Posts by fretsche

    Moin Michael,


    probiere es doch einmal mit Klarlack.

    Ich habe bei meinem Molenturm Überseestadt zuerst beide Seiten des Kartons mit Klarlack bestrichen,

    dann ausgestichelt, die Kanten behandelt und dann noch einmal mit Klarlack drüber.

    Ein Versuch wärs wert.


    Gruß

    Klaus

    Na Michael, dann wollen wir mal sehen in welchem Maßstab du baust.


    Die Bauanleitung auf griechisch ist für mich wirklich nicht einfach zu übersetzen! Mit Google Übersetzer gescant werden die gleichen Zeichen in mehreren Ausführungen angezeigt. Pons online versagt total.


    Linguatools bietet wenigstens die Zeichenangabe an, damit geht’s einigermaßen. Aber warum auf den Säulen eine 5-fache Rentierhalterung sein soll? Lol!


    Die Teile K4 (müssten mindestens 3 sein), sind auf dem Bogen nicht zu finden. Dachte ich jedenfalls, Bogen 9, der ja eigentlich schon längst abgearbeitet war mit der hinteren Terrasse, zeigt aber eben auch die Teile K1, K4 und K6! Nur mit der Beschreibung habe ich nach wie vor meine Schwierigkeiten: gebe ich die Beschreibung bei Linguatools ein, bekomme ich als Ergebnis: mittlerer Teil des Rätsels! Ja danke, soweit war ich auch schon ohne griechisch!


    Ich fange also einfach mal an und sehe, wie weit ich komme.


    Bei den oberen, quadratischen Säulenabschlüssen (K7) soll der Karton in 5 Lagen verklebt werden! Ebenso die Teile K1, K4 und K6.Das löse ich vielleicht besser mit einem schmalen Randstreifen? Der Originalbogen hat, laut Messschieber, eine Stärke von 0,3mm. Das mal 5 plus Klebstoff ergibt knapp 2mm.





    Der erste Satz dieser Beschreibung gibt an, dass man die Kanten aller 5 Lagen färben soll. Der zweite Satz heißt aus 5 Zyklen für 3 Doppelpunkte (also 5 Lagen für 3 Säulen) und der dritte Satz lautet siehe Skizze. Jaa und dann bei K6 – ohne Worte, siehe Foto.



    OK, ich orientiere mich weiter an der Skizze und dem Foto auf dem Kartondeckel.


    So, ich hab es mal probiert mit der 4-fachen Grundplatte. Klappt ganz gut, ich werde alle 5 Grundplatten so bauen.





    Und nun sind die beiden „abgebrochenen Säulenreste“ aufgeklebt. Sieht bis hierhin gut aus.


    Wir machen eine kurze Pause und sind bald wieder für sie da. Bleiben sie dran!

    :D

    Und wieder ein Fehler auf der Bauanleitung! Bild 14 zeigt die Teile TOIXOI 9, 10, 11. Im Text wird TOIXOY∑ schon mal anders geschrieben, da stehen dann die Ziffern 9, 11, 12. ToIXOI 10 hatte ich ja auch schon verbaut, daher fiel es mir auf. Aber auch wenn man kein griechisch kann, sollte man den Text „lesen“.



    So, mit dem Anbringen der Teile 5a und 5ß ist der Aufbau der Rückseite abgeschlossen!


    Jetzt geht’s ans Eingemachte – die Säulenpartie. Hoffentlich bekomme ich das unfallfrei gebaut!

    Ja Rainer, das Modell habe ich auch fotografiert. Aber wo willst du das hinstellen? Und vor allem: wann will man damit fertig sein??(

    Laut der Museumsführug (vor drei Jahren), soll es ein Nachtwächter in jahrelanger Feinarbeit selbst geschnitzt haben. Alle Achtung!

    Also mir reicht das Nordtor, das kann ich dir beim nächsten Treffen wenigstens zeigen:D

    Nun geht’s weiter mit Lupenarbeit. Die Teile TOIXOI (d.h. Wände) 1 und 2 werden ausgeschnitten. Die Teile sind auf dem Bogen zwar richtig beschriftet, in der Anleitung sind jedoch die Pfeile falsch gesetzt! Im ersten Moment verwirrend, löst sich aber schnell auf.


    Da das Teil 2 abgetreppt ist, werden die Stufen einzeln verklebt. Welches Kleinteil dazu welche Stufe ergibt, ist Puzzlelei. Also habe ich beim Originalbogen die Teile abgemessen und mit den Stufen verglichen. Die Teileziffern habe ich dann auf dem ausgeschnittenen Bogen angezeichnet. Jetzt sollte es passen. Eine Reihe auf dem Bogen waren die Rückseiten, das erleichterte das Ganze schon einmal. Beim Kanten färben und verkleben gilt, wie so oft: nur nicht kräftig atmen! ;-)


    Die (Tritt-) Stufen werden stumpf verklebt. Das halte ich im verkleinerten Maßstab für nicht nur vertretbar, sondern auch vernünftig, beim Originalbogen sollte man überlegen zusätzliche Lasche anzubringen.

    Weiter geht’s mit dem Oberbau Thema 5. Auch hier empfiehlt sich, gerade beim Originalmaßstab, ein Spantengerüst einzubauen. Beim äußeren, kurzen oberen Abschlußstück kommt man mit einer zusätzlichen Klebelasche besser zurecht (Bild vom Originalbogen mit fehlender Lasche).


    Beim Aufsetzen des Oberteils knicke ich die Laschen am Oberteil und an den Stützen ganz nach innen. Sie springen zwar wieder etwas zurück, bleiben aber hinter der Klebekante zurück. So werden die Teile fast stumpf verklebt, weil die Fläche der Laschen nicht voll genutzt wird, es hat aber den Vorteil, dass herausstehende Laschen die Höhe nicht beeinflussen und die Teile formschlüssig bleiben.


    Bei dem Oberteil ist kein bedruckter Bodenabschluss vorgesehen. Hier habe ich nun also das unbedruckte Teil ausgeschnitten und in ockergelb eingefärbt. Eine unregelmäßige Bemalung passt sich in das Gesamtbild der Mosaike ein. Im fertigen Zustand würde man den offenen Boden kaum sehen, aber sicher ist sicher. Ich habe ein besseres Gefühl und mehr Stabilität.

    Und beim Aufkleben der „Deckel“, die Platten-Mosaik-Anordnung mit der Bauanleitung abgleichen.



    Beide seitlichen Treppen sind an ihrem Platz.


    Nun die Prismensäulen, da stimmt die Bezeichnung auf der Bauanleitung nicht! Die Nummern sind von außen nach innen mit N1, N2, N3 und N4 angegeben, verklebt werden sie allerdings N4, N3, N2 und N1. Auf der Grundplatte ist es richtig eingezeichnet, in diesem Maßstab aber nicht mehr lesbar… N1 und N2 ergibt sich allerdings schon auf Grund der Größe. Bei N4 und N2 kann die Ausrichtung der roten Fläche, bzw. die Mauerseite (bei N2 welche?) nur anhand der Bebilderung vorgenommen werden.

    Nach dem Vertikutieren ist vor dem Kleben…


    Die Treppenstufen werden in einzelnen Prismen an den Knickkanten gerillt, erst einzeln, dann zur Treppe verklebt. Die Kanten werden in ockergelb (24er Deckfarbkasten) gefärbt und auf der Grundplatte verklebt.



    Es zeigt sich, dass auch hier die Materialstärke eine gewisse Rolle spielt: die einzelnen Stufen habe eine Neigung nach vorn! Das fällt zwar nicht auf, wenn die Treppe verklebt ist, im größeren Maßstab wahrscheinlich noch weniger, aber für Nietenzähler sei der Hinweis gestattet, dass hier mit einer versetzten Rillung Abhilfe geschaffen werden könnte.

    Liebe Daumendrücker und weitere Interessierte - herzlichen Dank für die Unterstützung!


    Ulrich, wenn man weiß, was man sucht, ist es immer hilfreich wegen der verschiedenen Blickwinkel. Ich kann das für diesen Bau schlecht beurteilen, weil ich in großen Zeitabständen zweimal vor Ort war und deshalb vielleicht einen anderen Blick habe. dabei habe ich natürlich auch selbst viele Fotos geschossen. Nur soviel: ich war scharf auf dieses Modell. Und hätte es das nicht gegeben, hätte ich es selbst konstruiert. Allerdings wohl nicht in diesem Umfang, meistens sieht man auf Bildern ja nur die Säulenseite.


    Gruß

    Klaus

    es geht (etwas) weiter:

    Die hintere Terrasse (?) ist nun dran und offenbart Passerprobleme mit der Grundplatte. Ist wohl nicht weiter schlimm, mit drängt sich der Verdacht auf, dass die Materialstärke bei der Konstruktion nicht genügend berücksichtigt wurde. Allerdings geht mit einer Verkleinerung des Maßstabs natürlich auch eine gravierende Änderung der Einzelkomponenten einher. So lange keine weißen Flecken sichtbar sind, ist alles gut.


    Apropos Materialstärke: wofür die unbedruckten Deckel oder Böden verwendet werden sollen, hat sich mir bislang nicht erschlossen. Spanten sind jedenfalls nicht vorgesehen, aber gerade beim Bau des Originalmaßstabs dringend zu empfehlen! Beim Bau der hinteren Terrassen, die große hat ein Maß von ca. 45x47mm in 1:160, ist es ohne Spanten sehr grenzwertig.


    Dazu kommt, dass später nicht zu sehende Rückwände nur mit seitlichen Klebelaschen ausgestattet sind. Zum Deckel und zum Boden hin fehlen sie. Ich habe hier die fehlenden Laschen mit angesetzt.



    Immer wieder ruft der Garten, deshalb geht es hier nur langsam voran. Demnächst mehr.


    Gruß

    Klaus

    Moin Ulrich,

    da steht noch der Hermann davor;)

    Ich habe mir ja im letzten Jahr die Neuauflage des Hermann Denkmals gegönnt, von Norbert Meier aus Bielefeld.

    Ist auch im Maßstab 1:160, sind 4 Bogen DIN A3. Ob ich dann an weiteren Figuren Bedarf habe, bezweifle ich.

    Schließlich warten noch sooo viele Autos auf ihren Bau:thumbup:


    Moin Michael,

    sieht sehr gut aus, dein Kloster:thumbsup:

    Wenn du bei ebay "Knossos Bausatz" eingibst, kommt das Angebot der Papier- und Musikwelt.

    Da gibt es übrigens auch noch ein paar alte DSM Bogen.


    Hanns,

    du weißt doch, das ich gern mal den Faden verliere!8|

    Genau daher (vom Minotaurus) kommt auch der Ausspruch! Und wenn wir uns in der Post-Corona-Periode wieder

    treffen, hab ich auch was zum Zeigen;)


    Gruß

    Klaus

    In der Bebilderung wird teilweise erst mit den umlaufenden Mauern begonnen und dann die Innenteile, wie z.B. Treppen eingesetzt. Da bekommt man schon mal Schwierigkeiten, die dass die Teile noch eingepasst werden können. Wenn man‘s vorher entdeckt ist es natürlich besser… Es empfiehlt sich daher, die Einzelteile vor dem Verleben auf der Grundplatte auf die angrenzenden Teile zu überprüfen.


    So, der vordere Aufgang ist dran. Man sagt ja, dies sei das Nordertor. Aber wirklich erforscht ist Knossos noch nicht…

    Die kleine Treppe fehlte in der Anleitung, da muss man sich die Bilder genau anschauen, was dazu gekommen ist.

    Ich werde das (natürlich) wieder auf einer Toffifee-Schachtel präsentieren...

    Dazu habe ich ein paar Stelen mehr gedruckt und das steinerne Minotaurus-Gehörn konstruiert.

    Aber dazu später mehr. Bald gehts weiter.


    Gruß

    Klaus

    Nun zum Bau. Da sich meine Griechisch Kenntnisse mehr oder weniger auf Jassas, Kalimera und Ouzo beschränken, stand ich vor einem Orientierungsproblem. Der Google Übersetzer erkannte zwar die Sprache, las mir aber nur einzelne Buchstaben vor, statt einer Übersetzung. Prima, dass es die bebilderte Bauanleitung gibt. Allerdings musste ich schon feststellen, dass die Anleitung das ein oder andere Bauteil nicht explizit ausweist. Na gut, dann eben besser aufpassen!


    Da mit dem verkleinerten Ausdruck auch die Schrift mit verkleinert wurde (ach was), nehme ich den Originalbogen zu Hilfe und vergleiche mit dem Scan.


    Durch die fehlenden Sprach- und Textkenntnisse werde ich mehr Bilder posten, als Geschriebenes.


    Also, hier der Baufortschritt:

    Da ich nicht so groß bauen wollte, bin ich zu Staples und habe den Bogen einscannen lassen. Passend zu meinen unlängst gebauten Architekturmodellen habe ich mich wieder für 1:160 entschieden. Hier ein Vergleich der Original-Grundplatte zur verkleinerten Version:

    Lange habe ich nach einem Bausatz von Knossos gesucht. Im AGK-Archiv wurde ich fündig, konnte aber den Bogen in keinem Shop finden. Meine Tochter hat mir dann zum Geburtstag diese „Koffer“ geschenkt! Hat sie über ebay gekauft. Den Bogen zusammen mit anderen griechischen Bauwerksbogen aus gleichem Verlag hat Thomas Tepel hier vor längerer Zeit schon mal vorgestellt, aber nicht gebaut. Auf meine Frage nach dem Maßstab schätzte er 1:100, das hielt ich aber für zu klein. Mit Hilfe von Google Earth und eigenen Fotos aus 2017 habe ich den Maßstab von 1:48 oder 1:50 berechnet.


    Der Karton enthält 15 Baubogen in ca. DIN A3, eine bebilderte Bauanleitung, ein A2 Poster des Minotaurus, eine Broschüre über die Geschichte des Minotaurus, eine Kinderschere und eine Tube gelben Klebers mit schwarzer Schrift „miki“

    Bei der Präsentation auf unserem letzten IG-Treffen war Monno zufällig anwesend. Ich hatte ihm zwar vorher schon mal erzählt, dass ich den Molenturm baue, aber das Ergebnis hat ihn umgehauen! Er bekam glänzende Augen und meinte: „Der ist sooo schön, den will ich auch haben! Der ist viel schöner als meiner, ich glaube, ich baue den auch nochmal in 1:160“. Kann es ein schöneres Lob geben?

    Die Pfosten habe ich unten mit schwarzer Deckfarbe bemalt. Mit einem Stechzirkel habe ich die Pfostenabstände auf der Grundplatte markiert und den Zaun mit Sekundenkleber versucht aufzukleben. Das hatte aber nicht die gewünschte Wirkung, also habe ich mit Ponal aufgeklebt. Der Nebeneffekt war, dass dort, wo der Zaun nicht ganz am Boden blieb, mit Kleber die Lücke gefüllt werden konnte. Nach dem Setzen des Zauns, wurden die Pfosten und der Draht mit Acrylfarbe schwarz gefärbt. Da die unteren Spitzen schon vorher mit schwarzer Deckfarbe gefärbt wurden, blieb das Kopfsteinpflaster von Farbtupfern verschont. Nach dem Trocknen des Zauns wurde er mit glänzendem Klarlack gestrichen. Das hat einen schöneren Effekt als matt.


    Das Wasser wurde wie beim Radarturm mit Acrylfarbe in braun und blau dargestellt, diesmal habe ich aber nass in nass gearbeitet. Das Ergebnis finde ich deutlich besser, sprich naturgetreuer. Dann noch zweimal mit glänzendem Klarlack drüber - fertig.

    Nun ging es an den Zaun. Inzwischen wurde im Original, wohl aus Sicherheitsgründen, der noch auf meinen und Monnos Fotos zu sehenden Zaun durch einen Gitterzaun ersetzt. Ich habe mich jedoch für die Fotovariante entschieden. Dazu habe ich aus 80g Papier 7x7mm Stücke um eine dünne Stecknadel gewickelt und verklebt, was die Pfosten ergab. Nachdem diese gut durchgetrocknet waren, habe ich mit der Stecknadel zwei Löcher durchgestochen und dort wiederum einen 0,4mm Bindedraht durchgeführt. So ähnlich muss Perlen aufziehen gehen;)

    Ganz knifflig wurde es, als ich die Geländer aussticheln wollte. In diesem Maßstab eine echte Konzentrationsübung! Ich habe zuerst die senkrechten Stäbe ausgestichelt, dann den Karton mit Deckfarbe beidseitig und die Kanten, grün bemalt. Nach dem Trocknen habe ich den Karton mit Klarlack versteift und erst dann die Teile aus dem Karton geschnitten. Anschließend wurden die Schnittkanten wieder mit Deckfarbe und Klarlack gefärbt. Beim Aufkleben der Geländer muss man erst eine Stellprobe machen, bevor man sich den Bau versaut! Hat aber ganz gut geklappt. Die Dachantenne habe ich ebenfalls mit Klarlack versteift und auf dem Dach eine dünne Stecknadel mit farblich passendem grünen Kopf vorsichtig eingebohrt.

    Der Turm selbst hat eine gute Paßgenauigkeit, das Manko sind allerdings fehlende Anhaltspunkte, in welche Richtung man den Turm auf die Grundplatte setzen soll. Wer da nicht vor Ort ist oder eigene Fotos hat, steht vor einem Rätsel. Ähnlich ist es mit dem Auf- und Anbau, man muss sehr genau erkunden, wo welches Teil hingehört, bzw. in welche Richtung es zeigt. Ich hatte aber vor ca. 5 Jahren eine Menge Fotos gemacht.


    Die Tür- und Fensterlaibungen sind im gewählten Maßstab zu klein, um sie als Ganzes mit Klebelaschen zu bauen. Daher habe ich jede Seite einzeln ausgeschnitten und verklebt. Laut Bogen kann man den Turm auch flach, d.h. ohne Laibung bauen, dann fehlt aber eben die Tiefe. Die blauen Fensterfüllungen habe ich ausgeschnitten und rückseitig mit Briefumschlagfensterfolie beklebt. Die Folie ist nicht transparent, sondern transluzent. d.h. es scheint Licht hindurch, aber man kann die fehlende Inneneinrichtung nicht erkennen. Bei der Laterne muss man aufpassen, da durch die Dreiecksverstrebungen keine Klebelaschen möglich sind. Hier also die Fensterfolie versetzt aufkleben!

    Allerdings ist die Grundplatte sehr einfach gehalten, das hat mir so nicht gefallen. Somit habe ich Kopfsteinpflaster fotografiert, entsprechend mit CorelPhotoPaint bearbeitet und zugeschnitten und den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Die Nordseite ist eine verzerrt fotografierte Betonwand, für die ich den Aufprallschutz konstruiert habe. Die Seiten mit den großen Steinen habe ich aus einem meiner Fotos unseres Kirchturms verzerrt. Die seitlichen Uferböschungen sind wie beim Radarturm aus After-Eight-Papier, dieses mal jedoch stärker geknüllt und vor dem Aufkleben auf der Rückseite mit Weißleim versteift.

    so lautet der Titel des Modellbaubogens von der rechten Weserseite.


    Der Modellbogen ist eine Konstruktion von Monno Marten (Atelier GAG im Schnoor) in 1:60, ein eher ungewöhnlicher Maßstab. Ich hab mich gefreut, den vor ca. 2-3 Jahren entdeckt zu haben. Zwischendurch wollte ich den immer mal bauen, hab aber immer wieder verschoben. Dadurch, dass ich den Radarturm Lankenauer Höft konstruiert habe, passte das jetzt. Also auf 1:160 reduziert, damit es zum Radarturm und auf eine Toffifee Schachtel passt.

    Oben drauf habe ich 270g grünen Fotokarton als Rasenfläche verlegt, den Plattenweg gezeichnet und die dessen Fugen gerillt und den Betonweg aus einer Corel Musterfüllung erstellt. Dann kamen noch die Bojen aus 80g Papier und das Kreuz aus 160g Karton dazu. Die Rückseite der Toffifee Schachtel habe ich mit eigenem Foto einer Spundwand verkleidet. Hierfür wollte ich eigentlich eine Spundwand knicken, ähnlich wie Klaus-Dieter bei seiner Cäcilienbrücke. Daran bin ich allerdings gescheitert! OK, so siehts auch gut aus. Die Wasserfläche habe ich mit brauner Acrylfarbe gepinselt, etwas dicker um eine kleine Wellenstruktur zu erhalten. Darauf habe ich noch ein paar blaue Stellen plaziert und nach dem Trocknen mit glänzendem Klarlack überzogen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

    Im Nachhinein meine ich, die Fenster wären verglast noch schöner geworden, aber so ist es auch OK. Eine große Herausforderung war für mich das Aussticheln der Geländer, der Antennen und der Dachleiter. Hat aber zu meiner Überraschung geklappt! Soweit war ich also zufrieden, jetzt fehlte noch die Grundplatte. Beim Adventsbasteln hatte ich mit Imogen über ihren Leuchtturm Insel Sveti gesprochen und Helmuts Kontrollbau bewundert. Da der Radarturm an der Weseböschung mit schwarzem Ufergestein steht, kam ich auf die Idee, hierfür schwarzes After-Eight-Papier nach Immos Felseninterpretation zu verwenden. Meistens verwende ich als Grundplatte Toffifee-Schachteln und werde dafür auf unseren Treffen schon belächelt. Also Toffifee Grundplatte mit Spanten versehen, die Schrägen mit 80g Papier beklebt und darauf das geknüllte After-Eight-Papier. Sah schon mal gut aus!

    Moin Mitkleber,


    den Radarturm am Lankenauer Höft fand ich schon immer faszinierend, obwohl oder vielleicht, weil er ein eckiger 1960er / 70er Jahre Bau ist.


    Zur Geschichte: laut Wikipedia ist das Lankenauer Höft eine Landzunge zwischen dem Neustädter Hafen und der Weser in Bremen. Ja gut, das wußte ich auch.


    Das ehemalige Dorf Lankenau wurde nämlich abgerissen, um dort den Neustädter Hafen anzulegen.


    1969 wurde der Radarturm erbaut, der inzwischen nicht mehr genutzt wird, aber unter Denkmalschutz steht. Die Gaststätte daneben verfällt nach typischer Bremer-Politik-Manier. Dem Pächter wurde 2016, zwei Jahre vor der Pensionierung, der Vertrag gekündigt, um dort etwas Neues aufzubauen. Nach Bekanntgabe der politischen Vorgaben ist dann dummerweise der Investor abgesprungen und das Gebäude stand leer! Es wird jetzt temporär „zwischengenutzt“ und soll abgerissen werden, wenn der neue Investor zum Zuge kommen darf…


    Der Radarturm ist eine Eigenkonstruktion, dazu habe ich einige Fotos gemacht und das Gebäude ausgemessen. Die Höhe habe ich mit 20m-Maßband, Wasserwaage und Geodreieck nach Pythagoras ermittelt. Als Maßstab habe ich 1:160 gewählt. Da das Gebäude weiß ist, brauchte ich keine Kanten färben ;-) und ohne Rundungen ging der Bau des Turms ging relativ zügig voran.


    Die Dachaufbauten habe ich mit Aufnahmen von der rechten Weserseite und Google Earth recherchieren können. Die Gaststätte mit den Wirtschaftsräumen des Hafenamts habe ich nicht mit konstruiert, das wäre evtl. nochmal eine Aufgabe für eine 1:250 Konstruktion.

    Moin Klaus-Diter und Ullrich,


    sehr schöne Bilder! Die laden direkt zum Träumen ein!

    Und beim 1. Bild der Christian Maersk dann noch der Heckflossen- Benz, Käfer, Bulli T1, Opel Rekord, Porsche 356 Spider, Ford 17M Turnier und 12M!

    Ach das waren noch Autos!


    Wie ich schon in unserer Whatsapp-Gruppe schrieb: früher wurden noch Autos gebaut, heute mobile, individualisierbare Quarantäne-Räume für Singles, Paare oder Familien;)


    Gruß

    Klaus