Posts by Heinrich Bein

    Hallo zusammen,


    am 17. Mai trafen sich wieder die Mitglieder des Stammtisches Rhein-Main.

    Mittelpunkt war wie immer unser von Bernd gebautes Maskottchen:

    In gemütlicher Runde wurde bei leckerem Essen gefachsimpelt, diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

    Nach dem Essen wurden die mitgebrachten Modelle präsentiert und natürlich bestaunt.

    Die Themen reichten diesmal von


    "Eisenbahnromantik" über "Schlepperparade" bis zum "Seegefecht in der Dänemarkstraße".


    Unter dem Thema "Eisenbahnromantik" habe ich mal die sehr schön von Bernd gebauten Lokomotiven zusammengefasst, die hier zu sehen sind:


    Matthias hatte seine "Schlepperparade" dabei, die im Forum bereits viel Lob geerntet hat.


    Die Kontrahenten der Seeschlacht in der Dänemarkstraße von 1941 sind hier zu sehen:

    Als da wären eine noch im Bau befindliche "Prince of Wales" von Harald und eine ältere (53 Jahre) etwas ramponierte "Bismarck" von mir.

    Anstelle der "Prinz Eugen" war das Typschiff dieser Klasse - die "Admiral Hipper" zu sehen.


    "Die Hood" war wohl bereits untergegangen :S .


    Wieder einmal hat das Treffen gezeigt, dass Kartonbau sehr vielfältig ist.

    Grüße an alle Fans

    Heinrich

    Moin zusammen,


    wie oben angedeutet, habe ich als nächstes den ASROC-Starter MK16 gebaut.

    Das war bei diesem Bauteil keine große Sache. Die Teile des Starters konnten direkt aus dem Baubogen ausgeschnitten und zusammengebaut werden, wobei ich noch ein paar kleine Ergänzungen, wie Luken, Tritte, Handgriffe und Verstärkungen (beim Sockel) angebracht habe.

    Ein Problem galt es allerdings doch zu lösen:

    Obwohl ich beim Ausstechen der Löcher an den einzelnen Startcontainern zur Aufnahme der Drehachse sehr sorgfältig vorgegangen bin, führten winzige Toleranzen bei der Position der Löcher dazu, dass die Startcontainer nicht winklig auf der Drehachse saßen. Um das zu korrigieren, habe ich mir eine längere Hülse aus Karton gebaut, die Löcher in den Containern etwas aufgerieben und die Container mit Abstand rechtwinklig auf der Hülse festgeklebt - nächstes Bild:

    Nach dem Trocknen des Klebstoffs, wurde die Hülse zwischen den Containern durchtrennt und die überstehenden Enden an jedem der Container bündig beigeschliffen.

    Auf diese Weise bekam jeder Container seine eigene rechtwinklig sitzende Lagerbuchse zur Aufnahme der Drehachse, die ich aus Rundholz herstellte (eine Kartonhülse wäre im Prinzip auch machbar gewesen, habe ich mir aber erspart ^^ ).

    Den zusammengebaute Starter sieht man auf folgenden Bildern:

    Wie man sieht, besteht die vertikale Drehachse auch aus einem Rundhölzchen.

    Den Sockel mit angebrachten Verstärkungen sieht man hier:

    Die vertikale Drehachse wurde danach auf Länge gekürzt, durch die Sockelbohrung gesteckt und mit einer aufgeklebten Pappscheibe gesichert.

    Danach wurde der komplette Starter, der drehbar gelagert ist, auf dem Zerstörerdeck montiert -folgende Bilder:


    U-Boote - nehmt Euch in acht ;) .


    Weiter geht es nun mit den Bootsdavits und deren Winden.

    Hierzu benötigte ich noch weitere Fotos, die mir das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich bedanken. Meine Anfragen wurden sehr nett, freundlich und kompetent beantwortet.


    Wünsche allen schöne Pfingsten!

    Heinrich

    Moin zusammen


    und herzlichen Dank für das positive Feedback!


    Wie oben versprochen, geht es nun weiter mit dem Bericht zum Bau des achteren RAS-Mastes.

    Um es gleich vorwegzusagen - das Teil ist ungleich komplizierter als der vordere RAS-Mast. Es besteht aus kräftigen runden Hauptstützen, die wiederum durch Quer- und Diagonalstreben verbunden sind. Die Streben laufen in sogenannten Knotenblechen (beim Modell sind das "Knotenkartons") zusammen, was ich unbedingt darstellen wollte.

    Nach längeren Überlegungen habe ich mich für das folgende Verfahren entschieden:


    Zunächst wurde das Teil aus dem Baubogen, das alle Querstreben enthält, auf 160 g/m²-Papier kopiert und bildete so die maßgenaue Grundlage für alles Weitere. Auf diese Kopie wurden Querstreben aus Messingdraht in der erforderlichen Länge und Durchmesser, die ich vorher auf einer Seite plan geschliffen habe, geklebt. Das Planschleifen zum Halbrund war erforderlich, da das ganze Prozedere auf der Rückseite später wiederholt werden mußte, um runde Streben zu erhalten.

    Den ersten Schritt sieht man im folgenden Bild:

    Nach dem Aufkleben der halbrunden Streben wurden die Zwischenräume ausgeschnitten und die Hauptstützen (aus Rundholz) angeklebt - nächstes Bild:

    Nachdem alle Streben auf der einen Seite angeklebt und alles überschüssige Papier herausgeschnitten war, konnten die halbrunden Streben auf der Rückseite angebracht werden.

    Das folgende Bild zeigt den so erhaltenen Mast mit runden Streben und stützen sowie den Knotenblechen:

    Der Mast wurde anschließend mit zahlreichen Details, wie Plattform samt Reling, Leiter, Anschlagösen, usw. ergänzt - nächstes Bild:

    Vor der Montage auf dem Schiff mussten an der achteren Wand des hinteren Aufbaus auch noch zahlreiche Details wie folgt ergänzt werden:

    - eine Luke

    - zwei Haken

    - ein Lautsprecher

    - zwei kleine Plattformen

    - vier Scrubber des ABC-Abwehrsystems

    - div. Sprühleitungen des ABC-Abwehrsystems

    - die kräftige RAS-Leitung - wahrscheinlich zur Übernahme von Heizöl

    - zwei Eckventile neben der RAS-Leitung

    Vor dem Anstrich sah das dann so aus:

    Insbesondere die beiden Ventile hinter der Leitung wollte ich unbedingt darstellen. Sie bestehen aus Draht (0,3 und 0,25 mm). Die Handräder - Durchmesser 1 mm - wurden aus Karton ausgestochen. Im folgenden Bild sieht man die beiden Winzlinge nach dem Anstrich - noch vor der Montage:

    Nach Montage und Anstrich sah die achtere Aufbauwand dann so aus:

    Nun konnte endlich der Mast ergänzt werden und das Ganze sieht wie folgt aus:



    Was ich als nächstes baue, habe ich noch nicht entschieden. Es könnte der ASROC-Werfer sein.


    Bis bald

    Heinrich

    Moin zusammen


    und vielen Dank für das positive Feedback :) .


    Hier nun ein Update zum Wochenende:

    Es wurde der vordere RAS-Mast gebaut, wobei ich die Stützen aus entsprechenden Rundhölzchen gefertigt habe. Auf das Umwickeln der Hölzer mit Karton habe ich verzichtet, da aufgrund der Verwendung von Reling-Ätzteilen das ganze ohnehin angestrichen werden musste. Die Hölzer wurden also gleich mit dem Enddurchmesser (2 und 1,5 mm) gefertigt.

    Die Plattformen habe ich dem Modellbaubogen entnommen. Die Leitern sind Lasercut-Teile.

    Hier ist das fertige Teil vor der Montage zu sehen:


    Und hier fertig montiert an Bord:


    Weiter geht es mit dem achteren RAS-Mast.


    Wünsche allen einen gute Start in die neue Woche

    Heinrich

    Moin zusammen,


    und vielen Dank für die netten Kommentare und die vielen Likes!


    Wie oben angekündigt, habe ich nach den Booten die Davits gebaut. Da mir aber die Seilführung zu den beiden Winden noch nicht völlig klar ist und ich noch auf die angekündigte Hilfe seitens des Deutschen Marinemuseums in Wilhelmshaven warte, liegen die vier Davits noch zusammen mit den beiden Booten im "Ausrüstungslager" der LÜTJENS und warten auf ihre Montage. Dazu schreibe ich später mehr :) .


    Da ich beim Bau der Boote erste Erfahrungen mit dem Laminieren von gekrümmten Flächen sammeln konnte, habe ich mich entschieden, die beiden Geschütztürme meines Zerstörers zu bauen, die ja ebenfalls in alle Richtungen gekrümmt sind.

    Um es gleich vorweg zu sagen: Die Methode mit flüssigem Kerzenwachs eine Negativform herzustellen, hat bei den Türmen nicht funktioniert ;( .

    Die erforderlichen Formen sind relativ tief und ein Ausformen der aus Holz hergestellten Positivform war ohne Brechen des erkalteten Wachses nicht möglich.

    Aber beim Rumstöbern im Baumarkt nach geeigneten Materialien fand ich Silikonkautschuk-Abformmasse, die zwar relativ teuer ist, aber sehr gute Ergebnisse geliefert hat.

    Die Masse wird mit Härter vermischt und kann in ein Kästchen, in dem die Positivform fixiert ist, eingegossen werden. Nach ca. 8 Stunden war das Ganze durchgehärtet und die Positivform konnte vorsichtig ohne Probleme ausgeformt werden.

    Im nächsten Bild sieht man die so hergestellte Negativform und daneben einen bereits mit Toilettenpapier und Holzleim (wasserfest) laminierten Geschützturmrohling.


    Auch beim Laminieren habe ich noch dazugelernt! Bessere Ergebnisse erhält man, wenn man die Form zunächst nur mit Leim bestreicht und diesen antrocknen lässt. Erst danach kommt in weiteren Schichten das Toilettenpapier zum Einsatz.

    Beim vorderen Turm hatte ich das so noch nicht gemacht und musste nach dem Ausformen mit etwas Spachtel für eine glatte Oberfläche sorgen - ging aber auch :rolleyes: .

    Die Innereien der Türme sind klassisch aus Karton hergestellt. Nur die Bodenplatte habe ich aus Sperrholz angefertigt, um die kleinen Türmchen beim Schleifen oder Einschneiden der vorderen Öffnung auch mal kräftiger packen zu können. Hier hätte man aber auch entsprechend mehrfach verstärkten Karton verwenden können.

    Im nächsten Bild sind Einzelteile der Türme abgebildet. Man sieht auch, dass ich die Rohre innen mit Messingdraht verstärkt habe:

    Das Holzmodell der Positivform ist ebenfalls zu sehen.

    Die folgenden 3 Bilder zeigen den Baufortschritt, wobei die Anbauteile aus dem Modellbaubogen entnommen sind, als Lasercut-Teile oder Eigenkonstruktionen hinzugefügt oder im Fall der Kuppeln aus Holz (wegen der gekrümmten Flächen) ergänzt wurden.

    Der fertige achtere Turm vor seiner Lackierung mit Tamiya-Farbe ist hier zu sehen:

    Nach dem Lackieren wurden die beiden Türme schon mal probeweise auf die Decks der LÜTJENS gestellt.

    Nun sieht sie schon wie ein echter Zerstörer aus:


    Fortsetzung folgt!

    Herzliche Grüße an alle

    Heinrich

    Hallo Mario,


    habe zwar keine Erfahrung mit Lasercut- Teilen, stelle aber trotzdem viele Teile selber her. Gezeichnet wird mit dem Programm Inkscape und dann von Hand mit dem Skalpell oder der Schere ausgeschnitten. Da die Farben des Laserprinters nur selten passen, baue ich die Teile vorher zusammen und male sie nachher mit Acrylfarbe (Tamiya oder Revell) an. Das mache ich sehr oft mit dem Pinsel. Bei größeren Flächen oder komplexen Teilen kommt auch schon mal die Airbrush zum Einsatz.

    Schwierig ist immer das Mischen der richtigen Farbe! Hier hilft nur probieren. Die Farben dunkeln oft beim Trocknen etwas nach. Brauche ich einen Farbton öfter, wie bei meiner LÜTJENS,

    dann mische ich mir einen Vorrat in einer leeren Dose.

    Durch den Anstrich werden die Teile nachgefestigt.

    Bei sehr kleinen filigranen Teilen, wie z. B. Leitern,

    ist die Farbe sehr vorsichtig aufzutragen, sonst lösen die Teile sich auf :( .

    Viele Grüße und gutes Gelingen

    Heinrich

    Moin zusammen,


    aufgrund der zahlreichen Anregungen zur Benutzung von Trennmitteln (den Kollegen sei Dank :)) war ich nun doch so stark motiviert, diese anzuwenden und einen weiteren Kutter für meine LÜTJENS zu bauen.

    Ich habe mich für das Trennmittel Kerzenwachs entschieden und dieses auch gleich komplett zur Herstellung der Negativform benutzt.

    Es eignen sich sehr gut die kleinen Teelichter. Nach dem Entfernen des Dochtes habe ich ein Teelicht incl. das Aluminiumtöpfchens zur Sicherheit in eine Bratpfanne gestellt und diese auf dem Herd vorsichtig erhitzt. Nach dem Aufschmelzen des Wachses, was recht zügig ging, habe ich das flüssige Wachs in die kleine Gießkiste aus Sperrholz gegossen, bis sie vollständig gefüllt war. In der Kiste wurde vorher der Positivrumpf mittels einer Leiste so fixiert, dass Rumpf und oberer Kistenrand bündig abschließen.

    Nach dem Erkalten des Wachses und dem Entfernen der Fixierleiste sowie überschüssigen Wachses sah das dann so aus:

    Das Entfernen der lackierten Positivform ging ohne Probleme und ich erhielt auf diese Weise eine wunderschön glatte Negativform,

    in die hernach mit Weißleim und dünnen Papierstreifchen der Bootsrumpf laminiert werden konnte:

    Auch das Ausformen dieses Rumpfes stellte nun kein Problem dar,


    so dass im Anschluss der kleine Motorkutter komplettiert werden konnte, wobei die Riemen aus Messingdraht sind und an einem Ende plattgedrückt wurden:

    Mir persönlich gefällt der zweite Kutter noch ein wenig besser als das erste Exemplar - Erfahrung macht hat den Meister :) .



    Nun soll es aber endlich mit dem Bau der Davits und den zugehörigen Winden weitergehen.


    Bis dahin

    Heinrich

    Moin zusammen,


    vielen Dank für die netten Kommentare, Anregungen und Likes :) .


    @Mario und Manfred: Die Verwendung von Trennmitteln hatte ich auch überlegt. Da alle irgendwie Fett- oder Wachs-basiert sind, hatte ich Bedenken, dass Rückstände an der Rumpfschale eine nachfolgende Lackierung erschweren würden. Das kleine Rümpfchen kann man m. E. schwerlich mit irgendwelchen Lösungsmitteln reinigen.

    Aber - die Verwendung von Kerzenwachs scheint mir eine gute Idee zu sein. Vielen Dank dafür.


    Klaus: Deine Methode wäre bei mir Plan-B gewesen. Ich hatte jedoch Bedenken, dass ich die Außenseite des Rumpfes nicht glatt genug hinbekommen würde. Scheint wohl aber zu funktionieren.


    Da ja die beiden Geschütztürme der LÜTJENS ebenfalls dreidimensional gekrümmte Flächen haben, werde ich die von Euch vorgeschlagenen Methoden noch ausprobieren.


    Herzliche Grüße

    Heinrich

    Moin zusammen,


    nach der Motorbarkasse kam der Bau des backbordseitigen Kutters an die Reihe, wobei mich der im Baubogen abgedruckte Kutter mit dreieckigem Heckbrett und viel zu steilem Vordersteven nicht sehr überzeugte. Darüber hinaus lässt die Heckform eigentlich keinen Platz zum Anbringen einer Schiffsschraube. Der Kutter hat ja einen Motor!

    So entschloss ich mich, den Kutter nach dem mir vorliegenden 1/100-Plan des Zerstörers zu bauen. Auf diesem Plan ist ein Spantenriss des Kutters nebst Drauf- und Seitenansicht enthalten. Da die Form des Rumpfes allerdings mit den üblichen Techniken des Kartonmodellbaus aufgrund seiner Winzigkeit für mich schwer herstellbar schien, habe ich mal eine ganz andere Methode gewählt, wobei der Werkstoff Karton bzw. Papier beibehalten wurde.


    Die von mir gewählte Methode - den Rumpf mit Papierstreifen und verdünntem Weißleim zu laminieren - wird wahrscheinlich die Kartonbauergemeinde meiner Erwartung nach polarisieren und ich bin sehr gespannt auf entsprechende Kommentare.


    Hier nun der Baubericht des Motorkutters:

    Zunächst wurde der Spantenriss auf 1/250 (40% von 1/100) verkleinert und so oft kopiert, wie Spantenrisse eingezeichnet sind. diese wurden mit Karton verstärkt und großzügig ausgeschnitten (folgendes Bild):

    Da ich mit Hilfe dieser Risse eine Positivform herstellen wollte, habe ich die um die Spannten herum viel Karton gelassen und die Spannten entsprechend ausgeschnitten.

    Das Ergebnis sah dann nebst Drauf- und Seitenansicht so aus:


    Die Drauf- und Seitenansicht wurden dann auf ein entsprechen zugeschnittenes Klötzchen aus Birnbaumholz geklebt,

    wobei die eingeklebten Stahlstifte nur dazu dienten, das kleine Holzklötzchen in einen Schraubstock einzuspannen und mit der Feile bearbeiten zu können.

    Danach wurde zuerst gemäß der Seitenansicht in Form gefeilt und dann gemäß der Draufsicht. Zuletzt konnte der Rumpf endgültig in Form gebracht werden, wobei mit den (Hohl-)Spanten immer wieder die Form kontrolliert wurde.

    Das Ergebnis sah dann so aus:

    Diese Positivform wurde dann zweimal lackiert.

    Zum Herstellen der Negativform habe ich mir ein kleines Kästchen gebaut, in das Modelliermasse gegeben und dann durch Eindrücken der Positivform abgeformt wurde.

    Das Ergebnis ist hier zu sehen:

    Um nun später das Ausformen zu erleichtern habe ich die Negativform ebenfalls zweimal lackiert und nach dem Trocknen "munter" mit etwa 2-3 mm breiten Papierstreifchen (einlagiges Toilettenpapier der billigsten Sorte :) ) und verdünntem Weißleim drauflos laminiert. Das ging mit einem kleinen Pinsel ganz gut und sah dann so aus:


    Was trotzdem nicht gut klappte, war das Ausformen ?( ! Trotz der Lackierung blieb eine Menge Modelliermasse am Laminat hängen und ich war kurz davor, das Ergebnis in die Tonne zu hauen ;( .

    Aber - das Laminat war zwar flexibel aber riss nicht ein und konnte über der Positivform wieder in Form gebracht und die Modelliermasse mit Schleifpapier entfernt werden.

    Daher war ich mit dem Ergebnis, wie hier gezeigt,

    doch sehr zufrieden.

    Jetzt brauchten nur noch Bodengräting, Motorabdeckung (mit Inkscape gezeichnet) und Bootsdeck mit Ruderbänken (aus Draufsicht gefertigt) sowie Ruder und Heckfinne angebracht zu werden. Um dem Bötchen seine endgültige Form zu geben habe ich noch eine Kiel- und Scheuerleiste aus Kupferdraht angebracht und das Ganze mit Tamiya-Farbe lackiert. Das Ergebnis sieht nun so aus:

    Schiffsschraube und Riemen werden später noch angebracht.


    Fortsetzung folgt.

    Heinrich

    Moin zusammen,


    wie oben versprochen, geht es nun an die Ausrüstung des Aufbaudecks.

    Zunächst war geplant, die Bootsdavits auf der Backbord- und Steuerbordseite anzubringen.

    Damit ich später die Passgenauigkeit der Boote gleich testen kann, habe ich mich aber entschlossen, zuerst die beiden Boote zu bauen.

    Hierbei fällt auf, dass die Motorbarkasse, wie im Bogen abgedruckt, wohl eher der Version entspricht, die bei der ehemaligen Kriegsmarine Verwendung fand.

    Der mir vorliegende Plan einer Barkasse der LÜTJENS-Klasse weicht insbesondere bei den Aufbauten nennenswert von den älteren Kriegsmarinemodellen ab.

    Das folgende Bild zeigt die Unterschiede (oben: Barkasse aus dem Schnittbogen, unten: Barkasse der LÜTJENS-Klasse 103 A:

    Später wurden die Barkassen auf den 3 Lenkwaffenzerstörern durch Speedboote ersetzt.

    Da ich aber die LÜTJENS als Klasse 103 A -Zerstörer baue, galt es die Schnittbogenteile entsprechend dem obigen Vergleich abzuändern.

    Das war relativ leicht zu machen, da Länge und Breite ganz gut übereinstimmten. Das Deckshaus musste allerdings etwas verlängert werden und achtern ist auch keine Plicht vorhanden. Darüber hinaus war die Cockpit-Scheibe etwas abzuändern.

    Damit ich für den "Notfall" mehrere Versuche hatte, wurde der Schnittbogen auf 160g-Papier kopiert und wo nötig mit einem feinen Stift umgezeichnet.

    Einen neuen Anstrich sollte das Bötchen ohnehin bekommen.

    Zum ersten mal habe ich auch die Fenster ausgeschnitten und mit Klarsichtfolie hinterklebt. Die Frontscheibe ist auch aus Klarsichtfolie.

    Die Geländer und Poller habe ich aus dünnem Kupferdraht gefertigt und das Steuerrad ist ein Fotoätzteil.

    Die Schiffsschraube ist ein Eigenbau, der mit Goldbronze angemalt wurde.

    Das Ergebnis sieht nun so aus:


    Und hier noch ein "ganz mutiges Bild" zum zeigen des Steuerrades:


    Bis dahin

    Grüße

    Heinrich

    Hallo Matthias,

    vielen Dank für die netten Worte und die Erinnerung. Am 24.02. bin allerdings in Lappland Nordlichter anschauen - wenn es klappt :S.

    Aber beim nächsten Mal wäre ich gern dabei.

    Liebe Grüße

    Heinrich

    Moin zusammen,


    wie oben angekündigt, habe ich mich als nächstes mit der Detaillierung der steuerbord-Aufbauwand beschäftigt.

    Die im Baubogen abgedruckte Wand , wie hier zu sehen

    wurde zunächst komplett mit der entsprechend angemischte Farbe übermalt, so dass im Eigenbau hergestellte Details entsprechend des gesichteten Bildmaterials angebracht werden konnten.

    An dieser Wand sind zahlreiche Stützen, die wahrscheinlich zum Aufbau von Sonnensegeln oder dergleichen benötigt werden, in Halterungen aufgereiht.

    So etwas lässt sich relativ leicht herstellen, indem man mit Übermaß abgelängte Drahtstücke auf entsprechen breite Pappstreifen aufklebt, anmalt und später gemäß der benötigten Länge abschneidet. Das folgende Bild zeigt einen Zwischenschritt der Fertigung:

    Die steckbare Endstücke der Gangway habe ich in ähnlicher Weise hergestellt - nächstes Bild:

    Nachdem so alle benötigten Teile angefertigt waren wurden sie an der Bordwand positioniert. Die Gangway mit heruntergeklappter Reling ist ein Fotoätzteil an dem die Relingteile nach deren Bemalung mit Sekundenkleber befestigt wurden.

    Die Bordwand sieht nun so aus:


    Als nächstes werde ich mich mit der Ausrüstung des Aufbaudecks beschäftigen.


    Bis dahin

    Heinrich

    Moin zusammen!


    Ich war in den letzten paar Tagen fleißig und habe die komplette Backbordwand des Aufbaudecks detailliert.

    Die im Baubogen aufgedruckten Ausrüstungsgegenstände habe ich grau übermalt und durch dreidimensionale, selbst gefertigte Teile ersetzt bzw. noch Ergänzungen vorgenommen.

    Als Bauwerkstoffe kamen wieder Karton, Messingdraht sowie Fotoätzgitter zum Einsatz.

    Ergänzt wurden wieder zahlreiche Rettungswesten, Feuerlöschschläuche und im achteren Teil eine an der Wand abgestellte Gangway sowie einige ovale Teile, deren Funktion ich nicht kenne. Evtl. sind es Teile, die zum Transportieren von Lasten oder Personen bei RAS (replenishment at sea) - Manövern eingesetzt werden.

    Vielleicht kann mir einer der Fachleute da weiter helfen :S .

    Hier ein paar Bilder der Bordwand des Aufbaudecks:


    Weiter geht es an der Steuerbordwand


    Grüße

    Heinrich

    Moin zusammen und die besten Wünsche für das neue Jahr, das ja schon wieder ein paar Tage alt ist :) .


    Die Arbeiten an der Lütjens habe ich inzwischen mit der Fertigung der Niedergänge fortgeführt.

    Die Niedergänge - im Baubogen als "Papprutschen" vorhanden - habe ich durch Fotoätzteile ersetzt. Hierbei habe ich allerdings berücksichtigt, dass die Relingstützen der Niedergänge senkrecht auf den Seitenwangen stehen und NICHT senkrecht zur Decksebene. D. h. ich musste die an den Fotoätztreppen vorhandenen Relingteile abschneiden und durch neue ersetzen. Hierzu habe ich zweizügige Fotoätzreling benutzt und diese mit kleinen Stückchen, wo notwendig, ergänzt.

    Das folgende Bild zeigt den Rohbau einer Reling:

    Und hier sind die fertigen montierten Niedergänge zu sehen:


    Wie weiter oben angekündigt habe ich bei der Lütjens darüber hinaus die Seitenwände des Brückendecks weiter detailliert und auch die darunter liegenden Aufbauwände mit weiteren Ausrüstungsgegenständen komplettiert, die im Modellbaubogen leider nicht enthalten sind.

    Hierzu zählen Rettungsringe, Rettungswesten, diverse Schlauchkästen der Feuerbekämpfungsausrüstung, Schlauchhalter nebst Feuerlöschschläuchen, Kabeltrommeln, usw.

    All diese Teile wurden meist aus verstärktem Karton gefertigt und mit Acrylfarben angemalt. Darüber hinaus kam Messing- und Kupferdraht zum Einsatz.

    Das folgende Bild zeigt die ergänzten Teile auf der Steuerbordseite:

    Und hier noch mal ohne Pfeile:

    Die Backbordseite sieht ein wenig anders aus:


    Anschlie0end habe ich noch die Rettungsinseln nebst ihren Racks montiert. Da die Stützen der Racks beim Original einen runden Querschnitt haben, wurden die Pappstützen abgeschnitten und durch Messingdraht ersetzt. Die Fertigung der Rettungsinseln habe ich ja bereits weiter oben beschrieben.

    Der fordere Aufbau sieht nun so aus:


    Fortsetzung folgt...

    Heinrich

    Hallo Kartonski,


    der Sailor ist ein "Bahnbeamter" aus der Spur Z - Welt. Der Massstab 1:220 ist eigentlich ein wenig zu groß, fällt aber nicht so auf - finde ich :) .


    Grüße

    Heinrich

    Moin zusammen,


    ist mal wieder Zeit für ein update bzgl. meiner LÜTJENS:


    Wie oben angekündigt, galt es das Signaldeck zu komplettieren. Dazu wurden zunächst die beiden Signalflaggenkästen steuerbord und backbord angebracht.

    Entweder habe ich die Lüftungslamellen, die auf die beiden Flaggenkästen zu kleben sind (jeweils 3 Stück) auf dem Bogen übersehen, oder sie wurden vom Konstrukteur wirklich vergessen :S . Da für mich 3 weiße Felder auf den Kästen nicht akzeptabel waren, habe ich die Lamellen mit Inkscape selbst "konstruiert" und aufgeklebt - sieht man auf dem folgenden Bild:

    Hier noch ein Tipp: Beim ersten Versuch habe ich das Grau der kleinen Rechtecke ziemlich an das Grau des Schiffes angepasst, mit dem Ergebnis, dass die dünnen schwarzen Linien der Lamellengitter nicht zu sehen waren. Erst mit einem deutlich helleren grau konnte man auch die feinen Linien erkennen. Aber vielleicht ist das nur ein Problem meines Druckers :rolleyes: .

    Im Anschluss ging es an die Rettungsinseln, wobei ich die typischen Sicken in Umfangsrichtung sowie den Trennungswulst zwischen der oberen und unteren Hälfte des Rettungsinselcontainers unbedingt darstellen wollte. Das war leichter gedacht als getan, da mir die vielen Kreuzungspunkte zwischen Sicken und Wulst und deren Fertigung doch ziemliche "Kopfschmerzen" bereiteten. Bis ich bei genauerer Betrachtung von Originalen auf Fotos feststellte, dass die Sicken gar nicht vollständig umlaufen, sondern im Bereich des Wulstes abgeflacht sind :) .

    Damit war der Fertigungsplan auch schon gemacht:

    1. Rettungsinsel-Containerrohling aus Karton runden und verkleben

    2. Ringe aus Kupferdraht (0,25 mm) mittels Wickeltechnik herstellen (insgesamt 40 Stück für 20 Container) und auf den Papphülsen verkleben

    3. Endscheibchen mit 0,5 mm größerem Durchmesser als die Papphülsen herstellen und anbringen, wobei der Überstand als Sicke am jeweiligen Ende der Hülse dient und somit das Anbringen weiterer 40 Kupferdrahtringe überflüssig macht.

    4. das Ganze schön mit Sekundenkleber zur Verfestigung einstreichen.

    5. Mit einem Schleifmaschinchen die Sicken und Endscheibchen auf gegenüberliegenden Seiten ganz vorsichtig (!) abschleifen.

    6. Einen Kupferdraht als Wulst um den Container legen und mit Sekundenkleber befestigen.

    7. Weiß anmalen - ich habe meine Airbrush verwendet.

    Auf den folgenden beiden Bildern sieht man einzelne Fertigungsschritte:


    Fertig montiert sieht das Ganze dann so aus:



    Als nächstes wurde die Reling am vorderen Teil des Signaldecks angebracht (Fotoätzteile mit Kupferdraht komplettiert) und angemalt.

    Der hintere Teil der Reling wird erst montiert, wenn der Gefechtsmast verklebt ist.


    Es fehlten nun noch die Signallampen.

    Ein Bild vom Original (unten links)


    lässt sofort erkennen, dass die im Baubogen enthaltenen Exemplare noch ein wenig aufgehübscht werden müssen.

    Zu ergänzen waren neben den Anschlußklemmenkästen noch die Handhebel an der Seite für die Morsefunktion der Lampen.

    Die im Baubogen gezeichneten U-förmigen Haltebügel haben mir auch nicht gefallen. Sie wurden durch platt-geklopften Messingdraht, der entsprechend gebogen wurde ersetzt:

    Einzelne Bauschritte zeigen die folgenden Bilder:

    Da ich die winzigen Anschlußklemmenkästen nicht aus Abwicklungen heraus konstruieren wollte, habe ich vierfach verstärkten Karton genommen, diesen mit reichlich Sekundenkleber verstärkt und die Teile vorsichtig nach dem Ausschneiden in Form geschliffen.


    Auf dem Signaldeck waren auch noch steuerbord- und backbordseitig zwei größere Lüftungshutzen (Eigenbau) und auf der Backbordseite eine Schlauchtrommel (Fotoätzteil) zu ergänzen - folgendes Bild:


    Hier noch zwei Bilder vom fertigen Signaldeck:


    Weiter geht es mit dem Brückendeck.


    Bis dahin und schöne Weihnachten

    Heinrich

    Moin zusammen,


    für die weiteren Arbeiten habe ich zunächst einmal die beiden Masten abgenommen. Diese sind nur gesteckt und werden erst später angeklebt. So vermeide ich unbeabsichtigte Beschädigungen während der Bauarbeiten.


    Im Anschluss wurden die beiden Antennenhalter und/oder Ableitungen, die steuerbords am vorderen Schornstein angebracht werden müssen gebaut. Die Teile im Rohbau zeigen die nächsten beiden Bilder:


    Nach dem Farbanstrich und der Montage sieht das Ganze dann so aus:


    Man sieht auch, das diese Ausrüstungsteile für die Besatzung über entsprechende Fußpferde erreicht werden können.

    Diese habe ich aus halben Lasercut-Leitern gebaut und mit ganz wenig Sekundenkleber befestigt.


    Darüber hinaus ist auch an diesem Schornstein vorne eine Leiter angebracht, über die die erwähnten Fußpferde und auch die Schornsteinplattform erreicht werden können.

    Leider kann diese Leiter nicht in einem Stück bis zur Schornsteinplattform durchgehen, da beim Modell wie auch beim Original eine Querstrebe des Gefechtsmastes im Weg ist.

    Um dieses Problem zu lösen, haben die Werftingenieure oberhalb der besagten Strebe eine kleine Zwischenplattform eingebaut, an der die Leiter endet. Von dort führt eine kleine weitere Leiter bis auf den Schornstein.

    Die Montage dieses Details am Modell ist nicht so einfach, da die Plattform eigentlich erst nach dem Setzen des Mastes montiert werden kann.

    Das ist aber auch schwerlich machbar, da diese Stelle aufgrund weiterer Streben des Mastes, praktisch nicht mehr zugänglich ist.

    Ich habe mich deshalb entschlossen, die kleine Plattform vorab auf der Maststrebe (der Mast ist ja noch abnehmbar) zu befestigen, die Leiter der Länge nach anzupassen und diese auf dem Deck vor dem Schornstein festzukleben. So lässt sie sich gut ausrichten.

    Das zweite Leiterstückchen wird auf der Plattform befestigt.

    Somit kann der Mast samt Plattform vorsichtig aufgesteckt werden, wobei die große Leiter etwas vom Schornstein abzuhalten ist.

    Auf dem nächsten Bild ist der Probeweise aufgesteckte Mast samt Leitern und Plattformreling zu sehen (Pfeil):


    Nachdem ich den Mast wieder abgenommen hatte, habe ich ihn am Fuß noch mit zwei Kabeldurchführungskästen komplettiert. In diesen laufen alle vom Mast kommenden Kabel zusammen und werden unter Deck geführt. So interpretiere ich die Funktion der beiden Kästen jedenfalls (hoffentlich stimmt das):


    Im nächsten Schritt habe ich noch eine Kamera oder Typhon ( :S ) samt Halterung am Schornstein angebracht:

    Auf diesem Bild ist auch die Leiter zu sehen.


    Weiter ging es mit der Anfertigung der backbord- und steuerbordseitigen Radarstöranlagen (ULQ-6).

    Diese wurden direkt aus dem Modellbaubogen entnommen.

    Reling und Leitern sind Fotoätzteile bzw. Lasercutteile. Die fertig montierten Anlagen sind auf den folgenden Bildern zu sehen:



    Weiter geht es rund um das Signaldeck mit Rettungsinseln, usw.


    Bis dahin

    Heinrich

    Hallo Klaus,


    eine genaue Vorschrift für die Dampfbälle habe ich auch nicht. Irgendwo habe ich diese wohl aber in gelb gesehen. Weiß aber nicht mehr wo :S .

    Auf jeden Fall macht meine SX kleine Fahrt voraus. Das Ruder steht mittschiffs - sieht man am Ruderlageanzeiger am achteren Mast, wobei der grüne Kegel mittlerweile etwas verblast ist.

    Heute hätte ich eine kleine Bugwelle und etwas verquirlte Hecksee anmodelliert.


    Herzliche Grüße

    Heinrich

    Moin zusammen,


    da bei einigen Modellbaukollegen größeres Interesse am Wilhelmshavener Modellbaubogen der "Schleswig Holstein" besteht, möchte ich an dieser Stelle ein paar Bilder des Riggs meines Modells, dass ich vor ca. vor 30 Jahren gebaut habe. Da das Rigg von Kriegsschiffen meistens stiefmütterlich in den Modellbauanleitungen behandelt wird, hatte ich seinerzeit Kontakt mit dem Autor des Buchs "Linienschiff Schleswig-Holstein" um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

    Das Ergebnis sieht wie folgt aus:



    Fortsetzung folgt ...