Posts by Jürgen Rathert

    Ich muss mich wegen der Bootslänge entschuldigen, ein Problem, wenn man aus der Erinnerung schreibt.
    Ich hätte ja nur meine vier Varianten nebeneinander halten sollen. Zwei Boote des BM-Geschwaders waren um vier Sektoren länger, nach meine Erinnerung insgesamt 8,40 m.


    Zum Konstruieren von Bögen:

    1. Wieviel Modell soll es werden ? Mittlerweile bin ich soweit, dass bei Schiffen die Masse der Modellbauer mehr als zufriedengestellt werden soll und die Detailtiefe jeder selbst bestimmen kann, ohne dass weißen Flecken auf dem Modell enstehen. Natürlich ist dann die letzte Schraube nicht dabei.
    2. Jedes Modell will probegebaut werden, was ich selber mache. Die Nixe mindestens 10 mal. Oder die abgerundeten und gleichzeitig konisch zulaufenden Schergänge der Raubvogel-und Raubtierklasse. Allein dieses Detail hat eine Woche gekostet. Von dort aus wurden dann völlig andere Konstruktionen für die Bordwände entwickelt, damit es kein Spantendurchschimmern mehr gibt. Das muss dann alles auch neu gezeichnet werden. Wer eines von den Torpedobooten baut, wird feststellen, dass er noch nie in dieser Art Backdeck, Bordwände und Rumpf zusammengebaut hat. Wie heißt es in der Bauanleitung: Es sieht aus wie eine Banane.
    3. Z. Zt. ( das ist im Moment knapp 1 Jahr) arbeite ich an einem Hafenmodul,700 x 700, was eigentlich ganz einfach ist. Es erfordert jedoch wegen der notwendigen Passgenauigkeit

    der bewegbaren Teile ein exaktes Konstruieren und viel Probebauen, ebenso muss die Grafik stimmen. Das Wasser für das Hafenbecken liefert z. B. der Rhein bei Düsseldorf. Aber das muss erst in einer nicht nur brauchbaren Qualität gefunden werden. Für NRW gibt es Superluftbilder, auch mit perfekten Schraubenwasser, kostenlos vom Land, in SH würde das teuer.

    Als Beispiel dazu gibt im Nachbarforum das Modell der Rheinbrücke Emmerich, 1:1250 und etwa 74 cm lang. Da ist es aber der Rhein bei Emmerich.


    Eigentlich geht es mir darum, den Zeitaufwand zu zeigen, wenn zusätzlich auch versucht wird, neue Wege zu gehen.

    PS Die Arbeit macht mir Freude, aber ich muss nicht davon leben.

    Einige Worte zum Modell 1224 a des Möweverlages, von mir konstruiert 2010/11. Die letze Version war aus April 2011.

    Ursprünglich angedacht war zunächst von mir nur ein Aufhübschen eines Modellbaubogens, welchen ich vor 1960 verbaut hatte, der mir aber schon damals etwas dürftig vorkam.
    Mehr hatte ich nicht und es ging auch für mich um das Ausprobieren der technischen Möglichkeiten der Software, in diesem Fall ein reines Grafikprogramm, ohne Vektoren.

    Beim Blättern im Gröner stellte sich u. a. heraus, dass das BM-Geschwader aus verschiedenen Typklassen bestand, mit unterschiedlichen Längen.

    Das ursprüngliche WHV-Modell war auf jeden Fall zu kurz. Insofern wurde aus dem schlichten Modell schon etwas rausgeholt, ohne die Anzahl der Teile

    und den Schwierigkeitsgrad ausufern zu lassen. Immerhin wurden es zwei A-3 Bögen, s. a. einen Baubericht aus der Zeit.

    Für die Profis, in meinen Augen trotz der Foren eine Minderheit, gab es schon damals das CFM-Modell,

    welches ich aus den verschiedensten Gründen nicht zu Ende gebaut habe. Irgendwo in der Ablage schlummern noch die Reste, das Boot ist versenkt.

    Meine Modelle sind drei Gruppen geteilt.
    1. Modelle, die als Auftragsarbeit im Möveverlag erschienen sind.
    Dazu gehören die Torpedoboote der Raubvogel- und der Raubtierklasse der Reichsmarine bzw. KM und das überarbeiteteHochseeminensuchboot der BM.
    2. Alle anderen Modelle sind dem Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt worden, wobei ich davon nie ein Belegexemplar gesehen habe.
    Ich kann also keine Aussage über die Druckqualität machen.
    3. Es gibt eine Architekturmodell der Patronatskirche Dannenwalde (1:250 und 1:160) für den Förderverein zum Verkauf.
    Weiterhin habe ich für und seit der Intermodellbau 2015 Einsteigerbögen (DGzRS, Zoll, Polizei, Schlepper, Feuerlöschboot mit Varianten) konzipiert, Bauzeit zwischen 40 und 120 Minuten, die auf Messen und Ausstellungen zu Gunsten der DGzRS für 2,- Euro abgegeben werden.
    Bis jetzt waren es etwa 400 Stück.
    Der Bau eines DGzRS-Bootes war sogar einmal in einer Nachmittagssendung des NDR eingebunden (IG KArtonbau zwischen den Meeren).
    Eine CD wurde auch für die Jugendarbeit in Stuttgart abgegeben. (Oben bei den Bildern sind auch Fotos von diesen Schiffen.)
    Weiterhin gehört dazu die NIXE als Modell für das LWL-Museum Hernrichenburg und wesentlich filigraner als Zugabe bei der Zeitschrift Modellwerft (2016).
    Schreiberbögen gibt es nicht nur dort, sondern u. a. auch beim HMV oder beim Möweverlag, und deshalb werden auf Anfrage Schiffe unter 2. auch im Eigenverlag abgegeben. Die Teile werden in einem CAD-Programm konstruiert und so sind Vergrößerungen völlig problemlos. Die Verteilung der einzelnen Bauteile der Vergrößerungen werden an A3 angepasst und, wenn der Aufwand nicht zu groß wird, auch die Schlitze an die Kartondicke.
    Ich habe natürlich noch vieles mehr auf der Festplatte, u. a. ein fertiges Querslip, fast A3 quer, aber dazu noch nicht den passenden Kran gefunden, denn der Möwekran gefällt mir nicht, auch meine Konstruktion nicht, und es sollte etwas moderner und somit ein Wippkran sein.

    Noch einige Ergänzungen zu den Ausführungen:
    Hubert Sigmunds Mittelalterliche Stadt aus der Zeit 1980 bis 1990, 5 bis 10 Teile: Ursprungsmaßstab 1:300
    Mehrere Häuser wurden hochskaliert auf 1:220 und sogar 1:160 , völlig problemlos, selbst die etwas dickeren Linien störten nicht.
    Die Häuser habe ich noch gesupert, Fenster, Türen, Eckmauerwerk u. ä., teilweise mit Beleuchtung.
    Das macht natürlich Arbeit, war aber auch zum Testen gedacht.
    Der Erfolg liegt m. E. darin, dass die Gebäude nur aus wenigen Teilen bestehen und
    damit das Problem des Passgenauigkeit nicht die große Rolle spielt,
    denn man kann nicht immer zuerst das Originalmodell bauen.
    Grundsätzlich gilt aber, von groß nach klein ist es besser.


    Gegenbeispiel: Auf der Intermodellbau werden wir am Modellbauerstand oft nach 160-Modellen gefragt.
    Die Antwort ist immer dieselbe: Es gibt nur sehr wenige Originale, auch nicht hier, und eigentlich bleibt nur der o. g. Weg.
    Den Rat habe ich dann selber ausprobiert und ein kleineres Schiff hochskaliert.
    Der Probebau ging voll daneben, weil schon das 250-Modell, vorsichtig ausgedrückt, Passfehler gehabt haben muss.


    Für Konstrukteure:
    Eigene Modelle habe ich im CAD-Programm von 1:250 auf 1: 160 aufgeblasen und auch gebaut.
    Es ist zugegebenermaßen auch einfacher, weil hier mit Vektoren gearbeitet wird und nicht mit Pixeln.
    Wenn ein Bauteil aus nicht zu vielen Teilen besteht, und bei der Ur-Konstruktion (Stichwort Module) einiges bedacht wird,
    hält sich der spätere Zeitaufwand für das Anpassen in Grenzen.
    Der größte Aufwand war jetzt bei einem Binnenschiff, über 200 Teile, das ursprüngliche A 3-Format auf 2 x A 3 und 1x A 4 vernünftig einzupassen,
    ohne das große Suchaktionen bei der Abfolge des Baufortschritts und nach den Bauteilen gestartet werden müssen,
    Aufwand etwa fünf Stunden, einschließlich Änderungen.
    Am Samstag in Houten (NL) werde ich den Kontrollbau beginnen.


    Gruß Jürgen

    Meine Erfahrung, frei nach Radio Eriwan, im Prinzip ja, aber vorher üben.
    Die Arbeitsweise des Schneidegerätes ist ähnlich einem Drillbohrer, d. h. die Schneide sitzt nicht komplett auf dem Kreis auf, sondern nur zu einem Teil und dann wird diese eingedreht ähnlich wie bei einem Korkenzieher.
    Ich besitze nur die Durchmesser bis 1,8 mm und lege immer ein Stück Restkarton unter das auszuschneidene Teil und drücke fest und schnell zu.
    Man kann entweder ein wirklich kreisrundes und nicht ausgefranztes Loch herstellen oder auch aus dem Bohrer das Gegenstück herausschieben.

    Ich danke Rudolf Voigt für seine Arbeit und auch für den Baubericht.
    Zu der Entwicklung des Modells noch einige Anmerkungen:
    Ursprünglich als AS Felix für das Binnenschifffahrtsmuseum Duisburg im Maßstab 1:160 als Museumsmodell konstruiert. Deswegen auch die Schiffsform, die tatsächlich aus dem WHV-Binnenschiff entwickelt wurde. (Von dem Binnenschiff habe ich etwa acht Varianten.) Es waren drei Bögen A4 - 2 für das Schiff undfür den , der wollte, einen Bogen für die Ausgestaltung.
    Danach wurde es aber immer ffür mich wieder verändert und weiter ausgestaltet, so dass nach vier Jahren das Schiff die heutige Ausstattung hat.
    Die Molenstücke kamen dazu, als ich die Querslipanlage gesehen hatte. Irgendwie fand ich dieses Modell nicht bis zu Ende gedacht
    Das auf dem Arbeitsschiiffbogen befinfliche Molenstück gehört auf die linke Seite des Querslips. Das rechte Stück mit einem WHV-Dreibein-Portalkran ist zwar komplett fertig, wird aber wohl nicht erscheinen. Die Namen der Arbeitsschiffe sind die unser Enkel, ebenso ein Heckspiegel mit dem Wohnort. Somit wird es auch noch eine "Lauritz" geben.
    Von dem Querslip hatte ich auch bereits gebaute Entwürfe auf der ZAMMA in Oberhausen und der Intermodellbau in Dortmund mit, aber letzten Endes fand ich diese alle unbefriedigend.
    Rudolf Voigt weiß, wovon ich spreche. Mittlerweile habe ich noch zwei Grundversionen gebaut und die letzte entspricht in etwa meinen Vorstellungen, was abersiherlich noch nicht das Ende sein wird ,da einem immer noch etwas einfällt. wird. Im Kopf ist auch schon eine Erweiterung der Querslipanlage. Jürgen Rathert

    Nur ein kleiner Hinweis zu dem WHV-Hochseeminensuchboot.
    Es gibt mittlerweile eine überarbeitete Version (von 1x A3 nach 2x A3).
    Es wurden u.a. auch die Abmessungen der Wirklichkeit angepaßt und es existieren auch Fotos von dem Kontrollbauer Rudolf Voigt in Kartonbau.de

    Es wurden zwei Komplettmodelle gebaut.
    Das erste für die Ausstellung über Hubert Siegmund in Überlingen von Peter Wolfrum.
    Die zweite Version von Axel Huppers und mir, die zunächst in Dortmund zu sehen sein wird und dann nach Bremerhaven gehen wird.
    Die Zusammenstellung der Gebäude ist sehr variabel und wie man auf den Fotos sieht, völlig anders als bei Peter Wolfrum. Unser Gedanke bei der Zusammenstellung der Stadt war, dass, wenn die Läden im Stil der 60-erJahre dargestellt sind, wir auch nicht unbedingt die Enge einer MA-Stadt einhalten müssen, weil das Ensemble zusätzlich auch andere Baustile enthält.

    Einige Worte des Konstrukteurs (auch WHV Jaguar, Greif) zum Schnellboot:
    Die Konstruktion habe ich vor mehr als zwei Jahren dem Möwe-Verlag ohne Honorar für den jetzt durchgeführten Zweck zur Verfügung gestellt. Leider sind die Farben etwas zu dunkel geworden, weil die Bögen von einer Vorlage und nicht vom Originaldatenträger hergestellt wurden.
    Bei der Konstruktion stand für mich die Idee im Vordergrund, das Schnellboot behutsam umzukonstruieren. Am wichtigsten war, die Abmesssungen und das Aussehen den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen und auch im Gröner nach einem möglichen Vorbild zu suchen, was es aber nur rudimentär gibt.
    Gedacht war es auch für den Konstrukteur als etwas für zwischendurch. Allerdings ist der Aufwand dann doch immer größer als man denkt.
    Mittlerweile sieht das Modell auch schon wieder anders aus und es sind noch einige Änderungen an der Rumpfform geplant ,denn es fehlt z. B. im Bugbereich der Knickspant.
    Es wird aber nur unregelmäßig an dem Modell gearbeitet.
    Meinerseits war und ist aber nicht daran gedacht, eine Konstruktion im Stile von HMV oder cfm zu bringen, denn die "Zielgruppe" ist für mich eine andere, und so wie ich es sehe, scheint das auch so verstanden worden zu sein.

    Hallo. Markus Gruber,


    Zu Bildern des Modells Raubvogelklasse,
    In der Suchfunktion des Forums "Torpedoboot Raubvogelklasse" eingeben, dann findet man welche.
    Unter Google explizit den "Namen des Konstrukteurs" eingeben,
    dann findet man zum Teil die gleichen Bilder.
    Warum Spanten zu lang sind, kann ich nicht nachvollziehen, denn der Rumpf ist das Bauteil, was wirklich zig-mal kontrolliert wurde, vor allem bei dieser Konstruktion.


    MfG Jürgen Rathert