Posts by M_40

    Mit Fock-Krähennest und Bramrahen sind meine Spieren-Arbeiten komplett. (Bis auf die Flaggenstöcke und die Reparatur des Schraubenschutzes. Aber das kommt ganz am Schluss. Sonst mache ich es beim Weiterbau wieder kaputt. ("Spieren" ist laut "Das Grosse Buch der Schiffe" vom Orbis Verlag 1992 der Oberbegriff über Masten, Gaffeln und Rahen. Ob's stimmt? Ich kann's nur nachplappern.)


    Ach ja: Meine Fockbramrah erschien mir etwas zu ausladend. Also habe ich nachträglich etwas abgezwickt - und dabei fälschlich eine Marsrah erwischt. Aber wer erkennt überhaupt, an welcher das Malheur passiert ist? Ich sehe von einem Neubau ab, denn meine verbliebenen Plaste-Ziehstücke wären dünner oder dicker.


    Nun kommt der für mich schwierigste Bauabschnitt: Auswahl der Taue. Denn wenn ich alles aus den Fotos übernähme, würden meine Masten zusammenbrechen und vor lauter "Spinnweben" wäre kaum noch das Schiff zu sehen. Mal sehen, was mir charakteristisch und baubar erscheint.


    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo Ulrich,


    die "mühseligen" durchwobenen Wanten sind auf dem Foto Dresden 1908 im Kiel-Kanal deutlich am Großmast zu erkennen, in dem schönen Querschifffoto Dresden bei der Flottenparade in NYC 1909 an Fock- und Großmast, nicht ganz so deutlich auf dem achterlichen Foto beim selben Anlass.


    (Ggf. herunterladen und im Bildbetrachter auf Anzeige - Originalgröße klicken. Mein Lieblingsfoto hat z.B. für die damalige Zeit die atemberaubende Auflösung von 4.136 x 2.332 Pixel!)


    Beste Grüße
    Eugen

    Die Gaffel und die Marsrahen (oder gibt es für so eine vierstrahlige Konstruktion einen anderen Fachbegriff?) sind aus an der Kerzenflamme dünngezogenen Angussästen von Plastikmodellen.
    (Im Hintergrund von Bild 1 Ziehversuche, meine "Höhenlehre" und die Zeichnung zur Bestimmung der Fadenlängen für den Ruderlageanzeiger.)
    Die Marsrahen habe ich zunächst mit UHU plast flüssig verklebt. Das verband sich aber kaum mit dem Metall der Stenge, so dass sich ein drehbares Drehkreuz ergab und doch noch "normales" UHU ran musste. Der Ruderlageanzeiger ist noch nicht an Deck verklebt, so lange ich am Mast herumwackle.


    Mein Versuch, das "Krähennest"/die Bramsaling auf meiner Bastelplatte zusammenzukleben und dann als Ganzes an die Stenge zu kleben, scheiterte. So wurde sie Stück für Stück "freiluft" auf der Marsrah zusammengeklebt. Die Stützen der Reling sind aus Faden, die kreisförmigen Leiste und Relingprofil aus dem Einzeldraht eines Litzendrahts, einem uralten Erbstück, vermutlich Aluminium.

    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo Henning,


    einfach super :thumbsup: :!: :thumbsup:


    Beste Grüße
    samt nicht authorisierten Glückwünschen von MS Richard With und MS Finnmarken :D
    Eugen


    ( Arne: Was war das für ein Lehrberuf? Frage einer Landratte :S )

    Hallo modellschiff,


    deinen Baubericht werde ich mit besonderem Interesse verfolgen, weil ich ja seit gut einem Jahr die gleiche Vorlage verunstalte. Dabei bin ich jetzt schon auf die "Mastkörbe" 57/58 gespannt, weil ich nicht begriffen habe, wie der Konstrukteur sie verbaut haben wollte.


    Herzliche Grüße
    Eugen

    Mit den Stengen (aus Draht) hab ich mir's etwas einfacher gemacht: Mars- und Bramstenge in 1 Stück. Meine Maste sind eh nicht sonderlich stabil, insbesondere seit ich den Hauptmast bei Arbeiten am Fockmast zweimal voll umgeknickt habe. Die 4 Bodenträger/"Ausleger" unter dem Boden der Saling sind aus einlagigem Karton, also nicht belastbar. (Auf dem Foto sind nur 3 erkennbar.)



    Wenn schon verrückt, dann konsequent: Wanten jetzt auch am Fockmast. Offensichtlich hätte kein Teil der Focksaling nach hinten über den Mast ragen dürften. So drückt sie die Wanten aus der korrekten Lage. Und wieder wird augenfällig, dass die vordere 10,5er-Kasematte bei mir zu weit vorn liegt.


    Grüße
    Eugen

    Über die richtige Positionierung der Schornsteinstage ließe sich trefflich diskutieren. In einem Nachbarforum wird die Auffassung vertreten, sie hätten tatsächlich die vorderen Beiboote "eingesperrt". Für Boots- (und Bekohlungs-) Manöver seien sie ausgehängt worden. Etliche Modellbaufirmen sperren mit den achteren Abstagungen des vorderen Schornsteins die vorderen Beiboote heftig ein und auch die vorderen Abstagungen des achteren Schornsteins behindern deren Heck beim Ausschwenken noch etwas. Dem hätte meine erste Ausführung (Beiträge 34 - 38, hier Bild 1) entsprochen.
    Auf dem einzigen mir zugänglichen Originalfoto, das die fragliche Zone in ordentlicher Auflösung zeigt, ist das Beibootsproblem vermieden, indem der Achterstag des vorderen Schornsteins ein gutes Stück vor dem vorderen Davit und der Vorderstag des achteren Schornsteins am achteren Ende des Schussfeldbegrenzers der dritten 10,5 befestigt ist. Eine bei kleinanzeigen.ebay noch erhältliche Risszeichnung, gefertigt in der Staatlichen Ingenieurschule Heilbronn, bestätigt dies. Bei dem (Werft-?) Modell im Deutschen Museum in München ist der Achterstag des vorderen Schornsteins zudem nicht an der Bordwand, sondern an der Innenkante des WC-Anbaus befestigt. Dem käme meine zweite Ausführung (Beiträge 39 - 48, hier Bild 2) näher.
    Vielleicht gab es auch zweierlei Befestigungspositionen. Eine für "normal" und eine "für Bootsmanöver".
    Um den Vorwurf zu vermeiden, mich der einen oder anderen Auffassung anzuschließen, oder gar behaupten zu wollen, ausgerechnet bei meinem Freistil-Kompromiss-Modell die richtige Position gefunden zu haben, habe ich noch mal abgeändert (Bild 3) und den Stag des vorderen Schornsteins etwas nach achtern, an die Achterkante des WC-Anbaus verlegt. (Nein: Der Steigungswinkel dieses Stages war mir zu stark. Etwas flacher gefällt's mir besser.) Somit sind die Positionen bei mir mit Sicherheit falsch.


    Der Schraubenschutz ist dran. In eingefahrener Stellung. Verglichen mit dem Schraubenschutz späterer Kriegsschiffe hatte er wohl mehr moralische Wirkung.


    Beim Ausbaldowern der Höhe meiner Untermasten habe ich übersehen, dass sie um 1 Deckshöhe über die Salinge hinausragen. Hätte ich die Salinge 1 Deckshöhe tiefer gesetzt, hätte das doof
    ausgesehen. Also habe ich oben etwas drangepfuscht. Mal sehen, ob die Marsstengen so genug Halt kriegen. Immerhin habe ich kleine Übergangsstücke aus Draht in den Übergang vom hohlen Untermast zum hohlen Mogelstück eingesetzt. Trotzdem sehe ich hinterher, dass das Mogelstück am Fockmast zu weit nach vorn gerutscht ist.


    In einem Anflug von Hybris habe ich begonnen, Wanten zu weben.
    Bei dem damit verbundenen Hantieren mit dem Modell habe ich alle 3 Anker beschädigt, 1 Schraubenschutz und den Stb-Antennenausleger des achteren Schornsteins abgerissen. Hätte eben erst später dran gehört.


    Ich habe mich davon überzeugt, dass das Lastseil der Torpedokräne nicht zur Spitze des senkrechten Pfosten führt, sondern im waagrechten Arm verläuft: Abgeändert.



    Die Wanten sind zwar nicht schön, obwohl ich ca. 40 ml Azeton für sie verbraucht habe, aber selten: Kaum einer der Kollegen, die Dresden/Emden in 1:250 gebaut haben, hat sie mit Wanten bestückt.


    Grüße
    Eugen

    Verdeckt mir deshalb ein großes Lesefenster die "Suchergebnisse" (ich komme nach einem Klick auf "ungelesene Beiträge" dort hin), wenn ich die Maus nicht weit 'rausnehme?


    Beste Grüße
    Eugen

    Danke andiruegg :love: . Danke Rainer :love: .


    Weil mein voriges 2. Foto unscharf war (mal wieder vergessen auf den "Blumenknopf" zu drücken) noch mal eine ähnliche Perspektive.
    Auf Bb. habe ich das Auslegernöckchen (Pfeil) hochgeklappt.
    Diese "Mittschiffsspiere" (Pfeil) ist m.W. bei keinem Modellbauverlag vorgesehen. Ich habe sie mal wieder aus Originalfotos hergeleitet. Weil ich sie auf keinem der Fotos entdecke, die eine [anscheinend eben so große] (Kran-) Spiere an der Brückennock angelenkt zeigen, und ich andererseits auf keinem der Fotos, die meine "Mittschiffsspiere" aufweisen, die Brückennockspiere erkenne, vermute ich, dass sie von der Bordwand ausgehängt und bei Bedarf an der Brückennock befestigt werden konnte. Ich hab das mal für den Fotografen auf Bb. provisorisch montiert.


    Damit ist meine Spierenausstattung bis auf den Schraubenschutz vollständig.


    Herzlichen Dank noch an Hadu, der mich über den Zweck des von mir so genannten "Gewächshauses" auf dem Mitteldeck aufgeklärt hat: Gar kein weiterer, sondern tatsächlich bloß Maschinenoberlicht


    Beste Grüße
    Eugen

    Mein Torpedokran (1) ist zu groß geraten. "Zum Ausgleich" habe ich ihn nicht drehbar gebaut. Auch weil sonst seine Achse in der Kasematte des Geschützes "2" gestört hätte.
    Die Bugspiere (2) habe ich entgegen den Vorstellungen von HMV gem. Original-Fotos 1 Deck höher angebracht. Sie ist aus wieder geradegezogenem undefiniertem Draht aus Nachbars Gartenschlauchzubehör.
    "Dresden" hatte wahrscheinlich keine Tür am "Brückennockhäuschen", wie ich sie von "Emden" übernommen habe. Aber dennoch ein - vermutlich hochklappbares - "Ausleger-Nöckchen" (3).

    Beste Grüße
    Eugen

    Herzlichen Dank, Gloom, für deine aufmunternden Worte. Ich dachte schon, ich sei der einzige, der meinen Baubericht noch liest.
    Besonderen Dank auch, dass du die Patzer so höflich unerwähnt lässt. Aber mein voriger "Blick von achtern" z.B. ist auf meinem Monitor ja auch 7mal so groß wie mein Kartonmodell. Da springen einen Schlamperein geradezu an, die man mit bloßem Auge gar nicht sah.


    Beste Grüße
    Eugen

    Auch die Bb-Beiboote sind an Bord. M.E. waren die Beiboote gewöhnlich durch Persenninge abgedeckt

    Dabei läuft noch ein Langzeittest vom TÜV Südfriesland, weshalb die verschiedenen getesteten Persenningsstoffe verschiedene Farbe haben. :D Im Ernst: Da ich keine Ahnung hatte, welche Farbe die richtige sei, habe ich verschiedene genommen in der Hoffnung, dass sie wenigstens bei einem Boot stimmen könnte. (Der Beitrag von Hans-Joachim Möllenberg am 5.5.2014, in dem auch die kaiserliche Persinningfarbe genannt ist, erschien nachdem ich meine Bötchen schon zusammengeklebt hatte.)


    Laut modellmarine.de sollten die auf dem folgenden Foto durchgestrichenen Boote im Mobilmachungsfall von Bord gegeben werden. Bei Dresden erfolgte dies nicht. Weshalb hätte man sie in Ostasien auch dem Feind überlassen sollen?


    Noch ein Blick aus anderem Winkel auf das Propellerchen, mit dem ich das Motorboot und die Dampfpinasse ausgestattet habe.


    Und noch ein Blick auf die Jakobsleitern, mit denen ich gem. dem Foto von 1909 aus New York die "Takelage" von Dampf- und Ruderpinasse versehen habe.

    Beste Grüße
    Eugen

    Danke HaJo,


    ah ja - und dem Originalfoto nach zu schließen wurde das nicht nicht um ein Scharnier geklappt, sondern um eine senkrechte Achse gedreht, so dass der "Schniepel" auch in geschlossenem Zustand nach oben zeigt.


    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo Glue me! und Jochen,


    welchen Zweck hatte denn die gelbe Kreisfläche auf der Back des Bootes mit der Kalottenbrücke :?: (Und ist Glue me!s Boot inzwischen fertig?)


    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo Ulrich,


    allein schon die schrubbenden Matrosen sind super :thumbsup:
    Eine Frage noch an die Experten: Welchem Zweck dienten die "Bügel" auf den schweren Türmen? :?:


    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo abraxax,


    ich habe anfangs auch Löcher in die gedruckte Reling geschnitten/gestichelt. Inzwischen bin ich aber überzeugter Fadenreling-Anhänger: Macht nicht nur weniger Arbeit, sondern sieht dann auch noch besser aus. Aber säge du ruhig weiter.


    Beste Grüße
    Eugen

    Die Stb-Beiboote sind am Platz. Ich habe sie aus dem Bogen "Zusatzausrüstungen" von WHV aus dem Ende der 1960er/Anfang 1970er abgeleitet.
    Das Motorboot und das Dampfbeiboot habe ich mit dreiflügeligen Propellerchen ausgestattet. Man sieht sie kaum noch. Ich glaube, dass das Schornsteinchen des Dampfbeiboots umklappbar war und unter der Persenning verschwand - wie die 6-cm-Bootskanone L/21. Das Schornsteinchen habe ich aber - nach langer Überlegung, wie hoch es sein müsste - aufgerichtet aufgeklebt, damit ich mich auch noch in 3 Jahren erinnere, das das ein Dampfboot ist.


    Mein probehalber aufgestellter Schussrichtungsbegrenzer für das 3. Geschütz begrenzt zu stark. Ich werde also einen breiteren aber niedrigeren ausdrucken.


    Grüße
    Eugen

    In Belgien gibt es jetzt eine Initiative, das Congo-Schiff Charlesville (heutige Georg Büchner) als Museumsschiff für Antwerpen zu behalten

    Hi eskatee,


    die Georg Büchner ex Charlesville liegt doch seit 30.5.2013 nahe Gdingen auf Grund? "Museumstaugliche" Teile waren vor dem Auslaufen zum Verschrotten aus Rostock ausgebaut worden. "MS Georg Büchner - Vom Stapellauf bis zum Untergang", Verlag Redieck & Schade 2013, ohne ISBN-Nr. Ob man mit dem Wrack glücklich wird? Die polnische Regierung wäre gewiss glücklich, wenn es ihr jemand abnähme.


    Und würdest du bitte die Namen der Schiffe auf deinem Bild "JSC vloot 1.jpg" auflisten? (Ich kann mich an deinen Schiffsbildern gar nicht satt sehen.) :thumbup:


    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo Wiesel,


    nach Simmers Paintshop müssten bei einem Seeflugzeug die Oberflächen RLM-grün-72 (am Computer 40 rot, 50 gelb und 42 blau) in meinen Augen ein tannenwaldgrün, und RLM-grün-73 (59 rot, 59 gelb, 49 blau), in meinen Augen ein braungrün, gewesen sein. rlm.at weist darauf hin, dass man im Modellbau weiß zumischen müsse, je kleiner der Maßstab, desto mehr. Und, dass die "Frontmaler" reichlich Freiheit gehabt (genommen) hätten. Aber das alles weißt du bestimmt längst selber. Entschuldige bitte meine Klugscheißerei und Einmischung.


    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo thegreek,


    schon mal im voraus Danke für das versprochene nochmalige hochladen deiner Bilder. Vielleicht machst du mir damit Mut, sie doch noch zu bauen. Ich habe den Bogen - allerdings von WHV - seit ca. 40 Jahren im Schrank liegen. Aber mir graust vor der Takelage.


    Glückwunsch zum Modell und beste Grüße
    Eugen

    Die Brückenschutzwand (oder wie man das Teil sonst nennt) ... auf der Back

    Hi Jochen,


    das Boot wird immer hübscher. Waren aber auch hübsche Boote. Müssen aber recht ungemütlich gewesen sein. Laut http://www.foerderverein-museums-schnellboot.de wurden die Boote nämlich bis S 25 von diesem, ich sage "Wellenbrecher", aus gefahren. Erst ab S 26 wanderte der Kommandostand (so anscheinend die korrekte Bezeichnung) auf die Brücke. Und vor der ab demselben Boot erhöhten Back waren sie wohl recht feucht.


    Beste Grüße
    Eugen

    Hallo Norbert,


    wenn alles anderen nicht hilft: Die Spanten erst mal einscannen. Dabei Scanprogramm auf "dunkler" stellen (Schieberegler - bis dir Ergebnis zusagt). Dadurch werden schwarze Striche erst mal dicker. Dann verkleinern und drucken.


    Grüße
    Eugen

    Hallo Kurt,


    da bin ich mächtig gespannt. Kannst du etwas über den Maßstab sagen? Und zum "später hineingucken": Frag doch deinen Zahnarzt mal nach 'nem Zahnarztspiegel :D .
    Beste Grüße
    Eugen