Posts by Papiertiger

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    Original von günter
    Hallo Friedrich,
    trocknet dir der Pinsel nicht ein? Oder tauchst du ihn nach jedem Kleben in Wasser?


    Hi, Günter,


    tja, wenn so eine richtige Kleinteilklebeorgie läuft, hat der Leim trotz hitzigem Tempo keine Chance einzutrocknen - mal eben ins bereitstehende Wassernäpfchen getaucht unterbindet jede Erstarrung im Ansatz. Nur wenn Pausen drohen sollte man den Pinsel schon auswaschen und auf dem Papier ausstreichen.


    Da ich aber auch nicht immer dran denke, passiert es mir dennoch: Leim im Pinsel angetrocknet! Kein Beinbruch, kurz intensiv wässern und dann mit einem Fingernagel die angetrockneten, sich in Ablösung befindlichen Leimreste zur Pinselspitze hin abziehen, natürlich auf dem Papier. Pinsel nochmals eintauchen und auf dem Papier ausdrücken.


    Dieser Säuberungsvorgang hat allerdings keinen Zweck mehr, wenn der Leim einen halben Tag lang die Gelegenheit hatte sich festzusetzen. Da wird eher aus dem Pinsel nur noch ein Stiel.


    Viele Grüße
    Friedrich

    Hallo miteinander,


    geht's Euch auch so? Ich brauche nur einen Mini-Tropfen Kartonkleber, drücke vorsichtig etwas aus der Flasche auf ein Abfallstück Karton, tippe mit einer Nadelspitze hinein - und - schon fest!!!


    Schluß damit! Die Mini-Tropfen kommen jetzt auf Glas!! Mir fiel ein Fotorahmen für Paßbilder von meiner Tochter in die Hand (wurde nicht mehr gebraucht [der Rahmen!]). Darin war eine schöne kleine Glasscheibe. Doch Vorsicht, diese Billigteile (neu beim Discounter so um 1 Euro) haben unbehandelte Kanten - Schnittgefahr!


    Die Gefahr war bald vorbei. Mit einer Diamant-Nagelfeile meiner Frau habe ich schnell die Kanten gebrochen und danach die Feile gründlich vom Glasstaub gereinigt (zur Vermeidung des Aufschreis: 'Was hast Du da wieder gemacht?! Hast Du immer noch nicht selbst genug Zeug?!'). Schon, aber ...


    Die kleine Glasplatte ist nun ideal, um darauf tropfenweise Leim aufzubringen, ohne dass der sofort versickert oder austrocknet. Außerdem kann sie sehr leicht mit einer - gebrauchten - scharfen Klinge gereinigt werden, wird dann wieder wie neu.


    Übrigens, da ich meinen Weißleim mit etwa 10 Prozent Wasser verdünne (sozusagen mixe) bin ich als Standardbehälter für die Mischung umgestiegen auf 'Spritzflasche', erhältlich in Bastelgeschäften mit Glasmalfarbe, Perlenketten und sowas. Hält schön dicht, und einmal aufgeschüttelt ist alles wieder okay.


    Zum Leimauftragen benutze ich inzwischen einen Pinsel, da habe ich noch mehr Kontrolle als bei einer Nadel- oder Zahnstocherspitze. Klasse finde ich dabei die von mir verwendete Pinselform: Rollt nicht weg, hält die Pinselspitze immer hoch ...


    Klar, dass bei wasserbasierten Klebern auch Wasser in der Nähe sein muß. Da reicht aber die Menge eines Eierbechers voll aus. Sturzsicher untergebracht und ein saugfähiges Tuch in der Nähe ist man für alles gerüstet: Etwa Feuchtigkeitsnachschub, Verlängerung der Offen-Zeit des Klebers, Auswaschen des Pinsels und 'Auswringen' des Klebers ... Beim Abschluß einer 'Sitzung' nicht vergessen, den Eierbecher zu säubern (am besten mit dem Tuch), sonst bleiben schwer entfernbare ausgetrocknete Kleberreste.


    Genug der Worte, nun ein Bild meiner Glas-Klebewerkstatt, die wohltuend platzsparend unterzubringen ist.


    Mit vielen wohlmeinenden Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Klebär,


    die Idee mit dem Silberdraht für die Handläufe an der Wand finde ich sehr gut. Du schreibst, dass Du sie abschließend mit Albrecht Dürer (= Aquarellfarben) eingefärbt hast. Mußtest Du vorher grundieren oder haftet die Farbe auf dem blanken Metall?


    Sieht echt vielversprechend aus, Deine 'TOGO'. Ich bleibe am Ball
    Friedrich

    Hallo miteinander,


    tja, Werner's Statement und Robi's Aussage kann ich nur bestätigen: Sooo voll war es noch nie im Hörsaal, und auf allen Tischen tummelten sich hervorragende Modelle. Als Angehöriger der Schiffsfraktion stelle ich hier mal das absolute Highlight von heute vor: die 200er-Boliden in ihrer geballten Pracht.


    Bild 1: Bismarck vom Peter Milla, Yamato von Hans Gerd Schöneberger und Lützow von Wolfgang Keller
    Bild 2: Bismark, Yamato und Bogatyr von Frank Unger
    Auf Bild 1 kommt im Hintergrund rechts oben der Einsatzgruppenversorger in 1/250 auf, der Kontrollbau wirkt hier geradezu niedlich im Vergleich (ist aber wirklich ein herausforderndes Modell).
    Bild 3 zeigt dann eine Auswahl vom anderen Ende des Spektrums: Eine hübsche Sammlung 'kleiner Schiffchen' im Maßstab 1/250.


    Die anderen Sparten werden sicherlich auch noch per Foto eintrudeln, aber ich weiß jetzt, was ich mir als nächstes zulege: eine größere Speicherkarte für meine DickeTalKamera.


    Liebe Grüße
    Friedrich

    Hallo, Volker,


    gibt ja schon einen schönen Gesamteindruck wieder, Deine Zusammenstellung mit Belebung. Und wenn die unmotivierte Holzfläche im Blau des Wassers endlich zu Holzfässern, pardon, Whiskyfässern verarbeitet ist und sich Wasser gewohnt nahtlos breitmacht, dann wird der Eindruck noch stimmiger sein. Das wird schon, wie ich es so einschätze.


    Die Belebung macht viel aus, nur: Was um Himmels willen hat der ADAC-Rettungshubschrauber zu retten??? Spritknappheit, Produktionsausfall?? Oder Stellprobe für die Freifläche?


    Wahrscheinlich mache ich mir zu viele Gedanken. Ich werde einfach hier öfter reinsehen und dann sehen, was es alles zu sehen gibt.


    Mit lieben Grüßen *und treudoofem Augenzwinkern*
    Friedrich

    Danke, Jo,


    das war die erhoffte Antwort. Wichtig für mich: Mit Skalpell eine Ecke des (auch flachliegenden) Teils einschneiden, also die Ecke in der Materialstärke schon praktisch halbieren, und dann unter Zug und eng folgendem Gegendruck die 'überflüssige' Materialstärke abziehen. Hilft da vielleicht leichtes! Anfeuchten?


    Gut, dass Du es mit größeren, planliegenden Teilen demonstriert hast.


    Klasse, wieder was dazugelernt!
    Friedrich

    Hallo, Jo,


    echt riesig, Dein Winzling (das ist kein Widerspruch, das Modell macht einen riesigen Eindruck auf mich, obwohl der Maßstab für mich winzig ist). Irgendwie werde ich die Vermutung nicht los, dass Du nach den - übrigens auch Klasse gebauten - Kleinschiff-Flottillen mal die gleiche Menge Papier in was 'Größeres' stecken wolltest. Tja, das Ergebnis spricht für sich.


    Darf ich eine basteltechnische Frage anhängen? Du erwähntest mehrfach, dass Du den Karton spaltest. Wie machst Du das? Wäre schon zu wissen, welchen Karton Du spaltest und wie man dabei am sinnvollsten vorgeht, insbesondere bei größeren Teilen. Meine Versuche endeten bisher immer mit zufällig gespaltenen Kleinröllchen oder ungleichmäßig dicken größeren Teilen (ging nicht überall die gleiche Materialstärke ab). Außerdem sah die Rückseite wie eine Kraterlandschaft aus.


    Ansonsten weiter so, mit Vergnügen werde ich weiterhin dabei sein.
    Friedrich

    Hallo, Virgilia,


    im allgemeinen halte ich mich mit Kommentaren zu Bauberichten ja etwas zurück, mir liegen die so inflationär aufkommendenden Superlative einfach nicht so. Und in diesem Forum sind gut gebaute und präsentierte Modelle einfach Legion, da fällt mir einfach nichts Tolles dazu mehr ein, was nicht schon gesagt wurde.


    Dein Modell des Mont Saint-Michel allerdings, mitfiebernd seit dem ersten Schnitt, löste die Schreibzurückhaltung. Ich finde es wirklich toll, wie Du die 'freischwebende' Konstruktion von oben nach unten durchziehst. Dabei bewundere ich Deine Präzision, denn bei soooo vielen Kleinteilen 'in der Luft' summieren sich Toleranzen fürchterlich schnell, doch davon kann ich hier nichts feststellen.


    Ich wünsche weiterhin viel Spaß bei diesem architektonisch äußerst reizvollen Modell und bleibe (still genießend) am Ball.


    Mit lieben Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Frank,


    da entsteht mal wieder eine Kartonbauleistung, vor der ich nur meinen Hut ziehen kann. Verfolgt habe ich Deinen Bericht von Anfang an, aber mit Kommentaren bin ich eher sparsam. Das gelingt mir bei Deinem hervorragenden Unikat aber nicht mehr, deshalb: Toll gebaut, die Details sind erste Sahne.


    Bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie das Ganze erst mit dem Endanstrich wirken wird.


    Viele liebe Grüße
    Friedrich

    Hallo, Modellschiff,


    oh je, da weckst Du nostalgische Gefühle in mir mit der Präsentation dieses Modells.


    Es muss so 1954 gewesen sein, als ich genau diesen Bogen für 80 Pfennige in meinem späteren Lieblingsgeschäft in Düsseldorf (ehrlich, in der Nähe zur 'Kö') von meinem Taschengeld kaufte. Besonders fasziniert hat mich, dass man unter das überkragende Deck echt drunter sehen konnte. Tja, das war damals die Primärinfektion mit dem Virus Cartonicus.


    Ansehen musste ich meine erste Kartonverbiegung allerdings nicht lange, dafür sorgten die Hände meiner 5 Jahre jüngeren Schwester. Dafür wurde mir allerdings Ersatz gespendet, womit ich erst recht in die Fänge dieses Virus getrieben wurde.


    Zwischenzeitlich war die Infektion zwar nicht so virulent, aber irgendwie war Interesse am Modellbau immer vorhanden (Plastik, Zinnfiguren und andere Fingerübungen). Tja, und nun bin ich wieder voll 'auf Pappe'.


    Irgendwie schade, dass es die 'Nürnberg' nicht mehr als Offset-Druck gibt, hätte sie gerne nochmal gebaut.


    Danke für Deine vorzüglichen Archivbilder und viele Grüße
    Friedrich

    Hallo, Frank,


    sieht wirklich schon gut aus, Dein 'verwinkeltes Ungeheuer'. Gerade die Kleinteile machen ja erwiesener Maßen den Unterschied aus und ein Modell erst so richtig interessant.


    Da habe ich aber glatt mal eine Frage zu Deinen wunderbar gleichmäßigen Niedergängen: Wie oder eventuell mit welchen Hilfsmitteln bekommst Du die so hin? Bisher sind mir nämlich derart gerade, saubere Niedergänge (allerdings in 1/250) noch nicht geglückt.


    Öffne mal Deine Trickkiste und zeige mir, wo der Hammer hängt.


    Mit lieben Grüßen
    Friedrich

    Der Zusammenbau ... eine lautstarke Prozedur! Glücklicherweise war meine Tochter nicht in der Nähe.


    Der Karton wird unter Spannung und mit Überraschungseffekten (ach, so gehört das zusammen!) geformt und verklebt. Das dabei vorherige Klebungen wieder aufgehen und die Finger eine Klebstoffpatina bekommen ... nun, das geschieht bei anderen Modellen auch, hier habe ich es aber sehr intensiv erleben dürfen.


    Aber endlich, es steht vor mir, schaut naturähnlich aus, und wird der endgültigen Besitzerin wegen der exotischen Materialwahl (wer hat schon Kamele aus Karton!?) hoffentlich viel Spaß machen.


    Verbesserungspotential sehe ich darin, dieses Experiment als Probebau zu deklarieren, mit der gewonnenen Erkenntnis das Viech nochmals zu bauen und dabei die Kanten einzufärben.


    So steht es jetzt bei mir. Sozusagen als Einschub/Erholung von Schiffen in 1:250. Positiver ausgedrückt: Das war natürlich eine während der Tocknungszeiten wesentlich wichtigerer Bauteile eine dazwischengeschobene Fingerübung.

    Tja, wie es manchmal so geht: Eine Kollegin sieht bei mir meine Sammlung veredelten Kartons, fragt neugierig nach, ich präsentiere zielgruppengerecht Schmankerl wie Birdsmobile, chinesische Drachen, American Shorthair (Mietzekatze), Fische ...


    Völlig unvorbereitet trifft mich die Frage: Haste kein Kamel?


    Hintergrund (nach intensiver Befragung geklärt): Die beste Freundin der Kollegin ist Kamel-Fan, sammelt alles, was dem ähnlich sieht, und hat dazu bald Geburtstag ...


    Kurz und gut: Kamel hatte ich keins, aber wozu gibt es Foren und das Internet. Durch Hinweise hier stieß ich im Internet auf das Wunschobjekt: Ein Kamel auf dieser Internetseite, das aber 2 Höcker hatte, also auf gut deutsch ein Trampeltier ist.


    Runtergeladen, analysiert eigentlich ganz einfach, nur 2 Bauteile. Dafür keine Bauanleitung.


    Tja, dann doch hergegangen und mit Rückseitendruck die weißen Blankstellen verschwinden lassen (Beine, Bauch und Ohren rückseitig eingefärbt) und dabei mein Zeichenprogramm etwas besser kennengelernt. Das Foto zeigt das Ergebnis.

    Hallo, Michael,


    kommt echt gut, Deine Konstruktion und der begleitende Probebau. Aber etwas frage ich mich doch: Wo steht der Steuermann? Hat er das Steuerrad im Rücken, wenn er auf den Kompass blickt oder nach vorn? Da ist nämlich ein Kasten zwischen Bordwand und Steuerrad, wo ich eigentlich die logische Position des Steuermanns vermute.


    Aber vielleicht ist ja alles ganz anders und ich stehe auf'm Schlauch.


    Viele Grüße und bleibe dran, das wird Klasse
    Friedrich

    Hallo, Hans Gerd,


    wirklich toll, was Du uns hier vorgeführt hast. Herzlichen Glückwunsch zum Durchhaltevermögen und zum excellenten Ergebnis. Schon die Fotos sind zum Staunen, wie umwerfend muss erst der Eindruck der 'Yamato' in natura sein!! Und den Eindruck werde ich hoffentlich in Mannheim genießen können.


    Und nun ... was Kleines? (Glaube ich bei Dir eher nicht, doch wer weis)


    Danke für den ausgezeichneten Baubericht
    Friedrich

    Hallo, Reinhard,


    ehrlichen Glückwunsch zur Fertigstellung des ansprechenden, hervorragend gebauten und toll beschriebenen und fotografierten Liebhaberstücks, bei dem ich von Anfang an mit dabei sein konnte. Für mich echt 'Spitze'.


    Besonders fasziniert haben mich Deine 'Systemdarstellungen' der Takelage, insbesondere des laufenden Guts. Kannst Du Dir vorstellen, diese 'Systemzeichnungen' zur Befestigung und Bedienung der verschiedenen Segel-Typen (Rah-, Besan-, Vormars-Segel usw.) mal zu generalisieren - also die grundsätzlichen Zusammenhänge mal darzustellen - und dann den hier daran Interessierten zugänglich zu machen? Deine mehrfarbigen Diagramme ließen bei mir nämlich etliche Kronleuchter entflammen.


    Wie auch immer, schön, dass die 'Grenado' ein würdiges Plätzchen gefunden hat.


    In der Hoffnung, dass dieser Erfolg nach 'MEER' schreit, mit lieben Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Günter,


    verfolge Deinen Bau seit Anfang an, kommt echt gut!!!!! Vor allen Dingen die 'kleinen' Unterschiede machen für mich den Reiz aus.


    Doch nun zu den Ätzteilen bei den Davits: Kommen Dir die Ätzteile nicht irgendwie 'körperlos' vor? Die Materialstärke der Ätzteile entspricht in meinen Augen in keinster Weise der tatsächlichen maßstäblichen Materialstärke. Wie sieht da Deine Lösung aus?


    Mit neugierigen Grüßen
    Friedrich

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    Original von Sparrowhawk
    Mir persönlich fehlt bisher Standard für ein Symbol, das angibt, wo der Kern- / Startpunkt einer Wicklung ist und in welcher Richtung sie verläuft, da gibt es eine Vielzahl einander widersprechender hausgemachter Icons. Am besten hielte ich eine kleine Spirale mit einer begonnenen Windung am Startpunkt eines gewickelten Bauteils, dann eine Linie mit einem Pfeil und eine größere Spirale am Endpunkt / äußersten Punkt der Wicklung.


    Hallo, Martin,


    das Problem war mir bisher nicht bewußt. Ich ging bei 'Wickelteilen' von meiner bisherigen Erfahrung aus (Kanonenrohre, Flugzeugfahrwerke, Hydraulikzylinder ...), dass hier an der längsten geraden Seite begonnen wird und dass die jeweils letzte Wicklung mit Farbe versehen ist. Dadurch wäre für mich Eindeutigkeit gegeben.


    Wenn dies nicht der Fall ist, schlage ich vor, das Spiralensymbol nicht nur an der zu rollenden Kante, sondern auch ganz nahe bei der Startlinie anzubringen und davon ausgehend einen sich öffnenden Winkel aus zwei Linien zu dem größeren Umfang hin.


    Eine Skizze folgt hier.


    Mit lieben Grüßen
    Friedrich

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    Original von Sculptor
    Peilmarken bzw. Anlegepunkte finde ich besonders wichtig und gebe den Punkten oder Strichen zusätzlich ein rotes Dreieck(Pfeil) evtl. auch die entsprechende Bauteilnummer.
    Für "Rückseite färben" habe ich mir den kleinen Pinsel ausgedacht, mit einem Feld in der entsprechenden Farbe.


    Hallo, Fritz,
    ganz herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Erlaube mir dazu jeweils eine Anmerkung:


    Peilmarken bzw. Anlagepunkte sind für mich 'Konstruktionslinien', haben also mit dem eigentlichen Modell direkt nichts zu tun und sollten deshalb möglichst dezent sein. Deshalb schlage ich als Peilmarke bei längeren gestückelten Teilen nur den kleinen Strich vor, der mit Linealhilfe für den konstruktiv geraden Verlauf sorgen soll. In anderen Anwendungsfällen bleibt meines Erachtens kein anderer Weg als die Bedeutung (den 'Konstrukteursgedanken') unter Bezug auf die Markierung zu beschreiben.


    Deine Idee, für die Rückseitenfärbung die Farbe mit anzudrucken, finde ich Klasse! Deshalb sollte das gewählte Symbol (bei mir ein 'Tropfen') in der entsprechenden Farbe gedruckt werden. Wobei ich trotzdem Wert auf eine verbale Farbbezeichnung legen würde. (Mich interessierten schon immer die exakten Farbbezeichnungen z.B. nach RAL, dann ist die Beschaffung der stimmigen Farbe deutlich einfacher) Mir erscheint allerdings Deine realistische Abbildung eines Pinsels grafisch zu aufwendig, deshalb habe ich es auf den zentralen Nutzen, den 'Farb'-Tropfen, reduziert.


    Apropos Farbe: Mir fiel auf, dass bei einigen Modellen ja auch auf der Druckseite Farben aufzubringen sind [Beispiele: Farben in Flaggen (rot bzw. gelb), Positionslichter (grün bzw. rot) und auch andere]. Das hängt mit der Druckfarben-Ökonomie (Kostengesichtspunkte) zusammen. Dafür habe ich noch keine Lösung außer der hergebrachten: Beziehungslinie zur weißen, einzufärbenden Fläche und daran die Soll-Farbe schreiben, in Bauanleitung textlich darauf hinweisen.


    Danke nochmals, Du hast zur Abrundung des Themas zumindest bei mir beigetragen.


    Mit lieben Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Scherenschwinger, Skalpellartisten, Verleimer und Kartonveredler,


    was ist los?


    Bis auf ein paar wenige Antworten - für mich recht wichtige dabei - keinerlei Reaktion oder sogar weiterführende Anregungen! Irgendwie komme ich mir nach dieser Arbeit nun doch 'leicht angesäuert' vor.


    Ich vermute mal, hätte ich den Bau eines Schiffchens dargestellt, über die 'pösen Zeichen' mich ausgelassen oder gefragt, welche Länge eine Schneiderschere zum Ausschneiden aus Karton optimal haben müsste, dann hätte ich wahrscheinlich ein Mehrfaches an Reaktionen bekommen.


    So gerate ich ins Grübeln, ob bei der Bild-und-Bericht-Konsummentalität eine derartige Ausarbeitung überhaupt ankommt oder begrüßt wird. Vielleicht sollte ich lieber doch einfach nur 'Konsument' sein?


    Mit nachdenklichen Grüßen
    Friedrich

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    Original von Franz Holzeder
    Nicht jeder hat einen Drucker der randlos drucken kann. Deshalb solltest du die Seitenränder des Dokuments auf mindestens 15mm einstellen um somit den Verlust von Text an den Rändern vorzubeugen.
    Die Linien in der Spalte 2 sind kaum erkennbar. Ich würde sie dicker machen und ein wenig spreizen, so dass man auch die Strichpunktierten Linien besser erkennen kann.


    Hi, erwischt! Schreibt der Kerl über Druckspiegel und achtet selbst nicht drauf. Tja, da muss ich nach Einarbeitung aller noch erwarteten Anregungen noch mal ran, vielleicht mit kleinerer Schriftgröße (Skizzen möchte ich ungern verkleinern).
    Bei den Linien in Spalte 2 wollte ich die erreichbare Feinheit demonstrieren. Ich gehe gedanklich davon aus, dass Modellbauer ganz genau hinsehen.


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    Original von Franz Holzeder
    Den Text in der Spalte "Dateiformat" auf Seite 7 würde ich ändern.
    Pdf ist nämlich nicht gleich Pdf. Auch die Pdf-Dateien kann man mit unterschiedlichen Komprimierungsgrad (wie jpg-Dateien) erstellen. Man sollte hier die höherwertige Einstellung wählen (z.B. High oder Druckvorstufe).


    Die Formulierung 'Das pdf-Format ... hat sich bewährt ...' ging von Erfahrungen aus Sicht eines Modellbauers aus. Die Auswahl der Qualitätsstufe und der möglichen Sicherheitseinstellungen verbleibt natürlich beim Erzeuger. Der Adobe Reader ist halt weit verbreitet, und nicht Jedem liegt die Benutzung von Bildbearbeitungsprogrammen.


    Viele Grüße und ein ehrliches Danke für die konstruktive Kritik
    Friedrich

    Hallo, Volker,


    auch als Baustelle klasse anzusehen. Und die Innenausstattung läßt den Zweck Deines Zweckbaus schon überdeutlich ahnen. Schade, auf den Fotos vermisse ich den Kater Simba (pflegt der noch seinen angeschwärzten Schwanz?) und den Manager G. Linix, aber der hat mit seinen Projekten eventuell besseres vor.


    Wenn die Fässer nicht nur im Maßstab 1/43 gefüllt sind, mach ich in BHV direkt einen zusätzlichen Museumsbesuch.


    Bis dahin: tolles Motiv, beeindruckend umgesetzt, mit lebensnah erzähltem Hintergrund
    Friedrich

    Hallo, Nosports,


    trotz meines wunderns (Modelle bilden eigentlich maßstabsgetreu nach, sind solche Toleranzen beim Zusammenbau verkraftbar?) empfehle ich als Symbol das nach oben weisende Dreieck mit dem Fragezeichen darin. Grund für Dreieck: international anerkanntes Hinweiszeichen für Gefahren, z.B. als Verkehrszeichen mit unterschiedlichen Füllungen. Die Maßtoleranzen sind dann textlich anzugeben.


    Viele Grüße
    Friedrich

    Hallo, Fans des bedruckten Kartons,


    ganz plötzlich und unerwartet wurde ich in ein Konstruktionsprojekt eingebunden. Das war für mich der Anstoß, meine Kenntnisse zum Kartonmodellbau mal zusammenzufassen.


    Herausgekommen ist ein 7-seitiges Skript, ergänzt mit Skizzen (hier als pdf-Datei beigefügt). Es enthält meine in über 40 Jahren gesammelte Erfahrungen mit Kartonmodellbaubogen, überwiegend aus dem Schiffsbau, aber auch Flugzeuge, Fahrzeuge, Architektur und Tiere sind mir schon untergekommen.


    Die Zusammenstellung baut natürlich auf bewährten Techniken auf, geht aber (angestoßen durch Diskussionen hier im Forum) darüber hinaus und greift noch nicht allgemein verbreitete Aspekte auf. Entstanden ist damit so etwas wie eine Darstellung der Kartonmodellbautechnik mit Checkliste der zu beachtenden Punkte sowie Anregungen an Konstrukteure und Verlage aus modellbauerischer Sicht. Damit möchte ich um Himmels Willen nicht die Kreativität unserer Entwickler einschränken, sondern Denkanstöße geben in die Richtung, ob eine Darstellung in der beschriebenen Form nicht der Akzeptanz des Produkts zugute kommt.


    Skript, Aufbau und Skizzen wurden von mir entwickelt. Einer weiteren Verwendung stehe ich aufgeschlossen gegenüber, möchte aber dann ganz gerne darüber informiert werden.


    Ich danke Michael Urban und Henry für ihre Anregungen zur Vervollständigung.


    So, und nun laßt uns diskutieren, was an diesem Skript verschlimmbessert werden muß.


    Mit (auf Reaktionen gespannten) modellbauerischen Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Reinhard,


    ein fantastisches Modell geworden, Deine 'HMS Granado'. Wenn ich die Fotos etwas intensiver betrachte, meine ich glatt, die Taue im Wind knarzen zu hören. Tja, und dann noch das Grundmaterial Karton und die 3 wichtigsten Zutaten: Geduld, Geduld und Geduld.


    Einfach schön!!


    Mit höchst anerkennenden Grüßen
    Friedrich

    Hallo,


    erhielt heute von m....i Post, und dabei war ein Flyer des HMV-Verlags mit dem Verlagsprogramm 2007/2008. Darin angekündigt als Neuheit für 2008 der Flugzeugträger Enterprise in der Expert-Serie! Nach meinen letzten Informationen sollte dieses Projekt eigentlich 'gestorben' sein.


    Weiß da jemand genaueres oder kann die Verläßlichkeit der Information bestätigen


    fragt neugierig
    Friedrich

    Hi, Tokro,


    danke für den Link. Da könnte ich mich doch gleich in den Ar... beißen (geht eh nicht, sitze drauf!), dass ich auf den naheliegenden Gedanken nicht gekommen bin. Als Grufti muss ich mir halt immer wieder vergegenwärtigen, dass der PC nicht nur der Forumsstöberei dient, sondern auch ein Rechercheknecht sein kann.
    Ich gelobe Besserung.


    Mit dankbaren Grüßen auch an Peter Wulff
    Friedrich

    Hallo,


    das schöne hier ist, dass ich immer noch dazu lernen kann, nicht nur modellbautechnisch, sondern auch begrifflich. Doch da ist mir ein Begriff aus der Schifffahrt untergekommen, den ich nicht schlüssig einordnen kann: 'Dalben'. Kommt der nur in Verbindung mit Hafen vor, was ist das und wofür wird's gebraucht?


    Mit neugierigen Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Peter,


    mal wieder ein (deprimierend) schöner und sauberer Bau von Dir. Insbesondere die fantastisch nachempfundenen Details geben dem ganzen den galaktischen Über-Touch. Dazu noch die hervorragenden Fotos - alles in allem ein hervorragender Grund, sich in die nächste Kartonmodellbau-Depression zu stürzen (oder aber fiebernd auf das nächste Meisterwerk zu warten).


    Go ahead und weiterhin viel Spaß mit so tollen Modellen
    Friedrich

    Weiter geht's mit technischen Highlights ....


    .... die Aufbauten der Yamato
    .... das Hafenverkehrsboot, ein extremer Winzling
    .... ein Raketenmotor, Einzelmodell aus der riesigen Saturn-Rakete


    Das war's schon von mir, doch ich vermute, da kommt noch mehr, denn ein paar hochwertige Kameras wurden aktiv durch den Raum geführt.


    Ich bleibe dabei: Mannheim ist immer das Hinfahren, Schauen und Fachsimpeln wert
    Friedrich

    Hallo miteinander,


    hier mal eine Bilderfolge nach meiner Auswahl. Hätte ich alles fotografiert, wäre mein Akku allzu schnell leer gewesen, und etliche Bilder mußte ich aussortieren, weil bei Makroaufnahmen der Blitz alle hellen Motive totblitzt.


    Nun aber zur Einstimmung ...
    ... ein paar Leute als Maßstab für die Größe der Forschungsstation FINO 3 (übrigens, unten rechts liegen noch nicht erhältliche Modelle)
    ... die Teddybraut, die uns besuchte
    ... und die Blumen, mit denen sie empfangen wurde

    Hallo, Jochen,


    ich habe da mal eine Frage (alldieweil sich die 'Bruno Illing' in meinem Papierstapel so unverschämt nach oben drängelt): Stimmen die gedruckten Speigatten in den Innen- und Außenbordwänden lagerichtig überein? (Speigatt = 'Loch' in der Bordwand zum schnelleren Abfließen überkommenden Wassers) Ich habe nämlich vor, die echt als Loch darzustellen, was aber ziemlich witzlos wäre, wenn die nicht wirklich deckungsgleich herauskommen. Schau bitte mal genau nach.


    Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich Deinen Bau mit Argusaugen verfolgen werde, baust Du doch genau die Version, die mir auch vorschwebt.


    Viel Erfolg weiterhin
    Friedrich

    Hallo, Frank,


    obwohl Fahrzeuge nicht im Fokus meines Interesses stehen, schaue ich bei Dir immer gerne vorbei, woran die ausgezeichneten Fotos daran nicht ganz unschuldig sind. Für meinen Geschmack ein hervorragender Baubericht, so bekomme ich direkt ein Gefühl dafür, wie die 3-dimensionale Form entsteht.


    Und ich kann mir vorstellen, dass mit entsprechenden Erinnerungen und wohlverstandener Nostalgie es nochmal so spannend ist, Schätze der Vergangenheit zu dreidimensionalisieren.


    Ein Kompliment auch zu der sauberen Bauausführung. Wie in Eisenach schon bewundert wird Deiner Sammlung hier ein weiteres Highlight hinzugefügt.


    Viele liebe Grüße, auch an die Gattin
    Friedrich

    Hallo, Günter,


    Deinen Bericht verfolge ich von Anfang an. Als Jugendlicher habe ich auch die WHV-Flotte rauf und runter gebaut, aber mit Deiner Präzision deklassiert Du meine früheren, eher zusammengepfriemelten Pötte. Schön zu sehen, was man wirklich aus den Bögen herausholen kann. Insbesondere die ausgestochenen Bullaugen und Fenster erzeugen massig Eindruck (wohl weil nicht mehr da).


    Dazu habe ich aber mal eine Frage: An einer Aufbauwand sind unter den Bullaugen/Fenstern Klappen, die durch das Aufkleben einen sehr guten plastischen Eindruck machen. An einer anderen Aufbauwand und an den Bordwänden fehlen diese Klappen. Was ist der Grund für derartige Unterschiede?


    Nun, bei den Bordwänden kann ich mir noch vorstellen, dass die Klappen innen angebracht sind, aber warum diese Unterschiede bei den Aufbauwänden? Dem überkommenden Spritzwasser ausgesetzt? Höhe über Wasserlinie? Oder einfach nur werftabhängig?


    Mit nach Aufklärung heischenden Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Reinhard,


    Klasse, dass die Änderungen anscheinend ohne größere Probleme machbar waren. In Hinblick auf die schon fertiggestellten Teile habe ich nämlich doch etwas überlegt, ob ich dazu tatsächlich schreiben sollte, denn das bedeutete ja in jedem Falle Mehraufwand. Jetzt freue ich mich richtig, die 'HMS Granado' wird ganz sicherlich zu einem Schmuckstück.


    Ich werde den Baubericht weiterhin intensiv verfolgen.


    Mit lieben Grüßen
    Friedrich

    Hallo, Reinhard,


    ich wage es kaum zu schreiben, aber Deine Interpretation ist richtig. Es müßte sämtliches stehende Gut dunkel sein, das heißt: die Vertäuung der Masten, dabei die Wanten und Stage (Abspannung der Masten). Hell (ungeteert, weil Verschleiß und öfters mal erneuert) sind alle Taue zum Bewegen der Rahen und der Segel, also die Taue, die mit den Belegnägeln in den Nagelbänken 'belegt' (festgezurrt) wurden. (Übigens, die Info stammt aus dem Buch von Wolfram zu Mondfeldt über historische Segelschiffe)


    Schade, dass dies nicht vorher auffiel, deshalb meine Empfehlung: Mache einfach weiter und behaupte, das Schiff warte auf die Lieferung von etlichen Tonnen Teer, um danach in See zu stechen. Auch so wirkt Dein Modell schon imponierend.


    Mit lieben Grüßen
    Friedrich


    Edit: Schau Dir hierzu mal das Modell der Victory an.

    Hallo, Reinhard,


    ich verfolge Deinen Baubericht seit dem ersten Posting mit wachsender Begeisterung und Hochachtung. Schon sehenswert, wie Du mit Erfolg eine große Authentität anstrebst und wie Dir das gelingt. Bei der Befestigung des Bugspriets fiel mir allerdings auf, dass Du helles Garn verwendet hast. Nach meiner Information war aber früher alles stehende Gut (und das ist es wohl hier) geteert und somit dunkel bzw. schwarz. Bitte befrage dazu Deine Informationen und versuche hier ebenfalls das originalgetreue Abbild, müßte jetzt eigentlich noch relativ leicht machbar sein.


    Wie auch immer, ein wunderschönes Modell, dessen Fortschritte zur Vollendung ich weiterhin mit Spannung verfolgen werde.


    Mit lieben Grüßen
    Friedrich