Dear Okuda-san,
It's incredible! I've never seen such attention to detail and precision before.
Thank you so much for sharing your pictures of you construction progress.
Ganbatte kudasai.
Frank
Dear Okuda-san,
It's incredible! I've never seen such attention to detail and precision before.
Thank you so much for sharing your pictures of you construction progress.
Ganbatte kudasai.
Frank
Das wird ein ganz wunderbares Modell
Dear Okuda-san,
I admire your precision and accuracy. Will all areas remain visible in the finished model?
Dewa mata,
Frank
Das Schiff habe ich nahezu so gebaut, wie es der Bastelbogen vorsieht. Nur ein paar wenige kleine Veränderungen habe ich vorgenommen. Die Rahen am vorderen Mast habe ich quer gestellt, die Beiboote habe ich 3-dimensional und mit Ruderbänken gebaut, und ich habe noch über jeder Geschützöffung Klappen angebracht.
Der Bau ist nicht sonderlich schwer und ich habe ihn eigentlich gar nicht dokumentiert. Nur diese beiden Fotos habe ich beim Bau gemacht.
Es handelt sich auch nur um eine „Moyennes Construktion, also Mittlere Konstruktion. Aber dennoch hat dieses Modell einen ganz besonderen Charme und besticht mit seinen vielen kleinen Details.
Ich habe mein Modell im gleichen (unbekannten) Maßstab gebaut, wie die Frégate à Vapeur Cérès vom gleichen Verlag. Dazu habe ich die Bastelbogen-Bilddatei am Computer auf die Größe gezogen bis die Figuren gleich groß waren. Ich habe jetzt schon eine kleine Flotte von Imagerie Schiffen:
Liebe Bastelfreunde,
Zu dem Buch „Die "Constructions" [Modellbaubogen] der Imagerie d'Epinal Pellerin 1862 – 1995“ gibt es beim AGK einige Modellbaubögen zum Herunterladen, hier ist der Link.
Und da ich großen Spaß mit dem Bau von historischen Bögen habe, zeige ich Euch hier mein Modell des gepanzerten Aviso „Le Renard“ (zu deutsch: Der Fuchs) der Französischen Marine. Der Bastelbogen erschien zwischen 1884 und 1887.
Das Modell ähnelt dem original-Schiff in groben Zügen, es besitzt die gleiche Takelung und auch den charakteristischen Rammsporn am Bug.
Dieser Rammbock galt als Wunderwaffe, die den Feind mit einem einzigen Schlag versenken konnte. Diese Eigenschaft verschaffte dem Schiff auch einen unerwarteten Vorteil: Der Rammbock, der als „Seeschneider“ fungierte, ermöglichte es ihm, selbst bei Gegenwind die Wellen zu durchschneiden. Während einige Kommandanten bestätigen, dass gegen den Wind brechende Wellen seinen Vortrieb tatsächlich nie behinderten, betonen andere hingegen seine mangelnde Stabilität bei Seitenwind (siehe https://fr.wikipedia.org/wiki/Le_Renard_(aviso)). Das Schiff hat übrigens eine interessante Geschichte, ihr findet sie auf dieser französischen Wikipedia Seite.
Liebe Kartonbaufreunde,
Zwischendurch musste ich mal wieder etwas Einfaches bauen. Und da ich großen Spaß an historischen Bastelbögen habe, habe ich mich mal mit der Freiheitsstatue in New York von der Imagerie d'Epinal Pellerin beschäftigt. Dieser Bastelbogen entstand im Jahr 1887, also nur ein Jahr nachdem die Freiheitsstatue in New York eingeweiht wurde. Man kann den Bogen, neben anderen schönen Bögen, auf der Webseite des Arbeitskreises Geschichte des Kartonmodellbaus (AGK) herunterladen.
Viele Grüße,
Frank
Liebes Kartonbauform,
nach dem Baubericht des Kontrollbaus der Cap Frio möchte ich Euch nun hier in der „Galerie Schifffahrt“ noch mehr Fotos und Details vom Modell zeigen.
Viele Grüße,
Frank
Da muss ich mal hin! Vielen Dank fürs Zeigen!
Gruß,
Frank
Hi Okuda-san,
this is fantastic! O-medeto gozaimasu (Congratulations)!
Best regards,
Frank
Schade, dass der Bau und der schöne Bericht nun zu Ende ist.
Hallo Klaus,
in den nächsten Tagen will ich noch ein paar Fotos meiner Cap Frio in die „Galerie Schiffe Zivil“ hochladen.
Viele Grüße,
Frank
Display MoreHallo,
bei dem Kreuzer müsste man sich die verschiedenen Klassen näher ansehen. Ich empfehle als Referenzwerk "The Kaiser´s Cruisers" von Dodson und Nottelmann.
Direkt vor dem vordersten Schornstein ist die Kommandobrücke, bei der "Emden" war die weiter nach vorn gerückt und auch die Perspektive des Fotos beeinflusst das nicht.
Das käme nur für die Bremen-Klasse hin, von den Lebensläufen her müsste es die "Bremen" selber sein.
Ja, Wikipedia bestätigt das:
Die Bremen kam am 16. März 1908 in Port-au-Prince, Haiti, an, wo Bürgerkriegsunruhen die deutschen Staatsangehörigen im Land bedrohten. Die haitianische Regierung ging zwar gegen den Aufstand vor, aber die Bremen brachte siebenundfünfzig Deutsche nach Kingston. Als Nächstes ging sie vom 30. Mai bis 9. Juni nach Philadelphia und war damit das erste deutsche Kriegsschiff, das die Stadt besuchte. Vom 10. bis 19. Juni besuchte sie New York und kehrte danach nach Südamerika zurück, wo sie Ende August den Dampfer Cap Frio der Hamburg Süd (HSDG), der in der Bucht vor Bahía Blanca auf Grund gelaufen war, unterstützte. Die Bremen und der Dampfer König Wilhelm des Norddeutschen Lloyd (NDL) nahmen die Passagiere und Besatzung auf.
Tja, von der Kreuzer-Klasse gibt es noch kein Modell, aber nachdem hier gezeigt wurde, wie Konstruieren geht ...
VG
Zaphod
Hallo Zaphod,
Super! Danke! Du hattest den richtigen Riecher und hast den wertvollen Hinweis in der Geschichte des Kleinen Kreuzers S.M.S. Bremen gefunden, der also höchstwahrscheinlich auf dem Foto der havarierten Cap Frio zu sehen ist.
Aber bitte erwarte nicht von mir einen Bastelbogen für diese Kreuzer-Klasse zu erstellen. Kriegsschiffe sind nicht mein Ding.
Viele Grüße,
Frank
Herzlichen Dank!
Auf dem Foto der gestrandeten Cap Frio sieht man im Hintergrund ein Kriegsschiff mit 3 Schornsteinen, das hier offenbar zur Hilfe gekommen ist. Um welches Schiff es sich handelt, konnte ich leider nicht herausfinden, aber es sieht dem kleinen Kreuzer S.M.S Emden in Tropenbemalung sehr ähnlich.
Hier könnte man zusammen mit dem zugehörigen HMV Bastelbogen und meiner Cap Frio ein spannendes Diorama bauen…
Hallo Ihr Lieben,
Vielen Dank für die vielen „Likes“.
Auf dem Foto unten habe ich mein Modell mal neben das Plakat gehalten und aus etwa dem gleichen Winkel fotografiert.
Interessanterweise ist der Schornstein auf dem Plakat wesentlich höher, als er in Wirklichkeit ist. (Anmerkung: die Schornsteinhöhe im Modell entspricht die des original-Dampfers, siehe #10).
Mit diesem optischen Trick hat der Künstler den Dampfer auf dem Plakat fürs Auge verschönert und nochmal attraktiver gemacht. Ist ja irre, das war mir bis dahin nicht bewusst. Kein Wunder also, dass das bezaubernd schöne Gemälde der Cap Frio zu einem der bekanntesten historischen Schiffsplakaten der Welt wurde.
Mein Modell habe ich auch noch mal ein paar Fotos von der original Cap Frio gegenübergestellt. Es ist gar nicht so einfach, aus der Hand und ohne Stativ die gleiche Perspektive zu finden.
Ach, und nochmal der Hinweis: Bei meiner Cap Frio handelt es sich nur um ein Semi-Scale (sehr vorbildähnliches) Modell.
Und hier noch eine Gegenüberstellung.
Viele Grüße,
Frank
Nachdem ich das Rigg vervollständigt habe, habe ich als letzten Schritt noch die Flaggen gesetzt.
Beim vorderen Mast habe ich mich nun doch für die Reichspost-Flagge (Gösch der Postschiffe) entschieden, das kommt der deutschen Plakat-Version am nächsten.
Die Signalflaggen habe ich ebenfalls von dem Plakat übernommen. Leider konnte ich den Flaggen-Code bisher nicht übersetzen.
Den roten Wimpel mit weißem Kreis gibt es im Internationalen Flaggenalphabet nicht. Deshalb dachte ich zuerst, dass sich hier vielleicht um eine Signatur des Plakatmalers (Muhlmeister & Johler, Hamburg) handelt, denn ich habe den gleichen Flaggencode durch Zufall auch auf dem Plakat des Schnelldampfers Deutschland der HAPAG entdeckt, das ebenfalls bei mir zu Hause hängt.
Bei weiter Recherche habe ich dann aber herausgefunden, dass es sich hier wohl um den „Universal Code of Signals for the Mercantile Marine of All Nations“ (auch als „Marryat’s Code of Signals“ bekannt) handelt, der zur Signalisierung und Erkennung von Handelsschiffen u.a. von Deutschland bis 1901 eingesetzt wurde.
Reeder, die an dem Signalsystem teilnehmen wollten, mussten der Marryat-Organisation beitreten und erhielten dann auch die umfangreichen Code-Bücher.
Bei Wikipedia habe ich erfahren, dass ein Schiff mit dem zuoberst gesetzten Flaggen und Wimpeln seine Herkunft signalisieren und mit den unteren eine Zielhafen-Angabe machen konnte.
Bei den Dampfern Cap Frio und Deutschland könnte auf den in den Plakaten gezeigten Szenen der Herkunftshafen durchaus identisch sein – das wäre ganz klar Hamburg. Doch die Zielhäfen würden sich sicher unterscheiden, hat doch die Deutschland als Gastlandflagge die Fahne der USA gesetzt und die Cap Frio fuhr ja bekanntlich nach Südamerika. Das passt also nun gar nicht zu dem identischen Signalflaggen-Code auf beiden Schiffen. Aber vielleicht kannte der Plakatmaler die Bedeutung des Codes gar nicht. Oder da wird etwas ganz anderes signalisiert.
Bei Wikimedia habe ich eine digitalisierte Version eines Marryat Code-Buchs gefunden, aber leider bin ich da noch nicht viel weitergekommen. Vielleicht hat ja jemand von Euch hier auf dem Forum die Lust, Zeit und Muße, den Signal-Code zu knacken. Ich würde mich freuen. Hier ist der Link:
Viele Grüße,
Frank
Hast Du schon mal Serafil probiert?
nein, bisher nicht. Aber Danke für den Hinweis.
Bei meinen vielen Recherchen zu dem Schiff habe ich in einem Online Archiv diesen interessanten Zeitungsartikel mit Foto aus dem Jahr 1902 von De Puerto Nuevo a Ex Ciudad Deportiva gefunden, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Hier der Link: https://atlasarchivo.com.ar/?page=archivo&id=7204
Und das ist die deutsche Übersetzung des Artikels (ChatGPT sei Dank):
Die „Cap-Frio“
Das Schiff mit der größten Tonnage, das in unsere Docks eingelaufen ist
Am Montag lief dieser schöne Dampfer der Hamburg-Südamerikanischen Gesellschaft in unseren Hafen ein – das Schiff mit der größten Tonnage, das bisher in unseren Docks vor Anker gegangen ist, und zugleich das luxuriöseste. Es hat eine Verdrängung von 9.800 Tonnen und misst 410 Fuß Länge, 48 Fuß Breite und 29 Fuß Tiefgang. Die Maschine leistet 5.130 Nenn-PS und arbeitet mit vierfacher Expansion.
Seine Kabinen für die Rückreise nach Europa sind bereits seit einem Monat vollständig ausgebucht, und sein Kapitän, Kommodore J. G. von Holten, der seit 30 Jahren im Dienst der Gesellschaft steht, verspricht sich eine außergewöhnliche Reise angesichts der Qualität der Personen, die er befördern wird.
Dieser schwimmende Palast wird künftig die Linie Buenos Aires – Hamburg bedienen und dabei spanische Häfen anlaufen; er ist außerdem so gebaut, dass er auch Flüsse hinauffahren kann.
Die Einfahrt der „Cap-Frio“ war in unserer maritimen Welt eine große Neuheit, und eine zahlreiche Menschenmenge versammelte sich entlang Dock Nummer 3, um sie zu beobachten.
Foto aus „Caras y Caretas“.
Welches Garn verwendest Du?
Hallo Helmut,
als Takelgarn nehme ich das Bastelgarn, dass früher bei den Revell Plastik-Modellpackungen beigelegt wurde. Davon habe ich noch ein paar „Spulen“. Wenn man dieses Garn anfeuchtet und dann gestreckt wieder trocknen lässt, dann gehen die blöden Knicke von der Wicklung raus und man hat einen schönen geraden Faden.
Hallo Ihr Lieben,
ganz herzlichen Dank für die vielen netten Worte zu meinem Modell.
Als nächstes habe ich jetzt die Wandten geknüpft. Dabei habe ich bei den äußeren Längst-Wandten jeweils einen Draht eingezogen, den ich vorher mit einem Edding-Stift schwarz gefärbt habe. Ich bin mal gespannt, ob und wie das zur Festigkeit beiträgt.
Viele Grüße,
Frank
Hier zeige ich Euch noch ein Foto aus einer anderen Perspektive, weil’s so schön ist:
Ich habe jetzt das Sonnensegel über dem Brückendeck aufgeklebt.
Und ich habe, wie auf dem Schiffsplakat, die eingerollten Hilfssegel an den Vorstagen angeschlagen. Ich nehme mal an, es handelt ich hier um die Genua und das Fock-Segel. Unterlagen zur Besegelung habe ich leider nicht. Und auf dem Gemälde, das Hans-Joachim am 27. Februar gepostet hat, sieht man nur die Fock.
Beim vorderen Mast habe ich beim Aufstellen bemerkt, dass dieser viel zu dick ist. Und auch die Markierung für den der Mastkorb sitzt viel zu tief. Der Mast passt zwar, wie berechnet, in das Loch im Deck, aber es sieht gar nicht schön aus. Wer weiß, was mich bei der Konstruktion da geritten hat. Auch der hintere Mast hat einen zu großen Umfang.
Also habe ich die Masten korrigiert und etwas schlanker gemacht. Und ich habe sie, der besseren Optik wegen, auch noch ein klein wenig höher gemacht. Jetzt gefallen sie mir wesentlich besser. Auf dem Foto unten seht Ihr rechts die alte dicke Version und links den neuen schlanken schmalen Mast.
Und hier habe ich für Euch zwei Fotos der fertigen Masten inklusive der Ladebäume.
Mit den beiden Masten sieht der Dampfer fast schon fertig aus. Es gibt aber noch einiges zu tun. Ich muss noch die Wandten knüpfen, das Sonnensegel über der Brücke spannen, Flaggenstöcke setzen, usw.
Moin Frank,
Ich bin zwar nicht der HMV, aber Gitter, Niedergänge, Reling, Seiltrommeln, Handräder und viele weiteren Kleinigkeiten habe ich bereits als Standardätzteile im Sortiment. Damit ist schonmal ein Großteil der HMV Platine abgedeckt. Und ich habe durchaus auch Pläne, das Sortiment noch zu erweitern: 4 unterschiedliche Platinen mit Standardteilen sind sogar schon gezeichnet! Deren Veröffentlichung scheitert nur daran, das ich aktuell einfach zu wenig Zeit habe mein Probeblech zu vollenden. Und ungetestet möchte ich die nicht auf den Markt werfen.
Ein klein bisschen Platz habe ich auf dem Blech auch noch. Also falls ihr dringende Wünsche habt, lasst es mich gerne wissen (per PN, Email, oder persönlich ist mir dafür alles recht. Nur bitte keine Brieftauben). Versprechen tue ich nichts, aber es wandert dann zumindestens auf meine ToDo-Liste
Mfg
Johannes
Hallo Johannes,
herzlichen Dank für den Link zu Deinem Sortiment an Kleinteilen. Ich werde darauf zugreifen.
Meine Wunschliste sende ich Dir, ist aber nicht dringend, noch habe ich, was ich brauche.
Viele Grüße,
Frank
Heute zeige ich Euch Fotos vom Steuerstand mit Steuerrad, Kompass, Maschinentelegraph und Sprachrohr.
Das Steuerrad habe ich von einem alten HMV Super Detail-Set aus Neusilberblech.
Leider wird dieses allgemeine Set nicht mehr angeboten. Es hatte viele nützliche Ätzteile zum Verschönern und Ergänzen von Schiffs-Kartonmodellen. Da gab es Steuerräder in verschiedenen Größen, Ankerketten, Fallreeps, Haken, Rollen, Handläufe, etc.
(man sieht, das Super Detail-Set wurde schon schwer geplündert)
Weiß jemand hier im Forum aus den gutinformierten Kreisen, ob der HMV-Verlag vielleicht erwägt, mal wieder ein entsprechendes allgemeines Super Detail-Set als Lasercut anzubieten, wenn der Verlag schon keine Neusilberblech Ätzteile mehr vertreibt?
Viele Grüße,
Frank
Den Schornstein habe ich nun mit den Dampfablassrohren und dem Schiffshorn vervollständigt. Und ich habe die Lüfter aufgestellt.
Die Konstruktion der Windhutzen habe ich von dem historischen Bastelbogen der Kronpronzessin Cecilie (1:250) free download bearbeitet und gesupert von Schreiber aus dem Jahr 1910 übernommen. Ich finde diese Lüfterhutzen-Form besonders ansprechend und passend. Mit meinem Gafik-Programm habe sie „abgepaust“, also einen Lüfter aus dem Kronprinzessin-Bogen ins Grafik-Programm geladen und dann darüber die Linien nachgefahren, dann den original-Lüfter entfernt und anschließend meine Kopie koloriert. Zuletzt habe ich dann meine Lüfter noch auf die richtige Größe gezogen. Somit musste ich mir um die Passgenauigkeit keine Gedanken machen. An diese Stelle ein herzliches Dankeschön an den Konstrukteur des Kronprinzessin-Bogens von 1910 (wahrscheinlich Bruno Holz).
Auf meiner Cap Frio habe ich drei Größen. Die Höhe der Lüfter habe ich aus den Fotos entnommen. Die größten Windhutzen stehen um den Schornstein herum, um die Kesselräume zu belüften. Die Cap Frio hatte 5 Dampfkessel, die entsprechend viel Luft brauchten und die mit ihrem Dampf das Schiff auf 12 Konten (also ungefähr 22,2 km/h) brachten. Das ist eine recht gemütliche Geschwindigkeit, verbrauchte aber wesentlich weniger Kohle als die Schnelldampfer auf dem Nordatlantik zu dieser Zeit. Irgendwo habe ich gelesen, dass die gemütlichen Dampfer auf der Südamerika Route mit einer Kohleladung hin- und zurück-kamen.
Die Mittelgroßen Lüfter haben für frische Luft im Maschinenraum und in den Laderäumen gesorgt.
Und die kleinsten Windhutzen stehen auf dem Back-Deck. Die sind wegen ihrer geringen Größe von etwa 7 mm Höhe etwas fitzelig, aber trotzdem baubar.
Beim Aufstellen ist mir aufgefallen, dass ich in meinem Bastelbogen einen Lüfter zu wenig hatte. Den Lüfter auf dem Deckshaus am Heck hatte ich vergessen. Das habe ich jetzt korrigiert. Wie gut es doch ist, einen Kontrollbau zu machen.
Display MoreMoin, moin Frank,
deine CAP FRIO gefällt mir ausgesprochen gut
!
Aus dem Buch von H.-J. Witthöft, "Hamburg Süd, Eine illustrierte Chronik der Ereignisse", Koehler 2009, habe ich einige ggf. für dich interessante Bilder gefunden, falls du sie nicht schon kennst......
Die CAP FRIO in ihrer frühen Zeit......ich gehe davon aus, dass die Schiffe öfter ihren sich ändernden Erfordernissen entsprechend in den Werften angepasst wurden.
Die CAP ROCA, ein Schwesterschiff beim Lade-/Entladevorgang von Stückgut.
Das Achterschiff der BAHIA, ein Schiff aus der Vorgängerserie, auch auf der Reiherstieg-Werft gebaut, an der Pier. Vielleicht ergibt sich für dich da noch das eine oder andere Detail.
Gruß von der Ostsee
HaJo
Hallo Hans-Joachim,
herzlichen Dank für die Buch-Empfehlung. Das kannte ich tatsächlich noch nicht und werde es mir besorgen.
Das Gemälde der Cap Frio mit der Hilfsbesegelung kannte ich noch nicht.
Die Hilfssegel erklären, warum der Dampfer so sparsam im Kohleverbrauch war. Die Windkraft-Unterstützung wird ja jetzt wieder zunehmend in der Handelsschifffahrt eingesetzt (https://www.deutsche-flagge.de/de/aktuelles/n…nutzt-windkraft, https://www.trendsderzukunft.de/airbus-bestell…-als-halbieren/ https://www.golem.de/news/nachhalti…112-161877.html)
Zurück zur Cap Frio: Selbstverständlich habe ich bereits viele Fotos der Schwesterschiffe für meine Konstruktion hergenommen.
Viele Grüße,
Frank
Moin Frank,
dein Dampfer entwickelt sich immer mehr zu einer Augenweide. Da bekomme ich das Jucken in den FIngern auch mal wieder ein Schiff dieser Epoche anzuschneiden.
Viele Grüße
Cariño
Hi Cariño,
also wenn Du die Cap Frio bauen möchtest, dann musst Du Dich noch ein wenig gedulden. Zuerst möchte ich noch den Kontrollbau fertigstellen und werde dann die Bögen noch korrigieren, soweit dies nötig ist. Und dann muss ich auch noch ein Bauanleitung schreiben. Das ist speziell für die vielen Kleinteile notwendig, wie zum Beispiel den Winden, den Kompass, Sonnensegel, Masten und Ladebäume, usw. Und dann muss ich mich auch noch nach einem Copy-Shop umsehen, der mir die Bögen mit einem guten Laser-Drucker auf Karton drucken kann. Mein Tintenstrahldrucker hat eine doch etwas grobe Auflösung, wie man auf den Fotos vielleicht erkennt.
Die Fotos habe ich übrigens mit meinem Smartphone aufgenommen. Das ist schon prima, wie gut man damit Makroaufnahmen machen kann.
Für den Bastelbogen bitte ich noch um Geduld.
Viele Grüße,
Frank
Ein Blick auf meine Basteltisch-Werft zeigt die Arbeit an den Winden.
Da ist zunächst die Ankerwinde:
Auf dem Foto unten seht Ihr die Ankerwinde auf ihrem Platz mit den beiden Ankern und dem Notanker an Deck.
Die Winden für die Ladebäume sind etwas weniger aufwändig. Sie bestehen aber dennoch aus 17 Einzelteilen – pro Winde. Bei 5 dieser Winden auf dem Schiff ist man eine Weile beschäftigt.
Den nächsten Bauabschnitt bilden die Rettungsboote.
Eine offene Version habe ich hier mal aufgestellt:
Auf dem Plakat und auch den Fotos sind die Rettungsboote aber mit einer Persenning abgedeckt, so auch bei mir. Mit meinem Grafik-Programm (LibreOffice Draw) habe ich mit Farb-Übergängen zwischen verschiedenen Grautönen einen leichten Schattenwurf angedeutet.
Auf den Fotos von Original-Dampfer sind die beiden vorderen Boote etwas kleiner als die anderen. Auf dem Schiffsplakat sehen alle Rettungsboote allerdings gleich groß aus. Das wirkt wesentlich einheitlicher. Und da ich mich ja sowieso näher an dem Plakat halte, sind auch in meinem Modell die Rettungsboote alle einheitlich.
An Steuerbord und Backbord gibt es jeweils eine Gangway, die im hochgeklappten Zustand kaum auffallen. Die dürfen aber natürlich im Modell nicht fehlen.
Als nächstes habe ich die Ladeluken gebaut. Dabei habe ich mich an den Luken von anderen Schiffen aus dieser Zeit orientiert. Bei der großen langen Ladeluke habe ich zwei Latten nochmal gesondert aufgesetzt, eine Spielerei von mir. Da haben Scheuerleute/Stauer etwas geschlampt. Hoffentlich wird die Ladung auf der Reise nicht nass.
Und dann habe ich die Blöcke für die Rettungsboote aufgestellt.
Ich konnte es mir nicht nehmen, schon mal den Schonstein aufzustellen, obwohl der eigentlich noch gar nicht an der Reihe gewesen wäre. Auf dem Foto unten seht Ihr den Schonstein noch ohne Dampfabzugsrohre und Dampfpfeife.
Bei der Konstruktion der Rundungen musste ich darauf achten, dass das Deck gewölbt ist. Den Höhenunterschied, der mir ja bekannt ist, habe ich mit einer geschwungenen Linie ausgeglichen (im Screenshot als rote Linie markiert). Beim Kontrollbau hat es prima gepasst.
Es geht nun weiter mit dem Kartenhaus, dem Maschinenraum-Oberlicht und den beiden Frischwassertanks.
Die Silhouette der Cap Frio macht bereits einen sehr guten Eindruck
Auf die Aufbauten habe ich das nächste Deck gelegt. Dabei stellte ich fest, dass dieses Deck etwas stärker gekrümmt ist. Da habe ich wohl die Papierstärke und die Falze nicht richtig berücksichtigt. Ich nehme mal an, das ist ein typischer Anfängerfehler. Ich baue jetzt mal weiter, schauen wir mal, wie es sich später auf das Gesamtbild auswirkt.
Am Heck steht ein weiteres Deckshaus. Für die Geländer und Treppen nehme ich standard-Lasercut Teile vom HMV Verlag (Reling 1:250, 3 Durchzüge, Höhe 1,2m (4,8mm) und Niedergänge 30° 1:250 weiß mit braunen Stufen).
Die Rettungsringe habe ich auf Fotos gesehen und selbstverständlich im Modell auch aufgehängt.
Auf einigen Fotos, aber nicht auf allen, steht auf dem Deckshaus am Heck noch ein weiteres Häuschen. Da die Fotos zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden, vermute ich, das Häuschen wurde irgendwann hinzugebaut oder weggenommen. Ich habe es in meinem Modell aufgestellt.
Hallo Lars,
der Größenvergleich mit den Binnenschifffen ist ja irre. Wahnsinn! Da sieht so eine Landratte wie ich mal, wie groß diese Schiffsmotoren wirklich sind.
Ganz toll gebaut.
Danke für den Baubericht, die Bilder und die interessanten Links.
Gruß,
Frank
Weiter geht es mit dem Bau. Als nächstes habe ich das Boots-Deck hinzugefügt und weitere Aufbauten aufgesetzt.
Auch auf dem Bootsdeck habe ich Bänke aufgestellt.
Die Bordwände habe ich manuell „abgewickelt“. Dazu habe ich zuerst das Spantengerüst gebaut und dann darauf Papierstreifen gelegt, die ich mit einem weichen Bleistift angerissen und dann passend zurechtgeschnitten habe. Wenn der Papierstreifen dann passte, habe ich ihn eingescannt und dann im Grafikprogramm auf die richtige Größe gezogen (gemessen an der Höhe der Bordwand) und dann darauf die Linien gezeichnet. Anschließend habe ich den Scann entfernt und die Flächen zwischen den Linien ausgemalt. In dem Screenshot unten sieht ihr den gescannten Papierstreifen vom Heck und darunter das fertige Teil.
Für die Position der Bullaugen und Bordwandstützen habe ich wieder ein Original-Foto hinterlegt.
Beim Zusammenbau des Spantengerüsts habe ich bemerkt, dass sich einige Klebelaschen überlappen. Ich denke mal, das ist nicht weiter tragisch. Mal sehen, vielleicht ändere ich das noch im finalen Bogen.
Weiter geht es mit den Bordwänden. Die Zier am Bug habe ich aus dem gescannten Plakat entnommen und in der Grafik der Bordwand eingefügt.
Im Heckbereich habe ich genügend Redundanz hinzugefügt, so dass sich das Dampferheck problemlos formen lässt. Ich bin richtig stolz, wie gut es geworden ist.
Von der Heckzier habe ich leider kein Foto und so habe ich sie selber frei gestaltet. Dazu habe ich die Zier-Elemente vom Bug aus dem Plakat wiederverwendet.
Leider strandete die Cap Frio im Jahr 1908 von Bahia (Brasilien) aus kommend in einem Sturm ganz in der Nähe des Leuchtturms von Barra. Da der Dampfer bereits mit der damals brandneuen Funktechnik ausgestattet war, konnte schnell Hilfe gerufen werden und kein Mensch kam bei der Havarie zu Schaden. Nur das Schiff konnte nicht wieder freigeschleppt werden und wurde zum Totalschaden. Das Wrack ist heute ein beliebtes Taucher-Ziel, es liegt in der Nähe der Küste in geringer Tiefe.
Dieses YouTube Video zeigt viele alte Fotos, Infos zum Schiff (auf portugisiesch) und Bilder vom Wrack:
Display MoreMoin Frank,
darf ich fragen mit welchem Grafikprogramm Du arbeitest?
Beste Grüße,
Manfred
Hallo Manfred,
ich verwende das kostenfreie LibreOffice Draw unter Linux.
Hier auf dem Forum werden ja immer mal wieder Fragen zur Konstruktion gestellt. Also ich bin so vorgegangen: In das Grafikprogramm habe ich ein Foto des Dampfers eingefügt und dann auf die maßstabsgetreue Größe gezogen, hier 125,40m im Original == 50,16cm im Modell. Dann habe ich direkt auf dem Foto gezeichnet. In dem Screenshot oben sieht man den rot eingezeichneten Mittelspant für den vorderen Teil und den orange eingezeichneten Mittelspant für den hinteren Teil des Schiffs (Anmerkung: die ganze Länge passt nicht auf ein DinA4 Blatt).
Außerdem kann ich mit dieser Methode die Lage der Bullaugen, Fenster, Türen, Lüfter, und anderer Details direkt übertragen.