Seufz, die gute alte Zeit...
Da zahlte man noch gerne seine Sekt- und Brandweinsteuer, Deutschlands Zukunft lag immerhin auf dem Meer....
....und nicht in Skapa Flow unter demselben.... ![]()
Seufz, die gute alte Zeit...
Da zahlte man noch gerne seine Sekt- und Brandweinsteuer, Deutschlands Zukunft lag immerhin auf dem Meer....
....und nicht in Skapa Flow unter demselben.... ![]()
Irgendwann ist dann nun auch der letzte Faden gespannt...
Damit stehen mir für mein Display die Galeone und zwei kleinere Boote zur Verfügung.
Wie genau ich die nun arrangiere weis ich noch nicht. Fest steht aber daß die Poon längsseits der Galeone Ladung übernehmen soll.
Mal schauen ob ich noch weitere Boote auf dem Diorama unterbringen kann/soll....
VG
Karlheinz
Hallo zusammen,
nachdem meine kleine hamburger Galeone ja nicht allein auf Reede liegen soll, folgt nun ein kleiner Küstensegler aus der Mitte des 17. Jh.
Einen Seitenriss und eine Draufsicht hab ich aus dem Internet. Dort wird das Schifflein als Kaag bezeichnet aber für eine Kaag ist der Bugsteven ziemlich geschwungen und die Linien im Bugbereich sehr füllig.
Daher dürfte es sich eher um eine Poon handeln....
Ich muß zugeben, mein Wissen über holländische Küstensegler des 17. Jh ist mehr als beschränkt, aber vielleicht können ja die Forumsmitglieder hier aushelfen.
Los geht es wie immer mit dem Rumpf.
Viele Grüße
Karlheinz
Nun sind die Anker auch noch an Bord gekommen. Und damit ist die Galeone erst mal fertig.
Das war dann aber nur die halbe Miete. Die Galeone soll ja noch "zu Wasser gelassen werden" und in eine kleine Hafenszene eingefügt werden.
Das ganze soll dann in etwa so aussehen wie die Reede von Texel, wenn auch weitaus kleiner...
Es geht also weiter erst mal mit einem kleinen Segelboot und danach einem typischen holländischen Küstensegler. Ob Tjalk, Poon, Kaag oder Boier ist eigentlich egal...
Unterscheiden kann ich die Dinger eh nicht. Mal schauen was ich an Unterlagen im www finde. Dann aber in einem gesonderten Baubericht.
Am liebsten wäre mir eine Fleute aber die würde für das Display zu groß ausfallen. Zudem habe ich für eine kleine Fleute bisher noch keine brauchbaren Unterlagen gefunden.
Das wird mal ein Projekt für später...
VG
Karlheinz
Die letzte Woche war ich neben der Recherche zur Historie der Hamburger Flagge nicht untätig und hab auch weiterhin die Takelage vervollständigt.
Auch noch ein paar Kleinigkeiten wie die Anker waren zu fertigen. Die Montage folgt aber erst in den nächsten Tagen, dazu hatte ich keinen Geist mehr.
Und so sieht das Ergebnis aus:
VG
Karlheinz
Hier nun das Ergebnis meiner Recherchen zur Flagge:
das alles scheint komplizierter zu sein... Es scheint sowohl eine rote Burg auf weißem Grund zu geben wie auch eine weiße Burg auf rotem Grund. Und damit das noch nicht kompliziert genug ist, scheint es auch noch eine rote Flagge mit weißem Wappenschild und darauf roter Burg gegeben zu haben. Dies scheint die offizielle Flagge für die Schiffe von durch die Stadtverwaltung gesicherten Konvois gewesen zu sein. Die Kriegsschiffe Hamburgs hatten in der Flagge zudem einen Anker hinter dem Wappenschild.
Nichts desto trotz scheint sich dann doch nicht jeder an die Vorgaben gehalten zu haben. Ich habe eine ganze Reihe von Varianten gefunden. Hier ein paar Links:
https://www.forumgeschichte-nordkirche.de/hamburg (das selbe Bild wie oben, weiter unten findet sich noch ein Bild mit eindeutig rotem Tuch)
http://www.hamburg-alive.de/frame-hhgesch.htm (hier sieht man, daß die Flaggen offenbar auch schon an einem extra Flaggenstock gefahren wurden.)
(so in etwa soll meine Szenerie am Ende aussehen)
https://geschichtsbuch.hamburg.de/epochen/aufklaerung/ (geht man hier auf den Beitrag Weltumspanndender Handel als Seele der Stadt sieht man sogar zwei Varianten (rot auf weißem Tuch und weiß auf rotem Tuch) auf ein und dem selben Schiff)
(Hamburg war wohl damals schon SPD-regiert )
Weiße Flagge mit roter Burg. Rote Flagge mit weißer Burg. Mit und ohne Wappenschild. Die Burg in der Mitte oder am oberen Eck. Die Burg mit drei Türmen (ähnlich wie heute) oder die Burg als ein großer Turm. Rotes Tuch ganz ohne Turm....
Und um das ganze Durcheinander noch perfekt zu machen, muß man auch noch in Betracht ziehen, daß bei den Bildern auch ein gewisses Maß an künstlerischer Freiheit mitgespielt haben dürfte. Unbestechliche Fotos gab es ja noch nicht....
Entschluß:
Ich lasse die Flagge an meinem Modell, auch wenn sie sicher nicht hundert%ig richtig sein wird. Ganz falsch wird sie aber nicht sein nachdem es offensichtlich im 17. Jahrhundert die Stadtverwaltung das Problem selbst nicht in den Griff bekommen hat.
Die künstlerische Freiheit nehm ich mir einfach.
Nachdem ich aber immer wieder von einem roten Wimpel gelesen habe, wird dieser noch ergänzt werden.
VG
Karlheinz
Hallo Klaus,
ich muß zugeben, mich noch nicht so tief in die Materie reingefuchst zu haben. Meine bisherigen Modelle waren alle zeitlich später angesiedelt. Das mit den Flaggen läßt sich sicher noch ausbessern. Da muß ich noch einmal tiefer recherchieren. Was die Segel betrifft, so fürchte ich, ist es zu spät. Da noch ran zu kommen ohne zu viel zu zerstören traue ich mich nicht....
Das kann ich erst beim nächsten mal umsetzen.
Als nächstes war der Großmast dran. Die Rahen waren bereits einbaufertig vorbereitet. Meines Wissens nach gab es Mitte des 17. Jh noch keine Fußpferde entlang der Rahen also blieben mir die erspart. Nicht erspart blieben mir aber die Wanten. Da mir die Fertigung direkt am Modell schon immer zu nervig war baute ich mir wieder einen Hilfsrahmen.
Nachdem diese auch an ihrem Platz waren, ging es munter mit dem Takeln weiter. Dabei halte ich mich nicht immer sklavisch an irgendwelche Vorgaben. Zum einen sind auch diese oft historisch nicht 100% ig sicher und zum anderen bewegen wir uns hier im Maßstab 1/250 , da ist manchmal weniger mehr. Am Ende geht es um den Gesamteindruck...
Und das ist nun der aktuelle Sachstand:
So jetzt schicke ich aber erst mal meine Werftarbeiter in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub.
Weiter gehts mit dem kleinen Seelenverkäufer im neuen Jahr.
Die Fässer gab's mal als free download irgendwo im Netz. Liegt schon ewig auf dem Computer.
Die Ballen haben einen Kneetmasse-Kern der mit Taschentuch-Papier umwickelt und mit verdünntem Weißleim getränkt wurde. Anschließend wurden diese mit einer dünnen Schnur umwickelt um die Verschnürung des Packets darzustellen.
VG
Karlheinz
Als nächstes ging es mit all dem Kleinkram weiter.
Da war zum einen mal die Ladung, damit die offene Ladeluke nicht ganz so leer da steht. Zum anderen galt es die Nagelbänke anzufertigen.
Danach machte ich mich an die Masten und die Marse. Da mein Schifflein Mitte des 17. Jh angesiedelt sein soll, der Bogen aber eines Mitte des 16. Jh darstellt, mußten diese nun etwas flacher ausfallen. Das erforderte eine vollständige Neukonstruktion.
Und schon sind die Maste aufgerichtet...
Viele Grüße
Karlheinz
Hallo zusammen,
nachdem nun die Tage wieder länger werden und der Herbst nun seine nasskalte Seite zeigt hab ich nun wieder mehr Zeit zum schnipseln. Als Objekt der Begierde habe ich mir den Free Download der kleinen Galeone San Salvador ausgesucht. Ich werde jedoch ein paar Sachen verändern. Das Schifflein soll etwas modernisiert werden, so das es vom Ende des 16. Jahrhunderts mehr in die Mitte des 17. Jh. paßt. Die Linien sollen etwas geschwungener werden, der Fock-Mast rutscht von der Vorderseite der Back etwas nach hinten und die Marse werden etwas niedriger.
Los geht es natürlich mit dem Rumpf.
Viele Grüße
Karlheinz
Leider gibt es viel zu wenige Bögen von den Seglern aus dieser Zeit. Und wenn, dann meist nur die wenigen ganz Großen wie Passat, Gorch Fock, Krusenstern oder die Preussen. Mir fällt spontan nur die Isolda ein....
Und wenn auch etwas kleiner, die Dagmar Aar....
Ist eine Veröffentlichung geplant?
VG
Karlheinz
Weiß jemand, ob meine Gaffelstellung realistisch ist ? Oder müssen die Gaffeln mit den niedergeholten Segeln auch niedergeholt werden ?
Kommt drauf an wie das Gaffelsegel getakelt ist, es gibt die Variante in dem das Segel mitsamt der Gaffel niedergeholt wird und es gibt die Variante, bei der die Gaffel an ihrem Platz bleibt und das Segel zum Mast hin gezogen wird. Wie auf diversen Bildern im www zu sehen, ist die AVONTUUR dahingehend getakelt, das die Gaffel niedergeholt wird. So gesehen ist dein Modell nicht ganz korrekt... Trotzdem ist es ein schönes Modell geworden.
Was die Darstellung gereffter Segel betrifft, so verwende ich hierfür ein mit verdünntem Weißleim getränktes Segel aus Taschentuch. Das Segel forme ich zu einem Wulst und binde es dann in regelmäßigen Abständen mit einem Faden an den Baum. Wenn dann das ganze getrocknet ist, wird der Wulst steinhart und kann eingebaut werden.
VG
Karlheinz
Der Bilgenentöler der Mondorfer hat ein Unterwasserschiff. Der ist zwar 1/100 aber wäre sicher auch auf 1/250 skalierbar.
VG
Karlheinz
Wie wäre es mit einem nordkoreanischen Zerstörer, eine Querslipanlage hast du ja schon... ![]()
VG
Karlheinz
Die alten Wilhelmshavener sind eine gute Basis für das Supern von Modellen. Oft reichen schon ein paar Schanzkleidstützen hier und eine Lasercut-Reling da. Was ich jedoch immer als erstes ändere sind die Holzdecks. Da haben die Konstrukteure sich damals ehrlich gesagt oft sehr seltsame Farben rausgesucht.
VG
Karlheinz
Aufgegeben hab ich´s nicht, im Moment aber fehlt mir die Zeit. Zudem ist das "Segment" Küstensegler des 17.-19. Jahrhunderts so weit gefaßt (Poon, Kaag, Mutte, Tjalk, Aak...) das man wirklich die Qual der Wahl hat.
VG
Karlheinz
Eine Augenweide! Die alten Dampfer hatten halt noch so etwas wie eine Seele.
Viele Grüße
Karlheinz
So, jetzt noch ein paar Blümchen gepflanzt und die Köf positioniert und fertig ist sie...
Der Bau dieser knuddeligen kleinen Lok hat mir viel Freude bereitet. Die Passgenauigkeit des Bogens ist sehr gut. Normalerweise gibt es beim skalieren in einen anderen Maßstab immer wieder Probleme hierbei, aber bei der kleinen Köf habe ich nichts dergleichen bemerkt. Der Bogen ist an sich recht einfach gehalten, bietet aber dadurch auch viele Möglichkeiten für zusätzliche Details und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Ich denke, man kann ihn vom Anfänger bis zum Profi nur weiter empfehlen. Ich möchte mich daher an dieser Stelle bei Herrn Pirling noch einmal bedanken für all die vielen schönen Bögen, die er für uns konstruiert hat und nicht selten zum freien Download zur Verfügung gestellt hat.
Viele Grüße
Karlheinz
Die Schienen wurden aus je 3 schmalen Kartonstreifen zusammengebaut und entsprechend gealtert. Die Lauffläche wurde anschließend mit einem Bleistift bearbeitet. Das läßt sie leicht metallisch glänzen. Anschließend wurde die Wiesenfläche begrast. Hierzu habe ich einen Strang aus einem
(Kartoffel-) Jute-Sack herausgetrennt und jeweils auf etwa 0,7 bis 10 mm lange Fasern zerschnippelt.
Da die Wiese noch etwas steril aus sieht, kommen da noch ein paar Staudengewächse hinzu.
Die Blumenstängel bestehen aus grün eingefärben Borsten einer alten Zahnbürste. Auf diese wurden dann Tropfen aus Deckweiß aufgebracht. Damit das ganze habwegs handelbar ist hab ich die Bosten auf einem Streifen Klebeband aufgebracht. Wenn alles trocken ist, kommen noch ein paar Blätter hinzu und das ganze darf dann auf die Anlage
Viele Grüße
Karlheinz