Posts by Martina H.

    Vielen Dank für den gelungenen Baubericht der kleinen Kirche !

    Tatsächlich war der Bogen ursprünglich für Bastel-Einsteiger gedacht, je nach Ausschneide-Fähigkeit kann die Kirche in verschiedenen Detaillierungsstufen gebaut werden. Es freut mich daher sehr, dass mit ein paar zusätzlichen Teilen und dem kleineren Maßstab auch versierten Kartonmodellbauern ein paar Stunden Bastelfreude bereitet wird.

    Viele Grüße

    Martina

    Hallo zusammen,

    die "Häuschen" und vieles mehr findet man bei robotime.de . Das sind komplette Bausätze, es ist alles enthalten, bis auf passendes Werkzeug (zu dem, was man vom Kartonmodellbau kennt, vor allem Rundzange und Seitenschneider).

    Im Einzelnen sind das "Kathy's Flowerhouse", "Simon's Coffeeshop" und "Kiki's Magic Emporium", das ich zu einer "nicht-magischen" Apotheke umgebaut, Waage und Registrierkasse und noch vieles anderes selbst entworfen habe.

    Das hier ist kein klassischer Kartonmodellbau, die Gebäude und das Mobiliar besteht meistens aus gelaserten Holzteilen, es sind viele Schmuck- und Nähzubehörteile (Kordelstopper als Blumenvasen oder Lampenschirmchen), Draht für z.B. Schrankgriffe, Tisch- und Stuhlbeine und je nach Ausführung Spritzguss-Kunststoffteile dabei. Letztere habe ich zum Großteil durch Papier-/ Karton ersetzen können und habe die Teile einfach nachgebaut. Der Papier-Anteil in den verschiedenen Sets variiert stark, es sind aber immer Ausschneidebögen dabei für Bücher, Bilder, Kisten, Tüten, usw. Beim Gewächshaus sind alle Blumen und Pflanzen aus Papier, teils bedruckt zum Ausschneiden, aber auch die Blüten aus Seidenpapier gerollt. Je nach Ausführung der Sets, besonders bei den neueren, kommen für die Pflanzen aber immer mehr vorgelaserte Papierbögen zum Einsatz. Schade ! Ein bisschen Kabel muss auch noch verlegt werden, schließlich sollen die kleinen Lämpchen ja auch leuchten können (mit Batterie).

    Alles in allem sind diese Häuschen sehr vielseitig zu bauen, es passt alles, man kann viel modifizieren, wenn man möchte. Mir hat´s bisher viel Spaß gemacht, es stehen auch noch welche in der Pipeline. Und auf Ausstellungen freut sich das zumeist weibliche Publikum drüber ;)

    Viele Grüße und einen guten Start ins Neue Jahr

    Martina

    Martina H. Tisch Nr. 14

    Hallo, Martina, ich meine, der Schinkel-Leuchtturm ist von Hans-Dieter-Richter?

    hier:

    https://web.archive.org/web/2018010811…aeude/schinkel/

    Hat Imogen den auch konstruiert oder weiterentwickelt?

    Hallo Michael,

    der von mir gebaute Schinkel-Turm ist eine Konstruktion von Imogen Stowasser, er ist (zumindest in der 1:100-Variante) um einiges detaillierter als der von dir gezeigte Bogen, und ich finde, um Welten schöner coloriert ;)

    Liebe Grüße

    Martina

    Hallo alle zusammen,

    dieses Wochenende hat uns ja bekanntlich ein sehr ansteckender Virus im Griff - nein, ich meine nicht, den da draußen, sondern den "Kartonmodellbau-Virus", von dem wir alle mehr oder weniger befallen sind ...

    Hier die Modelle, die im Technoseum auf meinem Tisch gestanden hätten (Auf die Vögel habe ich dieses Mal verzichtet, die kennen ja schon die Meisten von Euch, die habe ich sonst immer für die Museumsbesucher dabei):

    Puppenstube, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, ca. 1:20

    Sammlung aus monatlich erscheinendem ABC-Jugend-Heft 2004 / 2005 (Tschechien)

    Konstrukteur: Richard Vyskovsky

    Die Herausforderung dieses Projekts bestand zunächst einmal darin, dass ich nach dem Kauf bei einem bekannten Online-Auktions-Portal eine Sammlung von ca. 30 losen Blättern an Original-Bögen aus den Heften in die Hand bekam, mit Comics und anderen Beiträgen auf der Rückseite, und eine undefinierte Anzahl an kopierten Anleitungen (auf Tschechisch, versteht sich ;)) sowie Explosionszeichnungen. Da die Bauteile oft auf mehrere Bögen verteilt in einer für mich nicht nachvollziehbaren Anordnung vorhanden waren, konnte ich dieses Sammelsurium nur grob auf Vollständigkeit überprüfen. Es sei aber vorweggenommen: Zumindest die Bauteile waren vollständig ! Bei der Küche war viel Kreativität nötig, da waren keine Anleitungen dabei ?(

    Das nächste Problem trat beim Bau der Wandkonstruktion auf: Bereits auf den Original-Bögen aus den Heften war das Höhen-Breiten-Verhältnis nicht korrekt, was sich bei den großen Teilen - je nachdem, ob längs oder quer gedruckt - in einem Versatz von bis zu 5 mm bemerkbar machte. Schwierig, wenn Seiten- und Rückwände nicht gleich hoch sind ;(. Zum Glück hatte ich alles eingescannt und konnte somit die schlimmsten Stellen entsprechend anpassen.

    Die Möbel ließen sich im Vergleich dazu recht gut bauen, teilweise habe ich die größeren Teile auch hier korrigieren und neu ausdrucken müssen. Für die rechten Winkel der Schränke oder Schubladen habe ich ein paar Legosteine zweckentfremdet und passende Schienen gebaut, LegosHeften sind wirklich rechtwinklig !


    Sämtliche Schranktüren, Schubladen und Klappen sind beweglich und können geöffnet werden !

    Bei der Kaffeemühle auf dem Küchentisch kann die Kurbel gedreht werden und der gemahlene Kaffee nach getaner Arbeit aus der Schublade entnommen werden :D

    Bei der letzte Ausstellung des Mannheimer Kreises im Technoseum zum Jahreswechsel konnte ich mich in Ruhe darum kümmern, dass genügend Besteck in der Schrankschublade und Geschirr auf dem Esstisch bzw. in den Schränken vorhanden ist ;)


    Inspiriert durch unsere seit 10 Jahren jährlichen Urlaube auf der wunderschönen Insel Rügen habe ich beschlossen, dieser Insel eine eigene Ecke zu widmen, die nach und nach erweitert werden soll. Hier die Anfänge:

    Schinkelturm, Alter Leuchtturm Kap Arkona 1:100

    Konstrukteur: Imogen Stowasser

    Nach dem Großprojekt der Puppenstube dachte ich: "Jetzt baue ich mal eben einen (eckigen) Leuchtturm, so zur Entspannung" :D. Weit gefehlt, dieser Leuchtturm ist ein tolles, detailreiches Modell mit sehr schön ausgearbeiteten Fenstern, die bei mir von Mal zu Mal (bei 36 Stück) besser geklappt haben, mal entwickelt ja so seine eigene Routine ;).

    Der zweite (neue) Leuchtturm, der am Kap Arkona direkt daneben steht, liegt gerade auf dem Basteltisch und wird in den nächsten Tagen begonnen. Da diese Leuchttürme als Ensemble auf eine gemeinsame Platte kommen sollen, fehlt mir dazu noch das Leuchtturmwärterhaus, das meiner Meinung auch dazu gehört. Mal sehen, ob und wie ich das konstruiert kriege, für jemanden, der das kann, ist das bestimmt banal, aber wenn man das noch nie gemacht hat ... ?(


    Schloss Dwasieden, bei Sassnitz auf Rügen, Bauzustand vor der Sprengung 1948, 1:160

    Konstrukteur: Christian Biskup


    Ein schon etwas älteres, aber eins meiner Lieblingsmodelle ist das Schloss Dwasieden ("Zwei Seiten"). Da wir uns als "Wiederholungstäter" auf Rügen nicht mehr nur auf Touristen-Pfaden bewegen, sind wir auch über diesen "Lost Place" gestolpert, in einem Wald direkt an der Küste bei Sassnitz. Hier liegen jede Menge Trümmer herum, Säulen, Fliesen und sonstige Steinbrocken und verleiten einen dazu, sich zu informieren, was das denn gewesen sein könnte.

    Hier stand einmal ein prunkvolles Schloss, erbaut um 1870 von Adolph von Hansemann, einem der reichsten Bankiers dieser Zeit, im architektonischen Bäderstil mit herrlichem Ausblick auf die Ostsee. Nach dem Tode Hansemanns blieb das Schloss zunächst in Familienbesitz und wurde dann 1935 an die Stadt Sassnitz verkauft, die dort die NVA einquartierte.

    Nach Kriegsende wurde das Schloss im Zuge der Bodenreform und als militärische Altlast kurzerhand gesprengt.


    Hierzu gibt es eine sehr ausführliche Dokumentation von Ralf Lindemann, der auch Führungen vor Ort anbietet.


    http://www.schloss-dwasieden.de/

    Christian Biskup hat dieses Projekt wunderbar recherchiert und als Modell umgesetzt.


    Altes Schloss Ralswiek, 1:250

    auch aus der Feder von Christian Biskup

    Ralswiek ist ein kleiner Ort in der Mitte von Rügen, direkt am Großen Jasmunder Bodden, bekannt durch die "Störtebeker-Festspiele", die dort jährlich in der Sommersaison auf einer Freilichtbühne mit über 140 Statisten, 20 Schauspielern, 30 Pferden und vier Schiffen aufgeführt werden.

    Es gibt hier auch ein "neues Schloss", ein sehr schönes Gebäude, leider gibt es noch keinen Bogen davon ...


    Jetzt folgt noch der obligatorische Teil "zum Anfassen und Staunen":

    Bremer Stadmusikanten

    Walter Ruffler, Maschinen aus Papier

    Hier habe ich ein bisschen "gesupert", den ganzen Aufbau verstärkt und zwei Fenster zum Reinschauen sowie einen Deckel ergänzt, es soll ja schließlich was zum Gucken und Anfassen sein ;)

    Hier ein Video zur Funktion:

    https://www.youtube.com/watch?v=i6AZSs-fvAY


    Vogelpfeifen

    L´Instant Durable / ABC-Verlag

    Hier habe ich auch aus den ABC- Heften (siehe oben, Puppenstube) einen Bogen zum Bau von Pfeifen entdeckt, die mit Hilfe von einem Blasebalg Töne erzeugen können. Da mir die dazugehörigen Vögel nicht zugesagt haben und ich in meinem Fundus noch die zwei Meisen von L´Instant Durable übrig hatte, habe ich die beiden einfach miteinander kombiniert.

    Bei der letzten Ausstellung war es immer ein echtes Aha-Erlebnis für die Kinder, dass Papier-Vögel auch pfeifen können. Ich hoffe, das hat meine Kollegen an den Nachbartischen nicht zu sehr genervt ;)

    Nochmal zum Nachhören:

    https://www.youtube.com/watch?v=VcuKC0Zv30g


    Ich hoffe, dass wir uns bald gesund und munter wiedersehen können,

    liebe Grüße

    Martina