Posts by lcar

    Vielen Dank soweit für die ausführlichen Auskünfte und Erfahrungen. Da werde ich von diesem Projekt (noch) Abstand nehmen. Ich habe verstanden: Eure Erfahrungen zeigen in die Richtung, dass erst nach automatischer und nachbearbeitungsfreier Vektorisierung sowie automatischer oder zumindest einfach manueller Nullpunktfixierung "Laser auf Bogen" der Cut generell ein Zeitgewinn wäre. Und bei vierstelligen Preisen für einen Schneidplotter will man auch als Karton-Enthusiast ein wenig überlegen....

    Gruss

    Stephan

    Hallo,

    kürzlich erfuhr ich von ggf. erschwinglichen LaserCutGeräten (z.B. Laser Cutter für Papier), mit denen man heutzutage Schneiden oder Gravuren in verschiedenen Materialien herstellt, aber auch "PaperArt". wie z.B. hier: Laser-Templates.

    Ich konnte jedoch bisher bei der Suche nach lasergeschnittenen 3D Modellen nur SVG Files finden, die man ausdrucken soll bzw. in dem Programm Pepakura laden kann, um Modifikationen herzustellen.

    Idee ist, sich das lästige Ausschneiden zu ersparen und stattdessen den LaserCutter diesen Job machen zu lassen. Dazu muss der Bogen in einem SVG-Format ("vektorisiert") vorliegen und die Schneidelinien von allen anderen unterscheidbar ("ausgezeichnet") sein. Bogen, die als Pixelgrafik vorliegen, müssen also vektorisiert werden. Ich habe das Programm "Inkscape" für diesen Job ausfindig gemacht, kann jedoch damit (noch) nicht umgehen, damit das gewünschte Ergebnis aus einem Scan gewonnen wird.


    Das Thema scheint bei "Profi-Modellbauern" bekannt zu sein, jedoch ist das hier: Laser Cutter für den Modellbau sicher nicht in meinem Sinne "erschwinglich".


    Welche Erkenntnisse hat die werte Kartonbauergemeinschaft zu diesem Thema?

    Gruss

    Stephan

    Ja, die Erfahrungen habe ich bereits auf das nächste Römermodell übertragen: Römer-Kastell. Allerdings gibt es dort keine "Besichtigung", somit auch weniger Stumpfverklebungen grosser Teile.

    Mit den beiden Torhausanlagen sowie der Zinnenmauer bin ich zum ersten Mal mit mir zufrieden, obwohl ich dort auch noch Fehlerchen entdecken kann. Aber wenn man es nicht weiss, dann sieht es schon ganz OK aus.

    Erfahrungen:
    -Klebe nie von einem Teil/Modul gleich alle Klebelaschen an, sondern fraktioniert "nach und nach". Sonst wird die Korrektur von Verrutschungen zur Tortur. Und wahrscheinlich bleiben Spannungen erhalten, so dass z.B. ein Kubus nicht gerade stehen wird.

    -Schneide immer von der weissen Seite, d.h. verdecke mit dem Lineal das bedruckte Teil. Sonst wird es passieren, dass mal das Messer abgleitet und in das TEil schneidet, welches dann unbrauchbar wird. Das kann auch passieren, wenn das Lineal nicht fest genug gehalten wird und beim Schneiden Kraft gegen das Lineal ausgeübt wird.

    - Rillen geht sehr gut mit einem metallenen Brieföffner

    - Klebstoff: darf nur wenig Wasser enthalten, wenn überhaupt. Spender darf gern ein Fläschchen mit dünner Tülle (z.B. aus 1-Euro-Shop).

    - Kleben: so wenig Klebstoff wie möglich verwenden. An den Klebelaschen dünn auftragen, insbes. nah an der Kante und vor allem an den Ecken. Einige (10?)Sekunden gepresst halten zum "Anziehen" des Klebers. Dabei herausquellenden Kleber vermeiden, der beschmutzt Teile und Hände! Das ist die Kunst: Genug Kleber zum Halten aber ohne Überlauf beim Zusammenfügen. Gilt insbesondere für Stumpfverklebungen. Ein nach dem Abbinden "unsichtbarer" Kleber ist auch deshalb sehr empfohlen (Weissleim).

    - Einzelne Teile zu Modulen zusammenzufügen ist noch relativ einfach, Module zu größeren Einheiten zusammenzufügen ist schon ein Gesellenstück.

    - Kantenfärben geht gut mit Wasserfarben, wenn diese "dick" angerührt werden. Ich habe sogar Ölfarben (LUKAS) ausprobiert: geht auch. Mit meinen Faber-Buntstiften bin ich nicht zufrieden: sie geben die Farbe schlecht ab-> wahrscheinlich sind sie zu hart.

    - Was fest geklebtes wieder auseinanderzuschneiden um besser zusammenzufügen geht in der Regel schon beim Schneiden schief. Die Passgenauigkeit ist dahin.

    - Wenn die Klebung noch nicht abgebunden hat, kann man wieder auseinandernehmen. Dann aber nicht gleich neu probieren, sondern den alten Klebstoff (Weissleim) abbinden lassen (am besten für den nächsten Tag vorsehen), sonst wird das Teil zu labberig und das Anziehen des Klebers dauert viel länger als erwartet.

    - Es ist oft schwierig (...bis unmöglich), die Passgenauigkeit eines Teils auf einem anderen unverklebt zu prüfen, weil die Befestigungspunkte stets verrutschen: Du hast nicht genug Finger, um gleichzeitig ein Teil an allen "Enden" anzuhalten. Aber probieren solltest Du es auf jeden Fall....und dann: Try it Baby, but try it!

    - Manchmal fühlt man sich versucht, ein (Innen-)Teil zu verstärken. Das kann aber kontraproduktiv sein, weil die Dicke des Spants/Materials genau kalkuliert ist und dann hässliche Beulen/Spannungen entstehen, wenn der Spant umhüllt wird.

    - Klebelaschen abschneiden, um Stoßkanten unsichtbar zu machen: ja, habe ich probiert, hat aber Tücken. Das nächste Mal (s.u. Space Shuttle) werde ich wohl nicht die abgeschnittenen Originallaschen von unten ans Teil kleben, sondern diese kopiert auf 80g Papier. Oder sogar Zigarettenpapier?


    Grundsätzlich: "Viel" schaffen zu wollen, ist der Feind eines jeden Modells. Gut Ding will Weile haben




    Nächste Erfahrung soll werden:

    Am liebsten das CANON Space Shuttle (realistic) Das hatte ich schon probiert, war ein totaler Reinfall. Deshalb würde ich gern vorher einen Baubericht lesen, habe ihn aber noch nicht im Internet gefunden). Wer sich damit auskennt, darf mich gern beraten und ggf. auf CANON Space Shuttle Orbiter (Simplified Version) umstimmen. ;-)


    Gruß

    Stephan

    Wenn ich Klebelaschen anfügen würde (was ich an anderen Modellen schon getan habe), dann würde ich ja den Boden verdecken. Das Modell ist sozusagen ein "besichtigbares" Landhaus. Man nimmt das nicht verklebte Dach ab und schaut sich die Inneneinrichtung des Hauses an: Bodenbelag, Wandbemalung, Möbel. Da ist es natürlich unmachbar, die Räume mit Klebelaschen auf den bedruckten Boden zu kleben. Oder gibt es einen mir noch unbekannten Kniff dazu?

    Gruss

    lcar

    Vielen Dank für die Antworten. Mittlerweile ist das Modell fertig und unter "Erfahrungen mit großen Bauteilen gesammelt" abgehakt.

    "Retten" konnte ich nicht, denn die Innenräume werden wie Joachim schreibt aus einem Streifen geknickt. Da sind auch keine Klebelaschen dabei, so dass man stumpf auf den Boden kleben muss (da der Boden bereits bedruckt ist). Allein das ist schon mal eine besondere Herausforderung. Und wenn das Zimmer mal geklebt ist, dann kann man keine Verstärkung mehr neu einbringen, denn beide Seiten der Wand sind ja nun dekoriert. Aber ich werde mal versuchen, aussen und innen leicht anzufeuchten und dann mit der Sperrholzauflage(n) über Nacht zu pressen. Vielleicht verschiebt sich ja noch etwas.


    Dem Bogen liegt eine Pappe bei, die für die Verstärkung der Grundplatte hergenommen wird. So ist es in der Anleitung auch beschrieben. Über weitere Verstärkungen gibt die Anleitung keine Auskunft. Überhaupt hätte ich noch viele Fragen an die Macher dieses Bogens nach der Erfahrung. Nun denn...

    Jetzt baue ich das 3. Römerding von SCHREIBER: Das Römer-Kastell .

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    Als Anfänger habe ich nun das römische Landhaus von Schreiber im Bau. Ich bin enttäuscht über die Wellen in den umfassungsmauern, habe ich mich doch streng an die Reihenfolge gehalten. Ja, die innenräume werden ohne klebelaschen eingebracht.

    Fragen:

    Wie hätte ich die Wellen vermeiden können?

    Wie kann ich jetzt noch ein besseres Ergebnis erzielen?

    Viele Grüße an die erfahrenen Helfer!

    Lcar

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Ich habe das Modell nach Rumpffertigstellung und Leitwerk in die blaue Tonne entsorgt. Allein die Fotos von "modellschiff" zeigen, dass ich noch längst nicht so weit bin, um ansprechende Modelle dieses Schwierigkeitsgrades zu bauen. Da halfen mir auch nicht selbst eingesetzte Unterlegfalze und wiederholtes Abnehmen von Beplankungen, um doch noch "irgendwie" Passgenauigkeit herzustellen.


    Mal einfach gefragt:
    Ist es üblich, von einem Kartonsatz erst einmal eine Kopie anzufertigen und mit den Teilen zu probieren, ob "es passt"?...und dann zum Original zu greifen?

    Wo schneidet man:

    a) schwarze Linie am Teil stehen lassen

    b) in der schwarzen Line, sodass ca. 50% zum Teil gehören

    c) schwarze Linie gehört NICHT zum Teil


    Welches Unterlegmaterial empfiehlt sich für die Auflage auf Spanten (für besseren/breiteren Kontakt)? Butterbrotpapier ist zu dünn/haftfähig, 80g Papier zu schwach und 160g Papier trägt zu sehr auf: dann passt die Planke womöglich nicht mehr....


    Wie bekommt man die Kanten gefärbt, da der Karton ja mit einer Farbe schon daherkommt? Habt ihr einen Riesensatz Farbstifte im Lager? Oder verwendet man Farben aus dem Plastikmodellbau?


    Nun, diese Fragen tun sich bei mir nach den ersten Erfahrungen nach Jahren auf...


    Vielen Dank für die prompte Hilfe!

    Gruss

    Stephan

    Vielen Dank für Deine Mühe!

    Ja, die Fotos helfen weiter.

    Ich bin allerdings erstaunt, welche Unzulänglichkeiten das Modell hat. Z.B. hat das Cockpit keine Falze, um es mit dem Unterbau (ein verstärktes Stück) vernünftig zu verbinden: da soll man wohl "einfach" die Pappe mit dem Cockpitrand verkleben (gerade einmal die Dicke der Pappe als Kontakt). Ich bringe da selbstgefertigte Falze an. Dito an der Unterseite: die schwarze Wanne hat auch keine Falze, mache ich also genauso, um sie auf die Unterseite zu kleben.

    Passgenauigkeit ist auch keine Stärke: die hintere Aussenverkleidung kann ich nur passgenau auf die Spanten bringen, wenn ich das Heck verkürze.

    Mal sehen, wie es weitergeht...

    Gruss

    Stephan

    Ich versuche mich an der Do-x von Schreiber. Leider enthält der Bausatz keine Anleitung, auf den Rückseiten sind nur schwer lesbare Skizzen zu sehen, jedoch keine "Explosionszeichnungen" oder ähnliches. Hat jemand eine solche oder eine andere Anleitung?

    Vielen Dank

    Stephan