Posts by schiffsdoktor

    Heute mein Fazit zur Alkor:


    Der Bogen ist zwar schon älter aber von der Grafik noch konkurrenzfähig finde ich. Es handelt sich schon um Computergrafik und nicht um Handzeichnung wie bei vielen früheren Bögen vom DSM. An einigen Stellen muss allerdings "umgefärbt" werden, so ist z.B. der Mast auf dem Vorschiff im Bogen orange gehalten. Man sollte daher immer mindestens mit dem Foto auf dem Cover abgleichen und die Teile ggf. verkehrt herum bauen.

    Viele Markierungen auf dem Deck stimmen nicht so ganz und hinterlassen dann natürlich Spuren wenn man Mast oder Krankabinen woanders hin klebt.

    Auch sind auf weißen Teilen oft Knicklinien aufgedruckt, was man heutzutage eigentlich nicht mehr haben möchte:


    Das Papier des Bogens geht bei vernünftiger Lagerung völlig in Ordnung, hat jedoch eine Tendenz sich an Schnittkanten bei starker Verformung schichtweise abzulösen. Das passiert zum Glück nur bei Kleinteilen. Man kann also zur Not nur die bedruckte Lage verbauen.

    Die Passgenauigkeit des Rumpfs und der Aufbauten war hervorragend. Ersterer hatte sogar noch eine gute Längenreserve.

    Nicht zufrieden war ich mit der Konstruktion der Kräne. Wahrscheinlich habe ich die Bauanleitung (de facto nur eine 2D-Grafik) einfach nicht verstanden. Talentiertere oder ambitioniertere Modellbauer werden hier wahrscheinlich zu einer Neukonstruktion greifen.


    Der eigentliche Grund die Alkor zu bauen war die Möglichkeit ein wenig komplexes Modell supern zu können. Dazu bietet sie viele Möglichkeiten. Details wie Lüfter, Kompass oder Suchscheinwerfer sind nur zweidimensional enthalten. Man kann sie entweder selbst konstruieren oder (wie ich) von anderen Bögen nehmen. Das Bugwappen fehlt völlig. Abgesehen von der Dreidimensionalisierung der Winden ist konstruktionsbedingt auch ein kompletter Ersatz der Relings durch LC oder Ätzteile möglich, da diese keine tragenden Teile sind. Auch können Fenster, die Brücke und sogar die Krankabinen mit Fensterfolie und Innenausbau versehen werden. Da stößt allerdings das Papier an seine Grenzen und neigt zu Auflösungserscheinungen.

    Hier einige Beispiele:


    Insgesamt hat der Bau eine Menge Spaß gemacht und ich würde eine klare Kaufempfehlung für das Modell aussprechen. Als Einsteigermodell für Jugendliche (wie beworben) ist es nach meiner Meinung aufgrund der gerade für die komplexeren Details spärlichen Bauanleitung nicht so geeignet.


    Zum Abschluss noch ein paar Bilder:


    Vielen Dank für die Begleitung des Bauberichts und die zahlreichen Tipps!

    Glückwunsch. Ich habe vor ein paar Jahren auch mit der Unterelbe wieder angefangen. Finde deine beiden Schiffe sehr gelungen. Takelage ist immer schwierig. Da muss man sich überlegen wie originalgetrau man das machen will. Ich beschränke mich da auch oft auf das Minimum:


    Würde an deiner Stelle als Nächstes das Kantenfärben angehen. Dazu gibts viele Threads hier. Ich nehme die Pitt Artist-Stifte von Farber Castell. Und überleg dir mal wenigstens Relings als Lasercut zu verbauen. Das wertet die Modelle extrem auf. Die Standardsätze sind noch erschwinglich während die LC-Sets zu einigen Modellen mittlerweile sehr teuer geworden sind.

    Pünktlich zum Jahreausklang heute das letzte Bauteil: Das Bugwappen. Es ist nicht im Bogen enthalten, an der Stelle sind leider sogar Ankerklüsen aufgezeichnet, die beim Original auf den Bildern von Unterfeuer nicht zu sehen sind. Auch auf dem Generalplan sind diese nicht zu sehen:



    Wie auch immer, habe ich mich an die Freihand-Abwicklung gemacht. Der erste Versuch hatte deutlich zu intensive Farben:


    Der Zweite ging, das Sternenbild habe ich mit einem ockerfarbenen Stabilo gemalt, welcher in dem Maßstab ganz gut Gold darstellen kann.



    An der Bordwand gefiel mir das Ganze leider nicht mehr so gut. Die Farben sind zu intensiv, die teilweise Überklebung der Klüsen stört auch mehr als ich dachte. Aber nun ist es erstmal so. Vielleicht überklebe ich es später nochmal, habe ja normals 80g-Papier genommen.


    Und damit ist die Alkor fertig. Hier ein paar erste Eindrücke. Galeriebilder und ein ausführliches Fazit folgen nach den Feiertagen. Allen einen guten Rutsch!


    Heute ist alles an Bord gekommen. Erst der große Kran:


    Dann habe ich noch etwas an Details gefeilt. So sind z.B. die Steuerstände in der Nock nur zweidimensional ausgestaltet. Hier half mir nochmal der Zusatzbogen mit der Brückeneinrichtung der "Branddirektor Westphal". Von dort habe ich mir zwei Steuerpulte genommen und die Außenwände verkehrt herum gebaut, sodass die weiße Seite nach außen zeigt:



    Für mich passt das (auch wenns nicht 100% original ist)


    Ein eigener Laser wäre natürlich was, wobei man dann natürlich auch das Zeichnen beherrschen müsste...


    Heute ging es weiter mit dem Teleskopkran, dessen Aufbau ich trotz übersichtlich wirkender Skizze seit einem Jahr nicht ganz verstanden habe:


    Mein Freistil-Ergebnis sieht dann so aus:


    Einen Fehler habe ich dabei sicherlich gemacht. Die Ausleger hätten innen und nicht außen angeklebt werden müssen, denn dann würde die Deckplatte (links oben) bündig abschließen. Das ging in dem Fall leider nicht, weil ich dann die Ausleger völlig individuell zurecht schnitzen müsste. So sind sie wenigstens parallel ausgerichtet.


    Ich denke, das war mein letzter Angstgegner bei diesem Modell. Es folgen noch zwei Winden und dann muss ich mir Gedanken über die "Takelage" machen.

    Auf die Seitenwinde gehört noch eine Arbeitsplattform. Das Originalteil im Bogen sieht so aus:


    Das will ich mit LC-Teilen ersetzen. Als Basis dienen LC-Grätings vom HMV. Diese werden mit einer Standard-LC-Reling ummantelt:


    Mit einer Standard-LC-Leiter versehen und an Bord gebracht:

    Langsam kehrt die Feiertagsruhe bei uns ein. Ich kann daher nach langer Zeit wieder einen Baufortschritt vermelden:


    An der Alkor wurde die Seitenwinde in gewohnter Technik dreidimensionalisiert und an Bord gebracht:


    Der darüber gelegen Kran ließ sich (im Unterschied zum Teleskopkran) problemlos bauen und montieren:

    Hallo,


    habe als kleines Zwischenprojekt an einem U-Boot der Klasse 212A der Deutschen Marine gearbeitet. Das Modell ist in der Serie Mini-Modelle beim Passat-Verlag erschienen. Es ließ sich sehr gut bauen, wenngleich ich das Spantengerüst am Bug etwas kürzen musste. Das war sicher mein Fehler. Bauzeit war vier Wochen.


    Hat insgesamt viel Spaß gemacht. Werde mir noch ein paar dieser Winzlinge kaufen. Die sind genau richtig!


    Wer meinen kleinen Konstruktionsfehler findet, darf ihn behalten ;)


    Hi,


    cool, dass du dir dieses Modell vornimmst. Ist meiner Meinung nach eines der schönsten Schiffe überhaupt. Die deutsche Version dieser Klasse sieht auch besser aus als die amerikanischen oder australischen Exemplare. Wirklich schade, dass das Modell bisher nie in moderner Qualität erschienen ist. Hätte es verdient. Die alten WHV-Grafiken sind nicht schlecht, aber z.B. die farblichen Aussparungen für aufzuklebende Elemente machen das Supern sehr schwer.


    Zur Lütjens gibts eine Doku über die letzte Fahrt:

    Vielleicht hilft das? Hab sonst noch viele Bilder von der Mölders aus Wilhelmshaven. Ist "Schiffe im Profil" zum gewünschten Bauzustand nicht hilfreich?


    Viel Erfolg auf jeden Fall! Werde hier mitgucken.


    Mölders in WHV


    OPZ der Mölders in WHV


    Brücke der Mölders in WHV

    Tolle Kollektion, die du hier zeigst :thumbsup:


    Ich mochte die Europa V auch noch. War aber am vorderen Beginn der Aufbauten schwierig zu bauen. Schade, dass es den Bogen nicht mehr gibt. Den würde ich gerne nochmal auf 1:250 skaliert bauen.


    Die moderneren Kreuzfahrer mit ihren Balkonen sind ja mal eine echter Graus, optisch wie modellbauerisch.

    Kartonchris Du hast völlig recht. Hatte das mal mit Weißleim gemacht, der dann nicht gehalten hat... Hab sie dann alle wieder runter gebogen, damit es wenigstens einheitlich ist. Mal schauen ob man das nochmal reparieren kann bevor die letzten Kräne und Winden an Bord kommen.


    Hier erstmal das Abschlussbild von heute Abend:



    Entschuldigt die schlechte Bildqualität. Das Schiff steht schon wieder an seinem Lagerplatz, weil ich die Kräne erstmal separat bauen werde.

    So, die Steurkanzeln sind mittlerweile fertig. Als Inneneinrichtung habe ich die Sitze aus dem Zusatzbogen „Brückeneinrichtung“ der „Branddirektor Westphal“ verwendet. So sind sie wenigstens nicht komplett leer:


    Die Platzierung des Einen hinter der Brücke erwies sich als schwierig. Klebt man die Kästchen entsprechend der Markierung auf dem Deck, ergibt sich eine unschöne Überschneidung mit der Reling:


    Alternativ kann man das Häuschen anders herum aufbringen:


    Letztlich habe ich mich gegen die Decksmarkierung entschieden. Muss dann wie auf dem Peildeck irgendwann die Markierung übermalen.


    Zu guter Letzt habe ich nun noch auf Letzterem den Kompass von der „Wappen von Hamburg“ montiert. Das Teil aus dem Bogen war mir zu zweidimensional😉


    Danke für eure Likes. Das Zusammenfügen des Ballons ist gar nicht so schwierig. Man muss nur immer genug Zeit zum stabilen Trocknen lassen, d.h. jeden Abend eine Bahn anbringen. Vorher schön Kanten färben;) Habe Weißleim verwendet, weil der schneller anzieht. Denn zumindest gegen Ende kommt man mit der Hand nicht mehr gut in den Ballon um gegenzupressen.


    Einziges Manko der Konstruktion ist die Befestigung des Korbs, da wird man etwas allein gelassen.

    Das ist wirklich sehr schade. Habe gerade mein erstes kleines Passat-Modell fertig und dank diesem Forum endlich ein Exemplar der Korvette erhalten. Die Konstruktionen sind wirklich toll. Mich hat es vor allem gefreut, dass es so viele moderne Schiffe gibt. Mein Wunsch wäre noch die Atair gewesen :)

    Die Idee mit den Minimodellen war genial - gerade in Zeiten immer detaillierterer und ausufernder Konstruktionen.

    Werde gleich mal eine Bestellung aufgeben und meinen Stapel füllen.


    Euch Alles Gute für die Zukunft!