Posts by Peter Wulff

    Moin Christian,


    für die allgemeine Bildersuche über Kuuugle & Co. suche mal mit den Stichworten Schlepperbrücke plus Neumühlen.
    Oder schau mal bei prachtvoll.de des hamburger Fotografen A.Vallbracht rein.
    Auf einigen der Bilderserien zu den Hafengeburtstagen sind auch recht gute Aufnahmen der Pontons dabei, meist am Beginn.


    Gruß
    Peter

    Ein kleines Update von der U-Boot-Front - die hinteren Tiefenruder und die beiden Propeller sind dran.


    Die Tiefenruderflächen sind, genau wie das Seitenruder, aus aufgedoppeltem Karton zusammengeklebt. Einzige Verbindung zum Modell ist wieder der Drahtstift.
    Wenn man allerdings genau hinsieht, kann man erkennen, daß die beiden Stifte nicht genau in einer Linie, sondern etwas schräg nach achtern verlaufen.
    Ich vermute mal, daß ich die Nut für die Stifte in den horizontalen Floßen zu weit nach vorn gesetzt habe.


    Die Propeller sind so aus dem Bogen heraus gebaut, allerdings dann komplett angemalt.
    Gefiel mir einfach besser so.

    Moin Hadu,
    Hallo Peter und Markus,


    mit dem fast tiefschwarzen Überwasserschiff hat Hadu recht, das wird eher ein Anthrazitton oder dunkles Grau gewesen sein.
    Die angesprochene graue Bemalung von Turm und ÜW-Schiff (hellgrau bei den Asienbooten) gab es aber nur zu Vorkriegszeiten.
    Zu der Zeit war auch noch die Bootsnummer mit großen Zahlen auf einem (schwarzen?) Feld vorn am Turm angemalt.
    Wenn ich mich recht erinnere, war diese Bemalungsvariante ebenfalls im Gespräch, als der Konstrukteur damals das Projekt im papermodelers-Forum vorstellte.


    Gruß
    Peter
    :D

    Es geht in kleinen Schritten vorwärts.
    Heute ist das Ruderblatt hinzugekommen.


    Der Konstrukteur hat alle Steuerflächen so konstruiert, daß sie im Prinzip beweglich sind.
    So auch das Ruder. Die bedruckten Seitenteile sind auf jeweils eine Lage extra Karton aufgeklebt. In diese wird eine Nut für den Draht, der als Schaft dient, eingeschnitten.
    Entsprechende Markierungslinien sind auf dem Dopplungsteil aufgedruckt. Allerdings sind diese auf der Ruderblattdopplung falsch.
    Sie müssen in Deckung mit denen der Ruderhacken sein.


    Beim "Probeliegen" der Einzelteile habe ich noch einen Fehler festgestellt. Die beiden "Zungen" an der Vorderkante des Ruderblattes sind beim gedruckten Teil zu breit und müssen entsprechend der Form und Größe des Dopplungsteils angepasst werden.
    Ansonsten passt das Ruderblatt nachher nicht richtig.


    Ich habe die Montage so durchgeführt, wie der Konstrukteur es in seinem Baubericht im papermodelers-Forum anregt.
    Das heißt, erst die beiden Hälften bis zur Nut verkleben, das Ruderblatt dann auf den Drahtstift schieben und danach die Vorderkante verkleben.
    Im nachhinein wäre es wahrscheinlich einfacher gewesen, das Ruderblatt komplett zu verkleben und dann den Drahtstift durch das Blatt und die Ruderhacken zu schieben. Ich werde das bei den Tiefenrudern mal ausprobieren.


    So, nun kann das Boot immerhin schon mal seinen Kurs halten ...


    RUN SILENT - RUN DEEP


    Gruß
    Peter

    Es geht los mit den Heckflossen.
    Die untere Flosse und die Ruderhacke der oberen Flosse sind gemäß der (*) Markierung auf 0,5mm Karton aufgezogen.


    Um für die obere Flosse auch einen korrekten Referenzpunkt zu haben, habe ich zuvor noch den hinteren Notausstieg auf das Achterschiff geklebt. Damit ist die Positionierung in Längsrichtung kein Problem.


    Die untere Flosse sitzt einfach vierkant unter dem Rumpf. Um auch hier die richtige Längsposition zu finden, habe ich bereits den Drahtstift eingeschoben und das Teil daran ausgerichtet.
    Hier habe ich eine kleine Lücke zwischen Rumpfsegment und Flosse.
    Beim Übergang zwischen dem letzten Rumpfsegment und dem "Wurmfortsatz" habe ich leider eine kleine Höhendifferenz eingebaut.
    Wenn alle Klebestellen getrocknet sind, werde ich mal sehen, ob sich der kleine Spalt irgendwie kaschieren läßt.


    Das wars erstmal an Updates von der Fore River Werft.
    Bis dahin,


    RUN SILENT - RUN DEEP


    Gruß
    Peter
    :D

    Nach einigen Ruhetagen geht es nun in Fore River weiter.


    Im nächsten Bauabschnitt wird das Heck des Bootes aufgebaut bzw. ausgerüstet.
    Dazu gehören die achteren Tiefenruder, die beiden Schrauben und das Steuerruder.
    Bevor es damit losgeht, bekommt das Boot aber erst noch einen kleinen "Wurmfortsatz".
    Das Teil 18b soll also zu einem Hohlkörper verklebt und dann am Heckspant angesetzt werden. So so .......


    Ich habe es erst gar nicht versucht, das Teil auf diese Weise zu bauen. Das wäre definitiv daneben gegangen.
    Also flugs einen passenden Kern aus Pappe zurechtgeschnitten und dann das Bauteil drumherum geklebt - passt.
    Die kleinen Löchlein nehmen später die Wellen der Tiefen- und Seitenruder auf.

    Hallo Peter,


    ich habe gerade deinen Bautbericht der Leuna I entdeckt und dabei auch deine Frage bezüglich der Ahminge hier gelesen.


    Zur Zeit der Leuna waren die Tiefgangsmarken in der Regel:
    * an Backbord (linke Seite) in englischen Fuß und mit römischen Ziffern
    * an Steuerbord (rechte Seite) in Dezimetern und mit arabischen Ziffern


    Gruß
    Peter

    Aus 3 Streifen wird der Bootskiel zusammengesetzt.


    Vor diesem Teil hatte ich zu Beginn etwas Bammel.
    Insbesondere mit diesen runden Endstücken, die aus mehreren Streifen zu formen sind, stehe ich immer auf Kriegsfuß.
    Dazu ist das gesamte Konstrukt auch noch geschwungen.
    Letztendlich waren aber alle Sorgen unbegründet. Die Teile paßten perfekt, selbst die "Murmel" am Heckende ließ sich wider Erwarten gut formen.
    Auch die Bananenform hat das Bauteil beim Verkleben ganz von allein eingenommen. Und das Wichtigste - die Krümmung paßt zum Bootsrumpf. Ein ganz dickes Lob an den Konstrukteur.


    Den Mittelstreifen des Kiels habe ich mit normalem Karton verdoppelt, die Seiten sind ohne Verstärkung.
    Zusätzlich habe ich in den fertigen Kiel noch Pappstreifen eingeklebt, um den Hohlkörper soweit wie möglich auszufüllen.
    Auch ergibt sich so eine bessere Klebefläche und man kann gut andrücken.


    Ganz ohne Spalt hat es dann, insbesondere am hinteren Ende, doch nicht geklappt. Das habe ich aber durch die eingeklebten Pappstreifen selbst verursacht. Da hätte ich vielleicht doch noch 1 oder 2 Lagen "abschälen" müssen.
    Aber das Boot soll dereinst ja aufrecht schwimmen und nicht seinen Bauch zeigen.


    RUN SILENT - RUN DEEP


    Gruß
    Peter
    :D

    Ein paar Accessoires hat der Rumpf auch schon bekommen, als da wären:


    - die Klappen der Torpedorohre
    - das kleine runde Teil am Steven
    - je Seite eines dieser etwas massiveren "Dinger" nahe des Kiels
    - jeweils ein schmaler Streifen knapp unterhalb des Wasserpasses


    Ich habe bislang noch nicht herausbekommen, welchem Zweck die beiden bewussten "Dinger" unterhalb des Vorschiffs dienen. Leider hat sich mein Generalplan, den ich vor Urzeiten mal im WWW gefunden habe, anscheinend in seine Bits und Bytes aufgelöst und ist nicht mehr auffindbar.
    Vielleicht kann da ja jemand helfen.


    Der nächste Bauabschnitt wird wohl oder übel der Bootskiel werden müssen.
    Schaun wir mal.


    Bis dahin,


    RUn SILENT, RUN DEEP


    Gruß
    Peter

    Gestern hat die Nachmittagsschicht auf der Fore River Werft die Seitenteile des Oberdecks angebracht.
    Bis auf den direkten Heckabschluß passten beide Seiten sehr gut. Dort mußte ich anpassen, da ich einen Überstand in der Länge der beiden Zungen, die um den runden Stummel herumgehen, hatte.


    Ich gehe aber davon aus, daß dieses Übermaß eigentlich keins ist, sondern durch mein vorheriges Anschleifen des Mittelspantes entstand.


    Verklebt habe ich die Seiten nur mit dem Oberdeck. Die Unterkante liegt lose auf dem Bootsrumpf auf.

    Damit auf der Werft keine Langeweile aufkommt, habe ich zwischendurch schon mal das Decksgeschütz gebaut.
    Die Boote der S-Klasse hatte ein einzelnes 4in Geschütz (102mm) vor dem Turm stehen.
    Bis auf die Handräder sind alle Teile vom Bogen und liessen sich erstaunlich gut bauen.


    Zum Abschluß einmal Probestehen und dann zur Sicherheit erstmal in die Dose. Sonst kommt das gute Stück noch abhanden.


    RUN SILENT - RUN DEEP


    Gruß
    Peter

    Auf der Werft werden derweil die Seitenverkleidungen (Bordwände sind´s ja nicht wirklich) des Oberdecks vorbereitet.


    Hier hat der Bogen einen Druckfehler, auf den ich durch den Konstrukteur aufmerksam gemacht worden bin - ich selbst hatte das bis dato noch gar nicht bemerkt.
    An der Steuerbordverkleidung der ORP Jastrzab - Variante ist der Druck der Wasserablauföffnungen am Heck aus dem Bauteil gerutscht. Anstelle der eigentlich zwei Reihen ist nur noch Eine sichtbar.
    Ich habe stattdessen das entsprechende Bauteil der USN Variante verwendet und die Kennung S-25 mit Schwarz abgedeckt.


    Die jeweils 268 Wasserablauföffnungen pro Seite sind natürlich durchstochen ...

    Aus einem Längs- und 9 Querspanten wird das Grundgerüst für das Oberdeck zusammengesetzt.


    Die Spanten sind wieder auf 1mm Pappe aufgezogen, das eigentliche Deck mit normalem Karton verstärkt.
    Zur Aufnahme der Relingstützen habe ich das Deck an den markierten Stellen mit einer Nadel durchstochen.
    Das Spantgerüst wird am besten über Kopf mit dem Deck verklebt. Überträgt man die entsprechenden Mittschiffsmarken auf die unbedruckte Rückseite, wird der Längsspant auch schön gerade.


    Nach einer Nacht Trockenzeit war dann Hochzeit mit dem Bootsrumpf.
    Ich mußte an den mittleren Spanten etwas nacharbeiten, da ich den Übergang zwischen 5. und 6. Rumpfsegment irgendwie nicht richtig hinbekommen habe.
    Die beiden vorderen Spantfelder habe ich geschwärzt, damit später durch die Bordwandeinschnitte der Bug-Tiefenruder nix "blitzt".
    Nach einer weiteren Nacht Ruhe hat die Tauchröhre nun endlich auch ihre Nase angeklebt bekommen.


    ...

    Einmal Nase, bitte ...
    Das Bugteil setzt sich aus zwei einzelnen Segmenten zusammen, in die an Steuerbord die Ankertasche (das merkwürdig aussehende schwarze Teil) eingelassen ist.


    Angefangen habe ich mit der hinteren, schmalen Sektion, die sich wunderbar um ihre Spanten herum formen ließ.
    Die eigentliche Bugsektion hat nur achtern einen Formspant (W13), während das vordere Ende spitz zusammenläuft.
    Insgesamt ist das Segment höher als das achtern folgende, da hier schon der Flachkiel beginnt und in das Bauteil integriert ist.


    Na ,jedenfalls ließ es sich zu Beginn auch gut an. Zuerst habe ich die Bugspitze in Form gebracht und Stück für Stück verklebt.
    Nach dem Anpassen des Spants kam dann die Unterseite dran. Auch hier wollte ich zuerst wieder die Stoßkanten stumpf verkleben und danach erst den Spant einsetzen ... bis ich beim Zusammenkleben der Stoßkante nicht aufgepasst habe.
    Einmal falsch angefaßt, und die schmalen, den Flachkiel bildenden Enden klappten zusammen. Natürlich zog der Kleber auch gleich schön an ...
    Um da erstmal nichts weiter zu verschlimmbessern, habe ich es so gelassen und den Spant etwas gekürzt.
    Im Guten hätte ich die halb verklebten Enden nicht mehr auseinander bekommen. Deshalb habe ich sie kurzerhand komplett verklebt und danach etwas gestutzt.


    Erst nach dem Zusammenkleben mit dem hinteren Bugsegment habe ich aus Karton ein halbwegs passendes Kielteil zurechtgeschnitten und untergeklebt.


    Der rote Farbton läßt sich nicht mal ansatzweise passend treffen. Deshalb ist das Kielstück etwas dunkler.


    Weiter geht es nun mit dem Oberdeck.


    Gruß
    Peter

    Die Rumpfsegmente sind miteinander verklebt und der Rumpf im Groben damit fertig.
    Erinnert irgendwie an einen gestrandeten Wal ...


    So richtig glücklich bin ich mit dem Ergebnis nicht unbedingt. Einige der Stöße schliessen nicht sauber ab, es gibt einige Spalten.
    Da habe ich beim Ausschneiden der Rumpfsegmente etwas gepfuscht. Jedenfalls habe ich mich bemüht, wenigstens den roten UWS-Bereich so sauber wie möglich zu bekommen.
    Die schwarze Oberseite wird später größtenteils vom aufgesetzten Deck verdeckt.
    So verschwinden dann hoffentlich noch einiger der unschönen Übergänge.


    Als nächster Bauschritt steht nun das Bugsegment an.


    Bis dahin,


    RUN SILENT, RUN DEEP


    Gruß
    Peter

    Mit dem U-Boot betrete ich wieder einmal Neuland. Nicht nur, was den Schiffstyp angeht.
    Insbesondere die Art des Rumpfbaus ist eine Premiere auf meiner Schneidmatte.


    Ähnlich wie bei vielen Flugzeugmodellen setzt sich der Rumpf aus einzelnen Segmenten zusammen, die mittels der Spant-Lasche-Methode verbunden werden.
    Die Spanten sind auf Normalpapier gedruckt und auf 1mm Pappe aufgezogen. Die nötigen Laschen muß man sich selber anfertigen, die hat der Konstrukteur nicht mit beigegeben.


    Ich habe die Rumpfringe an der Kante simplerweise Stoßverklebt und die Klebenaht innen mit einem schmalen Kartonstreifen unterlegt.
    Als nächster Schritt sind nun die Laschen in die Segmente einzukleben und danach die Spanten anzupassen und ebenfalls einzukleben.


    Dann kann der Rumpf segmentweise zusammenfügt werden ...

    Die Modellwahl fällt bei dem mittlerweile recht umfangreichen Fundus doch nicht mehr ganz so leicht.
    Eigentlich wäre nun wieder ein ziviler Zuwachs zu meiner Armada Vitrina angeraten gewesen, da der militärisch-behördliche Sektor der Flotte momentan eindeutig in der Überzahl ist.
    Aber wie so oft, drängelt sich ein Exot aus einer ganz unerwarteten Richtung dazwischen ... und diesmal kommt er aus der Tiefe ...


    Das polnische Schiffsmodellbaumagazin Modelarstwo Okretowe veröffentlicht in seinen Sonderausgaben hin und wieder auch interessante Kartonmodelle. In der Spezialausgabe 11 (2011) gibt es als Modellbeigabe so das US-amerikanische U-Boot USS S-25 (S-Klasse) aus der Zeit nach dem 1.Weltkrieg. Submarine Modelle aus dieser Epoche sind nun wahrlich nicht sehr dicht gesät.
    Das Boot tat Dienst unter dem Sternenbanner, dem White Ensign und, während des 2.Weltkriegs, schlussendlich unter der Flagge Polens.
    Das Modell kann wahlweise als USS S-25 oder als ORP JASTRZAB (Habicht) gebaut werden. Welche Version ich letztendlich nehme, wird sich noch entscheiden ...


    Machen wir uns also auf ins Jahr 1918 und begeben uns auf die Fore River Werft in der Nähe von Quincy im US-Bundesstaat Massachusetts.
    Dort soll dereinst das U-Boot mit meiner Baunummer 014 enstehen ...

    Im Jahr 1906 hoben die Japaner das Wrack und ließen es reparieren und umbauen. Unter dem Namen SUZUYA wurde der ehemalige russische Kreuzer nun Bestandteil der kaiserlich-japanischen Marine.
    Klassifiziert als Aviso, diente das Schiff unter der Flagge seines einstige Gegners noch bis ins Jahr 1913, um dann, als mittlerweile völlig veraltet, außer Dienst gestellt und verschrottet zu werden.


    Mal sehen, ob mein NOVIK länger lebt, als das Original - also nur die Zeit als NOVIK natürlich :D


    Gruß
    Peter

    Durch den Ausfall des Flaggschiffes geriet die russische Flotte in Unordnung und koordiniertes Handeln war nicht mehr möglich. Mit Einsetzen der Dunkelheit löste sich der Verband mehr und mehr auf.
    NOVIK flüchtete zusammen mit anderen Schiffen zuerst ins deutsche Schutzgebiet Kiatschou, verließ den Hafen von Tsingtao aber wieder, um doch noch nach Wladiwostock zu gelangen.
    Allerdings blieb dieser Versuch den Japanern nicht verborgen.


    Das Schicksal ereilte NOVIK auf der Insel Sachalin in der Aniwa-Bucht.
    Während der Kohlenübernahme wurde der Kreuzer vom japanischen Panzerkreuzer Tsushima gesichtet und agegriffen. NOVIK war in diesem Gefecht seinem Gegner weit unterlegen.
    Mehrere Treffer unterhalb der Wasserlinie ließen eine Flucht nicht zu, NOVIK war in der Bucht eingeschlossen.
    Mit dem Eintreffen eines weiteren japanischen Kreuzers, der Chitose, war das Kräfteverhältnis endgültig zugunsten der Japaner und die russische Besatzung versenkte ihr Schiff.


    Aus dem halb unter Wasser liegenden Wrack wurden später die Hauptgeschütze geborgen und als Küstenartillerie eingestetzt.

    Mitte April nahm NOVIK am einzigen regulären Flottenvorstoß ins Gelbe Meer teil. Während dieses Einsatzes verlor die russische Flotte ein Linienschiff samt dem Flottenchef Makarow durch japanische Minen, ein weiteres Linienschiff wurde dabei durch weitere Minentreffer beschädigt.


    Am 10. August 1904 fand auf Druck des Zaren einen weiteren Ausbruchsversuch der eingeschlossenen Flotte statt.
    Ziel der Unternehmung war, nach Wladiwostock zu laufen und sich mit dem dort stationierten Kreuzergeschwader zu vereinigen.
    Auch NOVIK gehörte zu den Schiffen, die an dem Ausbruch teilnahmen.
    Am Mittag des 10. August war die russische Flotte in Reichweite der wartenden Japaner. Um 13:00 wurde das Gefecht eröffnet, und knapp 1 Stunde später war der Durchbruch durch die japanische Linie gelungen.
    Jedoch wendete sich das Blatt zum Nachmittag, als die russischen Schiffe wieder eingeholt und sich ein Parallelgefecht entwickelte.

    Ende des Jahres 1902 verlegte NOVIK in den Fernen Osten nach Port Arthur, wo der Kreuzer Anfang April 1903 eintraf.


    Auf Grund der sich abzeichnenden Kriegsgefahr mit dem kaiserlichen Japan erhielten viele Schiffe des Pazifischen Geschwaders den olivgrünen Tarnanstrich, so auch NOVIK.


    Der Beginn des Russisch-Japanischen Krieges am 9. Februar 1904 fand NOVIK in Port Arthur.
    Der Kreuzer verfolgte ergebnislos die angreifenden Torpedoboote und wurde während des Beschusses des Stützpunktes durch die japanische Flotte beschädigt.
    Nach 9 Tagen war NOVIK jedoch wieder einsatzbereit.
    In der darauf folgenden Zeit machte sich der Kreuzer wiederholt um die Besserung der Moral verdient, da das Schiff in kürzester Zeit auslauf- und kampfbereit war. So auch am 10. März 1904, als es als einziges Schiff der Flotte in der Lage war, den durch japanische Zerstörer und Kreuzer in Bedrängnis geratenen russischen Torpedobooten Stereguschy und Reschitelny zu Hilfe zu eilen.

    Das schlanke Schiff war der schnellste Kreuzer seiner Zeit. Bei Meilenfahrten erreichte NOVIK wiederholt Geschwindigkeiten von bis zu 25 kn.
    Für damalige Verhältnisse war das eine beachtliche Leistung.
    Nicht umsonst gab sich die russische Marineführung derart beindruckt, daß sogleich zwei nahezu identische Nachbauten auf eigenen Werften in Auftrag gegeben wurden.
    Basierend auf den Bauplänen des NOVIK entstanden so die beiden Halbschwestern Izumrud und Shemtshug.

    Werfen wir mal mit ein paar Fakten um uns:


    Technische Daten


    Verdrängung: 3.080 t
    Länge: 110,0 m
    Breite: 12,2 m
    Tiefgang: 5,0 m
    Besatzung: 340 Mann


    Antrieb:
    12 Schulz-Thornycroft-Kessel lieferten Dampf für 3 Dreifach-Expansions-Dampfmaschinen mit insgesamt fast 18.000 PS.
    Die Kraft wurde über 3 Schrauben ins Wasser gebracht.
    Geschwindigkeit: 25 kn
    Reichweite: theoretisch 5.000 sm, tatsächlich reichte der Kohlenvorrat für 3.200 sm bei 10 kn und nur 500 sm bei 20 kn
    Bunkermenge: 510 t Kohle


    Bewaffnung:


    * 6 × 120-mm-L/45-Canet-Geschütze
    * 6 × 47-mm-L/43-Hotchkiss-Schnellfeuergeschütze
    * 2 × 37-mm-L/23-Hotchkiss-Schnellfeuergeschütze
    * 2 × 7,62-mm-Maxim-Maschinengewehre (im Mast)
    * 5 Torpedorohre (1x Heck, 2x Mittschiffs, 2x Vorschiff)


    * 1 × 64-mm-L/19-Baranowski-Landungsgeschütz


    ....

    So wurde ein Baulos über 4 Geschützte Kreuzer bzw. schnelle Aufklärungskreuzer der 3000t - Klasse ausgeschrieben.
    Ein Auftrag ging nach Dänemark zu Burmeister & Wain (Bojarin), und eine Order ging nach Deutschland an die Schichau-Werft, die bislang hauptsächlich mit dem Bau von Torpedobooten/Zerstörern und Kanonenbooten beschäftigt war.
    Zwei weitere Kreuzer sollten nach deutschen Plänen in Russland nachgebaut werden.


    So wurde im Februar 1900 der Kiel für den schnellen Geschützten Kreuzer NOVIK gelegt. Bereits Anfang August konnte der Stapellauf erfolgen.
    Allerdings verhinderte ein strenger Winter die endgültige Fertigstellung und Ausrüstung des Schiffes noch im selben Jahr.
    Erst im Mai 1901 lief das Schiff, nun bereits unter russischer Flagge, zu einer ersten Probefahrt aus.
    Bedingt durch Schwingungsprobleme, die durch die Schrauben verursacht wurden (und deren mehrmaligen Austausch erforderten), verließ der Kreuzer erst ein Jahr später, im Mai 1902, endgültig seine Bauwerft in Richtung Kronstadt.

    In den 1890er Jahren plante die russische Marine ein umfangreiches Aufrüstungsprogramm ihrer Flotte, um sich speziell der veränderten politischen und militärischen Machtkonstellation in Fernost anzupassen. Dort war das Kaiserreich Japan im Begriff, stark an Einfluß zu gewinnen und die russischen Interessen, vornehmlich in Korea, zu bedrohen.


    Entsprechende Planungen sahen vor, Linienschiffe, Panzerkreuzer, Geschütze Kreuzer und Zerstörer/Torpedoboote zu bauen.
    Allerdings war die russische Schiffbauindustrie zur damaligen Zeit nicht in der Lage, ein derart umfangreiches Bauprogramm allein zu bewältigen.
    So entschied man sich, einige der Schiffe im Ausland bauen zu lassen und es wurden daher Aufträge an Werften in nahezu allen Schiffbaunationen der damaligen Zeit vergeben.

    Auf dem Weg in den Fernen Osten hat der Kreuzer NOVIK noch einmal bei seiner Bauwerft vorbeigeschaut, um sich dortselbst fotographisch ein letztes Mal ablichten zu lassen - Paßbilder kann man schließlich immer gebrauchen :D


    Die Baunummer 012 ist bislang das aufwändigste Projekt meiner Bauwerft gewesen, sowohl zeit- als auch "kreativmäßig".
    Was mich am meisten freut, ist die Tatsache, daß der weiße Rumpf auch jetzt noch wirklich weiß ist. Die Behandlung des Bogens mit Fixativ-Spray vor dem Bau hat sich also echt bezahlt gemacht.
    Ich kann das nur jedem empfehlen, der einmal ein weißes Modell bauen will ...

    Hallo alle zusammen,


    vielen Dank euch allen für die zahlreichen Blumen :D


    @ Hadu
    Du hast recht mit deiner Frage.
    Grundsätzlich waren die Hauptgeschütze wohl mit Splitterschutzschilden geliefert worden. Es gibt jedoch Bilder der Geschütze sowohl mit als auch ohne diese Schilde.
    Ich nehme mal an, die ließen sich recht einfach demontieren. Ob sie dann aber an Land gegeben wurden, oder aber an Bord irgendwo gestaut wurden, ist mir nicht bekannt.
    Ich hatte mir eigene Schilde gezeichnet (die Bogenteile stimmten nicht mal ansatzweise) und auch mal zur Probe auf ein Rohr gesetzt. Hat mir aber nicht so gefallen.
    Deshalb sind die Rohre "oben ohne" ;)


    Mit der Galerie dauert es wohl noch etwas.
    Ich muß noch ein wenig herumprobieren, um den passenden Hintergrundton zu finden. Ist gar nicht so einfach bei einem weißen Dampfer :evil:


    Gruß
    Peter

    Noch ein paar Pinselstriche hier und dort, schnell noch mal mit dem Besen durch die Ecken fegen und das Messing ein letztes Mal überpolieren - melde FERTIG.


    Nach genau 16 Monaten, von Kiellegung bis zur Fertigstellung, ist der Kreuzer an die russische Marine übergeben und läuft zu seiner ersten Erprobungsfahrt unter dem Andreaskreuz aus.


    Der Bau hat (die meiste Zeit) richtig Spaß gemacht. Jetzt, wo das fertige Modell vor mir steht, bin ich selber überrascht, was aus dem doch recht simpel gestrickten Originalbogen so geworden ist - "Pimp my JSC" eben ;)


    Ich habe jetzt nicht gezählt, würde aber schätzen, daß nur noch gut 50% des fertigen Modells aus dem ursprünglichen Bogen sind.
    Die andere Hälfte sind abgewandelte bzw. Eigenbauteile.
    An dieser Stelle sei deshalb ein großes Dankeschön an Aleksej Emelin gerichtet, der die ungemein hilfreiche Gangut-Broschüre über den Kreuzer geschrieben hat.
    Das Büchlein hat in meiner Werft schwer geschuftet und seinen Wert wahrlich abgearbeitet ... :D


    Mit einer Ganzkörperaufnahme des fertigen Kreuzers auf seiner Ausreise verabschiedet sich NOVIK erstmal und die Werfttore bei Schichau in Danzig schliessen sich vorerst.
    Wenn die Shakedown-Cruise erfolgreich beendet ist, wird sich der weiße Renner sicher nochmal für ein paar Galeriebilder ablichten lassen.
    Dazu muß ich aber erstmal einen passenden Hintergrund finden - ein weißes Schiff vor einer weißen Wand kommt irgendwie nicht so gut ...


    Bis dahin
    Gruß
    Peter

    ... da bin ich wieder. Nach einer unvermittelten Unterbrechung des Urlaubs aus beruflichen Gründen geht es nun endlich weiter am Kreuzer.


    Die Entscheidung ist gefallen - der Geier klebt am Bug ...


    Bezüglich der Farbgebung war ich mir letztendlich schnell sicher, es wird gülden.
    Aber in welcher Form sollte die Bugzier den Steven verschönern?
    Ich hatte mir das schwarze Bogenteil eingescannt und entsprechend umgefärbt, um es als Ganzes auszuschneiden und anzukleben.
    Irgendwie hat mich dann aber Ehrgeiz gepackt, und ich habe das Teil, so fein es ging, ausgestichelt und dann mit Goldfarbe aus dem Tuschkasten bemalt.
    Nach 3 Versuchen hatte ich dann recht ansehnliche Teile zusammen, die nun den Steven des Kreuzers zieren.


    Als letzte Bauteile kamen dann noch jeweils eine Backspiere an Back- und Steuerbord ans Modell, sowie die beiden Spieren des Schraubenschutzes am Achterschiff.
    Nach guter Seemannschaft sind alle Spieren bei- bzw. hochgeklappt und abgetakelt, da sich das Schiff in See befindet ...


    ...

    ...


    Meine Vorrats- und Zwischenlagerschächtelchen sind nun leer - keine Teile mehr über.
    Noch ist der Kreuzer aber trotzdem nicht ganz fertig, ein wenig Kleinkram hab ich noch zu fabrizieren:


    - 2 Backspieren unterhalb des vorderen Schornsteins
    - der Schraubenschutz am Heck
    - die Bugzier


    Speziell bei Letzterer bin ich noch am Grübeln bezüglich der Farbe.
    Die Bugzier aus dem Bogen ist Schwarz. Die verfügbaren Fotos lassen aber eher auf ein farbiges Teil schließen.
    War sie vielleicht sogar gülden ... ?


    Gruß
    Peter

    ...


    und es geht weiter mit der Ausrüstung.
    Mit dem Ankergeschirr ist die Back nun fertig möbliert.
    Die drei Anker sind Eigenkonstruktionen nach den Maßen aus dem Generalplan, da die Bogenteile wieder mehr als unpassend waren.
    Weiterhin steht der Ankerkran an seinem Platz. Den hatte ich ja schon weiter oben beschrieben - auch eine Eigenkreation.
    Aus dem Hause ELDE-Modellbau stammen die Ankerketten. Die gibt es dort in verschiedenen Größen und schon brüniert. Spart man sich die Schweinerei in der heimischen Küche.


    Fürderhin sind nun auch die sechs 150mm Geschütze der Hauptartillerie aufgestellt. Deren 4 stehen in den Schwalbennestern auf dem Hauptdeck, eines auf der Back und eines am Heck.
    Komplettiert wird die Bewaffnung durch die beiden verbliebenen 47mm Hotchkiss-Kanonen unterhalb der Brücke.


    ...

    Leider hat es mit der Fertigstellung zum Wochenende nicht geklappt. Wie so oft, kommt immer wieder etwas dazwischen, bzw. es tauchen noch weitere Details auf, die auch noch verwirklicht werden wollen/sollen.


    Trotzdem macht die Werftleitung nun Druck - immerhin ist die russische Besatzung schon seit geraumer Zeit vor Ort und will das Schiff übernehmen.


    So sind denn Back- und Achterdeck komplett "eingezäunt" worden. Zum Einsatz kam hier wieder die HMV LC-Reling.
    Leider gibt es auf beiden Seiten des Backdecks jeweils zwei Stellen, an denen die Reling nicht ganz horizontal läuft bzw. Luft hat (Ankerauflage & unterhalb der Brücke)
    Eigentlich soll das Deck dort, wo die Reling entlangläuft, noch gerade sein. Ich habe das aber bei meinem selbstgezeichneten Deck nicht bedacht. Hier passen GA-Plan aus der Broschüre und Modellform nicht zusammen.
    Fällt aber mittlerweile kaum auf ;)


    ...

    ...


    Auf dem Vorschiff geht nun auch endlich ein Licht auf - der vordere Suchscheinwerfer samt Podest ist auf der Back verklebt.
    Es ist das selbe Modell wie auch schon die beiden Anderen - eine Leihgabe der Panther :D


    Damit ein zukünftiger Kollisionsgegner auch weiß, in welche Seite er in Kürze knallt, hat die Brücke noch Seitenlaternen bekommen.
    Ach Gott - da muß ich dann ja auch noch ein Topplicht für den Mast zaubern :huh:


    Mit der Einzäung der Back ist auch schon begonnen worden. Zum Einsatz kommt wieder die HMV LC-Reling.
    Ich hoffe, damit zum Wochenende fertig zu werden.
    Dann kann auch die Hauptartillerie an Bord kommen und der Kreuzer endlich zur Probefahrt auslaufen!


    Gruß
    Peter