Posts by Jyrn

    Moin Glue me!


    War gerade im Musik-Thread von Rocky und bin gerade so inspiriert...


    Mir schwirrt komischerweise gerade Wencke Myrrhe im Kopf rum:


    ("Er hat ein KNALL...gelbes Gummiboot...)


    Munter, Jyrn.

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    Original von modellschiff
    Hi alle zusammen,



    nach dem Betrachten der Bilder war ich für einen Moment geneigt, Schere und Bastelzeug in die weiteste Ecke zu donnern.


    Moin Modellschiff,


    zumindest aus der Hand gefallen ist mir das Werkzeug auch schon mal beim Betrachten dieser Bilder. In der Tat habe ich mir die Scherenspitze schon mal fast von unten ins Kinn gerammt, als ich ein Detail angucken wollte und ganz nah an den Bildschirm ging, während ich die Schere aufrecht in der rechten Hand auf den Tisch stellte. Seitdem benutze ich auf keinen Fall mehr Maus und Schere gleichzeitig!!!


    Ich wollte sowieso schon vorschlagen, dass wir nach Fertigstellung dieses Schiffchens eine Rundmail an alle uns bekannten Kartonbauer schicken um bescheid zu sagen, dass sie aufhören können. Mit diesem Modell dürfte der Zweck unseres Hobbys erfüllt sein...


    Munter, Jyrn.

    Moin LeBaron,


    herzlichen Glückwunsch zu diesem Modell. Habe gleich Deinen Baubericht "nachgearbeitet", denn ich habe das Schiff auch gerade unter dem Niethammer. Ich baue es als Vollrumpfmodell (mein erstes) und werde schamlos einige Deiner Innovationen ab"kupfern".


    Ich hoffe, dass bei mir etwas ähnlich ansehnliches vom Stapel läuft. Ganz wertvoll dürfte der Hinweis auf die Originalfotos sein. Vielen Dank für diesen Beitrag.


    Gruß, Jyrn.

    Moin GlueMe,


    Anachronismen lassen sich in diesem Fall nicht nur nicht vermeiden, sie sind auch absolut angebracht. Man stellt halt einen Querschnitt verschiedener Bauzustände dar...die PE ist ja kein Museumsschiff.


    Und soooo naturgetreu ist Dein Schiff ja nun auch nicht. So viel ich nämlich weiß (aber: pschscht! nich weitersagen, ist 'n Insider...) war das Original gar nicht aus Pappe! 8o


    Munter, Jyrn.

    Moin Gerhard, moin Klaus,


    könnt ihr beiden mich Unwissenden mal kurz aufklären: was für eine Funktion hatten die Wackeltöpfe im Original? Ich meine, sie sind ja recht schmuck, aber was wackelt darin/daran?


    Oder bin ich noch zu klein und vertsteh das noch nicht, dann warte ich bis ich groß bin.


    Gruß, Jyrn.

    Moin KleBär,


    welch hübsches Modell! Eine solche Takelage in drei Tagen, Respekt!


    Für mich sind Feuerschiffe eines der dankbarsten Schiffmodellthemen. Sie versprühen ähnlich wie Windjammer unmittelbar eine maritime Romantik, die einen fesselt (obwohl es an Bord dieser Schiffe wohl nicht ausschließlich romantisch zugegangen sein soll...).


    Wirklich schön.


    Munter, Jyrn.


    P.S.: Deine bessere Hälfte, entscheidet die welches Modell oder ob Du ein Modell baust? (hihi).

    Moin Gerhard,


    Bestürzung ist das richtige Wort. Bei der Verbitterung, die aus Deinen Zeilen klingt, wirst Du diese Reaktionen auf Deinen Schritt vermutlich gar nicht mehr beachten. Vielleicht muss es für uns Weltklassebastler (hmpf) ja auch gar nicht nachvollziehbar sein, weil wir ja eh nur aus unserem Elfenbeinturm herab betrachten, wie die unwürdigen Uhuverschwender unten an der Kellertür kratzen, um reingelassen zu werden.


    Hey, hallo, ich steh neben Dir unten an der Tür! Wir sind so viele Otto-Normal-Bastler, die niemals das High-End-Niveau erreichen werden, das in diesem Forum auch vertreten ist. Wir sind das Bastel-Volk!


    Und dieses Forum braucht alle Facetten und vereinigt sie in meinen Augen absolut vorbildlich. Ich jedenfalls fühle mich hier seit Anbeginn pudelwohl. Wenn der Ton mal daneben geht, na und? Bedenke: hier schreiben Menschen mit Biorhythmen und Admins, denen vielleicht auch mal ne Bordwand knittert.


    Und dazu:


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    Original von AR21 Gerhard


    Den Administratoren [...] sei gesagt: wir sind nicht Eure Boatpeoples, die vor Euch stramm stehen müssen. Sachlichkeit und Gesetzeslagen - OK, aber das kann man sicher auch anders, höflicher verpacken.


    kann ich nur anmerken: Oh doch! Ich denke schon, dass wir ein Stück weit stramm stehen müssen. Schließlich pflegen die Admins uns diese Spielwiese mit ziemlich heftigem Zeit- und Geldaufwand und hohem persönlichen Risiko. Wenn dann irgendwelche Honks (nicht Du) auf ihrer Uneinsichtigkeit rumreiten und glasklare Rechtsnormen flapsig hinter ihren kumpelhaft vorgetragenen "gesunden Menschenverstand" zurückstellen und damit nur ihre grenzenlose Ignoranz outen, dann gehören diese so herablassend wie nur irgend möglich behandelt. Höflichkeit jedenfalls ist da nicht durchgängig die Methode der Wahl.


    Ich fühle mich hier sehr herzlich aufgenommen, obwohl ich bislang im Vergleich zu Dir noch nix zu Stande gebracht habe. Im Gegenteil, vor lauter Forumsurferei komm ich eigentlich viel zu wenig zum Basteln...


    (grübelgrübel)


    Leute, beschimpft mich! Gebt mir Landratten-Namen! Ich muss zurück an den Basteltisch!


    Herzlichst, Jyrn.

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    Original von FRITZKARTON
    Wenn Fremde das sehen, die meinen doch bestimmt wir bauen alle so.


    Moin Fritz!


    Schluck! :zweifel: Du hast recht! Kein Fremder darf es zu Gesicht bekommen!


    Kannst Du nicht so 'n kleinen Prinzen in Deinem Riesendampfer verschwinden lassen?


    Munter, Jyrn.

    Wie ihr seht, tut das wirklich Not, das Üben. Besonders das saubere durchformen geht mir noch ab. Und das Kantenfärben gelingt auch nicht an allen Ecken und Kanten. Aber eigentlich bin ich zufrieden mit dem Modell.


    Das Hinterkleben der Scheiben ist ganz gut gelungen. Sieht fast aus wie gewollt. Ich habe ein 80g-Papier mit ein paar wechselnden Farbverläufen von blau in beige bedruckt und anschließend mit Klarlack getränkt. Das schafft neben der gewollt glänzenden Oberfläche einen gewissen halbtransparenten Effekt. Macht das Papier aber auch so hart, dass das Formen zum Kampf Mann mit Pinzette gegen Papier mit Lack ausartet. Nicht der Königsweg...


    Doch nun zur Woltera. Dabei ein Foto aus der Bauphase, auf dem man das Transparentpapier schön sieht.


    Hier trieb ich es mit selbstgebastelten Details aus klebergetränktem Zwirn ein bisschen weit. Seht selbst. Ein Bootshaken, Kreuzpoller, Antennen, Relings. Zunächst hatte ich sogar die schrägen Seitenwandabschlüsse mit einem Zwirn versehen, da ich in meinen Jahrbüchern der Gesellschaft entsprechendes am Original gesehen hatte. Sah aber dermaßen beknackt aus, dass ich es wieder entfernte.


    Erkenntnis: man kann auch übertreiben. Und wenn man es macht, sollte es so sauber sein, dass es das Modell auch wirklich "nach vorne bringt". Also weiter üben. Als nächstes soll ein Unterwasserrumpf her und die Gelegenheit, Drahtrelings zu bauen. Mir schwebt da schon was vor...


    Hollt Jie munter, Jyrn.

    Moin tosamm,


    da ist mal wieder was fertig geworden. Mit meinen zur Zeit angefertigten Modellen versuche ich sozusagen auf den Stand der Dinge zu kommen, was den heutigen Kartonmodellbau betrifft. In diesem Forum werden Bauten von exorbitanter Qualität präsentiert mit Verfeinerungstechniken, die mir noch fremd sind. Also ein paar kleinere Schiffchen gebaut, um das mal auszuprobieren.


    Nach der "Grönland" (DSM) und der "Ambrose" (digitalnavy) wollte ich einerseits Kleinteile üben und auch das Hinterkleben der Scheiben ausprobieren.


    Die kleinen "Zugaben" zum Baubogen der "Hermann Marwede" vom Passat-Verlag sind hier also meine Opfer. Zunächst ein paar Bilder vom Boddenboot "Zander" auf Trailer mit Unimog als Zugpferd. Interessant übrigens, dass dieses uralte Rettungskonzept aus den Anfangstagen der Gesellschaft mit dem Kutter auf Pferdegespann hier ihre moderne Entsprechung findet.

    Moin Forscher,


    ganz schöne Flotte von "Hafengewusel-Booten".


    Aber bei Dir scheint ja ein Schornstein-Marder hinter dem Schrank zu wohnen! Und die von den Bi-Schis scheinen besonders zu munden...


    Munter, Jyrn.

    Moin Kurt,


    auch ich habe mit diesen Dingern als Schüler angefangen. Mein Favorit war der Schlepper "Jupiter".


    Ich hatte das Glück, beim Hafenmuseum bei mir hier um die Ecke ein paar WHV-Bögen im Ausverkauf aus dem Museumshop zu entführen. Zwar digital gedruckt, aber gerade diese Hafenfahrzeuge in nicht enden wollenden neuen Variationen, alternativen Farbgebungen und teilweise mit wahlweise modernisierten Aufbauten. Das alles neben den Klassikern, die Du hier zeigst, in einem Bogen.


    Damit habe ich meine Jungs nun in die maritime Ecke gelotst, nachdem sie nicht aufhören wollten, Papierautos zu bauen :].


    Munter, Jyrn.

    Moin Wilfried,


    Da hab ich doch meiner Mama zu Weihnachten genau diese Aquarell-Stifte zu Weihnachten geschenkt, ohne zu wissen, dass ICH die viel dringender brauche!


    Schließlich malt die nur zweidimensional...


    Na hätt' ich das gewusst! Hätt sie meine alten Buntstifte aufbrauchen können.


    Dumm sien Jung, Jyrn.

    Moin GlueMe,


    nun aber mal ne Fräge im Ernest. Difficult to be, eino.


    Ich habe nochmal an den Anfang dieses Bauberichtes geblättert. Da wo Du die ersten Decksaufbauten anfertigst und mit diesen Lüfterlamellen anfängst. Du hast da auch Deine Methode beschrieben, wie Du die Bullaugen und sonstigen Scheiben transparent hinterklebst. Ich habe den Teil mit den "Donuts" nicht wirklich verstanden. Und: wie vermeidest Du bei dieser Vielzahl von Bullaugen den späteren Einblick auf Dein Modellinnerstes?


    Und sag jetzt nicht, Du fahndest gerade nach Plänen und Fotos für die Inneneinrichtung...


    Lars beschreibt für seine Gaasterkerk die ziemlich trickige Leinwandmethode. Optisch sehr reizvoll. Das scheint mir für komplexe Strukturen aber sehr aufwändig.


    Könntest Du nochmal durchblicken lassen, wie Du zuviel Durchblick vermeidest, um mir selbigen zu verschaffen?


    Munter, Jyrn.

    Moin Lars,


    vor allem müssten diese Mini-Matrosen allesamt ihre Zahnbürsten abgeben!
    Schließlich plant der Werftchef noch eine Fußabtreter-Matte vor der Brücke. Da braucht man ziemlich feine Borsten. Glaub ich...


    Munter, Jyrn.

    Moin GlueMe!


    Jetzt hab ich es aber gesehen: Du verwendest Klingen mit dreifach veredelter Klinge! Na dann...


    Inzwischen gibt es übrigens Fünffach-Klingen mit Gleitgel und Batterieimpulsen...


    (...die erste Klinge hebt die Borste sanft an, die zweite schneidet tiefer ab. Sanfter Niedergangsbau mit weniger Hautirritationen...)


    Ich laufe durch mein Badezimmer mit anderen Augen.


    Munter, Jyrn.

    Danke für die Blumen, ihr Lieben.


    @Hagen: Feuerschiffe sind wirklich etwas Besonderes. Ich vermisse schon seit meinen Jungmodeller-Tagen einen Baubogen der "Amrumbank", die als Museumsschiff im Emder Ratsdelft liegt. Nicht nur, weil ich auf der Brücke meine Süße geehelicht habe, sondern weil ich dieses Schiff in seiner Linienführung und seinen Proportionen für eines der schönsten Feuerschiffe überhaupt halte. Vielleicht erbarmt sich ja mal ein Kundiger und entwirft einen Baubogen dieses Schmuckstückes. Aber bitte in 1:250!


    Als nächstes entstehen die kleinen Extra-Modelle aus dem Baubogen der "Hermann Marwede" von Passat. Das Boddenboot und die "Woltera" dienen dazu, weitere Bautechniken auszuprobieren und Kleinteile zu üben. Ich trau mich allerdings (noch) nicht, einen Baubericht zu verfassen, da ich immer schlecht vorhersehen kann, wie kontinuierlich ich an den Basteltisch komme. Wenn, dann will ich ja auch basteln, und nicht chatten...(hihi).


    Munter, Jyrn.

    Hallo Nicksan,


    schaue gerade das erste mal bei Dir hier vorbei. Also diese japanischen Kolosse haben schon eine ganz spezielle Architektur. Dieser Kommandoturm könnte auch auf dem Wüstenplanet Dune stehen. Und erinnert mich irgendwie an die Behausung von Barbamama und Barbapapa, falls sich jemand daran erinnert...


    Auf jeden Fall ist dieses Modell ganz klasse verarbeitet und schon jetzt so detailliert, dass man beim Betrachten Deiner Fotos wirklich das Gefühl hat, man stünde an Bord und wandele über Deck...


    Glückwunsch und danke für Deine Berichte.


    Munter, Jyrn.

    Moin tosamm,


    dieses Schiff steht natürlich schon diverse Male hier im Forum in Bauberichten und Galerien. Gesupert, super-gesupert, skaliert, detailliert, frisiert und kalifragiliert, alles schon dagewesen.


    Für mich ist dieses Schiffchen Teil meines Wiedereinstieges in dieses Hobby und nach dem Schoner "Grönland" Baunummer zwei nach Dornröschenschlaf (Ich sag jetzt nicht, wer mich wachküsste, aber Mitglied dieses Forums ist er schon, der Prinz...).


    Das Schiff ist sehr hübsch, der Bausatz von hoher Passqualität und guter Detaillierung.


    An diesem Modell habe ich den Selbstbau von Relings versucht, ich verwendete Zwirn und Hanfgarn (der Handlauf sollte etwas dicker sein als die un teren Züge), um Erfahrungen damit zu sammeln. Erstes Fazit: Viel zu dickes Material. Die Farbe trägt noch mal richtig auf. Na ja.


    Auch meine kommenden Modelle werden eher kleineren Umfang haben und jeweils als "Technologieträger" dafür herhalten müssen, meine (noch) wilden Verschlimmbesserungen zu ertragen.


    Munter, Jyrn.

    Hallo GlueMe!


    Dein ästhetischer Sinn trügt Dich nicht. Ich bin weit davon entfernt, diesen fantastischen Niedergang kritisieren zu dürfen, aber schwarze Handläufe?


    Vielleicht ist es ja der Standard-Niedergang des Smutje, der mit verkohlten Bratkartoffelresten und Muckefuck an den Flossen an die frische Luft rennt, um eine zu rauchen, etwas Kautabak zu nehmen und den Kameraden im Hangar beim Einfetten des Spindelaufzuges zur Hand zu gehen, bevor er wieder niedergeht, um dem Kaptän ein Schwarzbrot zu schmieren.


    Ich fänd grau auch hübscher...


    Munter, Jyrn.

    Moin watergate,


    ein wunderschönes Schiff und ein ebensolches Modell!


    Staubfänger ist übrigens gut! Bewahrst Du Deine Modelle im Inneren einer Chipfabrik unter staubfreier Atmosphäre auf? Oder meintest Du mit supern, dass Du Wischmop und Pütz mitgebaut hast? Das sieht ja aus wie geleckt auf Deinen Decks! Respekt.


    Munter, Jyrn.

    Hallo Lars,


    danke für Deine Erstlingswerke. Da hat Phar82 mit seiner Forrestal die große Nostagiewelle angeschoben, was?


    Und GlueMe hat recht: Mit einem Schmunzeln, aber auch einem warmen Gefühl im Bauch sucht und findet man gerade die "Problemzonen" seiner Frühwerke. Das, was man früher immer gern verstecken wollte. Jetzt betrachtet man genau das amüsiert und würde sich fast mehr solche Stellen wünschen. Hast Du das Backbord-Positionslicht an meiner "Deutschland" gesehen? Sieht aus, als hätte ich Mamas Lippenstift zum rot einfärben benutzt! (Ich schwöre: ich hab in der Grundschule Rechtecke ausmalen gelernt!)


    Ich weiß noch, wie lange ich vor dem Gittermast dieses Modells meditierte und mich nicht traute, die Blindfelder auszuschneiden! Würde so was filigranes überhaupt stehen können?


    Munter, Jyrn.

    Und damit endet diese Serie. Habt Dank, dass ich diesen Nostalgiesumpf hier vor Euch ausschütten durfte.


    Mein Bruder baute übrigens noch die Fregatte "Emden V" und erwarb sich damit meine uneingeschränkte Bewunderung. Ich ließ es mir nicht nehmen, mit der "Forrestal" seine "United States" zu toppen, aber ehrlich gesagt habe ich den Träger nicht allzu gerne gebaut. Eher träge sozusagen. Weder elegant noch besonders reizvoll zu bauen. Diese riesigen grauen und grünen Flächen...ich würd sie nicht nochmal bauen wollen.


    Nun jedenfalls sollen wieder frische Schiffe her, und der Maßstab 1:250 ist dabei irgendwie gesetzt. Mein Intermezzo mit 1:100 Schreiberbögen (diverse DGzRS-Einheiten) war nicht vom zündenden Funken geprägt, sondern meiner Begeisterung für die Gesellschaft an sich geschuldet.


    Und das Angebot an Modellen ist dermaßen groß geworden, und die Detaillierung...


    Mal sehen.


    Hollt Jie munter all tosamm,


    Jyrn.

    Ich erinnere mich, dass mein Bruder mit der "United States" wirklich zu kämpfen hatte. Und er war der bessere und gewissenhaftere Modellbauer von uns. Ich glaub es waren Passprobleme, hat jemand Erfahrungen mit diesem Dampfer? Jedenfalls brauchte er unheimlich viel Zeit.


    Nach der Bremen baute ich die "Schleswig-Holstein", bis heute mein Lieblingsmodell unserer damaligen Schaffensphase...

    ...nur am Rande bemerkt, zeitgleich mit dem Bau der "Nürnberg" und der "Robert E. Lee" (meinem Atom-U-Boot) ging ich auf meine ersten Friedens- und Anti-AKW-Demos...nicht dass es in Emden und umzu viele davon gegeben hätte, aber immerhin. Ist das schizophren? Weiß nicht.


    Das sind so die Widersprüche im Leben. Inzwischen gelingt mir ja aber tatsächlich auch (zumindest heimlich) ein bisschen für den FC Bayern zu sein. So lange sie gegen italienische Mannschaften spielen, meine ich. Aber diese Büchse mach ich lieber schnell wieder zu...


    Es folgte, mit wachsender Leidenschaft gebaut, die "Bremen V". Im Flaggenstell steuerbord der Antwortwimpel und spaßeshalber durchbuchstabiert das Ziel der Reise: New York. An Backbord unter der NDL-Flagge das Datum der Fertigstellung: 16.11.83. Mein Bruder (wir hatten inzwischen wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen)stellte inzwischen die "Scharnhorst" in Dienst und legte mit ehrlicher Begeisterung für meine wachsende "Bremen" prompt die "United States" auf Kiel...

    Warum ich auf der "Emden" dieses Flaggenstell hisste, weiß ich nicht mehr. "V" und ein Hilfsstander. Das ist glaube ich ein Hilferuf. Vielleicht schaut ja mal ein nautisch begabter hier vorbei und klärt mich auf.


    Hilferuf ist aber durchaus möglich, da mein ärgster Konkurrent auf den Weltmeeren inzwischen die "Scharnhorst" auf Kiel gelegt hatte und mir mit Handelskrieg drohte...


    Dann aber veränderte sich die strategische Lage schlagartig: Der kleine Bruder, der die "Blücher" nach Fertigstellung der Decksaufbauten entnervt aufgegeben hatte und den Torso unbewaffnet wie die inzwischen ramponierte väterliche "Bismarck" mittels Sylvesterknallern ihrem eigentlichen Bestimmungszweck zuführte, hatte noch ein einziges, billiges und völlig unaufwändiges Modell gebaut. Und damit die Weltherrschaft an sich gerissen! Ein U-Boot der Polaris-Klasse!


    Wir mussten einräumen, dass damit die militärische Wertung entschieden war. Wir bauten jeder so ein Ding und es herrschte damals im kleinen wie im großen militärisches Patt durch Gleichgewicht der Abschreckung...


    Mir jedoch hat der Bau der "Emden" dermaßen Spaß gemacht, dass ich gleich noch einen Kreuzer bauen wollte. Das Hobby Schiffsmodellbau hatte sich bei all unserem Brimborium drumherum spätestens jetzt einfach durchgesetzt. Ich baute mit Genuss die "Nürnberg"...

    Mein kleinerer Bruder war inzwischen ins Hintertreffen geraten und plante mit der "Blücher" den militärischen und tonnagebezogenen Befreiungsschlag. Leider ist das Schiff ihm nach langer Agonie dermaßen misslungen, dass er dieses Hobby spontan aufgab. Ein einziges Modell baute er danach noch, dazu später...


    Ich ruhte mich inzwischen auf den zwei kleinen Raketenwerfern der Deutschland aus und habe dieses kleine Argumentchen ganz schön auslutschen müssen, da mein größerer Bruder nicht nur die doppelte Zahl Zerstörer hatte, sondern mit der "Köln" und der "Königsberg" auch eine veritable Kreuzerflotte.


    Aus lokalpatriotischen Gründen musste ich jedoch zunächst den schwächeren Kreuzer "Emden III" bauen.

    Nachdem die zwei kleinen Raketenwerfer der Deutschland mir die imaginäre Herrschaft auf See zunächst mal sicherten, kam die Finlandia dran. Damals ein modern anmutendes Schiff...


    Ich habe gerade gesehen, dass nebenan auch Lars seine Finlandia zeigt. Schöner Vergleich: bei ihm wie bei mir gähnend leere Decks, keine Takelage, eine geöffnete Tür beim Bootsdeck als Krönung der zusätzlichen Detaillierung.


    Ich hatte übrigens das gleiche Passproblem am Bug, bzw., da ich den Bug unbedingt geschlossen haben wollte, dann halt mittschiffs, wo die breite Klebelasche dann kräftig durchlugte. Egal. Notdürftig die schwarzen Linien der Bordwand auf die Klebelasche übertragen und gut ist. Hauptsache, es dringt kein Wasser ein! Das Schiff stand denn halt andersrum im Regal...

    Moin zusammen,


    so zum Tagesabschluss noch mal auf den Gipfel der Kartonbaukunst, ist das schön...


    Ich persönlich warte ja auf den Moment, wo sich hier ein damaliger Werftarbeiter einloggt und uns wissen lässt: "Ja, wenn ich das Modell so sehe, so hätten wir das Schiff wohl eigentlich bauen sollen. Aber damals sollte ja alles so schnell fertig werden, da konnten wir ja gar nicht sooo präzise nach Bauzeichnung ins Detail gehen..."


    Diese Doppelwandung mit Bürstenstoppeln...


    Ich trau mich morgens schon gar nicht mehr, meinen Rasierer auszuklopfen! Diese Bartstoppeln sind doch bestimmt für irgendetwas zu gebrauchen...


    Hollt Jie munter, Jyrn.

    Nach der Schwabenstein kam eine Art Bruch.


    Alle bisherigen Modelle hatten wir Jungs schon zuvor in den Händen gehabt. Ich erinner mich noch, dass die Dinger ganz schön zäh sind. Wir haben ja auch immer so unvollständig aufgeräumt...
    Eines Tages bin ich (also eigentlich nicht ich, sondern ich als Dieter Burdenski) in einem Hechtsprung auf dem Heck von Papas nie vollendeter Bismarck gelandet, weil sonst ja der Schuss von meinem Bruder (Kevin Keegan) im Tor gelandet wäre...


    Außer ein paar Beulen und einer aufgeplatzten Decksnaht ist dem gepanzerten Ungetüm eigentlich nichts weiter passiert. Schon erstaunlich.


    Aber in den Baubögen lag ja immer eine Liste des aktuellen Modellprogramms, und für mich bestand Handlungsbedarf. Mein großer Bruder, der während meiner Schwabenstein die Esso Deutschland anfertigte, hatte sich schon einen kleinen Kreuzer (Köln oder Königsberg, ich weiß nicht mehr) besorgt. Damit drohte er neben der Tonnagewertung auch noch die militärische Oberhand zu gewinnen! Ich mit mein paar Schnellbooten und Zerstörern! Hätt mich ja gar nicht mehr raustrauen dürfen auf See!
    Aber inzwischen gab es ja modernere Bausätze wie das Schulschiff Deutschland, das mir zumindest die überlegene Feuerkraft sichern sollte.


    Armes Ding, hat gut gelitten. Auch etwas naiv gebaut, mit Flaks in Breitseiten-Stellung...

    Okay,


    ich zeig auch das Heck...


    wilfried: Seekarten habe ich einige rumliegen. Teils als Deko (Meine schönste Seekarten war eine, die die Kurilen zeigte mit einer derart genialen Höhenlinienzeichnung, dass man die Inseln quasi plastisch vor sich sah. Leider seinerzeit mit Tapetenkleister endgültig mit meinem Jugendzimmer verklebt...), zeils auch beruflich. Aktuelle Seekarten beziehe ich bei "Die Seekarte" Kapitän Dammeyer Am Korffsdeich. Sehenswerter Laden!