte die Nummer auf dem Kopf stehend als 58 gelesen), wurde die Verwirrung nur noch größer. Teil 85 sollte eine Wanne bilden, die hinter dem Tordurchbruch auf den Boden geklebt werden sollte. Mit der darüberliegenden Fensteröffnung hatte das aber nichts zu tun.

     

    Für meine Lösung habe ich ein Fenster konstruiert, dass mir dann aber nicht gefallen hat, weil die Glasscheiben zu groß geraten waren. Deshalb habe ich die Fensterläden fast vollständig geschlossen. Für die Toröffnung habe ich die Umrandung eines anderen Tores mit der gleichen Breite verwendet (Gilbert Baud hat auch viel von "Copy and Paste" gehalten), nur die Höhe musste angepasst werden. Vom ursprünglichen Teil 85 wurde nur der hölzerne Boden im Hintergrund verwendet.

    So, jetzt muss ich aber schell noch ein paar Unterhosen und Socken in meine Reisetasche werfen, damit meine Reise morgen starten kann.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard

    Hallo, liebe Freunde des Kartonmodellbaus,

    nach einer längeren Pause seit Fertigstellung der "Staanerhüser" hat es mich wieder in den Fingern gejuckt, einen neuen Bau in Angriff zu nehmen. Es soll noch mal ein Gebäude von Gilbert Baud werden und zwar aus der Serie 2 "Maisons de Campagne" das Modell 2.11 "Maison du Bailly". Ich habe mich dafür entschieden, weil es meines Wissens noch keinen Baubericht darüber gibt.

    Aus dem Grundriss kann man erkennen, dass es sich um ein gut arrangiertes Ensemble handelt mit zwei in der Tiefe versetzten Hauptgebäuden und einigen interessanten Anbauten.

    Glücklicherweise konnte mir Rainer (schreinerrainer1) einige Bilder eines gebauten Modells zur Verfügung stellen. Neben den Hauptblickachsen auf die linke Seite (Wand 1 über Podest 30) und von links vorn auf die Ecke Wand 1/Wand 41 könnte vor allem die Ansicht von hinten rechts ein zusätzlicher Höhepunkt des Modells werden.

    Begonnen habe ich damit, alle Wandelemente entsprechend vorzubereiten: Wände verstärken und lichtundurchlässig machen und alle Tür- und Fensterleibungen mit Finnpappe zu stabilisieren, um die Fenster und Türen leichter montieren zu können. Dann alle Fensterscheiben ausschneiden, denn das Originalmodell ist nicht für eine Beleuchtung vorgesehen.

    Die beiden Bilder zeigen das Ergebnis der ersten 10 Werktage, in diesem Fall natürlich Werktage gleich Kalendertage. Jetzt müssen nur noch die Gardinen aufgehängt werden (im Kartonmodellbau gehört das so), dann können die Wände montiert werden. Das wird aber noch etwas dauern, denn jetzt muss ich erst mal für ein paar Tage verreisen.

    Wenn es euch interessiert und ihr von Gilbert Baud noch nicht gelangweilt seid, könnt ihr mir gerne weiter über die Schulter schauen.

    Freundliche Grüße euch allen

    Bernhard