Posts by Heiner

    Moin, alle miteinander!

    @ Detlev: Danke für die warmen Worte! "Perfekt" ist wirklich nicht das Wort, das mir einfällt, aber immerhin scheine ich die richtigen Photos weggelassen zu haben ;). "Baupläne" klingt dagegen sehr spannend, und bei diesen flachen Rümpfen ist eine analoge Bordwandabwicklung á la Butterbrotpapier leicht zu machen - hau rein, ich bin sehr gespannt, was Du da für "Schaumschläger" in petto hast!!!

    Bei mir ist mal wieder alles andere wieder wichtiger gewesen als Modellbau (Peggy ist jetzt fest angestellt, also Firma auflösen, Maschinen abbauen, Geschäftsräume ausmisten und leerräumen - so kann man die Feiertage auch verbringen), entsprechend langsam geht es hier weiter. Ich habe inzwischen die Fenster im "Erdgeschoss" fertig eingeglast, will das aber nicht in Großaufnahme zeigen - Mikro Kristal Klear (heißt wirklich so, kein Tipfehler) als Kleber für die Fensterrahmen ist eine Herausforderung für mich, ich bin noch nicht sicher, wie glücklich ich mit diesem Zeug wirklich bin und schmiere mehr damit herum, als mir lieb ist. Eigentlich hatte ich gehofft, die Flüssigkeit gleich ganz als Verglasung "ausstreichen" zu können, aber nach mehreren versauten Fensterrahmen (und ich brauche 40 davon nur für dieses Deck) habe ich die weiteren Versuche erstmal aufgeschoben.

    Die Laderaumtore wollte ich eigentlich halb geöffnet darstellen, ich kann aber nirgends sehen, ob das nun Schiebetore waren - müssen sie eben zu bleiben (wäre ohnehin nur gähnende Leere dahinter:whistling:). Und ich habe ein erstes Ätzteil verbaut; aus dem gelben Forum (vielleicht von Klabauterklaus?) hatte ich den Tip geklaut, für die Takelage auf Ösen von Saemann zurückzugreifen (dort eigentlich als "Stützen 2 mm" verkauft). Die Back hier verschwindet später komplett unter dem Oberdeck, so dass ich das Vorstag schon jetzt anbringe und später den passenden Decksdurchlass "nachbohre" . Oder auch einen nicht so passenden:wacko:, mal sehen...


     


    Moin Herbert!

    Wenn A- oder B-Liga sich nur daran zeigen, ob die Fenster ausgestochen werden, lasse ich das mal so stehen - dann sind das einfach zwei gleichwertige, aber unterschiedliche Veranstaltungen (Rugby vs. Football). Man könnte dann auch sagen, dass die B-Klasse vielleicht etwas weniger verrückt ist, als die A-Liga...:D. Als "Leistungsstufe" wärest Du sonst zumindest in der Relegation... gefällt mir!

    Viele Grüße

    Heiner

    Moin alle!

    @ HaJo und Reinhard: Danke für Euer Lob! Dass viel vom Schaufelrad unter der Abdeckung verschwindet, ist gar nicht soo Schade, ich habe es tatsächlich geschafft, drei der Schaufelblätter falsch anzubringen - das verschwindet ebenfalls unter der Abdeckung...:whistling::whistling: aber interessant ist das Modell allemal, da hast Du Recht, HaJo! Im Grunde ist es ein Stück Wilder Westen.

    Vielen Dank aber auch für alle Likes hier! Heute war vor allem Aufräumen fällig, oder "Ausbeinen", wenn man so will: um die Schmauchspuren zu verringern, haben wir den Laser mit geringer Leistung laufen lassen - dafür musste ich heute die ganzen Ausschnitte aus den LC herausdrücken. Der Haufen Reste ist fast beeindruckender, als die fertigen LC. Die ersten sind mit Folie hinterklebt; ich habe den Trick noch nicht begriffen, wie man mit dem Micro Kristal Klear ganze Scheiben anlegen kann. Aber die ganzen Fenster hier bieten viel Gelegenheit für Experimente. Wir werden sehen.


      

    Moin alle!

    Vielen Dank erstmal für die Daumen!

    Es hat leider etwas gedauert, aber langsam habe ich alles beisammen, um hier weiterzumachen - erst die Tinte, dann war der Karton aus, dann habe ich zum Verglasen ein Fläschchen Micro Kristal Klear bestellt, als letztes musste ich endlich die Lasercuts fertigmachen. Seit Freitag ist das jetzt alles beisammen.

    Beim Einsetzen stellte sich heraus, dass das Schaufelrad zwischen den Auslegern gut 0,4 mm zu breit geraten ist. Da die Abstände an den Schaufeln gut passen, stimmen die Abstände, ich vermute also, dass die Naben jeweils zu dick geworden sind. Zum Glück konnte ich das Problem zusammen mit den Heckauslegern wegdrücken, ohne dass sich alles verzogen hätte. Als Achse dient eine Stahl-Stecknadel, deren Überlänge nach dem Einsetzen noch abgeknipst wird, bevor ein roter Deckel die Nabe am Kurbeltrieb verschließt. Mit den ersten beiden LC-Teilen als Seitenwänden war dann die Radabdeckung keine große Sache mehr.

    Die Pleuel bleiben die größte Fehlerquelle dieses Modells. Abgesehen von der Schummelei an der Deckskante stehen sie in einem völlig unmöglichen Winkel zur Längsachse des Rumpfs. Um das zu vermeiden, müsst entweder die Kabine hinten breiter sein oder das Schaufelrad schmaler, was ich beides nicht einschätzen kann - aber der falsche Winkel fällt nicht sonderlich auf, deshalb lasse ich sie einfach liegen, wo sie im Maschinenraum zu liegen kommen. Fred hatte Recht, um hier eine überzeugende Lösung zu finden, bräuchte ich die Originalpläne.

    Am Bug fehlt noch der Steuerbord-Niedergang, dann kann ich das Passagierdeck aufsetzen. Das sollte jetzt nicht wieder mehrere Wochen dauern...


     


     


    Moin alle!

    Danke für die Daumen, ich fühle mich verstanden! :D

    @ Dieter: was für ein Glück, dass nichts vernünftiges im Fernsehen kommt, da geht das hier besser von der Hand. Inzwischen sind die 4 Räder kantengefärbt und die erste Nabe ist fertig. Noch 3, dann die Achshülsen für den richtigen Abstand und die Antriebsbretter, die Kurbeln, Pleuel und die Abdeckung. Die schlimmste Fleissarbeit ist aber erstmal erledigt. Weiter hier, wenn das Schaufelrad fertig ist.


     


    Nur ein kurzer Zwischenstand - nicht, dass jemand denkt, ich könnte die Arbeit hier zugunsten eines anderen Modells (eines Tatras wegen etwa!) unterbrochen haben. Die Aufbauwände des Hauptdecks stehen (was nicht sonderlich beeindruckend ist) und waren ein kleiner "Trösti" zwischen den Schaufelrad-Elementen. 3 sind es inzwischen geworden, einen brauche ich noch. 147 Schnitte je Rad plus Versäubern, und dann habe ich erst 1 Teil und noch keine Kanten gefärbt - das geh hier gerade nicht so schnell. Aber ich bleibe dran!


     

    Hurra, die Tinte ist gekommen, es kann weiter gehen. Der Rumpf ist zu, außerdem sind die Heckausleger angebracht. Ab morgen geht´s dann mit dem Antrieb los. Dank des Versatzes können beide Pleuel oberhalb des Decks angebracht werden, dann muss ich nichts wegschneiden - finde ich auch besser so. Ab morgen kommt das Schaufelrad.


      


      

    Danke für Eure Likes - ich hoffe, Ihr habt so viel Spaß wie ich... wobei: aktuell Ich fühle mich, als ob ich am Auto einen Sportauspuff anschrauben wollte und dafür plötzlich einen ganzen V8 unter die Haube bekommen muss - eigentlich wollte ich nur ein „richtiges“ Schaufelrad (Wasserlinie) einsetzen! Freds Rat, ich solle mir doch lieber gleich selbst die Original-Pläne besorgen, war da einfach nur vernünftig – der Antrieb hält tatsächlich ein paar Tücken und viele Fragen bereit.


    Als Vorbild für das Schaufelrad hatte ich mir dieses Exemplar ausgesucht. Für einen Seitenraddampfer ist es zu breit, es ist aus Holz, der Aufbau ist auf mehreren anderen Fotos aus dieser Zeit erkennbar, außerdem entspricht der Exzenterring an der Spitze der Achse genau dem in der Konstruktionszeichnung, die Fred eingestellt hatte. Wenn Paläontologen aus einem Knochensplitter komplette Saurier rekonstruieren, versuche ich das hier mit dem Schaufelrad. Am Exzenterring eingehängt war übrigens das Steuergestänge, dass die Befüllung der Dampfzylinder regelt.


    Der Aufbau eines Heckraddampfers ergibt sich dabei im Prinzip sehr schön aus diesem Bild der COWLITZ. Danach liegt das Schaufelrad auf 2 großen Heckauslegern auf (im Bogen schon als Teil 72 vorgesehen). Die Antriebspleuel müssen außen um eine „Kurbel“ kreisen. Form, Länge und Breite der Pleuel, wie auch deren waagerechter Aussteifungen ergeben sich aus der Zeichnung (32 Fuß Länge sind angegeben, entsprechen 9,7536 m im Original und etwas über 39 mm im Modell). Bei halbwegs maßstabsgerechter Umsetzung habe ich nun aber gar keinen Platz mehr für die Heckplattform, die Fred in Verlängerung des Decks um die Schaufelradabdeckung gezeichnet hatte. Auf dem „gelben“ Bild in Beitrag #2 ist sie auch nicht zu erkennen, auf einer Postkarte der BAILEY GATZERT hingegen zumindest gerade noch so eben in Breite der Scheuerleiste. Da Fred zu genau gearbeitet hat, um sich solch ein Detail einfach nur auszudenken, denke ich, dass ich das Heck möglichst der Postkarte anpassen sollte (gut, dass das Deck noch nicht angebracht ist).Dann muss ich die Breite der „Schaufelblätter“ etwas kürzen; die Exzenter sitzen laut Plan auf der Innenseite der Heckausleger auf der Achse. Damit das Steuergestänge von da nach vorn in den „Maschinenraum“ kommt, müssen die Schaufelblätter etwas schmaler werden, als im Bogen vorgesehen.


    Nun zweifele ich allerdings an meinem Rumpfheck. Die Länge des Kurbeltriebs ist im Plan abgreifbar und ergibt sich logisch aus dem maximalen Hub der Dampfmaschine. Bei jeder Umdrehung lenkt er die Pleuel aber einmal auch maximal nach unten aus, und die haben eine Länge von – ah, sagte ich schon. Um damit dann aber noch über die vorgesehene Deckskante zu kommen, stünden sie entweder so steil, dass die Dampfmaschine eigentlich von der Decke hängen müsste (ich bezweifele das…) - oder ich brauche Aussparungen in Deck und Heckspiegel, die ich nicht habe. Ich habe das mal in der beigefügten Seitenansicht nachgespielt. Nachträglich einbauen geht auch nicht, wegen des Deckels über Spant 4 – also: entweder muss ein neuer Rumpf her, oder ich schneide die Pleuel einfach auf Höhe des Heckspiegels ab. Ich weiß – es ist geschummelt, aber ich mache das so!


    Was mich zu der Frage bringt: wie waren die Pleuel eigentlich zu einander ausgerichtet? Zur Wahl stehen 180 Grad gegeneinander (wie Fahrradpedale), parallel (wie Handbikes bei den Paralympics) oder gewinkelt, z. B. 90 Grad. Spontan dachte ich „Fahrradkurbel“, aber das ergibt bei jedem Umlauf enorme Verwindungskräfte nach links und rechts, ohne einen technischen Vorteil: die Dampfmaschine hatte auch Zugzylinder, sie war also nicht darauf angewiesen, immer ein Pleuel schieben zu können. Also parallel, wie bei einer Dampflok? Aber: sind sie bei Dampfloks überhaupt parallel angebracht? 90 Grad Versatz hätten den Vorteil, das am Totpunkt eines Pleuels das andere immer gerade den größten Hebel nutzen kann – aber für mich leider reine Spekulation. Können mir die Eisenbahnbauer da weiterhelfen? Oder gar Flussschiffspezialisten? Wie ist die ULANGA da eigentlich angelegt?


    Dann sehe ich auf dem gelben Bild durch die seitliche Öffnung achtern eine Lücke in der Radhausabdeckung – für mich sind das Auswurffenster, wie sie auf dem Bild der COWLITZ den Blick in das Schaufelrad überhaupt erst ermöglichen. Wie auch bei der Doppelruderanlage nehme ich die Postkarte der BAILEY GATZERT als vermutlich vergleichbares Vorbild und beschneide meine Abdeckung entsprechend.

    Bleibt die Heckbeschriftung. Wo erkennbar, geben die Flussdampfer des Columbia offenbar alle zum Namen noch den Heimathafen „Portland of Ore.“ an - das habe ich ergänzt. Bleibt die Frage nach der Schrift. Die COWLITZ ist mit ausgesprochen nüchterner, „moderner“ Schrifttype markiert, wie sie Fred auch im Bogen benutzt hat. Die (versunkene) LURINE allerdings war z. B. mit richtigen „Western“-Buchstaben beschriftet, die (richtig: ) auch auf der Postkarte der BAILEY GATZERT erkennbar sind – das habe ich mal als zeittypisches Element übertragen.


    Und damit könnte ich jetzt eigentlich weitermachen.


    Wenn die Druckertinte endlich käme.



     


    @ Dirk: schöne Geschichte, nicht? Wer sie mag, sollte auch Freds Thread über das Oregon Pony lesen, das als erste Lokomotive auf dieser Strecke die Mulis ablöste und die erste Dampdlok war, die an der Pazifikküste gebaut wurde. Insgesamt finde ich es wahnsinnig spannend, Fred auf papermodelers.com in seinen verschiedenen Threads zu folgen. So wies er bei der Konstruktion seiner ONEONTA z.B. darauf hin, dass die lange, schmale Rumpfform sich vor allem wegen des wesentlich stärken und höheren Wellengangs auf dem Columbia durchgesetzt hat, während der Mississippi breitere, flachere Rümpfe erlaubt. Mich erinnert die Form jedenfalls mehr an einen Zerstörer, als an einen "Frachtkahn".

    Zum Thema „Umbau von Schaufelraddampfern“ empfehle ich übrigens diesen Artikel über zwei, die vor, wie nach ihrem Umbau ein lohnendes Vorhaben wären…


    Zurück zu diesem Modell. Einziger Kritikpunkt am Rumpf ist, dass der Längsspant am Bug die Bordwände in der Höhe um ca. 0,7 mm überragt, was sich bei verdoppelter Bodenplatten auf knapp 1 mm vergrößert. Man muss die Bordwände im Bugbereich also großzügiger ausschneiden und dann die Oberkante entlang der Spantendeckel nachschneiden. Da ich die Bordwände völlig verhauen hatte (die vordere Hälfte hatte ich vor dem Ausdruck beim Skalieren „auf dem Kopf“ an die hintere gesetzt – fiel nicht auf, passte nur einfach nicht…), hatte ich genug Gelegenheit, das bei mir auch zeichnerisch auszubügeln - Ihr seht hier den dritten Rumpf.


    Zeichnerisch bin ich inzwischen fast fertig, hier mal die Seitenansicht, die ich für den Takelplan zusammengestellt habe. Leider ist im Drucker meine schwarze Patrone zu Ende, ich muss also schon wieder Pause einlegen, bis ich die nächsten Teile drucken kann.


      

    Das Modell der R. R. THOMPSON ist ein Download von ecard-models, dessen Entstehung auf papermodelers.com von Fred R. Dressler anschaulich beschrieben wurde. Er hat übrigens in der „Middle River Series“ schon die HASSALO und die ONEONTHA herausgegeben und sitzt aktuell offenbar gerade an der BAILEY GATZERT – ich freue mich darauf! Ziel der Serien sollen wohl mindestens alle 6 Schiffe zu sein, die die Cascade-Rapids vor dem Bau der Schleusen hinabgefahren sind. Fred hat den Bogen nach originalen Werftplänen gezeichnet, die er über die Oregon Historical Society (OHS) beziehen konnte. Die Seite ist in jeder Hinsicht ergiebig; gerade die zeitgenössischen Photos bieten viele Anregungen und klären auch viele Fragen, wo denn welche bestehen. Viele sollten es nicht sein, Fred hat den Bogen ganz bewusst sehr einfach gehalten, ohne dass mir bisher aber irgendwo eine unangemessene Vereinfachung aufgefallen wäre.


    Wer sich selbst ein Bild machcen will: Fred hat die komplette Bauanleitung und im Post darunter noch 5 Seiten aus dem Bogen eingestellt, so dass ich es uns allen ersparen kann, hier verzerrte Ausschnitte einzustellen. Festzuhalten bleibt: 149 Teile auf 10 Bögen, und weder Lupe, noch Pinzette stehen auf der Werkzeugliste ganz oben.


    Was natürlich nicht heißt, dass das auch so bleiben muss; schlimmer geht immer. Ich werde sie also in 1:250 bauen, und habe Fred mit ein paar Fragen schon etwas genervt, fürchte ich. An der Konstruktion ändere ich eigentlich gar nicht viel, gerade der einfache Ansatz gefällt mir sehr gut. Einzig das Schaufelrad möchte ich deutlich detaillierter halten, und die beiden Niedergänge am Bug, die mit dem schrägen Verlauf und versetzten Stufen spannend zu bauen sein werden. Dazu dann beim Bau mehr. Ansonsten werden „nur“ viele, viele LC für sehr, sehr viele Fenster, Türen und Relinge nötig werden, da ich mal wieder keiner Scheibe widerstehen kann und gerade die vielen Oberlichter über dem Passagierdeck eine für mich bisher unerreichte Zahl von Mini-Ausschnitten mit sich bringen.


    Aktuell sitze ich an den letzten Zeichnungen, bald geht es los...

    Weshalb? Nun, sie dürfte eines der schnellsten Schiffe ihrer Größe in der Geschichte sein, nicht nur ihrer Zeit, mit Sicherheit der schnellste Schaufelraddampfer und (mindestens) eines der schnellsten Holzschiffe. Alles Quatsch, Steampunk-Träumerei, trumpsches Gelaber? Nein, Fakt, und keiner von den „alternativen“, sondern gemessen mit dem kommenden Fluch deutscher Autobahnen, der Sektorenkontrolle. Aber ganz von vorne...


    Der Columbia-River ist der wasserreichste der 3 Flüsse, die die Kaskadenkette entlang der Pazifikküste von Kanada bis Nordkalifornien hinunter durchbrechen und in den Pazifik münden. 1788 vom amerikanischen Kapitän Gray „entdeckt“ (immerhin bewohnten schon eine ganze Menge anderer Menschen seit langem beide Ufer und nutzten den Strom) und 1792 auf einer weiteren Expedition erkundet, wurde er von ihm nach seinem Schiff, der COLUMBIA benannt. Den Durchbruch bildet die Columbia River Gorge, eine gut 80 km lange Felsschlucht, deren unterste ca. 10 km lange Stromschnellen The Cascades genannt wurden. Oberhalb liegt der „Middle River“ genannte mittlere Stromabschnitt, der bis zu den nächsten Stromschnellen flussaufwärts bei The Dalles auf ungefähr 64 km schiffbar ist. Der Fluss bildete schon vor der Ansiedlung von europäischen und amerikanischen Siedlern die wichtigste Verkehrsader der Region und wurde ab 1850 mit Dampfschiffen erschlossen, die nur auf ihrem jeweiligen Abschnitt verkehrten. Die Stromschnellen mussten anfangs zu Fuss, dann mit Muli-Karren und schließlich kleinen, lokalen Eisenbahnlinien umgangen werden. Wer Schilderungen über die Träger und Muli-Treiber liest, weiss, dass der wilde Westen damals bis weit in den Norden reichte. Im nächsten Flussabschnitt wurden dann Fracht und Passagiere auf ein anders Schiff gebracht, das die Reise von dort fortsetzte.

    Wie die R. R. THOMPSON. Sie war ein typischer Vertreter der Raddampfer auf dem Columbia, die schnell eine eigene Bauart annahmen: schaufelradgetrieben, da vielerorts der Tiefgang für Schiffsschrauben nicht ausreichte, mit Heckrad, da solche weniger Platz an den Anlegestellen brauchten als Seitenraddampfer, mit den angeströmten Rudern beweglicher waren als Seitenraddampfer, mangels Baumwolle als Fracht länger und schmaler gebaut wurden als auf dem Mississipi (wer Fotos der Dampfer dort mit Baumwollballen bis an die Brücke zugestapelt ansieht, weiß, warum die so breit und ausladend gebaut waren), ebenfalls mit der Fähigkeit, praktisch jeden Punkt am Ufer zu erreichen und (Land, Klima und Leuten angepasst) für die Fahrt auf den kürzeren Flussabschnitten des rauhen Nordens weniger „Hochzeitstorte“ á la New Orleans, sondern pragmatischer in der äußeren Erscheinung. Einen sehr lesenswerten Artikel dazu bietet Wikipedia hier

    .

    Nach einem Gesellschafter der Reederei benannt, lief sie im Juni 1878 bei der Werft von John J. Holland in The Dalles vom Stapel und trat bereits am 28.09.1878 ihre Jungfernfahrt für die Oregon Steam Navigation Company auf dem Middle River an zwischen Fort Dalles und The Cascades . Hier stand sie im Liniendienst, zusammen mit der WIDE WEST, einem (nahezu) Schwesterschiff auf dem unteren Columbia, das bereits 1877 beim selben Unternehmen in ihrer Werft in Portland für dieselbe Reederei vom Stapel gelaufen war und als Zubringer Passagiere und Fracht aus Portland nach The Cascades brachte. Die R. R. THOMPSON galt als eines der größten und das wahrscheinlich luxuriöseste Schiff ihrer Zeit auf dem Middle River. Trotz ihres späteren Rekords war sie eigentlich nicht auf Geschwindigkeit, sondern Komfort ausgelegt mit einem Passagierdeck, das über dem Frachtdeck durchgehend vom Bug bis zum Heck des Rumpfes verlief und für Bezeichnungen wie „Palast Boot“ sorgte. Die technische Ausrüstung entsprach praktisch der der WIDE WEST, die Ausstattung der Innenbereiche war zumindest sehr ähnlich – wer also die Bilder zu letzterer gesehen hat, hat eine gute Vorstellung von unserem Vorbild hier.


    Allein – die Herrlichkeit währte nicht lange. Die Eisenbahnen entlang der Ufer verlängerten ihre Linien immer weiter aufeinander zu, und bereits nach 4 Jahren schickte die Reederei sie angesichts der wachsenden Konkurrenz die Stromschnellen hinunter auf den unteren Fluss. Unter dem Kommando des unübertroffenen Kapitäns John McNulty schaffte sie die Passage bereits 1882 noch 20 Sekunden schneller als die HASSALO und hat damit den Geschwindigkeitsrekord für dampfbetriebene Schaufelraddampfer auf 94 km/h „über Grund“ festgeschrieben. Wohlgemerkt: mit einer Rumpflänge von 65 m in einer 140 m breiten Rinne, zwischen verborgenen Felsbänken hindurch, die den Rumpf bei jedem Kontakt sofort durchschlagen hätten, und das über eine Strecke von 10 km. Die Passage der HASSALO war nicht umsonst zum Spektakel gemacht worden! Im Gegensatz dazu war die R. R. THOMPSON einfach den Fluss hinabgefahren, der ab 1896 durch Dämme und Schleusen ausgebaut wurde; die Cascades-Stromschnllen versanken im Stauwasser des Bonneville-Damms, und damit war eine Wiederholung dieser Fahrten ausgeschlossen – ein Rekord für die Ewigkeit.


    1892 schlug die R. R. THOMPSON auf einem Felsen leck und sank, wurde aber gehoben und repariert. Später kam sie noch als Nachtschiff auf der Strecke Portland - Astoria in Fahrt, wurde dann noch mehrere Jahre aufgelegt und 1904 schließlich abgebrochen. Über die weitere Verwendung ist mir nichts bekannt.

    „Weitere Verwendung“ – Hä??? „Abgebrochen“heißt doch …?! Nun, für die Steamer des Columbia hieß es: „Da ist noch lange nicht Schluss!“ Es war nicht ungewöhnlich, einen Holzrumpf auf Felsen, in langen Wintern mit Eisgang und im inneren mit Rott in kurzer Zeit zu „verbrauchen“ und dann die Aufbauten und die Ausrüstung (vor allem die Maschinen) unter neuem Namen auf einen anderen Rumpf zu setzen – vermutlich ein weiterer Grund für die pragmatische Bauweise. So geschehen etwa 1888 mit den Maschinen und Aufbauten der beinahe-Schwester WIDE WEST, die auf die neue T. J. POTTER aufgesetzt wurden, was allerdings nicht ganz leichtfiel, da letztere – ungewöhnlich - ein Seitenraddampfer war. Der bereits angegriffene Rumpf der WIDE WEST hingegen wurde als Schute mit kleinem Hilfsantrieb zum Dienst im Puget Sound verkauft, wo sie unter ihrem alten Namen weiterfuhr, bis sie von den neuen Eigentümern am 6. Januar 1890 als Verlust gemeldet wurde. Das traf zu – und auch wieder nicht: die Mannschaft überlebte vollzählig die Strandung im Sturm auf Destruction Island (sic!), Maschine, Kessel und weiteres Gerät konnten geborgen werden und wurden fortan in wieder anderen Schiffen verwendet. Davon ist bei der R. R. THOMPSON aber nichts bekannt.


     


     


     

    Es ist der 26.05.1888 in der Columbia River Gorge, einer gut 80 km langen Schlucht, mit der Columbia River im Nordwesten der USA das Kaskadengebirge durchbricht, um sich nahe Vancouver Island in den Puget Sound und den nördlichen Pazifik zu ergießen. Gut 1500 Passagiere sind an Bord der beiden Dampfer R. R. THOMPSON und LURLINE von Portland über Vancouver nach The Cascades gefahren, um einem Spektakel beizuwohnen, dass Drama, Rekorde und (vielleicht) ein paar Tote versprach. Der Zug, in den sie dort umsteigen müssen, fasst nicht alle auf einmal und muss ein zweites Mal fahren, um alle entlang des Nordufers stromaufwärts zur Einfahrt der Stromschnellen zu bringen. Die HARVEST QUEEN ist aus Gegenrichtung von Fort Dalles flussabwärts gekommen und hat weitere Schaulustige dorthin mitgebracht, ein Sonderzug aus Bonneville weitere, alle zusammen gut und gerne 3000 Personen. Photografen haben sich am Ufer aufgebaut, Militärkapellen spielen die damaligen Top Ten der Unterhaltungsmusik, Decken werden ausgebreitet und Picknick-Körbe geöffnet.

    Als alles bereit ist, gibt eine Lokomotive mit 6 lauten Pfiffen das Signal, und der 4. Flussdampfer, die HASSALO legt ab. An Bord 15 Personen, die sie in den Unterlauf des Columbia überführen sollen unter dem Kommando des berühmten Kapitän James William Troup, der in dritter Generation eine Reihe berühmter Flusskapitäne im Nordwesten fortsetzt und nun, mit gerade 33 Jahren selbst bereits Veteran und eine Berühmtheit auf dem Fluss ist. Vor ihm eine Flussenge mit Stromschnellen von ca. 10 km Länge, in deren steilstem Abschnitt der Fluss über ca. 3,2 km Länge mehr als 12 m Höhe verliert. Mittendrin eine „schiffbare“ Passage von nur 140 m Breite. Flussaufwärts ein unüberwindliches Hindernis, haben flussabwärts nur wenige der erfahrensten Kapitäne die Passage gewagt, um ihre Schiffe in den Unterlauf zu überführen. Kapitän Troup gelang dies 1881 an dieser Stelle bereits mit der IDAHO und im selben Jahr zwischen Celilo und Fort Dalles zwischen Oberlauf des Columbia und dem Middle River mit der HARVEST QUEEN über die noch gefährlicheren Stromschnellen von Celilo Falls. Die HARVEST QUEEN war dort schwer beschädigt worden und ging beinahe verloren, und auch die heutige Fahrt ist – sagen wir: ergebnisoffen.

    Der Korrespondent des Sunday Oregonian schreibt (ungefähr):


    „HASSALOs Schaufelrad schlug das Wasser zu Schaum und sie bewegte sich graziös vom Kai aus in die Mitte des Flusses, wo sie herumschwang. Mit dem scharfen, glitzernden Bug auf die große grollende Lücke gerichtet, schoss sie durch die grünen Massen vorwärts. Die Stromschnellen verliefen von Ufer zu Ufer wie eine einzige Kette von Brechern, deren aufgewühlte Brandung toste. Die HASSALO erreichte die obere Einfahrt mit Volldampf und erhielt hier den ersten Impuls des mächtigen Stroms, der sie einen Satz machen ließ, der die Menge wie ein Stromschlag erregte. „Da geht sie hin“ kam es mit gedämpfter Stimme aus tausend Kehlen. Beim der Einfahrt stieg der Bug des Dampfers in scharfem Winkel auf und fiel dann blindlings nach unten, als ob sie direkt unterginge; aber mit dem Auftrieb eines Korkens richtete sie sich wieder auf und nun, ganz der Gnade der Stromschnellen ausgeliefert, flog sie mit der Geschwindigkeit eines Pfeils durch und über das wogende, kochende Wasser…“


    Wer schreibt heute noch solche Texte?


    Nun, es gelang, und die Beschreibung „pfeilschnell“ war weit weniger bildhaft, als man erwartet: die HASSALO durchquerte die gesamten Stromschnellen in gerade 7 Minuten. Die gestoppte Geschwindigkeit betrug damit mindestens 85 km/h. Kapitän Troup führte sie den Columbia weiter hinab und dann den Willamette hinauf bis Portland, von wo aus sie nach geringfügigen Reparaturen für 4 Jahre im Puget Sound eingesetzt wurde, bevor sie 1892 auf den Columbia zurückkehrte, zu einem Schleppdampfer umgebaut und 1898 abgebrochen wurde.


    Dies wird nicht das Modell der HASSALO. Dies wird ein Modell der R. R. THOMPSON.


     


    Photos sind übrigens alle gemeinfrei...

    Moin HaJo!

    Sehr fein gemacht, und das mit den Türfüllungen habe ich mir gleich gemerkt! Für Holztüren finde es so eigentlich überzeugender als die klassisch verdoppelt-aufgeklebten Türblätter (auch wenn die bei Metallschotts z. B. sicher auch ihre Berechtigung haben); ich werde das bei nächster Gelegenheit auch mal probieren (und da gibt dann es einiges zu probieren).

    In Berlin treffen sich demnächst wieder die "üblichen Verdächtigen" (Andy, Bonden, Cony haben zugesagt) - wer Lust hat und Zeit, sollte am 28.10.2021 ab 18:00 in die Volkskammer hinter dem Berliner Ostbahnhof kommen, Straße der Pariser Commune 18a in Friedrichshain.

    Wer nicht, kann ja wieder gehen, bevor es losgeht...

    Die Fahrerkabine wird an den Ecken zusammengeklebt, die Inneneinrichtung von oben eingeschoben und dann das Dach geschlossen. Die Spritzwand der Kabine hakt vorne an den Hilfsrahmen ein und die Getriebeoberseite passt genau in die Aussparung im Kabinenboden - da kann man nichts falsch positionieren. Dahinter kommt der Kofferaufbau, dahinter das Gestell mit den Drucklufttanks - auch hier keine Probleme. Die Kabine passt natürlich nicht unter das Dach der Mulde, Letztere muss also als erstes wieder runter - nicht ohne Schaden. Ist jetzt aber auch egal, bei ihr weiß ich schon, was ich wissen wollte.

    Und damit sind wir wieder bei dem alten Problem: Haube - Kotflügel - Anschluss an die Fahrerkabine. Das sieht jetzt alles ziemlich lieblos aus und ist es wohl auch, aber immerhin hatte ich jetzt endlich eine Idee, wie ich den Bereich vernünftig zeichnen und aufbauen kann.


     


     


     



    Weia, schon wieder ein Monat rum, wenn das so weitergeht, ist nächste Woche plötzlich Weihnachten... Zur Zeit brummt es auf Arbeit, privat planen wir einen Anbau an unserem Haus, ich hole mir bei der Fahrschule den "Roller-Schein" als Ergänzung zu meiner Klasse III Karte - viel Zeit für Modellbau war da nicht. Da ich eine Pause vom Rechner wollte, habe ich gedacht, ich baue einfach schnell die Mulde. Die Rippen waren in der vorherigen Fassung zu lang und schmal, um für mich baubar zu sein, mit der neuen Aufteilung bin ich jetzt aber zufrieden. Es scheint auch ziemlich genau zu passen. Sinnvoll wäre allerdings, die Rippen erst an der Mulde auszurichten und zu verkleben und erst danach die Traverse als "Rippenbogen" an die obere Kante zu setzen - nächstes Mal. Einen weiteren Bau muss es noch geben, weil sich wegen eines Fehlers der Spalt im hinteren Knick der Mulde seitlich nicht schließen lässt - das musste ich in der Zeichnung korrigieren. Außerdem habe ich die Scharniere für den Hilfsrahmen genau falsch herum angeschlagen, weshalb die Mulde so nicht hinter die übrigen Aufbauten passen wird, wenn die jemals fertig werden. Und ich überlege, die 8 Muldenlager auf dem Hilfsrahmen durch aufgedoppelte Scheiben darzustellen statt durch "Poller" - von hinten gesehen scheint die Mulde viel zu hoch zu sitzen, mindestens - ähm - 0,5 mm, eine Katastrophe!


     


     

    Ouch...

    I´ve heard, that CA lets go, if heated properly, but have never tried it myself. Still, a cigarette lighter unter the glass, directly at the glued points might be worth a trial. Or put it into Arizona´s sun, but I´m not sure, which is less dangerous to the paper :D

    Still, I would not wait to get this problem solved until I had to find, that I have to start ALL over again. Do it now; if You don´t have a scan of Your frames to print out new ones (if necessary), there is a tradition among modellers, that people in need of help do get help...

    Good luck!

    Moin Eberhard!

    Ohne mich als Experte zu sehen (ich habe allerdings mal sehr mit Mr. Beam geliebäugelt) folgende Anmerkungen:

    • Die Schnittbreite von 0,3 mm ist in meinen Augen okay, das Gerät bei meiner Frau in der Firma hat 0,2 mm Offset, aber ungefähr den sechsfachen Preis gehabt. Von weniger als 0,2 mm habe ich bei Lasern noch nichts gehört, ich war aber seit mindestens 6 Jahren auch auf keiner Messe mehr, wo ich mich umhören konnte.
    • Was Du über die Fokussierung schreibst, ist sicher nicht beeindruckend, aber auch nicht völlig daneben. Ob Karton oder Metall, der Abstandhalter als Fokussiereinrichtung ist erstmal normal - in der Firma hängt da so ein Metallschniepel vom Schlitten, an dem der letzte Umlenkspiegel angebracht ist. Doof natürlich, wenn die Diode nach dem Einstellen gleich wieder absackt, aber der Arbeitsbereich ist normalerweise schon größer als eine Kartonstärke. "1 cm" kann ich nicht beurteilen, aber +/- 2 mm sollten drin sein, und um mehr sackt die Diode ja offenbar nicht ab. Und - hey, Du kennst Dich mit Kartonknicken aus und hast einen Lasercutter! Mach´ doch selber ein paar Abstandhalter, die in 0,2 mm Schritten größer werden und behalte den, der die besten Ergebnisse bringt!:D Wenn Du immer dasselbe machst - Karton schneiden - musst Du auch nicht bei jedem Job neu fokussieren, das würde ich gelassen sehen. Allerdings ist der Offset natürlich bei optimaler Fokussierung am geringsten - wenn Du also die 0,3 mm drücken willst, ist das tatsächlich die Schraube, an der Du vielleicht noch drehen kannst.
    • Bleibt, was Du über Leistung, Geschwindigkeit und Wiederholungen geschrieben hast (und Rainer über die Auflösung): die Lasercutter, die ich kenne, werden nicht wie eine Glühlampe "gedimmt", sondern arbeiten wie ein Mikrowellenofen mit immer derselben Leistung in unterschiedlichen langen Pulsen - genau genommen blinken sie also. Wenn Du eine geringe Leistung wählst und eine hohe Schneidgeschwindigkeit, werden die "Punkte" weiter auseinander gesetzt, was eine unsaubere oder "pixelige" Kante entstehen lassen kann, aber vom Material am Rand nicht mehr als nötig verbrennt. Mehr Leistung heißt mehr Brennpunkte, aber auch mehr Temperatur - die schwarzen Kanten können sich also möglicherweise weiter einfressen - oder den Karton gleich ganz in Brand setzen. 2 oder mehr Schneiddurchgänge sind wahrscheinlich normal, wenn die 5 Watt Deinen Karton wirklich nicht geschnitten bekommen, das kenne ich aber nicht - war mit den 30 Watt in der Firma nie ein Thema. Ich würde aber statt mehrerer Durchläufe immer erst dünneren Karton versuchen.
    • Wenn Du mit dem Schnittbild oder der Auflösung nicht zufrieden bist, kannst Du vielleicht noch etwas anderes versuchen: während beim Schneiden der Strahl dem Vektor folgt und sich durch das Papier brennt, wird beim Gravieren jeder Pixel der Arbeitsfläche überstrichen und die Gravierpunkte mit geringerer Leistung "angeschossen". Die Gravur wird nur oberflächlich abgetragen, abgesprengt gewissermaßen. Der Karton wird an diesen Stellen deshalb nicht schwarz, sondern vergilbt nur oberflächlich. Wenn die Mechanik an Deiner Maschine präzise genug arbeitet und nicht zu weit auslenkt (was ich bei dem Preis allerdings tatsächlich erwarten würde), kann es lohnen, statt zweimal zu schneiden in 3 oder 4 Durchgängen "durchzugravieren".

    Nach dem Schneiden sprühe ich meine Teile mit Grundierung ein - Dinge, die völlig verkohlt aussehen, sind dann plötzlich doch gar nicht mal mehr schlecht. Bleibt als letztes noch die Frage, wieviele Stunden das Gerät in der Bibliothek schon gelaufen ist, irgendwann "is´fertich...".

    Und bis dahin geht probieren über studieren.


    Viel Erfolg

    Heiner

    KEIN Fisch!!! Der Pionier ist stark, dumm und wasserdicht, wie mein Vater mal sagte (einmal nur, und zu sehr später Stunde), aber er ist kein Fisch! Ich baue Wasserlinie, und Kombüse (ist ein besserer Campingkocher schon eine Kombüse?) und Kojen liegen tiefer - tut mir leid, geht nicht...:D.

    - seufz - dann muss ich das wohl machen :D. Material ist ja vorhanden, übrigens AUCH Dank der Kallboys bei Youtube: mehr als zwischen Minute 4:30 und 4:40 zu sehen ist, dürfte wahrscheinlich gar nicht hineinpassen in diese Telefonzelle. Detaillierter dann hier auf S. 10.

    Zum Glück muss ich nur die Brücke machen, und nicht noch die Kojen und die Pantry...:S

    Moin Holger,

    moin Robi!

    Auch von mir ganz lieben Dank! Das Modell hätte meinem alten Herren gut gefallen, der von 1956 an überzeugter Pionier gewesen ist. Soweit ich mich erinnere, hat er sich wohl nur im Februar 1962 gefragt, was zum Teufel er da eigentlich tut, als er an seinem Geburtstag auf dem Vordach einer Hamburger Tankstelle saß und zusah, wie in der Sturmflut die Benzintanks unter ihm aufschwammen...

    Fertigstellung Februar 2022? Aber nur in 1:250! Und Wasserlinie.

    Versprochen!

    Danke für das Daumendrücken!

    Teil der Aufgabe bei minimodel war eine Bauanleitung - auch da bin ich aber noch lange nicht mit fertig. Ein paar Dinge muss ich nur in 3D simulieren, was erstaunlicherweise gar nicht so schwer ist (in Höhe oder Breite skalieren, scheren, duplizieren und in der richtigen Reihenfolge "stapeln"), aber andere habe ich auch konstruktiv noch überhaupt nicht gelöst. Ziemlich den ganzen Vorderwagen, wenn ich so darüber nachdenke. :pinch:

    Ich habe da neulich einen Film gefunden von der Restauration des letzten 147ers, der eine Vermutung von mir bestätigt hat über die Geometrie des vorderen Hilfsrahmens - :wacko: Mist. Ich habe keine Idee, wie ich die vorderen Kotflügel anschlage. Erst damit kann ich aber die Haube anpassen, die in ihrer jetzigen Form nicht mal ansatzweise passt. Dass die Motorhaube des Weissmodells geöffnet war, hatte nicht nur mit dem Motor darunter zu tun... es bleibt also spannend.


     


     

    So, wieder einen Termin nicht geschafft - auf minimodel.sk war am 31.08. Abgabe für selbst konstruiertes zum Thema "Baustellenfahrzeuge und -maschinen" - da hatte ich ihn für angemeldet und fertig bekommen wollen . Hat nicht geklappt. :thumbdown: Na gut, mache ich ihn eben hier zu Ende.^^

    Die Radaufhängungen habe ich mit 0,8 mm starken Drahtschlaufen um den Zahnstocher im Rohrrahmen gelöst. Das Gute daran: die Hinterachsen haben jetzt die typischen Tatra-X-Beine entwickelt. Das Doofe: ich hatte die Bremstrommeln auf der Innenseite der Räder vergrößert, aber vergessen, die Achsen entsprechend zu kürzen - die Spur ist jetzt 2 mm zu breit (wären im Original immerhin 20 cm) und die Räder werden unter den Kotflügeln herausragen - gut, erklären wir das hier eben zu einem weiteren Probebau.


     


     


     


     

    Moin Daniel!

    Detaillierter und historisch korrekt? Da gibt es eigentlich nicht viel zu überlegen, ich würde nur für die Bau- und Fotografierphase ein Stück Malerkrepp oder Maskierband über die anstößige Stelle kleben, was man später spurlos wieder abbekommt.

    Gestern war es wieder so weit - der Berliner Stammtisch hat sich getroffen. Ohne Bahn und ohne Alkohol (ich habe ausnahmsweise mal das Auto genommen) bin ich etwas länger geblieben und könnte mich an den Komfort gewöhnen... umsteigen in Halbe und Teupitz macht außerdem keinen Spaß, wenn man nachts im strömenden Regen Kartonmodelle dabei hat. Photos habe ich nicht gemacht (die volkseigenen Leuchtkörper sind noch immer nicht heller, als sie es im März 2019 waren), aber viel geschnackt, zugehört und mich gefreut; neben Andy, Bonden, Cony und den "Foren-Verweigerern" Murat und Ronni war gestern als Überraschungsgast auch Michael "Hanseatic" als repatriierter Berliner nach 7 Jahren in Japan und Indien dazu gekommen! Sein Container steht noch in Hamburg, aber die Photos von seiner PEKARI, SLOMAN ALASTERTOR, PICA und SANTA INES sind hier im Forum abrufbar. Ronnis Schiffe in 1:1000 (SEEFALKE und MARY ARCTIC gefielen mir besonders) waren spektakulär klein, Murat hatte dafür selbst ergänzte Vergrößerungen des Bugatti 32 von minimodel dabei und erste Teile seiner Eigenkonstruktion eines Porsche 917, Andy selbstgebranntes Eisenbahnzubehör aus dem Laser (das war so fein, dass ich es gar nicht richtig erkennen konnte;)) und Cony wieder eine Eisenbahnfähre,mit der er sich unterwegs verteidigen könnte, so massiv war sie gebaut.

    Für das nächste Mal haben wir uns Ende Oktober verabredet (schätzungsweise wieder Mittwoch, also am 27.10.). Wer gerne langfrisitg plant, kann das vielleicht noch einbauen...

    Moin Adolf!

    Ich denke, Willi hat das Problem richtig erkannt; auf der Olfa-Seite werden verschiedene Typen mit etwas unterschiedlichen Eigenschaften vorgestellt, von Modell AB (mit "well-balanced sharpness and durability" wohl das "Arbeitstier") und ABB ("Ultra-Sharp Black Blade for professional-use", wahrscheinlich eher wie Plotter-Messer für Dauereinsatz bei Folierungen gedacht) bis zu AB-S (Edelstahl, für feuchte Umgebungen) und AB-SOL, die bei gleicher Form offenbar überhaupt nicht zum Abbrechen gedacht ist.

    Die Dicke wird übrigens überall, auch bei den 30-Grad-Klingen, mit 0,38 mm angegeben, deshalb dürfte man sie schnell verwechseln.

    Je nach Handhabung hilft es vielleicht, wenn Du das Messer beim Schneiden etwas flacher hälst als sonst, damit sich der Druck nicht ganz so auf die Spitze konzentriert.

    Viel Glück

    Heiner

    Zur Erinnerung nochmal nach oben: Streik beendet, Hexenschuss kuriert (so gut wie...) - morgen abend endlich wieder live und in Farbe "Karton quatschen" in der Volkskammer am Ostbahnhof. Ich freue mich!

    Dank Herrn Weselsky fällt der Berliner Stammtisch morgen Abend aus; ich spare mir jeden Kommentar dazu. Als neuen Termin haben wir derzeit den 25.08. vorgesehen, wieder in der Volkskammer und wieder ab (so ca.) 18:00.

    Inzwischen sind die gröbsten Fehler beseitigt - Zeit, einen ernsthaften Anlauf zu nehmen. Es klappt bei mir am Besten, wenn ich als erstes die Radkästen auf dem Laderaumboden ausrichte und anklebe, bevor ich den Unterboden anbringe. Der Rundspant hat die richtige Größe. Die Inneneinrichtung kennt Ihr, die Sonderlackierung sollte vertraut wirken...:D


     


     


    Leider habe ich diese Karosserie beim Anpassen gefetzt und muss einen neuen Ausdruck anschneiden, aber bis 31. muss ich noch einen anderen "Klumpen" aus der Pipeline bekommen - näheres dazu (und weiteres hier) dann vermutlich nicht vor September. Bauanleitungen nerven...



    Bis die Tage

    Heiner