Posts by Henryk

    Ich bereite mich auf den Bau des Bugteils des Rumpfes. Hier eine Frage an Kenner der Materie:
    Das, was man auf dem Photo 1 sieht ist schon der Lauf der Bordkanone oder nur dessen Mantel? Beim Kaliber 23 mm wäre allerdings der Lauf irgendwie sehr dick (Zeichnung). Wenn das nur das Schutzblech sein sollte, wie weit sollte der Lauf daraus herausragen? Dazu habe ich leider keine Photos.
    Wie dick ist überhaupt der ganze Lauf im Vergleich zum Kaliber, also innerem Durchmesser (hier 23 mm)?

    Modellbauernation ist schon so ein Völkchen d.h. es hat auch, zumindest aus meiner Erfahrung, einen ausgesprochenen Sinn für Humor. Ich bin sicher, dass die Äußerung von Maxe so gemeint war.
    Danke auch für den Tipp mit der Trennung der Injektionsnadel!

    Havarie der Heizung zwang mich zur Unterbrechung, einige Tage lang hatte ich Handwerker im Hause, mit den allen damit verbundenen Überraschungen. Jetzt aber ist der Spuk vorbei und ich mache mich wieder an die Arbeit.
    Eine Yak-23 ohne Zusatztanks ist für mich keine Yak-23, daher habe ich sie selbst (CAD) entworfen. Ich habe nicht geahnt, wie viel Arbeit es macht, ich brauchte dafür ca. 15 Stunden (!), Arbeiten am Computer nicht mitgerechnet. Immerhin sind das aber 32 Teile (der ganze Bausatz besteht aus knapp über 80 Teilen). Darüber hinaus habe ich zum ersten Mal die Teile so genau mit Spachtelmasse und Schleifpapier (2000 Körnung) bearbeitet. Erst auf dem Photo habe ich aber noch erhebliche Bearbeitungsmängel festgestellt, es wird also noch lange daran gearbeitet.
    Die Tankstutzen habe ich aus Teilen eines Einmalfeuerzeuges (eigentlich aus zwei) gemacht. Die Tanks habe ich mit Acryl seidenmatt (weiß und schwarz im Verhältnis 10:0,5) zunächst nur mit einer Lackschicht mit Pinsel bemalt, da meine Lackiererei (Airbrush) in der Garage wegen des Temperatursturzes wohl bis Frühjahr geschlossen bleibt. Dementsprechend das Ergebnis, obwohl im Original sahen die Tanks auch nicht viel besser aus; man hat sie offensichtlich nicht übertrieben liebevoll behandelt (letztes Bild).

    Hallo Farbstift,
    mit der Aerodynamik in diesem Flugzeug war es (zumindest für diese Zeiten) wohl nicht so schlecht, der zweite Prototyp stellte im Jahre 1934 einen FAI-Geschwindigkeitsrekord von 414 km/h in seiner Klasse (für Jagdflugzeuge mit Sternmotor) auf.
    Zu deiner Frage; Du willst uns (alte Hasen) wohl auf den Arm nehmen, oder ist das in diesem Bausatz unglücklicherweise andersrum? Grün ist natürlich am rechten Flügel, rot links.
    Übrigens, sehr schönes und absolut sauber gebautes Modell.

    Sehr schön (in diesem Maßstab!) gemacht. Nur eins würde ich anders machen; die Funkantennen (0,2 mm?) erscheinen in diesem Maßstab ziemlich unnatürlich: Versuche mal sie aus einem Strumpfhosenfaden zu machen.

    Jetzt kommt das Modell ins Gleichgewicht. Als Ballast benutze ich schon seit langem Installationskitt aus dem Baumarkt, er ist sehr plastisch und leicht zu formen, auch genügend schwer, um seine Rolle zu erfüllen (Bild 1).
    Man braucht es nicht einmal ins Rumpfsegment zu kleben wenn man es kompakt genug reinquetscht, es härtet dann auch teilweise aus, im Nachhinein klappert nichts Loses im Rumpf (Bild 2).
    Das Auswuchten erfolgt experimentell, d.h. ich halte das Modell mit zwei Fingern in etwa 1/3 der Langachse an der unteren Seite des Flügels und platziere so viel Ballast im Rumpf, bis das Modell die waagerechte Position annimmt (Bild 3).

    Jetzt sind die Flügel dran den Flügelholm auf das Rumpfgerippe ankleben, die Außenhaut ausschneiden, die Ränder retuschieren. Die Öffnungen für die Fahrwerksschächte schneide ich später aus, sonst könnte ich die Flügel nur schwer in die endgültige Form biegen. Das Teil 59X ist meines Erachtens überflüssig, dafür habe ich am Ende der Flügel zwei Gerippe eingebaut, um das Flügelprofil an dieser Stelle zu garantieren (Bild 1).


    Das Pitotröhrchen habe ich aus einer Injektionsnadel hergestellt, werde es aber ganz zum Schluss in den Flügel montieren. Hier hatte ich wie immer Probleme; ich habe zunächst die Kunststofffassung mit Flamme (Kerze) abgebrannt (an diese Stelle ist die Nadel absolut präzise abgeschnitten), dann habe ich versucht, es mit allem möglichen (Spiritus, Viss usw.) von Ruß und den komischen Flecken zu befreien ohne Erfolg (Bild 2). Ich habe mich daher entschieden, sie zum Schluss mit Acryl Eisen- Metallic zu bemalen, sieht aber nicht so gut aus. Man könnte auch die scharfe Spitze der Nadel mit Schleifmaschine wegmachen, vielleicht probiere ich es mal aus. Oder hätte jemand eine andre Idee?


    Nach Ankleben der Flügel an den Holm habe ich die Öffnungen für die Fahrwerksschächte ausgeschnitten. Es ist nicht schön (nicht symmetrisch) geworden, ich vermute, dass ich nicht präzise genug das Rumpfgerippe zusammen verklebt habe (Bild 3).


    Die Umrisse der Flügelendungen habe ich nicht wie im Bausatz empfohlen angeschnitten um sie besser formen zu können, ich habe sie halt nur mit den Fingerkuppeln bearbeitet, bis sie die gewünschte Form annahmen. So sieht es meines Erachtens besser aus (Bild 4).


    Nachdem ich die Flügelränder retuschiert hatte, habe ich sie an die Holme angeklebt. Es passt ohne Probleme. Die Positionierung des Teils 28X ist entschieden falsch (zu hoch), ist aber nach Abringen des Flügelwurzelverkleidung nicht sichtbar (Bild 5 u. 6).

    Neidisch auf Maxe möchte ich meine MiG-23 vorstellen, die ich (wie auch viele andere Modelle) schon vor Jahren gebaut habe. Die Photos habe ich vor dem Hangar und auf meinem Feldflugplatz gemacht. Im Nachhinein musste ich mit Scham feststellen, dass das von mir durchgeführte Abstauben nicht ausreichend war

    Der Bau der Fahrwerkschächte verlief komplikationslos. Zum Zentrieren der Montageöffnungen für die Fahrwerkbeine habe ich eine Injektionsnadel benutzt (Bild 1 u. 2).
    Die Teile 45 u. 46 passen nicht zueinander, d.h. T. 46 hat einen zu großen Umfang. Ich musste die Öffnung im Teil 45 mit Schleifpapier vergrößern. Da es dadurch sehr dünn geworden ist und ich habe die Zerstörung des Teil beim Einfügen des zylindrischen Teils 46 befürchtet, habe ich zunächst nur die innere Öffnung ausgeschnitten, drinnen den Zylinder verklebt und erst dann (nach ausreichendem Austrocknen des Klebers) den äußeren Umriss ausgeschnitten (Bild 3). Darüber hinaus passt das Teil 45 nicht zur Unterseite des Rumpfs, ich musste hier einen zusätzlichen Papierstreifen aus dem Farbenvorrat des Bogens herstellen. Die Rumpfteile 42 u. 44 habe ich mit einer Lasche verbunden (Bild 4).
    Das Teil 43 rate ich erst nach Anbringen der Teile 42 u. 40 verkleben, da es sonst keine Anhaltspunkte gibt, wo genau das Teil montiert werden soll.
    Zum Schluss noch der Schutz des Unterrumpfs vor den heißen Abgasen (T. 47 u. 48, Bild 5) und das bisherige Ergebnis.

    Ich gratuliere, einer von unseren Russen ist fertig gebaut! Schön und sauber gemacht, auch relativ schnell - das Tempo selbst spielt natürlich keine Rolle, es geht mir darum, dass Du nicht gefaulenzt hast.
    Es ist Dir besser gelungen als meine MiG (die zeige ich bald in der Galerie). Nur wo hast Du das Staurohr verloren?
    Weist Du schon, was Du als nächstes bauen wirst?

    Bearbeitung des "edlen" Kreidepapiers dieses Bausatzes gestalten sich (für mich) viel schwieriger als die eines normalen Kartons, insbesondere das Formen von Biegungen. Ich gehe bei Runden des Kartons sehr behutsam vor, beginne mit Ziehen des Teils mit leichtem Druck (mit der nicht bedruckten Seite) über die Tischkante, dann runde ich es immer enger durch Ziehen und vorsichtiges Drücken über Röhrchen verschiedener Größen, von groß bis immer kleiner, schließlich sehr vorsichtig über die Kante eines Metalllineals. Sonst könnten sehr hässliche Verunstaltungen an der Kante entstehen.

    Das Seitenleitwerk ist schon an seiner Stelle, dann habe ich den Träger des Höhenleitwerks montiert. Man sieht den Faden der Antenne, der wird dann ganz zum Schluss an den Antennenmast befestigt (Bild 1). Um das Deformieren der Kanten beim Trocknen des Klebstoffs zu vermeiden, beschwere ich die verklebten Flächen mit Hilfe von Büchern und lasse es so trocknen (Bild 2).
    Die Ränder des Höhenleitwerks sind noch nicht verklebt, in diesem Schlitz wird die Seitenantenne ihre Verankerung finden (Bild 3). Ich habe sie auch mit einem Teilgerippe verstärkt da ich befürchtet habe, da ich sonst keinen sauberen Übergang zum Leitwerkswurzelverkleidung erreichen kann (Bild 4).
    Das Leitwerk mit den Leitwerkswurzelverkleidungen ist jetzt fertig.
    Morgen sind die Fahrwerkschächte dran.

    Hallo Maxe,
    mir gefällt es, die Beschreibung der Herstellung von Kanzelhaube ist zu gleich die Antwort auf meine Frage in meinem Baubericht von Yak-23, das nächste Mal muss ich halt so versuchen. Nächster Vorteil; man kann die Innenseite des Kanzelrahmens vor dem Ankleben in Farbe des Ganzes lackieren.
    Die Messsonden (z.B. Gebers des simulierten Steuerdrucks, das Staurohr) sind meiner Meinung nach (zumindest nach meinem Augenmass) ein bisschen überdimensioniert, d.h. zu dick.
    Anbei, wie das bei meinem Modell aussieht. Die Antennengruppe der IFF-Anlage habe ich auch anders, aus sehr dünnen Injektionsnadeln gemacht.

    Das Waffenvisier (ist die richtige Bezeichnung nicht Blickfelddarstellungsgerät?) ist so klein, dass es mir schon einige male auf den Boden gefallen ist; jedes Mal brauchte ich ca. 5 Minuten, um es wieder zu finden. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, dieses Teil doch schon jetzt einzubauen. (Bild 1)
    Wenn, dann musste ich auch gleich die Kanzelverglasung anbringen, sonst würde ich das winzige Teil leicht beschädigen können. Mit der Verglasung habe ich schon immer Probleme gehabt, es ist bis heute meine Achillesferse geblieben. Ich benutze die fertigen Kanzeln von der polnischen Firma Gomix, das ist also kein Problem, sondern das Anbringen des Rahmens auf die Kunststoffhülle. Ich benutze dabei das handelsübliche doppelseitige Klebeband was den Vorteil hat, dass man damit sehr sauber (keine Klebereste sichtbar) arbeiten kann. Sie hält aber sofort und bombenfest, so dass Korrekturen kaum möglich sind. Mir gelingt die präzise Positionierung so gut wie nie, es wird immer irgendwie schief. Was aus meinen Bemühungen geworden ist zeigt das Bild 2.


    Ich habe also noch einmal versucht; diesmal ist es deutlich besser geworden (Bild 3), ganz zufrieden bin ich aber nicht. Kennt jemand vielleicht ein dazu passendes Patent? Wenn das überhaupt bei einem über 60, dessen Augen und Hände nicht mehr das sind, was sie mal waren helfen kann! Für Augen gibt es Brille und Vergrößerungsglas (habe beides), wegen der Hände da bleibe ich eher pessimistisch...
    Bei der Gelegenheit konnte ich auch die fatalen Folgen meiner Spachtel- und Lackierarbeiten beseitigen; ich habe dort einen Streifen aus dem Reservefarbbogen angeklebt (Bild 4).


    Jetzt der Heckteil. Ich habe den Holm des Seitenleitwerks und die Heckpositionsleuchte (geschliffener, weiß lackierter Zahnstocher) angebracht (Bild 5 ich verspreche Verbesserung der Qualität der Bilder!).
    Ich frage mich nur (Bild 6), warum ist die Öffnung für den Träger des Höhenleitwerks so groß, es passt dazwischen noch ein Zahnstocher!

    Hallo Maxe,
    meines Erachtens machst du Dir über die Belastbarkeit des Hauptfahrwerks unnötig zu viel Gedanken. Meine MiG-23 steht schon seit einigen Jahren auf so gebauten Beinen und knickt nicht ein! Ich kann mich nicht mehr so genau an die Einzelheiten erinnern, aber ich weiß noch, dass ich mich erstens an die Bauanleitung gehalten und zweitens zur Befestigung den Uhu-hart-Kleber benutzt habe - dieser bewirkt eine starke, "kristalline", also nicht elastische und nachlassende Verbindungsstelle.

    Maxe, da hast Du aber ordentlich übertrieben, ich habe sofort die Teile durchgezählt; es sind keine 24, sondern 25!
    Und im Ernst: Nach langer Pause in meiner Modellbauertätigkeit habe ich bewusst ein relativ einfaches Modell ausgewählt, es sind knapp über 80 Teile (wenn man Logik der Nummerierung folgen darf), allerdings ist dieses Modell schon laut Autors des Baubogens kompliziert zum Bauen, wegen der Bauart des Rumpfs, der Fahrwerk und des Lufteinlasses Darüber hinaus merke ich schon auf dieser Bauetappe viele Unstimmigkeiten bei Baueinleitung und nicht immer ideale Passgenauigkeit der Teile.


    Und jetzt zur Sache:
    Ich habe mich entschieden schon jetzt die Drähte der Antenne im Rumpf zu befestigen. Ich mache sie nach der Strumpfhose-Methode, d.h. aus einem Faden aus der Strumpfhose. Zunächst mit einer Injektionsnadel (0,7 mm) die Außenhaut an der vorgesehenen Stelle des Rumpfes durchstechen, dann an die Spitze einer Insulinnadel (0,3 mm) mit einem kleinen Klebstofftropfen den angespannten Faden ankleben (Bild 1) - hält schon nach einigen Sekunden, dann das ganze durch die vorher gemachte Öffnung im Rumpf durchschieben (Bild 2), danach nur noch den Faden von der Innensaite mit einem Klebstofftropfen befestigen (Bild 3) fertig.


    Den Boden der Pilotenkabine habe ich an das Hauptgerippe angeklebt (wie es sich später herausstellte unnötig, das hält auch ohne Kleber), erst dann habe ich das Instrumentenbrett an das Spant 2X geklebt bei umgekehrter Reihenfolge würde man die Steuerstange nicht unter das Instrumentenbrett schieben können zu wenig Freiraum. Ich empfehle die in der Baueinleitung vorgeschlagene Reihenfolge, zumindest in Bezug auf die Kanzel und derer Ausstattung nicht zu befolgen!
    Als nächste habe ich den Rumpfteil 21 auf das Hauptgerippe geschoben und verklebt. Zum Schluss noch Steuerknüppel und Schleudersitz befestigen. Das Visier habe ich zur Seite gelegt, ich werde es an das Armaturbrett erst direkt vorm Ankleben der Verglasung anbringen; es ist zu filigran und wäre bei anderen Arbeiten leicht zu beschädigen.


    Das Instrumentenbrett aus dem Bogen hat mir nicht gefallen zu schrille Farben ich habe also dieses Teil neu entworfen, d.h. ein Photo aus der russischen Yakowlew-Seite mit einem Bildbearbeitungsprogramm dementsprechend umgekrempelt. Das Ergebnis gefällt mir besser.


    An dem vorderen Rand des Teils 21 ist eine kleine Spalte entstanden (meine Schuld). Ich habe es gespachtelt und mit metalic-silver Farbe mit einem Pinsel retuschiert mit furchtbarem Ergebnis, sieht noch schlimmer aus als vorher, nie mehr solche Experimente! Zum Glück live stört es nicht so. Diese Farbe eignet sich allerdings wunderbar zum Retuschieren von Schnittkanten.

    Hallo zusammen,
    anbei mein erster Baubericht auf diesem Forum. Kartonmodelle (vor allem Flugzeugmodelle) baue ich schon seit meinem 12. Lebensjahr, von den allen bis jetzt gebauten (ziemlich viel!) sind bis heute nur noch 20 übrig geblieben. Die Quantität erlaubt aber leider keinen Rückschluss auf die Qualität meiner Arbeit, wie schon Kurt Tucholsky geschrieben hatte; Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen...
    So wie die meisten Modellbauer habe auch ich längere schöpferische Pausen gehabt, die längste dauerte 15 Jahre! Seit 5 Jahren bin ich wieder dabei, und seit einem Jahr kann ich dank Forum meine Horizonte erweitern, allerdings nur theoretisch also passiv, ich habe in dem letzten Jahr kein einziges Modell gebaut. Jetzt also Neustart mit dem festen Vorsatz, diesmal der Sache etwas länger treu zu bleiben.


    Eigentlich wollte ich die Lok Pt-47 von Angraf bauen, aber völlig frustriert von warten auf Godot, d.h. auf Lieferung der lasergeschnittenen Muttern von einer polnischen Firma (aktuell warte ich seit 9 Wochen!) habe ich mich zwischendurch für die Yak-23 entschieden. Russische Flugzeuge haben mich schon immer fasziniert, sie haben für mich ein gewisses Etwas. In der Kanzel der Yak-23 habe ich sogar als 16jähriger Junge (etwa eine Minute lang) gesessen, damals hat es mich sehr beeindruckt, dass der Steuerknüppel so unheimlich leicht zu bewegen war (nicht angeschlossen?!)


    Kurz zur Geschichte dieses Flugzeuges (aus dem Buch Jagdflugzeuge der Welt von William Green und Gordon Swanborough, 1996, herausgegeben von Motor buch/Stocker-Schmid Verlag - mit freundlicher Genehmigung des Verlages):
    Yak-23 flog erstmals am 17.06.47 und wurde dabei von einem importierten Strahltriebwerk Rolls-Royce Derwent angetrieben. Die Yak-23 wurde eigentlich mehr als zusätzliches Projekt angesehen, im Vordergrund standen schon die weitaus fortschrittlicheren Jäger mit Nene- Triebwerken und Pfeilflügeln, die sich damals in der Entwicklung befanden. Sie erwies sich aber als ein überaus wendiges Kampfflugzeug. Die Werkserprobung war am 12.09.47 abgeschlossen. Noch vor Jahresende war die staatliche Abnahme erfolgreich absolviert worden, und die Serienfertigung begann im späten Frühjahr 1948. Die Serienausführung der Yak-23 wurde von dem sowjetischen Nachbau des Derwent angetrieben, der RD-500 genannt wurde. Seine Leistung lag bei l590 kp. Die Bewaffnung bestand aus zwei 23-mm-BMK NS23 (später NR-23). Die Auslieferung an die sowjetische Luftwaffe begann Anfang 1949, zu dieser Zeit waren die ersten Serienmaschinen MiG-15 bereits geflogen. Als Folge davon wurden nur zwei Luftwaffenregimenter mit der Yak-23 ausgerüstet, danach wurde der Typ schnell zum Export freigegeben. 12 wurden 1950 an die Tschechoslowakei geliefert (und dort S 101 genannt), gegen Jahresende wurden 95 an Polen geliefert. 1951 gingen dann je 12 an Bulgarien und Rumänien. Sowohl die Tschechoslowakei als auch Polen wollten die Yak-23 in Lizenz bauen, fertigten dann aber schließlich die MiG-15. Die Fertigung der Yak-23 in der Sowjetunion lief 1950 aus, nachdem 310 Maschinen gebaut worden waren. Mitte der 50er Jahre war der Typ in allen Warschauer-Pakt-Staaten durch die MiG-15 abgelöst worden. Höchstgeschwindigkeit: 925 km/h in Meereshöhe; 875 km/h in 5000 m; Steigleistung: 34 m/sec; Reichweite (Außentanks): l200 km; Leergewicht: l980 kg; Höchstabfluggewicht: 3384 kg; Spannweite: 8,73 m; Länge: 8.13 m; Höhe: 3,31 m;: Flügelfläche: 13,5 m².


    Hier die ersten Ergebnisse meiner Arbeit:
    Spante, Skelett, Teile des Rumpfs und der Pilotensitz, zum Schluss der Versuch, das ganze noch trocken in der richtigen Baureihenfolge anzupassen.
    Es kommen schon jetzt einige Konstruktionsfehler zum Vorschau, manche Spante sind zu klein, die Außenhaut eines Rumpfsegments zu groß insgesamt hat es aber keinen negativen Einfluss auf das Aussehen, man kann die Fehler leicht korrigieren.

    Hallo Wanni,
    ich habe den Eindruck (letztes Photo), dass die Tragflügelholme womöglich zu dick (zu hoch) geworden sind, da deren Abdrücke auf der Oberfläche der Flügel teilweise sichtbar sind (insbesondere am linken Flügel), dadurch erscheint mir die Oberfläche des Flügels ein bisschen versenkt oder irre ich mich?
    Ansonsten gefällt es mir gut. Ich habe vor ca. 2 Jahren das Modell angefangen zu bauen (der Rumpf ist fast fertig) und es dann (keine Ahnung warum) auf Eis gelegt, Dein Bericht hat mir jetzt Appetit auf Beendigung der Arbeit gemacht.

    Ich werde Deinen Baubericht mit Interesse verfolgen, da ich dieses Modell schon vor Jahren ganz fertig gebaut habe. Was die Passgenauigkeit anbelangt, habe ich nichts Böses in Erinnerung, es ist (zumindest aus meiner subjektiven Sicht) ein ganz ordentliches Modell geworden.
    Wo hast Du die Seitenrisse her? Link?

    Danke für die Blumen!
    Räder sind fertige Spornräder (ich glaube, so heißen sie?) von Conrad, d.h. Felge aus Kunststoff und Reifen aus Gummi . Habe ich schon vor Jahren "auf Vorrat" in größerer Menge gekauft, keine Ahnung, ob sie noch in Sortiment sind.

    Nunmehr meine erste "Ausstellung" in der Galerie. Das Modell habe ich schon vor Jahren (6 - 8?) gebaut, seitdem steht es im Keller (keine Abwertung, alle meinen Modelle stehen dort). Man merkt auch die vergehende Zeit, der Staub hat sich schon stellenweise ein bisschen ins Papier "gefressen", trotz Behandlung mit farblosem Acryllack.

    Aus gleichem Grund habe ich in den letzten Jahren auf diese Methode des Rumpfbaus verzichtet, stattdessen mache ich nur einen Spant und dann selbst einen Verbindungsstreifen, der die zwei benachbarten Teile verbindet, aus Papierresten des Originalbogens (man findet immer was freies) oder aus einem Karton von der Stärke 160 g/m². Das ist sehr einfach, es reicht, das ausgeschnittene Rumpfteil aufs Papier zu legen und mit einem Bleistift den Streifen entlang der Grenzlinie zu zeichnen.
    Die andere, von mir ausprobierte Methode ist, die Spanten etwas tiefer (0,1 mm) in den Rumpf zu platzieren; auf die Weise gibt es bei zusammenkleben der Teile Platz für den Kleber, so dass in den meisten Fällen keine Spalten entstehen. Wichtig dabei ist natürlich die richtige Bearbeitung der zusammenhaltenden Spanten, d.h. man muss unbedingt auf den korrekten Winkel achten.
    Die erste Methode hat mich aber mehr überzeugt.
    Herzlichste Grüße
    Henryk

    Mit RC habe ich zwar nichts am Hut, werde aber zuschauen, da ich das Kartonmodell auch auf Lager habe und werde es irgendwann bauen. Daher eine Frage als Kartonbauer; bleiben die Rahmenränder so wie auf dem Photo (d.h. nicht bearbeitet) oder kommt noch Schleifpapier (+ Spachtelmasse) zur Anwendung? Wenn ja, wäre es wohl sinnvoller, das zunächst zu tun, bevor man mit den Schrauben und Nieten anfängt.
    Herzlichste Grüße
    Henryk

    Hallo Wiesel,
    vielen Dank für den Hinweis. Klingt für mich überzeugend, ich kann es auch ohne weiteres innerlich akzeptieren, verstehen und mich daran halten (meine Mistel steht im Regal im Keller und ist dem breiten Publikum nicht zugänglich). Ich bin im Forum noch relativ neu und wenig aktiv, so dass ich dieses Thema bis jetzt nicht entdeckt habe. Anderseits ist es hoffentlich auch nicht umsonst gewesen, da ich wohl nicht der einzige bin, der sich darüber zu wenig Gedanken gemacht hatte.
    Ich bedauere, wenn ich unbeabsichtigt so eine Diskussion injiziert habe und dadurch womöglich die Gefühle anderer verletzten konnte!


    Robert, sorry für die Verunstaltung deines Bauberichtes! Ich werde mich jetzt ausschließlich auf die Baufortschritte Deiner Lokomotive konzentrieren.
    Herzlichste Grüße
    Henryk

    Hallo Wiesel,
    es war und ist weiterhin nicht meine Absicht, nationalsozialistische Symbole zu Verherrlichen, das wäre wirklich völlig ausgelutscht und verwerflich.
    Etwas erschrocken und deprimiert von Deiner Meinung möchte ich zitieren, was ich (ich bin kein Jurist) zu diesem Thema (Rechtslage in Deutschland) jetzt aufs Schnelle im Internet gefunden habe.
    Die politische Verwendung hakenkreuzförmiger Symbole ist in Deutschland, Österreich und weiteren Staaten seit 1945 verboten. Erlaubt ist in Deutschland eine Hakenkreuzdarstellung nach § 86 Absatz 3 StGB nur, wenn sie der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient. aus de.wikipedia.org/wiki/Swastika
    Meines Erachtens gehört Modellbau in diesem Kontext am ehesten zur Kunst. Man kann auch noch hier schauen, der Tenor der Meinungen dort ist überwiegend gleich, auch von einem Staatsanwalt; Hakenkreuz auf Modellflugzeugen, http://www.rc-network.de/forum/archive/.../t-22109.html
    Mit der Hoffnung, damit keine überflüssige und schädliche Diskussion auf die Beine gestellt zu haben. Für mich zumindest ist dieses Thema damit abgeschlossen.
    Herzlichste Grüße
    Henryk

    Zunächst Glückwünsche zum Bau des Modells, es gefällt mir sehr! Übrigens habe ich dieses Model auch auf Lager, irgendwann werde ich es bauen, so dass ich bei Dir viel "auf Vorrat" abgucken kann.
    Fotos sehr witzig!
    Zum HK: ich glaube nicht, dass HK als Bestandteil eines (Kunst- oder historisches) Werkes verboten sei!!! Sonst hätte das Modell selbst nicht erscheinen dürfen und wir würden keinen einzigen Doku-Film aus den damaligen tragischen Zeiten sehen können, was natürlich der Realität widerspricht. Ich habe auch einige fertige Flugzeugmodelle (z.B. FW 190 und Ju 88, das ganze als "Projekt Mistel), auf denen HK erscheint, weil es halt damals so war.
    Herzlichste Grüße
    Henryk

    Vielleicht habe ich es (Forum, steht es doch schon irgendwo?) nicht gründlich genug durchforstet, aber als Novize, der noch nie auf Forum einen Baubericht (dann natürlich mit Bildern) publiziert hatte, was ich aber vorhabe, wage ich diese Frage trotzdem zu stellen:
    Gibt es die Möglichkeit, so wie z.B. auf polnischem Forum "Kartonwork.pl", etwas auszuprobieren, z.B. Einstellen von Bildern (Test), ohne unnötig einen anderen Bericht ((als Antwort getarnt) zu verunstalten?
    Gruß

    Hallo scholz,
    angesichts dessen, was Du hier präsentierst muss ich mein Schweigen und die bisherige passive Bewunderung aufgeben und mich offiziell zu Deinen Bewunderern bekennen. Wirklich große Klasse, insbesondere, dass es wohl Dein erstes Lok-Modell ist (Naturbegabung?). Ich wünschte mir, ich würde zumindest ein bisschen ähnliche Ergebnisse erreichen können, wenn ich mit den Arbeiten an meiner Pt-47 in einigen Wochen starte. Das wird auch mein erstes Model einer Dampflokomotive sein (von Flugzeugmodellen habe ich schon jede Menge gebaut), so dass Deine Arbeit für mich eine große (zunächst theoretische) Hilfe darstellt und mir die Hoffnung gibt, dass es man schaffen kann.
    Als Novize darf ich (glaube ich) aber auch einige blöde Fragen stellen:
    - Manche Teile, z.B. der Sanddom und die Rauchkammer sind wohl noch nicht in endgültiger Form, oder? Bei so großer, von Dir bis jetzt gezeigter Perfektion kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Teile keinen Kontakt mit Spachtelmasse und Schleifpapier erfahren werden.
    - Mich (und andere Anfänger) würde auch interessieren, wie Du bestimmte Teile hinkriegst, z.B. Rauchkammertür, schreib bitte mehr darüber. Manche Schrauben, z.B. von Bremsgestängen sehen absolut echt aus (Gewinde!), machst Du es selber (wie?) oder nutzt Du irgendeinen Schrott aus kleinen, komischen Gegenständen (Elektronikteile?).
    Herzlichste Grüße.
    Henryk

    Hallo lucie, ich habe gerade Deinen Baubericht entdeckt. Das meiste gefällt mir sehr, es gibt aber auch einiges, was meines Erachtens Deine gute Arbeit ein bisschen und unnötig schmälert.
    Ich würde häufiger eine handelsübliche Spachtelmasse verwenden, um die entsprechenden Flächen, z.B. die Krümmungen des Druckluftbehälters, der aerodynamischen Verkleidung vorne, aber vor allem Radreifen (man sieht sofort ihr inneres Leben) vor Malerarbeiten zu veredeln, da Du dann sowieso (fast) alles mit Airbrush lackierst. Die Radkränze sind im Original wohl weiß (oder?), Du lackierst alles rot.
    Sonst gefällt es mir, auch die Idee mit den Stecknadelköpfen als Nieten (Klasse!), weiter so.
    Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich selbst habe noch kein einziges Modell einer Lokomotive gebaut, nur Flugzeugmodelle im Maßstab 1:33 (habe aber so etwas vor Pt 47 wartet schon), möchte also hier nicht als ein Besserwisser da stehen, ich möchte nur meine Erfahrungen mit Dir teilen, um ggf. zu helfen, auf keinen Fall kränken!
    Herzlichste Grüße.