Posts by Jochen Halbey

    Moin Werner,


    Danke für Deine Wünsche!
    Ich habe gar nichts gegen den Baubericht eines Kontrollbaus gesagt. Einen solchen Bericht finde ich im Gegenteil sehr interessant und aufschlußreich, da werde ich nämlich schon vor dem Bau über eventuelle Stolpersteine informiert - Danke dafür.
    Ansonsten: die Ätzteile der DITMAR KOEL sind längst bei mir eingetroffen und auch schon gespritzt. Und nach der neusten Ankündigung von HMV kann ich davon ausgehen, den HANSEATIC-Ätzsatz bis zur Fertigstellung der DITMAR KOEL zu erhalten. Du siehst, Zeit ist relativ...
    Ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr.


    Herzliche Grüße


    Jochen

    Moin Klaus-Dieter,


    die Verbesserung der Flak ist Dir hervorragend gelungen - Chapeau! Ich selber hatte vor gut 6 Jahren ähnliche Probleme, allerdings bei der PRINZ EUGEN, für die ich aber die Flak's der BISMARCK übernommen hatte. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich das angestellt habe, aber bei mir waren die Rohre noch weiter nach vorne eingesetzt, wobei ich die Original-Ätzteile verwendet habe. Allerdings waren weder die Rohre noch die Lafette beweglich.
    Bei der SPEE habe ich die Rohre wiederum von der BISMARCK benutzt, aber in einer anderen Lafette (10,5 C 33 in Lafette 8,8 C 31). Und da konnte ich den seitlichen Kipp-Mechanismus erheblich besser darstellen, ohne Ätzteile. Und obwohl die Lafette kürzer ist, stehen die Rohre nicht hinter über.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Werner,


    wenn ich mich recht erinnere, hast du im dahinlaufenden Jahr mal für den Juli Ätzteile für die HANSEATIC und DITMAR KOEL "in Aussicht gestellt" (um nicht zu sagen: angekündigt). Nun wird es bald Weihnachten, und die alte Misere von Ankündigungen und Erfüllungen ist bei HMV immer noch biblisch.
    Welche Prophezeihung wagst du diesmal?
    Es nimmt einem nämlich alle Baufreude, sich auf ein Modell zu freuen, wenn der angekündigte Ätzsatz Jahre braucht, um real zu werden - bis dahin ist die Vorfreude längst verbraucht, der dann hernachgereichte Ätzsatz löst nur noch trauriges Stöhnen aus über eine vergangene Illusion.
    Aber der Verlag hat daran verdient...


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Lals,


    Du kannst mit jeder digitalen Kamera schwarz/weiße Bilder erzeugen, sofern Du ein Bearbeitungsprogramm besitzt. Dort brauchst Su nur (bei farbigen Ur-Bildern) die Farbsättigung auf Null stellen, und schon ist das Bild schwarz/weiß. Für gehobene Ansprüche gibt es dann meistens noch die Option, mittels digitaler Filter die Filterfunktionen der früheren Analogbilder zu erzeugen (also Gelb-, Grün-, Orange-, Rot-, und Blaufilter).


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Robi,


    ich könnte Dir eine ganze Liste brauchbarer Bücher geben, aber alle haben einen Nachteil gemeinsam: es ist nicht viel von der SPEE drin, und auf den wenigsten Bildern kann man Details gut erkennen. Am besten schaust Du mal im Internet unter gallgrafspeemontevideo, da findest Du alles, vom Bau bis zum Wrack. Mit sehr vielen Bildern, die feinste Details zeigen.
    Wenn du einige Teile "mopsen" willst, empfehle ich Dir die HMV-BISMARCK. Beiboote, Flugzeug, Zielgeber und vieles mehr kann man sehr gut übernehmen, nur farblich angepaßt.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Werner,


    da hast Du bestimmt eine Traum-Radtour hinter Dir - an der schönen Elbe entlang!
    Danke auch für die Aufklärung. Die schwarzen Punkte sind tatsächlich so klein, daß ich sie zunächst übersehen habe. Jetzt, wo Du mich mit der Nase drauf gestoßen hast, konnte ich sie finden. Eine sehr gute Idee!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Danke Piet!


    So macht die Sache Sinn. An "Max" und "Moritz" kann ich mich insofern erinnern, als irgendwann mal im November ein oder zwei Tage vor Ankunft der HANSEATIC zwei große Motorboote auf dem Steubenhöft standen - damals wußte ich aber nicht, zu welchem Zweck die da standen. Nun weiß ich es.
    Danke!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Werner,


    mittlerweile habe ich die Bögen der HANSEATIC erhalten und mich schon mal gedanklich durchgearbeitet. Bauen kann ich das Modell aber erst, wenn auch der Ätzsatz erschienen ist. Insgesamt eine hervorragende Konstruktion, isbesondere, was den Rumpf betrifft.
    Dennoch habe ich ein paar Fragen an Dich. Wenn ich das richtig sehe, hast du das Heck in der Reihenfolge der Bauanleitung gebaut, also erst das unterste Deck, dann die Aufbauwand mit den Trägern des nächsten Decks usw., schließlich die Außenhaut und zum Schluß die Innenschanz. Dazu schreibst zu ganz lapidar und eher ausweichend: "...die Innenschanz muss man ein bißchen vermitteln...". Wie hast Du das gemacht? An den Decksträgern kommt man wohl nicht vorbei. So, wie es aussieht, muß man die Innenschanz vor dem Anbringen der Außenhaut innen an die Außenhaut ankleben - oder ganz weglassen.
    Dann die Schornsteine. Da gibt es keine Markierungen, wo genau die Malteserkreuze hin sollen, das bleibt einem selber überlassen. Außerdem kann man die Kreuze ja nicht als Ganzes anbringen, sondern nur in drei Teilen. Hast Du Dir da vorher Markierungspunkte angebracht - oder Pi-mal-Daumen angeklebt? Andererseits hat die Methode ohne Markierungen den Vorteil, die Kreuze vorbildgerecht von der Schornsteinwand abstehend anzubringen.
    Nun zur vorderen Aufbauwand, Teile 76b, 76d. Letzteres Teil hast du vermutlich an die Markierung der Außenhaut gesetzt. Aber dieses nach unten ragende untere Vorderteil von 76b: soll das wirklich so nach unten abstehen? Auf keinem Photo der HANSEATIC ist das zu sehen, und auch auf dem Titelbild und den anderen Zeichnungen der Bauanleitung ist das nicht zu sehen. Das macht mich etwas ratlos.
    Ansonsten stören mich die Strich-punktierten Knicklinien an den Oberkanten und Unterkanten diverser Aufbauwände gewaltig, die sieht man nämlich hinterher. Durchgezogene Linien wären hier besser gewesen. Dennoch insgesamt ein großer Wurf!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Thom,


    die roten Turmdecken hatte das Schiff nur während der Erprobungen 1940 in der Ostsee, und wie das nächste Bild zeigt, auf der kompletten Turm-Oberseite. Bei beiden Farbbildern mit den roten Turmdecken habe ich aber meine Zweifel, ob es sich dabei wirklich um Farbphotos handelt - es könnten durchaus auch kolorierte Schwarz-Weiß-Photos sein, wer weiß das? Jedenfalls waren die Turmdecken später, in 1941, genau wie bei der BISMARCK schwarz, neben der speziellen weiß-schwarzen Tarnung. Und als die beiden Schiffe zur "Rheinübung" ausliefen, waren die Turmdecken wieder anders, ich meine gelb, aber das kann ich im Moment nicht genau sagen, ich müßte erst suchen, und dafür ist es schon zu spät.
    Die beiden anderen Bilder zeigen die PE während der Kapitulation in Kopenhagen. Achte da bitte mal genau auf die 4-cm-Bofor, die ist doch etwas anders und komplizierter, als auf dem cfm-Bogen.
    Wenn Du weiterhin Fragen zur PE hast, frage mich, ich habe sehr viel Photo-Material, schließlich habe ich das Modell ja auch schon mal gebaut (siehe Seite 1 von Deinem Bericht). Wenn ich helfen kann, tu ich das gerne.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Thom,


    zunächst: was Du uns hier vorzeigst, ist absolute Super-Ober-Spitzen-Klasse, ich habe soetwas noch nicht gesehen und ziehe meine tausend Hüte tausend Meter tief!
    Zu den Niedergängen: Du solltest bei der Farbgebung einfach Deinem Bauch gehorchen, denn allzu viele aussagekräftige Bilder aus jener Zeit gibt es nicht. Das erste Bild, das ich beifüge, ist aus dem Jahr 1940 und zeigt einen total schwarzen Niedergang, wobei der Handlauf (das "Geländerchen") auch etwas anders aussieht, als von Dir favorisiert - er könnte aber auch genau so sein, man sieht zu wenig. Auf späteren Bildern, die alle sehr blaß und zu dunkel sind, scheinen die Niedergänge die Farbe der Aufbauten zu haben. Aber das bleibt alles eher spekulativ. Und außerdem ist auf dem Schiff immer wieder alles mögliche verändert worden - ein Beispiel: das zweite Bild zeigt hinter den vorderen Türmen Niedergänge auf das Oberdeck. Diese wurden später durch Leitern ersetzt, und 1944/45 waren da nur noch Steigeisen, achtern an der gleichen Stelle war es nicht anders.
    Um Dir die grausige Arbeit mit den selbstgefertigten Niedergängen zu ersparen, empfehle ich dir, die Ätz-Niedergänge von Peter Hurler zu benutzen, die haben die korrekte Breite für Kriegsschiffe und weisen Erleichterungslöcher auf. Allerdings sind die Handläufe etwas anders geformt, als Du sie willst. Aber Du hättest zumindest schon mal die Niedergänge, falls Du die Handläufe ändern willst. Wie die Dinger aussehen, kannst du im Download-Bereich unter PMP 88 (Admiral Graf Spee) sehen, da sind die teilweise groß und deutlich zu begutachten.
    Bei den Bildern der Amerikaner ist Vorsicht geboten, denn die haben ganz kurz und schnell sehr viel verändert. Beispielsweise haben sie die Flak-Plattformen am Schornstein mit großen Streben verstärkt, die dann promt bei ***** in der ersten cfm-Auflage erscheinen.
    Ich denke, Du solltest den einen oder anderen Kompromiß eingehen, wenn er Dir die Arbeit erleichtert, also auch bei den Niedergängen. Und den einen oder anderen Kompromiß bist Du schon eingegangen - vielleicht, ohne es zu merken. Bild 3 zeigt Dein Modell, und da habe ich etwas markiert, was ein Fehler der ersten Auflage war, und sich als Fehler in die zweite Auflage herüber gerettet hat: an der Stelle war mit Sicherheit kein Holz aus dem "Rest-Deck" hinter dem Schanzkleid verbaut worden, aus welchem Grund auch, da waren ja nur noch Lüfter? Und dann die Farbe des Rumpfes: der war 1944/45 dunkler als die Aufbauten, außerdem war er direkt ab unterhalb der MES-Schleife schwarz. Auch dieser Fehler hat sich von der ersten in die zweite Auflage herübergerettet.
    Und nun Eines: wenn du uns den Turm Dora mit roter Turmdecke und einer 4-cm-Bofors darauf zeigst, dann willst du uns bestimmt mal wieder veralbern, oder? Denn 1944/45 gab es keine roten Turmdecken mehr, und auf den unteren schweren Türmen konnte man natürlich keine Flak aufstellen...
    Mach weiter so, wie bisher, und du wirst eines Tages Dein Modell im Deutschen Schiffahrtsmuseum abliefern müssen - und sei es zwangsweise!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Michael,


    Dein kleiner Puffer ist obsolut gut gelungen! Sowohl in der Konstruktion als auch im Bau - ein wunderbares Kleinod ist das geworden! Um die Rhino-Möglichkeiten kann ich Dich nur beneiden, wenn ich an meine alte Fixogum-Methode denke.
    Noch eine Frage: woraus - oder wie - hast Du die Rettungsringe gefertigt, die sehen ja unglaublich echt aus?


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Nävchen,


    zum Stanzen habe ich nicht die Lochschablone benutzt, damit kann man die Stanze nicht korrekt zentrieren. Statt dessen habe ich eine alte Schneidmatte genommen, den Karton darauf gelegt, die Stanze vorsichtig bei gutem Licht zentriert, und dann kurz mit einem leichten Hammer draufgehauen. Zack ist das Loch genau da, wo es sein soll.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Niklaus,


    was ich dir hier anbiete, ist das Ruderhaus der BLEXEN, einem URAG-Nachfolger der VEGESACK. Im Prinzip sind die Einrichtungen der Ruderhäuser bei Voith-Schneider-Schleppern mehr oder weniger gleich.
    Ich selber habe das Ruderhaus der VEGESACK nicht verglast, weil insbesondere an der Vorderfront die Steglein zwischen den Scheiben einfach zu dünn sind, zunal noch eine Knicklinie da durch läuft, aber das Ganze sieht auch so gut aus - siehe Bild. Ansonsten schau mal in den "papership-Kalender 2008" (siehe Downloadbereich), dort habe ich den URAG-Schlepper BRAKE drin, einen Vorgänger der BLEXEN. Da habe ich die Brücke verglast und innen eingerichtet, was hier aber auch ergeblich einfacher war.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Hans-Jürgen,


    bevor Du weiterbaust, möchte ich Dir noch ein paar Tips zu diesem Modell geben. Und bitte störe Dich nicht an der veränderten Farbe meines Modells, ich habe es nur in meine Jugendzeit, nämlich die 50-er Jahre, zurückversetzt.
    Die Bauchigkeit des Vorschiffes ist vom Konstrukteur etwas "unsensibel" verwirklicht worden, es entsteht vor den Aufbauten im Bereich des Schanzkleides ein "Bäuchlein" nach außen, das sehr häßlich wirkt. Wenn man nun an den rot markierten Stellen einen Schnitt in das Schanzkleid anbringt, ein winziges Dreieck herausschneidet, dann verschwindet dieses "Bäuchlein". Danach kann man, sowohl innen wie auch außen, den Schnitt sehr gut kaschieren, indem man die Speigatt-Luke darüber klebt - Vorrausetzung aber ist, man hat einen Scanner.
    Und dann sind mir noch einige Spanten in Erinnerung, die zu breit oder zu kurz waren, ich weiß das nicht mehr so genau, das ist schon zu lange her. Also überprüfe die Spanten ganz genau, ob sie auch passen.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin moin,


    hier ein paar Bilder der MÜNCHEN, ich hoffe, sie helfen dir etwas weiter. Sie stammen alle aus dem Buch: Gerhard Simonsen, Verschollen im Atlantik, Convent Verlag, Hamburg 2000. Ein Buch übrigens, das man unbedingt besitzen sollte.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin moin,


    was die "falschen" Stufen betrifft, habe ich damals, als ich das Modell baute, den Versuch unternommen, diese zu vergewaltigen. Ergebnis: aus dem einen Niedergang brachen drei Stufen heraus, aus dem anderen vier, der Rest war eher schief und quer. Außerdem gelingt es ja nicht bei jeder Stufe auf Anhieb, den richtigen Winkel zu treffen, da muß oft noch nachjustiert werden. Ich habe dann die beiden anderen Niedergänge benutzt, indem ich die kleinen Relingstückchen abschnitt, aber ich wollte ja nur ein Modell aus dem Bogensatz bauen. Das mag nun jeder selber ausprobieren.
    Und nun zu den geöffneten Maschinenraum-Oberlichtern:
    da habe ich am 6.9.1954 in Cuxhaven eine schlimme Sache mitangesehen, als die ITALIA an den Steubenhöft bugsiert werden sollte (damals war ich knapp 9 Jahre alt). Der Schlepper FAIRPLAY I kam angerauscht, übernahm kurz unter dem Bug der ITALIA eine Vorleine und zog dann weiter nach vorne, um die Haupttrosse wahrzunehmen. Dabei geriet der Schlepper in den Bugschwall des Riesen, schor vor dessen Bug, krängte dabei heftig über und hätte sich danach, als er vom Bug wieder freigekommen war, auch wieder aufgerichtet - wären nicht die Maschinenraum-Oberlichter und zwei Schotts offen gewesen. So schoß das Wasser sofort in das Schiff, es legte sich auf die Seite, fuhr in diesem Zustand noch etwa hundert Meter weiter, dann kennterte es vollständig und das Heck verschwand unter Wasser. In diesem Zustand blieb es noch bis zum nächsten Tag, dann verschwand es in der Elbe. Ertrunken dabei ist der Sohn des Kapitäns, der schlief in der Kapitänskajüte. Und der Funker schlief auch, aber unten im Bug, in seiner Kammer. Von dort gab er noch bis zum nächsten Tag Klopfzeichen. Als das Schiff dann später geborgen wurde, stellte man aber fest, er war kurz vor dem Untergang wegen Sauerstoffmangel für immer eingeschlafen...
    Die Bilder sind nicht sehr gut, sie stammen aus dem "Stern" von damals.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Erwin,


    falls du wirklich die Absicht hast, beide Modelle zu bauen, wirst du bitte nur einen Ätzsatz bestellen. Dann nimmst du mit HMV Kontakt auf, am besten per Post an Benjamin Scheuer. Du erhältst dann brauchbare Austausch-Teile aus der "Großen Grabbelkiste". Denn das muß man HMV lassen: die sind in solchen Fällen enorm kulant und hilfsbereit, da können sich andere Verlage fette Scheiben von abschneiden!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Lutz,


    wenn man davon ausgeht, daß die Niedergänge bei einem Arbeitsschiff einen Winkel von ungefähr 65° haben, so bedeutet das, die einzelnen Stufen müssen auch um 65° hochgebogen werden, damit sie parallel zur Wasserlinie sind (siehe Skizze aus der HMV-Bauanleitung). Sind die einzelnen Stufen aber verkehrt herum geätzt, wie hier, zeigen sie nicht nach innen, sondern nach außen. Sie müßten nun um 245° gebogen werden, um die richtige Position zu erhalten. Das aber halten die winzigen Steglein nicht aus, sie brechen ab.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Günter,


    wie ich sehe, ist die neue Auflage genau so wie die alte, mit den gleichen Fehlern. Ich staune nur, wundere mich aber nicht: wie denkt man bei S&S? Etwa so: wer baut schon beide Modelle - kaum einer - der kann dann aus der "Großen Grabbelkiste" noch richtige Niedergänge erhalten - und die anderen, die nur EIN Modell bauen, die haben ja die richtigen Niedergänge (etwas bearbeitet) doppelt, und können die benutzen - warum dann eine neue Platine ätzen - ist doch viel zu teuer...
    Nun gut. Hier rot markiert die falschen Niedergänge. Und weiterhin viel Spaß, am Ende kommt ein tolles Modell heraus!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Günter,


    Du berichtest, daß es sich bei der Ätzplatine um eine Neuauflage handelt. Dann prüfe doch gleich mal, ob alle Niedergänge "richtig" sind, denn bei der ersten Auflage waren bei zwei Niedergängen die Stufen verkehrt herum geätzt, damit waren sie unbrauchbar, denn eine Drehung um fast 360° bei den Stufen verträgt kein Ätzsatz.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin moin,


    da hat sich ja wirklich eine interessante Diskussion ergeben, die sich intellektuell wie ethisch auf hohem Niveau befindet. Ich will hier nur noch einen kleinen Nachtrag zu Helmut bringen:
    als die BISMARCK schon am Sinken war, erhielt der Kreuzer DORSETSHIRE die Anweisung, Überlebende zu bergen (die britische Admiralitär war natürlich sehr an den Aussagen von Überlebenden interessiert), mit einer ausdrücklichen Warnung vor U-Booten. Der Kreuzer hatte sich allerdings schon an das Aufnehmen von Schiffbrüchigen herangemacht, nahm aber die U-Boot-Gefahr nun doppelt ernst, weshalb der Besatzung jeder eigenmächtige Rettungsversuch untersagt wurde. Ein britischer Matrose sah einen Deutschen im Wasser schwimmen, dem beide Arme zerschmettert waren, und deshalb versuchte, mit den Beinen in das Auge eines Taues zu steigen und sich mit den Zähnen am Seil festzuhalten. Als dieser Versuch mehrmals mißlungen war, sprang der Matrose über Bord, um dem Verwundeten zu helfen. Just in diesem Moment ging der Kreuzer mit den Maschinen an, und der Matrose hatte alle Mühe, noch einen Tampen zu erwischen. Er wurde an bord gezogen und erhielt einen Tag Arrest wegen Befehlsmißachtung. Danach wurde er zum Kommandanten, Captain Martin, beordert, der ihm noch einmal den Grund für den Arrest nannte. Dann ging Captain Martin auf den Matrosen zu, gab ihm die Hand und sagte: "Als Mensch war Ihr Tun untadelig, da haben sie meine größte Hochachtung".
    Kann man die Diskrepanz zwischen Kriegs-Erfordernis und Mensch-Sein noch besser ausdrücken?


    Schöne Größe


    Jochen

    Moin moin, allerseits,


    zur Farbe kann ich hier nichts Neues beitragen, aber zur Form. Beide Bilder zeigen Z 25, auf Bild 1 sind die Flöße unterhalb des Brückendecks zu sehen, und sie haben so etwas wie eine "Holz-Gräting" an der Außenseite, die so aussehen, als seien sie davorgehängt, oder "aufgesetzt". Keine Ahnung, was das sein könnte und welchem Zweck diese Dinger dienten - vielleicht als Schutz? Jedenfalls sehr interessant. Auf dem zweiten Bild sehen die Flöße wieder "normal" aus, vermutlich aus Blech.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Axel,


    nur eine kurze Bemerkung: der Rumpf der SCHEER und SPEE waren NICHT gleich. Während bei der SPEE die Panzerung außen auf der Außenhaut angebracht war, befand sich diese bei der SCHEER hinter der Außenhaut, man konnte sie deshalb von außen auch nicht sehen, nur eine feine Schweißnaht zeigte die Oberkante der Panzerung.
    Und auch die Bemerkung von Klaus M ist korrekt: bei der SPEE, wie auch der SCHEER, befanden sich die Niedergänge zum Achterdeck nicht an dieser Stelle, sondern weiter achtern, am Aufbau-Ende, direkt neben der Wand-Rundung, sie hätten sonst den Schotts für die Torpedos den Weg versperrt. Bei der DEUTSCHLAND sah das anders aus, da war der nach achtern verlaufende Aufbau schmaler, sodaß an dem Absatz Platz genug für Niedergänge und Schotts vorhanden war.
    Dieser "Irrtum" hat seine Ursache in der hochbetagten Vergangenheit dieser WHV-Modelle: sie sind direkt auf den LÜTZOW-Rumpf der 50-er Jahre "aufgepfropft", ohne Angleichung an die Originale, und das alte LÜTZOW-Modell ist zwar vorbild-ähnlich, nicht aber vorbild-genau. Gleiches gilt für die SPEE und SCHEER von WHV. Was damals, vor etwa 50 Jahren, recht brauchbar war, ist heute schlicht indiskutabel.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hallo Klaus,


    es ist schon köstlich, zu sehen, welchen herzerfrischenden Schwachsinn WHV da auf der Rückseite des Kommandoturms fabriziert hat. Da läuft das Brückendeck unter dem Signaldeck durch, was bei halber "Etagenhöhe" bedeutet, daß man da nur auf allen Vieren durchkriechen konnte - rein theoretisch, denn da kommen noch die Abstützungen des Signaldecks dazu, und in Schiffsmitte die Stützträger für den Mast. Natürlich entfällt dann auch die Freitreppe auf der Turmrückseite. Vielleicht hat man sich das in Wilhelmshaven ja als Gassi-Weg für die Bord-Vierbeiner gedacht. Ich für mal ein Photo bei, wie die Turmrückseite in Wirklichkeit aussah.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Hier ein kleiner Nachtrag:
    ich habe noch eine Postkarte aus dem Jahr 1963 vom damaligen Lehrmittelinstitut Wilhelmshaven, adressiert an den Schüler Jochen Halbey, mit der Ankündigung des Bogens WILHELMSHAVEN - für DM 1,-. Ich weiß nicht mehr, wie Postkarten damals frankiert wurden, denn diese wies nur einen Stempel auf, Gebühr bezahlt beim Postamt Wilhelmshaven 1, aber ich meine, es waren so etwa 5 oder 7 Pfennige.
    Jochen

    Moin Henning,


    das ist ja wieder ein Modell der Extraklasse! Paßt wunderbar zu Deiner hervorragenden WAPPEN VON HAMBURG I, die ich im vorigen Jahr beim Treffen im DSM gesehen habe. Das Original habe ich als alter Cuxhavener in allen Bauzuständen, mit allen Namensgebungen erlebt, und ich stimme Dir zu, als HELGOLAND war es am schönsten.


    Schöne Grüße


    Jochen