Posts by Papiertiger

    Hallo,


    für mich ist die Frage nach dem Kleber beantwortet, seit ich auf einer Modellbauausstellung (Sinsheim oder Dortmund? Weiß ich nicht mehr!) am dortigen UHU-Stand für ca. 3 (+/- ? Weiß ich auch nicht mehr genau!) etliche Feinspritzdüsen à la UHU-hart ergattert habe, die auch auf die Normal-UHU-Tube passen. Damit ist punktgenauer Auftrag möglich, keine überalterte UHU-Tube vorausgesetzt.


    Effekt: Ich habe immer mehrere Tuben UHU in Betrieb: Normal für größere Flächen, frisch mit Spitze für punktuelles Kleben und mittelalt (also weniger Lösungsmittel) mit Spitze für punktgenaues Kleben ohne UHU-Fäden wie z.B. Takelage, Relings, Gitter.


    Am Rande bemerkt: Ich bin ein Fan der minimalen Klebstoffverwendung. Gut, damit leidet eventuell die Stabilität bei Kleinteilen, die ich schon mal nachkleben muß, aber es gibt kaum überquellende Leimgräber und damit Leimentfernungsspuren. Das mit der Stabilität nehme ich hin: Ich weiß, wo ich die Modelle anfassen kann, und andere Finger haben an meinen Modellen nichts zu suchen (Anfassen nur mit den Augen!).


    Auf immer gutes Gelingen
    Papier-Tiger

    Moin moin Altpapier (geht zu jeder Tageszeit, mal die Südschweden fragen!),


    danke für den Tipp mit dem silberfarbenen Karton. Werde ich heute mal ausprobieren, auch was die Knick- und Biegeeigenschaften angeht. Schwierig wirds auf jeden Fall mit den Hoheitszeichen: Weiß ist ja nicht im Farbprogramm, und die anderen Farben sind ja auch nicht deckend (silber schimmert durch).


    Naja, mal sehen
    Papier-Tiger

    Hi, Ernst,


    der Tipp mit dem Kontrollkarton ist echt Klasse. Warum kommt man eigentlich nicht selbst auf sowas? Gewohnheit, Scheuklappen .... ?


    Was die Zange angeht: Ich habe mir Electonic-Zangen geholt. Die Backen sind absolut plan, sie schließen hervorragend parallel und ... die Kante ist absolut rechteckig ... zum Biegen, Abkanten usw. Gibt es in gut sortierten Baumärkten, gibt es in verschiedenen Bauformen (flach, rund, flach-lang, flach-spitz und gekröpft) und sind griffisoliert (was wir nicht brauchen). Schluck, und etwas teurer sind sie auch. Dafür entfällt das Gefummel mit dem Karton.


    Soweit dies, bis zur nächsten Virus-Pflege
    Papier-Tiger

    Tja, wenn es denn um "Opfer" geht,
    der Kater auf der Liste steht.


    Hallo, bei der Suche nach geeigneten Antennen musste sogar unser Kater "dran glauben". Unser Tiger verliert ab und zu mal Schnurrhaare (weiß, leicht gebogen, sich zur Spitze hin verjüngend). Die habe ich gesammelt, und tatsächlich, beim Seenotrettungskreuzer habe ich diese "Stabantennen" sehr gut verwenden können. Unser zweiter Kater ist pechschwarz, aber noch jünger, weshalb er noch keine Schnurrhaare verliert. Folge: Schwarze Stabantennen muss ich noch aus "sonstwas" herstellen. Denn: Trotz Virus ist Ernte am lebenden Objekt moralisch nicht drin (außerdem sind die Krallen seeeehr scharf!).


    Papier-Tiger

    Und sind die Löcher noch so klein,
    der Virus schafft es doch hinein!


    Hi, Pappelfips,
    diese Ruderanlage kommt echt gut rüber, voll krass! Wie stellst Du sicher, dass die so wertvollen Kleinteile bei der Arbeit nicht weghüpfen und auf Nimmerwiedersehen verschwinden?


    Noch viel Erfolg wünscht
    Papier-Tiger

    Hallo,


    bin gerade über eine interessante Internetadresse gestolpert:
    http://www.zeistbouwplaten.nl
    Dieser hollandische Shop bietet ein weites Spektrum an: Schiffe, Flugzeuge, Architektur, Vögel und noch mehr. Bei den Vögeln hat er auch die fast ausgestorbenen Birdsmobile-Bogen (fliegend in 1:1!).
    Reinschauen lohnt sich, der Shop bietet auch Versand nach Deutschland. Er bietet auch neue Eigenproduktionen bei Flugzeugen, z.B. die Northrop X-4 'Bantam' in 1:24. Ich habe noch nichts bestellt, kann also über den Service nichts sagen.


    Papier-Tiger

    Hallo, Pflufftl,


    herzlichen Dank für den Hinweis! Gerade bei dem Silberpapier werde ich sofort auch mal probieren, ob es für unsere Zwecke brauchbar ist (wenn es dann angekommen ist). Ich habe hier nämlich eine schöne kleine Catalina im Silberdruck, die ich im Original nicht zerschnipseln möchte.


    Am Rande: Toll, so ein Forum, irgendwer weiß immer weiter, diesmal Du!


    Mit dankbarem Schnurren
    Papier-Tiger

    Hallo, rockabilly,


    nun, mit dem Torpedo (= Aal in der 'Fach'-Sprache) hat es ja schon toll hingeflutscht. Bin mal gespannt, wie Du das mit den Minen schaffst.


    Weiter so, es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen! Und noch ein Trost - ganz ungefragt: Holz-Torpedos sind kein Sakrileg, auch der Karton ist aus Holz!


    Herzliche Grüße
    Papier-Tiger

    Papier/Karton Color Copy


    Hallo alle miteinander. hier mal die Kopie eines an anderer Stelle geposteten Threads, der inhaltlich besser hierher gehört:


    Ich habe mir (als Gedächtnisstütze) mal eine kleine Tabelle gebastelt, die die gängigen Kartonsorten der deutschen Verlage enthält und die im Handel erhältlichen Papiere/Kartons. Die Papierdicke/-stärke ist mit der Mikrometerschraube ausgemessen.


    Meine Tests ergaben, dass satiniertes Papier von den Eigenschaften her (Farbaufnahme, Wischfestigkeit, Feuchtigkeitsempfindlichkeit, Elastizität) dem gestrichenen Papier vorzuziehen ist - ist mein subjektiver Eindruck.


    Ich arbeite am liebsten mit Color Copy, das gibts auch in verschiedenen Stärken mit gleichartigen Eigenschaften. Mein Grundgedanke: Statt verdoppeln Scan auf 250 g/m², Kleinteile auf 100 g/m², Standard auf 160 g/m². Color Copy gibt es nur in weiß, es heißt so, weil es die Farben sehr gut rüberbringt, schon in Auflösungen ab 300 dpi.


    Macht Euch selbst ein Bild, der Kauf eines Packs 160 g/m² mit 250 Blatt Papier ist finanzierbar und sicher immer zu gebrauchen, auch für Glückwunschkarten usw.


    Ich hänge die Tabelle mal hier an. Wenn ich auf volle Bildgröße gehe kann ich alles gut lesen (es ist ein Screenshot einer Excel-Tabelle, ich weiß nicht, wie ich das Ding sonst hier rein kriege).


    Als Antwort kam unter anderem der Hinweis auf hochauflösendes Papier, das einen hervorragenden Druck und intensive Farben ergäbe. Daraufhin schrieb ich:


    Hallo, so mal für unter uns,


    meine Erfahrung mit hochauflösendem beschichteten Papier sind gemischt:
    1. Wenn ich mit 600 dpi scanne, wozu dann das sehr teure Papier mit 2880 dpi?
    2. Die spezielle Beschichtung läßt die Farbpigmente der Tinte deutlich konzentrierter an der Papieroberfläche stehen, daher der intensivere Farbton. ich wünsche das nicht immer, muß also bei Grau den Farbton 'heruntertönen', ist Mehrarbeit, die ich nicht mag.
    3. Beschichtete Papiere sind nach meiner Erfahrung nicht ganz so flexibel einsetzbar. Bei scharfen Kanten/Brüchen verliert die Kante an Homogenität (anders als wenn die farbige Tinte ins Papier eingedrungen ist). Außerdem ist die Beschichtung scheinbar feuchtigkeitsempfindlich: Wenn ich Schnittkanten mit Gouachen (ähnlich Deckfarben) einfärbe, erscheint auf der Gut-Seite ein Saum mit Farbänderung (Breite abhängig von Feuchtigkeitsgrad des Farbauftrags, also fast nicht sichtbar, aber nur fast).
    4. Wasserhaltige Kleberüberschüsse (Wiccoll, Ponal) lassen sich nicht spurlos entfernen.
    Ergänzung: Die neuen wisch- und wasserfesten Tinten kenne ich noch nicht.


    Soweit meine Erfahrung, deshalb ziehe ich satiniertes Papier vor.


    Papier-Tiger

    Hallo, so mal für unter uns,


    meine Erfahrung mit hochauflösendem beschichteten Papier sind gemischt:
    1. Wenn ich mit 600 dpi scanne, wozu dann Papier mit 2880 dpi?
    2. Die spezielle Beschichtung läßt die Farbpigmente der Tinte deutlich konzentrierter an der Papieroberfläche stehen, daher der intensivere Farbton. ich wünsche das nicht immer, muß also bei Grau den Farbton 'heruntertönen', ist Mehrarbeit, die ich nicht mag.
    3. Beschichtete Papiere sind nach meiner Erfahrung nicht ganz so flexibel einsetzbar. Bei scharfen Kanten/Brüchen verliert die Kante an Homogenität (anders als wenn die farbige Tinte ins Papier eingedrungen ist). Außerdem ist die Beschichtung scheinbar feuchtigkeitsempfindlich: Wenn ich Schnittkanten mit Gouachen (ähnlich Deckfarben) einfärbe, erscheint auf der Gut-Seite ein Saum mit Farbänderung (Breite abhängig von Feuchtigkeitsgrad des Farbauftrags, also fast nicht sichtbar, aber nur fast).
    4. Wasserhaltige Kleberüberschüsse (Wiccoll, Ponal) lassen sich nicht spurlos entfernen.


    Soweit meine Erfahrung, deshalb ziehe ich satiniertes Papier vor.


    Viele Grüße in unsere Runde
    Papier-Tiger


    PS: Bei konkreten Daten erweitere ich gerne die Tabelle.

    Hallo alle miteinander.


    ich habe mir (als Gedächtnisstütze) mal eine kleine Tabelle gebastelt, die die gängigen Kartonsorten der deutschen Verlage enthält und die im Handel erhältlichen Papiere/Kartons. Die Papierdicke/-stärke ist mit der Mikrometerschraube ausgemessen.


    Meine Tests ergaben, dass satiniertes Papier von den Eigenschaften her (Farbaufnahme, Wischfestigkeit, Feuchtigkeitsempfindlichkeit, Elastizität) dem gestrichenen Papier vorzuziehen ist - ist mein subjektiver Eindruck.


    Ich arbeite am liebsten mit Color Copy, das gibts auch in verschiedenen Stärken mit gleichartigen Eigenschaften. Mein Grundgedanke: Statt verdoppeln Scan auf 250 g/m², Kleinteile auf 100 g/m², Standard auf 160 g/m². Color Copy gibt es nur in weiß, es heißt so, weil es die Farben sehr gut rüberbringt, schon in Auflösungen ab 300 dpi.


    Macht Euch selbst ein Bild, der Kauf eines Packs 160 g/m² mit 250 Blatt Papier ist finanzierbar und sicher immer zu gebrauchen, auch für Glückwunschkarten usw.


    Ich hänge die Tabelle mal hier an. Wenn ich auf volle Bildgröße gehe kann ich alles gut lesen (es ist ein Screenshot einer Excel-Tabelle, ich weiß nicht, wie ich das Ding sonst hier rein kriege).


    Papier-Tiger

    Hallo, Rockabilly,


    tja, wie habe ich damals das Wasser gezaubert? Ganz hundertprozentig weiß ich es auch nicht mehr, aber die wesentlichen Schritte bekomme ich noch zusammen.


    Der gesamte Rahmen mit einer 11 mm-Spanplatte als Mittelstück wurde zuerst fix- und fertiggestellt, der Rahmen dann abgedeckt. In die Spanplatte wurden kreuz und quer Rillen gezogen (mit einer Raspel), damit der daraufkommende Gips einen Halt findet. Von der Unterseite des Schiffchens habe ich eine Schablone aus starker Pappe hergestellt und an der richtigen Stelle platziert (muss später lösbar sein!).


    Dann wurde Modellier-Gips (ist feiner, gibts auch im Baumarkt) aufgetragen und die grundsätzliche Dünung aufmodelliert, wobei die Wellentäler fast die Grundplatte berühren. Soweit möglich wurde im noch abbindenden Gips das Fahrwasser eingearbeitet (ich hatte dafür einige Fotos studiert). Sonst kann man mit einem meißelähnlichen Instrument etwas Gips entfernen, es folgt ja noch eine Schicht.


    Nach dem Abbinden des Gipses habe ich die Kartonschablone entfernt, kleine Ausbrüche sind nicht schlimm. Dann wurde das Schiffchen in der Aussparung endgültig verklebt. Jetzt der Trick, damit das Schiffchen nicht zu viel Wasser überholt:


    Eine kleine Portion Modellier-Gips wird angerührt und dann, wenn sie gerade noch formbar ist, mit einer alten Zahnbürste aufgetragen. Man kann damit schön die Lücken bis zum Modell füllen, den Wasserwulst am Bug aufbauen und durch Tupfen die Blasenstruktur der Bugwelle und des Heckwassers erzeugen. Sogar Spritzen kann man mit den Borsten (so habe ich früher mitunter meine Kinder geduscht mit Wasser, nicht mit Gips!).


    Der Rest ist Farbe in verschiedenen Blautönen und Weiß, nass in nass aufgetragen, wobei die Wellentäler dunkler sein müssen als die Wellenkämme. Zum Schluss dann 2 Schichten farbloser Glanzlack über alles, bis auf das Schiffchen, das bleibt naturell. Kleine Lackspritzerchen an der Bordwand schaden aber nicht.


    Letzte Aufgabe: Abklebung des Rahmens entfernen, nachpolieren, Schild dran. Fertig.


    Papier-Tiger


    PS. Dies ist das bisher einzige Schiff, bei dem ich es so gemacht habe. Bei größeren habe ich mich nicht getraut, die Topfzeit von Gips (die Zeit bis zum Abbinden, in der man ihn modellieren kann) ist mir dann zu kurz. Jetzt stehen meine Schiffe auf schräg geschnittenem Bristol-Karton von 1 mm Stärke, der oben mit glänzendem Fotokarton kaschiert ist, auf den ich ein Foto mit einer Wasseroberfläche gedruckt habe, angepasst und nachbearbeitet mit einem Pixel-Programm (siehe anderen Thread 'Seenotrettungskreuzer - Passat-Verlag' in der Galerie).

    Hi, Michael,


    hast schon recht, und Spaß gemacht hat der Bau damals auf jeden Fall. Nur wäre mit meiner heutigen Technik das Schiffchen wohl noch präsentabler. Ich habe es trotzdem in die Galerie gestellt, damit man mal sehen kann, dass man auch mit wenig Aufwand direkt aus dem Karton gute Ergebnisse erzielen kann (vorausgesetzt, die Konstruktion stimmt).


    Nun, ich habe den Bogen nochmal, und wenn das neue Schiff 'Hermann Marwede' fertig ist, werde ich es auf dem Qualitätslevel nochmal bauen. Wird bestimmt interessant.


    Papier-Tiger

    Hallo,


    obwohl hier im Forum so viele besonders begabte Baubogenbastler sich tummeln, wage ich es dennoch, mal ein altes Schätzchen vorzustellen:
    den Seenotrettungskreuzer "Georg Breusing" vom nicht mehr existierenden Verlag Alstermodell.


    Ich habe dieses Schiffchen vor etwa 12 Jahren gebaut, seid bitte nachsichtig, denn da habe ich die Schnittkanten nicht eingefärbt, die Reling ist ein Papierzaun, und die Fenster bestehen aus Druckfarbe. So montiert mit einer selbstgebastelten Plexiglasabdeckung hat es immerhin die Jährchen gut überstanden (wogegen mein Leibesumfang sich merkbar geändert hat). Irgendwie hänge ich an dem kleinen Ding.


    Papier-Tiger

    Hallo, paulgrafix,


    ich schließe mich Deiner Meinung an, hinsichtlich dieser Problematik einen neuen Thread zu eröffnen. Vorschlag: Nicht bei Schiffen, sondern bei "So mache ich es richtig" in einer neuen Rubrik "Probleme - Lösungen und Lösungsansätze" unter einem Stichwort wie "Farben und deren Wiedergabe". Ich meine nämlich, diese Problematik ist übergreifend für alle Kartonmodellbausparten (gilt wohl auch für Schnittkanteneinfärbung, Kleber und Werkzeuge). Das, was wir hier vorher gebabbelt haben, sollte 1:1 dorthin transferiert werden.


    Was nun die Möglichkeiten der verschiedenen Programme angeht ist wohl nur eine vertiefte Befassung mit der jeweils eigenen Hard- und Software-Ausstattung weiterführend. So ist es mit Corel neben den von Dir beschriebenen Möglichkeiten auch machbar, mit Hilfe einer "Farbmaske" nur alle schwarze Flächen/Linien herauszufiltern und zu speichern. Danach kann man geschlossene Flächen neu mit der gewünschten Farbe füllen oder dieses "Schwarzbild" auf Tonkarton ausdrucken. Die Ergebnisse kann man auch von Pixel- in Vektorgrafik transformieren und sogar als PDF-Datei abspeichern.


    Frage zu Tonkarton: Nach meiner Recherche ist die Farbauswahl zwar schon ansehlich, aber man wird insbesondere bei Grautönen nicht um Kompromisse herumkommen. Was ich noch nicht gesehen habe sind Silberkartons. Gibt es die überhaupt? Zudem kommt mir die Oberflächenstruktur des Tonkartons recht porös vor, auch die Elastizität scheint mir geringer, dafür ist er etwas dicker als der inzwischen übliche 160g-Modellbaukarton. Oder gibt es da noch weitere (mir unbekannte) Quellen?


    Ich habe mir für Modellbaukarton eine Tabelle gestrickt, die für die gängigen deutschen Hersteller die verwendeten Papiere bis hin zur Dicke beschreibt, und in einem zweiten Teil habe ich Papiere und Kartons für Tintendrucker von 80g bis 250g dagegengestellt. Das hilft bei der Auswahl geeigneter Kartons, so kann ich z.B. verdoppelte Spanten direkt auf stärkerem Karton, Kleinteile dagegen auf dünnerem gleichwertigen Papier ausdrucken. Könnte man eventuell auch unter 'Arbeitshilfen' veröffentlichen.


    Mit herzlichen Grüßen von Kartonfreak zu Kartonfreak
    Papier-Tiger


    PS @ herschar:
    Was hält der Admin von dem Vorschlag?

    Hallo,


    @ paulgrafix
    Danke für Deine Erläuterungen insbesondere auch für die Metallic-Farbtöne. Das rundet meine Vorüberlegungen zu einer Reihe von Modellen ganz schön ab. Fazit: Der Heim-Druck hat eben auch seine Grenzen.


    @ Ernst
    Danke für die Anteilnahme, den großflächigen Farbauftrag a la Plastikmodellbau (sogar mit Airbrush) glaubte ich aber schon überwunden zu haben.


    Papier-Tiger

    Hallo, paulgrafix,


    also doch, wie schon vermutet etwas Spezielles. Mit den anderen Farbtönen habe ich nämlich keine Schwierigkeiten, ich kann dazu die ganze Palette der RGB-, der CYMK- und der Pantone-Farben nutzen und individuell ändern/anpassen (natürlich mußte ich dazu mein System kalibrieren). Auch mein verwendeter Karton (160 g/qm, satiniert, Weißgrad 10, Opazität 9, Dicke 0,13 mm) läßt an Brillianz nicht zu wünschen übrig.


    Okay, kann man nichts machen, bin ich halt bei dem speziellen Farbton geplatzt, wenn sonst niemand 'nen brauchbaren Tip hat.


    Danke dennoch
    Papier-Tiger

    Hallo, liebe Kartonisten,


    ich hätte da gerne mal ein Problem:


    Ich habe gerade den Seenotrettungskreuzer 'Hermann Marwede' vom Passat-Verlag erhalten und die passenden Ätzteile dazu. Schärft mich ungemein, wird wohl mein nächstes Modell. Ausgezeichnete Detailierung und hervorragender Druck. Novität: keine schwarzen Linien mehr als Begrenzungs- und Faltlinien, sondern mittelgraue, die dann beim fertigen Modell nicht so stark auffallen dürften.


    Aber, beim Scannen (mache ich routinemäßig. um 'Ersatzteile' zu bekommen) und dem anschließenden Druck stellte ich fest, dass der orange-rote Farbton nicht zu reproduzieren ist. Versuche der Farb-Nachbearbeitung mit Corel-Photopaint scheiterten, obwohl ich die RGB-Farbwerte jeweils einzeln graduell änderte. Nix zu machen.


    Meine Frage an die Hobbyisten mit drucktechnischen Hintergrundkenntnissen: Kann es sein, dass hier beim Druck eine spezielle Farbe verwendet wurde, mit einem fluoreszierenden Anteil, so wie 'leuchtorange' oder 'leuchtrot' bei der Feuerwehr? Falls ja, wie kann man einen möglichst ähnlichen Effekt erzielen?


    Gespannt auf Antworten wartend
    Papier-Tiger

    Hallo, Freunde des stärkeren Papiers,


    zur Ätztechnik ist ein toller, 8-seitiger (!) Artikel mit Fotos (!) in der Zeitschrift "SchiffsModell", Ausgabe 6/2004, vom Neckar-Verlag erschienen. Heft ist für 4,80 im Zeitschriftenhandel. es werden auch Fallen und Knackpunkte angesprochen, wie Sondermüllverordnung für Chemikalien. Man kann dann besser einschätzen, worauf man sich einläßt. Auch der Rest des Magazins ist für Shiplover und Modellbauer anregend.


    Was die von Ernst gefundenen Leitern unseres englischen Modellbaufreundes angeht, schaut mal im Thread "Faden-Reling" nach, da sind auch weitere filigrane Stückchen drin (mit Foto). Wäre vielleicht zu überlegen ...


    Papier-Tiger

    Hallo, Klebefreaks,


    in einem anderen Thread war es ein Thema, aber ich glaube, hier gehört es auch hin:


    Aber Vorsicht bei UHU-hart!!! Dieser Klebstoff wird zwar steinhart, was mitunter auch seine Vorzüge insbesondere bei der Stabilität hat (z.B. bei Fahrwerken von Flugzeugen). Aber er schrumpft beim Aushärten!! Bei einseitiger Verklebung mit Hohlkehle kann es zu deutlichem Verzug kommen! Ich habe hier unten mal eine vergröberte Skizze angehängt. Bis ich davon erfuhr hatten meine früheren Modelle manchmal 'unerklärliche Geisterwellen'.


    Wie der Effekt wirkt seht ihr im Thread 'Schiffahrt\Bauberichte\HMV U.S.S. Maine' von Adler.

    Hallo,


    bitte beim Entrümpeln der Bauberichte überlegen, ob man mehrteilige Bauberichte wie Scorpios 6-teiliger Bericht über die Bismarck nicht zusammenfassen kann. Schätze, da kommen auch Ladezeiten ins Spiel.
    Alternativ sollten die Berichte dann aber verlinkt werden.


    Wichtig finde ich, dass das ganze 'Paket' erhalten und als solches erkennbar bleibt.


    Papier-Tiger

    Hallo, Adler,


    interessanter Bericht, den werde ich gespannt verfolgen (die USS Maine liegt nämlich bei mir auch noch auf Halde).


    Aber Vorsicht bei UHU-hart. Dieser Klebstoff wird zwar steinhart, was mitunter auch seine Vorzüge insbesondere bei der Stabilität hat (z.B. bei Fahrwerken von Flugzeugen). Aber er schrumpft beim Aushärten!! Bei einseitiger Verklebung mit Hohlkehle kann es zu deutlichem Verzug kommen! Ich habe hier mal eine vergröberte Skizze angehängt. Bis ich davon erfuhr hatten meine früheren Modelle manchmal 'unerklärliche Geisterwellen'.


    Auf gutes Gelingen, freu mich schon auf ein Top-Modell.
    Papier-Tiger

    Hallo,


    habe das gute Stück schon lange direkt beim Verlag bestellt (was die machen gehört gefördert!!), dazu gibt es dort die passenden Ätzteile zum Schiff (kostet natürlich Extra-Euronen, nicht zu knapp).


    Schätze, das gute Stück wird meine Planung über den Haufen schmeißen und mich die nächste Zeit beschäftigen. Wenn's dazu kommt. seid Ihr in Bild und - äh, Geschreibsel - dabei.


    Papier-Tiger

    Hallo,


    neben der Farbe, die paulgrafix richtig beschrieb, gibt es noch einen Stolperstein bei einer Segelschiff-Takelage: Die unterschiedlichen Stärken der Taue. So waren die Stage (vom Mast schräg nach vorne verlaufende Taue zur Fixierung des Mastes = stehendes Gut) die stärksten Taue an Bord, ein mehrfaches der Webleinen in den Wanten. Die Unterschiede sind so deutlich, dass sie in einem Spitzenmodell auch dargestellt werden müßten.


    Modellbauer historischer Schiffe können darüber stundenlang erzählen, als Hilfe für Neugierige bieten sich hier die bereits von paulgrafix genannten Bücher an.


    Auf gutes Gelingen
    Papier-Tiger

    Hallo,


    beide Informationen stimmen. Die Erstauflage der Bismarck wurde zurückgezogen, weil die Laufrichtung bei einigen Bogen nicht beachtet wurde und weil beim Druck geschlampt wurde. Die dunkleren Farbtöne wurden nämlich durch Mehrfachdruck anstatt durch eigenen Farbton erzeugt. So ein Fehldruck liegt bei mir noch rum.


    Papier-Tiger

    Hallo,


    obwohl das DSM kein Verlag für Kartonmodelle ist gibt es dort eine hübsche Spannweite von Modellen in verschiedenen Maßstäben zu kaufen.


    Bedingt durch den pädagogischen Ansatz sind auch einige sehr einfache darunter, die sich wohl an Anfänger richten. Es sind aber auch wahre Perlen darunter: Die 'Monte Rosa' in 1:250 und das Schnellboot 'Kranich' in 1:100.


    Bei der Spannweite und den Qualitätsunterschieden verkneife ich mir hier eine Wertung. Ich empfehle, zu den Angeboten mehr Informationen einzuholen (zum Beispiel hier im Forum) und genau auf den Schwierigkeitsgrad zu achten.


    Papier-Tiger

    Hallo, Ernst,


    auch ich habe schon Buntstifte und Aquarellstifte verwendet und verwende sie gelegentlich bei Probebauten immer noch. Sie haben für mich aber folgende Nachteile:


    Farbton - mitunter schwierig, den passenden zu finden, denn Mischen geht kaum
    Lichtechtheit - der Ton verblasst bei Tageslichteinwirkung leider schneller als die Druckfarben (zu Tintenstrahlfarben habe ich noch keine erfahrung)
    Farbbeständigkeit - bei Klebereinwirkung kann sich der Farbton ändern (besonders bei Metallic-Farbtönen der Buntstifte)


    Ich bevorzuge Anderes, schau mal nach bei "Farbe für weiße Schnittkanten und Ätzteile" bei Grundlagen/Wie mache ich was richtig.


    Mit aufmunternden Grüßen
    Papier-Tiger

    Hallo, gmd12,


    Klasse, dass Du die Fotos Deiner Arbeit hier reinstellst. Erlaube mir dazu einen kleinen Tip:


    Bei Rollen, Röllchen usw. immer darauf achten, dass die Naht möglichst kaschiert wird (= aus dem Sichtbereich verschwindet). Für Seiltrommeln heißt das: Naht nach unten, zum Deck. Für Poller bedeutet das: Nähte zueinander.


    Nimm es als Anregung, auch so sind Deine Ergebnisse bestimmt schon präsentabel.


    Mit wirklich freundlichem Gruß
    Papier-Tiger

    Hallo und Hallöchen,


    bin seit kurzem im Besitz einer Pentax Optio S4 für 279 (Angebot bei Saturn). Hightech vom Feinsten, bisherige Proben äußerst vielversprechend. Kleiner als eine Zigarettenschachtel und vollgepackt mit Funktionen bis hin zur Tonaufzeichnung, Supermakro, Panoramabilder, 3D-Stereoaufnahmen und Videosequenzen. Noch probiere ich rum, um mich mit dem Gerät vertraut zu machen, aber bisher kann ich nur sagen: Toll.


    Mehr ist dann bei meinen nächsten Fotos zu sehen.
    Papier-Tiger

    Hallo,


    mit Schutzlack habe ich auch schon experimentiert. Meine Erfahrungen:


    Schutzlack zur Stärkung der mechanischen Belastbarkeit:
    Wird nachträglich aufgepinselt oder aufgesprüht, matt oder glänzend. Kann je nach verwendetem Karton oder verwendeter Druckfarbe zu Farbänderungen führen, leicht gewellter Karton zieht sich beim Trocknen in der Regel glatt. Klebstoffreste erhalten den gleichen bleibenden Glanzgrad wie die Umgebung. Ein Trick zur vorherigen Imprägnierung vor dem Lackauftrag, damit keine Farbänderungen auftreten: Caparol auftragen (bei Malerbedarf, erzeugt eine 'Elefantenhaut'). Die milchige Flüssigkeit zieht in das Papier ein und trocknet seidenmatt auf, wobei wellige Stellen sich beim Trocknen glattziehen. Danach ist der Untergrund optimal vorbereitet für den Lackauftrag (und wenn das Schiff wirklich dicht ist, kann es jetzt schwimmen lernen).


    Schutzlack zur Minderung der UV-Lichtempfindlichkeit bei Tageslichteinwirkung, besonders Sonne:
    Wird nachträglich direkt ohne Vorbehandlung auf den Karton aufgesprüht, matt oder glänzend. geht eine chemische Verbindung mit der Kartonoberfläche und den Farbpigmenten ein. Glanzgrad ist abhängig von der Saugfähigkeit der Oberfläche, deshalb blitzen Klebstoffreste oft durch.


    Meine Empfehlung zu glänzend oder matt: bei Schiffen immer nur matt, denn ein Betrachtungsabstand von 25 cm entspricht in echt 100 m, und aus der Entfernung sieht man bei unserer Luftreinheit keinen Glanz mehr. Glänzende Schiffe wirken auf mich immer wie Spielzeug.


    Tücken des Lackierens, egal womit:
    Lackieren muß vor der Takelung passieren, sonst besteht die Gefahr der Tropfenbildung oder durch ungewollte Spanneffekte ein Verziehen dünner Teile. Feine Gitter (Radar, Hubschrauberfangnetze) setzen sich leicht voll. Bei mattem Lackauftrag werden auch ausgeschnittene transparent hinterlegte Fenster und Bullaugen matt (finde ich bescheuert).


    Praktischer Hinweis: Immer erst ausprobieren mit aus Reservekarton gebauten geometrischen Formen, sozusagen Crashtest am Objekt.


    Meine Konsequenz: Kein Lackauftrag, dafür schöne matte Modelle; aber:
    Dauerbeleuchtung mit Tageslicht meiden.


    Papier-Tiger

    Ich gestehe offen: Ich bin ein Fan der auf das Modell abgestimmeten Ätzteile. Doch die gibts zu älteren Modellen nicht. Nachdem mir dann einmal ein Spannrahmen für Wanten in die Finger fiel, dachte ich, dass so noch mehr machbar ist, mit angepassten Spannrahmen.
    Gedacht, probiert ... und eigentlich präsentable Ergebnisse.


    Die Methode wird mit Zeichnungen (siehe unten) und Fotos (siehe weitere Postings) erläutert.


    Grundidee ist, die abgekupferte Reling in einem angepassten stabilen Kartonstück zu weben, zu spannen und versiegeln und dann zuzuschneiden und zu montieren.


    Damit es nicht zu teuer wird, andererseits die nötige Stabilität gewährleistet ist, verwende ich Bristolkarton von 1 mm Stärke (in Zeichen- und Kunstbedarfsgeschäften). Das zu verwendende Stück muss deutlich größer sein als die Reling, sollte aber wegen der Handhabung nicht größer als etwa DIN A5 werden.


    Die Reling immer Außenreling am Modell - wird auf die Mitte des Kartons übertragen, alle Linien (also Relingstützen und durchzüge) werden bis zum Kartonaußenrand verlängert. Rund um die Reling wird im Abstand von mindestens 5 mm ein Rahmen gezogen. Genau auf den verlängerten Relinglinien werden nun versetzt Löcher von 1 mm Durchmesser gebohrt ein Lob der Mini-Bohrmaschine. Versetzt bohren deshalb, damit die Stabilität des Kartons erhalten bleibt, und zwar je enger die Linien laufen desto mehr Lochreihen sollte man vorsehen. Zum Schluss wird das um die Reling gezeichnete Viereck sauber ausgeschnitten.


    Nun beginnt die Fadenzieherei mit der Auswahl des Materials. WICHTIG: KEINE SYNTHETIKGARNE! Am besten sind Nähgarne und Nähseiden ohne Synthetikanteil verwendbar. Bei Nähseiden gibt es eine große Farbpalette, die ein weitgehendes Anpassen an die Relingfarbe erlaubt. Bei schwarzen und weißen Nähgarnen gibt es unterschiedliche Stärken, so dass Relingstützen dicker ausfallen können als die Relingdurchzüge.


    Jetzt das einfädeln: Zu Beginn ein Schnitt in den Außenrand des Kartons, Knoten ins Garn, Garn einklemmen und durch das erste Loch fädeln. Jetzt wird klar, warum 1 mm-Löcher: Durchziehen geht auch ohne Nadel! Dann nach und nach möglichst stramm, jedoch nicht brutal, alle Löcher durchfädeln, und zwar so, dass der Faden auf Vorder- und Rückseite parallel läuft. Genau das ist der besondere Charme dieser Methode: Es entstehen immer 2 spiegelbildliche Relings! Zum Schluss das Endstück des Fadens ebenfalls in einen Einschnitt einklemmen und zusätzlich sichern (ich verklebe).


    Es folgt die Spannerei, dank Chemie ohne Probleme. Der Trick ist, den handelsüblichen Holzleim Ponal mit Wasser auf die Konsistenz von Milch zu verdünnen (mir reichen 2-3 Tropfen im Kronenkorken einer Bierflasche, Wasser dazu und gut mit Zahnstocher umrühren). Mit dieser Mischung wird das gespannte Netz sorgfältig eingepinselt bzw. getränkt, insbesondere die Kreuzungspunkte. Sollten benachbarte Fäden sich zu nahe kommen, können sie mit dem Pinsel getrennt werden. Das Ganze sollte nun über Nacht trocknen, dann tritt nämlich ein erstaunlicher Effekt ein: Der Leim trocknet matt transparent und ohne Farbverfälschungen auf, er spannt durch einen Effekt des Einlaufens die Fäden zusätzlich, er versteift die Fäden, fixiert die Kreuzungspunkte und lässt die bei Garnen abstehenden Fasern sich an das Garn anlegen. Dies klappt nicht bei Synthetikgarnen, und wegen des Spanneffekts wird nun klar, warum ich stabilen 1 mm Bristolkarton empfehle.


    (Alternativ zum Ponal-Gemisch kann man auch Spannlack oder sogar Haarspray verwenden, aber davon halte ich gar nichts. Die Sprühdosen versauen die gesamte Arbeitsumgebung und auch die Rahmen, und Haarspray müffelt dazu noch monatelang.)


    Nach dem Aushärten kann die Reling nun vorsichtig (ohne Druck oder Verkanten!) aus dem Spannrahmen geschnitten und zugeschnitten werden. Soll ein rotbrauner Holz-Handlauf oben auf die Reling, nehme ich passendes Stickgarn, schneide im Spannrahmen nur die Relingstützen zu, kerbe den Spannrahmen außen passend an der Relingoberkante ein, spanne das Stickgarn und wiederhole den Prozess des Tränkens für das Stickgarn und die Oberkante der Reling.


    Größter Nachteil dieser Methode ist, dass nur geradlinige Relingteile hergestellt werden können. Der Deckschwung muss z.B. durch ganz vorsichtiges Drücken und Ziehen hergestellt werden. Relingteile, die in der Abwicklung einem Kegelstumpf entsprechen, lassen sich so nicht herstellen.


    Größere Rundungen sind wie bei Papier herstellbar. Bei kleineren Rundungen ist extreme Vorsicht angesagt (geht nur einmal, nicht rückholbar), weil das imprägnierte Garn an der Biegestelle leicht die Stabilität verliert. Echte scharfe Abkantungen sind kaum zu erreichen, dann lieber ein scharfer Schnitt und alles an nur einer Stütze an der Kante verkleben. Verkleben kann man die Reling gut mit Uhu möglichst frisch mit hohem Lösungsmittelanteil -, wobei extrem auf die Vermeidung von Klebstofffäden zu achten ist. WARNUNG: So stabil wie eine Papierreling wird das Ganze nicht!!!


    Mit dieser Methode habe ich auch Handläufe von Niedergängen, Leitern und Wanten hergestellt. Mit etwas Übung und vorsichtiger Handhabung klappt es ganz gut, selbst Relingenden sind anformbar. Reste und unbenötigte doppelte Teile gehen in die Grabbel-Kiste (sind auch nach längerer Zeit noch verwendbar, wenn sie passen).


    Vor Anwendungen aus der Spraydose bin ich bisher zurückgezuckt, weil ich bei der Pinselmethode bessere Kontrolle über die Durchtränkung habe und dazu nur die freischwebenden Fäden benetze. Damit verkleben keine Fäden mit dem umgebenden Karton, und so kann ich insbesondere Standard-Rahmen (z.B. Handläufe von Niedergängen, Leitern) mehrfach benutzen. Dazu schreibe ich die Daten (Treppenstufen, Winkel, Leiterbreite ...) einfach auf den Karton.


    Generelle Schwierigkeiten ergeben sich durch Umkonstruktionen, wenn z.B. bei einem Deck die Innenreling hochzuklappen und die Außenreling daran festzukleben ist (Schanzkleid- oder Verdopplungsmethode). Dann ist die Innenreling vorzugsweise in eine nach unten zu knickende Klebelasche umzufunktionieren oder (falls die Situation dies nicht erlaubt, weil z.B. sonst sichtbar!) sogar abzuschneiden! Eine andere Schwierigkeit sind Niedergänge (Treppen) in Aufbauwinkeln, so dass eine Seite an die Aufbauwand stößt. Meistens ist auf der Aufbauwand der Platz der Treppenreling markiert und farblich ausgespart. Hier hilft nur ein Einfärben der weißen Fläche oder Überkleben mit einem Stück Farbfläche (bei neueren Modellen oft vorhanden). Die größte Schwierigkeit dürfte jedoch sein, dass bei Kriegsschiffen meist die Außenreling rund um das Hautdeck total fehlt (dies ist dann die ultimative Herausforderung für Kreative!).


    Die folgende Zeichnung soll die Beschreibung verdeutlichen.
    Es folgen Fotos von Anwendungen bei dem Eisbrecher Eisbär (grau, mit Leiter), dem Seenotkreuzer Vormann Leiss (mit angeformten Reelingenden) und eine Totale von der Rainbow Warrior. Bitte beachten: alle Modelle über 3 Jahre alt, keine abstehenden Fasern an den Garnen.


    Viel Erfolg beim Probieren.


    Papier-Tiger

    @ aldikiller


    Tja, die Modelle von Birdsmobile sind mir bekannt, habe auch noch ein paar. Den Wanderfalken und den Eisvogel habe ich schon gebaut. Es sind wunderschöne Vögel im Fluge, und dass im Maßstab 1:1. Leider wird diese Serie schon seit 5 Jahren nicht mehr fortgesetzt.


    Mit fröhlichem Gruß
    Papier-Tiger

    Hallo, Hugh,


    überzeugend sauber gebautes Modell, dieser Lokschuppen. Tja, bei Architekturmodellen toben sich oft die Grafiker aus und bieten fantastische 3D-Eindrücke und Alterungsspuren nur durch perfekten Druck.


    Eine Frage am Rande: Gerade bei derart guten Drucken sind weiße Blitzer durch Schnittkanten tödlich, aber eine beispielsweise monoton mittelgrau eingefärbte Kante bringt es auch nicht. Wie und womit hast Du die für mich unsichtbaren Schnittkanten behandelt?


    Gruß Papier-Tiger