Posts by Jochen Halbey

    Moin moin,


    als kleiner Nachtrag hier noch 4 Photos, auf denen man Rettungsflöße mit und ohne Persenning sehen kann. Das erste Bild zeigt einen "Artillerieträger" 1945 in der Ostsee, die Flöße haben recht eindeutig eine Persenning. Die beiden nächsten Bilder zeigen 2 Zerstörer mit "nackten" Flößen, und zwar Z 27 1943 in der Biskaya, kurz vor ihrem Untergang, das andere Bild Z 38 1944. Auf dem letzten Bild ist Z 43 zu sehen, 1944 in der Ostsee, hier sind die Flöße anscheinend mit einer Art Persenning überzogen.
    Wie dem auch sei - man kann beide Möglichkeiten bauen, gerade wie man will, denn genaue Angaben, wo und wann eine Persenning über die Flöße gezogen war, gibt es wohl nicht mehr.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin moin,


    mir will nicht so ganz einleuchten, daß man einerseits durch dunkle Farbgebung oder Tarnbemalung versuchte, Identifizierung und Entfernungsmessung eines Pottes zu erschweren, gleichzeitig aber gut sichtbare und anmeßbare Farbtupfer darauf beließ. Ich vermute daher, daß die meisten Flöße mit einer Art Segeltuch überzogen waren, die der Schiffsfarbe in etwa entsprachen. Leider sind die meisten Photos aus jener Zeit nicht scharf genug, oder der Aufnahmeabstand ist zu groß, weshalb man das nicht genau erkennen kann, aber auf vielen Photos sieht es verdammt nach einem Überzug aus. Und der ist auf diesen Bildern genauso dunkel, wie das Schiff - eventuell sichtbare Personen haben aber helle Gesichter, und da die Gesichtsfarbe dem Gelb sehr ähnlich ist, dürfte es hierbei keine allzu großen Grauton-Unterschiede geben.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Ole,


    wenn mich nicht alles täuscht, hast du da die KARLSRUHE in der Umbau-Version drauf, also die letzte Version vor dem Untergang mit achterem Dreibeinmast, geänderter Scheinwerfer-Aufstellung, geändertem vorderen Aufbau, Schornsteine mit Kappe, wobei der hintere gekürzt ist. Hast Du da Pläne von - oder hast Du das nach Photos gemacht?
    Sieht von weitem super aus! Interessant ist auch, daß erst ab der LEIPZIG die WHV-Modelle eine kalt-graue Farbe erhielten, die "Vorgänger" hatten noch dieses unsägliche warm-grau.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, moin!


    Eine Möglichkeit, die Fäden nachträglich zu spannen: mit einem nassen Pinselchen die Fäden "naß machen". Beim Trocknen laufen sie ein und spannen sich. Da hat man aber in der Regel nur einen Versuch. Wenn man mit Spucke "näßt", werden sie zwar nicht ganz so naß, dafür festigt die Spucke den Faden, den kann man dann mit Geduld (und...) dazu bringen, daß er wie ein durchhängender aussieht.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, moin, Sepp!


    Du hast recht vermutet. Der etwas kleinere Kartonkörper ist mit Revell-Spachtelmasse überzogen, mehrmals geschliffen und abschließend lackiert worden. Der Nachteil ist, daß die Wandung sehr dick wird, was von vorne betrachtet auffällt. Die Methode habe ich schon oft benutzt, um 3-dimensionale Rundungen zu erzeugen: bei den "Wackeltöpfen" von WK-II-Modellen, auch bei deren Motorbooten oder den Oberteilen der Richtstände der Torpedosätze der PRINZ EUGEN. Nur bei Lüftern wird es etwas heikel wegen der Wandungsdicke. Sieht dennoch gut aus.


    Liebe Grüße


    Jochen

    Hallo Gunnar,


    gerade sehe ich diese Rettungsboote - die sind ja einfach großartig!!!
    Nur eines: die mußt Du ja nicht alle "offen" bauen, die Boote hatten in Wirklichkeit wohl alle eine Persenning drüber. Ich denke, da reicht es, ein, zwei, oder drei Boote geöffnet darzustellen, mehr nicht. Das ist dann Wirklichkeits-treuer und auch arbeitsmäßig leichter zu bewältigen.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Freunde der "Klebenden Zunft",


    ich wünsche allen ein ruhiges und erholsames Weihnachtsfest, mit vielleicht dem einen oder anderen neuen Bogen unter dem Baum.
    Ich lege zwei Photos dazu, von Modellen in 1:250. Das eine ist eine Eigenkonstruktion, es zeigt DAS Schiff meiner Kindheit und Jugend, den Reededampfer ALTE LIEBE, der von 1931 bis 1960 in Cuxhaven den Lotsen-Versetzdienst versah. Das andere Bild zeigt die beiden Krabbenkutter des Passat-Verlages, leicht modifiziert.
    Um es gleich zu sagen: die ALTE LIEBE ist nur für mich erzeugt, es gibt keine Kopien davon.


    Frohe Weihnacht


    Jochen Halbey

    Lieber Michael,


    da Du etwas nicht sagen wolltest, es dann aber doch getan hast - ich will da gar nicht mehr groß drauf eingehen: siehe Wilfried eben, und er hat verdammt recht.
    Nur eines noch: ich habe nicht gestänkert, sondern meine Meinung gesagt. Und was die SEATROUT-Debatte anbelangt, kann ich nur auf die Beiträge von Wilfried und Konpass vom 6.10. verweisen, da ist alles Wichtige gesagt. Zu den Altpapierverwertungs-Relings: da wies ich vor allem auf den "Maßstab" hin - eine Reling ist doch nicht 7,5 cm dick? Der Rest der Sache ist schon biblisch durchgekaut...


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, moin, nochmal,


    Simon, die Namens-Schreibung war schon korrekt: it's a no-name.
    Was die Produkte der Altpapier-Verwertungsmaschine anbetrifft, habe ich ganz bewußt die Größe 0,3 mm angeführt, daß heißt nämlich, eine derartige Reling wäre gemäß Maßstab 1:250 circa 7,5 cm dick - beim Ätzsatz von 0,1 mm nur 2,5 cm, was der Wirklichkeit erheblich näher kommt. Es heißt doch: verfeinern, nicht vergröbern. Und wenn ein Ätzsatz, wie der von HMV für die Bismarck aus der Altpapier-Verwertungsmaschine käme, wäre er erheblich teurer, als ein Ätzsatz - die Dinger laufen nämlich einzeln durch die AV-Maschine, die Ätzplatinen können aber zu vielen mehreren in einen Tank gesetzt werden.
    Und ich bleibe dabei: alle bisher für die AV-Technik angeführten Argumente verschleiern die gedankliche Preisrechnerei. Wer aber richtig rechnet, wieviel Meter er bei Saemann oder HMV für die Ätzreling erhält - und dann nachrechnet, was er für die selbe "Meterleistung" bei no-name bezahlt, der wird sich wundern.


    Schöne Grüße noch


    Jochen

    Hallo Leute,


    da hier ja wiederholt eine Preisdukussion geführt wurde und nun auch mal ein Bild mit Rohrleitungen zu sehen ist, möchte ich doch noch meinen Senf auf das ganze unselige SEATROUT-Theater geben:
    alle haben nach einem modernen Handelsschiff geschrien - und als es da war, war es zu häßlich. So sehen moderne Schiffe aber heute aus. Und wer von 70 cm Langeweile spricht, hat noch nie einen modernen Tanker gesehen - wenn man den supern will (siehe Bild oben), kann man das nur annähernd, sonst wird man viele Jahre dran bauen.
    Und daß die Kartonbau-Verlage reine Hobbyverlage der Verleger sind, an denen sich kaum etwas verdienen läßt, eher aber das Geld herausgeworfen werden kann, das pfeifen nicht nur die Spatzen vom Dach, das brüllen sogar die Löwen in der Wüste, und auch die Hamster wissen es, und die sind sehr kleinlich. Insgesamt ist der Kartonbau das billigste Bastelhobby, das es gibt, man schaue nur zu, was die Resin-Plastik-Bauer in 1:700 für Summen in ihre Modelle stecken, von den Eisenbahnern ganz zu schweigen! Wenn mir ein Modellbaubogen gefällt dann will ich ihn auch bauen, dann sage ich nicht, er gefällt mir nur bis EUR 19,95 und ab 22,73 gefällt er mir nicht mehr. Und wer sich den Ätzsatz der BISMARCK anschafft, weiß meistens nicht, wie billig dieser Ätzsatz eigentlich ist, denn die unendliche Mühe und die Stunden und Tage, die da drin stecken, werden nicht mitbezahlt - der ganze Satz wäre sonst erheblich teurer! Und dann kommt mancher Schotte oder Schwabe daher und besorgt sich für seine Reling die 0,3 mm dicke aus der Altpapier-Verwertungsmaschine, nur weil er meint, so könne er ein paar Cent einsparen...
    Ich kann nur sagen, unser Hobby ist so billig für das, was es bietet, da sollte man den Verlagen tief dankbar sein. Die Alternative wäre nämlich: alles selber machen, von der Recherche über die Konstruktion bis zum fertigen Modell. Das kostet dann richtig Geld - dafür ist man dann auch lange damit beschäftigt.


    Schöne Grüße


    Jochenl

    Moin, moin, allerseits,


    hier ein kleiner Tip, für alle, die demnächst mal Wackeltöpfe bauen wollen: die sind meist recht simpel dargestellt, die aufwendigsten gibt es bei der BISMARCK von HMV und der PRINZ EUGEN von cfm. Doch auch hier stößt der Werkstoff Karton an seine Genzen, kugelrund kriegt man sie so nicht hin. Wenn man aber über die fertige Konstruktion, die aus verschiedenen Kegel-Abschnitt-Segmenten besteht, eine Schicht aus Revell-Spachtelmasse aufträgt, diese nach dem Aushärten gut schleift und abschließend lackiert, erhält man richtig runde Wackeltöpfe - hier zu sehen an der PRINZ EUGEN von cfm.


    Schöne Grüße noch


    Jochen

    Hallo Oliver,


    das uralte WHV-Modell war in den 50-er Jahren ein schönes Modell, aber es gab das Vorbild nur ungefähr wieder, der Rumpf war zu dick und bauchig, beinahe pummelig, und alles andere war nur arg vereinfacht.
    Das Modell, das Du hier sehen kannst, zeigt das Vorbild, wie es wirklich war: erheblich schlanker, mit elegenten, fast Yacht-artigen Proportionen, und auch die anderen Einzelheiten stimmen - wie z.B. die nach oben abgerundeten Schanzkleider der vorderen Aufbauwände, die Lüfter, die Lüftungsgitter im Schornstein und vieles mehr - schlicht eine Augenweide!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Henning,


    die gute alte WAPPEN VON HAMBURG ist große Spitzenklasse - ganau so sah das Schiff aus!
    Warum ist dieses großartige Modell nie bei Passat (oder HMV ?) erschienen? Die Modellwelt wäre reicher!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, Wilfried,


    bitte mach das unbedingt, das wäre eine ganz große Sache! Ich denke da auch an die GERA, SEEFALKE, ELBE 3 und und und... eigentlich an alle 1:100-er des Museums. Die meisten habe ich bereits auf 1:250 heruntergescannt, auch einige dann gebaut, aber gedruckt wäre das dann doch viel schöner. Sag dem guten Dr.Stölting, die Modellbauer lechsen danach.


    Liebe Grüße


    Jochen

    Moin, moin,


    @ Wilfried: Du hast "mit aus der Seele gesprochen"! Ein Passat-Verlag hat soetwas schlicht nicht nötig!
    Die Rückseite soll ja auch nicht bedruckt werden, nur bestempelt. Die bisherige Durchnumerierung der Bogensätze geschieht ja auch mit einem Nummernstempel. Den braucht man nur auf die Rückseite zu plazieren, allerdings mit einem neuen Stempel, der das Logo gleich mitstempelt. Das kostet weniger als der potentielle Verlust von Käufern, die das Logo nicht wollen.


    @ Michael: nein, das Namensschild ist nicht so super, kaum jemand würde es aufstellen wollen. Und wenn dann der Verlag darauf eingeht, muß sich jeder beim Kauf verpflichten, das Ding auch aufzustellen, sonst gibt es den Bogen nicht...


    Liebe Grüße


    Jochen

    Hallo Henning,


    mit den zwei Seelen in Deiner Brust: einmal hat sich der Modellbauer da durchgesetzt, das war bei den Seenotrettungskreuzern der BERLIN- und EISWETTE-Klasse, hier fehlte das Logo, was den Modellen sehr gut getan hat. Es ist doch eigentlich ein Widerspruch, wenn ein Verlag, der die Photoätzteile als erster in den Schiffs-Kartonmodellbau eingeführt hat, um die Modelle noch vorbildgerechter zu machen, der so traumhaft filigrane Verfeinerungen wie beispielsweise bei der ELBE 1, METEOR oder der SCHÜTZE-Klasse erzeugt hat, die ein gut gebautes Modell in Richtung Museumsqualität bringen - wenn ein solcher Verlag an einem Firmenlogo festhält, das ein Gegenteil von vorbildgerechter Bemühung ist. Ich kann auch nicht den Werbe-Charakter dieses Logos erkennen. Man kauft und baut Passat-Modelle, weil sie einem gefallen, oder weil sie einfach hervorragend sind, nicht aber, weil man aufgrund dieses Logos zum Kauf gebracht wurde. Ein Kind fragte im DSM seinen Vater angesichts der HAMMONIA, was "dieses kleine runde Ding da" sei, und deutete auf das Passat-Logo. Der Vater meinte: "da fehlt wohl noch was".
    Ich glaube sogar, daß noch mehr Passat-Modelle verkauft würden, wenn dieses Logo NICHT drauf wäre. Übrigens verkaufen sich die HMV-Modelle ohne Logo ganz ausgezeichnet, sie machen für sich selber Werbung und sind auch immer sofort als HMV-Modelle zu erkennen, weil sie ihren eigenen Stil haben. Auch die Passat-Modelle haben ihren eigenen, unverwechselbaren Stil und Charakter, was auch ohne Logo erkennbar ist. Und wenn man bedenkt, daß HMV nach vielfacher Kritik sie "Stotterlinien" (=Strichcodierungen der Knicklinien) nach "außen" verlagert hat, womit die Graphik und das letztendliche Erscheinungsbild der Modelle erheblich verbessert wurden, dann sollte sich vielleicht auch der Passat-Verlag einen Ruck geben und das Logo weglassen oder woanders plazieren. Ich finde den Vorschlag von Oliver mit der Unterseite der Grundplatte ganz hervorragend, da wird das Logo und die Bausatz-Nummer einfach draufgestempelt. Man schaut auf die Unterseite des Modells und sagt: "Aha, ein Passat-Modell, dachte ich mir". Ist kein Logo darunter: "Aha, kein Passat-Modell - schade". Das könnte dann dazu führen, daß andere Verlage das auch machen...


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Friedrich,


    Du hast recht, die Leute sind Preiserleins. Und weil sie mit 8 mm Höhe einen mm zu groß sind, mußten sie in die Chirurgie, dort wurden die Beinchen 1 mm gekürzt und Kartonfüßchen darunter geklebt, das fällt kaum auf, weil die Kerlchen etwas langbeinig sind. Und bei der Band mußten auch die Ärmchen in der Chirurgie geändert werden, damit sie auch auf ihren Instrumenten spielen können. Die farbliche Veränderung erfolgte mit Acrylfarben. Die Frauen und die Sitzenden mußten nicht gekürzt werden.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Fridulin,


    das Wasser ist aus Wasserfolie der Fa.Faller gemacht, darunter befindet sich blauer Photokarton, der mit Akrylfarbe, Revell-Lack und Faber-Castell-Aquarellstiften behandelt wurde, aber ganz vorsichtig. Den Rest macht die Ausleuchtung aus, zwei 150-Watt-Halogenstrahler links und rechts außen, in der Mitte zwei 300-Watt-Halogenstrahler oben drüber. Da muß man dann ein bischen hin-und-her-probieren, bis es den gewünschten Effekt gibt. Als Hintergrunf diente eine etwas hellere blaue Rolle aus dem Photoshop (kostet so 2 x 2 m 2,50 Euro). Und: niemals blitzen, das versaut das Wasser, den Hintergrund - und auch das Modell. Weil der Blitz harte Schatten wirft und unkalkulierbare Reflexionen erzeugt. Auf diesem kleinen "Wasserbett" habe ich schon viele andere Modelle photographiert, und jedesmal sieht es anders aus, je nach Ausleuchtung und Modellgröße.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, moin, allerseits,


    gerade bin ich dabei, meinen PC mal wieder aufzuräumen, Überflüssiges fliegt raus, Brauchbares wird auf CD gesichert. Dabei bin ich auch auf 6 KB-reduzierte Photos gestoßen, die ich im vergangenen Herbst bei Papership gezeigt habe. Mit Papership sind auch diese Bilder untergegangen - aber bevor ich sie lösche, will ich sie hier nochmal zeigen, auch wenn mancher sie schon kennt.
    Ausgangspunkt ist dieses über alle Maßen häßliche und störende Verlags-Emblem, vor allem auf einem glatten Deck, auf dem sonst nicht viel los ist. Hier kam mir meine Hafenstadt zu Hilfe, denn die veranstaltet, wie jedes Jahr, ein Jazz-Festival. Und die "Vereinigung zur Erhaltung der Kronprinz e.V." hat daraufhin die "Barrelhouse Jazzband" aus Frankfurt eingeladen. Und dann ging's los, bei bestem Wetter, keine Wolke am Himmel, kein Seegang. Hier sieht man die KRONPRINZ kurz nach der Ausfahrt, die Band hat gerade zu spielen begonnen, die meisten Gäste sind noch unter Deck und genießen - und doch ist schon jemand auf dem Achterdeck dabei, zu opfern...


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, moin zusammen,
    auch wenn es für diesen Beitrag nicht mehr wichtig ist: was Wilfried da herausgefunden hat, scheint stimmig zu sein.
    Ich selber habe mir so 1980/81 den verbesserten Bausatz SCHARNHORST/GNEISENAU besorgt, und ich wunderte mich über diese Kästchen, die keinen richtigen Sinn machten. Später habe ich dann irgenwann und irgendwo (ich weiß es nicht mehr genau) das gelesen, was ich vorhin verbreitet habe - für mich war die Sache damit sinnvoll erklärt und abgeschlossen (das Photo zeigte die GNEISENAU).
    Nach dem Beitrag von Wilfried habe ich alle entsprechnden Photos noch einmal genau angeschaut - und siehe da: ein Photo zeigt die SCHARNHORST im Februar 1940 einlaufend in Wilhelmshaven, und ganz eindeutig ohne Oberlichter. Und dann jenes berühmte Photo der GNEISENAU im Trockendock in Brest. Und was sieht man da? Trotz Unschärfe und Rasterung sehe ich da die Oberlichter.
    Man kann also davon ausgehen, dass die SCHARNHORST tatsächlich niemals diese Oberlichter besessen hat - und die GNEISENAU sie wohl auch nicht verloren hat. Auch wenn manche Zeichnungen und Beschreibungen etwas anderes sagen.
    Dank an Wilfried!
    Schöne Grüße noch
    Jochen

    Hallo Lemy,
    die Kästchen waren ganz normale Oberlichter, wie sie auch auf der BISMARCK installiert waren. Bei der GNEISENAU sind diese Oberlichter 1940 bei der Reparatur des schweren Torpedotreffers dichtgesetzt worden, bei der SCHARNHOST etwas später, spätestens jedoch in Brest.
    Bei der Überarbeitung der WHV-SCHARNHORST sind da ganz simple Kästchen hingesetzt worden, die wie kleine Ladeluken aussehen. Wahrscheinlich hat man damals noch kein ausreichendes Photomaterial gehabt und ganz einfach nach Gröners Draufsicht phantasievoll konstruiert.
    Das Photo entstammt dem Band: Breyer/Koop, Von der Emden zur Tirpitz, Band 1, Verlag Wehr und Wissen, Koblenz/Bonn 1981, S.82.
    Schöne Grüße
    Jochen

    Hallo Yaroslav,
    es gibt definitiv keinen Ätzsatz für die PRINZ EUGEN, es wird auch keinen geben, auch von Peter Hurler nicht.
    Du kannst dir aber Ätzteile zusammenstellen. Die Reling bekommst Du bei Saemann-Ätztechnik oder Moduni, Niedergänge auch bei Saemann oder Moduni (Super-Detail-Set, da ist auch vieles anderes drauf). Sehr zu empfehlen sind die schmalen Niedergänge mit Erleichterungslöchern von Peter Hurler (Mail: peter_hurler@aon-credit.de). Und bei den Ätzplatinen der BISMARCK vom HMV sind enorm viele Teile drauf, die man auch auf der PRINZ EUGEN gut brauchen kann (Reling, Niedergänge, vieles mehr).
    Schöne Grüße
    Jochen

    Hallo Joroslav,
    für die Takelage habe ich chirurgische NC-Seide benutzt, 0,07 mm dick, gibt es zu 100 m auf der Rolle bei Moduni. Dieses Material ist maßstäblich dünn genug und läßt sich sehr gut verarbeiten, da es etwas elastisch ist, beim Verspannen also leichten Zug aushält. Die Rolle reicht aus für ein ganzes Modellbauer-Leben.
    Schöne Grüße
    Jochen

    Hallo Willi,


    ich habe die "He 60" noch vom Bau der SPEE übrig, ich hatte die "Arado" gebaut. Die ist also das "Original" vom cfm-Bogen, die kannst Du haben. Gib mir Deine Adresse per PN - und ab geht die Post.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Peter,


    über die Anzahl der Stunden kann ich nichts sagen, ich habe es mir nie gemerkt. Ich kann nur sagen, das waren gut vier Jahre, in denen ich an den Wochentagen zwischen 1 und 2 Stunden schaffte, an den Wochenenden etwas mehr, auch mal 3 oder sogar 5 Stunden. Die meiste Zeit aber verging nicht beim eigentlichen Bau, sondern beim Neukonstruieren, Umkonstruieren, Ergänzen - und bei der Recherche dafür. Und vor dem Baubeginn habe ich während eines Jahres (neben anderen Modellen) Teile für eine Ätzplatine erstellt, die mir dann später den Bau sehr erleichterte.
    Bei der HMV-BISMARCK entfallen diese ganzen zusätzlichen Arbeiten, da kann man sich voll auf den Bau konzentrieren, das geht dann schon erheblich schneller, als wenn man beispielsweise für jeden Zielgeber erst mal eine Konstruktion erstellen muß, nachdem man geschaut hat, wie die eigentlich aussahen.
    Mittlerweile bin ich 60 1/2 Jahre - und ich höre immer wieder von Medizinern, daß Feinmotorik und Sehkraft durch tägliches Training sehr gut vor Korrosion bewahrt werden. Also: keine Zukunftsangst, immer dran bleiben!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, moin, allerseits,


    @ Thom: Du kannst mich fragen, wann immer Du willst. Da ich das "Ding" schon mal gebaut habe, kann ich mit Sicherheit manche Fragen beantworten. Von den "vier Jahren" laß Dich bitte nicht abschrecken, die ergaben sich einfach, weil ich meist viel zu wenig Zeit zum Bauen hatte. Und sehr viel Zeit ging beim Recherchieren verloren (Suche nach Bildern im Internet usw.), aber auch beim Umkonstruieren. Und gelegentlich habe ich zwischendurch auch mal was anderes, kleineres gebaut, beispielsweise, als ich die 18 4-cm-Bofors zu erstellen hatte - das ging mir enorm auf den Geist: 18 mal 52 Teile in eintöniger Arbeit...
    Zu Deiner Anfrage wegen der Leitern kann ich Dir nur raten: nimm unbedingt Ätzteile, am besten die von Saemann, alles andere wirst Du bereuen. Die sind stabil, lassen sich gut verarbeiten, und es gibt sie in unterschiedlicher Dimensionierung. Die Lasercut-Leitern müssen auch "bemalt" werden, sind aber so labil, daß Dir die Pinzette niemals ausrutschen darf - dann kannst du das Teil gleich wieder neu erstellen. Und wenn das dann am Hauptmast passiert, nachdem die Takelage angebracht worden ist, bist du mehr als totunglücklich...
    @
    Wilfried: ich kann zur zweiten Auflage nicht mehr sagen, als daß sie unglaublich gut ist. Ich selber habe sie mir nicht angeschafft - ich wollte mich einfach nicht totärgern.
    Hintergrund: ich ging zunächst von der Aussage aus, das es definitiv keine verbesserte Version geben würde. Also legte ich los, recherchierte, konstruierte um, baute um, ergänzte. Dann kamen über Michael Müller von cfm immer mehr neue Tetails hinzu, die vorher unbekannt gewesen waren, beispielsweise von ehemaligen Besatzungsangehörigen. Einige Anregungen wiederum gingen von mir an Michael Müller - und dank Dieter Pongratz ergab sich eine neue Auflage, die eigentlich ein völlig neuer Entwurf war. Darum also habe ich mir die zweite Auflage nur angesehen, aber nicht gekauft.
    Neu ist die Farbgestaltung und die gesamte Graphik (mit enormen Verbesserungen im Datail-Bereich) - und der korrekt gestaltete Rumpf. Die Decks wurden neu gestaltet (so auch die Grätings auf dem Brückendeck, die vorher fehlten), das Brückenhaus, der Schornstein, der Flugzeughangar, das Flugzeug, die 10,5-cm-Flak, die Wackeltöpfe, die Scheinwerfer, die Motorboote, die Kräne und vieles mehr. Insgesamt ein bisher einmaliges Super-Modell, das der HMV-BISMARCK ebenbürdig ist, wenn nicht sogar einen Tick besser.


    Schöne Grüße noch


    Jochen

    Hallo Glue me!,


    da hast Du Dir ein tolles Modell ausgesucht, und wenn Du so gut weiterbaust, wie bisher, wirst Du ein Top-Modell erhalten! Wenn es mal fertig ist, kannst Du locker über den HIPPER-Rumpf hinwegsehen, der stört dann kaum noch.
    Ich selber schaffte es in vierjähriger Bauzeit, allerdings habe ich damals den Rumpf verlängert, um die Original-Dimensionen hinzubekommen. Und natürlich habe ich dann auch vieles anderes noch verbessert oder "optimiert" - und als das Ding dann fertig war, gehörte es bereits längst zum "Alten Eisen", denn die zweite Auflage war zig-mal besser. Und dennoch bleibt auch die erste Auflage ein erstklassiges Ausgangsmaterial für ein großartiges Modell - mach nur weiter so!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin, moin, allerseits,


    hier noch ein kleiner Nachtrag, der eigentlich nicht direkt etwas mit Bremerhaven zu tun hat. Wenn man aber bedenkt, daß dort meist die Neuheiten vorgestellt oder angekündigt werden, paßt es genau hierher:
    in der letzten Möwe wurden neue Hafenfahrzeuge angekündigt, zusätzlich zu den alten weitere Fahrzeuge wie Polizei, Zoll, Hafenarzt etc. "aus dem Zeitraum der 70-er Jahre bis heute". Ich habe daraufhin Herrn Wolter per Mail um genauere Informationen gebeten. Zurück aus Bremerhaven fand ich seine Antwort vor, einen verkleinerten Bogen (und damit bastlerisch nicht mehr ausbeutbar), mit dem Hinweis, daß diese neuen Fahrzeuge auch als Ergänzungsset erhältlich sind, 3 Bögen für EUR 12,00 (gegenüber 7 Bögen des Gesamtsets für EUR 24,00).
    Diese Info wollte ich Euch nicht vorenthalten. Kommentieren will ich diese Modelle nicht, das machen sie selber. Zum Vergleich Eigenkonstruktionen aus der Feder von Sculptor, SOLCHE MODELLE brauchen wir!


    Schöne Grüße noch


    Jochen Halbey

    Moin, moin, Wilfried,
    da Du die MEERKATZE erwähnst: ich kenne zwei Versionen ihrer "Entstehung". Die eine besagt, sie sei 1943 erbaut und als Wasserversorger gefahren, dann 1950 bei der Mützelfeld-Werft in Cuxhaven umgebaut worden. So steht es auch in der Bauanleitung bei WHV (das war übrigens, glaube ich, der erste WHV Bogen, bei dem in der Bauanleitung ein Photo des Weißmodells abgebildet war, auf dem die einzelnen Teile, mit Nummern versehen, erklärt wurden).
    Die zweite Version besagt, das Schiff sei 1943 in Duisburg gebaut und kurz nach dem Stapellauf von einer Bombe getroffen worden. Es lag lange auf Grund, wurde nach dem Kriege notdürftig repariert, nach Cuxhaven geschleppt, und dort 1950 bei der Beckmannwerft zum Fischereischutzboot umgebaut. Ich halte diese Version für richtig, denn der Generalplan des Schiffes entstammt der Beckmannwerft. Und irgendwo habe ich auch mal ein Photo des ursprünglichen "Wracks" gesehen, ich weiß aber nicht mehr, wo.
    Und da gibt es noch ein Schwesternschiff: die zunächst auch als "Wassertanker" gebaute und nach dem Krieg als Vermessungs- und Forschungsschiff fertiggestellte GAUSS.
    Ist zwar alles nicht zum Thema "Tender" passend, aber doch ganz interessant.
    Schöne Grüße noch
    Jochen

    Hallo Christian,


    zunächst möchte ich den Hut ganz ganz tief vor Deiner Arbeit ziehen, bis auf den Boden! Diese doch äußerst schwierigen Fenster derart sauber auszustechen, das ist schon mehr als bemerkenswert, es grenzt ans Unglaubliche!
    Ich selber habe zwei dieser netten Schiffchen gebaut, allerdings mit "gedruckten" Fenstern, nur die Scheiben des oberen Passagier-Raumes sind durchsichtig und hinterglast, weil ich den speziellen Ätzsatz benutzt habe (siehe PMP 82). Das ergibt ein nicht so harmonisches Bild, wie bei Dir. Auf den Ätzsatz mußte ich übrigens 2 Jahre warten.
    Und weil Du hier einige Unzulänglichkeiten des Modells benannt hast, will ich gleich mal für alle, die diese Modelle auch bauen wollen, eine "Gefahren-Warnung" anfügen - die HMV-typischen Schlampereien:
    wer den Handlauf auf die vorderen Schanzkleider setzen will, muß erst den weißen Schanzkleid-Aufsatz am Bug abschneiden, dann den Handlauf draufkleben und hernach die abgechnittenen weißen Teile oben drauf.
    Die beidseitigen Leinen-Klüsen stimmen bei Schanzkleid-Innenseite und Außenseite nicht überein. Hier muß man bei der Innenseite zwei "Abteile" zwischen den Stützen anschneiden und vertauschen, dann stimmt "Innen" mit "Außen" wieder überein. Allerdings am falschen Ort, der wäre dort, wo er auf der Innenseite aufgedruckt ist, und dort müßten auch noch Poller hin.
    Bei allen 4 Modellen verlaufen die Abdeckungen für die Ruderseile neben dem Ruderhaus so, daß die Schiebetüren sich nicht mehr öffnen lassen, denn die Seilführungen sitzen auf Stützen - und damit zu hoch. Ursache: beim Original ist das Deck gewölbt, hier aber nicht. Abhilfe: die Stützen weglassen, die jetzt freie Fläche mit Aquarellstift kaschieren, dann die Seilführung auf den Boden kleben, nach achtern hin leicht hochbiegen, dann stimmt's auch mit der Tür. Die End-Rollen dieser Seilführung am Heck sind auch nicht stimmig: die eine Rolle ist mittig zentriert (falsch), die andere weist nach innen, und nur das ist richtig. Dieser Fehler wurde natürlich auf den Ätzsatz übertragen. Apropos Ätzsatz: die Brückenreling von LICHTWARK/BRINCKMANN ist zu kurz, denn sie wurde von der gedruckten Reling übernommen, aber nicht vom äußeren Radius, sondern vom inneren, und nun ist sie zu kurz.
    Bei allen 4 Modellen sind, wie Christian auch eindrucksvoll zeigte, die Positionslampen farbverkehrt. Und für das Problem Schornstein/Lüfter empfehle ich folgende Lösung (jedenfalls habe ich es so gemacht): 1. den Schornstein und die Lüfter in der Höhe des Daches zerschneiden. 2. den unteren und oberen "Sockel" verkehrtherum aufkleben, also die bedruckte Seite nach unten, die unbedruckte nach oben. 3.Schornstein- und Lüfter-Teile erst des oberen Bereiches aufkleben, dann des unteren, vorher aber mit einem spitzen Bleistift nach einigen "Tockenproben" den Sitz markieren, wobei der Schornstein ca. 1/2 mm nach vorne wandern sollte, die Lüfter ca. 1/2 mm nach hinten und außen. Da muß man ein wenig tüfteln, bis oberer und unterer Schornsteinteil eine Linie bilden. Das ist etwas mühsam, funktioniert aber gut. Und wenn man die Lüfter auf hauchdünnem Papier ausdruckt, wird's noch besser.
    Und für alle, die es ganz genau machen wollen: die Schornsteinfarbe der HADAG-Schiffe war nicht grau, sondern ungefähr silberfarben, Revell "Aluminium" gibt das sehr gut wieder. HMV will oder kann diese Farbe nicht drucken - im Gegensatz zu Halinski und anderen polnischen Verlagen, die können es. Dies betrifft übrigens auch die BISMARCK. Deren Schornsteinkappe war nicht hellgrau, sondern silbergrau. HMV hätte das wenigstens in der Bauanleitung vermerken sollen, wenn man es denn nicht drucken will oder kann.


    Schöne Grüße noch


    Jochen

    Moin, moin, allerseits,


    es ist gewiß keine Werbung, wenn man Kollegen hilft, ihre Modelle zu verbessern:
    Peter Hurler gehört mit zu den Könnern des Passat-Verlages, er hat die erste überhaupt im Maßstab 1:250 erstellte Ätzplatine (für die ELBE 1) auf den Weg gebracht. Tel.: 06336/1328.


    Schöne Grüße


    J.Halbey