Posts by apfisdu1

    Ich bin heute glücklich, wieder einen Bauzustand präsentieren zu können.



    Ich habe die Brassen für den zweiten Masten jetzt fertig.



    Ich habe einmal die Brassen bei draufscheinendem Licht fotografiert, sodass diese besonders gut sichtbar sind.



    Es geht nur noch langsam voran, weil die Stellen nur noch schlecht erreichbar sind.



    Die vorhergehenden Bilder haben den Endzustand gezeigt. Vom Bau sind sie vielleicht weniger interessant, denn sie zeigen Klammern und Pinzetten, die geduldig mir die gesamte Haltearbeit abnehmen.



    Jetzt ist die Außenwand des Leuchtfeuers an der Reihe. Hier schneide ich wieder die Scheiben aus und hinterlege sie mit Klarsichtfolie.



    Bild 11: Außenwand Leuchtfeuer


    Im nächsten Schritt folgt das Dach. Es besteht aus einem Kegel mit Spitze.


    Bild 12: Dach des Leuchtfeuers


    Das wirkliche Highlight habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Es geht um das Geländer auf der Sockelplatte. Auf dem Bogen wird gesagt, dass es auf Folie, als LC-Teil und Ätzteil erhältlich wäre.

    Ich wähle hier die Kartonversion und schneide die Streben sorgfältig aus. Zugegeben manche Strebe ist beim ausschneiden nicht ganz geblieben. Aber ein winziger Klecks des Klebers hat sie wieder festgeklebt, sodass ich ein vollständiges Geländer ausgeschnitten habe.


    Bilder 13 und 14: Die Streben des Geländers wurden sorgfältig ausgeschnitten


    Danach habe ich mit Farbe aus der Spraydose beide Seiten des ausgeschnittenen Geländers eingesprüht. So konnte ich gewährleisten, dass an alle Schnittkanten Farbe gelangt ist. Als Nebeneffekt, den ich gern mitgenommen habe, wurde das Geländer mit dem Lack auch steifer.


    Bilder 15 und 16: Nach dem Einsprühen mit Farbe ist ein ansehnliches Geländer entstanden


    Das Geländer habe ich zusammengebaut.


    Bild 17: Das Geländer ist nach Behandlung einbaufertig


    Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.


    Bilder 18 und 19: Der fertige Leuchtturm


    Der Leuchtturm ist nun fertig und ich bin recht zufrieden mit meiner Arbeit.

    Die Makro-Aufnahmen bringen einige Dinge zu Tage, die man mit bloßem Auge schon nicht mehr erkennt.

    Mir hat der Bau sehr viel Spaß gemacht.

    Ich bin übrigens in 8 Wochen für etwas längere Zeit auf Föhr und melde mich dann schon fast traditionell mit meinem Föhr-Baubericht. Was es werden wird, kann ich noch nicht sagen. Derzeit schwebt mir etwas Konkretes vor. Bis in 8 Wochen kann sich das aber noch einmal ändern.

    Ich muss sagen, ich bin untreu geworden. Natürlich nur kartonistisch. Warum?

    Ich war am vergangenen Freitag auf meiner Lieblingsinsel Föhr gewesen. Nicht mehr alle deutschen Inseln lassen einen Tagestourismus zu. Daher gilt mein folgender Baubericht auch ein wenig als Dank an die Föhrer.

    Hier im Forum aus dem Downloadbereich gibt es den Bogen für den Leuchtturm Olhörn in 1:250, der in Wyk auf Föhr an der Strandpromenade steht.


    Bilder 1 und 2: Der Leuchtturm Olhörn in Wyk auf Föhr


    Dieser Leuchtturm ist nicht besonders groß. Vielleicht hat er mir es deshalb angetan. Es ist auf jeden Fall gut für eine Wochenendarbeit.

    Die Grundplatte ist schnell verdoppelt und auch die Seitenkanten habe ich eingefärbt. Dann mache ich mich an die Seitenwände des Turms. Die Fenster strahlen mich in einem hellblau an. Diese Farbe für Fenster ist bei mir verpönt. Ich schneide sie aus und hinterlege sie mit Klarsichtfolie.


    Bild 3: Hellblaue Fenster – Das geht nun wirklich nicht


    Mit Fenstern und Tür ist der Turm nun fertig bestückt. Ein sauberes Kante-an-Kante kleben der Turmwände traue ich mir nicht zu und klebe zur Sicherheit zusätzlich eine Lasche mit ein.


    Bilder 4 und 5: Die Turmwände sind fertig bestückt und können zusammengeklebt werden


    Dann mache ich mich an die Sockelplatte für das Leuchtfeuer. Die Sockelplatte besteht aus einer vier-fachen Kartonlage. Da gibt es genug Seitenfläche, die es einzufärben gilt. Die Ober- und Unterseite der Sockelplatte sind grau. Da sieht es erst einmal ungewöhnlich aus, wenn die Seitenkanten in braun eingefärbt ist. Ein Blick auf ein Originalbild zeigt jedoch, wir sind hier absolut korrekt unterwegs.


    Bild 6: Die Seitenwände der Leuchtfeuer Sockelplatte


    Zuerst klebe ich den Turm unter die Sockelplatte und dann auf die Grundplatte.


    Bilder 7 und 8: Der Leuchtturm auf Grund- und unter Sockelplatte


    Die Treppenstufe und die unteren Seitenwände werden noch angebaut, dann ist die Turmkonstruktion fertig und ich kann mich dem Leuchtfeuer widmen.


    Bild 9: Die Turmkonstruktion ist fertig für das Leuchtfeuer


    Ich habe mich dagegen entschieden, das Leuchtfeuer nicht mit einer LED zu beleuchten und so kommt das kartonistische Leuchtfeuer zum Einsatz.


    Bild 10: Das Leuchtfeuer ist fertig

    Endlich habe ich einmal wieder genug Material zusammen, sodass es für einen Baubericht reicht. Ich muss sagen, es wird immer schwieriger, weil man immer schwerer an die einzelnen Punkte herankommt.


    Die Toppnants:

    Per Zufall hatte ich über das Internet ein Bild von der Preußen in die Hände bekommen, was die Toppnants in „voller Größe“ zeigt. Wo die Toppnants an den Rahen angebracht waren, da waren sie in jeweils drei Längen über die gesamte Rah verteilt. Und ich nur an den Rah-Enden. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Hier musste nachdetailliert werden. Und so werden die Toppnats in Zukunft aussehen:


    Bild 1: Die Toppnants brauchen eine Nachdetaillierung


    Dann habe ich einmal auf der Passat nach typischen Details bei den Brassen gesucht. Dabei bin ich auf diese Teile hier gestossen. Ich weiss nicht, wie sie heissen, aber auf der Passat sind sie enthalten.

    Auf dem Bogen des Passat-Verlages sind sie nicht enthalten. Deshalb sind sie nachkonstruiert.


    Bilder 2 und 3: Bestandteile der Brassen-Takelage auf der Passat


    Wenn man auf alten Bildern der Preußen diese Teile sucht, so sucht man dort vergeblich. Ich denke, diese Teile waren anfangs auch nicht auf der Passat enthalten, sondern kamen erst im Rahmen von Modernisierungen an Bord. Da die Preußen bereits relativ früh aus dem aktiven Dienst ausschied, waren ihr diese Modernisierungsmaßnahmen nicht vergönnt.

    Und so musste ich auf „herkömmlichen“ Wege auf der Preußen die Takelage nachbilden.


    Bild 4: Die gleiche Situation auf der Preußen, nur herkömmlich getakelt


    Doch bei anderen Teilen hatte ich Glück. Es gab auf der Passat Blöcke, die unterhalb der Salings befestigt waren.


    Bild 5: Blöcke unterhalb der Salings abgehend


    Auf alten Bildern der Preußen, konnte ich diese Blöcke auch dort nachweisen. Und so konnte ich auch die Salings auf der Preußen entsprechend „präparieren“.


    Bild 6: Diese Art von Blöcken gab es auch bei der Preußen


    Und so sehen dann meine ersten Brassen am Fockmast aus:


    Bilder 7 und 8: Die ersten fertigen Brassen am Fockmast


    Ein Bild wollte ich zum Schluss nicht vorenthalten. Es zeigt den oberen Fockmast mit einer Masse an Tauen, die parallel zum Mast laufen.


    Bild 9: Taue, die parallel am Fockmast entlanglaufen


    Was kommt jetzt? Eine nicht ganz tröstliche Antwort: Genau dasselbe!

    Aber ich werde jetzt schneller sein, da ich gezielt weiß, wo ich etwas platzieren muss. Der Fockmast hatte bisher noch Probiercharakter.


    Im Nachhinein betrachtet. Einen Baufehler im Vergleich zur Passat habe ich gemacht. Bei der Passat hatte ich die Brassen direkt beim Einbau der Jarvis-Winden mit angeklebt. Bei der Preußen baue ich sie erst in dieser Phase an und habe Schwierigkeiten, an die Jarvis-Winden heranzukommen.

    Dieses Wochenende hatte ich mir vorgenommen, das Heck zu takeln. Eine Recherche an Originalbildern ergab nur eine Klarheit über Fragmente der Takelage, weil einzelne Taue teilweise nur überstrahlt wurden und auf der anderen Seite die Takelage so komplex ist, dass man nur ausgewählte Teile am Modell darstellen konnte. So habe ich mich dann wieder den fotographierten Modellen zugewandt und nachgeschaut, wo die an den Originalbildern identifizierten Takelfragmente zu finden waren. Anbei die Bilder aus dem DSM in Bremerhaven, die ich als Grundlage für die Takelarbeiten verwendet habe.


    Bilder 1 bis 3: Takelgrundlage für die Hecktakelage


    Die Umsetzung war das „Wochenende der Klammern“, weil die verlegten Taue bei der Verlegung und beim Trockenen des Klebers immer auf Spannung gehalten werden mussten.

    Bilder 4 und 5: Die gerade verlegte Takelage muss auf Spannung gehalten werden


    Am Schluss zählt nur das Ergebnis und das zeige ich hier:


    Bilder 6 und 7: Die fertige Hecktakelage


    Die Flagge habe ich mir dann zur Belohnung schon gesetzt.


    Bild 8: Die Flagge als Belohnung

    Abschliessend muss ich sagen, dass ich bedeutend mehr Zeit gebraucht hatte, als ursprünglich eingeplant. Ich hatte gedacht, das Takeln geht mir wesentlich schneller von der Hand. Das liegt teilweise daran, dass ich an viele stellen nur noch schlecht herankam und auch öfters an der bereits bestehenden Takelage hängengeblieben bin.


    Geschafft ist geschafft.


    An dieser Stelle kann ich mich nicht mehr vor den Brassen drücken. Es ist der letzte große Block. Bevor ich die Brassen des Fockmastes zeigen kann muss noch Einiges an Vorbereitungen getroffen werden. Es kann also ein wenig dauern.

    Danach wird der so präparierte Ladebaum auf die Vorrichtung geklebt und kann so in Ruhe trocknen.


    Bild 11: Festkleben des Ladebaums


    Zum Schluss werden die Taljen, wie auf Bild 4 noch befestigt und ich spendiere dem Ladebaum noch einen Haken aus dem Ätzteilsatz der Hammonia.


    Bilder 12 und 13: Der Ladebaum ist fertig


    Trotz all dieser Weiterentwicklungen kommt das Modell jetzt in die Phase, wo erhöhte Gefahr besteht, an der Takelage hängenzubleiben. Ich musste heute bereits reparieren.

    Nach Fertigstellen des Ladebaums werde ich als nächstes die Takelage am Heck fertigstellen, bevor ich mich an die Brassen mache.

    Etwa 40% meiner Bautätigkeit geht für die Recherche drauf. Auf solch eine Recherche möchte ich heute euch einmal mitnehmen. Es geht hier um den Ladebaum der Preußen.

    Ich schaue mich zuerst einmal auf der Passat um, da es das Schiff heute noch gibt. Die Passat besitzt zwei Ladebäume.

    Dort finde ich zuerst einmal die Untersätze, auf denen der Ladebaum befestigt ist. Man sieht hier auch, dass hier eine Umlenkrolle befestigt ist.


    Bild 1: Befestigungsvorrichtung für Ladebaum am Mast


    Weiter oben am Mast ist dann noch einmal eine zusätzliche Befestigung mit weiterer Umlenkrolle vorhanden.


    Bild 2: Obere Umlenkrolle zum Anheben des Ladebaums


    Auf dem folgenden Bild sehen wir auf der Passat einmal einen kompletten angehobenen Ladebaum. Das gibt eine ungefähre Vorstellung von den Proportionen.


    Bild 3: kompletter Ladebaum auf der Passat


    So weit, so gut, aber wie sah der Ladebaum auf der Preußen aus? Historische Bilder zeigen leider nur, dass an der vorgesehenen Stelle wirklich einmal ein Ladebaum existierte. Weitere Details zu den Proportionen habe ich leider nicht gefunden.

    Dann bemühen wir einmal Modellaufnahmen. Und hier bin ich beim Modell der Preußen im Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven fündig geworden.


    Bild 4: Ladebaum der Preußen beim Modell in Bremerhaven


    Dieser Zustand hat mich sogar so angesprochen, dass ich ihn nachbauen wollte.

    Schauen wir einmal, was uns der Bogen zu bieten hat.


    Bild 5: Bauteile des Bogens vom Passat-Verlag


    Es sind der Ladebaum sowie eine Auflagestütze vorhanden. Das ist doch schon einmal ein guter Anfang.


    Dann fangen wir einmal an und konstruieren uns die Befestigungsvorrichtung für den Ladebaum.


    Bilder 6 und 7: Die Befestigungsvorrichtung wird konstruiert und zusammengebaut


    Zusätzlich konstruiere ich noch aus Ätzteilen der Hammonia drei Umlenkrollen. Es sind dieselben Rollen, die ich bereits für die Aufzugvorrichtung für das Fieren der Rahen verwendet habe.


    Bilder 8 und 9: Die Befestigungen werden am Mast befestigt


    Befestigungen und Umlenkrollen befestige ich jetzt am Mast. Dann bestücke ich jetzt den Ladebaum. Hier befestige ich die dritte Umlenkrolle und die Vorrichtungen für die Taljen sowie einzelne Taue.


    Bild 10: Der Ladebaum wird vorbereitet

    Das begonnene Anbringen der Toppnants und der Vorrichtung für das Fieren der Rahen habe ich jetzt auf alle Masten übertragen können. Ich habe die Preußen einmal auf einem dunklen Untergrund abgelichtet, damit die hellen Fäden besser sichtbar sind.


    Bild 1: Die Vorrichtungen für das Fieren der Rahen und die Toppnants sind angebracht


    Ich möchte mich nun den letzten Segeln (Stag- und Gaffelsegel) widmen. Für das eine Besansegel nehme ich die Länge mit dem Zirkel ab. Historische Aufnahmen belegen, dass das Besansegel bei der Preußen, wenn es geborgen war nur am Mast befestigt wurde. In diesem Baustadium war eine Maßnahmen zur Längenabnahme schwer.


    Bild 2: Wir nehmen Maß für die Länge des geborgenen Besansegel


    Dann werden alle Segel wieder auf Servietten aufgezeichnet und ausgeschnitten. Die ausgeschnittenen Serviettenstücke in ein Leim-Wasser-Gemisch getränkt, zusammengeschoben und mit Fliegenfischergarn abgebunden. Bei den Stagsegeln hatte ich Schwierigkeiten, Originalbilder in geborgenen Zustand zu finden. Ich habe bei meinem vorhandenen Bildmaterial die Längenabschätzung unter Vergrößerung mit einer Lupe durchgeführt.


    Bilder 3, 4 und 5: Stagsegel aufgezeichnet, ausgeschnitten, getränkt und gebunden


    In diesem Zustand lasse ich die gebundenen Segel eine Nacht durchtrocknen, bis sie wieder hart sind. Danach gebe ich noch einen Tropfen Sekundenkleber auf den Knoten und schneide die zu langen Enden ab. Nach ein wenig Zurechtkneten sehen die Segel schon viel gefälliger aus.


    Bild 6: So sehen die Segel schon viel gefälliger aus


    Nun war das Aufkleben der Segel auf die Stagen an der Reihe. Diese Aufgabe habe ich ehrlich gesagt ein wenig unterschätzt. Einerseits, weil ich in diesem Baustadium nur noch schwer an die Klebepositionen auf die Stagen herangekommen bin. Auf der anderen Seite verdrehten sich einige Stagen in sich, sodass nach dem Aufkleben die Segel auf einmal von den Stagen herabhingen anstatt auf ihnen zu liegen. Dagegen habe ich kein Rezept gefunden.


    Die Lehre, die ich hieraus für den nächsten Segler gezogen habe ist, dass die Stagsegel direkt nach dem Erstellen der Stagen draufklebe. Ich hatte es seinerzeit nicht getan, weil ich damals noch keine Erfahrungen mit dem Erstellen der geborgenen Segel hatte.


    Bilder 7 und 8: Details von den angebrachten Stagsegeln


    Und selbst das Besansegel passt an den Kreuzmast. Das Bild ist leider etwas unscharf. Wie bereits gesagt, die Position des geborgenen Besansegels am Kreuzmast ist durch historische Aufnahmen belegt.


    Bild 9: Das geborgene Besansegel ist an den Kreuzmast angebracht


    Das Anbringen der Segel ist nun komplett abgeschlossen. Alle Segel sind nun an Bord. Vielleicht auch noch einmal eine Gelegenheit für eine Gesamtansicht. Diesmal aber vom Heck aus. So sind die Stagsegel besser sichtbar.


    Bild 10: Gesamtansicht mit allen Segeln


    Offen sind jetzt noch:


    - ein Ladebaum. Hier habe ich ein Bild gefunden, welches mich inspiriert hat, noch ein Teil zu konstruieren. Aber davon im nächsten Baubericht.

    - Abschluss der Takelage am Heck. Dadurch, dass das Besansegel jetzt angebracht ist, kann ich die Takelage am Heck abschließen.

    - Die Brassen. Dieses Thema wird mich dann länger und ausgiebiger beschäftigen.

    - Setzen der Flaggen an den Masten. Protokollarisch als Indienststellung.

    Gut, nachdem ich nun alle Rahen endlich an Bord habe, nehmen wir uns doch noch einmal das letzte Bild vor. Es stammt von der Passat und zeigt einen der Masten mit gefierten Rahen. Dass die oberste Rah auch gefiert war fällt einem vielleicht nicht sofort auf. Aber die unteren gefierten Rahen erkennt man an den Flaschenzug-Konstruktionen. Da ich diese Flaschenzug-Konstruktionen schon damals auf meinem Modell der Passat vorhanden war, durften sie hier natürlich nicht fehlen. Übrigens auch auf Bildern der Preußen sieht man, dass auch die oberste Rah gefiert war.


    Bild 1: Gefierte Rahen bei der Passat (und auch bei der Preußen)


    Lasst mich dieses Szenario einmal umsetzen.

    Zuerst brauche ich vernünftige Blöcke. Ich erinnere mich, dass ich für die Hammonia aus dem Passat-Verlag von Peter Hurler mehrere Ätzplatinen besorgt habe. Hier sind auch Teile für eine vernünftige Blöcke mit dabei. Perter Hurler hat seine Platinen immer mit so vielen Ätzteilen versorgt, sodass man viele andere Schiffsmodelle mit versorgen kann.


    Bilder 2 und 3: Auf der Ätzplatine von Peter Hurler von der Hammonia sind schöne Umlenkrollen dabei


    Gewissensbisse brauche ich mir übrigens bei der Zweckentfremdung nicht zu machen, da ich die Hammonia aus dem Passat-Verlag bereits gebaut habe.


    Bild 4: Die Hammonia wurde bereits erfolgreich als Modell umgesetzt


    Fangen wir jetzt an. Zuerst stelle ich die Rollen selbst her. Hierzu steche ich mit meinem Punch-and-Die-Set runde Kartonscheiben aus und klebe diese vier-fach übereinander.


    Bilder 5 und 6: Zuerst werden die Rollen hergestellt


    Dann stelle ich die Seile des Flaschenzugs her. Diese werden aus lackiertem 0,1 mm Nickeldraht hergestellt. Ich verwende hier den Nickeldraht, weil sich der Flaschenzug viel detaillierter darstellen lässt und im Gegensatz zum Faden keine Spannung benötigt, da er bereits gerichtet ist. Für das Lackieren verwende ich einen Beige-ton von Aquacolor von Revell, welches ich mit einem Pinsel auf den Draht auftrage. Mit Sprühen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.


    Bild 7: Der Draht wird lackiert


    Jetzt kommen die Ätzteile ins Spiel. Diese lackiere ich auch mit Aqua Color einseitig in Schwarz. Danach biege ich mit einer kleinen Zange die abstehenden Teile so, dass es wie eine Gabel von der Seite gesehen aussieht, wenn man die abstehenden Teile rückseitig zusammenklebt.


    Bild 8: Die Ätzteile werden lackiert und anschließend gebogen


    Danach klebe ich die vorbereiteten vier-fach Rollen auf den runden unlackierten Teil und klebe dann ein weiteres Ätzteil von der anderen Seite drauf.


    Bild 9: Die einzelnen Bestandteile werden jetzt zusammengeklebt


    Bild 10: Nach einer kleinen Farbauffrischung sind die Blöcke jetzt fertig

    Danach kann ich die kompletten Umlenkrollen aufkleben. Je eine Umlenkrolle kommt auf die Rah. Die anderen beiden Umlenkrollen werden an den Mast geklebt. Eine Umlenkrolle befindet sich unterhalb der Saling. Es werden dann von dem lackierten Draht zwei Stücke in der Länge jeweils angepasst und diese jeweils rechts- und links- seitig an die Umlenkrollen angeklebt.

    Nun habe ich es Ostern endlich geschafft, das Thema Rahen abzuschliessen. Die obersten und kürzesten Rahen habe ich fertiggestellt.


    Bild 1: Die letzten Rahen


    Diese habe ich dann noch auf der obersten Mastposition angebracht. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis die Klebestellen trocken waren. Aber dann bot sich ein vollständiges Bild von der Preußen.


    Bild 2: Die Preußen mit allen Rahen


    Ein wenig wird noch ausgerichtet. Dann sollte es passen.


    Jedoch wird noch einige Zeit ins Land ziehen, bis ich komplett fertig bin.


    Was ist noch zu tun?

    • Die Zugvorrichtungen für das Fieren (Anheben und Senken) einzelner Rahen sind nachzubilden.

      Bild 3: Zugvorrichtungen für das Fieren der Rahen bei der Passat
    • Die Toppnants über den Rahen sind zu komplettieren
    • Es gibt einen Ladebaum über einer Ladeluke anzubringen
    • Die Takelage im Bereich des Hecks ist zu komplettieren
    • Fehlende geborgene Segel im Bereich des Gaffel und der Stagen sind noch anzubringen
    • Die Brassen sind anzubringen (der zeitaufwändigste Posten)
    • Zum Abschluss müssen die Flaggen an den Mastspitzen angebracht werden

    Es ist also noch einiges zu tun. Es soll ja nicht langweilig werden.

    Es sind einmal wieder ein paar Rahen fertig geworden.


    Bilder 1 und 2: Fertige Rahen


    Angebracht verleihen sie dem Segler ein immer fertigeres Aussehen.


    Bild 3: aktueller Bauzustand mit den angebrachten Rahen


    Das letzte Bild zeigt aber auch noch etwas anderes auf. Es fehlen nur noch vier Rahen, dann ist die ganze Arie abgeschlossen. Es ist auch abzusehen, dass diese jetzt zu Ostern fertig werden. Ab dann wird dieser Baubericht wieder interessanter. Wenn alle Rahen an den Masten sind, dann richte ich auch die Rahen noch einmal genau aus.

    Im nächsten Baubericht zähle ich die Themen auf, die ich bis zur Fertigstellung auch umzusetzen gedenke.


    Ich wünsche Allen ein frohes Osterfest

    @ Manfred: Vielen Dank. Ich habe bereits die Passat vom Passat-Verlag mit geborgenen Segeln gebaut. Daher war mir die Wirkung sehr bekannt.


    @all:

    Nach längerer Zeit melde ich mich einmal wieder. Es sind einmal wieder vier Rahen fertig geworden.


    Bilder 1 und 2: Fertiggestellte Rahen


    Diese werden wieder an den Masten angebracht.


    Bilder 3 und 4: Rahen an den Masten


    Jetzt sind es nur noch 8 kurze Rahen anzufertigen, bevor ich mich anderen Themen widmen kann.

    Ich habe einmal wieder vier Rahen fertig. Alle wieder genauso angefertigt, wie bereits beschrieben.


    Bilder 1 und 2: Es gibt wieder fertige Rahen


    Diese werden wieder an den Mast angeklebt, was wieder einige Zeit in Anspruch nimmt.


    Bild 3: Die zeitlich langwierige Prozedur des Anklebens beginnt


    Zum Schluss sieht das Schiff mit den zusätzlichen Rahen so aus:

    Bilder 4 bis 6: Die zusätzlichen Rahen


    Damit habe ich bei den vorderen vier Masten die Hälfte der Rahen am Mast. Dieser Vergleich hinkt jedoch, denn die verbleibenden noch nicht verbauten Rahen sind die kürzeren Rahen. 12 Rahen fehlen mir jetzt noch.

    Manfred: Es dauert bei der Detaillierung halt ein wenig, bis ich so vier Rahen fertig habe.
    Ulli+Peter: Die Beschreibung, wie ich die Segel herstelle hatte ich einmal angefertigt, weil jemand mich danach gefragt hatte. Es hatte an dieser Stelle gut gepasst.
    Gustav: Das Bordhandbuch ist wirklich klasse und vieles sehr gut erklärt und bebildert. Vielen Dank dafür.


    ich bin euch an dieser Stelle noch etwas schuldig. Im letzten Baubericht waren die Rahen zwar schon fertig, aber noch nicht alle am Mast. Das hole ich jetzt nach.





    Wenn man diese Bilder anschaut, dann wird man nicht darauf kommen dass noch nicht einmal die Hälfte der Rahen an den Masten hängt. So muss ich euch weiterhin mit diesem Thema quälen, bevor einmal eine Abwechselung kommt.
    Einen kleinen Trost habe ich: Die noch zu bauenden Rahen werden immer kürzer.


    In diesem zustand wird die Preußen auf dem Euregio-Treffen am Freitag in Mönchengladbach zu sehen sein.

    Zur Sicherheit gebe ich jetzt auf jeden Doppel-Knoten einen kleinen Tropfen Sekundenleber, der vom Segel förmlich aufgesogen wird.



    Nach einer kürzeren Trocknungszeit kann ich dann die überschüssigen Fäden abschneiden. Das Segel lässt sich durch Kneten noch in eine gefälligere Form bringen.



    Die geborgenen Segel sind nun fertig für das Anbringen an die Rah.



    Die Segel bestehen aus zwei Teilen. Einen Papierstreifen klebe ich ab den Handpferden über die Vorderseite der Rah bis zur Unterseite der Rah. Dann kommt der geborgene Teil. Dieser wird beginnend von den Fußpferden an die Unterseite der Rahen geklebt.



    Bild 7: Bestandteile der Segel


    Wenn die geborgenen Segel an der Rah befestigt sind, fehlt noch das Anbringen der Befestigungen für die Brassen an der Rah.



    Bilder 8 und 9: Segel und Takelage sind nun an den Rahen befestigt


    Die Rahen sind nun soweit fertig.



    Bild 10: Die Rahen sind zum Einbau fertig


    Das Anbringen am Mast dauert leider seine Zeit.



    Bild 11: Die Rahen werden jetzt an den Mast angebracht


    Ich denke, dass ich bis Freitag zum Euregio-Treffen alle gebauten Rahen auch an den jeweiligen Masten befestigt bekomme.


    Diese lässt sich mit einer scharfen Klinge aus der Serviette gut herausschneiden. Ich erhalte das Objekt mit mehreren Lagen.



    Es hat sich gezeigt, dass in diesem Maßstab (1:250) für große Rahen 3-Lagen und für kleine, kurze Rahen 2-Lagen optimal sind.



    Jetzt geht es an die Herstellung. Hierzu benötige ich Weissleim aus dem Baumarkt sowie 2 Untertassen. Die erste Untertasse fülle ich mit etwas Wasser, soviel, dass gerade nichts überschwappt, wenn ich die Untertasse trage. Hierzu gebe ich etwas von dem Weissleim und vermenge dieses mit einem kleinen Holzstäbchen.
    Ich hatte es auch einmal umgekehrt versucht und zuerst den Weissleim in die Untertasse gegeben und dann mit Wasser verdünnt. Das Resultat war leider, dass die Segel hinterher steinhart wurden und sich nicht mehr bearbeiten liessen.



    Jetzt nehme mein ausgeschnittenes Segelvlies. Ich nehme es mit den breitesten Pinzetten, die ich habe, an den runden Seiten auf, tauche es ganz kurz komplett in das Wasser-Leim-Gemisch ein, ohne es mit den Pinzetten loszulassen und lege es flach auf der zweiten Untertasse aus.



    Man sollte hier aufpassen, dass keine Lagen übereinander geraten. Dann schiebe ich das Segelvlies mit einem oder zwei Holzstäbchen der Länge nach zusammen. Auf Rollen des Segelvlieses sollte man sich gar nicht erst einlassen. Das gibt das Material nicht her.



    Wenn das Segelvlies zusammengeschoben ist, kann man schon damit anfangen, die Flüssigkeit mit einem Küchenkrepp wieder etwas herauszuziehen.



    Jetzt fange ich an, das zusammengeschobene Segelvlies an zu binden. Dazu verwende ich Fliegenfischergarn. Ich fange an einer beliebigen Stelle des Segels an. Die jeweilige Bildung schliesse ich mit zwei Knoten ab.



    Die Bindung wiederhole ich alle 5 mm, sodass hier zum Schluss ein Gebilde herauskommt, dass wie eine Raupe aussieht.



    Dieses Gebilde lasse ich erst einmal einen Tag völlig austrocknen. Man wird nach einem Tag feststellen, dass das Segelvlies wieder sehr viel stabiler geworden ist.

    Lange nicht mehr gemeldet. Ich war aber sehr fleißig gewesen. Daher gibt es heute einen fetten Baubericht.
    Es standen heute – wie sollte es anders sein – wieder Rahen an. Die nächsten vier Rahen waren völlig identisch. Daher habe ich diesmal ein Massenbauprogramm aufgelegt. Bei einer Serienfertigung kann man auch sehr gut Bauentwicklungen zeigen. Steigen wir direkt ein beim Kernelement der Rahen. Wer an dieser Stelle etwas radioaktives vermutet, den muss ich leider enttäuschen.
    Den Kern habe ich wieder aus Messingrundprofilen gefertigt, über die ich dann Messingröhrchen übergezogen habe, wenn der Durchmesser der Rah dick genug war.



    Bild 1: Alles fängt mit Messingrundprofilen an


    Dann kommt der Kartonmantel drum-herum.



    Bild 2: Der Kartonmantel wird um den Messingkern herumgelegt


    Dann kommen die Verbindungselemente zum Mast. Das obere Verbindungselement (das ist das Teil mit Stab und Ring) fertige ich extern und schiebe es dann auf die Rah auf. Bei der externen Fertigung kann ich die Teile präziser aufeinanderkleben, als dass ich dieses an der Rah tun könnte.



    Bild 3: Die Einzelteile der Mastbefestigung


    Dann kommen die Hand- und Fußpferde. Bei den Handpferden teile ich eine Leiter aus Ätzteilen und klebe diese an der oberen Seite der Rahen auf. Bisher erfolgte die Befestigung mit Sekundenkleber. Auf der ZAMMA habe ich in Gesprächen mitbekommen, dass es vielleicht besser sei, diese mit Leim zu verkleben. Ich habe daher Haushaltsleim mit Wasser verdünnt und dieses zur Verklebung der Ätzteile verwendet. Man braucht hier zwar wesentlich länger, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Verklebung ist sauberer.




    Bilder 4 bis 6: Hand- und Fußpferde werden ergänzt


    Die glänzenden Stellen an den Handpferden färbe ich wieder nach.


    Segelherstellung
    Es beginnt zuerst mit dem Material. Ich verwende hier mehrlagige weiße Servietten, die man in jedem Discounter erwerben kann. Man sollte hier nur aufpassen, dass das Papier glatt ist und keine Musterprägungen aufweist.



    Ich muss aber gleich vorwegnehmen, dass das Material, wenn es später einmal mit Flüssigkeit in Verbindung kommt, äußerst instabil wird, was die Verarbeitung erschwert. Nach der Trocknung wird das Segel aber wieder fest und stabil. Mir sind auch schon Segel bei der Verarbeitung gerissen. Diese habe ich dann mit Kittifix wieder zusammengeklebt und man merkte hinterher nichts mehr davon.
    Wer aber auf Nummer Sicher gehen will, der kann auch Teebeutel für losen Tee verwenden. Diese sind auch in feuchtem Zustand reissfest.



    Ich beschreibe hier jedoch weiter die Segelherstellung mit der Serviette, weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe.
    Ich stelle die Segel in geborgenem Zustand dar, da so die Takelage besser zur Geltung kommt. Die Länge des Segels richtet sich bei diesem Typ des Seglers (Vollschiff) nach der Länge der Rah.


    Während meines Weihnachtsurlaubes habe ich mich recht intensiv mit dem Bau der Rahen beschäftigt. Anbei das Resultat.




    Bilder 1 bis 3: Aktueller Zustand beim Bau der Rahen


    Ich habe alle Rahen des Kreuzmastes fertig bekommen. Damit sind ein Drittel der Rahen jetzt fertig gestellt. Damit ist der Kreuzmast jedoch noch lange nicht fertig. Es fehlen u.a. noch Gaffelsegel, Toppnants und Brassen.
    Ich will jedoch erst die restlichen Rahen fertigstellen. Für die Rahen der vier vorderen Masten sind die Maße in der gleichen Höhe immer identisch. Deshalb werde ich jetzt immer vier Rahen gleichzeitig bauen, um zeitliche Synergieeffekte ausnutzen zu können.

    So ganz kurz vor Weihnachten habe ich noch einen Baubericht. Die Rah ist soweit fertig geworden, sodass ich sie anbringen kann. Trocknungszeiten des Klebers habe ich schon einmal genutzt, um die nächste Rah anzufertigen.




    Bilder 1 und 2: Die in Bau befindlichen Rahen
    Da, wie bereits beschrieben, die erste Rah fertig ist, stand nun nichts im Wege, als diese Rah am Kreuzmast nun anzubringen.



    Bilder 3 und 4: Die zweite Rah am Kreuzmast


    Hierbei kann man gut erkennen, dass ich in die nächste Reihe „aufgestiegen“ bin. Da ich derzeit ein wenig Urlaub habe, dürfte der nächste Baubericht nicht lange Zeit auf sich warten lassen.


    Ich wünsche Allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

    Dieses Wochenende gibt es wieder einen Baubericht. Leider lässt mir meine berufliche Tätigkeit vor Weihnachten extrem wenig zeitlichen Platz, um hier aktiv zu werden. Ein bischen was geht aber immer.


    Dass ich meine Lust auf Kartonmodellbau nicht verloren habe zeigt das nächste Bild.


    Bild 1: Trotz wenig Zeit habe ich meine Lust auf Kartonmodellbau nicht verloren
    Kommen wir dann einmal zum Status. Die unterste Rah für den Kreuzmast ist fertig und kann angebracht werden. Danach kann ich einen „Stock“ höher gehen. Diese Rah ist auch schon weit gediehen.



    Bild 2: Status bei den Rahen



    Natürlich zeige ich auch die Rah im angebrachten Zustand und eine Gesamtsicht der Preußen mit den unteren Rahen.



    Bilder 3 und 4: Die Rahen sind angebracht


    Ich denke, die nächste Rah ist schon weit gediehen und es braucht nicht lange, bis sie auch am Mast hängt.

    Ich habe auch einmal wieder zwei Rahen zusammen, sodass sich wieder ein Baubericht lohnen würde.



    Bild 1: Zwei Rahen sind fertig


    Dieser Bauabschnitt ist eigentlich ein sehr undankbarer. Das Anfertigen der Rahen ist relativ zeitaufwändig. Auf der anderen Seite wiederholt sich alles immer wieder, sodass sich eigentlich nur Wasserstandsanzeigen lohnen.
    Das Ankleben der Rahen an den jeweiligen Masten dauert lange bis der Kleber einmal abgebunden hat.
    Glücklicherweise habe ich eine „dritte Hand“, die mir das Anhalten der Rahen abnimmt. In die dritte Hand klemme ich dann eine Kreuzpinzette, welche dann die Rah hält. Diese ganze Konstruktion kann man dann nach Bedarf hinbiegen. Sie ist aber wirkungsvoll.



    Bild 2: Haltekonstruktion für Rahen


    Wenn das Ganze einmal gut durchgetrocknet ist, dann sieht es so aus:



    Bilder 3 und 4: Die großen Rahen sind fest


    Mit den ersten vier Rahen habe ich dann die größten Rahen angebracht. Die nächsten Rahen werden kürzer sein.

    Auch ich bin zum Treffen des Nachbarforums nach Mespelbrunn gefahren und hatte die Preußen mitgenommen.
    Dort hatte ich mit Helmut ein interessantes Gespräch. Er sagte, dass die Segel in der Regel viel tiefer angebracht waren, als von mir dargestellt. Die von mir dargestellte Befestigungsposition wäre nur bei längeren Liegezeiten so gewählt worden oder die Segel wären bei längeren Liegezeiten auch komplett abgenommen worden.
    Bei kürzeren Bergezeiten der Segel wären diese wegen des Gewichts in Höhe der Fusspferde befestigt worden, wobei die letzte Segelbahn noch einmal um alle anderen Segelbahnen als Schutz ´herumgelegt wurde. Das Segel selbst war kurz unterhalb der Handpferde befestigt.




    Folgende angefertigte Handzeichnung soll das Beschriebene noch einmal verdeutlichen:


    Bild 1: Querschnitt von Rah mit Segelaufhängung
    Ich habe mir dann überlegt, wie ich diese Situation nachbilden könnte und bin zum Entshluss gekommen, eine zweiteilige Umsetzung durchzuführen.




    Der erste Teil besteht in der ersten Segeltuchlage an der Rah und der Befestigung kurz unterhalb der Handpferde.


    Bild 2: Erster Teil - Erste Segeltuchlage mit Befestigung unterhalb der Handpferde
    Diesen Teil habe ich durch ein entsprechend ausgeschnittenes Papierstück (80 gr.) umsetzen können.
    Der zweite Teil besteht aus dem geborgenen Segeltuch, welches dann in Höhe der Fußpferde auf das bereits aufgeklebte Papierstück kurz vor den Fußpferden aufgeklebt wurde




    Hier kommt dann die bisher verwendete Methode mit der Serviette, die mit einem Leimgemisch getränkt wurde, zum Einsatz.




    Bild 3 und 4: Darstellung geborgendes Segel


    So ganz zufrieden bin ich mir hier noch nicht. Ich kann aber noch nicht sagen, was es konkret ist.
    Vor Anbringen der Rah muss ich noch einmal die Handpferde wieder ausrichten.

    Anbei möchte ich noch über das Fertigstellen der ersten Rah berichten.


    Obwohl die geborgenen Segel durch Leim in ihrer Form gehalten wurden, habe ich zur Sicherheit die Knoten der Zeisings mit Sekundenkleber verklebt. Nach Trocknen konnte ich die überschüssigen Längen abschneiden und das geborgene Segel ein wenig formen. Dabei stellte sich heraus, dass die getrockneten Segel recht hart waren und sich nur widerwärtig in Form bringen ließen. Das heisst, es ist immer noch zu viel Leim im Gemisch drin. Zufrieden stellt mich dieses Ergebnis nicht.


    Bild 1: Sicher ist sicher
    Die Rah hatte jetzt noch die Fußpferde erhalten. Wegen der Weichheit der Ätzteile war es eine riesen Fummelei, bis die Fußpferde wieder ihre Form hatten.




    Bild 2: Rah mit Fußpferden
    Dann habe ich die geborgenen Segel an der Vorderseite der Rah zwischen Hand- und Fußpferden angebracht.



    Bild 3: Die Segel sind dran


    Jetzt fehlen nur noch die Befestigungen für die Brassen an den Enden der Rahen. Auf dem Bild sieht man bereits, dass Nachschub für die Rahen in Sicht ist.



    Bild 4: Die Rah ist fertig und kann angebracht werden


    Das letzte Bild zeigt meinen ersten Versuch, die Rah anzubringen. Durch den massiven Messingkern sind die Rahen recht schwer. Es bleibt abzuwarten, ob die Befestigung ausreichend ist.





    Bild 5: Die Rah ist angebracht
    Ursprünglich hatte ich vor Mast für Mast zu takeln. Da aber die Maße der gleichen Rah für die vorderen vier Masten identisch sind und ich die Maße für den Messingkern schon einmal habe, habe ich mich entschlossen, Rah für Rah zu erstellen.

    Mit den Segeln habe ich bereits begonnen. Beim Ausschneiden muss ich bei der Breite nicht auf die Form achten, da die Segeln im Leim-Wasser-Gemisch eh zusammengeschoben werden.




    Bild 9: Ausschneiden der Segel aus einer Serviette


    Danach werden zwei Lagen in einem Leim-Wasser-Gemisch getränkt und dann zusammengeschoben. Das leicht angetrocknete Teil wird etwa alle 5 mm einmal abgebunden und verknotet. Ich gehe hier nicht mehr im Detail darauf ein, da ich meine Verfahrensweise in einem meiner letzten Bauberichte bereits detailliert beschrieben habe.





    Bild 10: Dem Segelteil sollte man jetzt mindestens einen Tag Zeit zum Trocknen geben
    Die nächsten Schritte bis zum Fertigstellen der Rah beschreibe ich dann im folgenden Baubericht.

    Mit diesem Baubericht möchte ich mich aus dem Urlaub zurückmelden. Der Start meiner Bauaktivitäten hatte sich nach hinten verschoben, weil ich noch auf eine Bauteilbestellung gewartet habe.
    Diesmal soll es nun wirklich an die Rahen gehen. Im ersten Bild sind die Mantelteile für die Rahen ausgelegt.



    Bild 1: Karton Mantelteile für die Rah


    Man muss sich hier vorstellen, dass an den Enden der Rah je ein Brass-Tau auf Spannung zieht. Die Konsequenz ist schnell klar. Die Rah benötigt im Inneren einen stabilen Kern, sodass die Rah bei Belastung nicht durchknicken kann.
    Nun habe ich bei den Masten immer ein Buchenholz Rundprofil auf Form geschliffen. Für diesen Zweck passte es ganz gut. Hier geht es leider nicht, da der Durchmesser der Rah an den beiden Enden bis auf 0,8 mm zurückgeht und die Rah sich auf beiden Seiten verjüngt. Der Mast verjüngt sich auf nur einer Seite. Ich bekomme bei zwei verjüngenden Seiten Probleme mit dem Einspannen in das Spannfutter.



    Die Lösung für mich war: Ich gehe auf Messing-Rundprofile. Auf Grund der größeren Härte des Materials gegenüber Holz kommt ein Zurechtschleifen nicht in Frage. Hier habe ich mir sehr präzise Messing-Rohre besorgt, die ähnlich wie ein Teleskop ineinandersteckbar sind. Solässt sich eine Verjüngung zu beiden Seiten der Rah sehr gut darstellen.

    Bild 2: Ineinandersteckbare Messing-Rohre als Kern für die Rah


    Auf Basis des Mantelumfangs der Kartonteile lassen sich die Längen der Messingrohre gut bestimmen. Mit einer Diamant-Trennscheibe lassen sich die Messingteile präzise kürzen.



    Bild 3: Mit einer Diamant-Trennscheibe lassen sich die Profile präzise kürzen


    Jetzt muss nur noch alles mittig zusammengesteckt, ausgerichtet und mit ein wenig Kleber fixiert werden und ich habe jetzt einen stabilen Kern, um den ich jetzt die Mantelteile nur noch umwickeln muss.



    Bild 4: Ein stabiler Kern für die Rah ist entstanden


    Der nächste Schritt ist, dass ich den Mantel um den Kern wickle und klebe.



    Bilder 5 und 6: Der Mantel lässt sich gut um den Kern wickeln und kleben


    Als nächste Schritte werden erst einmal die Halterungen angeklebt. Nach dem Motto: „Wer hinterher noch Fußpferde unter den Mast klebt, der muss auch Handpferde draufkleben“, habe ich eine geätzte Leiter aus dem Sortiment des Passat-Verlages in der Mitte der Sprossen durchgetrennt und die halbe Leiter als Handpferd verwendet. Es ist klar, dass eine halbe Leiter durch die Trennung schnell an Form verliert.





    Bild 7: Anfertigen der Handpferde
    Sie lässt sich auch wieder ganz gut begradigen und an der Oberseite der Rah befestigen. Das Aufkleben dauert sehr lange, da sich nie große Längen auf ein Mal kleben lassen.



    Bild 8: Das Handpferd ist endlich nach geraumer Zeit auf der Rah


    Bis zur Fertigstellung der Rah fehlen jetzt noch:
    - Die geborgenen Segel
    - Die Fußpferde, die Bestandteil des Ätzsatzes der Preußen sind
    - Die Befestigung der Brassen an den Rah-Enden

    Hallo Goomy,ich freue mich, dass es dir gefällt.
    Heute melde ich mich noch einmal mit einer Verfeinerung der Klüversegel zurück. Ich möchte die Befestigung auf dem Backdeck darstellen.
    Dazu erzeuge ich die Ecke der Klüversegel, wo das Tau befestigt war, um dieses an die geborgenen Segel anzukleben.




    Bild 1: Die Taubefestigung der Klüversegel wird erzeugt
    Ich tränke diese Segel-Dreiecke noch einmal in dem Leim-Wasser-Gemisch, damit eine gewisse Festigkeit nach dem Trocken erreicht wird.





    Bild 2: Die Segelstücke werden jetzt getränkt und müssen dann trockenen
    Dann wird an der spitzen Seite das Tau befestigt und die gerade Seite wird an dem jeweiligen Klüversegel befestigt.



    Bild 3: Einbauen der Segelstücke in die vorhandenen Klüversegel


    Dann kann ich die vier Taue auf dem Backdeck befestigen und spannen.



    Bild 4: Die Taue sind gespannt und befestigt


    Das Ganze sieht dann fertig so aus:




    Bilder 5 bis 7: Fertige Klüversegel-Abspannung


    Auch mich hat es jetzt erwischt. Ich darf endlich in Urlaub fahren. Für dieses Jahr habe ich mir mit den Hurtigruten in Norwegen etwas ganz besonderes gegönnt. Daher wird der nächste Baubericht frühestens in vier Wochen kommen.

    Hallo Renee, hallo Hans-Joachim,
    ich habe euch beiden eine PN geschickt mit historischen Bildern der Preußen von der Sektion um den Anker herum.
    Darin denke ich habe ich die Umsetzung eigentlich ganz gut getroffen. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich diese beiden Bilder leider nicht im Baubericht veröffentlichen.
    Gruß Axel

    Heute kommen die ersten Segel an Bord. Grundsätzlich stelle ich die Segel (wie auch bereits bei der Passat) in geborgenem Zustand dar. Dieses erfolgt deshalb, weil ich in eine sehr aufwändige Darstellung der Takelage investiert habe und auch noch investieren werde und die herabgelassenen Segel die Sicht auf die Takelage teilweise versperrt hätte.
    Fangen wir also an. Ich will zuerst die Klüversegel darstellen. Als Grundlage verwende ich 3-lagige weiße Servietten, wovon ich jedoch nur 2 Lagen benötige.




    Bild 1: Weiße Servietten als Grundlage für Segel


    Zuerst einmal zeichne ich die Form der Segel auf die Serviette. Bei der Passat habe ich noch die Form aus dem beigefügten Segelbogen verwendet. Diese sind hinterher jedoch zu dick geworden. Daher verwende ich jetzt rudimentärere Formen, da diese eh als geborgene Segel dargestellt werden.


    Bilder 2 und 3: Die Segel werden aufgezeichnet und ausgeschnitten


    Jetzt stelle ich die Lösung her, in die ich zum besseren Halt die Segel eintauche. Es ist ein Leim(Ponal Express)-Wasser-Gemisch, wobei auf ein Teil einen gleichen Anteil Wasser gebe. Mit diesem Mischungsverhältnis habe ich gute Erfahrungen gemacht.



    Bild 4: Das Leim-Wasser-Gemisch wird angesetzt


    Als Gefäß verwende ich einen Unterteller aus Porzellan, da dieses Material und Leim ein geringes Potenzial bieten, miteinander zu verkleben.



    Bild 5: Das Segelteil eingetaucht


    Nach dem Eintauchen lässt dich das Material nur vorsichtig zusammenschieben. An ein Zusammenrollen ist nicht zu denken. Mit der Feuchtigkeit wird das Material sehr instabil. Man muss hier sehr aufpassen.
    Wenn die Feuchtigkeit ein wenig raus ist, fange ich an, die Zeisings (das sind die Bänder, die die geborgenen Segel zusammenhalten) zu binden. Ich setze etwa alle 5 mm einen Zeising. Ich setze einen doppelten Knoten zur Befestigung.



    Bild 6: Die Segel werden durch Zeisings zusammengehalten


    Wenn das Ganze gut durchgetrocknet ist, verklebe ich die doppelten Knoten mit einem Tropfen Sekundenkleber.



    Bild 7: Die Zeisings werden durch Tropfen von Sekundenkleber gesichert


    Wenn der Sekundenkleber abgebunden hat, können die überschüssigen Längen der Zeisings abgeschnitten werden. Das Segel kann jetzt noch ein wenig in Form geknetet werden und ist dann einbaufertig.



    Bilder 8 und 9: Einbaufähige Segel

    Heute möchte ich einmal eine Vision Wirklichkeit werden lassen. Vor zwei Bauberichten hatte ich folgendes Bild gezeigt.





    Bild 1: Vision Besanbaum
    Dieses möchte ich jetzt einmal Realität werden lassen. Im letzten Baubericht hatte ich unterschlagen, dass ich für die Befestigung an Besanbaum und an Deck bereits Befestigungsvorrichtungen angebracht habe.



    Bild 2: Die Befestigungsvorrichtungen sind bereits vorhanden
    Für die Taljen habe ich wieder meinen 0,1 mm Draht verwendet. Im ersten Schritt habe ich ihn mit Revell Aqua Color einmal ocker eingefärbt. Den Unterschied kann man auf dem Bild ganz gut erkennen.



    Bild 3: Eingefärbter 0,1 mm Nickeldraht für die Taljen


    Im nächsten Schritt benötige ich noch die Blöcke für die Taljen. Diese habe ich dann aus Tonkarton ausgestanzt. Für mich kommen nur Blöcke mit dem Durchmesser von 1 mm in Frage, was bei der Umrechnung vom Maßstab von 1:250 ins Original auf 25 cm herauskommt. Bei 2 mm (wofür ich sehr ansprechende Blöcke aus Holz hätte) komme ich bereits auf eine Größe von einem halben Meter, was definitiv zu groß ist.





    Bild 4: Die Blöcke werden ausgestanzt
    Der nächste Schritt mit der Erstellung der Talje ist wieder wegen der geringen Größe eine sehr fummelige Angelegenheit, was wieder mit einigen Flüchen von mir belegt wurde, die ich aber an dieser Stelle nicht wiedergeben werde.



    Bild 5: Die erste von zwei Taljen ist fertig


    Die beiden fertigen Taljen habe ich dann auf Deck verbaut. Das fertige Ergebnis sieht so aus:




    Bilder 6 bis 8: Beide Taljen sind auf dem Poopdeck eingebaut


    Im nächsten Baubericht werden die ersten Segel gesetzt. Dann erkläre ich, wie ich die Segel herstelle.

    Da der Kreuzmast der hinterste Mast ist, ist auch diese Bauphase abgeschlossen. Am Ende einer Bauphase lohnt es sich immer noch einmal eine Gesamtansicht zu zeigen.


    Bilder 9 und 10: Gesamtansicht der Preußen nach Abschluss der Bauphase


    In der nächsten Bauphase geht es um Rahen, Segel und Brassen. Wenn ich diese Bauphase abgeschlossen habe, stehe ich kurz vor der Fertigstellung der Preußen.

    Am Kreuzmast habe ich mittlerweile alle Pardunen, Stagen und Toppnants gezogen, sodass dieser jetzt abgespannt ist. Die unteren Wanten habe ich jetzt noch nicht angebracht, damit ich die Toppnants noch bearbeiten und die Nagelbank einfügen kann.





    Bild 1: Der Kreuzmast ist abgespannt
    Zuerst müssen an der Deckbefestigung der Toppnants noch die Taljen angebracht werden. Eine einfache Version der Taljen habe ich schon einmal vorbereitet.







    Bilder 2 und 3: Die Taljen müssen noch an die Toppnants
    Es war eine ziemlich große Fummelei und auch mit manchem Fluch verbunden, bis die Taljen endlich an den Toppnants saßen.



    Bild 4: Die Taljen sind jetzt endlich an Ort und Stelle


    Dann kann ich mich der Nagelbank widmen. Diese kann ich auch separat zusammenbauen. Da die Nagelbank U-förmig um die Toppnants eingeschoben wird, kann ich dieses erst jetzt, als die Toppnants fertig sind, tun.



    Bild 5: Die Nagelbank ist fertig


    Es wird an Bord ziemlich eng, aber es passt.



    Bild 6: Die Nagelbank ist eingepasst und passt


    Mit diesem Schritt sind meine Arbeiten am Mast abgeschlossen und ich kann die unteren Wanten anbauen.



    Bild 7: Die unteren Wanten sind jetzt angebaut


    Gleichzeitig sind jetzt für diese Bauphase auch meine Arbeiten am Kreuzmast abgeschlossen.



    Bild 8: Der Kreuzmast ist (für diese Bauphase) fertig

    In meinem Baubericht gab es lange Zeit keinen Fortschritt. Weitergebaut habe ich natürlich.
    Aber es gab einfach auch Ereignisse, die mich schlichtweg vom Bauen abgehalten haben. Letztes Wochenende zum Beispiel. Da habe ich wieder eine Fahrt auf der „Cap San Diego“ gemacht. Immer wieder ein Erlebnis.




    Bild 1: Ich, auf der Cap San Diego, letzten Sonntag
    Diesmalwar die Ausbeute an interessanten Schiffen nicht so groß. Ob das wohl amSonntag liegt? Aber wer die Augen offen gehalten hat, der hat an der Seite derElbe einige interessante Entdeckungen gemacht. So zum Beispiel habe ich die Masten der Peking ausgemacht, die in Wewelsfleth wieder hübsch gemacht wird.





    Bild 2: Die „Peking“ gesichtet in Wewelsfleth
    Kehren wir doch einmal wieder zum Kartonobjekt zurück. Zum Besanbaum habe ich noch einmal eine Recherche gestartet. Wie sieht das Ganze eigentlich auf der Passat aus? Ich habe einige Bilder gewälzt und bin jeweils für die Umsetzung auf der Passat fündig geworden. Leider kann ich hier keine Originalbilder zeigen, da ich das Copyright auf diese Bilder nicht habe. So habe ich dann eine Zeichnung davon angefertigt.



    Bild 3: Befestigung Besanbaum auf Passat


    Das Modell der Passat aus dem Passat-Verlag besitzt auch die besagte Stütze, in die der Besanmast aufgelegt ist. Im Original existiert diese Stütze jedoch nicht. Hier wird der Besanbaum von zwei Taljen in Position gehalten.
    Wie sehen die Baufortschritte am Kreuzmast aus?



    Bilder 4 und 5: Zustand Kreuzmast


    Hier sind alle Takelhilfsmittel am Mast angebracht, der Mast bereits eingesetzt, die oberen beiden Stagen bereits verknüpft und die oberste Pardune bereits gesetzt.
    Vorher habe ich natürlich das Takelgarn, was schwer anzubringen ist, schon am Mast eingefädelt.
    Am kommenden Wochenende habe ich viel Zeit und ich denke, dann werde ich auch wieder viel schaffen können.

    Heute habe ich am Kreuzmast weitergebaut. Alle Takelhilfsmittel sind am Mast angebracht. Ich habe mich dazu entschlossen, die Gaffeln ebenfalls jetzt bereits anzubringen. Also wurden zuerst einmal die Gaffeln hergestellt.




    Bild 1: Gaffeln
    Beim Anbringen der Gaffeln hatte ich eine Wartezeit, denn alles musste gut durchtrocknen.





    Bild 2: Anbringen der Gaffeln an den Kreuzmast
    Nach Trocknen der Klebestellen kann ich wenigstens den Mast schon an seiner vorgesehenen Stelle wieder aufstellen.



    Bilder 3 und 4: Kreuzmast mit Gaffeln


    Auf einen Punkt möchte ich noch hinweisen. Als Ableger für die unterste Gaffel ist ein Ständer vorgesehen. Dieses scheinen jedoch Vorbilder nicht zu belegen. Vielmehr ist hier eine Talje wahrscheinlich. Ich habe daher den im Bogen vorgesehenen Ständer nur temporär bis zum Trocknen der Klebestelle vorgesehen. Danach will ich dort eine entsprechende Talje dort hinsetzen.



    Bild 5: Der Ständer ist unwahrscheinlich




    Bild 6: Eine Talje ist wahrscheinlicher


    Mit der Takelage wollte ich heute noch nicht beginnen. Ich wollte den Klebestellen einen Tag Gelegenheit geben, durchzutrocknen.

    Ich habe den letzten verbleibenden Feiertag Fronleichnam wieder ausgiebig für den Weiterbau der Preußen genutzt. Der Laeiszmast war an der Reihe. Ich konnte die für diesen Bauabschnitt vorgesehene Takelage vollständig fertigstellen.
    Anbei die Bilder des „fertiggestellten“ Laeiszmastes:







    Bilder 1 bis 5: Der fertiggestellte Laeiszmast


    So ganz fertig bin ich dann doch noch nicht.


    Es fehlen noch:


    - Die Taljen an den Toppnants


    - Die Nagelbänke am Mast


    - Die unteren Wanten


    Die unteren Wanten habe ich ganz bewusst noch nicht angebracht, damit ich besser an Toppnants und Nagelbänke herankomme. Ich hoffe, dass ich diese Arbeitsvorgänge am Wochenende abgeschlossen bekomme.


    Wenn jemand beim Lesen der Zeilen auf die Idee kommt „Das habe ich bereits irgendwann schon einmal gelesen“. Ja, sorry, aber bei fünf Masten sind dann viele Arbeitsvorgänge gleich.


    Dann freue ich mich auf den Kreuzmast, denn es ist der letzte Mast. Hier sind neben vielen gleichen Arbeitsschritten auch einige Dinge anders. Zusätzlich werde ich die abschliessenden Gaffeln mit anbringen. Dort habe ich eine Idee, die ich umsetzen werde. Das wird bestimmt ein Hingucker.

    Für mich galt es erst einmal die noch offenen Schritte am Mittelmast noch abzuschließen. Dazu habe ich erst einmal für die Topnants Taljen-Attrappen erstellt.



    Bild 1: Taljen Attrappen für die Toppnants
    Weiter brauche ich bei den Taljen nicht ins Detail zu gehen, denn mehr erkennt das Auge eh nicht mehr. Denn seht selbst:



    Bild 2: Fertiggestellte Toppnants


    Dann fehlt noch die Nagelbank. Zum Schluss konnte ich noch die fehlenden unteren Wanten komplettieren und der Mittelmast war endlich fertig.



    Bild 3: Der Mittelmast ist endlich fertig


    Dann kann ich mich dem Laeiszmast widmen. Dieser Mast hat eine Besonderheit. Er nimmt die Brasstaue von Mittel- und Kreuzmast auf, da es sich hier um ein Vollschiff handelt.
    Zuerst prüfe ich wieder, ob alle Takelhilfsmittel am Mast vorhanden sind. Dann bringe ich die beiden Stagen am Mast an. Ich befestige die oberen Wanten. Das ist mir diesmal besser gelungen.
    Zum Schluss bringe ich Toppnantes und Pardunen an, die ich, wenn der Mast einmal eingebaut ist nur sehr schwer herankomme.



    Bild 4: Der fertig präparierte Laeiszmast


    Und auch wieder auf Deck muss ich wieder die unteren beiden Stagen anbinden.Irgendwie wiederholt sich alles.



    Bild 5: Die angebrachten Stagen auf Deck


    Jetzt kann ich den Mast einsetzen. Ich habe bereits die zwei oberen Stagen und eine Pardune gesetzt.
    Das ist jetzt der aktuelle Stand. Die ganze Knoterei mit Stagen, Toppnants und Pardunen überlasse ich dem nächsten Baubericht.



    Bild 6: Erste Takelage am Laeiszmast

    An diesem Wochenende habe ich die komplette Takelarbeit beim Mittelmast geschafft.




    Bild 1: Der Mittelmast ist getakelt
    Offen sind jetzt noch die unteren Wanten, deren Ätzteile ich noch einfärben muss sowie bei den Toppnants die Darstellung der Flaschenzüge und der Nagelbank.





    Bild 2: Noch nicht umgesetzte Punkte
    Ich denke, dass ich das bis zum nächsten Wochenende geschafft haben werde, sodass ich mich über Pfingsten an den Laeiszmast begeben kann.

    Unterfeuer: Vielen Dank. Das ist ein Malheur, mit dem man immer rechnen muss. War aber nicht so schlimm. Die Strippen habe ich neu gezogen.



    Die Fahrt geht weiter mit dem Mittelmast. Ich möchte aber auch zurückblicken und zeigen, was bei mir nicht so gut gelaufen ist beim Großmast.
    Da war zuerst einmal der Schaft des Mastes, der durch das Deck in den Rumpf verklebt wurde.



    Bilder 1 und 2: Befestigung des Mastes im Rumpf



    Ich habe bisher immer den Schaft mit Kleber bestrichen. Beim Einstecken blieb sehr viel an Deck hängen, sodass gerade bei den beengten Verhältnissen das Entfernen des Klebers sehr schwierig war. Ich fülle jetzt direkt etwas Kleber in das Loch im Deck. Das ist die sauberere Lösung.
    Dann hatte ich direkt unter der Saling eine Takelöse, durch die jedoch vier Fäden durchmussten. Es war übrigens auch die Takelöse, die mir beim Großmast abgebrochen ist. Wenn der Mast einmal auf Deck steht ist an das Einziehen der
    vier Fäden kaum zu denken. Also müssen die Fäden (ab jetzt) vorher durchgefädelt werden.



    Bild 3: Durchfädeln von vier Fäden direkt unterhalb der Saling
    Dann hatte ich noch große Probleme die Wanten des Ätzteilsatzes am Mast zu befestigen, wenn der Mast steht.




    Bild 4: Anbringen der Wanten am Mast


    Mit Lösungen für die geschilderten Probleme beim Großmast ging es dann los. Zuerst habe ich dann noch einmal geprüft, ob alle Takelhilfsmittel am Mast befestigt sind.



    Bild 5: Alle Takelhilfsmittel sind am Mast, dann kann es losgehen


    Zuerst kamen wieder die Stagen an die Reihe. Es waren jeweils zwei Stagen an der Rückseite des Masts und an Deck zu befestigen.



    Bilder 6 und 7: Stagen am Mast und an Deck


    Dann habe ich die oberen Wanten am liegenden Mast befestigt, was nicht unbedingt leichter als am stehenden Mast war. Die untersten großen Wanten sind leichter zu befestigen und werden erst befestigt, wenn die Takelage am Mast steht.



    Bild 8: Die oberen Wanten wurden vorab befestigt


    Und auch die vier Fäden habe ich vorher durch die Takelöse gezogen. So konnte der Mast aufgestellt werden und ich habe bereits die beiden oberen Stagen sowie die oberste Pardune bereits befestigt.



    Bild 9: Aktueller Stand für heute


    Das ist der aktuelle Stand für heute, an dem ich am Wochenende bestimmt Zeit habe, weiterzubauen.