Posts by Bavaria

    Auch ich habe schon mit Sprühkleber, in meinem Fall der von 3M, gearbeitet und gute Erfahrungen gemacht. Auf jeden Fall nochmal Zeitung drunter bzw. drumherum, sonst klebt die Fläche drumherum später wie Hölle.


    Was den Vorschlag mit dem doppelseitigen Klebeband angeht, kann ich sog. ASLAN-Folie empfehlen. Auch damit habe ich schon verschiedentlich gearbeitet und gute Erfahrungen gemacht. Es gibt verschiedene Ausführungen, ich nehme immer die, die auf einer Seite eine Klebeverzögerung hat.


    LG

    Bavaria

    Das ist genial, dass Du Dich ans Konstruieren von Gebäuden in diesem Stil machst! :thumbsup:


    Und da ich durch meine Verwandtschaft sowohl häufiger nach Miltenberg und Umgebung als auch nach Frankreich in die Normandie oder Champagne komme, werde ich jetzt mal immer die Kamera im Gepäck haben und potenzielle Vorlagen abfotografieren....:cool: Da kommt schon eine Wunschliste zusammen.:whistling: Mein Geheimtipp wäre ja Troyes.....


    LG

    Marion

    So Welcome back!


    Nach einer halben Stunden rumpinseln und Staubsaugen ist das bisherige Werk zumindest wieder sauber. Eine weitere Viertelstunde Studium von ausgeschnittenen Teilen und der mickrigen Bilderanleitung und ich wusste wieder, wo ich aufgehört hatte.


    Es beginnt an der markierten Stelle. Dort fehlt noch ein Turm, analog kommt später der gleich auf die andere Seite.


    Der untere Sockel war schon fertig und leider keine Fotos vorhanden. Ich habe den mittleren Teil mit den Glocken noch einmal lösen und korrigieren müssen, im zweiten Anlauf hat das dann gut geklappt.

    Einsteigen möchte ich dann hier mit der Kuppel des Türmchens. Die Kuppeln dieses Modells kommen von groß bis klein komplett ohne Klebelaschen daher. Eigens für dieses Modell habe ich mir dann eine Technik überlegt, die auch ohne Laschen einen akkuraten Bau erlaubt, ohne überall Klebespuren zu hinterlassen. Diese von mir "Wattekugel-Methode" getaufte Technik funktioniert so gut, dass ich bei allen Kuppeln inzwischen Laschen rigoros entferne. Grundlage neben des ausgeschnittenen Teils eine Wattekugel, die es in verschiedenen Größen in jedem Bastelladen (für Corona-Zeiten: bei Modulor) gibt. Ich nehme im Zweifelsfall eher eine etwas größere, denn man kann die prima etwas zurecht drücken.


    Erste Amtshandlung: Kantenfärben (bei mir mit Pitt Artist) und Teil zum Kreis schließen.


    Anschließend schiebe ich die Kugel von unten in den geschlossenen Ring. Je nach Größe schneide ich die Kugel unten zu ca. 1/3 gerade ab, damit die Wölbung anschließend nicht beim Montieren im Weg ist. Bei höheren Sockeln braucht man das nicht. Die Kugel positioniere ich so, dass je zwei gegenüberliegende Laschen sich gerade eben berühren. Da die Kugeln unten ein Loch haben, kann man auch prima noch einen Zahnstocher als Haltehilfe verwenden. Hier bleibt allerdings ein Abstand zwischen den Laschen, da obendrauf eine Platte und ein Zylinder gehören. Die Laschen sind deshalb auch nicht spitz. Ich beginne dann damit, die vier gegenüberliegenden Laschen exakt und flächig auf die Wattekugel zu kleben.


       


    Anschließend folgen erst die restlichen breiten Laschen und dann die überlappend zu klebenden schmaleren. Man erhält den perfekten Abstand, eine gleichmäßig geformte und stabile Kuppel. Hier einmal ohne und mit dann aufgeklebter Abschlussplatte.


       


    Der Rest des Turmes ist dann ein Kinderspiel. Auf die Spitze gehört noch ein filigranes Kreuz. Alle Kreuze werde ich aber erst ganz zum Schluss machen. Die beiden, die ich schon früher gemacht hatte, müssen dauernd wieder zurecht gebogen werden, weil man beim weiteren Bau wieder dran stößt. Ebenso fehlt nach das Geländer am Turm, weil...meine Kugeltechnik (ein Tröpfchen Kittifix auf jede Seite et voilà 3D-Kugel fertig, wird komplett transparent) noch nicht trocken ist.



    Trotzdem schonmal einen Eindruck vom noch nicht auf das Gebäude montierten Turm:



    Soweit für heute. Weiter gehts wahrscheinlich erst am Freitag, bis dahin ist das Büro durch Homeschooling geblockt. :cool:

    Hallo liebe Forengemeinde,


    angeregt durch den letzten KBW habe ich mir überlegt auch mal eines meiner alten Projekte herauszukramen und endlich zu vollenden.


    Es handelt sich dabei um El Escorial von Schreiber, eines der umfangreichsten Schreiber-Architekturmodelle neben dem Petersdom. Ich hatte ihn ursprünglich als Wettbewerbsbeitrag im Nachbarforum begonnen, jedoch nicht fertiggestellt. Dort ist der zugehörige Baubericht auch noch nachzulesen und anzuschauen. Allgemein sieht man dieses Modell ziemlich selten gebaut, da es als fehleranfällig gilt. Daher wäre es erst recht schade, es nicht zu vollenden. Das Modell ist schon recht weit gediehen und ich hatte damals die größenwahnsinnige Idee sämtliche Fenster zurückzusetzen, was ich auch durchgezogen habe und auch bei den Resten tun werde. Es fehlen noch zwei Türmchen und ein Mini-Seitenteil. Ansonsten geht es im Wesentlichen noch um die Außenanlagen.


    An dieser Stelle ein paar Ansichten vom aktuellen Stand des Modells:


     


     


    Hallo zusammen!

    Also dieses Modell ist erstmal in die Parkposition gegangen. So gut es bis dahin ging, der nächste Schritt bringt mich zum Wahnsinn.:cursing: Er gelingt einfach nicht so, wie ich das gerne hätte. Egal welche ausgeklügelten Techniken mir überlege. Bevor ich das Ding nun total verhunze kriegt das eine Pause verordnet. Mal sehen, ob und wann ich das nochmal hervorkrame.


    Ich werde mich jetzt erstmal um ein anderes Altprojekt kümmern und vollenden. Dazu gibt einen neuen Faden.


    LG

    Marion

    Hallo zusammen!


    Nein, ich habe noch nicht aufgegeben. :P

    Die vergangenen drei Tage war ich fleißig. Hier das Ergebnis:



    180 fein gerollte Säulen....und das als Nichtraucher! Damit habe ich mein Soll für dieses Jahr erfüllt. Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und im neuen Jahr geht es dann an den Einbau dieser Sisyphos-Arbeit.

    Ein unglaublich faszinierendes Modell! Die vorgenommenen Anpassungen machen es noch schöner und absolut exakt gebaut.


    Eines Tages werde ich mich hoffentlich auch daran wagen. Im Bücher bzw. Modellregal steht es schon seit einigen Jahren...


    Ich bin gespannt darauf, wie es dann im Ensemble aussehen wird.

    Kann es sein, dass Du meine abfotografierte Klinge meinst? Ja, die ist stumpf. Die habe ich nur gerade schnell abfotografiert, sie ist aktuell so nicht im Gebrauch. Wie scharf oder unscharf die Klinge damals beim Schneiden war, kann ich dir nicht mehr sagen. Zu lange her...Auf jeden Fall sind die hinterlegten Fenster schief geraten. Das lag aber eher am Knick in der Pupille...:cool:

    Hier mal der Ausschnitt aus meinem Modell, an dem die Fenster bereits fertig sind, aber auch - sehr zu meinem Unmut - nicht 100% akkurat gelungen:


    Die Fenster sind im Original (die untere Kante) exakt 2mm breit, oben eine Zinne entsprechend weniger als 1mm. Also schon eine ordentliche Herausforderung. Ich habe mit dem oben bereits gezeigten Martor Grafix (hier nur mit schwarzem Griff) geschnitten:


    Und nun ist mir mit Verspätung doch noch ein Tipp eingefallen: Lupenbrille oder beleuchtete Arbeitslupe! Ich arbeite inzwischen fast nur noch damit, kleinere Teile auf jeden Fall. Das macht mitunter enorm viel aus.


    PS: den Tipp mit dem Schnellschleifgrund kannte ich auch noch nicht. Schnell Papas Werkstattbestände gecheckt (er war Schreiner): genug vorhanden. :thumbsup:

    Hallo Bernd,


    dieses Modell habe ich auch schon unter dem Messer gehabt. Ein tolles Modell, mit dem LC-Satz gleich doppelt. Aber da hast Du Dir auch ein ganz schön anspruchsvolles Modell für den Anfang ausgesucht.


    Henryk hat die Techniken eigentlich schon perfekt angesprochen. Ein Skalpell (eher klein und mit einigen Ersatzklingen) und für die filigranen Strukturen (die sind aber erst gegen Ende dran) die Stichelmethode, da kommen bei mir auch schonmal diverse Nadeln im Vorfeld zum Einsatz.

    Was aber auch nicht unterschätzt werden sollte, ist die Unterlage. Hier bietet sich eine sog. selbstheilende Schneidematte an. Pappe u.ä. führt durch die Hinterbliebenen Schnitte schnell zu Fehlschnitten der Folgeteile. Manche Kollegen benutzen auch Glasunterlagen. Das funktioniert auch, aber die Klingen werden schneller stumpf.


    Die farbigen Flächen sind, wie von Henryk angemerkt, Reserveflächen zum Ausbessern und bei polnischen Bögen eigentlich immer dabei.


    Viel Spaß mit dem Modell.


    LG

    Marion

    Hallo Rainer!


    Deine Modelle sind, wie immer, traumhaft gebaut.

    Schade, dass an die Bausche Kapelle nicht mehr ranzukommen ist. Indes, auch wenn Hejl tolle Modelle entwirft, so richtig passend erscheinen sie mir vom Stil her nicht zu den Baud-Gebäuden zu passen. Hast Du die Gebäude von Vyskovsky (evtl. aus der mittelalterlichen Stadt) in Betracht gezogen? Sie sind vielleicht etwas zu bunt für ein Ensemble mit Baud und man müsste etwas umkolorierten, aber stilmäßig (natürlich nur meine persönliche Meinung) scheinen sie mir schöner dazuzupassen.


    Viele liebe Grüße

    Marion

    Weiter geht es an dieser Stelle an den eigentlichen Turm und das Erdgeschoss mit den ersten Säulen.

    Einen Turm zur Röhre zu schließen ist nun nicht so sonderlich spannend, deshalb habe ich mir Fotos hierzu gespart. Interessanter wird es dann bei den Teilen des Erdgeschosses verbunden mit den ersten (Halb)Säulen. Jede Etage besteht aus zwei Streifen, entsprechend einem Halbkreis. Hier ist die erste Säule erstmal auf den flachen Streifen schon aufgesetzt:


     


    Hier dann ein fertiger und ein noch zu bearbeitender Streifen:


    Mein Lieblingsinstrument zum Rollen von Säulen, Röhren etc. sind übrigens Stricknadeln (bevorzugt aus Nadelspielen, da ohne Endstücke o.ä.) in diversen Durchmessern, hier in 3mm. Sehr empfehlenswert.



    Geschlossen und auf die Turmröhre geschoben sieht das dann so aus:


       


    Als nächster Schritt kam dann noch der Kranz mit den Bögen oben drauf:

     


    An dieser Stelle Entschuldigung für die suboptimale Bildqualität. Ich sollte vielleicht doch die Spiegelreflex aufladen....

    Wenn ich das richtig sehe, bin ich Euch hier noch so einiges schuldig.

    Das Modell ist schon lange fertig und erfreut mich immer noch. Ich stelle Euch hier jetzt einfach mal Fotos des fertigen Modells dazu, es wäre aber wohl auch möglich, den restlichen Baubericht noch nachzuliefern, da ich diesen damals offline verfasst habe und er noch da ist.


    Hier aber jetzt erstmal ein paar Eindrücke. Bei Tag:

     


     


    Und schließlich bei Nacht:


     


     

    Los geht es mit dem Sockel.


    Leider habe ich ganz am Anfang die Fotos vergessen, daher gibts nur Bilder vom bereits halbfertigen Sockel. Im Innenleben gibt es ein kleines Gerüst, das das Gefälle stützt. Hier zu nächst noch ohne Deckplatte und "Führungszylinder".


     


    Hier dann mit aufgesetzter Deckplatte und dem kurzen Zylinderstumpen. Dessen Sinn (außer zur Verstärkung) erschließt sich mir noch nicht so ganz. Er sitzt später innen im langen Turm. Der hat jedoch innen keinerlei Textur, sondern den Text mit der Beschreibung zum Original. Also zum Reinschauen von oben eher nicht.


     

    Hallo liebe Kartonbauer!


    Hier also mein Baubericht zum Wiedereinstieg.

    Ich denke, über das Original muss man nicht allzu viele Worte verlieren, es dürfte jedem bekannt sein. Wir haben das Original im Sommer 2018 besichtigt. Das Gebäude und die Architektur ist natürlich imposant, die Menschenmengen drumherum haben mich eher ins Schwitzen gebracht...:cool:


     


     


    Der Modellbogen von Schreiber ist, wie gewohnt, sehr schön. Die Textur beruht teils wie immer häufiger auf einer Fotooptik. Das ist einerseits natürlich sehr originalgetreu, aber Geschmacksache. Ich gebe zu, ich hänge er am althergebrachten "Zeichenstil". Die Anleitung findet sich einmal als bebilderte Übersichten und als Fließtextanleitung mit dem einen oder anderen Tipp zur Verarbeitung.



    Das Modell habe ich schon länger im Auge und hier liegen und wollte es nach unserem Italien-Urlaub eigentlich bauen. Zuerst hat dann die Zeit allgemein gefehlt; nach dem Tod meines Mannes im vergangenen Jahr war der Kartonmodellbau dann erstmal ganz weit weg, aber jetzt möchte ich gerade mit diesem Modell wieder einsteigen. Daher werde ich hier auch außer Kantenfärben etc. wenig Supern.

    Hallo Sarah,


    wende Dich wegen San Marco von Domus an Zeist Bouwplaten. Es könnte sein, dass er dort noch bezogen werden kann. Ich habe dieses Modell im letzten Jahr dort noch beziehen können, weil der Inhaber auch beim Domus Verlag nachfragt, ob noch etwas im Keller ist. Was leider definitiv nicht mehr zu haben ist, ist die Sagrada Familia. ;(


    Falls jemand die hat und verkaufen möchte.... :D


    LG
    Marion

    Ich kann Euch an dieser Stelle noch keine weiteren Baufortschritte präsentieren, weil das genaue Ausschneiden der ganzen Säulen sehr viel Zeit und Geduld braucht (ich bin ca. bei der Hälfte) und das Aufstellen erst am Ende Sinn macht.





    Aber...da inzwischen mein Elektronikmaterial angekommen ist, kann ich Euch zumindest Bilder meiner ersten (Teil)Beleuchtungsprobe zeigen. Wirkt schon sehr schön. Scheinbar muss ich aber neben den werkseitig eingebauten Vorwiderständen noch einen gemeinsamen schalten, den trotz verringerter Spannung, werden die Widerstände nach einer Weile heiß. Allerdings sind am Verteiler noch längst nicht alle Plätze belegt. Kann das damit zusammenhängen?? (In der Elektronik gilt wohl: "Mein Name ist Hase...ich weiß von nix!"

    Wie versprochen hier mein weiterer Fortschritt:





    Nachdem ich den Bogengang mit dem Zwischendach geschlossen habe, geht es eigentlich schon ein wenig mit der Kür los. Da ich das Modell beleuchten möchte und diese Stellen später nicht mehr zugänglich sind, habe ich die ersten LEDs für den Bogengang installiert. Leider ist für die lange Seite das Anschlusskabel zu kurz geraten und ich musste erst weiteres Material bestellen. Deshalb ist auf der einen Seite das Dach, wie auf den Bildern zu erkennen derweil nur aufgelegt, aber noch nicht verklebt. Die Gauben haben einiges an Fingerfertigkeit verlangt, sind aber recht gut gelungen.





    Damit ist der Patio soweit erstmal abgeschlossen. Die Bäume kommen erst zu einem späteren Zeitpunkt dran und wenn es klappt, möchte ich dem Brunnen noch etwas 3D Leben einhauchen (aka: eine kleine Eigenkonstruktion erstellen), das Modell sieht nur die Zeichnung auf dem Boden vor.





    Weiter geht es mit der Bogenhalle. Der innere Teil der Außenwand steht bereits. Hier gab es keinerlei Passformprobleme und die Zeichnung ist wunderschön. Meinen Plan, die Säulen plastisch zu gestalten, habe ich verworfen. Auch die Zahnstocher sind zu dick, auch wenn sie grundsätzlich die richtige Größe hätten. Ich müsste die Säulen auf 200% vergrößern, dann aber wieder kürzen und die Bögen müssten dann wieder in 100% verbaut werden, weil sonst die Breiten nicht passen...Das kann eigentlich nur schief gehen und so belasse ich es beim Original. Wird, denke ich, auch so sehr schön.

    Weiter geht's:





    Nachdem mein Türmchen steht, schließen sich die den Patio de Naranjas umgebenden Außenmauern samt Verzierungen an. Diese habe ich verstärkt, den Boden des Patios entsprechend angepasst. Die Säulen und Türmchen haben es mitunter in sich, vor allem Kuppeln in mikroskopischer Größe! Aber ich glaube, es ist mir ganz gut gelungen (s. Bilder) Daran schließen sich dann die Bogengänge im Inneren an. Auch hier habe ich verstärkt und kann das auch nur empfehlen, denn sonst bekommt mein keinen vernünftigen Halt in die Säulen. Für die Montage der Säulen auf die Bodenplatte sind kleine Schlitze vorgesehen, in die die Klebelaschen gesteckt werden sollen. Nach einigen Versuchen und noch mehr Gefluche – war eine Lasche drin, war die vorherige trotz Tesafixierung wieder draußen – habe ich beschlossen, nur die breiteren Laschen als Führung stehen zu lassen, hab' die schmalen gekappt und stumpf aufgeklebt. Das sieht frisch geklebt und noch nicht mit Q-Tip versäubert zwar gefährlich aus, ist aber nach Versäuberung und Trocknung unsichtbar und absolut gerade und sauber geworden. Bei diesem Modell ist ab und an ein wenig Kreativität gefragt.





    Die letzte Wand hat mich ja heute morgen einige Nerven gekostet, weil die Anleitung falsch war, aber nachdem ich das geklärt hatte, war der Rest auch kein Problem mehr. Die Wand an sich ist nun fertig und wartet nur darauf, dass sie nach dem Trocknen weiter verarbeitet werden kann.





    Abschließend für heute noch zwei beispielhafte Bilder der Anleitung, einmal im "Rohzustand", das andere Mal nachdem ein Teil von mir abgearbeitet wurde. Ohne Wegstreichen geht – zumindest bei mir – nichts, das gibt nur Durcheinander.

    Also ich muss schon sagen, das Modell ist wunderschön, die Passform ist hervorragend, aber die Anleitung...eine wandelnde Katastrophe, die auch noch mit Fehlern gespickt ist.





    Aktuell soll ich Teil A24 und A24' an die Rückseite eines anderen Teiles kleben. Hhhhm...nach einer halben Ewigkeit habe ich A24 in den Bögen entdeckt, das aber beim besten Willen nicht an das andere Teil passt. A24' gibt es erst gar nicht! Und es ist äußerst benutzerfreundlich, die Teile mit X,X',X'' und X''' zu bezeichnen.


    Nach noch längerem Suchen habe ich A24 dann auf einer der spärlichen Zeichnungen entdeckt und wie vermutet gehört es ganz woanders hin.





    Wenn ich diese Anweisung überspringe folgen als nächstes E24 und E24', die auch da sind und passen. Stellt sich die spannende Frage, welche Teile sind statt den beiden A-Teilen gemeint? Also werde ich nun wohl alle Bögen nach irgendwelchen 24 und 24' Teilen durchkämmen...In die Nähe gehört noch E 25, das ich wiederum noch nicht in der schriftlichen Anleitung gefunden habe. Obs das ist? Seufz....





    Ufff... Rätsel gelöst und an dieser Stelle für die Nachwelt, die sich vielleicht mal an diesem Modell versuchen möchte, festgehalten:





    Es muss E24 und E24' heissen (A24 gehört an eine ganz andere Seite, A24' gibt es nicht). Dabei geht es in diesem wirklich missverständlich formulierten Arbeitsschritt (der Fehler ist übrigens in allen 3 Sprachen der gleiche!) lediglich darum, den Balkon längseitig und mittig zu rillen, zu falzen und gegeneinander zu kleben. Muss man erstmal drauf kommen.

    Weiter geht es, wenn auch langsam.
    Als erstes habe ich mir mal ein Tischchen organisiert auf dem sich die Mezquita nach und nach montieren lässt. Nimmt ja doch ganz schön viel Platz in Anspruch.


    Der untere Teil des Turms lässt sich problemlos zusammenbauen. Auch die Passform der Streben auf dem ersten Balkon ist super. Dann geht es weiter mit dem Glockenturm. Ich habe den Glocken mittels Leim etwas 3D Leben eingehaucht, weil mir die rein grafische Darstellung nicht so wirklich gefallen hat. Eine Unsitte des Bogens ist es, dass da offensichtlich jemandem grell Orange äußerst gut gefallen hat, obwohl die Mezquita so ziemlich gar nichts in dieser Farbe aufzuweisen hat. Entweder ist es in Wirklichkeit ein gedecktes Dunkelrot ( Befestigung der Glocken, Fensterrahmen) oder Gold und Silber im Falle vieler Türen (im Modell auch knallorange). Mit beiger oder grauer Zeichnung wäre ich ja durchaus einverstanden, aber orange?? Also Stifte raus und künstlerisch betätigen. Der Glockenturm an sich ist dann auch völlig problemlos zu montieren.


    Fehlt noch die oberste Empore und die kleine Kuppel. Die hat mir doch einige Schweißperlen entlockt. Nicht etwa wegen der Passform, denn die ist tadellos. Eher wegen ihrer nicht vorhandenen Größe. Sämtliche Murmeln oder Kügelchen, die ich da normalerweise so reinpacke zwecks Formgebung, passten nicht. Letztlich habe ich es aber auch ohne recht ansehlich hingebracht und der Turm steht nun einwandfrei an seinem Platz. Die Fotos erwecken übrigens den Eindruck er wäre in sich schief. Dies ist in natura – zum Glück – nicht so. Habe alles nachgemessen – es ist nur meinen unzureichend ausgebildeten fototechnischen Fertigkeiten zuzuschreiben.

    Los geht es mit der Grundplatte oder wie die Anleitung mir vorgibt: "Unir B1, B2, B3 yB4". Dumm nur, dass es B4 – soviel man auch sucht – einfach nicht gibt. Nach x-maligem Durchschauen dann die Erleuchtung: B3 gibt es zweimal, allerdings ganz verschiedene Teile. Wie gehören die jetzt zusammen? Also erstmal puzzeln.





    Nachdem das erledigt ist, geht es mit dem eigentlichen Gebäude los und zwar mit dem Turm. Hier hat mich wohl der wilde Affe gebissen: die Mezquita hat einige türgroße Fenster die nur mit Holzgittern versehen sind durch die man schauen kann. Um das Ganze plastischer zu gestalten bin ich auf die großartige Idee verfallen sämtliche hellen Punkte (so ist das Ganze gestaltet) mit Uhrmacherlupe und Stecknadel zu durchstechen (2-3 Löcher pro mm (!)). Was für eine Sysiphosarbeit. Aber sieht verdammt gut aus. Die ebenfalls nur graphisch angedeutete Treppe habe ich kurzerhand aus- und auseinandergeschnitten, auf Finnwürfelchen geklebt und damit plastisch gemacht. Die Fensterscheiben habe ich ebenfalls ausgeschnitten und mit Laminierfolie hinterklebt. Das sieht sogar ziemlich gut aus, weil es einerseits hell, aber eben nicht völlig transparent, sondern milchig ist.





    Soweit erst einmal. Der Turm ist natürlich noch längst nicht fertig, aber der Anfang ist gemacht. Die Passform und -genauigkeit ist bisher übrigens sehr gut.

    Hallo liebe Kartonbaugemeinde!


    Wie ich in meinem Vorstellungsfaden schon erwähnt habe, suche ich bei Euch eine neue Bleibe, nachdem das Schwesterforum geschlossen wird. Ich kann nicht alle alten Bauberichte hier einstellen, das wäre mir zu aufwendig. Zur Sagrada Familia zum Beispiel gibt es ja hier auch schon tolle Berichte. Für de Mezquita de Córdoba möchte ich aber eine Ausnahme machen, denn sie wird wohl doch eher selten gebaut. Sehr schade, denn es ist ein tolles Modell - wenn auch mit einigen Fallstricken gespickt. Das Modell ist bei mir schon einige Zeit fertig, Abschlussbilder bin ich drüben allerdings schuldig geblieben. Ich werde den Bericht (bereinigt durch Kommentare) hier nach und nach wieder einstellen. Kritik und Lob ist natürlich jederzeit willkommen.


    Ein kleiner Exkurs zur Einführung:


    Wer sich einmal nach Andalusien verirrt, dem kann ich nur ans Herz legen, sich ein oder zwei Tage für Córdoba Zeit zu nehmen. Die ganze Stadt ist äusserst lohnenswert, die Mezquita und der Alcazar aber ganz besonders.





    Ein paar Worte vorweg zu den Merinobögen:


    Die Anleitung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Sie besteht nur aus einigen, wenigen Bildern und ziemlich viel Text (in Spanisch, Englisch oder Französisch). Das Ganze hat einige Nachteile, weshalb ich die Bögen auch nur sehr eingeschränkt für Beginner empfehlen würde. Zunächst gibt es keine graphischen Unterschiede zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfalz. Es gibt nur die Pfeile an den Seiten, der Rest erfordert reichlich Aktivität der grauen Zellen. Dazu kommt, dass die Bögen (zumindest bei Mezquita und auch bei der Basilica del Pilar) oft so eng bedruckt sind, dass man zwangsläufig die eine oder andere Markierung wegschneidet, bevor man das Teil braucht. Ein Grund warum ich bei diesen Modellen Sicherheitsscans mache (und nur um da notfalls nochmal nachschauen zu können oder ein verschnittenes Teil zu ersetzen, bevor nun wieder was anderes draus gemacht wird! Ebenfalls schwierig bis gar nicht zu erkennen sind die Markierungen für Einschnitte. Sie sind zwar theoretisch in der Legende vorhanden, aber mir ist schon das ein oder andere Teil untergekommen, welches zwar Einschnitte verlangt, aber keine aufweist. Das andere große Problem sind die spärlichen Bilder. Die recht oberflächlich gehaltenen Bilder (s.u.) bieten nur einen ganz groben Überblick. Was aber auf gar keinen Fall zu sehen ist, ist die Position wie die Teile zusammengehören. So habe ich schon Dutzende Fotos des Turms der Mezquita angeschaut, damit die einzelnen Fenster des Turmes später auch auf der richtigen Seite sind (sind ja nicht symmetrisch). Da ist also viel Geduld und Recherche gefragt.





    Bei der Mezquita gibt es noch ein anderes unschönes Problem: der Bogen kommt gebunden. Einmal fadengeheftet. Das ist kein Problem. Die Leimbindung hingegen schon. Es sind immer zwei Doppebögen zusammengehftet. Dummerweise der nach außen zur Leibindung liegende Bogen mit der bedruckten Seite nach außen, während der innen zur Fadenheftung liegende auch den Druck innen hat. Das muss man erstens nicht verstehen können und führt zu erheblichen Beschädigungen auf der äußeren Mittellinie (siehe Bild). Das ist vor allem bei darüber laufenden Teilen sehr ärgerlich. Und es laufen auch einige Bonsaiteile über diese Mittellinie. Da wird also noch einiges an kreativer Retuschierarbeit auf mich zukommen.





    Ansonsten ist das Modell wunderschön gezeichnet und macht erstmal Lust aufs Bauen und bietet dann auch viel Gestaltungsspielraum für ein Diorama. Das Einzige, das ich schade finde, ist, dass die Dächer im Modell rot-orange gehalten sind. Die Originaldächer sind hingegen beige-braun. Hier würde ich mir mehr Detailtreue wünschen.