Posts by Detlev_aus_Berlin

    Nach einer längeren Pause geht es jetzt weiter!


    Die Takelung der Rahen hat mir doch mehr Kopfzerbrechen gemacht und die Ausführung wurde jetzt ein wenig kniffelig (gelinde gesagt). :S:rolleyes:Deshalb diese lange Pause und ein wenig Urlaub kam auch noch dazwischen.


    Eigentlich wollte ich die Rahen an Deck liegend darstellen. Aber ich hatte da etwas Probleme, die Ausführung der Takellage für diesen besonderen Zustand hinzubekommen. Also werden sie jetzt im gesetzten Zustand, aber mit gerefften Segeln realisiert.



    Die Rahen sind ‚fliegend‘ gesetzt, d.h. sie haben keine feste Verbindung mit dem Mast. Nach einem der Takelpläne, die mir vorliegen, werden die Rahen an vier Punkten aufgehängt. Ich werde nur zwei realisieren, damit am Mast nicht zuviel Gedränge mit den Blöcken herrscht. Bei dem vorhandenen Maßstab von 1/100 sind meine 2mm Blöcke doch recht groß, so dass ich diese Vereinfachung bevorzuge. Die Leinen dieser Fallen werden an der Nagelbank am Mast belegt.


    Allerdings hätte ich fast meine Anker mit den dazugehörigen Ankerketten vergessen. :rolleyes:

    Bevor die Rahen gesetzt werden und das Modell langsam unhandlich wird, habe ich die Ketten um die Winde und durch die Klüsen geführt. Jetzt schon eine kniffelige Arbeit, da im Bug doch schon einige Details montiert sind.


    An den äußeren Enden der Rahen sind an etwas längeren Leinen Blöcke befestigt, durch die die Brassen geführt werden, die ihrerseits an Püttingeisen an der jeweiligen Bordwand beginnen und an Klampen belegt werden.

    (Auf dem letzten Foto sind alle Leinen zwar schon mit Sekundenkleber gesichert, aber noch nicht gekürzt und versäubert.)

    Moin miteinander,


    der KBW ist zu Ende und die 17 Sieger stehen jetzt fest. :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Eine kleine Lok hat sich an die Spitze des Feldes gedampft und darf als Ehrengefährt in Lummerland ihre Runden drehen:):thumbup:


    Auch ich möchte mich bei den Organisatoren bedanken, die das Event so reibungslos durchgeführt haben. Ebenso an alle Teilnehmer und Kommentatoren der Bauberichte.


    Ich jedenfalls freue mich schon auf KBW Nr. 17 8o:thumbsup:


    So, und jetzt geht es wieder an meine 'Grönland'! (Die lässt schon etwas die Segel hängen :()


    Beste Grüße

    Detlev

    Moin Joachim,


    danke für das Lob. :)

    Ansonsten bin ich auch deiner Meinung.

    An manchen Stellen sind die schwarzen Umrisslinien komntraproduktiv und sollten weggelassen werden oder zumindest blass ausgeführt sein.


    Der (nicht vorhandene) Übergang der Spitzen der Querruder in den Randbogen halte ich nicht nur für unlogisch, sondern für einen Fehler in derKonstruktion. Der Versatz ist so groß, dass er kaum auf eine Ungenauigkeit beim Bauen zurückzuführen ist. Auf den letzten Metern konnte ich dieses Manko nicht mehr ausbügeln und muss so zu dem stehen, was mir das Material vorgegeben hat.

    Eine Warnung für jeden, der sich mit dem Modell befassen möchte, hier Abhilfe mit eigenen Lösungen zu schaffen!


    Beste Grüße

    Detlev

    Hallo Detlev,


    Schade, dass die Kennung mit einem "D" und nicht mit einem "B" beginnt.


    Zaphod

    Hallo Zaphod,


    nach meinem Bildmaterial ist die Kennung für die 'Nordstern' korrekt ?(




    Mit den Tragflächenenden bin ich auch nicht so ganz zufrieden. Ich weiß nicht ob es am Original liegt oder an der Umsetzung im Modell. Ich hatte einige Schwierigkeiten bei der Formgebung der Tragflächen und die Querruder passen sich auch nicht so ganz harmonich in die Flügelenden ein !:whistling:

    Endmontage!


    Das Cockpit habe ich nun Stück für Stück fertig gestellt. Meinen ersten Eindruck, dass die Detaillierung zu gering ist, habe ich revidiert. Es ist richtig voll geworden.




    Schönes Flugzeug, aber die Nase ist nicht wirklich für Karton gemacht.


    Gruß Joachim


    Die Nase des Flugzeugs ist in der Tat nicht für Karton gemacht. Aber, es gibt keinen Versatz im Schriftzug ‚Nordstern‘, was mich erst einmal positiv stimmt! :thumbup:



    Für die Kanzel habe ich mir ein Formteil aus Holz gesägt, damit ich die Kanzelteile bequem und in Ruhe miteinander verkleben konnte. Nach dem Aushärten des Klebers hat dann die Kanzel auch ohne viel Schwierigkeiten an ihren Platz gepasst.



    So, als Letztes noch ein Foto von der Endmontage auf der Bauwerft.



    Die Präsentationsbilder folgen morgen in der Galerie!

    So, mein vorletzter Teil des Bauberichts!


    @ Wanni: By the way, danke für die zuversichtlichen Worte. :)


    Es sind, neben der Bugsektion mit Cockpit, noch einige Details am Modell anzubringen. Die meisten sind schon fertig und warten jetzt darauf ihren Platz am Modell einnehmen zu können.


    z.B. die Einläufe für die Ölkühlung. (jedenfalls nehme ich an, dass sie dafür gedacht waren):



    das Leitwerk:



    die Nase:



    das Cockpit mit den Sitzen und Instrumenten:



    Dann geh ich meine Teile durch und sehe, es sind noch Teile übrig, die nicht auf der Bauanleitung beschrieben sind.?(

    Der Vergleich mit dem Bild auf dem Umschlag und die Nummerierung zeigt mir, dass es sich um die Auspuffrohre der Motoren handeln muss. :thumbup:



    Also noch acht Rohre gedreht ……… tja der Zeitschlitz bis Montag wird nicht größer. :whistling::whistling:

    Hallo Thomas,


    ich habe deinen Post gelesen und war ziemlich fassungslos!


    Ich hoffe, dass du diese Krise in absehbarer Zeit in den Griff bekommst und wieder zum Forum dazu stoßen kannst. Deine Konstruktion einer Diesellok hat mich schon beeindruckt, obwohl ich mehr aus der Richtung Schiffsbau komme.


    Also, alles Gute und hier sind Leute, die dich und deine Beiträge wieder freudig begrüßen würden.


    Detlev

    Alle Motorgondeln haben nach einigen Anpassungen ihren Platz an den Tragflächen gefunden und….. ja, die Zeit wird knapp!

    (Deshalb nur ein kurzes Update des Baufortschritts)



    Die vordere Verkleidung der Motorgondeln werden von innen mit eingefärbten Seidenpapier und Weissleim verklebt und über einem Kegel (in meinem Fall eine kleine Minitaschenlampe) geformt.

    Die Propellerblätter wurden nun auch an die Propellernaben geklebt.



    Die Tragflächen sind nun auch komplett, bis auf die schon angesprochenen Auslassungen an den Flügelspitzen


    Ich bin aber guter Hoffnungen, es doch noch zur Deadline zu schaffen und beginne mit den Arbeiten an den hinteren Steuerflächen.

    In die hinteren Stützen habe ich wieder Siberdraht eingearbeitet, damit die Stabilität gegeben ist.


    Naja, mit den ‚Augen zu‘ klappt es nicht so recht! :whistling:


    Die Motorgondeln lassen sich sehr gut zusammen bauen. Allerdings das Anpassen an die Flügel gestaltet sich einigermaßen schwierig. Da die Verkleidung der Flügel recht labil ist (ganz wenige Spanten, dadurch entsteht die Stabilität nur aus dem einlagigen Karton) passiert es, dass bei der Montage die Flügel eingedrückt, bzw. verformt werden.


    Somit ist bei der Montage der Verkleidung der Motorgondeln auf dem Flügel mit größter Vorsicht vorzugehen!



    Hier eine kleine Konstruktionskritik: Wie schon eben erwähnt, nur 3 Spanten, dessen Ausrichtung durch die Verkleidung vorgegeben wird, führt zu einem recht labilen Endergebnis. Die äußersten Spanten klebe ich auch erst nach dem Anbringen der Tragflächenverkleidung an, damit die Ausrichtung stimmt, oder zumindest was ich dann dafür halte.

    Die Verstärkungen zwischen Motorgondeln und Tragfläche, die auf die fertige Fläche kommt, hat dementsprechend auch eine ‚wackelige‘ Unterlage. Ich fände es besser, ein stabiles Gerüst für die Tragflächen zu erstellen und die Verstärkungen für die Gondeln in das Gerüst zu integrieren. Dann kann die Verkleidung beim trockenen Anpassen eventuell auch noch korrigiert werden, was bei der vorliegenden Konstruktion nur sehr schwer zu bewerkstelligen ist.



    Weiter sind zwar die Tragflächenverkleidungen 22 und 23 an der Seite zu den Querrudern )korrekterweise) verschlossen und grau eingefärbt, aber die Flügelspitzen 26 und 27 nicht.


    Freude machten mir weiterhin die Propeller. Zwischendurch immer ein Blatt und eine Nabe nach der anderen, bis dann alle fertig sind. Dann werden auch die Gondeln fertig montiert sein und die Propeller können angebracht werden.

    Die Querruder sind fertig und können demnächst eingebaut werden.


    Lange Pause in der Berichterstattung, aber nicht am Bau ……..



    Beide Schwimmer sind jetzt fertig. Die Passgenauigkeit ist auch beim zweiten Schwimmer nicht ganz optimal. Entgegen dem Bau des ersten Schwimmers habe ich die einzelnen Segment nicht vor dem Zusammenbau komplett fertig gebaut, sondern erst beim Zusammenbau mit dem Nachbarsegment. Trotzdem sind diese Teile verbesserungswürdig. Zum Beispiel macht es Sinn im hinteren Bereich und an der Schwimmernase, die sich sehr stark verjüngen, die Klebelaschen einzuschneiden, damit sie das kleiner werdende Teil nicht auseinander drücken.


    So als Zwischendurch sind die Propellerblätter und Propellernaben schon in Arbeit. Ebenso die erste Motorgondel. (Auf dem Foto ist noch die Einbauhilfe des hinteren Spantes zu sehen, die später wieder abgeschnitten wird)



    Den Tragflächenteilen gilt jetzt meine besondere Aufmerksamkeit. Teils passen sie ganz wunderbar aneinander, dafür klaffen aber an manchen Stellen Millimeter große Spalten. Ich habe nun lange versucht diese Spalten zu vermeiden, bis ich gemerkt habe, dass es wahrscheinlich nicht notwendig ist. Bisher treten die Spalten an Stellen auf, die nachher von den Motoren und anderen Tragflächenabdeckungen verdeckt werden.



    Also, Augen zu und durch ………..:whistling:

    Ein Schwimmer ist jetzt fertig. Allerdings bin ich an einigen Stellen mit der Passgenauigkeit nicht mehr so zufrieden, oder die Art und Weise meines Zusammenbaus ist nicht optimal (wer weiß).



    Ich habe hauptsächlich die einzelnen Segment fertig gebaut und dann zusammengesteckt. Dabei sind natürlich die Möglichkeiten vieler Ungenauigkeiten verbunden, die die Passgenauigkeit der Segmente beeinflusst. Ich werde bei dem zweiten Schwimmer mal etwas anders vorgehen.

    Aber für mich noch alles im Rahmen!


    Ich habe jetzt auch mehrere Baustellen eröffnet, da ich doch mehr versuche, die Passungen trocken zu kontrollieren.

    Also habe ich schon mal ein Querruder begonnen und zwei Teilen der linken Tragflächenbeplankung.

    Die inneren Rippen habe ich erst einmal mit Winkwln versehen, damit ich sie rechtwinkelig zum Mittelholm verkleben kann.



    Das bewegliche Querruder habe ich mit einer selbstgedrehten Papierröhre innen verstärkt!



    Entgegen der Bauanleitung lasse ich nicht Teil 29d bündig mit der Beplankung abschließen, zumindest lese ich es so in der Bauanleitung, sondern das gegenüberliegende Teil 29c.

    Die Laschen der Halterung 29e habe ich noch mit Sekundenkleber verstärkt.

    Jetzt noch prüfen, ob Halterung und Querruder zusammen passen und ………. passt nicht! :cursing::cursing:;(



    Das Querruder ist an der äußeren Seite 4.5 mm plus 2x Kartonstärke dick und die Halterung kann nur ein Stärke von 4 mm aufnehmen. Schon das Teil 29d ist mit seinen 4,5 mm um einen halben Millimeter zu groß.

    Also lege ich das Teil erst einmal beiseite, bis ich den Flügel in Angriff nehme, der das Querruder aufnehmen muss. Mal schauen was da noch an Luft ist.


    Naja, mal schauen wie es mit den Tragflächenteilen weiter geht. Bin jetzt ein wenig vorsichtig geworden.

    Hallo miteinander,


    es geht (langsam) weiter!



    Joachim : Ja, die Nase der Nordstern ist nicht gerade für den Kartonbau gemacht, aber ich lass den Bogen an dieser Stelle so wie er ist. Eigentlich müsste man, wie manchmal im Schiffsrumpfbau, die Form etwas schleifen und dann neu verplanken. Werde ich aber wohl nicht schaffen, also stehe ich zu meinen Defiziten.

    Danke für die Hinweise zum Thema Cockpit der HA 139. Das Buch habe ich leider nicht, werde aber wahrscheinlich über einen flugzeugbegeisterten Freund drankommen.

    Aber der Link ist ja eine wahre Fundgrube. Leider gehört das Cockpitfoto, das dort zu finden ist, zu den zwei Fotos, die ich schon habe.

    Trotzdem, vielen Dank!



    Das mittlere Rumpfsegment ist nun fertig. Der Arbeitsplatz des Flugingenieurs ist auch eingefügt und die Strebe für den Flügel und deren erste Verkleidung ist eingepasst. (Strebe und Verkleidung sind natürlich noch nicht verklebt, sondern ich muss schauen ob alles passt)



    Zwischendurch habe ich mich schon mal über einen Schwimmer hergemacht!


    Puuh, die Osterfeiertage wären erst einmal geschafft und jetzt geht es an die Nordstern.


    Mit den Teilen des Rumpfes habe ich also begonnen, sowie mit Teilen der Rumpfnase.


    Auch die ersten Teile der Cockpiteinrichtungen liegen auf meiner Schneidematte. Aber hier gehen schon die „Probleme“ los. Ich bin mit der Detaillierung nicht so recht zufrieden.

    (z.B. der hintere Arbeitsplatz des Flugingenieurs ist zwar von der Grafik her sehr schön, aber doch recht zweidimensional. Hier werde ich es so belassen, da im fertigen Zustand kaum etwas davon zu sehen ist, auch mit Klarsichtkanzel)

    Allerdings sind Aufnahmen aus der Führerkanzel der Nordstern, oder einer anderen HA 139, recht selten im Netz zu finden. Hier werde ich mir noch einige Gedanken machen müssen!



    Mit der Passgenaugkeit der Teile bin ich derzeit sehr zufrieden, so dass der Baufortschritt zügig voran gehen sollte.

    Moin Zusammen,


    meine ‚Grönland‘ ist zwar noch nicht ganz fertig, aber der Wettbewerb reizt mich doch sehr. Da passt es ganz gut, dass mein nächstes Projekt die Blohm&Voss HA 139 B „Nordstern“ von Reimers sein sollte und jetzt auch wird. (Meiner Meinung nach neben der Dornier Do 26 eines der elegantesten Wasserflugzeuge, die je gebaut wurden.)

    Kein Schiff, schwimmt aber auch! ;)



    Also mal schauen, wie ich mit der Deadline zurecht kommen werde.:whistling:

    Tja, nach einer etwas längeren Berichtspause geht es jetzt weiter


    Jetzt kümmere ich mich um die Klüversegel. Dafür werden erst einmal die Stage getakelt. Nach den vielen Blöcken und langen Leinen an der Gaffel eine richtige Erholung.


    Die Klüversegel werden wieder wie das große Gaffelsegel hergestellt und auch im Vorfeld gerafft und mit Bänsel versehen. In Anbetracht der Größe dieser Segel habe ich diesmal aber nur eine Lage von den Papiertaschentüchern verwendet. Lässt sich zwar besser verarbeiten, aber ich brauchte auch hier mehrere Anläufe um ein für mich annehmbares Ergebnis zu erzielen.



    Die Enden der Leinen werden an der Nagelbank und den Kranbalken belegt und mit Sekundenkleber fixiert. An den Kranbalken habe ich dafür kleine Klampen angebracht. Alle Belegpunkte werden jetzt noch mit ganz kleinen Garnknäuelen versehen, die die aufgeschossene übrige Leine darstellen soll.


    Mein Absicht ist es die Grönland nicht unter vollen Segeln darzustellen, sondern mit eingeholten Segeln.


    Im Expeditionsbericht wird erwähnt, dass die Rahstengen an Deck untergebracht wurden, wenn sie nicht zum Segeln gebraucht wurden.

    Ich werde mit den Rahstengen ebenso verfahren. Damit muss ich dann aber auch die Fallen und Brassen irgendwie sichern. (Mal sehen wie :S)


    Das eingeholte Segel habe ich aus einem Papiertaschentuch gefertigt, Dazu wurden nur zwei der vier Lagen verwendet, dann das Segel nach dem Zuschneiden (Vorlage war das Segel aus dem Baubogen) und Färben mit verdünntem Kaffee, noch am Rand mit Garn als Liektau eingefasst. (‚eingefasst‘ bedeutet mit Sekundenkleber verklebt).

    Das so vorbereitete Segel wird mit der Gaffel verknotet, ein wenig gerafft und mit Bänsel zusammengehalten. Die unteren Ecken des Segels bleiben ein wenig frei. Diese werden bei der Gesamtmontage am Baum gesichert.




    Die Gaffel ist als fierbare Gaffel ausgelegt. Dafür bekommt die Gaffel drei Blöcke durch die ein ‚Seil‘ geführt wird. Dieses Seil ist am Masttop fest angeschlagen und wird dann zum ersten Block an der Gaffel geführt und dann wieder zurück zum Mast usw. bis zum letzten Block . Zuletzt wird das Seil an der Nagelbank belegt.



    Nahe der Gaffelklaue wird das Gaffelfall befestigt und um einen Block am Mast ebenfalls zur Nagelbank geführt.


    Im Bauverlauf bin ich auf ein weiteres Buch gestoßen, und zwar auf ‚Jacht Grönland im Eismeer – Bericht der ersten deutschen Polarexpedition 1868‘ von Karl Koldewey, eben dem Kapitän dieser Expedition. Sehr interessant um auch mal zu verstehen, was eine Polarexpedition in diesen Zeiten bedeutete.


    Die Seilführung und der Belegplan auf der Fram macht mir Probleme. Ich habe jetzt drei Segel- und Takelpläne (Buch ‚Polarschiffe‘, ein Takelplan aus dem Netz vom DSM und dem oben erwähnten Buch) und alle drei zeigen verschiedenen Lösungen!?(?(

    Ich muss jetzt mit meinem eher laienhaften Wissen durch Versuch und Irrtum, gelegentlich auch mit Überlegung ;), die sinnvollste Seilführung finden. ‚Sinnvoll‘ deshalb, weil ich nicht immer weiß ob es die korrekte ist.

    Das dauert seine Zeit!


    Trotzdem, es geht weiter.


    Da ich später nur sehr schwer wieder auf das Deck zugreifen kann, noch die Lenzpumpe aufgeklebt. Hier habe ich aus der zweidimensionale Pumpe des Bogens ein dreidimensionales Teil gefertigt.



    Der Baum wird mit einer Doppeldirk und dem Baumschot getakelt. Vorher werden aber noch einige Blöcke mit Stropps (die Blöcke werden mit Tau eingefasst) versehen, und dann an den Mast geknotet.

    Die Dirk wird dann zum Mast über einen Doppelblock an beiden Seiten desselben über eine weitere Talje an der Bordwand befestigt.


    Moin zusammen,


    erste einmal vielen Dank für die sehr interessante Zusammenstellung von Links, auch wenn sie 'nur' die Schiffsbauer unter uns direkt anspricht;)


    Natürlich ist die Sammlung von Paris eine Sekundärquelle (übrigens die dritte wichtige Sammlung nach Furttenbach [1629] und Chapman [1768]) und kann es auch nur sein, da auch Fahrzeuge enthalten sind die durch Überlieferungen und nicht mittels Zeichnungen erstellt wurden. Allerdings sind die Zeichnungen maßstäblich, so dass Größenvergleiche möglich sind.

    Als Modellbauplan sind diese Zeichnungen natürlich nicht zu verwenden. Hier liegt die kreative Arbeit des Modellbauers, einen Bauplan für ein Modell, das durch einen Kontrollbau verifiziert werden kann, zu erstellen. Aber ohne diese Sammlungen müsste man sich alles aus den Fingern saugen.


    Also nochmals viele Dank!


    Gruß Detlev

    Hallo zusammen,


    an dieser Stelle vielen Dank für euer Lob und die vielen ‚Daumen hoch‘. Sie sind ein echter Ausgleich zu den kleinen Rückschlägen, die es immer wieder bei der geringen Größe der Teile gibt und damit auch ein Ansporn weiter zu machen.

    Vielen Dank


    Jetzt geht es an das Aufstellen des Mastes. Vorher aber noch einige kleine Details am Pallpfosten. Erstens den Stopper für die Ankerwinde und zweitens die Schiffsglocke.


    Wie schon beim Sprietbaum zu sehen war, habe ich sämtliche Rundhölzer, also Masten, Bäume und Spieren aus Holz gefertigt. Ich wollte mich nicht auf die Teile aus Karton verlassen.

    (Die Puristen unter den Kartonmodellbauern mögen mir verzeihen)

    Nach dem Studium von Fotos der original Grönland und dem Takelplan aus dem oben erwähnten Buch, wurde der Mast noch mit einer Baumauflage, Ösen für das Takelwerk und dem Mastkorb versehen. Der Mastkorb ist mit kleinen Bändern mit dem Mast verbunden.



    Und jetzt werden die vorbereiteten Wanten mit den Webleinen und der Spreizlatte angebracht.

    Tja, aber irgendetwas ist da wohl nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Verklebung der Püttingeisen am Rumpf war noch vollkommen in Ordnung, aber bei der Befestigung am Mast fingen unten die Spreizlatten an ein Eigenleben zu entwickeln. Entweder rechts oder links stellten sie sich nach außen und wollten so gar nicht eine natürliche Stellung einnehmen.

    Mit viel Geduld und Kompromissen bei der Befestigung am Mast habe ich ein Ergebnis erzielt, dass für mich unter den Umständen akzeptabel war.



    Dies ist mein erstes Segelboot aus Karton und ich wollte die Wanten nicht nochmal aufbauen. Aber nach der Fertigstellung der Grönland werde ich mir wohl mal einen ‚Übungsmast‘ aufstellen, mit Wanten versehen und damit auf Fehlersuche, bzw. auf die Suche nach einer besseren Herstellungsweise gehen.

    Wie im Original sollte auch im Modell das Sicherheitsnetz unter dem Sprietbaum realisiert werden. Als Material habe ich Mullbinde aus einem abgelaufenen Verbandskasten genommen, aufgespannt und ein Dreieck mit schwarzem Takelgarn darübergelegt. Dann wurden das Takelgarn und Mullbinde mit Sekundenkleber verklebt. Nach dem Trocknen noch die überstehende Mullbinde abschneiden, das ganze mit Tee einfärben, fertig.

    (Schreibt sich ganz flüssig, hat mich aber zwei Tage und drei Anläufe gekostet ;(:cursing::rolleyes:)



    Nun mussten auch die Kranbalken angebracht werden, die vorher noch jeweils eine Verlängerung aus gekürzten Stecknadeln erhielten (gemäß Originalfotos).

    An diesen Verlängerungen wird das Netz aufgespannt und die Spannleine wird dann an einer Klampe belegt.

    Da ich später nicht mehr vernünftig rankomme, wurde jetzt auch die Ankerwinde direkt auf das Deck geklebt. Ich habe die Zeichnung nicht versucht abzudecken. Sie wird sowieso von dem Teil stark abgedeckt und fällt gar nicht mehr ins Auge.



    Wasserstag (mit einer Öse und aufgeklebten Eisenband am Steven) und die Verspannung des Stampfstocks vervollständigen das stehende Gut des Klüver / Klüverbaumes.


    ........ und nun zum ersten Teil der Takelage:


    Von Anfang an war mein Plan, die Wanten und die dazugehörigen Webleinen darzustellen.

    Dazu brauchte ich erst einmal eine Anzahl von Blöcken. Ich stanzte mir 2 mm Scheiben aus einfachem Karton und 1.2 mm Scheiben aus gedoppeltem Karton aus. Aus zwei ‚großen‘ Scheiben und einer ‚kleinen‘ Scheibe klebte ich dann jeweils einen Block zusammen (insgesamt 16 Stück für die Want- und Rüstjungfern).

    Gut, es waren etwas mehr als 16 Blöcke notwendig, da der ein oder andere sich auf Nimmerwiedersehen in den Teppich verabschiedet hat.



    Schmale Kartonstreifen bilden die Püttingeisen, die im Baubogen auch nur als Grafik auf der Bordwand dargestellt sind. An diesen wurde von der Rückseite Blöcke (Rüstjungfern) mit schwarzem Takelgarn festgeklebt.




    Für die Anfertigung der Wanten mit Webleinen habe ich eine Schablone gezeichnet, auf der ich jetzt das Garn etc. etwas spannen konnte und alles mit Sekundenkleber gesichert habe.

    Die Schablone habe ich auf 5 mm Balsholz geklebt, damit die Stecknadeln besser halten, aber nicht soviel Kraft aufgewendet werden musste.




    Eigentlich werden in die Jungfern drei Löcher gebohrt, um mit durchgefedelten Leinen die Blöcke zu verbinden. Das klappt bei den 2 mm Blöcken nicht und ich habe die Leinen einfach aufgeklebt. Zwei vorne und eine hinten. Mit Sekundeklebergel verklebt hält das auch die Zugkräfte bei der Montage aus.


    Bevor ich von der Takelage berichte, erst einmal die Luken und Niedergänge. Die kann ich jetzt noch ohne Schwierigkeiten auf das Deck bringen. Zum Bau dieser Teile gibt es eigentlich nichts weiter zu sagen. Ausschneiden, knicken und dann verkleben, fertig.


    Jetzt wollte ich auch noch die Ankerwinde aufkleben, aber da die Anker mit Ankerkette versehen werden sollten musste ich feststellen, dass ich die Löcher im Deck und in der angedeuteten Ankerklüse vergessen habe. Also das Deck durchstochen und die Ankerklüse ebenfalls. Auf Deck sieht es noch vernünftig aus, aber die Klüsen – nee. Da eine Verstärkung in dem Bereich an der Bordwand dargestellt ist, habe ich diese mittels einem Stück Karton, dass ein sauber ausgestanztes Loch erhielt, schwarz eingefärbt wurde, nachgebildet. Jetzt bin ich auch mit dem Detail zufrieden.


    Die Nagelbank am Mast habe ich erst einmal aus dem Bogen gebaut. Nachdem auch hier das Ergebnis eindeutig Richtung Tonne tendierte, habe ich das Teil ebenfalls scratch nachgebaut. Gedoppelter Karton mit Silberdraht verstärkt, an allen vier Ecken Stützen ebenfalls mit Silberdraht verstärkt und die Belegnägel mit Silberdraht realisiert. Jetzt kann ich daran auch einige der Leinen befestigen.


    Moin,


    ich werde gespannt deinem Bericht folgen. Die Black Pearl ist schon ein tolles Schiff mit einer ausgeprägten (Film-)Geschichte, und was ich bisher jetzt sehe ist sehr vielversprechend.


    Nur ein Wort noch zu deiner Bemerkung, das Ruder betreffend:

    Das Ruder wirkt sehr fipsig und ......

    Nach dem Handbuch für Modellbauer von Mondfeld waren die Ruder von einer eher schmalen Bauart. Es gilt wohl als Faustregel, je schneller das Schiff desto schmaler das Ruder.

    Da nach Captain Jack Sparrow die Black Pearl das schnellste Schiff derzeit auf den Weltmeeren war, könnte die Bauart auf dem Bogen durchaus hinkommen ;)


    Ich bin auf den weiteren Fortschritt sehr gespannt.


    Beste Grüße

    Detlev

    Moin Hanns,


    die Fotos von den Kränen sehen doch garnicht so schlecht aus,

    Vor einem 'Washing' mit Wasserfarbe würde ich warnen. Das kann ganz schnell zu welliger Pappe führen, was dann alles andere als gealtert aussieht.

    Oder hast du darin schon andere Erfahrungen gemacht?


    Beste Grüße

    Detlev

    @Nils: Danke für deine guten Wünsche zu den Bordwänden. Hat geholfen :thumbup:


    Die Bordwände sind auch ohne Probleme zu verkleben.



    An dieser Stelle habe ich das Modell dann um die Schanzkleidstützen ergänzt. Aber Vorsicht, an der Außenseite der Bordwand sind Klappen dargestellt. Diese nicht von innen mit Stützen ‚blockieren‘. Ich habe passgenaue Klappen zugeschnitten, die Ränder schwarz eingefärbt und an den vorgesehenen Stellen binnenbords angeklebt.

    Jetzt war auch die Zeit, den Bugsteven (verstärkt mit Graupappe) wieder anzubringen.



    Pallpfosten und der Bugspriet wurden mit zugeschliffenen Zahnstochern verstärkt und an das Modell angebracht, gefolgt von der Reling, die Stück für Stück mit dem Schanzkleid verklebt wurde.



    Der Stampfstock sollte nach dem Baubogen lediglich aus einem gedoppelten, sehr dünnen Streifen Karton bestehen. Das erschien mir eine wenig zu fragil und so habe ich den Stampfstock mit einer Stecknadel verstärkt. Die Stecknadel wurde als erstes vorne in den Bugspriet gesteckt. Den Stampfstock aus dem Bogen werde ich nachträglich ‚drum rum‘ kleben.



    Als ‚Zwischendurch‘ habe ich mich an das Beiboot und die Anker gemacht.

    Es ist eigentlich alles wie auf dem Baubogen vorgesehen gebaut.

    Ich habe bei dem Boot lediglich die Plankengänge von innen nachgezeichnet, da ich davon ausgehe, dass es sich hier um eine Klinkerbeplankung handelt. Zwei Ösen für die spätere Aufhängung, ein Bodenrost und zwei zusätzliche Ruderbänke habe ich noch hinzugefügt.

    Die Anker habe ich mit Flunken aus kleinen Dreiecken und jeweils einem Ankerstock aus Silberdraht vervollständigt.



    Jetzt werde ich eine kleine Berichtspause einlegen. Ich bin beim Aufbau des Masts und der Takelage. Die Blöcke, Wanten etc. machen mir echt Probleme, da es bei der Größe der Teile immer wieder zu Rückschlägen kommt. Die Teile sind so klein und verspringen viel zu oft auf Nimmerwiedersehen oder entwickeln ein Eigenleben, die das Verkleben, auch mit Sekundenkleber, sehr schwierig macht.

    Moin Philipp,


    ich reihe mich auch noch in die Gruppe der begeisterten Interessenten ein.


    Was du bisher gezeigt hast ist einfach nur Spitze (z.B. die Tür zum Niedergang :thumbup:). Ich mag solche Details, die dem Modell einfach mehr Tiefe geben.

    Mit der Fram und der Grönland haben wir ja jetzt zwei frühe Polarexpeditionsschiffe parallel auf der Schneidmatte und beide im gleichen Massstab, auch wenn der Schwierigkeitsgrad nicht unterschiedlicher sein könnte.


    Ich bin nachher gespannt auf die Takelung.


    Beste Grüße

    Detlev