Posts by Papiertiger

    Eigentlich wollte ich ja nur mal einen speziellen Karton auf Modellbau-Eignung prüfen. Dazu nahm ich von der Firma 'Le Instant Durable' das Meisenpaar, das schon länger bei mir schlummerte, scannte die Blaumeise ein und druckte die Datei aus. Gestern abend baute ich die 17 Teile zusammen (weil Karton-Test diesmal ohne Kanten-'Veredelung'). Trotzdem, das Vögelchen im Maßstab 1:1 wirkte auf unseren Kater so echt, dass ich es nach dem Anschleichen und vor dem Schlusssprung in Sicherheit bringen mußte.


    Übrigens, der Karton 'Color-Copy 160g' ist holzfrei, satiniert, hochweiß und mit 0,13 mm Stärke genauso dick wie der Karton von moduni. Er ist vielleicht etwas elastischer, macht aber auch als Tintenstrahl-Druck einen guten Eindruck. Hier kosten dann 250 Bogen DIN A4 nur 9,59 , dazu allerdings Mehrwertsteuer und Versand. Gleiche Qualität gibts auch in 100g, 200g und 250g, zum Beispiel für stabilere Spanten.


    Denkt beim Betrachten der Fotos dran: Dies ist ein TEST-Modell für KARTON, mit etwas mehr Aufwand wäre es noch besser geworden. Ich wollte nur mal demonstrieren was so machbar ist.


    Tja, und nun das Ergebnis:
    Papier-Tiger hat 'ne Meise!

    Hi, Scorpio,


    schau noch mal nach bei der Übersetzung, bitte. Der mit der Katze war ich (Papier-Tiger), nicht Eisbär. Ich schreibe nur deshalb, damit die von Wujek Andrzej versprochene Katze auch an die richtige Adresse kommen kann.


    Weiterhin happy modelling.
    Papier-Tiger

    Hallo, Scorpio, herzlichen Dank für die Bilder von Wujek Andrzej!


    Also, allerhöchsten Respekt!!! Ich schmeiße meine Modelle weg und werde Grobschmied (oder so ..).


    Kommentar meiner Tochter: "Süüüüß!" Dann ein prüfender Blick zu mir und ein abschätziges Schulterzucken (ja, Asche auf mein Haupt!). Und dann die Zusatzfrage: "Kann der auch Katzen?" Meine Tochter ist nämlich absolute Katzen-Närrin.


    Auch auf die Gefahr der Wiederholung hin: Ganz tolle Arbeit! Mehr davon mag ich immer wieder bewundern. Nur: Wie soll Unsereiner den Level erreichen?


    Papier-Tiger

    Hallo,


    der Verlag Modellbau Mundt bietet als Eigenproduktion Flugzeuge des WW II und militärische Fahrzeuge (WW II und Moderne) im Maßstab 1/250 an. Die Bogen machen vom Layout und vom Druck her einen ganz hervorragenden Eindruck (= viel zuuuu schade zum Zerschneiden), selbst mehrfarbige Tarnanstriche kommen toll raus. Der Probebau einer FW 190A zeigte eine sehr gute Paßgenauigkeit (siehe Foto in Flugzeuge\Galerie).


    In Dortmund habe ich meine Sammlug vervollständigt: Jetzt ist bald die Spitfire dran (allein der Druck ist ein Gedicht!). Und dies für 3,50 pro Bogen A4 (für 2 bis 16 Winzlinge, je nach Größe).


    Nur einen Wermutstropfen gibt's für mich: Muß es wirklich Karton von 170 g/qm sein (0,16 mm stark)? Täte es bei den Winzlingen nicht auch Karton von 120 g/qm (0,10 mm stark)?


    Trotzdem, weiter so! Die 'Kleinen' haben uns gefehlt.
    Papier-Tiger

    @ Eisbär
    Danke für die blitzschnelle Antwort. Modell ist aber bei moduni nicht lieferbar. Könnte mir vorstellen, dass dieses Schiff auf 1/250 herunterkopiert ein Schmuckstückchen werden kann.


    Papier-Tiger

    Hallo,


    an der Panzerkorvette 'SMS Oldenburg' wäre ich auch interessiert. In welchem Maßstab wird das Modell angeboten (habe keinen Hinweis entdeckt)?


    Papier-Tiger

    Hallo, Haplo,


    als 'Kleinteil-Fetischist' kann ich nur sagen: Hut ab und Asche auf mein Haupt! =D>


    Doch sofort schossen ein paar Fragen durch mein Hirn: ?(
    Welcher Karton wird benutzt (wirklich 160 g/qm satiniert, also der von HMV)?
    Womit und wie werden die kleinen Teile so sauber ausgeschnitten?
    Wird der Karton mit einem Tintenstrahl-Drucker bedruckt?
    Wird der Karton irgendwie 'vorbehandelt'?
    Welcher Kleber wird verwendet?


    Bitte, bitte, kläre mich auf!
    Papier-Tiger

    Hallo, Eisbär,


    hier meine Methode, bei Kleinteilen zu runden Sachen zu kommen (siehe auch Skizze):


    Ich nehme eine Nadel mit einem Griff (siehe Beitrag mit Foto unter Grundausstattung), lege das ausgeschnittene und an den Kanten eingefärbte Kleinteil auf die linke Zeigefingerspitze und führe die Nadel mit Druck über das Kleinteil. Durch die Stärke des Drucks und ggf. Wiederholungen kann ich die Stärke der Rundung kontrollieren. Durch die Nutzung mehr der Spitze oder mehr des Schafts der Nadel kann ich den Durchmesser bestimmen. Selbst konische Kleinteile sind kein Problem: Die Spitze der Nadel ist etwa beim Scheitelpunkt der Konus-Abwicklung, die Nadel wird mit Druck von der Mitte aus kreisförmig erst zur einen, dann zur anderen Seite bewegt.


    Die Skizze links zeigt den Vorgang, wobei der Pfeil von oben den Druck darstellen soll. In der Mitte sind mal ein paar typische Kleinteile skizziert, wobei das untere ein längeres Rohr werden soll. Dann verwende ich diese Technik von beiden Seiten her.


    Die rechten Schnittskizzen verdeutlichen die Verarbeitung: Das Teil wird zunächst etwas überrundet, also mehr als notwendig. Dann wird es leicht aufgebogen und in die Naht wird der Kleber in gerade noch ausreichender Menge hineingegeben. Zum Schluss wird das Teil mit leichtem Druck gerollt (zwischen den SAUBEREN Fingern oder auf einer Unterlage), bis der Kleber abgebunden hat. So mache ich es bei stumpf zu verklebenden Kleinteilen, bei zu rollenden Teilen oder mit einseitiger Lasche muss man etwas variieren.


    Kleiner Wermutstropfen: Manche Kartonarten neigen bei zu scharfen Rundungen zum Spleißen (geht in der Mitte auseinander, ist ein häßlicher, ungewollter Effekt).


    Diese grundsätzliche Rundungstechnik verwende ich auch, wenn beispielsweise Schanzteile von Schiffen gerundet werden müssen.


    Man sollte nie die exzellente Bauweise der menschlichen Hand vergessen: Mit dem Fingerspitzengefühl kriegt man (nach etwas Übung) tolle runde Sachen hin.


    Viel Erfolg beim probieren und sorry für die "grobe" Skizze
    Papier-Tiger
    :usenglish:

    Hello, polar bear,

    Here my method, with small parts to round matters ', to come, sees also sketch,:

    I take a needle with a grip, sees contribution with photo under Grundausstattung ', the plunging puts and at the crust stained small part on the left forefinger-top and leads the needle with pressure over that small part. Through the strength of the pressure and if necessary repetitions, I can control the strength of the curve. Through the utilization more of the top or more of the shaft of the needle can decide the diameter I. Even conic small parts are no problem: The top of the needle is approximately with the vertex of the cone-handling, the needle only becomes circular with pressure to the one from the middle from, moves then to the other side.


    The sketch shows on the left the process and the arrow should show from above the pressure. In the middle, a few typical small parts are outlined sometimes and the lower one should become a longer pipe.
    Then I use this technology from both sides.


    The right cut sketches make clear the processing: the part is outstripped at first something , thus more than inevitably. Then it becomes light aufgebogen and in the seam, the adhesive becomes in just still sufficient amount lead in. In the end the part with light pressure is rolled (between the CLEAN fingers or on a base), until the adhesive has set. Thus, I do it with small parts dully to be covered, with parts to be rolled or with one-sided flap, one must vary something.


    Small vermouth drop: some cardboard kinds incline with too sharp curvatures to the splice (breaks up in the middle, is an ugly, unintentional effect).


    I also use this basic curvature technology if, for instance, Schanzteile must be rounded by ships.
    One should never forget the excellent construction method of the human hand: with the instinct, one gets (after some practise) great round things there.


    A lot of success with try and sorry for the "coarse" sketch
    Paper tiger

    Hallo,


    dieser Verlag hat in der fernen Vergangenheit Maßstäbe gesetzt, wie ein Kartonmodellbaubogen sein sollte. Leider kamen dann mal Zeiten, in denen die Qualität nicht gehalten werden konnten (siehe Schubverband) und die Bogen sehr krude aussahen. Berichten entnahm ich, dass auch die Passgenauigkeit mitunter zu wünschen ließ.


    Die neueren Modelle dagegen sind wieder fein detailliert und machen einen guten Eindruck. Wenn nur eines nicht wäre: das Laserdruckverfahren. Hierbei wird nicht Druckfarbe aufgetragen, die in den Karton einzieht, sondern es werden feine Farbpigmente in die Oberfläche des Kartons eingebrannt. Ich werde mit dieser Technik nicht glücklich.


    Auf eine Wertung verzichte ich, denn die müßte von ausreichend bis sehr gut gehen.


    Papier-Tiger

    Hallo,


    dieser Verlag ist nach meiner Meinung im Moment die Top-Adresse für Kartonbau-Fans. Alle Modelle (ich habe sie alle) sind vom Layout, vom Druck, von der Kartonqualität und der Paßgenauigkeit (soweit schon gebaut) ohne Tadel. Besonders erfreulich ist der Detailreichtum auch der kleinsten Modelle (Krabbenkutter) und auch die Möglichkeit, beim Verlag zum Modell passende Fotoätzteile zu erwerben (schluck, leider teuer). Verständlich bei dem Qualitätsanpruch und -niveau, dass jährlich nur ein größeres Modell die 'Werft' verläßt, aber das kaufe ich dann unbesehen (in diesem Jahr den größten Seenotrettungskreuzer der DGzRS, die 'Hermann Marwede').


    Hoffentlich bleibt uns dieser Verlag noch lange erhalten.
    Papier-Tiger

    Hallo,


    ein Verlag, bei dem annähernd alles stimmt: Erscheinungsbild, Druckquälität, Kartonqualität und - sehr positiv - das Zubehör, die Ätzteile. Kleinere Qualitätsmängel sind mitunter bei der Konstruktion nicht immer vermeidbar, ich nehme sie hin und bin trotzdem zufrieden.


    Ich hoffe, der erreichte Qualitätsstandard wird gehalten. Fazit: Sehr gut.


    Papier-Tiger

    Hallo,


    die Umfrage macht mir Schwierigkeiten: Vom cfm-Verlag gibt es Reprints (z.B. von Kranich) und eigene Modelle und somit gibt es eine Bandbreite. Die neueren Modelle - hier insbesondere 'Prinz Eugen' und 'Togo' - sind Top-Produkte, die älteren Reprints machen mitunter einen lieblosen Eindruck.


    Meine Wertung: von befriedigend bis sehr gut, wobei die Wertung sehr gut sich auf die letzten Modelle bezieht. Beim Katon gibt es keine Einwände, im Gegenteil: Dass zum Teil stärkerer Karton verwendet wird für die 'Innereien' finde ich sehr gut.


    Fazit: steigende Tendenz!


    Papier-Tiger

    Hallo, Wujek Andrzej,


    ich hatte Mühe, meinen Augen zu trauen. Habe gerade den Baubericht mit den tollen Fotos gesehen.


    Was die Arbeit mit Karton und kleinste Teile und Ausschnitte angeht, da fehlen mir die Worte. Schade, dass ich kein Polnisch kann, denn in den begleitenden Texten und Kommentaren steht mit Sicherheit mehr über die Arbeitstechnik, das Womit und Wie.


    Darf ich anregen, darüber einen Artikel zu schreiben? Mit Sicherheit würde den einer des Polnischen mächtigen Karton-Fans für uns alle übersetzen.


    Herzliche Grüße von Fan zu Fan und voller Hoffnung, dass mit Deinen Fertigkeiten uns bald ähnlich fantastische Ergebnisse möglich werden
    Papier-Tiger


    @ Scorpio


    Herzlichen Dank für Deine Übersetzungen!! Ich hoffe, dass mit Deinem tollen Service nicht zu viel Zeit abgezogen wird von dem eigentlichen Hobby, dem Modellbau.


    Danke,
    Papier-Tiger

    Hallo,


    habe gerade mal meine Mikrometerschraube ausgepackt (mißt auf 1/100 mm genau):


    Ätzteil aus Neusilberblech vom HMV-Verlag sind 0,13 mm stark.
    Der Modellbaukarton vom HMV-Verlag ist auch 0,13 mm stark (beidseitig satinierter Karton mit einem Flächengewicht von 170 g/m²).


    Die Breite eines Teils (in der Draufsicht) ist durch die Feinheit der lichtempfindlichen Vorlage bestimmt, dürfte aber aus zeichen- und materialtechnischen Gründen (Unterätzung und so) bei längeren Stücken nicht unter 0,10 mm liegen - Spitzen mal ausgenommen.


    Soweit die Maßangaben, hoffe, es hilft.
    Papier-Tiger

    Fantastisch, Wujek Andrzej,


    allergrößte Hochachtung!!! Doch nun die Fragen:


    Welcher Karton wird benutzt?
    Wie und womit wird er geschnitten, damit er gleichbleibende Maße hat?
    Wie werden die Relingstützen auf immer gleiches Maß abgelängt?
    Wird ein Hilfsmittel zum Zusammenfügen der Reling benutzt oder dient die Originalvorlage als Schablone?
    Gibt es eine spezielle Klebetechnik?
    Wie und womit wird die Reling am Modell befestigt?


    Nun, ich werde üben, üben, üben ... Klasse ist, dass der Karton passend eingefärbt werden kann.


    Hast Du Dich auch schon einmal an Niedergängen (Treppen) versucht?


    Mit herzlichen Grüßen von Fan zu Fan
    Papier-Tiger

    Quote

    Original von herschar
    Leider habe ich noch kein Schiff gebaut, aber es warten ein paar Modelle das ich sie baue.
    Stören die Folien nicht den Gesamteindruck des Modelles? Gibt es außer den Ätzteilen noch eine andere Lösungsmöglichkeit, die man aber selbst herstellen kann und die trotzdem filigran ist?


    Hallo, herschar,


    1.
    es stimmt, das der Gesamteindruck der Folien-Methode nicht so optimal ist, aber immer noch besser als weiße Bretterzäune aus Karton (meine Meinung).


    2.
    ja, es gibt noch eine Methode: Die Faden-Methode, die ich auch schon mit Erfolg ausprobiert habe. Ein Artikel dazu ist in Vorbereitung. Als Vorgeschmack dazu eventuell meine Fotos in der Gallerie vom Eisbrecher "Eisvogel", von der "Schaarhörn" und vom Seenotrettungskreuzer. Leider hat auch diese, nach meiner Meinung schon bessere Methode ihre Schwachstellen.


    3.
    tja, und über Ätzteile, insbesondere passende zum Modell, geht meines Erachtens nix. Nur muß man dazu ganz schön Euronen (also Euros) abdrücken. Und dann kommt die Crux mit dem Einfärben, wobei ich persönlich Farbnebel und Lösungsmitteldämpfe an meinem Arbeitsplatz hasse.


    Wie im richtigen Leben: Nichts ist vollkommen!


    Viele Grüße
    Papier-Tiger

    Hi, ich glaube fast, der Beitrag hat zu viel Text und zu wenig Fotos. Wie sollte ich ihn gestalten, damit mal eine Reaktion kommt? Tips wären auch hilfreich für weitere angedachte Artikel.


    Mit Interesse dabei
    Papier-Tiger

    Reling, Schutzgitter, Geländer eine Herausforderung für Kartonmodellbauer (nicht nur bei Schiffen). Hier eine selbst erprobte Methode mit den Varianten I bis III.


    I Folie, selbstgezeichnet


    >> Beispiel siehe unten Foto "Oceanic", ein altes Schätzchen von mir, noch mit 'unveredelten', also ungefärbten Schnittkanten.


    Material: Folie für Overhead-Präsentation (0,1 mm, hochtransparent, zum Selbstbeschriften), Folienstift schwarz fein (dünnste Spitze!) und wasserunlöslich, Lineal und ggf. Kurvenlineale, Abdeckpapier (Löschpapier)


    Die Folie wird auf die abzuzeichnende Relingteile gelegt und fixiert. Achtung, IMMER die Außenreling auswählen!!! Dann mit Lineal und Folienstift die Reling abzeichnen. Abdeckpapier unter die Hand legen, sonst schreibt der Stift später nicht auf den von der Hand eingefetteten Flächen! Nach dem Abzeichnen Folie verscheiben, nächstes Relingstück aussuchen und abzeichnen ...


    Der Vorteil der Methode: Es wird wenig Folie gebraucht, weil nur die benötigten Teile gesammelt werden. Die Relingabstände und krümmungen (Deckschwung!) stimmen mit dem Modell überein. Man kann auch Leitern und Niedergänge (Seitenteile der Treppen) übernehmen, selbst Hubschraubergitter sind kein Problem.


    Bei der Verwendung der Folie gilt: Rundungen sind wie bei Papier herstellbar, allerdings muß die Folie wesentlich stärker gerundet werden, weil sie durch ihre Elastizität zurückfedert. Echte scharfe Abkantungen sind kaum zu erreichen, dann lieber ein scharfer Schnitt und die Stütze an der Schnittkante etwas mit dem Stift nachziehen. <Tip für Experten: Stiftspitze kann mit Scalpell angeschärft werden!> Verkleben kann man sie gut mit Uhu möglichst frisch mit hohem Lösungsmittelanteil -, wobei die Kleberaupe auf der unbeschrifteten Seite aufgebracht werden sollte. WARNUNG: So stabil wie eine Papierreling wird das Ganze nicht!!!


    Schwierigkeiten ergeben sich durch Umkonstruktionen, wenn z.B. bei einem Deck die Innenreling hochzuklappen und die Außenreling daran festzukleben ist (Schanzkleid- oder Verdopplungsmethode). Dann ist die Innenreling vorzugsweise in eine nach unten zu knickende Klebelasche umzufunktionieren oder (falls die Situation dies nicht erlaubt, weil z.B. sonst sichtbar!) sogar abzuschneiden! Eine andere Schwierigkeit sind Niedergänge (Treppen) in Aufbauwinkeln, so daß eine Seite an die Aufbauwand stößt. Meistens ist auf der Aufbauwand der Platz der Treppenreling markiert und farblich ausgespart. Hier hilft nur ein Einfärben der weißen Fläche oder Überkleben mit einem Stück Farbfläche (bei neueren Modellen oft vorhanden).


    Die größte Schwierigkeit dürfte jedoch sein, daß bei Kriegsschiffen meist die Außenreling rund um das Hautdeck total fehlt (dies ist dann die ultimative Herausforderung für Kreative!).


    Nachteile der Methode sind die geringe Farbauswahl bei der Reling (schwarz, die anderen Farbtöne sind zu vergessen oder es gibt sie nicht mit feinen Spitzen), und welches Passagierschiff hat schon schwarze Relings! Doch besser als ein Bretterzaum ist es allemal.
    Ein weiterer Nachteil besonders beim Fotografieren und der Präsentation ist die glänzende Folie in den Relingzwischenräumen. Außerdem kann man vergessen, das Modell mit Mattlack zu konservieren (sieht echt scheußlich aus).


    II Folie, kopiert


    >>Beispiel siehe unten Foto der "Nella Dan" (weitere Fotos siehe Gallerie)


    Material: Folie für Overhead-Präsentation (0,1 mm, transparent, für Kopierer), Zugang zum Kopiergerät.


    ACHTUNG, SEHR WICHTIG: Auf richtige Folienauswahl achten, sonst versaut die Folie die Kopierertrommel wird teuer! Der feien Unterschied: Folien zum Selbstzeichnen haben ein weicheres Material, in dessen Oberfläche sich die Tinte der speziellen Folienstifte einätzt. Folien für Kopierer sind hitzebeständig, weil der Toner eingebrannt wird. Folien für Tintenstrahldrucker haben eine Gelatineschicht als Oberfläche, die die Farbe aufnimmt, allerdings hitzeempfindlich ist. FALSCHE FOLIEN wickeln sich schmelzend um die Walze im Kopierer und versauen diese rettungslos! TEUER!! Lieber 3- bis 7-mal prüfen!


    Bei dieser Kopier-Methode wird der Bogen als Schwarz-Weiß-Kopie einfach abkopiert, wenn er Relingteile enthält. Das bedeutet, man schmeißt später alles weg, was nicht Außenreling oder sonst unbrauchbar ist.


    Vorteil: Die Zeichnung ist feiner und präziser. Hier sind selbst Radarschirm-Gitter werwendbar.


    Die Verarbeitung usw. ist die gleiche wie bei den selbstgezeichneten Relings. Aber Vorsicht, die feinen Linien neigen bei starker Beanspruchung (runden!) zum Verschwinden, insbesondere wenn der Kopierer seine Betriebstemperatur noch nicht hatte und die Farbpigmente nicht ausreichend in die Folie gebrannt wuren.


    Bei den Nachteilen kommt der relativ hohe Folienverbrauch hinzu. Außerdem: Selbstschnitzen der Außenreling am Hauptdeck von Kriegsschiffen bleibt angesagt. Und für mich der größte Nachteil: Durch die Filigranität der Relingdarstellung ist diese aus etwas größerem Betrachtungsabstand kaum noch sichtbar (zu fein für das menschliche Auge vor dem Hintergund eines mit Linien übersäten Schiffsmodells). Und dafür der Aufwand?!


    III Folie aus dem Tintenstrahldrucker


    Material: Folie für Overhead-Präsentation (0,1 mm, transparent, für Tintenstrahldrucker), Zugang zu einem Scanner und Nutzung eines Bildbearbeitungsprogramms


    Im Prinzip gilt hier das gleiche wie bei den kopierten Relings, nur kommt ein weiteres Arbeitsschritt hinzu: Man muß die Relingteile erst einmal einscannen. Dafür kann man mit einem Bildbearbeitungsprogramm alles Unerwünschte herausnehmen und alle Relingteile auf einer oder mehr Seiten konzentrieren. Wenn gewünscht kann man auch die Farbe ändern (außer weiß geht fast alles).


    Bei der Verarbeitung gilt das schon Gesagte mit dem Zusatz, daß hier die Farben feuchtigkeitsempfindlich sind und bei sehr scharfen Winkeln die Gelatineschicht durch Überdehnung leicht weißlich wird.


    Vorteil: weniger Folienverbrauch als bei der Kopiermethode durch Verdichtung.


    Nachteil: zusätzlicher nicht unbeträchtlicher Aufwand am PC. Und was ist mit Formaten größer als DIN A4, nicht jeder hat eine A3-Scanner. Die Farben bis auf schwarz werden durchscheinend, und weiß für Passagierschiffe geht gar nicht. Machmal ist auch die Maßhaltigkeit des Scans ein Problem: Verzerrungen sind möglich.


    Soweit meine Erfahrungen, viel Erfolg beim Ausprobieren
    Papier-Tiger

    Hallo, Christoph,


    Quote

    Original von christoph
    Hast Du die Relingfolie selbst hergestellt? Auf den Fotos sieht es gut aus. Auf jeden Fall besser als aus Karton, obwohl ich einfachhaltshalber bis jetzt immer noch die Kartonreling verwendet habe.


    meine Antwort habe ich unter "Wie mache ich was richtig" unter dem Stichwort "Folien-Reling" eingestellt.


    Viel Spaß beim Ausprobieren
    Papier-Tiger

    Hallo,


    hier mal ein altes Schätzchen von mir, aber immer noch recht ansehlich. Hier habe ich die Reling und Niedergänge noch aus Folie hergestellt. Beim Fotografieren gibt es dann manchmal ungewollte Reflexe, ist aber bei Betrachtung besser als ein "Lattenzaun" aus Papier.


    Naja, man muss halt mal was ausprobieren, um schlau zu werden.


    Noch viel staunenswerte Handarbeit wünscht
    Papier-Tiger

    Hallo, Eisbär und Scorpio,


    meine Antwort auf die Fragen habe ich gerade ins Forum eingestellt unter Grundlagen\Wie mache ich was richtig. Ich hoffe, dass die Info dort richtig plaziert ist, sonst vertraue ich auf den Administrator, der wird's schon richten.


    Viele Grüße
    Papier-Tiger

    Ich gebe zu: Früher habe ich die weißen Schnittkanten einfach naturbelassen (da baute ich noch ausschließlich als Einzeltäter). Bei einer Modellbau-Austellung sah ich dann zum ersten Mal ein farbveredeltes Modell, damit war das künftige Ziel klar.


    Es waren verschiedene Farben und Lacke, mit denen ich experimentierte:
    - Lacke wie Revell oder Humbrol (Lösungsmittelhaltig)
    Probleme: passender Farbton (Mischen), austrocknen (Nachmischen), leicht glänzende Oberfläche
    - Acrylfarben für den Modellbau (Wasserhaltig)
    Probleme: passender Farbton (Mischen), schnell austrocknend (Nachmischen), oft glänzende Oberfläche, machen bei zuviel Wasser das Papier wellig und bilden Ränder
    - Filzstifte (Lösungsmittelhaltig)
    Probleme: passender Farbton, dringen über Schnittkante oft zu tief ein und verändern den Farbton der Druckfarbe (Ränder), binden durch Saugfähigkeit der Schnittkante zuviel Pigmente (Farbänderung)
    - Wasserfarben = Deckfarben (Wasserhaltig)
    Probleme: passender Farbton (Mischen), bleichen sehr schnell aus (auch ohne viel Sonne), Farbton ändert sich bei Kleberauftrag, zuviel Wasser wirft Wellen im Papier
    - Aquarell-Stifte = Farbstifte mit wasserlöslicher Farbmine
    Probleme: passender Farbton (Mischen), Aufnahme vom Stift mit Pinsel, deckender Auftrag, Lichtechtheit


    Meine Lösung: Gouachen (siehe Foto)


    Gouachen sind Tubenfarben (z.B. die der Firma Schmincke, bei Künstlerbedarf erhältlich) mit hochwertigen, oft lichtbeständigen Pigmenten, untereinander mischbar (Hilfsmittel: Farbfächer der Firma), wasservermalbar und absolut matt nach Trocknung. Und das Schönste: man kann sich die vermutlich benötigte Farbmenge in einem Behälter oder Näpfchen anmischen und dann Monate später (bei meiner Undine 17 Monate!!) aus der ausgetrockneten Masse mit Wasser den gleichen Farbton wieder aufnehmen. Wermutstropfen: keine Metallicfarben für Flugzeugfans und auch keine Fluoreszenzfarben.


    Mit relativ wenigen Grundfarben kann man entsprechend dem Farbfächer fast das ganze Spektrum abdecken. Die Tuben sind deutlich billiger als Ölfarben, reichen fast für alle Schnittkanten eines Bastellebens und trocknen nicht aus, wenn sie sauber verschlossen sind. Ich habe mir neben den Grundfarben zusätzlich noch etliche Grautöne besorgt, kalte und warme, dazu zum Abtönen neben den reinen Farben noch Mischweiß und Mischschwarz. Gemischt wird dann mit Holzzahnstochern (reichte bei bisherigen Mengen immer).


    Kleine praktische Hinweise: Schnittkanten, Rückseiten usw. IMMER vor dem Verkleben einfärben, weil die meisten Klebestellen später keine Farbe mehr annehmen. Farbton eine Nuance heller anmischen, weil an Schnittkanten durch deren Saugfähigkeit zwangsläufig eine Pigmentanhäufung stattfindet, die dann etwas dunkler wirkt. Die Farbe nicht zu stark mit Wasser verdünnen und nur mit feinem Pinsel auftragen: Der Pinselstrich muß auf weißem Papier einen satten Farbstrich ergeben, der feine Pinsel erlaubt die Kontrolle der Wassermenge, die mit Papier in Berührung kommt (weniger ist hier mehr).


    Und nun das Schönste:
    Mit diesen angemischen Gouachen kann man auch Fotoätzteile einfärben!!! Ton in Ton, wunderbar matt!!! Und ohne löungsmittelhaltige Farbnebel aus der Spritzpistole!


    Voraussetzung: Ätzteile säuberlich entfetten, EINE dünne Schicht Revell-Basic-Color (Sprühdose, Farbto weiß) bei Raumtemperatur aufsprühen (der Farbauftrag erscheint leicht pudrig wie feinstes Schmirgelpapier, keinesfalls glatt!), dann jegliche Berührung meiden wie der Teufel das Weihwasser. Diese rauhe Oberfläche verhilft der Farbe nämlich wegen der Oberflächenspannung des Wassers zu einem Film, der nach Trocknung bestehen bleibt. Das Geheimnis hier: Geduld, vielleicht mehrfach streichen, bis der Farbfilm geschlossen ist. Wegen der Feinheit der wasserlöslichen Farbe sind auch Gitter usw. kein Problem. Noch ein Vorteil: beim Biegen abplatzende Farbchips können mit noch vorhandener Farbe übermalt und somit unsichtbar repariert werden.


    Aber aufpassen bei mehrfarbigen Teilen! Drüberstreichen mit einer zweiten Farbe löst die erste Farbschicht, gibt nur Murx! Also saubere Farbtrennung ist angesagt.


    Besonders zu bemerken ist die Tatsache, dass angemischte Farben ruhig im Behälter austrocknen können, sie können auch nach Jahren mit einem nassen Pinsel wieder aufgenommen werde - also, Baupause kein Problem.


    Als Anhang kommt nun das Foto meiner Farbfabrik, ein Beispiel für diese Technik ist das Schiff SMS Panther vom HMV-Verlag (siehe Galerie).


    Auf gutes Gelingen


    Papier-Tiger

    Immer das gleiche Problem: Mühsam hat man aus oft nicht ausreichenden Unterlagen herausgefunden, von wo nach wo ein Tau, Draht oder was auch immer zu laufen hat, schon taucht die Frage auf: Wie mache ich das?


    Meine Lösung: Mit Nähgarn!!


    Nähgarn aber kein synthetisches!!! gibt es in einer Vielzahl von Farben und bei Schwarz und Weiß auch in verschiedenen Stärken. Ich bevorzuge Schwarz, weil auch bei Originalen aus der Entfernung kaum noch Farbe erkennbar ist. Künftig werde ich auch mit verschiedenen Stärken arbeiten.


    Das Nähgarn wird mit etwas Übermaß angeschnitten und dann an einer Seite mit UHU-Alleskleber getränkt, so dass sich ein KLEINER Klebertropfen bildet. Dann wird es (ggf. mit Pinzette) an den Klebepunkt gebracht und schon in die richtige Richtung ausgerichtet. Ist die Klebestelle fest (vorsichtig zupfen!), geht es ans andere Ende.


    Zunächst wird der Faden abgelängt, damit er so straff wie möglich zum zweiten Endpunkt führt. Dann wird auch das Ende mit UHU getränkt und am Klebepunkt befestigt (ich helfe oft mit einer Nadel nach).


    Oh Graus, das sieht normalerweise nicht nach einem gespannten Seil oder so aus. Jetzt kommt der Trick: Etwas Spucke auf eine Fingerspitze geben und damit gaaanz vorsichtig den Faden imprägnieren! Man kann zusehen, wie sich der Faden strafft (= einläuft)! Geht natürlich nur einmal und nur mit Garn auf Baumwollbasis, nicht mit Synthetikgarnen! Falls es daneben geht, neuen Versuch starten.


    Der Vorteil der Methode ist, dass das Garn nur geringen Zug ausübt und nur bei sehr dünnen Rahen die Gefahr des Verbiegens besteht (aber: Je länger der Faden, desto stärker der Zug! Dann vielleicht nur an einem Teil ausprobieren!). Zum anderen legen sich die Fasern des Garns an und stehen dauerhaft kaum noch ab. Bei sehr kurzen Stücken, etwa bis 1,5 cm Länge, klappt die Methode leider kaum (zu wenig Stoff).


    Ein Muster dieser Methode ist das Schiff SMS Panther vom HMV-Verlag, jetzt gut 3 Jahre alt (siehe Galerie).


    Mit etwas Geschick kann man mit Leimtropfen auch noch Verdickungen (Isolatoren, Blöcke usw.) anbringen und diese einfärben.


    Was auch geht und ich schon bei Plastikmodellen ausprobiert habe: Angelschnur und unsichtbares Garn, also reine Synthetik. Im Prinzip läuft es gleich, nur statt Spucke nimmt man zum Straffen die Glut einer Zigarette, die man VORSICHTIG mit wedelnden Bewegungen immer näher bringt, bis durch den Thermoeffekt die Straffung einsetzt.


    Und nun los, probieren geht über studieren.


    Papier-Tiger